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Das
erfindungsgemässe
Verfahren geht davon aus, dass Inhaber einer Marke Produkte mit
speziellen zweidimensionalen Barcodes (sogenannten Tags) versehen,
die es Verbrauchern ermöglichen, sich
die Originalität
von Markenprodukten garantieren zu lassen. Zur Überprüfung der Echtheit (Brand Produkt
Verification) benötigen
Verbraucher lediglich ein handelsübliches Mobiltelefon (Camera
Phone) mit einer Software, die das Auslesen der zweidimensionalen
Barcodes ermöglicht.
Die Kamera des Mobiltelefons wird auf den visuellen Tag gerichtet,
sodass er sich im Zentrum des Suchers befindet. Beim Bedienen des
Auslösers
beginnt die Kamera automatisch, den Tag zu entschlüsseln und
zeigt nach wenigen Sekunden auf dem Display an, ob es sich bei dem
mit der Kamera erfassten Produkt um ein Markenprodukt handelt. Zur
Ermittlung dieser Information hat das Mobiltelefon einen im Tag
verschlüsselten
Markenproduktidentifikator (BPID) mit einer Datenbank abgeglichen,
in der Informationen über das
Markenprodukt vom Inhaber der Marke hinterlegt worden sind.
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Stand der
Technik
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Verfahren
zur Sicherung von Markenprodukten umfassen in der Regel zusätzliche
Schutzmassnahmen, die neben dem markenrechtlich geschützten Logo
fest am Produkt angebracht sind. Zusätzliche Schutzmassnahmen wie
Hologramme und RFID Tags nutzen die Tatsache, dass nur wenige Fälscher über die
Technologie zu ihrer Herstellung verfügen. Existierende Verfahren
z.B. für
den Fälschungsschutz
und die mobile Kontrolle von Dokumenten (z.B. Personaldokumente,
Geldscheine) beruhen auf sichtbaren und unsichtbaren Sicherheitsmerkmalen, die
mit geeigneten Lesegeräten überprüft werden können. Der
Nachteil dieser Verfahren ist, dass diese geeigneten Lesegeräte so speziell
sind, dass sie für Konsumenten
zu kostspielig und zu kompliziert zu bedienen sind. Dies macht diese
Verfahren zur Sicherung von Markenprodukten für den massenhaften Einsatz
beim Konsumenten ungeeignet.
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Sichtbare
Schutzmassnahmen wie Hologramme können zum einen für manche
Produkte z.B. auf Grund des Materials nicht eingesetzt werden, zum
anderen werden auch sie von Produktpiraten zunehmend täuschend
echt vervielfältigt.
Versteckte Schutzmassnahmen, wie z.B. RFID Tags lassen sich sehr
effektiv dazu einsetzen, den Warenfluss zu kontrollieren, und gegen
Produkt- und Markenfälscher vorzugehen,
sobald sie gefälschte
Waren in Umlauf bringen. Ein Nachteil dieser Technologien ist, dass Verbraucher
ohne geeignete Lesegeräte
nicht erkennen können,
ob ein Produkt gefälscht
ist. Ein weiterer Nachteil versteckter Schutzmassnahmen ist, dass sie
von Unberechtigten ausgelesen werden können und dadurch die Gefahr
besteht, dass die Privatsphäre
des Besitzers der Ware verletzt wird. Für Verbraucher ist der direkte
Nutzen versteckter Schutzmassnahmen wie z.B. der RFID Technologie
daher eher gering.
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Aufgabe der
Erfindung
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Aufgabe
der vorliegenden Erfindung ist es, ein Verfahren der eingangs genannten
Art dahingehend auszubilden, dass es von Verbrauchern zur Überprüfung der
Echtheit von Markenprodukten verwendet werden kann.
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Diese
Aufgabe wird erfindungsgemäss
dadurch gelöst,
dass
- a. ein zweidimensionaler Barcode für jedes
hergestellte Stück
eines Markenprodukts einzigartig ist, der Barcode mit Hilfe eines
Mobiltelefons mit Kamera ausgelesen wird und mit dem Mobiltelefon das
Markenprodukt unmittelbar durch Abfrage einer Markenproduktdatenbank
auf Echtheit überprüft wird,
- b. Inhaber von Markenzeichen für jedes Stück eines Markenprodukts einen
eindeutigen Markenproduktidentifikator (BPID) erzeugen, der in einer Markenproduktdatenbank
gespeichert wird und als zweidimensionaler Barcode verschlüsselt wird.
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Vorteilhafte
Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche 2, 3
und 4.
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Systematischer Ablauf
des Verfahrens:
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Identifizierung und Überprüfung eines
Markenprodukts (siehe 1):
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Ein
Inhaber der Marke [A] entwickelt einen Entwurf eines Produkts [1].
Ein Hersteller [B] stellt im Auftrag des Inhabers der Marke ein
Markenprodukt [2] her. Der Inhaber der Marke beantragt
einen Markenproduktidentifikator (BPID) bei einer Brand Security
Agency (BSA) [C]. Die Brand Security Agency (BSA) identifiziert
das Markenprodukt [2] und vergibt einen eindeutigen Markenproduktidentfikator
(BPID) [3], den sie in einer Markenproduktdatenbank [4]
sicher speichert und verwaltet. Die Brand Security Agency (BSA)
verschlüsselt
den BPID in Form eines zweidimensionalen Barcodes (Tag) [5].
Der Hersteller versieht das Markenprodukt mit dem Tag und liefert
das mit dem Tag versehene Markenprodukt [6] aus. Ein Kunde
[D] benutzt ein Mobiltelefon (Camera Phone) [7] zum Auslesen
des Tag eines Markenprodukts [6]. Das Mobiltelefon überprüft den im
Tag verschlüsselten
Markenproduktidentifikatior (BPID) durch Abfrage der Markenproduktdatenbank
[4]. Das Mobiltelefon informiert den Kunden über die
Echtheit des Markenprodukts.
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Registrierung eines Markenprodukts
(siehe 2):
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Ein
Kunde [D], der sich von der Echtheit eines Markenprodukts [6] überzeugt
hat, bezahlt ein Markenprodukt beim Händler [E]. Der Händler benutzt
ein Mobiltelefon (Camera Phone) [8]. Das Mobiltelefon des
Händlers
liest den Tag des verkauften Markenprodukts [6] aus und übermittelt
die BPID [3] des verkauften Markenprodukts an die Markenproduktdatenbank
[4]. Der Händler
liefert das Markenprodukt an den Kunden aus. Ein Mobiltelefon [7]
eines Kunden übermittelt
die BPID [3] eines verkauften Markenprodukts [6]
an die Markenproduktdatenbank [4] (optional). Durch die Übermittlung
der BPID werden Kunden registriert und der Inhaber der Marke bietet
registrierten Kunden weitere Leistungen an (optional).
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Der
Erfindung liegt der Erfindungsgedanke zugrunde, dass aus Sicht der
Verbraucher der Hauptzweck einer technischen Schutzmassnahme für Markenprodukte
darin liegt, vor dem Kauf schnell und einfach erkennen zu können, ob
es sich bei einem angeblichen Markenprodukt auch tatsächlich um
ein Original handelt. Nach dem Erwerb des Produkts sollte sich eine
technische Schutzmassnahme dann so diskret verhalten, dass Unberechtigte
nicht in der Lage sind, Rückschlüsse über ein
Markenprodukt, oder gar über
die Privatsphäre
seines Besitzers zu ziehen.
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Wir
gehen von der Grundannahme aus, dass ein gut informierter Verbraucher
in einer Umgebung, in der es einfach ist, Kopien herzustellen und
anzubieten, letztendlich relativ frei entscheiden kann, ob er sich
ein Markenprodukt oder ein Plagiat verschafft. Ob ein Markenprodukt
tatsächlich
ein Original ist, kann ein Verbraucher allerdings nicht immer unmittelbar
herausfinden, da neben relativ objektiven Merkmalen wie z.B. Preis,
Material und Design häufig auch
subjektivere Faktoren wie Beratungskompetenz des Verkäufers und
Qualität
der Werbung, sowie schwierig im voraus zu ermittelnde Faktoren wie
z.B. die Wirkung von Inhaltsstoffen eine Rolle spielen.
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In
der Zeitschrift DE:BUG (Ausgabe 101, DEBUG Verlag Berlin, Seite
54) wurde das Projekt Semapedia beschrieben, bei dem zweidimensionale Barcodes
mit dem Mobiltelefon erfasst, und automatisch Internetseiten geöffnet werden,
deren Adressen in den Barcodes verschlüsselt sind. Überraschend wurde
gefunden, dass die Technologie zum Erzeugen und Auslesen der zweidimensionalen
Barcodes mit handelsüblichen
Mobiltelefonen im Internet frei verfügbar ist und für die technische
Umsetzung des erfindungsgemässen
Verfahrens eingesetzt werden kann.
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Dass
sich das erfindungsgemässe
Verfahren am Markt etablieren kann, setzt voraus, dass es von Verbrauchern
mit minimalem Lern- und Kostenaufwand benutzt werden kann. Dies
erfordert zum einen, dass der Verbraucher bereits über ein
geeignetes Mobiltelefon verfügt,
zum anderen sollte die Lösung auf
technischen Standards basieren, die von Geräteherstellern und Lösungsanbietern
zu fairen Konditionen lizensiert werden können. Nach Schätzungen des
Softwareherstellers Semacode, dem Betreiber des Projekts Semapedia,
sind bereits ca. 200 Millionen der momentan im Markt befindlichen
Mobiltelefone in der Lage, eine entsprechende Software zu installieren – mit stark
steigender Tendenz.
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Beispiel
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Der
Hersteller "Great
Red Shoes" entwirft hochwertige
Laufschuhe, deren Design unter dem Markenzeichen GRS markenrechtlich
geschützt
ist. Die Schuhe werden im Auftrag von GRS von einem Hersteller in
Irland produziert und erfolgreich durch Einzelhändler in Europa, USA und Asien
an Laufenthusiasten vermarktet. Seit einiger Zeit erhält GRS immer
häufiger
Beschwerden von Kunden, die über Online-Händler günstig Schuhe
erworben haben, welche sich schon nach kurzer Zeit als minderwertig herausgestellt
haben. Beim Hersteller sind keine Qualitätsprobleme feststellbar. Es
stellt sich heraus, dass GRS zum Opfer von Markenpiraten geworden ist,
die einen Weg gefunden haben, täuschend
echte Plagiate der GRS Schuhe herzustellen und in Verkehr zu bringen.
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Um
keinen weiteren Imageverlust zu erleiden und das Vertrauen in die
Marke wiederherzustellen, beschliesst GRS, mit sofortiger Wirkung
alle GRS Schuhe mit einem Sicherheitsmerkmal zu versehen. Bei dem
Sicherheitsmerkmal handelt es sich um einen zweidimensionalen Barcode
(den sogenannten Tag), der von autorisierten Einzelhändlern auf
Produktverpackungen bereits ausgelieferter Schuhe aufgeklebt und
vom Hersteller auf neue Produktverpackungen aufgedruckt wird. Designstudien zukünftiger
GRS Schuhmodelle sehen vor, dass Tags in die Schuhe eingenäht oder
in die Sohlen der Schuhe eingearbeitet werden.
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GRS
begleitet den Roll-Out des neuen Sicherheitsmerkmals mit einer gross
angelegten Marketingaktion. Verbraucher können die notwendige Anwendung
zum Auslesen der Tags kostenlos von der GRS Website herunterladen
oder von besonders geschulten Einzelhändlern auf ihr Mobiltelefon
(Camera Phone) installieren lassen.
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Durch
die Tags werden GRS Schuhe eindeutig identifiziert. Beim Verkauf
an der Kasse wird jedes Schuhpaar vom Händler registriert, indem der
zweidimensionale Barcode mit einem Mobiltelefon ausgelesen und an
die Markenproduktdatenbank übermittelt wird.
Die Registrierung verkaufter Schuhe verringert das Risiko, dass
Markenpiraten Schuhe mit gefälschten
Tags in Umlauf bringen. Kunden, die ihre Schuhe nach dem Kauf zusätzlich bei
GRS registrieren lassen, erhalten zum Dank für ihre Loyalität Zugang
zu weiteren Serviceleistungen des Markeninhabers, z.B. kostenlose
Unterstützung
bei Laufveranstaltungen.
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GRS
weiss, dass die Tags nicht verhindern können, dass Produktpiraten weiterhin
versuchen werden, gefälschte
Schuhe in den Markt zu bringen. Aber wenn GRS oder seine Kunden
Plagiate finden sollten, die mit einem gefälschten Tag ausgestattet sind,
wird es einfacher sein, rechtliche Schritte gegen Händler und
Produktpiraten einzuleiten.
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Online-Händler erhalten
durch die Schutzmassnahme die Möglichkeit,
das Vertrauen ihrer Kunden zu gewinnen, indem sie die Tags bestellter Schuhe
im Zuge der Online-Transaktionen im voraus digital übermitteln.
Durch den Mechanismus der Brand Product Verification besitzen Verbraucher
jederzeit die Möglichkeit
zu überprüfen, dass
gelieferte Schuhe tatsächlich
mit dem bestellten Markenprodukt identisch sind.
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Nachfolgend
werden anhand von Zeichnungen die verschiedenen erfindungsgemäßen Ausführungsformen
näher erläutert.
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Es
zeigen:
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1: Identifizierung
und Überprüfung eines
Markenprodukts
- A
- Inhaber
der Marke
- B
- Hersteller
- C
- Brand
Security Agency (BSA)
- D
- Kunde
- 1
- Entwurf
eines Produkts
- 2
- Markenprodukt
- 3
- Markenproduktidentifikator
(BPID)
- 4
- Markenproduktdatenbank
- 5
- Zweidimensionaler
Barcode (Tag)
- 6
- Mit
Tag versehenenes Markenprodukt
- 7
- Mobiltelefon
(Camera Phone)
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2: Registrierung
eines Markenprodukts
- D
- Kunde
- E
- Händler
- 3
- Markenproduktidentifikator
(BPID)
- 4
- Markenproduktdatenbank
- 6
- Mit
Tag versehenenes Markenprodukt
- 7
- Mobiltelefon
(Camera Phone) des Kunden
- 8
- Mobiltelefon
(Camera Phone) des Händlers