DE102006053473A1 - Anordnung eines Lagegebers auf einer Welle eines antreibbaren Zylinders in einer Verarbeitungsmaschine - Google Patents

Anordnung eines Lagegebers auf einer Welle eines antreibbaren Zylinders in einer Verarbeitungsmaschine Download PDF

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Abstract

Die Erfindung betrifft eine Anordnung eines Lagegebers auf einer Welle eines antreibbaren Zylinders in einer Verarbeitungsmaschine. Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, eine Anordnung derart weiterzubilden, dass auf einen Zylinder mit Einzelantrieb störend wirkende Einflüsse zumindest spürbar reduziert und die Signalerfassung des Lagegebers mit höherer Genauigkeit erfolgt. Gelöst wird dies dadurch, indem ein Lagegeber auf einer Welle eines antreibbaren Zylinders 2 in einer Verarbeitungsmaschine mit einer Drehmomentstütze 13, 14, welche am Seitengestell 15 und am Gebergehäuse 24 des Lagegebers 7 angeordnet ist, und die Drehmomentstütze 13, 14 an einer auf dem Zylinder 2 angeordneten Lagerung 18, 19 fixiert ist und das Gebergehäuse 24 des Lagegebers 7 mit der Lagerung 18, 19 verbunden ist.

Description

  • Die Erfindung betrifft eine Anordnung eines Lagegebers auf einer Welle eines antreibbaren Zylinders in einer Verarbeitungsmaschine nach dem Oberbegriff von Anspruch 1. Die Anordnung eignet sich insbesondere für eine Offsetdruckmaschine mit oder ohne Lackwerken bzw. eine Lackiermaschine bei denen ein Zylinder mit einem Einzelantrieb antreibbar ist.
  • Ein Lagegeber dieser Art ist aus DE 199 04 471 A1 , hier als Drehgeber bezeichnet, bekannt, dessen Drehgeber-Gehäuse mit einer elastischen Halterung an einer Rotationsdruckmaschine fixiert ist. Zentrisch im Drehgeber-Gehäuse befindet sich ein drehfester Stator, dem ein als Hohlwelle ausgebildeter Rotor zugeordnet ist. Der Drehgeber wird vorzugsweise mit seiner Hohlwelle auf die antreibbare Zylinderwelle aufgesteckt und mittels einer Klemmeinrichtung befestigt.
  • Weiterhin ist aus EP 0 812 683 A1 ein Lagegeber bekannt. Vom vorzugsweise für den Transport des Bogenmaterials vorgesehenen Räderzug einer Bogenoffsetdruckmaschine entkoppelt ist ein Plattenzylinder zumindest eines Offsetdruckwerkes mittels Einzelantrieb (Direktantrieb) in vorgebbarer Weise antreibbar. In einer Weiterbildung ist der Plattenzylinder oder sind der Plattenzylinder und der Gummituchzylinder zur Durchführung von Umfangsregisterkorrekturen gegenüber den übrigen Zylindern antreibbar. In einer weiteren Ausbildung sind der Plattenzylinder und/oder der Gummituchzylinder zur Durchführung von Drucklängenkorrekturen gegenüber den übrigen Zylindern antreibbar. Jedem Gummituchzylinder ist ein Lagegeber zugeordnet, vermittels dessen Signale der Direktantrieb des jeweiligen Plattenzylinders auf synchronen Winkellauf mit dem jeweils zugeordneten Gummi tuchzylinder steuerbar ist.
  • Aus EP 1 593 510 A2 ein Lagegeber bekannt, welcher auf einer lageveränderbaren Zylinderachse eines Zylinders, beispielsweise des Gummituchzylinders, in einem Drehgelenk gelagert ist und mit getriebetechnischen Mitteln mit einem am Seitengestell gelagerten Drehgelenk gekoppelt ist. Eines der getriebetechnischen Mittel ist ausgehend vom Lagegeber in Längserstreckung in Höhe der Berührzone zweier Zylinder endseitig mit einem weiteren getriebetechnischen Mittel in einem Drehgelenk gekoppelt, welches mit dem gestellfesten Drehgelenk gekoppelt ist.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, eine Anordnung der eingangs beschriebenen Art derart weiterzubilden, dass auf den Lagegeber störende Einflüsse zumindest spürbar reduziert und die Signalerfassung des Lagegebers mit höheren Genauigkeit erfolgt.
  • Gelöst wird die Aufgabe durch die Ausbildungsmerkmale von Anspruch 1. Weiterbildungen ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen.
  • Ein erster Vorteil ist darin begründet, dass bei einem Zylinder mit veränderbarer Achsposition, beispielsweise einem Gummituchzylinder eines Offsetdruckwerkes, der zugeordnete Platten-/Formzylinder (Zylinder mit fester Achsposition) im Offsetdruckwerk mit einem Direktantrieb (Einzelantrieb) lagegeregelt antreibbar ist, indem ein verbesserter synchroner Winkellauf, insbesondere bei einem Platten-/Formzylinder mit einem Einzelantrieb, zwischen beiden Zylinder erzielbar ist.
  • Als zweiter Vorteil ist aufzuführen, dass der Sollwert für die Platten-/Formzylinderposition vom zugehörigen Gummituchzylinder (im Offsetdruckwerk) mit Hilfe je eines Lagegebers, insbesondere eines Drehwinkelgebers, abgenommen wird. Die Signale werden einer vorzugsweise zentralen Steuerung zugeführt, welche den jeweiligen Einzelantrieb des Platten-/Formzylinders dementsprechend ansteuert, so dass unabhängig von der Zylinderposition stets ein synchroner Winkellauf zwischen einem Zylinder mit fester Achsposition und einem Zylinder mit veränderbarer Achsposition gewährleistet ist.
  • Ein dritter Vorteil ist darin begründet, dass störende, auf den Lagegeber wirkende Einflüsse, beispielsweise Schwingungen oder Taumelbewegungen, spürbar reduziert bzw. eliminiert werden. Die Signalerfassung des Lagegebers ist mit höherer Genauigkeit realisierbar.
  • Die Erfindung soll an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert werden. Dabei zeigen schematisch:
  • 1 ein Offsetdruckwerk mit Lagegeber,
  • 2 eine Lagegeber-Anordnung in Vorderansicht.
  • Gemäß 1 ist ein an sich bekanntes Offsetdruckwerk gezeigt, welches einen ersten Zylinder 1, hier ein Platten-/Formzylinder 1, einen zweiten Zylinder 2, hier ein Gummituchzylinder 2, sowie den Bedruckstoff in Förderrichtung 3 führenden Zylinder 4, hier als Druckzylinder 4 ausgebildet, aufweist. Das Offsetdruckwerk umfasst ferner ein Farbwerk 6 und bei Bedarf ein Feuchtwerk 5.
  • In dieser Ausbildung ist der Platten-/Formzylinder 1 als Zylinder 1 mit fester Achsposition und der Gummituchzylinder 2, 2' als Zylinder 2, 2' mit veränderbarer Achsposition, insbesondere zur Druck an-/Druck ab-Stellung, zur Bedruckstoffstärkeneinstellung bzw. Radialverstellung zum Druckzylinder 4, ausgeführt. Der Gummituchzylinder 2, 2' weist somit eine lageveränderbare Zylinderachse 11, 11' auf.
  • Der Platten-/Formzylinder 1 ist mit einem eigenmotorischen Einzelantrieb 9 gekoppelt antreibbar. Der Gummituchzylinder 2 ist vom Einzelantrieb 9 getrennt antreibbar. Beispielsweise ist der Gummituchzylinder 2 in den Räderzug des Antriebsstrangs integriert und mittels Hauptantrieb antreibbar. Hierzu ist am Gummituchzylinder 2 ein Antriebsrad 16 angeordnet auf das vom Hauptantrieb ein Ein trieb 23 einspeisbar ist. Der Platten-/Formzylinder 1 ist weiterhin mit einem bevorzugt auf der Zylinderwelle angeordneten zweiten Lagegeber 8 gekoppelt.
  • Der zweite Lagegeber 8 sowie ein am Gummituchzylinder 2 als Referenzlagegeber angeordneter erster Lagegeber 7 sowie der Einzelantrieb 9 sind schaltungstechnisch und datentechnisch mit einer Maschinensteuerung 10 gekoppelt.
  • Auf der lageveränderbaren Zylinderachse 11 des Gummituchzylinders 2 ist der erster Lagegeber 7 gelagert, welcher mit getriebetechnischen Mitteln in Form einer Drehmomentstütze 13, 14 mit einem an einem Seitengestell 15 gestellfest angeordneten Drehgelenk 12 gekoppelt ist. Bevorzugt ist der erste Lagegeber 7 auf einem Zapfen 21 des Gummituchzylinders 2 gelagert.
  • In der vorliegenden Ausbildung ist der erste Lagegeber 7 ein Drehwinkelgeber, welcher mit einem ersten Getriebeelement 13 endseitig gekoppelt ist. Das erste Getriebeelement 13 weist eine Längserstreckung auf, welche in Höhe der Berührzone 17 von Platten-/Formzylinder 1 und Gummituchzylinder 2 endet. An diesem Ende ist das zweite Getriebeelement 14 angelenkt, welches mit dem gestellfesten Drehgelenk 12 in Funktionsverbindung ist. Bei Ausbildung der Getriebeelemente 13, 14 als Koppelgetriebe liegt somit ein Zweischlag vor, der zwischen den Getriebeelementen 13, 14 ein freies Drehgelenk 22 aufweist. Das freie Drehgelenk 22 ist vorzugsweise spielfrei ausgelegt. Die Achse des Drehgelenkes 22 ist in Höhe der Berührzone 17 von Platten-/Formzylinder 1 und Gummituchzylinder 2 angeordnet. In 2 ist dies durch die punktierte Linie dargestellt.
  • Der erste Lagegeber 7 besteht u.a. aus einem Gebergehäuse 24, welches mit dem ersten, auf einer Lagerung 18, 19 abgestützten Getriebeelement 13 verbunden ist. Das Getriebeelement 13 stützt sich mittels des zweiten Getriebeelements 14 am Seitengestell 15 (gestellfestes Drehgelenk 12) ab, so dass die Lage des Lagegebers 7 gesichert und ein Verdrehen um die Zylinderachse 11 verhindert ist. Im Gebergehäuse 24 selbst ist verdrehfest ein Stator angeordnet innerhalb dessen ist ein als Hohlwelle ausgebildeter, auf dem Zapfen 21 fixierter Rotor gelagert.
  • Bevorzugt ist das zweite Getriebeelement 14 ein biegeelastisches Element, beispielsweise eine Blattfeder, welches mit der Drehmomentstütze 13, 14, speziell dem ersten Getriebeelement 13, in Höhe der Berührzone 17 fest verbunden ist. Das zweite Getriebeelement 14 weist hierbei genügend Verformungsvermögen auf, um die radialen Bewegungen und die Verdrehungen aufzunehmen.
  • Zwischen dem ersten Lagegeber 7 und dem ersten Getriebeelement 13 ist ein Lagerbock 19 auf dem Zapfen 21 des Gummituchzylinders 2 angeordnet. Der Lagerbock 19 ist auf dem Gummituchzylinder 2, speziell dem Zapfen 21, mittels eines Radiallagers 18 abgestützt. Dabei kann das Radiallager 18 als Gleit- oder Wälzlagerung ausgeführt sein. Die Drehmomentstütze 13, 14, speziell das erste Getriebeelement 13, ist an dem Lagerbock 19 lösbar fixiert. Weiterhin ist an dem Lagerbock 19 eine Halterung 20 angeordnet an der wiederum der erste Lagegeber 7, speziell das Gebergehäuse 24, lösbar fixiert ist.
  • Die Drehmomentstütze 13, 14 ist somit an einer auf dem Zylinder 2 angeordneten Lagerung 18, 19 fixiert und das Gebergehäuse 24 des ersten Lagergebers 7 ist mit der Lagerung 18, 19 verbunden.
  • 1
    Zylinder (Platten-/Formzylinder)
    2
    Zylinder (Gummituchzylinder)
    3
    Förderrichtung
    4
    Druckzylinder
    5
    Feuchtwerk
    6
    Farbwerk
    7
    erster Lagegeber
    8
    zweiter Lagegeber
    9
    Einzelantrieb
    10
    Maschinensteuerung
    11
    lageveränderbare Zylinderachse
    12
    gestellfestes Drehgelenk
    13
    Drehmomentstütze (erstes Getriebeelement)
    14
    Drehmomentstütze (zweites Getriebeelement)
    15
    Seitengestell
    16
    Antriebsrad
    17
    Berührzone
    18
    Radiallager
    19
    Lagerbock
    20
    Halterung
    21
    Zapfen
    22
    Drehgelenk
    23
    Eintrieb
    24
    Gebergehäuse

Claims (7)

  1. Anordnung eines Lagegebers auf einer Welle eines antreibbaren Zylinders in einer Verarbeitungsmaschine mit einer Drehmomentstütze, welche am Seitengestell und am Gebergehäuse des Lagegebers angeordnet ist, wobei innerhalb des Gebergehäuses ein verdrehfester Stator angeordnet ist innerhalb dessen ein als Hohlwelle ausgebildeter, auf dem Zylinder fixierter Rotor gelagert ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehmomentstütze (13, 14) an einer auf dem Zylinder (2) angeordneten Lagerung (18, 19) fixiert ist und das Gebergehäuse (24) des Lagegebers (7) mit der Lagerung (18, 19) verbunden ist.
  2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Gebergehäuse (24) mittels einer Halterung (20) mit der Lagerung (18, 19) verbunden ist.
  3. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehmomentstütze (13, 14) durch einen Zweischlag gebildet ist, dessen erstes Getriebeelement (13) an der Lagerung (18, 19) lösbar fixiert ist und dessen zweites Getriebeelement (14) am Seitengestell (15) angeordnet ist.
  4. Anordnung nach Anspruch 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Getriebeelement (13) mit einer Längserstreckung in Höhe der Berührzone des Zylinders (2) und eines benachbarten, weiteren Zylinders (1) ausgebildet ist und endseitig am Getriebeelement (13) das zweite Getriebeelement (14) angeordnet ist.
  5. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Lagerung (18, 19) durch ein auf dem Zylinder (2) angeordnetes Radiallager (18) und einen auf dem Radiallager (18) angeordneten Lagerbock (19) gebildet ist.
  6. Anordnung nach Anspruch 1, 2 und 5, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Lagerbock (19) die Halterung (20) und die Drehmomentstütze (13, 14) angeordnet sind.
  7. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Zylinder (2) mit lageveränderbarer Zylinderachse (11) ein Gummituchzylinder (2) ist, welcher mit einem mit einem Einzelantrieb gekoppelten, als Plattenzylinder (1) ausgebildeten Zylinder (1) in Funktionsverbindung ist.
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