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Vorrichtung zum wechselseitigen Falzen Zusatz zum Patent 857613 Zum
wechselseitigen Falzen und anschließenden zickzackförmigen Ablegen einer kontinuierlich
zugeführten Papier- oder Werkstoftbahn wird nach Patent 857 613 die Bahn in einem
beweglichen Mundstück geführt und um den unteren Rand dieses Mundstückes, das etwa
nach Art eines Falzmessers ausgebildet ist, gefalzt. Hierbei bewegt sich das Mundstück
zusammen mit einer periodisch sich öffnenden und schließenden Klemmeinrichtung auf
einer etwa in Richtung des Papierlaufes liegenden Bahn, indem es dabei als Zugvorrichtung
wirkt, die zu falzende Stelle der Papier- oder Werkstoffbahn vorzieht und gegen
die Oberfläche eines während des Falzens feststehenden Körpers führt.
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In dem genannten Patent wird die Bahn nach Herstellen der Falzstelle
nicht geführt, sondern ist sich frei überlassen und fällt nach unten, wobei sie
sich entsprechend dem Zickzackfalz auf einer Unterlage ablegt. Dieser Ablegevorgang
vollzieht sich bei vielen Papier- und Werkstoffsorten und bei verschiedenen Stärken
einwandfrei. Bei anderen jedoch muß eine Bedienungsperson nachhelfen, damit der
abzulegende Stoß sich der Falzung entsprechend aufschichtet.
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Auch von der Arbeitsgeschwindigkeit der Maschine ist die Güte des
abgelegten Stoßes in der Weise abhängig, daß bei geringerer Geschwindigkeit eine
Nachhilfe beim Ablegen weniger notwendig ist als bei höherer Geschwindigkeit.
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Um unabhängig vom Werkstoff, seiner Stärke und der Nilaschinetigeschwindigkeit
ein einwandfreies Ablegen zu sichern und das Arbeiten des Falzapparates nobh weiter
zu verbessern, wird erfindungsgemäX die Papierbahn nach dem Anbringen des Falzlmiffes
durch.
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Falzklappen geführt. In Verbindung damit sind auch einige weitere
änderungen an dem Falzapparat vorgesehen. In erster Linie betdit die Verbesserung
gegenüber dem Hauptpatent darin, daß die periodisch hin und her gehende Einrichtung
zum Vorziehen der Bahn an ihrem Auslaufende ein oder zwei Falzmesser trägt, um die
die Papier- oder WerkstoffbFahn von ebenfalls periodisch bewegten, wechselweise
arbeitenden Falzklappen gefalzt und an ihrer Falzstelle durch die anschließende
Bewegung der Falzklappen zunächst mitgenommen und dann an einer bestimmten Stelle
freigegeben wird.
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Es sind Falzeinrichtungen zum wechselseitigen Zickzackfa,lzen bekannt,
bei denen die Falzstelle wechselweise von zwei auf einer kreifsbogenfölrmigen Bahn
bewcrliclien Falzklapen miitgenommen wird. Die zugehörigen Falzmesser sind jedoch
nicht an der periodisch hin und her gehenden Einrichtung, die die Papierbahn vorzieht,
befestigt, sondern laufen auf einer eigenen Bahn hin und her. Infolgedessen; sind
für diese Teile umfangreielte Bewegungs- und Steuer-
mittel erforderlich, durch die
die ganze Einrichtung kompliziert und teuer wird.
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Im Gegensatz dazu ist bei der vorliegenden Erfindung die periodisch
hin und her gehende Einrichtung, die die Papierbahn vorzieht, gleichzeitig auch
der Träger eines oder zweier Falzmesser, so daß für diese Teile nur ein Bewegungsmechanismus
erforderlich ist.
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Die Bewegung der Falzklappen kann mittels einer einfachen Führung
erfolgen oder dadurch, daß jede auf einem Hebel angeordnet ist, wobei diese beiden
Hebel um je eine feste Achse schwingen. Die Falzklappen; enden bewegen sich in diesem
Fall auf einem Kreisbogen. Wird nur ein Falzmesser an der periodisch bewegten Einrichtung
angebracht, dann arbeiten die beiden Falzklappen abwechselnd mit ihm zusammen.
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Die Papierbahn muß in diesem Fall so geführt werden, daß ihre Oberfläclie
vor dem Faizvorgang uno mittelbar neben der Seitenfläche des Falzmessers liegt.
Werden dagegen zwei Falzmesser benutzt, dann sind diese zweckmäßigerweise einander
parallel und in geringem Abstand voneinander anzubringen, und die Papierbahn ist
zwischen ihnen hindurebzuführen.
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Für den Vorzug, d. h. die Förderung der Papierbahn können in der
periodisch hin und her gehenden Einrichtung Förderwalzen gelagert werden, die ab
satzweise oder kontinuierlich angetrieben werden.
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Diese Walzen sind für die Größe des Vorzuges und damit für das zu
falzende Format bestimmend, wenn sie die zwischen ihnen hindurchlaufende Papierbahn
z. B. absatz.weise ohne Schlupf fassen. In vielen Fällen ist es jedoch erwünscht,
die Große des Formats von anderen Faktoren abhängig zu machen. Insbesondere trifft
das zu, wenn der Falzapparat den Ausgang einer Druckmaschine oder einer anderen
Papierverarbeitungsmaschine
bildet. In diesen Fällen ist es meistens
erwünscht, nur so viel von der Papierbahn in den Falzapparat hineinzuziehen, wie
von der vorhergehen; den Maschine oder einer an ihrem Ausgang befindlichen Fördlereinfichtung
im Laufe einer Periode abgegeben wird. In solchen Fällen müssen die erwähnten Förderwalzen
in der hin und her gehenden Einrichtung mit Schlupf arbeiten und etwas schneller
laufen, als es dem gewünschten Format entspricht. Deshalb kann man die Walten beispielsweise
als Saugwalzen ausbilden, die nur die Papierbahn, soweit es erforderlich ist, aufholen,
im übrigen aber leer laufen. Bei dieser Ausbildung kann auch trotz kontinuierlichen
Laufes der Walzen eine Festklemmvornchtung für die Papierbahn angewendet werden,
die die Papierbahn gegen einen Teil der hin und her gehenden Einrichtung zeitweise
festklemmt. Dieses Festklemmen ist deshalb von Vorteil, weil dadurch eine Relativbewegung
zwischein Papierbahn und Falzmesser während des Festklemmens verhindert wird, und
das ist deshalb erwünscht, weil dadurch ein Ausweichen der Papierbahn bei dem Eingriff
der Falzklappen verhindert wird, insbesondere dann, wenn sich die Festklemmvorrichtung
oder ein Teil derselben in unmittelbarer Nähe der Falzstelle befindet. Das Festklemmen
darf selbstverständlich nur periodisch und zweckmäßigerveise jeweils kurz vor dem
Falzvorgang erfolgen, damit während des übrigen Teils einer Periode eine Bördel
rung der Papierbahn entsprechend dem gewünschten Format erfolgen kann.
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Fes tklernmvorrichtungen für die Pap ierbahn können auch noch an
anderer Stelle der hin und her gehenden Einrichtung vorgesehen werden. Insbesondere
kommt hierfür eine vor den Förderwalzen liegende Stelle in Betracht. Hierbei verhindern
die Festklemmvorrichtungen, daß die Förderwalzen weiteres Papier fördern, weil es
sich dann zwischen den Walzen und den Falzmessern ansammeln würde, was zu Schwierigkeiten
oder gar Beschädigungen führen könnte.
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Mit dem Falzapparat gemäß der Erfindung können Formate bekebiger
Länge gefalzt werden. Eine Verstellung seiner Antriebs- und Steuereinrichtungen
bei Änderung der Formatlänge ist nicht unbedingt erforderlich, wenn die Förderwalzen
mit Schlupf arbeiten und nur so viel von der Papierbahn nachziehen, wie die vorhergehende
Fördereinrichtung oder Maschiene zubringt. Wenn jedoch die Längendifferenzen groß
sind, ist es zweckmäßig, dieDrehzahl derFörderwalzen dem gewünschten Format etwa
anzupassen, um allzu großen Schlupf zu vermeiden. Aus den gleichen Gründen dürfte
es auch zweckmäßig sein, bei Übergang auf ein anderes Format die Amplitude der hin
und her gehenden Einrichtung zu verstellen. Diese Verstellung, die beispielsweise
durch einen mittels Gleitstein veränderbaren Kurbel trieb bewirkt werden kann, hat
so zu erfolgen, daß die Geschwindigkeit der periodisch hin und her gehenden Einrichtung
beim Abwärtsgang im Zeitpunkt des Einfallens der Festklemmvorrichtung mit der Geschwindigkeit
der Papierbahn übereinstimmt. Soll beispielsweise die Festklemmvorrichtung in der
Mittelstellung der hin und her gehenden Einrichtung einf'allen und die Papierbahn,
festklemmen, dann sind die beiden genannten Geschwindigkeiten einander nur gleich,
wenn die Amplitude 21 der zu falzenden Formatlänge beträgt.
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In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung schematisch
dargestellt.
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Die Papierbahn 1 läuft über die Förderwalzen 2 und 3 der periodisch
hin und her gehenden Einricho
tung 4 zu, die als teilweise offener Kasten ausgebildet
ist. Dieser Kasten ist beiderseits in FührungslaahnenS und 6 geführt, in denen er
sich senkrecht hin und her bewegen kann.
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Die hin und her bzw. auf und ab gehende Bewegung wird dadurch hervorgerufen,
daß die an einem Ansatz 7 des Kastens 4 angreifende Stange 8 über den bei 9 festgelagerten
Doppelhebel 10 mit der Stange 11 gelenkig verbunden ist. Das andere Ende der Stange
11 greift an einem Gleitstein 12 an, der zwischen den Gleitflächen 13 und 14 mittels
einer Spindel od. dgl; verstellbar ist. Die genannten Gleitflächen bilden für die
Stange 11 einen Kurbelarm, der sich um die Welle 15 dreht. Die Welle wird mit einer
der Formatlänge entsprechenden Drehzahl angetrieben.
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Innerhalb des Kastens 4 sind zwei Förderwalzen 16 und 17, von denen
eine als Saugwalze ausgebildet sein und mit einer beliebigen Saugeinrichtung in
Verbind dung stehen kann, drehbar gelagert und bewegen sich mit ihm auf und ab.
Die Papierbahn 1 läuft zwischen diesen Walzen hindurch, und für ihren Durchtritt
durch den Kasten 4 befindet sich in dessen oberem Teil ein Schlitz 18 und im unteren
Teil ein gleicher Schlitz, der von zwei Falzmessern 19 und 20 seitlich begrenzt
wird. Die Schlitze erstrecken sich nahezu über die ganze Breite des Kastens 4. Außerdem
sind innerhalb des Kastens 4 Festklemmvornchtungen 21, 22, 23 und 24 geführt Von
diesen Festklemmvorrichtungen, die die Form von Rundbolzen haben und an ihrer Vorderfläche
mit einem zum Festhalten der Papierbahn geeigneten Material versehen sein können,
liegen mehrere in einer Reihe nebeneinander. Die Bolzen (21, 22) der linken Seite
sind gegenüber den Bolzen (23, 24) der rechten Seite versetzt angeordnet. werden
beispielsweise die Bolzen 23 und 24 nach links geführt, wie es in der Zeichnung
dargestellt ist, daam preßt die Vorderfläche der Bolzen 23, die das Falzmesser 20
in einer Aussparung durchdringen, die Papierbahn gegen die Seitenfläche des Falzmessers
19 und die Bolzen 24 gegen die Seitenfläche des Schlitzes 18. Werden dagegen die
Bolzen 21 und 22 nach rechts geführt, dann wird die Papierbahin an dagegen versetzten
Stehen, und zwar von den Bolzen: 21 gegen die andere Seite des Schlitzes 18 und
von den Bolzen 22 durch Aussparungen. des Falzmessers 19 hindurch gegen das Falzmesser
20 gepreßt.
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Sämtliche Festhaltevorrichtungen sind zwangläufig miteinander verbunden,
indem ihre der Klemmstelle entgegengesetzten Enden in je einer Leiste 25, 26, 27
und 28 befestigt sind, die alle untereinander durch weitere Gestänge 29, 30 und
31 miteinander in Verbindung stehen. Die Verbindungsstange 31 kann entweder seitlich
des Kastens 4 oder beiderseits oder auch ober- und/oder unterhalb desselben an einer
Stelle, an der der Lauf der Papierbahn nicht gestört wird, ange ordnet sein. Alle
diese Teile sind nicht nur untereinander, sondern auch mit einem Arm 32 verbunden,
der an seinem Ende eine Rolle 33 trägt. Diese Rolle gleitet bei dem Hin- und Hergang
des Kastens 4 in beweglichen Führungen 34 und 35 auf und ab. Diese Führungen sind
parallel zu sich selbst nach rechts und links verstellbar, wobei die Parallelführung
durch oben und unten angelenkte Winkelhebel 37 und 36 gewiihrleistet und die Bewegung
selbst durch eine Steuerstange 38 hervorgerufen wird. Diese Steuerstange trägt an
ihrem unteren Ende eine Rolle 39, die auf dem Umfang einer Kurvenscheibe 40 entlang
gleitet.
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Der Umfang der Kurvenscheibe 40 hat drei verschiedene Durchmesser.
In der Darstellung befindet
sich die Rolle 39 auf einem Teil mit
dem kleinsten Durchmesser. Links und rechts davon folgen Teile mit einem mittleren
Durchmesser, und der gegenüberliegende Teil der Scheibe hat einen noch größeren
Durchmesser. In der gezeichneten Stellung befindet sich daher die Steuerstange in
ihrer untersten Stellung.
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Die Führung 35 drückt infolgedessen die Rolle 33 und die ganze Festhalteeinrichtung
nach links. Wird die Scheibe weitergedreht, dann bewirkt das Auflaufen der Rolle
39 auf den mittleren Durchmesser der Scheibe 40 eine Mittelstellung der Führungen
34 und 35, bei der die Papierbahn völlig frei ist. Kommt nachWeiterdrehen der Scheibe
40 die Rolle 39 auf den erhöhten Teil des Umfanges der Scheibe 40, dann gelangt
die Steuerstange in ihre höchste Stellung. Dadurch drückt die Führung 34 die Rolle
33 nach rechts. Die Festklemmvorrichtungen 21 und 22 treten dadurch in Wirkung und
klemmen ihrerseits nun die Papierbahn fest.
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Die Scheibe 40 wird in Abhängigkeit von dem Lauf der Maschine gedreht.
Sie sitzt auf einer Welle 41, die von einem Zahnrad 42 angetrieben wird. Dieses
kämmt mit dem Zahnrad 43, das fest auf die Antriebswelle 15 der Maschine aufgeteilt
ist. Das Übersetzungsverhältnis dieser beiden Zahnräder ist 1: 2, so daß sich bei
einer Umdrehung deis Zahnrades 43 das Zahnrad 42 nur ein halbes Mal dreht. Infolge
dessen dreht sich bei jeder vollen Periode des Hinundherganges d!es Kastens 4 die
Scheibe 40 nur um 1800. Deshalb erfolgt während einer Umdrehung des Zahnrades 43,
d. h. während eines Hinundherganges des Kastens 4> nur einmal das Festhalten
der Papier bahn auf der einen Seite der beiden Schlitze. Ein weiterer Fes tbaltevorgang,
jedoch nach der anderen Seite, findet im Verlauf der nächsten Periode d. b. bei
einer weiteren Drehung der Scheibe 40 um 1800 statt.
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Auf diese Weise wird die Papierbahn wechselweise innerhalb zweier
Perioden einmal gegen da;s Falzmesser 19 und einmal gegen das Falzmesser 20 gepreßt.
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Die Festklemmvorrichtung für die Papierbahn kann selbstverständlich
auch anders ausgebildet werden, indem beispielsweise die auf den beiden Seiten der
Papierbahn befindlichen Bolzen einander unmittelbar gegenüberliegen. Bei Bewegung
der Rolle 33 nach rechts oder links werden sie auf der rechten oder linken Seite
des Schlitzes gegenei.nandergep reß t und halten die Papierbahn in gleicher Weise
fest, wie das in bezug auf das vorhergehende Beispiel beschrieben wurde. Sämtliche
Bolzen einer jeden Seite können dabei auch durch eine Leiste miteinander verbunden
werden, so daß die Papierbahn jeweils nicht nur an einzelnen Stellen, sondern. auf
ihrer ganzen Breite periodisch festgeklemmt wird.
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In. diesem Zustand kommt der Kasten 4 mit der festgeklemmten, Papierbahn
und den beiden Falzmessern 19 und 20 in die untere Totpunkilage, die in der Zeichnung
dargestellt ist. Hierbei kommt eines der beiden Falzmesser in den Bereich einer
der beiden Falzklappen. In der dargestellten Lage ist es das Falzmesser 19, das
zwischen die beiden Falzklappen; teile 44 und 45 zu liegen kommt. Der Falzklappenteil
44 ist an einem Hebelarm 46 befestigt, ohne sich ihm gegenüber bewegen zu können.
Dagegen dreht sich der Falzklappenteil 45 auf einer Achse 47 in einer Bohr rung
des Hebels 46 um einen gewissen Betrag, sol daß die Falzklappe geöffnet und geschlossen
werden kann.
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Die Offnungs- und Schließbewegung wird durch eine Kurvenscheibe 48
gesteuert, die auf einer nicht verstellbaren Welle 49 drehbar ist, um die sich auch
der
Hebel 46 dreht. Die Kurvenscheibe48 besitzt einen Umfangsteil von größerem und
einen anderen von kleinerem Durchmesser. Bei ihrer Drehung wirkt sie über die an
ihr ablaufende Rolle 50 auf einen Hebelarm 51, der fest mit dem Falzklappenteil
45 velrbunr den ist. Befindet sich die Rolle auf dem Umfangsteil mit größerem Durchmesser,
dann wird die Falzklappe geöffnet. Kommt die Rolle 50 jedoch auf denjenigen Teil
der Kurvenscheibe48, die den kleineren Durchr messer hat, dann wird die Falzklappe
infolge der Wirkung einer Feder 52 geschlossen.
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Der Hebel 46 wird auf einem Kreisbogen dadurch hin und her bewegt,
daß er mit einem Hebel arm. 53 starr verbunden ist, der seinerseits durch eine Kurbelstange
54 auf und ab bewegt wird. Diese Bewegung wird durch den Umlauf einer Scheibe oder
einer Kurbel 55 hervorgerufen, die in Verbindung mit dem Antriebszahnrad 43 steht
und ebenso wie das Zahnrad 42 mit halber Geschwindigkeit umläuft. In der gezeichneten
Lage hat die Steuerstange 54 den unteren Totpunkt erreicht. Infolgedessen befindet
sich die Falzklappe in ihrer oberen Umkehrstellung. Nach einer vollen Umdrehung
des Zahnrades43 ist die Steuerstange 54 in ihre obere Totlage gekommen, so daß sich
die Falzklappe in ihrer unteren Totpunktstellung blefindet, während die andere Falzklappe
mit den Falzklappenteilen 56 und 57, die in der gezeich neten Stellung die untere
Umkehrstellung einnimmt, in ihre obere Umkehlrstellung gekommen ist, in der sie
mit dem Falzmesser 20 zusammen arbeitet. Auf diese Weise wechseln sich die beiden
Falzklappen, die spiegelbildlich völlig gleich gebaut sind und auch in gleicher
Weise angetrieben werden, in ihrer Tätigkeit ab. Um das zu erreichen, sind nur ihre
Antriebe um 180° zueinander versetzt.
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Die Kurvensclleibe 48 dreht sich nicht, wile der auf der gleichen
Welle sitzende Hebel 46, innerhalb eines bestimmten Winkels, sondern wird- kontinuierlich,
und zwar mit gleicher Drehzahl wie die Scheibe 55 auge trieben. Ob sie dabei rechts
oder links herumläuft, ist gleichgültig. In. der Zeichnung ist angenommen, daß sie
im Uhrzeigersinn umläuft. Bei Linkslauf müßte die Ausbildung ihres Umfanges eine
andere sein;. Die Falzklappe muß nämlich so gesteuert werden, daß sie in geöffnetem
Zustand in ihre obere Umkehrstellung gelangt. Sobald sie diese Stellung erreicht
hat, muß sie sich schließen, damit die Papierbahn um das Falzmesser gefalzt und
die Falzstelle bei der anschließenden Bewegung der Falzklappe mitgenommen werden
kann. In der Zeichnung ist der Augenblick kurz vor dem Schließen der Falzklappe
dargestellt, und man erkennt, daß bei der Weiterdrehung der Scheibe 48 die Rolle
50 auf den kleineren Durchmesser der Scheibe kommt, so daß die Falzklappe unter
der Wirkung der Feder 52 geschlossen wird. In dieser Stellung bleibt sie zunächst
auch bei dem Aufwärtsgang der Kurbelstange 54, die dne: abwärts gehende Bewegung
der Falzklappe auf einem Kreisbogen um die Welle 49 veranlaßt. Die Rolle 50 läuft
dabei der Bewegung der Kurvenscheibe 48 entgegen und kommt schließlich an die inzwischen
weitergedrehte Stelle 58 der Kurven; scheibe 48, so daß die Falzklappe wieder geöffnet
wird. Sie gibt dann die bis in diese Stellung mitgeç nommene Falzstelle der Papierbahn
frei, die durch diese Mitnahme so weit bis zu ihrer Ablagelstelle geführt worden
ist, daß sie tatsächl.ich; einwandfrei abgelegt wird.
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Wenn der Apparat für Formate von stark veränderlicher Länge benutzt
werden soll, kann es wünschenswert sein, den Zeitpunkt des Öffnens der Falzklappe,
der
die Freigabe der Papierbahn veranlaßt, der jeweiligen Formatl änge anzupassen. Bei
kürzeren Formatlängen müßte dann die Freigabe der Papierbahn eher, d. h. nach Zurücklegen
eines kürzeren Weges der Falzklappe, stattfinden als bei längeren Formaten. Um diese
Einstellung vornehmen zu können, muß die Stelle 58 der Scheibe 48 von der Rolle
50 zu einem früheren (oder späteren) Zeitpunkt erreicht werden. Das kann dadurch
bewerkstelligt werden, daß an Stelle einer Scheibe 48 in bekannter Weise zwei derartige
Scheiben mit ihren Stirnfiächen gegeneinandergelegt werden, die beide an ihrem Umfang
auf die Rolle 50 einwirken. Beide Scheiben sind gegeneinander verstellbar, und die
eine Scheibe ist für den Übergang von dem größeren auf den kleineren und die andere
von dem kleineren auf den größeren Durchmesser maßgebend. Werden beide Scheiben
gegeneinander verdreht, dann läßt sich die Entfernung zwischen diesen beiden Stellen,
die das Öffnen und Schließen bewirken, vergrößern oder verkleinern. Dadurch kann
die Strecke, auf der die Papierbahn von der geschlossenen Falzklappe mitgenommen
wird, beliebig eingestellt werden.
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Soll wegen Änderung der Formatlänge der Hub der hin und her gehenden
Einrichtung 4 durch Verstellen des Gleitsteines 12 längs der Gleitflächen 13 und
14 vergrößert oder verkleinert werden, dann ist es für das Zusammenwirken von Falzmessern
und Falzklappen am einfachsten, wenn gleichzeitig die bisherige untere Totlage der
hin und her gehenden Einrichtung beibehalten wird. Das kann durch eines der in dem
Hauptpatent hierfür angegebenen Mittel geschehen, beispielsweise dadurch, daß der
Drehpunkt 9 des Doppelhebeis 10 verlegt wird, der zu diesem Zweck auf einer Gleitschiene
ein- und feststellbar angeordnet sein kann. Auch die weitere im Hauptpatent angegebene
Möglichkeit, daß entweder die Stange 8 oder die Stange 11 verlängert oder verkürzt
wird, läßt sich für diesen Zweck benutzen.
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In dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist ang normen, daß die
Führungsschienen 5 und 6 fest am Maschinengestell angebracht sind. Ebenso wie bei
dem Hauptpatent können diese Führungen jedoch auch um einen Drehpunkt hin und her
schwingend angeordnet werden, wobei die Steuerung dieser Bewegung in gleicher Weise
vorgenommen werden kann, wie sie in Verbindung mit dem in dem Hauptpatent beschriebenen
Ausführungsb ei spiel geschieht. Die Achsen, um die sich die Falzklappen bewegen,
sollten jedoch, auch in diesem Fall unbeweglich sein. Ihre Lage müßte auch hier
der Bedingung angepaßt werden, daß die eine Falzklappe mit dem einen Falzmesser
und die andere Falzklappe mit dem anderen Falzmesser zusammen arbeitet.
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PATENTANSPROCHE: 1. Vorrichtung zum wechselseitigen Falzen und anschließenden
zickzackförmigen Ablegen einer kontinuierlich zugeführten Papier- oder Werkstoffbahn
mit einer etwa in Bahnrichtung periodisch bewegten Vorzugeinrichtung nach Patent
857 613, dadurch gekennzeichnet, daß ein oder zwei Falzmesser (19, 20) an dem Auslauf
der die Bahn (1) fördernden periodisch bewegten Einrichr tung (4) angeordnet und
zwei abwechselnd gegen das oder die Falzmesser geführte Falzklappen (44, 45 und
56, 57) an einem festen Teil der Vorrichr tung durch je ein Gestänge (z. B. 46,
53, 54, 55) schwenkbar und von je einer Steuereinrichtung (z. B. 48, 58) in der
Weise bewegbar sind, daß sie jeweils im Augenblick der Berührung mit dem Falzmesser
geschlossen und erst nach Zurücklegen einer bestimmten Strecke zwecks Freigabe der
ges falzten Bahn wieder geöffnet werden.