DE101496C - - Google Patents
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- Expired
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Classifications
-
- G—PHYSICS
- G01—MEASURING; TESTING
- G01P—MEASURING LINEAR OR ANGULAR SPEED, ACCELERATION, DECELERATION, OR SHOCK; INDICATING PRESENCE, ABSENCE, OR DIRECTION, OF MOVEMENT
- G01P3/00—Measuring linear or angular speed; Measuring differences of linear or angular speeds
- G01P3/02—Devices characterised by the use of mechanical means
- G01P3/16—Devices characterised by the use of mechanical means by using centrifugal forces of solid masses
- G01P3/18—Devices characterised by the use of mechanical means by using centrifugal forces of solid masses transferred to the indicator by mechanical means
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- Physics & Mathematics (AREA)
- General Physics & Mathematics (AREA)
- Transmission Devices (AREA)
Description
''■■■!'·
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 42: Instrumente.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 7. Mai 1898 ab.
Bei den bis jetzt gebräuchlichen Geschwindigkeitsmessern mit Schwungpendel werden bei
den Pendelmechanismen mehr oder weniger feste Drehpunkte mit Zapfen oder feste Lager
für das den Pendelausschlag in eine Hin- und Herbewegung umsetzende Constructionsdetail
angewendet.
Es ist nun erklärlich, dafs im ersteren Falle die durch die Schwungkraft der Schwungpendel
belasteten Zapfen durch ihre Adhäsion der freien Beweglichkeit der Pendel ein Hindernifs
entgegensetzen und daher die Pendel bei kleinen Geschwindigkeitsdifferenzen nicht sofort ihre
der veränderten Geschwindigkeit entsprechenden Lagen einnehmen können.
Wächst dann die- Geschwindigkeitsdifferenz
weiter, so erfolgt ein stofsweises Nachgeben und dadurch ein Hinausfahren der Pendel über
die wirklich entsprechende Stellung. Die Folge davon ist eine ruckweise Bewegung bezw. ein
Schleudern des Zeigers, welches man wieder durch künstliche Dämpfung zu beseitigen gesucht
hat. Wird das rotirende oder hin- und hergehende Uebertragungsstück noch in festen
Lagern geführt, so tritt zu dem genannten Umstand noch der ,hinzu, dafs in jeder Welle
durch längeres Laufen in Lagern sich Ringe einarbeiten, die wieder in entsprechenden der
Lager, laufen und dadurch für die freie Bewegung des Uebertragungsstückes ebenfalls ein
Hindernifs bilden, was in gleicher Weise, wie oben beschrieben, ein genaues Einspielen des
Zeigers unmöglich macht. Aufserdem ist hier ein mehr oder weniger genaues Anzeigen sehr
von der regelmä'fsigen Schmierung dieses Lagers und dem dazu verwendeten Schmiermaterial
abhängig. ; ,.-
Diese Uebelstände werden durch die vorliegende Erfindung beseitigt, indem bei dem
Pendelmechanismus jede Zapfen- oder Wellenlagerung vermieden und nur rollende Bewegung
angewendet wird, welche dem genauen Einstellen der Schwungpendel den geringsten
Widerstand entgegensetzt und daher ein genaues, stofsfreies, dem wirklichen Gang der zu
controlirenden Maschine entsprechendes Einstellen des Zeigers ermöglicht. Aufserdem wird
jede Wartung oder Schmierung der inneren Theile überflüssig und Abnutzungen, wie sie
bei Zapfen und Lagern unvermeidlich sind, ausgeschlossen.
Auf der beiliegenden Zeichnung ist diese Erfindung in einer Ausführungsform dargestellt,
bei welcher α (Fig. 1) die Antriebswelle ist,
welche im Inneren des Gehäuses eine Scheibe a' trägt. An dieser Scheibe sind vier Zahnstangen
b,b... so angebracht, dafs sie mit der Verzahnung
paarweise gegen einander gekehrt sind. In die Zahnstangen greifen vier Zahnrädchen
c, c . . . ein und zwischen diesen, ebenfalls mit
den Zahnrädern im Eingriff, befindet sich eine vierkantige, an allen vier Seiten mit Verzahnung
versehene Zahnstange d. Ein Theil der Zahnrädchen c, c . . . oder alle tragen die die Zahn- stangen
b mit gabelförmigen Armen umfassenden Schwungpendel ee, welche durch ihre
durch die Rotation der Welle α verursachte Schwungkraft die Räder zu drehen und dadurch
die Zahnstange d zu verschieben suchen.
An den Enden sind die Zahnstangen b, b . . . durch eine kreuzförmige Platte f mit einander
verbunden, welche eine Hülse g trägt. Diese ist bei g1 mit Innengewinde versehen, in das
das Stück h eingeschraubt ist. Gegen dieses stützt sich das eine Ende der Spannfeder k,
welche mit dem anderen Ende gegen einen Absatz der Zahnstange d anliegt und somit
durch ihre Spannung der durch die Schwung-. kraft bewirkten Verschiebung von d das Gleichgewicht
hält.
Die Hülse g ist bei g" mit ringförmigen Nuthen im Innern versehen, so dafs sie im
Längsschnitt eine Zahnstange darstellt. In diese Hülse sind wiederum vier Zahnrä'dchen
i, i . . . eingelegt, welche mit der Verzahnung der Hülse in Eingriff stehen und welche zwischen
sich die hier mit Nuthen versehene, cylindrische Verlängerung der Stange d, welche
also hier in ihrem Längsschnitt ebenfalls eine Zahnstange darstellt, führen.
Die Zahnräder, von denen die zu je einer Gruppe gehörigen gleiche Zähnezahlen haben,
sind behufs genauer Führung gegen einander mit kegelförmigen Ansätzen versehen, welche
sich je mit denen der danebenliegenden Räder berühren und somit wie Kegelräder zusammen
arbeiten; Fig. 2 zeigt diese Anordnung für die Rädergruppe c, c . . . und Fig. 3 diejenige der
Rädergruppe i, i. . ., letztere im vergröifserten Mafsstabe.
In Fig. ι ist die untere Hälfte im Ruhezustande,
die obere dagegen im Zustande des ausgeschlagenen Pendels in der Nähe seiner Grenzstellung dargestellt. Während das Pendel
den Weg von e' nach e durchläuft, rollt sich das Rad c von c' aus an der Zahnstange b
ab und verschiebt dabei die mit ihm in Eingriff befindliche Zahnstange d um das Doppelte
seines eigenen Weges. Da- alle Räder dieser Gruppe gleiche Zähnezahlen haben und mit
der Zahnstange d in Eingriff sind, so wandern bei der Pendelbewegung auch alle Räder um
den gleichen Weg vor oder zurück, bleiben somit gegen einander immer in der gleichen
Lage und sind immer durch ihre konischen Flächen geführt. Das Gleiche gilt von den
Rädern der Gruppe i, i . ., welche ebenfalls mit der Bewegung der Zahnstange d eine Bewegung
gleich der Hälfte des Weges von d machen, stets gegen einander in der gleichen
Lage verbleiben und durch ihre Kegelflächen einander führen.
Die durch den Pendelausschlag bewirkte Bewegung des Theiles d wird nun in geeigneter
Weise (in der Zeichnung durch Hebel / angedeutet) auf den Zeigermechanismus übertragen.
Wie aus Fig. 1 (obere Hälfte) ersichtlich, verkürzt sich beim Ausschlagen des Pendels
der wirksame Pendelarm, welcher seinen Drehpunkt in der Theillinie der Zahnstange b findet
und welcher im Ruhezustand gleich α' e' und in der Nähe des äufsersten Ausschlages gleich
α e ist. Es wird dadurch bei geringeren Geschwindigkeiten
eine verhältnifsmäfsig gröfsere Energie gegenüber den gröfseren Geschwindigkeiten
erreicht und die Spannung der Feder bei gleichen Geschwindigkeitsdifferenzen in der
Nähe ihrer Elasticitätsgrenze weniger beeinflufst. Dadurch wird die Feder geschont und erreicht,
dafs die Scala in möglichst weiten Grenzwerthen gehalten sein kann. ;
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Geschwindigkeitsmesser mit Schwungpendel, bei welchem das Uebertragungsstück (a) als Zahnstange ausgebildet ist, dadurch gekennzeichnet, dafs die zur Lagerung dieser Zahnstange dienenden Zahnrädergruppen (c . . . und i . . .) durch an der Drehung der Antriebswelle theilnehmende Zahnstangen (b b .. . und g" g") und gegen einander in jeder Gruppe durch Kegelflächen geführt werden.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH15748T | 1897-12-24 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE101496C true DE101496C (de) | 1899-03-03 |
Family
ID=4213600
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1898101496D Expired DE101496C (de) | 1897-12-24 | 1898-05-07 |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH15748A (de) |
| DE (1) | DE101496C (de) |
-
1897
- 1897-12-24 CH CH15748A patent/CH15748A/de unknown
-
1898
- 1898-05-07 DE DE1898101496D patent/DE101496C/de not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| CH15748A (de) | 1898-07-31 |
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