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Die
Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Unterstützung eines Einparkvorgangs
eines Fahrzeugs mit einer Rückfahrkamera
zur Aufnahme eines den Raum hinter dem Fahrzeug wiedergebenden Rückfahrbildes
und mit einem Bildschirm zur Anzeige des Rückfahrbildes, wobei auf dem
Bildschirm in Überlagerung
des Rückfahrbildes
eine mit zumindest einem Teil einer Begrenzung einer Parklücke in Übereinstimmung
zu bringende Entscheidungsmarke für einen ersten Lenkeinschlag
des Einparkvorgangs darstellbar ist.
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Eine
solche Vorrichtung offenbart beispielsweise
EP 1 123 844 A1 . Bei dieser
Vorrichtung wird die rückwärtige Situation
des Fahrzeugs mittels der Kamera aufgenommen und einem Fahrer des
Fahrzeugs auf dem Bildschirm zur Anzeige gebracht. Der Anzeige werden
Hilfslinien – zum
Beispiel der aktuelle Fahrschlauch, der den aus dem Momentanzustand fortgeschriebenen
Fahrweg des Fahrzeugs angibt – überlagert,
die dem Fahrer helfen sollen, in die Parklücke hineinzumanövrieren.
Die Vorrichtung ist dafür vorgesehen,
in eine senkrecht zur Fahrzeugrichtung oder in eine parallel zur
Fahrzeugrichtung angeordnete Parklücke mit höchstens zwei Zügen ohne Fahrtrichtungsänderung
zu gelangen, die Fahrtrichtung ist grundsätzlich rückwärts gerichtet. Nachteilig gestattet
diese Vorrichtung ein Einparken in seitliche, parallel zur Fahrzeugrichtung
angeordnete Parklücken
mit Unterstützung
der Hilfslinien nur als zweizügiges
Einparken. Dabei wird mit Hilfe des ersten Zuges in die Parklücke hineingelenkt,
im zweiten Zug wird gegengelenkt, und noch während des zweiten Zuges wird
die parallele Position des eigenen Fahrzeugs in der Parklücke erreicht.
Ein zweizügiges
Einparken erfordert prinzipbedingt eine größere Parklücke als ein drei- oder mehrzügiges Einparken.
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Ferner
offenbart
JP 2001334898
A eine Parkhilfeeinrichtung für ein Fahrzeug, die eine Kamera
am Fahrzeugheck zur Aufnahme einer Rückansicht und einen in der
Nähe eines
Lenkrades angeordneten Bildschirm zur Anzeige der Rückansicht aufweist.
Auf dem Bildschirm wird eine Startposition für einen Lenkvorgang angezeigt,
um das Fahrzeug in einem sich in etwa senkrecht zur Fahrzeugausrichtung
erstreckenden Parkbereich abstellen zu können.
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Darüber hinaus
sind mit Hilfe von Ultraschallsensoren arbeitende Einparkhilfesysteme
bekannt, die den Fahrer des Fahrzeugs akustisch und/oder optisch,
zum Beispiel mittels einer Balkenanzeige, vor Hindernissen in der
Nähe des
eigenen Fahrzeugs warnen.
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Vorteile der
Erfindung
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Der
Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der eingangs
genannten Art vorzuschlagen, die den Fahrer des Fahrzeugs auch dabei unterstützt, in
enge Parklücken
und mit mehr als zwei Zügen
einzuparken.
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Diese
Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch
gelöst,
dass auf dem Bildschirm gleichzeitig mehrere Entscheidungsmarken
für den
ersten Lenkeinschlag darstellbar sind, die jeweils mit einer unterschiedlichen
Anzahl von für
den Einparkvorgang mindestens auszuführenden Zügen korrespondieren.
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Die
erfindungsgemäße Vorrichtung,
die sich besonders zum einfachen Einparken in seitliche Parklücken parallel
zum einzuparkenden Fahrzeug eignet, bietet eine Unterstützung auch
beim Einparken in enge Parklücken,
die mit einem nur zweizügigen
Parkvorgang nicht erreicht werden können. Im Gegensatz zum zweizügigen Parken
wird beim dreizügigen
Parken die Fahrtrichtung des Fahrzeugs nach dem zweiten Zug gewechselt,
ein weiterer Fahrtrichtungswechsel erfolgt beim vierzügigen Parken
nach dem dritten Zug. Die Vorrichtung ist sehr betriebssicher und
wartungsarm, da sie – im
Gegensatz zu den aus dem Stand der Technik bekannten Einrichtungen
mit optischen und/oder akustischen Sensoren – nicht als messendes System
arbeitet. Ein aufwendiges und fehleranfälliges Vermessen der Parklücke ist
mit der Erfindung nicht erforderlich. Insbesondere trägt die erfindungsgemäße Vorrichtung dem
Umstand Rechnung, dass Fahrer beim ersten Zug des Einparkvorgangs
mit einem rückwärts fahrenden
Fahrzeug regelmäßig nicht
den vollen Lenkeinschlag nutzen, vor allem um ein Überragen
der Fahrzeugfront in den Gegenverkehr und somit eine mögliche Kollision
zu vermeiden. Viele der aus dem Stand der Technik bekannten Zwei-Zug-Einparkhilfen erfordern
demgegenüber
zwingend einen Volleinschlag der Lenkung bereits beim ersten Zug,
andernfalls ist ein erfolgreicher Abschluss des Einparkvorgangs
nicht mehr zu erreichen. Hingegen unterstützt die erfindungsgemäße Vorrichtung
den Fahrer auch dann und ermöglicht
ihm ein Einparken des Fahrzeugs, wenn der erste Lenkeinschlag nicht
voll erfolgt. Dabei nutzt die Erfindung die Tatsache, dass für ein gegebenes
Fahrzeug der Zusammenhang zwischen Lenkwinkel und Fahrzeugtrajektorien
jeweils festgelegt ist. Daraus ergeben sich jeweils Entscheidungspunkte
für die Änderung
des Lenkeinschlags in Abhängigkeit
von der relativen Lage der Parklücke zum
Fahrzeug. Zur Visualisierung der Entscheidungspunkte sieht die Erfindung
graphische Elemente in Form von Entscheidungsmarken vor, die der Fahrer
mittels der Rückfahrkamera
auf dem Bildschirm in einfacher Weise mit gut sichtbaren Objekten,
beispielsweise einer Begrenzung der Parklücke, zur Deckung bringen kann.
Die Entscheidungsmarken können
dauerhaft an vorgegebenen Stellen des Bildschirms oder fallweise
(zum Beispiel wenn die Vorrichtung einen Einparkvorgang erkennt
oder durch Anwahl des Fahrers) an diesen vorbestimmten Stellen dargestellt
sein.
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Die
Vorrichtung bietet eine besonders gute Übersichtlichkeit und ist für den Fahrer
sehr einfach zu bedienen, wenn gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung
der Erfindung die Entscheidungsmarken mit der dem Fahrzeug abgewandten
hinteren Begrenzung der Parklücke
bei einem seitlichen Einparkvorgang in Übereinstimmung bringbare horizontale
Linien sind. Die hintere Begrenzung der Parklücke ist beispielsweise ein
hinter dem die Parklücke
bildenden freien Parkplatz bereits abgestelltes weiteres Fahrzeug.
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Gemäß einer
anderen vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung sind auf dem Bildschirm
in Überlagerung
des Rückfahrbildes
einen Fahrschlauch des Fahrzeugs in Abhängigkeit vom Lenkeinschlag
angebende Fahrschlauchbegrenzungen darstellbar. Auf diese Weise erhält der Fahrer
eine übersichtliche,
leicht abzulesende Information über den
zu erwartenden Weg des Fahrzeugs in dem momentanen rückwärtigen Fahrzeugumfeld.
Im einfachsten Fall sind die Fahrschlauchbegrenzungen zwei gerade
(bei nicht eingeschlagener Lenkung) oder gebogene (bei eingeschlagener
Lenkung) Linien.
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Hilfreich
für eine
Information des Fahrers über
die mögliche
weitere Bewegung des Fahrzeugs in dem momentanen rückwärigen Fahrzeugumfeld
ist es zudem, wenn gemäß einer
anderen vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung auf dem Bildschirm
in Überlagerung
des Rückfahrbildes
zumindest ein Abschnitt eines den minimalen Fahrkreis des Fahrzeugs
angebenden Bogens darstellbar ist. Auf diesem Fahrkreis oder (bei
Darstellung sowohl für
nach links wie nach rechts eingeschlagener Lenkung) diesen Fahrkreisen
bewegt sich das jeweils äußere Hinterrad
des Fahrzeugs bei voll eingeschlagener Lenkung.
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Wesentlich
für einen
erfolgreichen Einparkvorgang ist vor allem der Beginn und die Durchführung des
ersten Lenkvorgangs mit Bezug auf die mit dem eigenen Fahrzeug zu
belegende Parklücke. Eine
vorteilhafte Unterstützung
für den
weiteren Verlauf des Einparkvorgangs bietet die erfindungsgemäße Vorrichtung,
wenn nach einer anderen Weiterbildung auf dem Bildschirm in Überlagerung
des Rückfahrbildes
eine mit zumindest einem Teil einer Begrenzung der Parklücke in Übereinstimmung
zu bringende Zweitentscheidungsmarke für einen zweiten Lenkeinschlag
darstellbar ist.
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Die
Präzision
des Einparkvorgangs kann dabei vorteilhaft weiter erhöht werden,
wenn gemäß einer
Weiterbildung der Erfindung auf dem Bildschirm mehrere Zweitentscheidungsmarken
für den
zweiten Lenkeinschlag darstellbar sind, die jeweils mit einer unterschiedlichen
Anzahl von für
den Einparkvorgang mindestens auszuführenden Zügen korrespondieren. Vorzugsweise
stimmt die Anzahl der Entscheidungsmarken und der Zweitentscheidungsmarken überein,
beispielsweise sind drei Entscheidungsmarken und drei Zweitentscheidungsmarken,
jeweils zur Unterstützung
eines zwei-, drei- und vierzügigen Einparkens,
vorhanden.
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Grundsätzlich können die
Zweitentscheidungsmarken – wie
auch die oben beschriebenen Entscheidungsmarken – beliebige graphische Elemente,
zum Beispiel Kreise, Punkte oder Dreiecke, sein. Für eine einfache,
den Fahrer möglichst
wenig ablenkende Ablesbarkeit des Bildschirms ist es hingegen von
besonderem Vorteil, wenn gemäß einer Weiterbildung
der Erfindung mindestens eine der Zweitentscheidungsmarken ein mit
einer inneren Begrenzung der Parklücke bei einem seitlichen Einparkvorgang
in Übereinstimmung
bringbares Kreissegment oder ein an das Kreissegment angenäherter Geradenabschnitt
ist. Das (kurze) Kreissegment erhöht die Übersichtlichkeit der Anzeige,
der angenäherte
Geradenabschnitt, der das Kreissegment ersetzt, verringert vorteilhaft
zusätzlich
den rechnerischen Aufwand für
die Anzeige. Die innere Parklückenbegrenzung
entspricht in der Regel einer Bordsteinkante.
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Gemäß einer
anderen vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist mindestens
eine der Zweitentscheidungsmarken ein die Darstellung des minimalen
Fahrkreises schneidendes Kreissegment oder ein an das Kreissegment
angenäherter
Geradenabschnitt, wobei ein (kurzes) Kreissegment bereits die Übersichtlichkeit
erhöht
und ein das Kreissegment ersetzender Geradenabschnitt den Anzeigeaufwand zusätzlich verringert.
Insbesondere eine mit einer Zwei-Zug-Einparkstrategie, die einen
vollen Lenkeinschlag auch beim Gegenlenken – das heißt beim zweiten Zug – erfordert,
korrespondierende Zweitentscheidungsmarke kann in vorteilhaft weiter
reduzierter Anzeige ein Schnitt- oder Zusammenstoßpunkt der
Darstellungen der sich für
einen rechten und einen linken Lenkeinschlag jeweils ergebenden
minimalen Fahrkreise sein.
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Die Übersichtlichkeit
der Bildschirmdarstellung kann gemäß einer anderen vorteilhaften
Weiterbildung der Erfindung auch dadurch erhöht werden, dass zumindest eine
der Zweitentscheidungsmarken ein die Darstellung einer Fahrschlauchbegrenzung schneidendes
Kreissegment oder – zur
vorteilhaften zusätzlichen
Verringerung des Anzeigesteuerungsaufwandes – ein an das Kreissegment angenäherter Geradenabschnitt
ist; der angenäherte
Geradenabschnitt ersetzt das Kreissegment vorzugsweise. Dabei kann
auf die Darstellung eines minimalen Fahrkreises vorteilhaft nahezu
vollständig
verzichtet werden, wenn die Darstellungen der minimalen Fahrkreise
für rechten
und linken Lenkeinschlag jeweils auf ein eine linke und ein eine
rechte Fahrschlauchbegrenzung schneidendes Liniensegment reduziert werden.
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Gemäß einer
anderen vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung wird die Klarheit
der Bildschirmdarstellung weiter erhöht und die Bedienbarkeit der
Vorrichtung vereinfacht, wenn die Entscheidungsmarken und/oder die
Zweitentscheidungsmarken mit Ziffern entsprechend der jeweiligen
Anzahl der für
den Einparkvorgang insgesamt (also einschließlich des ersten Zuges) mindestens
auszuführenden
Züge versehen
sind.
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Gemäß einer
anderen vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist die Bildschirmdarstellung
für den
Fahrer besonders leicht erfassbar, wenn der Bildschirm ein Farbbildschirm
ist und die Entscheidungsmarken und/oder die Zweitentscheidungsmarken
und/oder die Fahrschlauchbegrenzungen und/oder der zumindest eine
Abschnitt zur Angabe des minimalen Fahrkreises in jeweils unterschiedlichen
Farben darstellbar sind.
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Vorteilhaft
zusätzlich
erhöht
wird der Informationsgehalt der Anzeige gemäß einer anderen Weiterbildung
der Erfindung dadurch, dass die Entscheidungsmarken und/oder die
Zweitentscheidungsmarken in Abhängigkeit
von dem Lenkeinschlag darstellbar sind. Damit kann ein dynamisches Verschieben
der Entscheidungsmarken und/oder der Zweitentscheidungsmarken entsprechend
dem vom Fahrer des Fahrzeugs tatsächlich gewählten Lenkwinkel erfolgen.
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Gemäß einer
anderen vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist zumindest
eine der Entscheidungsmarken und/oder zumindest eine der Zweitentscheidungsmarken
ausblendbar. Auf diese Weise wird die Übersichtlichkeit der Anzeige
dadurch weiter erhöht,
dass beispielsweise die in einer bestimmten Phase des Einparkvorgangs
nicht erforderlichen Entscheidungsmarken und/oder Zweitentscheidungsmarken
automatisch, das heißt
durch die Vorrichtung zur Unterstützung des Einparkvorgangs selbst,
oder vom Fahrer gewählt
nicht mehr angezeigt werden.
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Zeichnung
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Ausführungsbeispiele
der Erfindung sind in der Zeichnung schematisiert dargestellt und
werden nachfolgend näher
beschrieben. Es zeigen
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1 ein
Fahrzeug und eine Parklücke
in Draufsicht und
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2 bis 11 jeweils
einen Bildschirm mit einem Rückfahrbild
und Entscheidungsmarken.
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Beschreibung
der Ausführungsbeispiele
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In
sämtlichen
Figuren sind sich entsprechende Elemente mit gleichen Bezugszeichen
versehen.
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1 zeigt
ein Fahrzeug 1, das eine Vorrichtung zur Unterstützung eines
Einparkvorgangs des Fahrzeugs 1 besitzt. Die Vorrichtung,
die eine Rückfahrkamera 2 und
einen im Bereich einer Armaturentafel 3 angeordneten Bildschirm 4 aufweist,
auf dem ein von der Rückfahrkamera 2 aufgenommenes Rückfahrbild
anzeigbar ist, ermöglicht
dem Fahrer des Fahrzeugs 1 ein zielsicheres, passgenaues
Einparken in eine hier nur verkürzt
dargestellte seitliche Parklücke 5.
Das Heck eines abgestellten Fahrzeugs 6 bildet eine vordere
Begrenzung 7 und die Front eines weiteren abgestellten
Fahrzeugs 8 eine hintere Begrenzung 9 der Parklücke 5,
deren seitliche, innere Begrenzung 10 eine Bordsteinkante 11 darstellt.
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In 2, 3 ist
ein Bildschirm 4 in einem ersten Ausführungsbeispiel dargestellt.
Auf dem Bildschirm 4 ist ein den Raum hinter einem Fahrzeug 1 (siehe 1)
wiedergebendes Rückfahrbild 12 gezeigt,
dem Fahrschlauchbegrenzungen 13, 14 überlagert
sind, welche dem Fahrer einen Fahrschlauch des Fahrzeugs 1 in
Abhängigkeit
vom Lenkeinschlag visualisieren. Weiterhin sind dem Rückfahrbild 12 Abschnitte 15, 16 von
Bögen überlagert,
die den minimalen Fahrkreis des Fahrzeugs 1 jeweils bei
vollem Einschlag eines Lenkrades 17 im Uhrzeigersinn und entgegen
dem Uhrzeigersinn angeben. Als dritte Gruppe graphischer Elemente
sind dem Rückfahrbild 12 als
horizontale Linien 24 bis 29 ausgebildete Entscheidungsmarken 18 bis 23 überlagert,
die jeweils mit einer unterschiedlichen Anzahl von für den Einparkvorgang
mindestens auszuführenden
Zügen korrespondieren.
Die am weitesten vom einzuparkenden Fahrzeug 1 entfernt
liegenden Entscheidungsmarken 18, 21 sind für zweizügiges, die
dem Fahrzeug 1 nächstkommenden
Entscheidungsmarken 20, 23 für vierzügiges und die dazwischen liegenden Entscheidungsmarken 19, 22 für dreizügiges Einparken
maßgebend.
Ein erster, in Richtung der Parklücke 5 auszuführender
Lenkeinschlag hat für
einen passgenauen Einparkvorgang zu erfolgen, wenn die entsprechende
Entscheidungsmarke, zum Beispiel die Linie 27 für zweizügiges Einparken
in die Parklücke 5,
mit der durch ein abgestelltes Fahrzeug 8 festgelegten
hinteren Begrenzung 9 der Parklücke 5 in Übereinstimmung
gebracht ist.
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Diese
Situation ist in 2, 3 dargestellt,
wobei in der Anzeige auf einem Bildschirm 4 nach 3 die
für den
hier vorliegenden Fall, nämlich
Rückwärtseinparken
am linken Fahrbahnrand, maßgeblichen
Entscheidungsmarken 21 bis 23 mit Ziffern 2, 3, 4 entsprechend
der jeweiligen Anzahl der insgesamt mindestens auszuführenden
Züge versehen
sind. Aufgrund seines Erfahrungsschatzes und unter Berücksichtigung
der geschätzten
Länge der Parklücke 5 trifft
der Fahrer vor Beginn des Einparkvorgangs eine Entscheidung hinsichtlich
der zu verfolgenden Einparkstrategie, das heißt über die Anzahl der (voraussichtlich)
benötigten
Züge. Bei
einer großen
Parklücke 5 kann
das bequemere zweizügige Einparken
gewählt
werden, bei kleineren Parklücken 5 hingegen
ein Drei- oder Vier-Zug-Verfahren.
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In
einem zweiten Ausführungsbeispiel
nach 4 bis 6 sind einem Rückfahrbild 12 auf
einem Bildschirm 4 neben Entscheidungsmarken 18 bis 23 für einen
ersten Lenkeinschlag (entsprechend dem Ausführungsbeispiel nach 2, 3)
zusätzlich
Zweitentscheidungsmarken 30 bis 34 für einen zweiten
Lenkeinschlag überlagert.
Die Zweitentscheidungsmarken 30 bis 34 sind mit
Ziffern 2, 3, 4 entsprechend der jeweiligen
Anzahl der insgesamt, das heißt
einschließlich
des ersten Zuges, mindestens auszuführenden Züge versehen. Die zusätzlichen
Zweitentscheidungsmarken 31 bis 34 für drei- und
vierzügiges
Einparken werden an – die
minimalen Fahrkreise des Fahrzeugs 1 (siehe 1)
symbolisierenden – Abschnitten 15, 16 von
Bögen angezeigt.
Diese Abschnitte 15, 16 sind dafür im Vergleich zu
dem Ausführungsbeispiel
nach 2, 3 auf das eigene Fahrzeug 1 hin
mit Verlängerungen 35, 36 versehen;
die Zweitentscheidungsmarke 30 für zweizügiges Einparken wird durch
den Zusammentreffpunkt der vorgenannten Abschnitte 15, 16 dargestellt.
Die Situation in Ausgangsstellung, das heißt vor dem ersten Zug und korrespondierend
mit der Darstellung in 1, zeigt 4. Die Anzeige
auf dem Bildschirm 4 am Umlenkpunkt für ein zweizügiges Einparken ist in 5 dargestellt:
Der zweite Lenkeinschlag, der der Richtung des ersten Lenkeinschlags
entgegengesetzt ist, erfolgt für
ein passgenaues Einparken dann, wenn die entsprechende Zweitentscheidungsmarke 30 mit
einer inneren Begrenzung 10, hier einer Bordsteinkante 11,
der Parklücke 5 in Übereinstimmung
kommt. Will der Fahrer drei-, vier- oder mehrzügig einparken, so setzt er
mit unverändertem
Lenkwinkel weiter zurück,
bis die entsprechende Zweitentscheidungsmarke mit der Bordsteinkante 11 zur
Deckung kommt; an diesem Punkt lenkt der Fahrer dann voll in entgegengesetzter
Richtung ein. Daraufhin stößt er mit
dem Fahrzeug 1 weiter zurück, bis das parklückeninnere
Hinterrad seines Fahrzeugs 1 die Bordsteinkante 11 erreicht,
um dann mit den entsprechenden weiteren Zügen das Fahrzeug 1 vorwärts (und
gegebenenfalls nachfolgend rückwärts) in
der Parklücke 5 gerade
auszurichten.
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Die
longitudinale Position der Zweitentscheidungsmarken 31 bis 35 auf
den die minimalen Fahrkreise angebenden Abschnitten 15, 16 beziehungsweise
auf deren Verlängerungen 35, 36 kann – zum Beispiel
mit Hilfe einer Steuerungseinrichtung der Vorrichtung zur Unterstützung des
Einparkvorgangs sowie unter Berücksichtigung
des Signals eines Lenkwinkelsensors – entsprechend dem aktuellen Lenkwinkel
des Fahrzeugs 1 angepasst werden. Dann ist die Lage der
Zweitentscheidungsmarken 31 bis 35 nicht statisch,
sondern sie wird dynamisch den aktuellen, tatsächlichen fahrdynamischen Gegebenheiten
angepasst. Damit wird berücksichtigt,
dass das Fahrzeug 1 am jeweils maßgeblichen Umlenkpunkt unter
umso kleineren Winkeln zur Parklücke 5 steht,
je geringer der von dem Fahrer für
den vorhergehenden, hier: den ersten, Zug gewählte Lenkwinkel war. Aus 5 ist
zudem ersichtlich, dass den Fahrschlauch des Fahrzeugs 1 symbolisierende Fahrschlauchbegrenzungen 13, 14 in
Abhängigkeit vom
momentanen Lenkwinkel dargestellt werden und dementsprechend in
der Situation nach 5 bogenförmig in Richtung auf die Bordsteinkante 11 ausgebildet
sind. Wie in
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6 in
einer Abwandlung des Ausführungsbeispiels
gezeigt, können
in der Anzeige auf dem Bildschirm 4 nicht benötigte Zweitentscheidungsmarken,
hier diejenigen auf der Verlängerung 35,
ausgeblendet sein. Das Ausblenden erfolgt anhand einer Auswertung
des von dem Lenkwinkelsensor erfassten momentanen Lenkwinkels mittels
der Steuerungseinrichtung.
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Ein
drittes Ausführungsbeispiel
zeigen die 7, 8, in denen
auf einem Bildschirm 4 zusätzliche Zweitentscheidungsmarken 31 bis 34 für drei-
und vierzügiges
Einparken nicht an Darstellungen der minimalen Fahrkreise, sondern
an Fahrschlauchbegrenzungen 13, 14 des aktuellen
Fahrschlauchs des Fahrzeugs 1 (siehe 1)
angezeigt sind. Bei Veränderung
des Lenkwinkels bewegen sich die vorgenannten Zweitentscheidungsmarken 31 bis 34 entsprechend
der Verlagerung der Fahrschlauchbegrenzungen 13, 14 mit
diesen mit. Die Situation in Ausgangsstellung, das heißt vor dem
ersten Zug, zeigt 7, und 8 gibt die
Anzeige auf dem Bildschirm 4 am Umlenkpunkt für ein Zwei-Zug-Einparken
wieder. Die longitudinale Position der Zweitentscheidungsmarken 31 bis 34 auf
den Fahrschlauchbegrenzungen 13, 14 kann gemäß dem aktuellen
Lenkwinkel entsprechend dem Ausführungsbeispiel
nach 4 bis 6 angepasst werden. Auch ein
Ausblenden von aktuell nicht erforderlichen Zweitentscheidungsmarken
ist wie beim vorgenannten Ausführungsbeispiel
möglich.
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In 9 bis 11 ist
ein viertes Ausführungsbeispiel
dargestellt, bei dem in der Anzeige auf einem Bildschirm 4 eine
Darstellung von minimalen Fahrkreisen gegenüber den vorhergehenden Ausführungsbeispielen
weggelassen ist. Stattdessen ist an jeder von zwei Fahrschlauchbegrenzungen 13, 14 eine
einzelne Zweitentscheidungsmarke 30, 37 für den Umlenkpunkt
beim Zwei-Zug-Einparken ergänzend
zu Zweitentscheidungsmarken 31 bis 34 für die jeweiligen
Umlenkpunkte für
den zweiten Lenkeinschlag beim Drei- und Vier-Zug-Einparken angezeigt. Die Situation
in Ausgangsstellung, das heißt
vor dem ersten Zug, zeigt 9, die Anzeige
auf dem Bildschirm 4 am Umlenkpunkt beim zweizügigen Einparken
ist in 10 dargestellt. Zusätzlich lassen
sich – wie
auch bei allen vorgenannten Ausführungsbeispielen – nicht
nur an den Entscheidungsmarken sondern auch an den Zweitentscheidungsmarken 30 bis 34, 37 Hinweise
auf die zugehörige
Parkstrategie angeben, wie zum Beispiel die (Mindest-)Anzahl der zugehörigen Züge. Dieses
ist in 11 dargestellt, wobei die hier
nicht benötigten
Zweitentscheidungsmarken auf der parklückenseitig inneren Fahrschlauchbegrenzung 14 ausgeblendet
sind.