DE101420C - - Google Patents
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- H—ELECTRICITY
- H02—GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
- H02K—DYNAMO-ELECTRIC MACHINES
- H02K47/00—Dynamo-electric converters
- H02K47/18—AC/AC converters
- H02K47/30—Single-armature phase-number converters without frequency conversion
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Description
rf c
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Verwendung von synchron laufenden Phasenumformern in Einphasenstromnetzen, um
mit Hülfe eines hierdurch . erzeugten phasenverschobenen Stromes mehrphasige Moloren
betreiben zu können, ist wohl zuerst von Steinmetz (s. die amerikanische Patentschrift
Nr. 533378) vorgeschlagen worden. Um den Umformer hierbei auf Synchronismus zu bringen,
können verschiedene Verfahren benutzt werden; die gebräuchlichsten "Anlafsmittel sind Hülfsmotoren,
theilweise mit Zuhülfenahme von Accumulatoren. Ein ähnliches Verfahren, bei welchem
der Hülfsmotor zuerst als Inductionsmotor und dann als Gleichstromerreger arbeitet, ist beispielsweise
in der Patentschrift Nr. 88716 beschrieben.
Nach der vorliegenden Erfindung hingegen ist der Synchronmotor, selbst mit den für das
Anlassen erforderlichen zusätzlichen Einrichtungen versehen. Der Phasenumformer wird
hierbei als Einphaseninductionsmotor oder als Gleichstrommotor angelassen, im weiteren Verlauf
des Betriebes hat er sich als Synchronmotor selbst zu erregen.
In den Fig. 1 und 2 der beiliegenden Zeichnung bedeuten L1 und L2 die beiden Einphasenleitungen,
während die zu betreibenden Dreiphasen- und Zweiphaseninductionsmotoren mit Md und M1 bezeichnet sind. Je zwei Pole
dieser Motoren sind an die Einphasenleitungen und der dritte Pol an die Leitung L3 angeschlossen.
Die Hauptwickelung S des Umformers wird mit den Leitungen L1 und L2,
und die Zusatzwickelung S1, in welcher der phasenverschobene Strom erzeugt wird, mit
der Leitung L3 verbunden. In der Zeichnung bedeutet ferner T die Feldmagnetwickelung des
Umformers, G den Gleichstromabgeber, D eine Drosselspule, W Regulirwiderstände, U
Umschalter und A eine Accumulatorenbatterie.
Um den Phasenumformer als Einphaseninductionsmotor zu verwenden, ist, da der
Motor nur leer anzulaufen braucht, ein schwaches Drehfeld genügend; dies läfst sich leicht erreichen
durch Anordnung einer zusätzlichen Hülfswickelung, in welcher unmittelbar selbst
phasenverschobener Strom erzeugt wird, wie z. B. im D. R. P. Nr. 87402, oder mit Hülfe
einer Drosselspule D, die die nöthige Phasenverschiebung hervorbringt (Fig. 1).
Der Synchronmotor arbeitet alsdann umgekehrt, indem der Anker das Feld als Inductionsmotor
und die Magnete dessen rotirenden Anker darstellen. Die Feldpole werden dabei
durch einen Widerstand kurz geschlossen. Das mit der Hülfswickelung erzeugte schwache Drehfeld
erzeugt im anfangs feststehenden Anker rotirende Pole, diese suchen die Magnetpole
mitzuschleppen und setzen auf diese Weise den Anker in Bewegung. Als Hülfsspule kann
mit Vortheil die Zusatzspule S1 des Ankers verwendet werden. Nun wird der Anker aber
nicht ganz auf Synchronismus kommen, weshalb man für das Anlaufen Anker und Feld
in halb so viele Pole schaltet, wodurch der Anker nahezu auf die zweifache Tourenzahl
gebracht wird. Bei etwa anderthalbfacher Tourenzahl wird die Stromzuleitung und Hülfs-
wickelung abgeschaltet und die Anker- und Magnetpolzahl wieder auf die doppelte Zahl
geschaltet. Die Tourenzahl fällt unterdessen, und bei Synchronismus wird die Stromzuleitung
auf den Anker wieder eingeschaltet. Alsdann werden die Magnete erregt, und zwar mit
Hülfe eines auf demselben Motor angebrachten Gleichrichters G. Der Einphasensynchronmotor,
kann nun Arbeit leisten, welche verwendet wird zur Erzeugung phasenverschobener Energie
in der Wickelung S1. Nach diesem Schaltungsvorgang werden dann die Mehrphasenmotoren
eingeschaltet, die, wie besonders beim Betrieb von Fahrzeugen erforderlich, für die
vier- bis fünffache Anlaufszugkraft gebaut werden können.
Zur eigenen Magneterregung eines Synchronmotors mag noch erwähnt werden, dafs zur
Verminderung der Funkenbildung am Gleichrichter ein inductionsfreier Widerstand parallel
zu den Magneten und Bürsten zu schalten ist. Je mehr Strom durch diesen Ballastwiderstand
geht, desto geringer werden die Funken und desto gleichmäfsiger auch die Erregung. Statt
dieses Widerstandes läfst sich daher mit Vortheil eine kleine Accumulatorenbatterie ver-"
wenden, welche, wenn geladen, die Magneterregung allein übernehmen kann.
Soll der Phasenumformer, wie in Fig. 2 dargestellt, als Gleichstrommotor anlaufen, so
erhält er zweckmäfsig die Bauart eines Wechselstromgleichstromumformers,
d. h. die Ankerwickelung entspricht der einer Gleichstrommaschine; aufserdem ist ein Gleichrichter G
vorgesehen. Unter magnetisch um 90 ° oder 120 ° verstellten Winkeln werden vom Anker
Verbindungsleitungen abgezweigt, welche an Gleitringe R heranführen, durch die der zum
Speisen der Motoren erforderliche mehrphasige Wechselstrom zugeführt wird. Das Anlaufen
kann hierbei entweder durch die Wechselstromseite erfolgen, wie in dem zuerst erläuterten
Falle, wo durch Verwendung einer Drosselspule eine Hülfsphase erzeugt wird, oder
durch die Gleichstromseite, wobei mit Hülfe einer Accumulatorenbatterie der Umformer als
Gleichstrommotor angelassen wird. Umgeschaltet läuft der Umformer als Einphasensynchronmotor,
in welchem Falle die Erregung der Magnete und das Laden der Accumulatoren mittelst des Gleichrichters G oder eines zusätzlichen
Gleichrichters, wie in Fig. 1, geschieht. In den Ankerspulen S1 wird alsdann je nach
der Untertheilung der Wechselstromseite und^ je
nachdem Zwei- oder Dreiphasenmotoren gespeist werden sollen, ein um 900 oder um 1200 in
der Phase verschobener Strom erzeugt, welcher durch die Leitung L3 zu den dritten Klemmen
der Mehrphasenmotoren geführt wird.
Im Phasen umformer wird nur so viel Energie verbraucht, als für den eigenen Leerlauf nöthig
ist, weshalb derselbe ökonomischer Weise bei vorübergehender Ausschaltung der eigentlichen
Mehrphasenmotoren leer weiter laufen, bei längerer Betriebsunterbrechung aber auch abgestellt
werden kann.
Da der Phasenumformer keine mechanische Kraft abzugeben braucht und somit keiner
Beanspruchung auf Zug und gröfsere Lagerreibung unterliegt, so kann derselbe für sehr
hohe Tourenzahl gebaut und dementsprechend klein gehalten werden.
Die vorbeschriebene Einrichtung eignet sich sowohl für gewöhnliche Einphasenwechselstromanlagen,
als auch besonders für Bahnbetrieb, bei welchem ·είηε grofse Anlaufszugkraft
der Motoren erforderlich ist. Im letzteren Falle wird der Phasenumformer nebst dem
Hülfsmotor im Wagen untergebracht, damit nur eine isolirte Arbeitsleitung nöthig ist, wenn
die Erde als Rückleitung benutzt wird.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Synchron laufender Phasenumformer zum Betriebe von Mehrphasenmotoren aus Einphasenstromnetzen, dadurch gekennzeichnet, dafs derselbe entweder als Einphaseninductionsmotor geschaltet wird, wobei die Zusatzwickelung als Hülfswickelung dient, oder alsGleichstrommotor geschaltet, mit Hülfe einer Accumulatorenbatterie auf Synchronismus gebracht wird.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE101420C true DE101420C (de) |
Family
ID=372127
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT101420D Active DE101420C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE101420C (de) |
-
0
- DE DENDAT101420D patent/DE101420C/de active Active
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