DE10160194A1 - Montagehilfe für Regenwasser-Ablaufgarnituren - Google Patents

Montagehilfe für Regenwasser-Ablaufgarnituren

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Abstract

Zur Erleichterung der Montage von Regenrinnen-Ablaufgarnituren mit rohrförmigen, in einer vertikalen Ebene ausgerichtet einander übergreifend zusammensteckbaren Teilen wird zur Verringerung des herkömmlicherweise erforderlichen Zeit- und Arbeitsaufwandes eine Montagehilfe vorgeschlagen, welche durch ein von den miteinander zu verbindenden Teilen unabhängiges, sich lediglich über einen geringen Bereich des Umfanges der Teile hin erstreckendes, insbesondere streifenförmig anliegendes mit dem einen Teil verbindbares und mit dem anderen Teil form- oder kraftschlüssig zusammenwirkendes Halteelement gebildet ist.

Description

  • Die Erfindung bezieht sich auf eine Montagehilfe für Regenwasser-Ablaufgarnituren, bei denen zwei einander übergreifende, rohrförmige Teile in einer vertikalen Ebene ausgerichtet aneinander gehalten werden müssen bis das untere übergreifende Teil auf weiteren Abschnitten des Regenwasser-Ablaufsystemes abgestützt ist, insbesondere zur zumindest vorläufigen Verbindung eines Ablaufbogens mit dem Auslaßstutzen eines Rinnenstutzens.
  • Die Montage von Regenwasser-Ablaufgarnituren gestaltet sich bei den derzeit hierfür zur Verfügung stehenden Hilfsmitteln verhältnismäßig schwierig und verlangt vom jeweiligen Monteur oder Handwerker ein erhebliches Maß an Geschicklichkeit. Die läßt sich besonders deutlich am Beispiel der Montage eines an den Auslaufstutzen eines Dachrinnenstutzens anschließenden Ablaufbogens zeigen. Gemäß der herkömmlichen Montageweise wird zunächst der Ablaufbogen über den Auslaßstutzen des Rinnenstutzens gesteckt. Damit sich nun der Ablaufbogen während der weiteren Montage des Ablaufrohres nicht unbeabsichtigt vom Auslaßstutzen des Rinnenstutzens lösen kann wird herkömmlich durch den Auslaßstutzen des Rinnenstutzens und den diesen übergreifenden Bereich des Ablaufbogens ein Loch gebohrt und werden dann beide Teile mittels eines dieses Loch durchgreifenden sog. Pop-Niets miteinander Verbunden.
  • Diese Montageweise erfordert vom Monteur bzw. Handwerker eine große Geschicklichkeit sowohl beim Bohren des erforderlichen Loches als auch beim Setzen des Pop-Niets. Um das Loch so bohren zu können, daß der Auslaufstutzen des Rinnenstutzens und der Ablaufbogen in der gewünschten gegenseitigen Ausrichtung miteinander verbunden werden können, muß der Monteur oder Handwerker mit der einen Hand den Ablaufbogen in der gewünschten Ausrichtung auf den Auslaßstutzen des Rinnenstutzens aufgesteckt halten und mit der anderen Hand die Bohrmaschine führen. Nach dem Bohren des erforderlichen Loches muß der Monteur oder Handwerker den Ablaufbogen immer noch in seiner Position halten, so daß er mit der freien Hand zunächst die Bohrmaschine ablegen und anschließend ein Pop-Niet in eine Nietzange einführen sowie die Nietzange bezüglich des Loches in den miteinander zu verbindenden Teilen derart ausrichten muß, daß das Pop-Niet in das gebohrte Loch eingeführt und schließlich durch Zusammendrücken der Nietzange gesetzt werden kann, damit die Verbindung des Ablaufbogens mit dem Auslaßstutzen des Rinnenstutzens hergestellt wird.
  • Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde eine Montagehilfe für die Montage von Teilen eines Regenwasser-Ablaufsystemes zu schaffen, welche auf der einen Seite mit einem geringen Aufwand realisiert werden kann und welche auf der anderen Seite den Monteur oder Handwerker von der herkömmlichen schwierigen und umständlichen Arbeitsweise befreit.
  • Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß im Wesentlichen dadurch gelöst, daß die Montagehilfe durch ein von den miteinander zu verbindenden Teilen unabhängiges, sich lediglich über einen geringen Bereich des Umfanges der Teile hin erstreckendes, an diesen insbesondere streifenförmig anliegendes, an dem einen Teil vorausgehend festlegbares und mit dem anderen Teil form- oder kraftschlüssig zusammenwirkendes Halteelement gebildet ist.
  • Das Halteelement ist dem Aufstecken des Ablaufbogens auf den Auslaßstutzen des Rinnenstutzens vorausgehend an einem der miteinander zu versteckenden Teile, Auslaßstutzen oder Ablaufbogen, anzubringen und hat im Weiteren einen hinreichenden Zusammenhalt, beispielsweise zwischen Ablaufstutzen des Rinnenstutzens und dem Ablaufbogen zu bewirken, welcher dem Monteur bzw. Handwerker eine ungehinderte Montage der weiteren Ablaufrohrteile ermöglicht. Ausgehend von dieser Funktionsweise des Halteelementes einerseits und der Forderung eines leichten und einfachen Anbringens des Halteelementes andererseits sowie der weiteren Forderung, daß das Halteelement ein einfach herstellbaren Teil sein muß eröffnen sich die nachstehend dargestellten Gestaltungsmöglichkeiten eines Halteelementes.
  • In einer ersten und bevorzugten Gestaltungsweise eines Halteelementes ist vorgesehen, daß das Halteelement als U-förmiger Clips ausgebildet ist und einerseits einen federnden Halteschenkel und andererseits einen mit bezüglich seiner Ebene wechselseitig ausgerichteten Krallen versehenen Verbindungsschenkel aufweist. Ein derartig gestaltetes Halteelement ist einerseits mit einem geringen Aufwand herstellbar und andererseits durch den Monteur oder Handwerker leicht zu handhaben.
  • In einer zweckmäßigen Vervollkommnung dieser bevorzugten Gestaltungsweise eines Halteelementes kann dann weiter vorgesehen sein, daß das Halteelement aus einem Streifen Metallblech geformt und sein Verbindungsschenkel an wenigstens einer seiner Längsseiten vorzugsweise aber an seinen beiden Längsseiten mit wechselweise nach oben und nach unten zeigend abgestellten und zumindest im Wesentlichen senkrecht zu seiner Ebene abgewinkelten Krallen bzw. Haltezacken ausgestattet ist. Diese Maßnahme gewährleistet, daß sich der, beispielsweise zwischen die Außenumfangsfläche des Auslaufstutzens des Rinnenstutzens und die Innenumfangsfläche des aufzusteckenden Ablaufbogens eingreifende Verbindungsschenkel des Halteelementes beim Zusammenstecken der beiden Teile sowohl im Material des Auslaufstutzens als auch im Material des Ablaufbogens verkrallt und dieserart eine Art Auszugssicherung bildende Verbindung zwischen Auslaufstutzen und Ablaufbogen herstellt.
  • Eine besonders effektive Verkrallung des Verbindungsschenkels des Halteelementes wird erreicht, wenn das Halteelement aus einem gegenüber dem Material der miteinander zu verbindenden Teile, Auslaufstutzen des Rinnenstutzens und Ablaufbogen, härterem Material besteht. In besonderer Weise könnte hierfür eine Herstellung des Halteelementes aus einem Federstahlblech geeignet sein.
  • Die Verwirklichung der Erfindung ist aber nicht zwangsweise an die Herstellung des Halteelementes aus einem Blechmaterial gebunden, vielmehr kann im Rahmen der Erfindung auch vorgesehen sein, daß das Halteelement aus einem zumindest im Bereich der wenigstens etwa senkrecht zu dessen Ebene abgewinkelten Haken bzw. Krallen seines Verbindungsschenkels eine ausreichende Härte bzw. Griffigkeit aufweisenden nichtmetallischen Werkstoff hergestellt ist.
  • Unabhängig davon aus welchem Material ein im Allgemeinen U-förmiges, einen Halteschenkel und einen Verbindungsschenkel umfassendes Halteelement hergestellt ist, sollte nach einem weiteren Merkmal der Erfindung vorgesehen sein, daß das freie Ende zumindest des Halteschenkels des Halteelementes zur Bildung einer Aufsteckführung nach außen abgebogen ist. Dabei kann zur Verbesserung der Wirksamkeit der Aufsteckführung naturgemäß auch vorgesehen sein, daß auch das freie Ende des Verbindungsschenkels eine geringfügige zu der des Halteschenkels divergierende Abstellung aufweist.
  • In einer von den vorstehend aufgezeigten Verwirklichungsformen abweichenden Verwirklichungsform kann schließlich auch noch vorgesehen sein, daß das Halteelement mit beiden Teilen, beispielsweise Auslaßstutzen des Rinnenstutzens und Ablaufbogen jeweils über eine Fügeverbindung kraftschlüssig zusammenwirkt. Dies kann insbesondere unter Verwendung eines Streifens aus einem doppelseitig klebendem Material bewerkstelligt werden, wobei das Halteelement insbesondere dem Aufschieben des Ablaufbogens auf den Auslaßstutzen des Rinnenstutzens vorausgehend an einem der beiden Teile, beispielsweise dem Auslaßstutzen des Rinnenstutzens festgeklebt wird und nach dem Aufschieben des Ablaufbogens diesen mittels Klebung mit dem Auslaßstutzen des Rinnenstutzens verbindet.
  • Die Erfindung ist in der nachfolgenden Beispielsbeschreibung anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles im Einzelnen beschrieben. In der Zeichnung zeigt die
  • Fig. 1 eine schaubildliche Darstellung eines mit einem Ablaufbogen zu verbindenden Rinnenstutzens;
  • Fig. 2 eine schaubildliche Einzeldarstellung eine als Clips ausgeführten Halteelementes;
  • Fig. 3 Vorderansicht des Verbindungsschenkels des Halteelementes gemäß Fig. 2.
  • Ein Rinnenstutzen 1 dient der Verbindung einer, in der Zeichnung allerdings nicht gezeigten Dachrinne mit einem in der Zeichnung gleichfalls nicht dargestellten Fallrohr. Der Rinnenstutzen 1 weist einen im allgemeinen kegelstumpfförmigen Hauptbereich 2 auf, welcher unter einer Auslauföffnung in der Dachrinne befestigt wird und hierzu einerseits eine den einen Längsrand der Dachrinne umgreifende hakenförmige Umbiegung 3 eines Fortsatzes seiner bestimmungsgemäß der Gebäudewand zugewandten Wandung 4 aufweist, andererseits an seiner gegenüberliegenden Wandung 5 mit einem diese nach oben überragenden Lappen 6 versehen ist, welcher im Rahmen der Montage des Rinnenstutzens 1 um den der Gebäudewand gegenüberliegenden Längsrand der Dachrinne herumgebogen wird. Der Rinnenstutzen 1 ist mit einem zylindrischen Auslaufstutzen 7 versehen, welcher dem Anfügen weiterer Teile eines Wasserablaufsystemes zugeordnet ist. Bei dem in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiel wird auf den Auslaufstutzen 7 des Rinnenstutzens 1 das obere Ende 8 eines Ablaufbogens 9 aufgesteckt. Dabei ist zwecks Zusammensteckbarkeit beider Teile der lichte Durchmesser des oberen Endes 8 des Ablaufbogens 9 zumindest geringfügig größer als der Außendurchmesser des Auslaufstutzens 7 des Rinnenstutzens 1. Um den Ablaufbogen 9 in seiner auf den Auslaufstutzen 7 des Rinnenstutzens 1 aufgesteckten Stellung zumindest solange festzulegen, bis die weitere Montage eines Ablaufrohres hinreichend fortgeschritten ist, ist in der gezeigten Ausführungsform auf den Auslaufstutzen 7 des Rinnenstutzens 1 ein Halteelement 10 aufgesteckt. Das Halteelement 10 ist in der gezeigten Ausführungsform, wie dies besonders deutlich aus der Fig. 2 ersichtlich ist, als U-förmiger Clips ausgebildet und weist einen unter einer Federlast, im Ausführungsbeispiel an der Innenumfangsfläche des Auslaufstutzens 7 anliegenden Halteschenkel 11 sowie einen an der Außenumfangsfläche des Auslaufstutzens 7 anliegenden Verbindungsschenkel 12 auf. Der Verbindungsschenkel 12 des insgesamt aus einem Streifen eines Blechmateriales gebildeten Halteelementes 10 weist eine rechteckige Grundrißform auf und ist entlang seiner beiden Längsränder 13 und 14 mit senkrecht zu seiner Ebene abgestellten Zacken 15 ausgestattet. Die Zacken 15 sind, wie dies insbesondere aus der Darstellung der Fig. 2 ersichtlich ist, bezüglich der Ebene des Verbindungsschenkels 12 des Halteelementes 10 von der einen zur anderen Seite des Verbindungsschenkels 12 wechselweise nach oben und nach unten abgestellt. Damit verkrallen sich beim Aufschieben des Endes 8 des Ablaufbogens 9 auf den Auslaufstutzen 7 des Rinnenstutzens 1 die Zacken 15 des Verbindungsschenkels gleichermaßen im Material des Auslaufstutzens 7 wie auch im Material des Endes 8 des Ablaufbogens 9, woraus für eine unbehinderte Ausführung der Montage der weiteren Ablaufrohre hinreichend stabile Verbindung zwischen Auslaufstutzen 7 und Ablaufbogen 9 geschaffen ist. Der Halteschenkel 11 des U-förmig gestalteten Halteelementes 10 ist zur Gewährleistung einer gewissen Federkraft, mittels welcher das Halteelement 10 im vormontierten Zustand am Auslaufstutzen 7 des Rinnenstutzens 1 gehalten werden kann, mit einer zum Verbindungsschenkel 12 hin gerichteten Durchbiegung 16 versehen. Wie dies im Weiteren ebenfalls aus der Darstellung der Fig. 2 besonders deutlich ersichtlich ist, ist in der gezeigten Ausführungsform das freie Ende 17 des Halteschenkels 11 zur Bildung einer Aufsteckführung nach außen abgebogen. In Vervollkommnung der Aufsteckführung ist ferner ein am oberen freien Ende des Verbindungsschenkels 12 des Halteelementes 10 freigeschnittener Zacken 18 in entgegengesetzter Richtung nach außen abgebogen, so daß sich insgesamt eine etwa V-förmig geöffnete Aufsteckführung des Halteelementes 10 ergibt.

Claims (8)

1. Montagehilfe für Regenwasser-Ablaufgarnituren, bei denen zwei einander übergreifende, rohrförmige Teile in einer vertikalen Ebene ausgerichtet aneinander gehalten werden müssen bis das untere übergreifende Teil auf weiteren Abschnitten des Regenwasser-Ablaufsystemes abgestützt ist, insbesondere zur zumindest vorläufigen Verbindung eines Ablaufbogens mit dem Auslaßstutzen eines Rinnenstutzens, dadurch gekennzeichnet, daß sie durch ein von den miteinander zu verbindenden Teilen unabhängiges, sich lediglich über einen geringen Bereich des Umfanges der Teile hin erstreckendes, insbesondere streifenförmig anliegendes mit dem einen Teil verbindbares und mit dem anderen Teil form- oder kraftschlüssig zusammenwirkendes Halteelement gebildet ist.
2. Montagehilfe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Halteelement als U-förmiger Clips ausgebildet ist und einerseits einen federnden Halteschenkel und andererseits einen mit bezüglich seiner Ebene wechselseitig ausgerichteten Krallen versehenen Verbindungsschenkel aufweist.
3. Montagehilfe nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Halteelement aus einem Streifen Metallblech geformt und sein Verbindungsschenkel an wenigstens einer seiner Längsseiten mit wechselseitig und zumindest im Wesentlichen senkrecht zu seiner Ebene abgestellten Krallen bzw. Haltezacken ausgestattet ist.
4. Montagehilfe nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Halteelement aus gegenüber dem Material der miteinander zu verbindenden Teile härterem Material besteht.
5. Montagehilfe nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Halteelement aus einem Federstahlblech gebildet ist.
6. Montagehilfe nach einem der voraufgehenden Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Halteelement aus einem nichtmetallischen Material besteht.
7. Montagehilfe nach einem der voraufgehenden Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das freie Ende zumindest des Halteschenkels des Halteelementes zur Bildung einer Aufsteckführung nach außen abgebogen ist.
8. Montagehilfe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Halteelement aus einem Streifen doppelseitig klebenden Materials gebildet ist.
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