DE1014833B - Vorrichtung zum wechselseitigen Falzen - Google Patents

Vorrichtung zum wechselseitigen Falzen

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DE1014833B
DE1014833B DEG10908A DEG0010908A DE1014833B DE 1014833 B DE1014833 B DE 1014833B DE G10908 A DEG10908 A DE G10908A DE G0010908 A DEG0010908 A DE G0010908A DE 1014833 B DE1014833 B DE 1014833B
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folding
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DEG10908A
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English (en)
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Willy Saeuberlich
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Maschinenfabrik Goebel GmbH
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Maschinenfabrik Goebel GmbH
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B65CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
    • B65HHANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL, e.g. SHEETS, WEBS, CABLES
    • B65H45/00Folding thin material
    • B65H45/12Folding articles or webs with application of pressure to define or form crease lines
    • B65H45/20Zig-zag folders

Landscapes

  • Folding Of Thin Sheet-Like Materials, Special Discharging Devices, And Others (AREA)

Description

  • Vorrichtung zum wechselseitigen Falzen Zusatz zum Patent 857613 Zum wechselseitigen Falzen und anschließenden zickzackförmigen Ablegen einer kontinuierlich zugeführten Papier- oder Werkstoftbahn wird nach Patent 857 613 die Bahn in einem beweglichen Mundstück geführt und um den unteren Rand dieses Mundstückes, das etwa nach Art eines Falzmessers ausgebildet ist, gefalzt. Hierbei bewegt sich das Mundstück zusammen mit einer periodisch sich öffnenden und schließenden Klemmeinrichtung auf einer etwa in Richtung des Papierlaufes liegenden Bahn, indem es dabei als Zugvorrichtung wirkt, die zu falzende Stelle der Papier- oder Werkstoffbahn vorzieht und gegen die Oberfläche eines während des Falzens feststehenden Körpers führt.
  • In dem genannten Patent wird die Bahn nach Herstellen der Falzstelle nicht geführt, sondern ist sich frei überlassen und fällt nach unten, wobei sie sich entsprechend dem Zickzackfalz auf einer Unterlage ablegt. Dieser Ablegevorgang vollzieht sich bei vielen Papier- und Werkstoffsorten und bei verschiedenen Stärken einwandfrei. Bei anderen jedoch muß eine Bedienungsperson nachhelfen, damit der abzulegende Stoß sich der Falzung entsprechend aufschichtet.
  • Auch von der Arbeitsgeschwindigkeit der Maschine ist die Güte des abgelegten Stoßes in der Weise abhängig, daß bei geringerer Geschwindigkeit eine Nachhilfe beim Ablegen weniger notwendig ist als bei höherer Geschwindigkeit.
  • Um unabhängig vom Werkstoff, seiner Stärke und der Nilaschinetigeschwindigkeit ein einwandfreies Ablegen zu sichern und das Arbeiten des Falzapparates nobh weiter zu verbessern, wird erfindungsgemäX die Papierbahn nach dem Anbringen des Falzlmiffes durch.
  • Falzklappen geführt. In Verbindung damit sind auch einige weitere änderungen an dem Falzapparat vorgesehen. In erster Linie betdit die Verbesserung gegenüber dem Hauptpatent darin, daß die periodisch hin und her gehende Einrichtung zum Vorziehen der Bahn an ihrem Auslaufende ein oder zwei Falzmesser trägt, um die die Papier- oder WerkstoffbFahn von ebenfalls periodisch bewegten, wechselweise arbeitenden Falzklappen gefalzt und an ihrer Falzstelle durch die anschließende Bewegung der Falzklappen zunächst mitgenommen und dann an einer bestimmten Stelle freigegeben wird.
  • Es sind Falzeinrichtungen zum wechselseitigen Zickzackfa,lzen bekannt, bei denen die Falzstelle wechselweise von zwei auf einer kreifsbogenfölrmigen Bahn bewcrliclien Falzklapen miitgenommen wird. Die zugehörigen Falzmesser sind jedoch nicht an der periodisch hin und her gehenden Einrichtung, die die Papierbahn vorzieht, befestigt, sondern laufen auf einer eigenen Bahn hin und her. Infolgedessen; sind für diese Teile umfangreielte Bewegungs- und Steuer- mittel erforderlich, durch die die ganze Einrichtung kompliziert und teuer wird.
  • Im Gegensatz dazu ist bei der vorliegenden Erfindung die periodisch hin und her gehende Einrichtung, die die Papierbahn vorzieht, gleichzeitig auch der Träger eines oder zweier Falzmesser, so daß für diese Teile nur ein Bewegungsmechanismus erforderlich ist.
  • Die Bewegung der Falzklappen kann mittels einer einfachen Führung erfolgen oder dadurch, daß jede auf einem Hebel angeordnet ist, wobei diese beiden Hebel um je eine feste Achse schwingen. Die Falzklappen; enden bewegen sich in diesem Fall auf einem Kreisbogen. Wird nur ein Falzmesser an der periodisch bewegten Einrichtung angebracht, dann arbeiten die beiden Falzklappen abwechselnd mit ihm zusammen.
  • Die Papierbahn muß in diesem Fall so geführt werden, daß ihre Oberfläclie vor dem Faizvorgang uno mittelbar neben der Seitenfläche des Falzmessers liegt. Werden dagegen zwei Falzmesser benutzt, dann sind diese zweckmäßigerweise einander parallel und in geringem Abstand voneinander anzubringen, und die Papierbahn ist zwischen ihnen hindurebzuführen.
  • Für den Vorzug, d. h. die Förderung der Papierbahn können in der periodisch hin und her gehenden Einrichtung Förderwalzen gelagert werden, die ab satzweise oder kontinuierlich angetrieben werden.
  • Diese Walzen sind für die Größe des Vorzuges und damit für das zu falzende Format bestimmend, wenn sie die zwischen ihnen hindurchlaufende Papierbahn z. B. absatz.weise ohne Schlupf fassen. In vielen Fällen ist es jedoch erwünscht, die Große des Formats von anderen Faktoren abhängig zu machen. Insbesondere trifft das zu, wenn der Falzapparat den Ausgang einer Druckmaschine oder einer anderen Papierverarbeitungsmaschine bildet. In diesen Fällen ist es meistens erwünscht, nur so viel von der Papierbahn in den Falzapparat hineinzuziehen, wie von der vorhergehen; den Maschine oder einer an ihrem Ausgang befindlichen Fördlereinfichtung im Laufe einer Periode abgegeben wird. In solchen Fällen müssen die erwähnten Förderwalzen in der hin und her gehenden Einrichtung mit Schlupf arbeiten und etwas schneller laufen, als es dem gewünschten Format entspricht. Deshalb kann man die Walten beispielsweise als Saugwalzen ausbilden, die nur die Papierbahn, soweit es erforderlich ist, aufholen, im übrigen aber leer laufen. Bei dieser Ausbildung kann auch trotz kontinuierlichen Laufes der Walzen eine Festklemmvornchtung für die Papierbahn angewendet werden, die die Papierbahn gegen einen Teil der hin und her gehenden Einrichtung zeitweise festklemmt. Dieses Festklemmen ist deshalb von Vorteil, weil dadurch eine Relativbewegung zwischein Papierbahn und Falzmesser während des Festklemmens verhindert wird, und das ist deshalb erwünscht, weil dadurch ein Ausweichen der Papierbahn bei dem Eingriff der Falzklappen verhindert wird, insbesondere dann, wenn sich die Festklemmvorrichtung oder ein Teil derselben in unmittelbarer Nähe der Falzstelle befindet. Das Festklemmen darf selbstverständlich nur periodisch und zweckmäßigerveise jeweils kurz vor dem Falzvorgang erfolgen, damit während des übrigen Teils einer Periode eine Bördel rung der Papierbahn entsprechend dem gewünschten Format erfolgen kann.
  • Fes tklernmvorrichtungen für die Pap ierbahn können auch noch an anderer Stelle der hin und her gehenden Einrichtung vorgesehen werden. Insbesondere kommt hierfür eine vor den Förderwalzen liegende Stelle in Betracht. Hierbei verhindern die Festklemmvorrichtungen, daß die Förderwalzen weiteres Papier fördern, weil es sich dann zwischen den Walzen und den Falzmessern ansammeln würde, was zu Schwierigkeiten oder gar Beschädigungen führen könnte.
  • Mit dem Falzapparat gemäß der Erfindung können Formate bekebiger Länge gefalzt werden. Eine Verstellung seiner Antriebs- und Steuereinrichtungen bei Änderung der Formatlänge ist nicht unbedingt erforderlich, wenn die Förderwalzen mit Schlupf arbeiten und nur so viel von der Papierbahn nachziehen, wie die vorhergehende Fördereinrichtung oder Maschiene zubringt. Wenn jedoch die Längendifferenzen groß sind, ist es zweckmäßig, dieDrehzahl derFörderwalzen dem gewünschten Format etwa anzupassen, um allzu großen Schlupf zu vermeiden. Aus den gleichen Gründen dürfte es auch zweckmäßig sein, bei Übergang auf ein anderes Format die Amplitude der hin und her gehenden Einrichtung zu verstellen. Diese Verstellung, die beispielsweise durch einen mittels Gleitstein veränderbaren Kurbel trieb bewirkt werden kann, hat so zu erfolgen, daß die Geschwindigkeit der periodisch hin und her gehenden Einrichtung beim Abwärtsgang im Zeitpunkt des Einfallens der Festklemmvorrichtung mit der Geschwindigkeit der Papierbahn übereinstimmt. Soll beispielsweise die Festklemmvorrichtung in der Mittelstellung der hin und her gehenden Einrichtung einf'allen und die Papierbahn, festklemmen, dann sind die beiden genannten Geschwindigkeiten einander nur gleich, wenn die Amplitude 21 der zu falzenden Formatlänge beträgt.
  • In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung schematisch dargestellt.
  • Die Papierbahn 1 läuft über die Förderwalzen 2 und 3 der periodisch hin und her gehenden Einricho tung 4 zu, die als teilweise offener Kasten ausgebildet ist. Dieser Kasten ist beiderseits in FührungslaahnenS und 6 geführt, in denen er sich senkrecht hin und her bewegen kann.
  • Die hin und her bzw. auf und ab gehende Bewegung wird dadurch hervorgerufen, daß die an einem Ansatz 7 des Kastens 4 angreifende Stange 8 über den bei 9 festgelagerten Doppelhebel 10 mit der Stange 11 gelenkig verbunden ist. Das andere Ende der Stange 11 greift an einem Gleitstein 12 an, der zwischen den Gleitflächen 13 und 14 mittels einer Spindel od. dgl; verstellbar ist. Die genannten Gleitflächen bilden für die Stange 11 einen Kurbelarm, der sich um die Welle 15 dreht. Die Welle wird mit einer der Formatlänge entsprechenden Drehzahl angetrieben.
  • Innerhalb des Kastens 4 sind zwei Förderwalzen 16 und 17, von denen eine als Saugwalze ausgebildet sein und mit einer beliebigen Saugeinrichtung in Verbind dung stehen kann, drehbar gelagert und bewegen sich mit ihm auf und ab. Die Papierbahn 1 läuft zwischen diesen Walzen hindurch, und für ihren Durchtritt durch den Kasten 4 befindet sich in dessen oberem Teil ein Schlitz 18 und im unteren Teil ein gleicher Schlitz, der von zwei Falzmessern 19 und 20 seitlich begrenzt wird. Die Schlitze erstrecken sich nahezu über die ganze Breite des Kastens 4. Außerdem sind innerhalb des Kastens 4 Festklemmvornchtungen 21, 22, 23 und 24 geführt Von diesen Festklemmvorrichtungen, die die Form von Rundbolzen haben und an ihrer Vorderfläche mit einem zum Festhalten der Papierbahn geeigneten Material versehen sein können, liegen mehrere in einer Reihe nebeneinander. Die Bolzen (21, 22) der linken Seite sind gegenüber den Bolzen (23, 24) der rechten Seite versetzt angeordnet. werden beispielsweise die Bolzen 23 und 24 nach links geführt, wie es in der Zeichnung dargestellt ist, daam preßt die Vorderfläche der Bolzen 23, die das Falzmesser 20 in einer Aussparung durchdringen, die Papierbahn gegen die Seitenfläche des Falzmessers 19 und die Bolzen 24 gegen die Seitenfläche des Schlitzes 18. Werden dagegen die Bolzen 21 und 22 nach rechts geführt, dann wird die Papierbahin an dagegen versetzten Stehen, und zwar von den Bolzen: 21 gegen die andere Seite des Schlitzes 18 und von den Bolzen 22 durch Aussparungen. des Falzmessers 19 hindurch gegen das Falzmesser 20 gepreßt.
  • Sämtliche Festhaltevorrichtungen sind zwangläufig miteinander verbunden, indem ihre der Klemmstelle entgegengesetzten Enden in je einer Leiste 25, 26, 27 und 28 befestigt sind, die alle untereinander durch weitere Gestänge 29, 30 und 31 miteinander in Verbindung stehen. Die Verbindungsstange 31 kann entweder seitlich des Kastens 4 oder beiderseits oder auch ober- und/oder unterhalb desselben an einer Stelle, an der der Lauf der Papierbahn nicht gestört wird, ange ordnet sein. Alle diese Teile sind nicht nur untereinander, sondern auch mit einem Arm 32 verbunden, der an seinem Ende eine Rolle 33 trägt. Diese Rolle gleitet bei dem Hin- und Hergang des Kastens 4 in beweglichen Führungen 34 und 35 auf und ab. Diese Führungen sind parallel zu sich selbst nach rechts und links verstellbar, wobei die Parallelführung durch oben und unten angelenkte Winkelhebel 37 und 36 gewiihrleistet und die Bewegung selbst durch eine Steuerstange 38 hervorgerufen wird. Diese Steuerstange trägt an ihrem unteren Ende eine Rolle 39, die auf dem Umfang einer Kurvenscheibe 40 entlang gleitet.
  • Der Umfang der Kurvenscheibe 40 hat drei verschiedene Durchmesser. In der Darstellung befindet sich die Rolle 39 auf einem Teil mit dem kleinsten Durchmesser. Links und rechts davon folgen Teile mit einem mittleren Durchmesser, und der gegenüberliegende Teil der Scheibe hat einen noch größeren Durchmesser. In der gezeichneten Stellung befindet sich daher die Steuerstange in ihrer untersten Stellung.
  • Die Führung 35 drückt infolgedessen die Rolle 33 und die ganze Festhalteeinrichtung nach links. Wird die Scheibe weitergedreht, dann bewirkt das Auflaufen der Rolle 39 auf den mittleren Durchmesser der Scheibe 40 eine Mittelstellung der Führungen 34 und 35, bei der die Papierbahn völlig frei ist. Kommt nachWeiterdrehen der Scheibe 40 die Rolle 39 auf den erhöhten Teil des Umfanges der Scheibe 40, dann gelangt die Steuerstange in ihre höchste Stellung. Dadurch drückt die Führung 34 die Rolle 33 nach rechts. Die Festklemmvorrichtungen 21 und 22 treten dadurch in Wirkung und klemmen ihrerseits nun die Papierbahn fest.
  • Die Scheibe 40 wird in Abhängigkeit von dem Lauf der Maschine gedreht. Sie sitzt auf einer Welle 41, die von einem Zahnrad 42 angetrieben wird. Dieses kämmt mit dem Zahnrad 43, das fest auf die Antriebswelle 15 der Maschine aufgeteilt ist. Das Übersetzungsverhältnis dieser beiden Zahnräder ist 1: 2, so daß sich bei einer Umdrehung deis Zahnrades 43 das Zahnrad 42 nur ein halbes Mal dreht. Infolge dessen dreht sich bei jeder vollen Periode des Hinundherganges d!es Kastens 4 die Scheibe 40 nur um 1800. Deshalb erfolgt während einer Umdrehung des Zahnrades 43, d. h. während eines Hinundherganges des Kastens 4> nur einmal das Festhalten der Papier bahn auf der einen Seite der beiden Schlitze. Ein weiterer Fes tbaltevorgang, jedoch nach der anderen Seite, findet im Verlauf der nächsten Periode d. b. bei einer weiteren Drehung der Scheibe 40 um 1800 statt.
  • Auf diese Weise wird die Papierbahn wechselweise innerhalb zweier Perioden einmal gegen da;s Falzmesser 19 und einmal gegen das Falzmesser 20 gepreßt.
  • Die Festklemmvorrichtung für die Papierbahn kann selbstverständlich auch anders ausgebildet werden, indem beispielsweise die auf den beiden Seiten der Papierbahn befindlichen Bolzen einander unmittelbar gegenüberliegen. Bei Bewegung der Rolle 33 nach rechts oder links werden sie auf der rechten oder linken Seite des Schlitzes gegenei.nandergep reß t und halten die Papierbahn in gleicher Weise fest, wie das in bezug auf das vorhergehende Beispiel beschrieben wurde. Sämtliche Bolzen einer jeden Seite können dabei auch durch eine Leiste miteinander verbunden werden, so daß die Papierbahn jeweils nicht nur an einzelnen Stellen, sondern. auf ihrer ganzen Breite periodisch festgeklemmt wird.
  • In. diesem Zustand kommt der Kasten 4 mit der festgeklemmten, Papierbahn und den beiden Falzmessern 19 und 20 in die untere Totpunkilage, die in der Zeichnung dargestellt ist. Hierbei kommt eines der beiden Falzmesser in den Bereich einer der beiden Falzklappen. In der dargestellten Lage ist es das Falzmesser 19, das zwischen die beiden Falzklappen; teile 44 und 45 zu liegen kommt. Der Falzklappenteil 44 ist an einem Hebelarm 46 befestigt, ohne sich ihm gegenüber bewegen zu können. Dagegen dreht sich der Falzklappenteil 45 auf einer Achse 47 in einer Bohr rung des Hebels 46 um einen gewissen Betrag, sol daß die Falzklappe geöffnet und geschlossen werden kann.
  • Die Offnungs- und Schließbewegung wird durch eine Kurvenscheibe 48 gesteuert, die auf einer nicht verstellbaren Welle 49 drehbar ist, um die sich auch der Hebel 46 dreht. Die Kurvenscheibe48 besitzt einen Umfangsteil von größerem und einen anderen von kleinerem Durchmesser. Bei ihrer Drehung wirkt sie über die an ihr ablaufende Rolle 50 auf einen Hebelarm 51, der fest mit dem Falzklappenteil 45 velrbunr den ist. Befindet sich die Rolle auf dem Umfangsteil mit größerem Durchmesser, dann wird die Falzklappe geöffnet. Kommt die Rolle 50 jedoch auf denjenigen Teil der Kurvenscheibe48, die den kleineren Durchr messer hat, dann wird die Falzklappe infolge der Wirkung einer Feder 52 geschlossen.
  • Der Hebel 46 wird auf einem Kreisbogen dadurch hin und her bewegt, daß er mit einem Hebel arm. 53 starr verbunden ist, der seinerseits durch eine Kurbelstange 54 auf und ab bewegt wird. Diese Bewegung wird durch den Umlauf einer Scheibe oder einer Kurbel 55 hervorgerufen, die in Verbindung mit dem Antriebszahnrad 43 steht und ebenso wie das Zahnrad 42 mit halber Geschwindigkeit umläuft. In der gezeichneten Lage hat die Steuerstange 54 den unteren Totpunkt erreicht. Infolgedessen befindet sich die Falzklappe in ihrer oberen Umkehrstellung. Nach einer vollen Umdrehung des Zahnrades43 ist die Steuerstange 54 in ihre obere Totlage gekommen, so daß sich die Falzklappe in ihrer unteren Totpunktstellung blefindet, während die andere Falzklappe mit den Falzklappenteilen 56 und 57, die in der gezeich neten Stellung die untere Umkehrstellung einnimmt, in ihre obere Umkehlrstellung gekommen ist, in der sie mit dem Falzmesser 20 zusammen arbeitet. Auf diese Weise wechseln sich die beiden Falzklappen, die spiegelbildlich völlig gleich gebaut sind und auch in gleicher Weise angetrieben werden, in ihrer Tätigkeit ab. Um das zu erreichen, sind nur ihre Antriebe um 180° zueinander versetzt.
  • Die Kurvensclleibe 48 dreht sich nicht, wile der auf der gleichen Welle sitzende Hebel 46, innerhalb eines bestimmten Winkels, sondern wird- kontinuierlich, und zwar mit gleicher Drehzahl wie die Scheibe 55 auge trieben. Ob sie dabei rechts oder links herumläuft, ist gleichgültig. In. der Zeichnung ist angenommen, daß sie im Uhrzeigersinn umläuft. Bei Linkslauf müßte die Ausbildung ihres Umfanges eine andere sein;. Die Falzklappe muß nämlich so gesteuert werden, daß sie in geöffnetem Zustand in ihre obere Umkehrstellung gelangt. Sobald sie diese Stellung erreicht hat, muß sie sich schließen, damit die Papierbahn um das Falzmesser gefalzt und die Falzstelle bei der anschließenden Bewegung der Falzklappe mitgenommen werden kann. In der Zeichnung ist der Augenblick kurz vor dem Schließen der Falzklappe dargestellt, und man erkennt, daß bei der Weiterdrehung der Scheibe 48 die Rolle 50 auf den kleineren Durchmesser der Scheibe kommt, so daß die Falzklappe unter der Wirkung der Feder 52 geschlossen wird. In dieser Stellung bleibt sie zunächst auch bei dem Aufwärtsgang der Kurbelstange 54, die dne: abwärts gehende Bewegung der Falzklappe auf einem Kreisbogen um die Welle 49 veranlaßt. Die Rolle 50 läuft dabei der Bewegung der Kurvenscheibe 48 entgegen und kommt schließlich an die inzwischen weitergedrehte Stelle 58 der Kurven; scheibe 48, so daß die Falzklappe wieder geöffnet wird. Sie gibt dann die bis in diese Stellung mitgeç nommene Falzstelle der Papierbahn frei, die durch diese Mitnahme so weit bis zu ihrer Ablagelstelle geführt worden ist, daß sie tatsächl.ich; einwandfrei abgelegt wird.
  • Wenn der Apparat für Formate von stark veränderlicher Länge benutzt werden soll, kann es wünschenswert sein, den Zeitpunkt des Öffnens der Falzklappe, der die Freigabe der Papierbahn veranlaßt, der jeweiligen Formatl änge anzupassen. Bei kürzeren Formatlängen müßte dann die Freigabe der Papierbahn eher, d. h. nach Zurücklegen eines kürzeren Weges der Falzklappe, stattfinden als bei längeren Formaten. Um diese Einstellung vornehmen zu können, muß die Stelle 58 der Scheibe 48 von der Rolle 50 zu einem früheren (oder späteren) Zeitpunkt erreicht werden. Das kann dadurch bewerkstelligt werden, daß an Stelle einer Scheibe 48 in bekannter Weise zwei derartige Scheiben mit ihren Stirnfiächen gegeneinandergelegt werden, die beide an ihrem Umfang auf die Rolle 50 einwirken. Beide Scheiben sind gegeneinander verstellbar, und die eine Scheibe ist für den Übergang von dem größeren auf den kleineren und die andere von dem kleineren auf den größeren Durchmesser maßgebend. Werden beide Scheiben gegeneinander verdreht, dann läßt sich die Entfernung zwischen diesen beiden Stellen, die das Öffnen und Schließen bewirken, vergrößern oder verkleinern. Dadurch kann die Strecke, auf der die Papierbahn von der geschlossenen Falzklappe mitgenommen wird, beliebig eingestellt werden.
  • Soll wegen Änderung der Formatlänge der Hub der hin und her gehenden Einrichtung 4 durch Verstellen des Gleitsteines 12 längs der Gleitflächen 13 und 14 vergrößert oder verkleinert werden, dann ist es für das Zusammenwirken von Falzmessern und Falzklappen am einfachsten, wenn gleichzeitig die bisherige untere Totlage der hin und her gehenden Einrichtung beibehalten wird. Das kann durch eines der in dem Hauptpatent hierfür angegebenen Mittel geschehen, beispielsweise dadurch, daß der Drehpunkt 9 des Doppelhebeis 10 verlegt wird, der zu diesem Zweck auf einer Gleitschiene ein- und feststellbar angeordnet sein kann. Auch die weitere im Hauptpatent angegebene Möglichkeit, daß entweder die Stange 8 oder die Stange 11 verlängert oder verkürzt wird, läßt sich für diesen Zweck benutzen.
  • In dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist ang normen, daß die Führungsschienen 5 und 6 fest am Maschinengestell angebracht sind. Ebenso wie bei dem Hauptpatent können diese Führungen jedoch auch um einen Drehpunkt hin und her schwingend angeordnet werden, wobei die Steuerung dieser Bewegung in gleicher Weise vorgenommen werden kann, wie sie in Verbindung mit dem in dem Hauptpatent beschriebenen Ausführungsb ei spiel geschieht. Die Achsen, um die sich die Falzklappen bewegen, sollten jedoch, auch in diesem Fall unbeweglich sein. Ihre Lage müßte auch hier der Bedingung angepaßt werden, daß die eine Falzklappe mit dem einen Falzmesser und die andere Falzklappe mit dem anderen Falzmesser zusammen arbeitet.
  • PATENTANSPROCHE: 1. Vorrichtung zum wechselseitigen Falzen und anschließenden zickzackförmigen Ablegen einer kontinuierlich zugeführten Papier- oder Werkstoffbahn mit einer etwa in Bahnrichtung periodisch bewegten Vorzugeinrichtung nach Patent 857 613, dadurch gekennzeichnet, daß ein oder zwei Falzmesser (19, 20) an dem Auslauf der die Bahn (1) fördernden periodisch bewegten Einrichr tung (4) angeordnet und zwei abwechselnd gegen das oder die Falzmesser geführte Falzklappen (44, 45 und 56, 57) an einem festen Teil der Vorrichr tung durch je ein Gestänge (z. B. 46, 53, 54, 55) schwenkbar und von je einer Steuereinrichtung (z. B. 48, 58) in der Weise bewegbar sind, daß sie jeweils im Augenblick der Berührung mit dem Falzmesser geschlossen und erst nach Zurücklegen einer bestimmten Strecke zwecks Freigabe der ges falzten Bahn wieder geöffnet werden.

Claims (1)

  1. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch geW kennzeichnet, daß die beiden Falzklappen (44, 45 bzw. 56, 57) durch Befestigung an einem in einer festen Achse (49, 49') gelagerten Helbelarm (46, 46') oder durch eine ähnliche Lagerung zu einer Bewegung auf einem Kreisbogen gezwungen sind.
    3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß innerhalb der die Bahn (1) fördernden, periodisch bewegten Einrichtung (4) Walzen (16, 17) gelagert sind, die - gegebenenfalls unter Schlupf - eine Zugkraft auf die Bahn ausüben.
    4. Vorrichtung nach Anspruch l oder folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß an der periodisch bewegten, die Bahn (1) fördernden Einrichtung Klemmstücke (21 bis 24) für die Bahn angeordnet sind, die durch eine Steuereinrichtung (30 bis 40) periodisch geöffnet und geschlossen werden und in geschlossenem Zustand die Bahn innerhalb der periodisch bewegten Einrichtung festhalten.
    5. Vorrichtung nach Anspruch4, dadurch gekennzeichnet, daß die Klemmstücke (21 bis 24) oder elin Teil derselben nahe den beiden Falzmessern (19, 20) angeordnet sind und die Bahn: (1) abwechselnd gegen das eine und gegen das andere Falzmesser pressen.
    6. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder folgenden, gekennzeichnet durch die Anordnung einer Einrichtung (12, 13, 14), durch die die Amplitude der periodisch bewegten Einrichtung (4) verstellbar ist.
    In Betracht gezogene Druckschriften: Französische Patentschrift Nr. 847 915; britische Patentschrift Nr. 628 053.
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Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR847915A (fr) * 1938-12-22 1939-10-19 Appareil de pliage continu en zig-zag du papier ou analogue
GB628053A (en) * 1947-05-02 1949-08-22 Int Cellucotton Products Improvements in paper sheet interfolding machines

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