DE10160610B4 - Filter für eine Röntgenuntersuchungseinrichtung zum Absorbieren von Röntgenstrahlung sowie medizinische Röntgeneinrichtung mit einem solchen Filter - Google Patents

Filter für eine Röntgenuntersuchungseinrichtung zum Absorbieren von Röntgenstrahlung sowie medizinische Röntgeneinrichtung mit einem solchen Filter Download PDF

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Abstract

Filter für eine Röntgenuntersuchungseinrichtung zum Absorbieren von Röntgenstrahlung, mit mehreren ansteuerbaren Elementen zum Erzeugen elektrischer oder magnetischer, auf eine Röntgenstrahlung absorbierende Flüssigkeit einwirkender Felder, die zu einem feldabhängigen, lokal unterschiedlichen Absorptionsverhalten über die Flüssigkeitsfläche führen, dadurch gekennzeichnet, dass die Form zumindest eines Teils der Elemente (15, 16, 17, 18, 19, 21a,21b,22a,22b, 23a, 23b,24a,24b,27, 28, 29, 30, 31, 32) in Abhängigkeit der Form eines mittels der Untersuchungseinrichtung zu untersuchenden Objekts gewählt ist.

Description

  • Die Erfindung betrifft einen Filter für eine Röntgenuntersuchungseinrichtung zum Absorbieren von Röntgenstrahlung, mit mehreren ansteuerbaren Elementen zum Erzeugen elektrischer oder magnetischer, auf wenigstens eine Röntgenstrahlung absorbierende Flüssigkeit einwirkender Felder, die zu einem feldabhängigen, lokal unterschiedlichen Absorptionsverhalten über die Flüssigkeitsfläche führen.
  • Bei Untersuchungen mit Hilfe von Röntgenstrahlen kommt es häufig vor, dass der Patient bzw. dessen Organe im zu untersuchenden Bereich ein stark unterschiedliches Absorptionsverhalten hinsichtlich der applizierten Röntgenstrahlung aufweisen. Beispielsweise ist bei Thoraxaufnahmen die Schwächung im Mediastinum, also im Bereich vor den Lungenflügeln sehr groß bedingt durch die dort angeordneten Organe, während sie im Bereich der Lungenflügel selbst sehr klein ist. Sowohl für einen Erhalt einer aussagekräftigen Aufnahme als auch insbesondere zur Schonung des Patienten ist es sinnvoll, die applizierte Dosis bereichsabhängig derart einzustellen, dass nicht mehr Röntgenstrahlung als nötig zugeführt wird. Das heißt, in den Bereichen mit großer Schwächung ist eine größere Dosis als in Bereichen mit geringerer Schwächung zu applizieren. Daneben gibt es Anwendungen, bei denen nur ein Teil des untersuchten Bereichs mit großer diagnostischer Qualität, das heißt mit weniger Rauschen aufgenommen werden muss. Die umgebenden Teile sind für die Orientierung, nicht aber für die eigentliche Diagnose wichtig. Diese umgebenden Bereiche können also mit einer geringeren Dosis abgebildet werden, um auf diese Weise die gesamte applizierte Dosis zu reduzieren.
  • In DE 44 22 780 A1 ist ein hierfür einsetzbarer Filter beschrieben. Dieser weist ein Gehäuse mit einer ansteuerbaren Elektrodenmatrix auf, mittels welcher ein elektrisches Feld erzeugbar ist, das auf eine mit der Elektrodenmatrix in Verbindung stehende Flüssigkeit wirkt, in welcher Röntgenstrahlen absorbierende Ionen vorhanden sind. Diese sind frei beweglich und wandern abhängig von dem angelegten Feld. Auf diese Weise ist es möglich, durch entsprechende Feldausbildung im Bereich einer oder mehrerer Elektroden entsprechend viele oder wenige Ionen zu akkumulieren, um auf diese Weise lokales Absorptionsverhalten des Filters zu ändern.
  • Aus DE 196 38 621 C1 ist ebenfalls ein adaptives Filter bekannt, bei dem zwei ein unterschiedliches Absorptionsverhalten aufweisende magnetorheologische oder elektrorheologische Flüssigkeiten zum Einsatz kommen, die übereinander geschichtet in geschlossenen Gehäuseabschnitten über eine flexible Membran getrennt vorhanden sind. Auch bei diesem Filter kommt eine Elektrodenmatrix zur Erzeugung elektrischer Felder, die auf die elektrorheologische Flüssigkeit einwirken, oder eine Spulenmatrix zur Erzeugung magnetischer Felder, die auf eine magnetorheologische Flüssigkeit einwirken, zum Einsatz. Je nachdem wie die Feldverteilung über die Flüssigkeits- oder Filterfläche ist können sich unterschiedliche Dickeverhältnisse der einzelnen Flüssigkeitsschichten ergeben, worüber dann das lokale Absorptionsverhalten über die Filterfläche eingestellt werden kann.
  • Nachteilig bei diesen bekannten Filtern ist jedoch, dass sie relativ komplex aufgebaut sind, insbesondere was die Ansteuerung der einzelnen Elektroden der Elektrodenmatrix angeht, die häufig sehr speziell angesteuert werden müssen, um ein bestimmtes Absorptionsmuster einstellen zu können. Beispielsweise muss natürlich ein anderes Absorptionsmuster bzw. ein anderes Absorptionsverhalten bei der Aufnahme einer Lunge eingestellt werden als bei der Aufnahme einer Niere oder dergleichen. Ein weiterer Nachteil ist darin zu sehen, dass zur Einstellung des konkreten Absorptionsmusters stets eine vorher zu erstellende Aufnahme des Untersuchungsbereichs aufge nommen werden muss, damit man genau weiß, wo das oder diejenigen Objekte sich befinden, um dies dann auf die Elektroden- oder Spulenmatrixsteuerung zu übertragen. Dies ist zum einen umständlich, zum anderen ist hierdurch eine zusätzliche Patientenbelastung gegeben.
  • Der Erfindung liegt das Problem zugrunde, einen Filter anzugeben, der hier Abhilfe schafft.
  • Zur Lösung dieses Problems ist bei einem Filter der eingangs genannten Art erfindungsgemäß vorgesehen, dass die Form zumindest eines Teil der Elemente in Abhängigkeit der Form eines mittels der Untersuchungseinrichtung zu untersuchenden Objekts gewählt ist.
  • Die Erfindung schlägt vor, die Form der Elemente bereits so zu wählen, dass sie der anatomischen Form eines Untersuchungsobjekts beispielsweise einer Lunge oder dergleichen entsprechen bzw. von dieser Form abgeleitet sind. Soll also beispielsweise eine Lungenaufnahme gemacht werden so sind die Elemente, beispielsweise Elektroden zur Erzeugung elektrischer Felder, derart geformt, dass sie in ihrer Gesamtheit den Bereich der Lungenflügel und des Mediastinums darstellen. Es können hier wesentlich größere Elektroden zum Einsatz kommen, das heißt die Elektrodenanzahl reduziert sich drastisch, darüber hinaus ist natürlich auch die Ansteuerung wesentlich einfacher.
  • Neben dem einfacheren Aufbau des Filters ist auch die Durchführung einer Voraufnahme, die anschließend analysiert und einer Musterkennung unterworfen wird, um eine entsprechende Ansteuerung der Elemente wie im Stand der Technik vorzunehmen, nicht mehr erforderlich, da das Absorptionsmuster aufgrund der Elektrodenform bereits definiert ist.
  • Weiterhin ist es zweckmäßig, wenn sich zwei oder mehrere nebeneinander liegende und separat ansteuerbare Elemente in ih rer Form ergänzen. Dies hat den Vorteil, dass auf unterschiedliche Größen eines zu untersuchenden Organs reagiert werden kann. Da beispielsweise eine Kinderlunge deutlich kleiner als die Lunge eines Erwachsenen ist kann aufgrund dieser Weiterbildung problemlos je nach Bedarf ein Element zu- oder weggeschalten werden, wobei die Elemente sich derart ergänzen, dass sie je nachdem eine große oder eine kleine Lunge abbilden. Dabei können alle Elemente separat ansteuerbar sein, auch eine gemeinsame Ansteuerung mehrerer Elemente ist denkbar. Letzteres ist insbesondere dann zweckmäßig, wenn es sich um ein im Wesentlichen symmetrisches Objekt handelt, wie dies beispielsweise bei einer Lunge der Fall ist. Denn hier sind beide den Lungenflügeln nachgebildeten Elemente durch Zu- oder Abschalten weiterer Elemente zu vergrößern oder zu verkleinern.
  • Der Filter weist obere und untere Elemente auf, zwischen denen sich die Flüssigkeit befindet (es können aber auch zwei verschiedene Flüssigkeiten sein, wie aus dem Stand der Technik gemäß DE 196 38 621 C1 bekannt), wobei entweder die Form der oberen oder der unteren Elemente oder sowohl die Form der oberen als auch der unteren Elemente in Abhängigkeit der Objektform gewählt sind. Es sind also zwei verschiedene Ausführungen denkbar, nämlich einmal, dass lediglich die Elemente einer Seite objektbezogen geformt sind, oder dass die Elemente an beiden Seiten entsprechend geformt sind.
  • Ist lediglich das oder sind lediglich die oberen Elemente der Objektform nachgebildet, so ist das oder sind die unteren Elemente zweckmäßigerweise im Wesentlichen plattenförmig. Ausreichend ist hier bereits beispielsweise eine einzige großflächige plattenförmige Elektrode im Falle der Verwendung von Elektroden. Sind sowohl die oberen als auch die unteren Elemente entsprechend geformt, so sollten sie zweckmäßigerweise deckungsgleich miteinander angeordnet sein.
  • Die Elemente zum Erzeugen elektrischer Felder können dabei als mit Spannung beaufschlagbare Elektroden ausgebildet sein, die Elemente zum Erzeugen der magnetischen Felder können als stromdurchflossene Leiter ausgebildet sein.
  • Neben dem Filter selbst betrifft die Erfindung ferner eine medizinische Röntgeneinrichtung, umfassend einen Filter der vorbeschriebenen Art.
  • Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus dem im Folgenden beschriebenen Ausführungsbeispiel sowie anhand der Zeichnungen. Dabei zeigen:
  • 1 eine Prinzipskizze einer medizinischen Röntgeneinrichtung mit einem erfindungsgemäßen Filter und zwei verschiedenen Projektionsebenen entsprechen den Intensitätskurven,
  • 2 eine Schnittansicht einer Prinzipskizze eines erfindungsgemäßen Filters einer ersten Ausführungsform,
  • 3 eine Aufsicht auf das Filter aus 2 im geöffneten Zustand zur Darstellung der Elektrodenanordnung und -form,
  • 4 eine Schnittansicht einer Prinzipskizze eines erfindungsgemäßen Filters einer zweiten Ausführungsform, und
  • 5 eine Ansicht der Elektrodenkonfiguration eines erfindungsgemäßen Filters einer dritten Ausführungsform.
  • 1 zeigt eine erfindungsgemäße medizinische Röntgeneinrichtung in Form eine komponentenspezifischen Prinzipskizze umfassend eine Röntgenquelle 1, welche Röntgenstrahlen 2 e mittiert. Dieser Röntgenquelle 1 ist ein adaptiver erfindungsgemäßer Filter 3 nachgeschaltet, durch welchen die Röntgenstrahlung 2 hindurchdringt und entsprechend seinem Absorptionsverhalten in ihrem Intensitätsverlauf wie nachfolgend noch beschrieben wird verändert wird. Die Röntgenstrahlung 2 trifft auf ein Objekt 4, beispielsweise einen Patienten, dem ein Röntgenstrahlungsdetektor 5 nachgeschaltet ist. Die Einrichtung umfasst ferner eine Steuerungseinrichtung 6.
  • 1 zeigt ferner zwei Graphen, wobei längs der Abszisse der Ort x aufgetragen ist, längs der Ordinate die Intensität der Röntgenstrahlung 2. Die obere Kurve zeigt die lokale Intensitätsverteilung der Röntgenstrahlung 2 in einem Bereich unmittelbar vor dem Filter 3. Die Kurve ist im gezeigten Ausführungsbeispiel eine ausgeprägte Rechteckkurve, das heißt die Intensität ist im Wesentlichen (idealisiert) über die gesamte Breite, die die Röntgenstrahlung in diesem Bereich einnimmt, konstant. Nach Durchlaufen durch den Filter 3 ist der Intensitätsverlauf aber, vgl. die untere Graphik, geändert. Im gezeigten Ausführungsbeispiel wurde durch den Filter 3 die Intensitätsverteilung über den Ort geändert. Im Bereich der Strahlenmitte ist die Intensität größer als in den Bereichen außerhalb der Strahlenmitte. Das heißt die applizierte Dosis ist im mittleren Bereich größer als in den Randbereichen. Der dargestellte Intensitätsverlauf ist rein exemplarisch und kann je nach Absorptionsverhalten des Filters eine beliebige Form annehmen.
  • 2 zeigt einen Schnitt durch den erfindungsgemäßen Filter 3. Der Filter entspricht in seinem Aufbau im Wesentlichen dem Filter wie er in DE 196 38 621 C1 beschrieben wird, auf welche hiermit vo11 inhaltlich Bezug genommen wird und deren Offenbarungsgehalt vollständig in dem Offenbarungsgehalt der vorliegenden Anmeldung eingebunden wird. Der Filter besteht aus einem Gehäuse 7, welches mittels einer flexiblen Membran 8 in zwei Kammern 9, 10 getrennt ist. Jede der Kammern 9, 10 verfügt über einen Zu- bzw. Abfluss 11, 12, über welche in den Kammern befindliche rheologische Flüssigkeit 13, 14 zubzw. abführbar ist. Jeder Zu- oder Abfluss kommuniziert mit einem nicht gezeigten Reservoir für die jeweilige Flüssigkeit, um diese wie nachfolgend noch beschrieben wird, entsprechend nach- oder abzuführen. Zumindest in die vom Zubzw. Abfluss 11 abgehende Leitung ist eine Flüssigkeitspumpe zur Beaufschlaqung der in der Kammer 9 befindlichen Flüssigkeit mit einem Mindestdruck vorgesehen. Der Filter 3 umfasst ferner eine Reihe oberer Elektroden 15, 16, 17, 18, die im oberen Filterbereich angeordnet sind, sowie eine untere im Wesentlichen großflächige und plattenförmige Elektrode 19. Die Elektroden 15, 16, 17, 18 sind separat mit Spannung beaufschlagbar, so dass sich über die jeweils beaufschlagte Elektrode und die untere Elektrode 19 ein elektrisches Feld einstellt, das in seiner Lage von der Form der jeweiligen oberen Elektrode bestimmt wird. Die jeweiligen Elektroden 15, 16, 17, 18 sind voneinander beabstandet und voneinander isoliert, es sind Zwischenräume zwischen ihnen vorgesehen, so dass hierdurch die jeweilige Kammerflüssigkeit zirkulieren kann.
  • Bei den beiden Flüssigkeiten 13, 14 handelt es sich im gezeigten Ausführungsbeispiel um elektrorheologische Flüssigkeiten. Diese variieren abhängig von einem anliegenden elektrischen Feld ihre Viskosität, das heißt je größer beispielsweise das lokale Feld ist, desto höher ist die lokale Flüssigkeitsviskosität und umgekehrt. Dabei können beide Flüssigkeiten 13, 14 rheologische Flüssigkeiten sein, jedoch ist zur Erreichung des erfindungsgemäßen Zieles auch ausreichend, wenn lediglich eine der Flüssigkeiten rheologischen Typs ist. Sofern es sich bei den das Feld erzeugenden Elementen nicht um Elektroden handelt, sondern um magnetfelderzeugende stromdurchflossene Leiter, so handelt es sich bei den Kammerflüssigkeiten um magnetorheologische Flüssigkeiten, die ihre Viskositätenabhängigkeit eines anliegenden magnetischen Felds ändern.
  • Wie beschrieben ist es möglich, aufgrund der Anordnung der Elektroden 15, 16, 17, 18 lokale elektrische Felder auszubilden, das heißt es ist möglich lokal die Viskosität der Flüssigkeiten zu verändern. Diese Viskositätsänderung läuft im Bereich von Millisekunden ab. Die Viskosität im Bereich von Elektroden, die nicht mit Spannung beaufschlagt werden, und über die also kein elektrisches Feld erzeugt wird, ändert sich nicht, so dass also nur lokale Viskositätsänderungen erzeugt werden können. Eine solche lokale Viskositätsänderung bewirkt nun, dass aufgrund des Flüssigkeitsdrucks, der in der Kammer 9 herrscht, die dünne Membran 8 lokal, nämlich in dem Bereich, wo die Viskositätsänderung eintritt, beispielsweise nach unten verbogen wird (ausgehend von dem Fall, dass die Viskosität feldbedingt abnimmt). Die Membran verbiegt sich etwas, was dazu führt, dass sich das Dickeverhältnis der Flüssigkeitsschichten zueinander in diesem lokalen Bereich ändert. Da beide Flüssigkeiten unterschiedliche Absorptionseigenschaften besitzen ändert sich infolgedessen die lokale Absorption.
  • Wie 3 zeigt sind die Elektroden 15, 16, 17, 18 nicht in Form einer Matrix ausgeführt, wie dies beispielsweise in DE 196 38 621 C1 beschrieben ist, wo quasi eine schachbrettartige Elektrodenverteilung beschrieben ist. Vielmehr ist beim erfindungsgemäßen Filter 3 vorgesehen, dass die Elektroden in Abhängigkeit der Form eines aufzunehmenden Organs geformt sind bzw. dem leicht nachgebildet sind. Die Elektrode 15 bildet eine Randelektrode. Die beiden Elektroden 16 und 18 bilden die beiden Lungenflügel im gezeigten Ausführungsbeispiel nach, während die mittlere Elektrode 17 das Mediastinum grob nachbildet.
  • Die einzelnen Elektroden sind separat ansteuerbar, wobei die Möglichkeit besteht, die beiden die Lungenflügel darstellenden Elektroden 16 gemeinsam anzusteuern. Je nachdem wie die Elektroden angesteuert werden und wie groß die jeweils erzeugten Felder sind erfolgt die Verbiegung der Membran 8 und folglich die Variation der Dickenverhältnisse der Flüssigkeiten 13, 14 zueinander.
  • Da die Form der Elektroden dem aufzunehmenden Organ entspricht ist eine einfache Steuerung möglich, die Durchführung einer Vorabaufnahme, die anschließend Grundlage der Elektrodenansteuerung gemäß dem Stand der Technik ist, ist hier nicht erforderlich. Auch ist der Aufbau des Filters wesentlich einfacher, da im gezeigten Ausführungsbeispiel lediglich vier Elektroden sowie eine untere Elektrode erforderlich sind, im Vergleich zu einer Elektrodenmatrix mit beispielsweise 10 x 10 oberen und entsprechenden vielen unteren Elektroden.
  • 4 zeigt eine weitere Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Filters 20. Dieses umfasst ebenfalls obere Elektroden 21a, 22a, 23a, 24a, jedoch ist hier jeder oberen Elektrode eine gleichermaßen geformte untere Elektrode 21b, 22b, 23b, 24b zugeordnet. Die Form der oberen und der unteren Elektroden entspricht insoweit im gezeigten Ausführungsbeispiel der Form der in 3 gezeigten Elektroden. Zweckmäßigerweise sind die oberen und unteren Elektroden deckungsgleich angeordnet. Die Funktionsweise ist die Gleiche wie bezüglich der Ausführungsform gemäß den 1 und 2 beschrieben.
  • Schließlich zeigt 5 einen weiteren erfindungsgemäßen Filter 25, wobei hier lediglich die Elektrodenkonfiguration der oberen Elektroden gezeigt ist. Der Aufbau entspricht insoweit dem wie er in den vorangehenden Figuren beschrieben ist, das heißt es kann sowohl lediglich eine untere Elektrode oder aber mehrere entsprechend geformter Elektroden vorgesehen sein.
  • Auch hier ist eine großflächige Randelektrode 26, eine einen ersten Lungenflügel darstellende Elektrode 27, eine den zweiten Lungenflügel darstellende Elektrode 28 sowie eine das Mediastinum darstellende Elektrode 29. Der Elektrode 27 ist ei ne randseitige weitere Elektrode 30 zugeordnet, Gleiches gilt betreffend die Elektrode 28, der eine randseitig erweiternde Elektrode 31 zugeordnet ist. Der dann dem Mediastinum entsprechenden Elektrode 29 ist eine weitere erweiternde Elektrode 32 zugeordnet. Sämtliche Elektroden sind im gezeigten Beispiel separat ansteuerbar, wobei die Möglichkeit besteht, beispielsweise auch hier die beiden Elektroden 27, 28 gemeinsam anzusteuern oder aber die erweiternde Elektroden 30 und 31.
  • Diese Elektrodenanordnung ermöglicht die Verwendung des Filters 25 zur Aufnahme sowohl großer als auch kleiner Lungen. Soll eine kleine Lunge aufgenommen werden so werden letztlich lediglich die Elektroden 27, 28, 29 und 32 benötigt, die randseitigen erweiternden Elektroden 30, 31 nicht. Diese werden dann eingesetzt, wenn eine größere Lunge aufzunehmen ist.
  • Die nachfolgende Tabelle gibt exemplarisch an, welche Elektrode auf welchem Potential liegt, wenn ein großer und ein kleiner Patient zu untersuchen ist: Tabelle 1
    Figure 00100001
    Exemplarisch sind drei unterschiedliche Potentiale 1, 2, 3 angeführt. In den Spalten „großer Patient" und „kleiner Patient" sind die jeweiligen Elektroden angegeben, die auf dem jeweiligen Potential liegen. Bei einem kleinen Patienten werden die erweiternden Elektroden 30, 31 genauso angesteuert wie die Randelektrode 26. Bei einem großen Patienten dagegen liegen diese Elektroden auf dem Potential 2, genauso wie die beiden die Lungenflügel abbildenden Elektroden 27, 28. Wie sich aus der Tabelle ergibt kann durch geeignete Ansteuerung der Elektroden problemlos eine Vergrößerung oder Verkleinerung erreicht werden.
  • Abschließend ist darauf hinzuweisen, dass die Ausführungsform des Filters wie in den Figuren beschrieben nicht abschließend und beschränkend ist. Es besteht vielmehr gleichermaßen die Möglichkeit, den Filter so aufzubauen wie in DE 44 22 780 A1 beschrieben ist, wo anstelle rheologischer Flüssigkeiten eine Flüssigkeit verwendet wird, welche Röntgenstrahlen absorbierende Ionen enthält, die bei Anlegen eines geeigneten Potentials an eine Elektrode von dieser angezogen werden und unterhalb dieser akkumulieren. Auf DE 44 22 780 A1 wird hiermit ausdrücklich Bezug genommen.

Claims (8)

  1. Filter für eine Röntgenuntersuchungseinrichtung zum Absorbieren von Röntgenstrahlung, mit mehreren ansteuerbaren Elementen zum Erzeugen elektrischer oder magnetischer, auf eine Röntgenstrahlung absorbierende Flüssigkeit einwirkender Felder, die zu einem feldabhängigen, lokal unterschiedlichen Absorptionsverhalten über die Flüssigkeitsfläche führen, dadurch gekennzeichnet, dass die Form zumindest eines Teils der Elemente (15, 16, 17, 18, 19, 21a, 21b, 22a, 22b, 23a, 23b, 24a, 24b, 27, 28, 29, 30, 31, 32) in Abhängigkeit der Form eines mittels der Untersuchungseinrichtung zu untersuchenden Objekts gewählt ist.
  2. Filter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sich zwei oder mehrere nebeneinander liegende Elemente (15, 16, 17, 18, 19, 21a, 21b, 22a, 22b, 23a, 23b, 24a, 24b, 27, 28, 29, 30, 31, 32) in ihrer Form ergänzen.
  3. Filter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass alle Elemente (15, 16, 17, 18, 19, 21a, 21b, 22a, 22b, 23a, 23b, 24a, 24b, 27, 28, 29, 30, 31, 32) separat ansteuerbar sind, oder dass mehrere Elemente gemeinsam ansteuerbar sind.
  4. Filter nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass obere (15, 16, 17, 18, 19, 21a, 21b, 22a, 22b, 23a, 23b, 24a, 24b, 27, 28, 29, 30, 31, 32) und untere Elemente (19) vorgesehen sind, zwischen denen sich die Flüssigkeit befindet, wobei entweder die Form der oberen oder der unteren Elemente oder sowohl die Form der oberen als auch der unteren Elemente in Abhängigkeit der Objektform gewählt ist.
  5. Filter nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass lediglich das oder die oberen Elemente (15, 16, 17, 18) der Objektform nachgebildet sind und das oder die unteren Elemente (19) im Wesentlichen plattenförmig ist.
  6. Filter nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die oberen (21a, 22a, 23a, 24a) und die unteren, formabhängig gewählten Elemente (21b, 22b, 23b, 24b) im Wesentlichen deckungsgleich miteinander sind.
  7. Filter nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Elemente zum Erzeugen elektrischer Felder als mit Spannung beaufschlagbare Elektroden (15, 16, 17, 18, 19, 21a, 21b, 22a, 22b, 23a, 23b, 24a, 24b, 27, 28, 29, 30, 31, 32) und die Elemente zum Erzeugen der magnetischen Felder als stromdurchflossene Leiter ausgebildet sind.
  8. Medizinische Röntgeneinrichtung, umfassend einen Filter nach einem der Ansprüche 1 bis 7.
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