DE102007017724A1 - Inhalator für pulverförmige Substanzen - Google Patents

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Abstract

Die Erfindung betrifft einen Inhalator (1) für pulverförmige Substanzen (33), insbesondere medizinische Substanzen, mit einer Substanzen-Vorratskammer (27) und einer Dosierkammer (34), welche als Querbohrung (35) eines Stabes (36) ausgebildet ist, der durch Betätigen einer Taste (4) zusammen mit dieser in eine Entleerungsstellung (E) verschiebbar ist und die Verschiebungs-Bereiche (V<SUB>1</SUB>, V<SUB>2</SUB>) von überfangenden Roll-Balgen (75, 85) verschlossen sind.

Description

  • Die Erfindung betrifft einen Inhalator für pulverförmige Substanzen, insbesondere medizinische Substanzen, mit einer Substanzen-Vorratskammer und einer eine bestimmte Menge davon aufnehmenden Dosierkammer, welche als Querbohrung eines Stabes ausgebildet ist, der durch Betätigen einer zum Gehäuse verschieblichen Taste zusammen mit dieser in eine Entleerungsstellung verschiebbar ist.
  • Ein Inhalator der in Rede stehenden Art ist aus der nicht vorveröffentlichten deutschen Patentanmeldung mit dem Aktenzeichen 10 2006 029 753 bekannt. Der Inhalt dieser Patentanmeldung wird hiermit vollinhaltlich in die Offenbarung vorliegender Erfindung mit einbezogen, auch zu dem Zwecke, Merkmale dieser Patentanmeldung in Ansprüche vorliegender Erfindung mit einzubeziehen.
  • Im Hinblick auf den vorbekannten Stand der Technik wird eine technische Problematik der Erfindung darin gesehen, einen Inhalator der in Rede stehenden Art hinsichtlich der Aufbewahrung und Ausgabe der Substanz in vorteilhafter Weise zu verbessern.
  • Diese Problematik ist zunächst und im Wesentlichen durch den Gegenstand des Anspruchs 1 gelöst, wobei darauf abgestellt ist, dass die Verschiebungs-Bereiche von überfangenden Roll-Balgen verschlossen sind. Zufolge dieser Ausgestaltung ist eine verbesserte Dichtigkeit gegen Feuchte erreicht. Der Inhalator ist zufolge der vorgesehenen Dichtungen geeignet bis hin zur sogenannten Klimazone 4, so weiter insbesondere für tropische und subtropische Regionen. Die bei der Betätigung des Inhalators relativ zueinander verlagerbaren, insbesondere entlang einer Inhalator-Körperachse schiebeverlagerbaren Abschnitte sind mit überfangenden, ab- bzw. aufrollenden Balgen, beispielsweise bestehend aus einem thermoplastischen Elastomer oder einem gummiartigen Mate rial, gegen die Umgebung abgedichtet. Entsprechend ist sichergestellt, dass die bevorratete, pulverförmige Substanz, insbesondere in Form von mikronisiertem Reinpulver keiner Luftfeuchte ausgesetzt wird und somit stets den geforderten Trockengrad beibehält, was für eine ordnungsgemäße Inhalation, weiter für eine exakte Portionierung der Substanz erforderlich ist.
  • Die Gegenstände der weiteren Ansprüche sind nachstehend in Bezug zu dem Gegenstand des Anspruchs 1 erläutert, können aber auch in ihrer unabhängigen Formulierung von Bedeutung sein.
  • So sind in einer bevorzugten Ausgestaltung des Inhalators mindestens zwei Abrolldichtungen (Roll-Balge) vorgesehen. So zunächst eine Abrolldichtung zwischen der zur Betätigung verschiebbaren Taste und dem die Taste führenden Inhalatorgehäuse. Darüber hinaus eine weitere Abrolldichtung zwischen dem über die Taste im Zuge des Inhaliervorganges schiebeverlagerbaren, die Dosierkammer aufweisenden Stab und dem Inhalatorgehäuse.
  • In einer weiter bevorzugten Ausgestaltung ist der dem Stab zugeordnete Roll-Balg zugleich der Deckel der Vorratskammer. Die Vorratskammer selbst besteht bevorzugt gleichfalls aus einem elastischen Material, so beispielsweise aus einem thermoplastischen Elastomer oder einem gummiartigen Material, was in Zusammenhang mit dem aus dem gleichen oder ähnlichen Material bestehenden Deckel (Roll-Balg) eine absolute Sicherheit gegen eindringende Feuchte, insbesondere Luftfeuchte in die, die Substanz aufbewahrende Vorratskammer bietet.
  • Der der Taste zugeordnete Roll-Balg ist derart ausgebildet und angeordnet, dass dieser in einen Spalt zwischen Taste und Inhalatorgehäuse einrollt. Zufolge dieser Anordnung ist auch der die Vorratskammer umgebende Gehäuseinnenraum vor Feuchte, insbesondere Luftfeuchte sicher geschützt. Wird der sich zwischen Vorratskammer und Gehäuse einstellende Bereich im Zuge der Tastenverlagerung als Druckraum für eine für die Substanzausgabe benötigte Druckluftströmung genutzt, so ist zufolge der vorgesehenen Abdichtung eine stets feuchtefreie Luftströmung sichergestellt. Einem Verkleben oder Verklumpen der pulverförmigen Substanz ist sicher entgegengewirkt.
  • Die Roll-Balge sind zufolge der gewählten Materialien elastisch ausgebildet; weisen entsprechend eine, wenn auch geringe, Rückstellfähigkeit auf. Darüber hinaus ist die Rückstellung der Roll-Balge zwangsgesteuert durch, die verschiebbaren Teile (Stab und Taste) zwangsrückverlagernde Elemente.
  • In einer bevorzugten Ausgestaltung des Erfindungsgegenstandes ist vorgesehen, dass der der Taste zugeordnete Roll-Balg mit seinem einen Endbereich den Rand des Gehäuses übergreift und mit einem mittleren, kappenförmigen Kopf den oberen Bereich der Taste überfängt. Es ist entsprechend ein in einer Grundstellung hutartiger Roll-Balg geschaffen, der den nach außen über das Inhalatorgehäuse überstehenden Abschnitt der Taste bevorzugt vollständig überdeckt und in sich aufnimmt, wobei unter Ausbildung einer umlaufenden Sicke, die in den Spalt zwischen Taste und Gehäuse eingreift, ein umlaufender Balgkragen ausgeformt ist, der zur Festlegung an dem zugeordneten, freien Gehäuserandabschnitt ausgeformt ist. Die Anbindung an den Gehäuserand und weiter bevorzugt auch die Anbindung des kappenförmigen Kopfes des Balges an der Taste erfolgt durch Formschluss. Auch eine bspw. Verklebung ist möglich. Durch Überfangen des unmittelbaren Tastenbereiches durch das elastische Material, beispielsweise bestehend aus einem thermoplastischen Elastomer, ist zugleich die Haptik des Inhalators günstig gestaltet.
  • Der dem Stab zugeordnete Roll-Balg, der zugleich den Deckel der Vorratskammer bildet, wirkt im Zuge der Inhalatorbetätigung und entsprechender Schiebeverlagerung des Stabes überschlagartig sich in die Vorratskammer ein wölbend. Hieraus resultiert bei weiterer seitlicher Beaufschlagung der Vorratskammerwand mittels über die Taste im Zuge des Inhaliervorganges einschwenkender Druckstücke eine dreidimensionale Verkleinerung der Vorratskammer. Die die Vorratskammerwand nach innen belastenden Druckstücke bewirken die Befüllung der in der Vorratskammer angeordneten Dosierkammer.
  • Auch ist in vorteilhafter Weise vorgesehen, dass die Taste in die Grundstellung federbelastet ist und dass der Stab gegen die Kraft eines weiteren Federelements von einer Befüllstellung in die Entleerungsstellung bringbar ist. Entsprechend sind Taste und Stab hinsichtlich ihrer zwangsgesteuerten Rückstellbewegung voneinander unabhängig, was weiter eine Entkopplung von Taste und Stab ermöglicht.
  • Die in der Entleerungsstellung abgeteilte und ausströmende Substanz durchtritt einen Luftströmungskanal des Gehäuses, welcher Luftströmungskanal endseitig einen Luftauslass zur Freigabe der Substanzwolke aufweist. Um diesen Luftströmungskanal gleichfalls gegen von außen eindringende Feuchte, insbesondere Luftfeuchte zu schützen, ist der Luftauslass in der Grundstellung ventilverschlossen. Somit ist der Gefahr eines Zusetzens des Luftströmungskanals, insbesondere durch Anhaften von Substanzpartikeln durch Verkleben entgegengewirkt. Der Luftauslass bzw. der Luftströmungskanal wird nur im Zuge des Ausblasen der Substanz geöffnet. Der entsprechend nach außen wirkende Luftstrom verhindert in der Ventiloffenstellung das Eindringen von Feuchte. Fällt der Luftstrom ab, verschließt das Ventil selbsttätig. Entsprechend ist das Ventil in Art eines Rückschlagventils druckgesteuert. In einer bevorzugten Ausgestaltung ist das Ventil ein Lippenventil, bestehend aus einem, beispielsweise einen Kreuzschnitt aufweisenden thermoplastischen Elastomerkörper.
  • Schließlich weist der Inhalator zur oralen Inhalation ein Mundstück bzw. zur nasalen Inhalation eine Nasentülle auf. Mundstück bzw. Nasentülle sind bei Nichtgebrauch des Inhalators von einer den Hohlraum verschließenden Kappe überfangen. Um eine gegebenenfalls im Zuge der Inhalation beim Umschließen des Mundstückes durch die Lippen bzw. beim Einführen der Nasentülle in eine Nasenöffnung in dem Hohlraum verbleibende Feuchte zu absorbieren, weist die Kappe einen in den Hohlraum des Mundstückes bzw. der Nasentülle eingreifenden, mit einem feuchteabsorbierenden Material versehenen Kernabschnitt auf.
  • Nachstehend ist die Erfindung anhand der beigefügten Zeichnung, welche lediglich ein Ausführungsbeispiel darstellt, näher erläutert. Es zeigt:
  • 1 den erfindungsgemäßen Inhalator in perspektivischer Darstellung;
  • 2 den Vertikalschnitt durch den Inhalator gemäß der Schnittebene II in 1, die unbelastete Grundstellung betreffend;
  • 3 die Vertikalschnittdarstellung gemäß 2 in Perspektive, nach Abnahme einer ein Mundstück überdeckenden Kappe;
  • 4 die Kappe in einer perspektivischen Einzeldarstellung;
  • 5 den Schnitt gemäß der Linie V-V in 4 durch die Kappe;
  • 6 eine perspektivische Teil-Explosionsdarstellung des Inhalators;
  • 7 eine perspektivische Explosionsdarstellung eines Halters mit einer zuzuordnenden Vorratskammer, Druckstücken, sowie einen Dosierkammern aufweisenden Stab und Rücksteil-Wendelfedern;
  • 8 eine perspektivische, partiell aufgebrochene Darstellung des unteren, das Mundstück aufweisenden Bereichs des Inhalators;
  • 9 eine der 2 entsprechende Schnittdarstellung, jedoch nach Abnahme einer Mundstück-Schutzkappe, eine erste Zwischenstellung im Zuge einer Betätigung des Inhalators betreffend, in welcher Dosierkammern mit der Substanz befüllt werden;
  • 10 eine Folgedarstellung der 9, nach weiterer Betätigungsverlagerung und erfolgender Substanzausgabe und
  • 11 eine der 8 entsprechende partiell aufgebrochene Perspektivdarstellung, bei erfolgender Substanzausgabe.
  • Dargestellt und beschrieben ist ein Inhalator 1, welcher als bequem mitführbares Taschengerät realisiert ist, mit einem zylindrischen Gehäuse 2, von welchem ein annähernd radial abragendes Mundstück 3 ausgeht. Die allgemeine Form des Inhalators 1 entspricht in wesentlichen Zügen derer der mit Aerosolkartuschen versehenen Inhalatoren. Entsprechend ist auch die Handlungsweise des Inhalators 1 übertragen und für den Benutzer sofort erkennbar.
  • So besitzt der Inhalator 1 eine die allgemeine Gehäuseachse x aufnehmende, quer zu dieser Achse x ausgerichtete und über das Gehäuse 2 vorstehende Betätigungstaste 4, der eine gehäusefußseitige Gegenfläche 5 gegenübersteht. Durch eine Verlagerung der Betätigungstaste 4 in Richtung auf die unterseitige Gegenfläche 5 entlang der Achse x wird eine Substanzausgabe erreicht.
  • Das Gehäuse 2 ist in Form eines hohlzylindrischen Körpers gebildet, mit im dargestellten Ausführungsbeispiel kreisrundem Grundriss. Auch andere von dieser kreisrunden Grundrissform abweichende Formen sind denkbar, so weiter beispielsweise ellipsenartige oder auch mehreckige.
  • Das kreiszylinderförmige Inhalator-Außengehäuse 6 ist fußseitig geschlossen durch einen Inhalatorboden 7, der die Gegenfläche 5 zur Betätigung des Inhalators 1 bildet. Zur diesem Boden 7 gegenüberliegenden Seite hin ist das Gehäuse 2 offen gestaltet.
  • Im fußseitigen Bereich des Gehäuses 2 wächst aus diesem etwa in radialer Ausrichtung, so weiter konkret im dargestellten Ausführungsbeispiel unter Einschluss eines spitzen Winkels von etwa 75 bis 80° zur Inhalatorachse x, das Mundstück 3 aus, welches im wesentlichen als Hohlzylinderkörper ausgebildet ist, mit einer mit Bezug zu der Ausrichtung des Mundstückes 3 nach axial außen weisenden Mündung. Ein im Übergangsbereich vom Gehäuse 2 in das Mundstück 3 angeordneter Mundstückboden 8 besitzt eine zentrale Öffnung 9.
  • Mit axialem Abstand zu dieser zentralen Bodenöffnung 9 sind in der Mundstückwandung entlang einer Umfangslinie gleichmäßig verteilt angeordnete Lufteinströmöffnungen 10 ausgeformt, zum Luftströmungsanschluss des der Bodenöffnung 9 zugeordneten Mundstückinnenraumes an die Umgebung.
  • Das Mundstück 3 ist bei Nichtgebrauch des Inhalators 1 durch eine Schraubkappe 11 überfangen. Hierzu ist das Mundstück 3 mantelaußenwandig mit einem Außengewinde 12 versehen, welches mit einem Innengewinde 13 der Kappe 11 zusammenwirkt. Der das Innengewinde 13 aufweisende Mantelabschnitt der Schraubkappe 11 überfängt in der Verschlussstellung die Lufteinströmöffnungen 10 des Mundstückes 3, wobei weiter die Stirnringfläche dieses Mantelabschnitts der Schraubkappe 11 anschlagbegrenzt unter Zwischenschaltung einer Ringdichtung 65 gegen einen Gehäuseabschnitt tritt.
  • Die Schraubkappe 11 weist einen in den Hohlraum 66 des Mundstückes 3 in der Kappenverschlussstellung eingreifenden Kernabschnitt 67 auf, dessen Durchmesser geringfügig kleiner gewählt ist als der Hohlraumdurchmesser. Die axiale Länge ist hierbei so gewählt, dass der Kernabschnitt 67 etwa auf Höhe der mundstückseitigen Lufteinströmöffnungen 10 endet.
  • Der Kernabschnitt 67 ist als Hohlkörper gebildet. Dieser ist mit einem feuchteabsorbierenden Material 68 befüllt. Während die umlaufende, das Material 68 umgebende Wandung des Kernabschnittes 67 geschlossen ausgebildet ist, ist die in Richtung auf den Mundstückboden 8 weisende stirnseitige Abdeckung 69 des Kernabschnitts 67 perforiert. Etwaige Feuchte in dem Mundstück 3 bzw. in dem Mundstück-Hohlraum 66 wird so sicher absorbiert.
  • Die in dem Mundstückboden 8 vorgesehene zentrale Öffnung 9 ist ventilverschlossen. Hierzu ist in dem Mundstückboden 8 ein Ventilkörper 70 aus einem thermoplastischen Elastomer befestigt, welches zur Ausbildung des Ventils 71 Ventillappen 72 aufweist. Diese wurzeln am Ventilkörper 70, wobei deren in den Hohlraum 66 des Mundstückes 3 weisenden Lippenspitzen zufolge der elastischen Einstellung in einer wie in 2 dargestellten Grundstellung dichtend aneinander liegen. Ein Öffnen des Ventils 71 ist nur druckgesteuert von der Lippeninnenseite her herbeiführbar. Das Ventil 71 wirkt entsprechend in Art eines Rückschlagventils.
  • Das Gehäuse 2 ist quer zur Gehäuseachse x unterteilt durch einen an der Gehäuseinnenwand auf Höhe des Überganges vom Gehäuse zum Mundstück 3 befestigten Träger 14. Es ergibt sich entsprechend ein mit Bezug zu dem Träger 14 oberer Gehäuseabschnitt und ein unterer, der Gegenfläche 5 zugeordneter Abschnitt, welch letzterer zentral durchsetzt ist von einem sich in Achsrichtung erstreckenden Führungsrohr 15. In dem hierdurch geschaffenen Ringraum im unteren Gehäuseabschnitt ist ein feuchteabsorbierendes Material 16 aufgenommen. Des weiteren steht dieser Ringraum 17 über eine Nachströmöffnung 18, welche im Bereich des Mundstückbodens 8 ausgebildet ist, mit dem Zylinderinnenraum des Mundstückes 3 und über die Lufteinströmöffnungen 10 mit der Umgebung in Verbindung.
  • Der scheibenförmige, massive Träger 14 besitzt eine zentrale Aufnahme 19, in die ein aus einem thermoplastischen Material bestehendes Dichtelement 20 eingesetzt ist. Dieses Dichtelement 20 sitzt stopfenartig in der Aufnahme 19.
  • Das Dichtelement 20 ist mit einem im wesentlichen geradlinig quer zur Achse x ausgerichteten Luftströmungskanal 21 versehen, der beidseitig, den Träger 14 jeweils durchsetzend, weitergeführt ist. So erstreckt sich der Luftströmungskanal 21 einerseits des Dichtelements 20 den Träger 14 durchsetzend bis hin zu der mit dem Ventil 71 versehenen zentralen Öffnung 9 des Mundstückbodens 8, zur Bildung eines Luftauslasses 22. In entgegengesetzter Richtung mit Bezug zum Dichtelement 20 setzt sich der Luftströmungskanal 21 unter Erweiterung seines Querschnittes hin zum durch den Träger 14 abgetrennten oberen Gehäuseabschnitt fort. Die entsprechende Kanalmündung 23 ist auf der dem oberen Gehäuseabschnitt zugewandten Breitfläche des Trägers 14 ausgebildet, wobei weiter diese Kanalmündung 23 von einem Filterelement 24 überdeckt ist.
  • Der Luftströmungskanal 21 ist somit unterteilt in einen mundstückseitigen Kanalabschnitt und einen gehäuseseitigen Abschnitt. In letzterem ist die filterüberdeckte Kanalmündung 23 ausgeformt. Weiter ist in diesem Abschnitt eine der Kanalmündung 23 gegenüberliegende Nachströmöffnung 25 angeordnet, die eine Verbindung zwischen dem gehäuseseitigen Abschnitt des Luftströmungskanals 21 und dem unterseitig des Trägers 14 ausgeformten Ringraum 17 bildet. Diese Nachströmöffnung 25 ist überfangen von einem Lufteinlassventil 26, welches so geschaltet ist, dass die Nachströmöffnung 25 nur bei einer Luftströmung vom Ringraum 17 durch den Luftströmungskanal 21 in Richtung auf den oberen Gehäuseabschnitt geöffnet wird. In entgegengesetzter Luftströmungsrichtung verschließt das Ventil 26 diese Nachströmöffnung 25.
  • Der Luftströmungskanal 21 insbesondere im Bereich des Dichtelements 20 und des dem Mundstück 3 zugewandten Abschnitts ist wesentlich kleiner bemessen als der freie Querschnitt des Mundstückes 3. So entspricht der freie Innenraumdurchmesser des Mundstückes 3 etwa dem Zehn- bis Dreißigfachen des Durchmessers des Luftströmungskanals 21, welch letzterer insbesondere ausgehend von dem Dichtelement 20 in Richtung auf die mundstückseitige Öffnung 9 im Bereich eines schräg abwärts verlaufenden Abschnitts sich hin verjüngend ausgebildet sein kann, zur Ausformung eines düsenartigen Kanals.
  • Das Dichtelement 20 geht einstückig, materialeinheitlich über in eine dem oberen Gehäuseabschnitt zugewandte, trichterförmige Vorratskammer 27, mit sich nach oben, das heißt in Richtung auf die stirnseitige Gehäuseöffnung hin sich erweiterndem Querschnitt. Die Vorratskammerwand 28 besteht entsprechend auch aus einem thermoplastischen Elastomer oder einem anderen gummiartigen Werkstoff.
  • Der sich zunächst trichtertartig erweiternde Abschnitt der Vorratskammer 27 endet in einem konzentrisch zur Achse x ausgerichteten Kammerwandungsabschnitt, der im Bereich des nach oben weisenden freien Randes in einem radial nach außen abragenden Kragen 73 endet. Dieser Kragen 73 stützt sich ab auf einem quer zur Inhalatorachse x ausgerichteten Halter 29, der über seitlich der Vorratskammer 27 sich erstreckende, gegenüberliegend zueinander angeordnete Stützen 30 an dem das untere Ende der Vorratskammer 27 fassenden Träger 14 befestigt ist. Entsprechend ist der axiale Abstand der Vorratskammerenden zueinander fixiert.
  • Auf dem Ringkragen 73 liegt ein Festlegungskragen 74 eines als Abrolldichtung ausgeformten Roll-Balges 75 auf. Dieser ist im Querschnitt gemäß der Darstellung in 2 bei konzentrischer Anordnung zur Achse x hutartig geformt unter Zwischenschaltung einer Sicke im Übergang zum Festlegungskragen 74, wobei der Sickenboden in der Grundstellung gemäß 2 unterhalb des Festlegungskragens 74 und die Balgdecke 76 in dieser Grundstellung quer zur Achse x ausgerichtet oberhalb des Festlegungskragens 74 angeordnet ist. Der Roll-Balg 75 formt entsprechend zugleich einen Deckel 77 der Vorratskammer 27 aus.
  • Der Radialkragen 73 der Vorratskammerwandung 28 und der Festlegungskragen 74 des Roll-Balges 75 sind gefasst zwischen dem Halter 29 und einem an dem Halter 29 rastfestgelegten Haltering 31, der einen auf dem Festlegungskragen 74 aufliegenden Ringabschnitt 78 besitzt. Dieser geht über in einen sich in Richtung auf die Taste 4 aufstellenden Kegelstumpfabschnitt 79, der endseitig einen mit einer Durchsetzungsöffnung 80 versehenen Abstützboden 81 trägt.
  • In der Vorratskammer 27 ist eine mikronisierte pulverförmige Substanz 33 aufbewahrt, welche mittels des vorgeschlagenen Geräts in portionierter Ausgabe inhaliert werden soll.
  • Zur portionierten Ausgabe der Substanz 33 sind Dosierkammern 34 vorgesehen, so in der dargestellten ersten Ausführungsform deren drei. Die Größe einer jeden Dosierkammer 34 definiert die jeweils auszutragende Substanzmenge.
  • Die Dosierkammern 34 sind als Querbohrungen 35 eines als Flachstab gebildeten, zentral sich entlang der Achse x erstreckenden Stabes 36 ausgebildet. Die Querbohrungen 35 durchsetzen hierbei die Breitseitenwandflächen des Flachstabes 36, wobei weiter dieser im Querschnitt ein Breiten-/Längenverhältnis von 1:5 bis 1:20 aufweist. In dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist eine Flachstabstärke von etwa 0,5 mm gewählt, bei einer quer hierzu gemessenen Länge von etwa 3 bis 3,5 mm. Die Querbohrungen 35 sind in ihrem Durchmesser so gewählt, dass je hierdurch gebildete Dosierkammer 34 eine Substanzmenge von 0,05 mg bis 0,1 mg aufnimmt.
  • Der Stab 36 mit den Dosierkammern 34 durchsetzt die Vorratskammer 27 zentral in Erstreckungsrichtung der Achse x. Fußseitig der Vorratskammer 27 durchsetzt der Stab 36 weiter das Dichtelement 20 unter Querung des in diesem ausgeformten Luftströmungskanals 21, zufolge dieser Ausgestaltung mittels des Stabes 36 ein Verschluss des Luftströmungskanals 21 zunächst erreicht ist.
  • In hierzu entgegengesetzter Richtung erstreckt sich der Stab 36 bis zur Vorratskammerdecke, die Kammer selbst nicht verlassend. Hierzu ist im Bereich der Balgdecke 76 zentral ein Mitnahmeelement 82, bevorzugt aus einem Hartkunststoffmaterial, dichtend die Balgdecke 76 durchsetzend mit dem Balgmaterial verbunden. Kammerinnenseitig formt das Mitnahmeelement 82 eine im Querschnitt V-förmige Aufnahme 83 für das zugeordnete Ende des Stabes 36 aus. Zur dem Stab 36 abgewandten Seite hin ist das Mitnahmeelement 82 mit einem konzentrisch zur Achse x ausgerichteten, sich in Richtung auf die Taste 4 erstreckenden Stift 84 versehen. Der die Aufnahme 83 aufweisende Mitnahmeelement-Abschnitt ist gegenüber dem Stift 84 durchmesservergrößert, weiter mit einem Durchmesser versehen, der im wesentlichen dem Innendurchmesser der Durchsetzungsöffnung 80 entspricht, durch welche Durchsetzungsöffnung 80 der Stift 84 tritt.
  • Das Dichtelement 20 im fußseitigen Bereich der Vorratskammer 27 wirkt abstreifend auf die Oberflächen des Stabes 36 ein, unter gleichzeitiger Abdichtung der Durchsetzungszonen.
  • Die in Längserstreckung des Stabes 36 gleichmäßig zueinander beabstandeten, hintereinander angeordneten Dosierkammern 34 sind in einer Grundstellung des Inhalators 1 gemäß der Darstellung in 1 im unteren Drittel der Vorratskammer 27 positioniert, umschlossen von der bevorrateten Substanz 33.
  • Der Abstand der Dosierkammern 34 zueinander entspricht im wesentlichen etwa dem Durchmesser einer eine Dosierkammer 34 ausformenden Querbohrung 35.
  • Der nach oben über die Vorratskammer 27 hinaus ragende Stift 84 des Mitnahmeelements 82 greift in einen hülsenartigen, zentral unterseitig der Betätigungstaste 4 angeformten Schleppvorsprung 39 ein. Dieser ist durchmessermäßig angepasst zum Durchtritt durch die Durchsetzungsöffnung 80 und zur Beaufschlagung des radial erweiterten Abschnitts des Mitnahmeelements 82, wobei in einer Grundstellung gemäß 2 das nach unten weisende freie Ende des Schleppvorsprunges 39 etwa um die Länge des Stiftes 84 axial beabstandet ist zur Mitnahmefläche des Mitnahmeelements 82. Hieraus ergibt sich ein Leerhub im Zuge der Tastenbetätigung.
  • Die im wesentlichen sich quer zur Inhalatorachse x erstreckende Betätigungstaste 4 geht über in einen konzentrisch zur Achse x ausgeformten zylinderartigen Abschnitt mit einer topfförmigen Wandung 41, die mit ihrer Öffnung nach unten weisend in das Gehäuse 2 eintaucht. Der Außendurchmesser der Wandung 41 ist entsprechend an den Innendurchmesser des Gehäuse-Zylinderabschnittes 6 angepasst. Die Betätigungstaste 4 ist mit ihrer Wandung 41 unter Führung durch den Zylinderabschnitt 6 in das Gehäuse 2 einschiebbar, dies bei Anschlagbegrenzung in den jeweiligen Endstellungen.
  • Zur Realisierung dieser Anschlagbegrenzung kann der Gehäuse-Zylinderabschnitt 6 im Bereich seines freien Randabschnittes zwei diametral gegenüberliegende, radial nach innen weisende Führungsnasen aufweisen, die in achsparallele Nuten im Bereich des Außenmantels der Wandung 41 eingreifen. Hierdurch ist dann auch eine Verdrehsicherung zwischen Gehäuse 2 und Betätigungstaste 4 erreicht.
  • Im Bereich des in das Gehäuse 23 einragenden freien Endes der Betätigungstastenwandung 41 ist mantelaußenwandig eine Ringnut 44 vorgesehen, zur Aufnahme eines aus einem Elastomermaterial bestehenden Kolbenringes 45, der zur Abdichtung gegen die Innenwandung des Gehäuse-Zylinderabschnittes 6 tritt.
  • Die Betätigungstastengrundstellung gemäß der Darstellung in 1 ist unterstützt durch eine unterseitig auf die Betätigungstaste 4 einwirkende Rückstell-Wendelfeder 46, die den Stift 84 sowie den Schleppvorsprung 39 der Betätigungstaste 4 umgebend anderendig sich auf dem die Durchsetzöffnung 80 umgebenden Boden 81 abstützt.
  • Der Verschiebungs-Bereich V1 zwischen dem Stab 36 bzw. dem Mitnahmeelement 82 relativ zum Gehäuse 2 ist verschlossen durch den Roll-Balg 75. Der weitere Verschiebungs-Bereich V2 zwischen der Betätigungstaste 4 und dem Gehäuse 2 ist verschlossen durch einen weiteren Roll-Balg 85, der auch bevorzugt aus einem thermoplastischen Elastomer oder einem anderen gummiartigen Material besteht. Der Roll-Balg 85 besitzt einen zentralen, kappenförmigen Kopf 86, der den in der Grundstellung gemäß 2 über das Gehäuse 2 hinausragenden Bereich der Betätigungstaste 4 sowie deren topfförmige Wan dung 41 vollständig umschließt, so weiter auch die oberseitig ausgeformte Tastfläche.
  • Im Bereich der topfförmigen Wandung 41 ist ein Formschluss zwischen dem Roll-Balg 85 und der Betätigungstaste 4 erreicht, wozu zwei axial zueinander beabstandete radial nach innen weisende, ringförmige Vorsprünge 87 des Balgmaterials in entsprechend vorgesehene Ringnuten 88 der Wandung 41 eingreifen.
  • Kappenrandseitig geht der Roll-Balg 85 über in einen radial nach außen abragenden, kragenartigen Festlegungsabschnitt 89. Der greift stirnrandseitig in eine vorgesehene Aufnahmenut des Inhalator-Außengehäuses 6 ein. Gefesselt ist der Festlegungsabschnitt 89 an dem Außengehäuse 6 über eine, den Festlegungsabschnitt 89 und den offenen Endbereich des Außengehäuses 6 überfangende Manschette 90. Diese ist wandungsaußenseitig an dem Gehäuse 6 verrastet und mit einer zentralen Durchtrittsöffnung 91 für die Handhabe 4 versehen.
  • Zwischen der Mantelwand des Kappenkopfes 86 und dem endseitigen Festlegungsabschnitt 89 formt der Roll-Balg 85 eine umlaufende Sicke 92. Diese taucht in einen zwischen der Betätigungstaste 4 und der Innenwandung des Inhalator-Außengehäuses 6 belassenen Spalt Sp ein. Die Betätigungstaste 4 ist hierzu im Bereich der topfförmigen Wandung 41 gegenüber dem den Kolbenring 45 tragenden Bereich im Außendurchmesser reduziert.
  • In den Verlagerungsweg der Betätigungstasten-Wandung 41 treten keilförmige Ausrückvorsprünge 47 mit nach oben weisenden Auflaufschrägen 61 zweier diametral sich gegenüberliegender, im fußseitigen freien Endbereich nach radial innen ragende Druckstücke 48 tragender Arme 49. Diese mit den Druckstücken 48 versehenen Arme 49 sind mit Bezug auf einen Grundriss um 90° versetzt zu den den Halter 29 tragenden Stützen 30 positioniert; weiter an diesen über einen im Grundriss kreisringförmigen Träger an dem Halter 2 befestigt. Die Arme 49 sowie die nach radial innen weisenden Stoßflächen 50 der Backen 60 formenden Druckstücke 48 erstrecken sich in einem Grundriss bzw. in einem Querschnitt durch den Inhalator 1 parallel beabstandet zu einer Breitseitenfläche des Stabes 36. Entsprechend sind die Stoßflächen 50 den Breitseitenflächen des Stabes 36 zugewandt positioniert, wobei weiter die Stoßflächen 50 jeweils eben ausgebildet sind.
  • Insbesondere die Arme 49, weiter insbesondere die Anlenkungsbereiche 51 an den kreisringförmigen Träger sind hinsichtlich der Materialwahl und/oder hinsichtlich der Materialstärke so gewählt, dass um die Anlenkungsbereiche 51 ein radiales Einschwenken in Richtung auf die Achse x zugelassen ist. Die Federeigenschaften des gewählten Kunststoffmaterials werden genutzt zur selbsttätigen Rückstellung der Arme 49 in die Ursprungsstellung.
  • Die in axialer Richtung gemessene Länge der Arme 49 ist so gewählt, dass die endseitig vorgesehenen Druckstücke 48 sich etwa auf Höhe des unteren Drittels der Vorratskammer 27 erstrecken.
  • Der Stab 36 ist gegen die Aufnahme 83 des Mitnahmeelements 82 federbelastet, dies über eine Wendel-Druckfeder 93, die bei koaxialer Anordnung zur Achse x in dieselbe Richtung wirkt wie die Rückstell-Wendelfeder 86, die die Betätigungstaste 4 belastet. Diese Druckfeder 93 ist in dem Führungsrohr 15 aufgenommen und wirkt über ein kolbenartiges Druckteil 94 auf das dem Mitnahmeelement 82 abgewandte Ende des Stabes 36 ein. Das Druckteil 94 ist in dem Führungsrohr 15 verkippsicher schiebegelagert und insbesondere in die Feder-Rückstellrichtung anschlagbegrenzt.
  • Die Funktionsweise des Inhalators 1 ist wie folgt:
    Durch Druck (dargestellt durch den Pfeil P) auf die Betätigungstaste 4 wird diese entlang der Achse x schiebeverlagert in das Gehäuse 2 abgesenkt, dies unter Abrollen des den Verschiebebereich V2 verschließenden Roll-Balgs 85 in dem Spalt Sp. Gehäuse 2 und bedingt durch die Abdichtung über den Kolbenring 45 die topfartige Betätigungstaste 4 bilden einen Druckluftzylinder D, in welchem im Zuge der Absenkung der Betätigungstaste 4 ein Luftüberdruck aufgebaut wird. Die innenliegende Unterseite der Betätigungstaste 4 formt hierbei die Kolbenfläche.
  • Zudem werden im Zuge der Abwärtsbewegung der Betätigungstaste 4 über die mit einer entsprechenden Fase versehenen Stirnrandkante der Wandung 41 die Ausrückvorsprünge 47 beaufschlagt, was unter weiterer Absenkung der Taste 4 zu einem Einschwenken der Arme 49 um die Anlenkbereiche 51 führt. Infolge dessen schwenken die Druckstücke 48 um einen Radius zu den Anlenkbereichen 51 nach radial innen unter Einwölbung der Vorratskammerwand 28 bis in die Befüllungsstellung B gemäß der Darstellung in 9, in welcher die Stoßflächen 50 in Parallelausrichtung zueinander und zu den Breitseitenflächen des Stabes 36 gelangen, in welcher Stellung unter Zwischenlage der jeweiligen Vorratskammerwandabschnitte Substanzportionen in die Dosierkammern 34 eingedrückt sind. Die in der Grundstellung des Inhalators 1 beidseitig der Dosierkammeröffnungen vorliegende Substanz wird mittels der Vorratskammerwand 28 und der auf diese einwirkenden Druckstücke 48 in die Querbohrungen 35 gedrängt, wonach insbesondere bei einer mikronisierten Pulversubstanz eine Selbsthaltung in den Dosierkammern 34 gegeben ist.
  • Die Einwölbung der Vorratskammerwand 28 zum Eindrücken der Substanz in die Dosierkammern 34 wird unterstützt durch den sich im Zuge dieses Vorgangs aufbauenden Luftüberdruckes in dem Druckluftzylinder D.
  • Bis zur vollständigen Befüllung der Dosierkammern 34 verharrt der Stab 36 in seiner Grundstellung, dies bedingt durch den vorgesehenen Leerhub zwischen Schleppvorsprung 39 und Mitnahmeelement 82. Erst nach dieser Dosierkammerbefüllung tritt die freie Stirnkante des Schleppvorsprungs 39 gegen das Mitnahmeelement 82, zur Mitschleppung des Stabes 36 bei weiterer Abwärtsverlagerung der Betätigungstaste 4 entgegen der Kraft der Druckfeder 93.
  • Im Zuge dieser Stababwärtsverlagerung nach Dosierkammerbefüllung stülpt der den Verschiebungs-Bereich V1 verschließende Roll-Balg 75 um in eine in die Vorratskammer 27 einwölbende Stellung (siehe 10), was im Zusammenhang mit den die Vorratskammerwand 28 belastenden Druckstücken 48 zu einer dreidimensionalen Verkleinerung der Vorratskammer 27 führt. Zudem treten die befüllten Dosierkammern 34 nacheinander in Überdeckung zu dem Luftströmungskanal 21, der bis dahin durch den geschlossenen, massiven Endabschnitt des Stabes 36 schieberartig verschlossen ist, was den Druckaufbau ermöglicht. Erreicht eine Dosierkammer 34 den Luftströmungskanal 21 (Entleerungsstellung E), so wird das so geschaffene Ventil kurzzeitig geöffnet. Die die Dosierkammer 34 ausformende Querbohrung 35 wird Teil des Luftströmungskanals 21. Der aufgebaute Luftüberdruck bewirkt ein schlagartiges Ausblasen der portionierten Substanz aus der Dosierkammer zum Eindüsen dieser Portion über den Luftauslass 22, das Ventil 71 öffnend, in das Mundstück 3, welch letzteres bei einer Betätigung des Inhalators 1 von Lippen umschlossen ist derart, dass die Lufteinströmöffnungen 10 nicht überdeckt werden. Durch Einatmen wird über diese Lufteinströmöffnungen 10 Umgebungsluft angesaugt, die mit der eingedüsten portionierten Substanzwolke angereichert wird.
  • Entsprechend der in dem Ausführungsbeispiel dargestellten Anordnung von drei hintereinander vorgesehenen Dosierkammern 34 erfolgt in Abhängigkeit von der Geschwindigkeit der Abwärtsverlagerung der Betätigungstaste 4 ein sehr schnelles, jeweils kurzzeitiges druckluftunterstütztes Ausstoßen der Substanzportionen.
  • Die in Abwärtsverlagerungsrichtung betrachtete Endstellung der Betätigungstaste 4 ist gleichfalls anschlagbegrenzt.
  • Durch Aufhebung der Druckbeaufschlagung der Betätigungstaste 4 stellt sich diese samt dem verlagerten Stab 36 bedingt durch die aufgebaute Federkraft der Tasten-Rückstellfeder 46 und Stab-Druckfeder 93 selbsttätig in die Grundstellung zurück. Dies unter Freigabe der die Druckstücke 48 aufweisenden Arme 49, die entsprechend auch aufgrund der Federcharakteristik des gewählten Materials in ihre Ursprungsstellung zurück verschwenken.
  • Im Zuge der Rückverlagerung der Betätigungstaste 4 und der damit einhergehenden Vergrößerung des Volumens des Druckluftzylinders D wird Luft nachgesaugt. Dies über die Nachströmöffnungen 18 und 25 unter Durchströmen des feuchteabsorbierenden Materials 16 bei entsprechender Öffnung des Lufteinlassventils 26.
  • Bedingt durch die trichterförmige Ausgestaltung der Vorratskammer 7 rutscht Substanzmaterial nach Aufheben der äußeren Belastung auf die Vorratskammerwand 28 mittels der Druckstücke 48 selbsttätig nach, wobei weiter durch die Beeinflussung der Vorratskammerwand 28 durch Einwölbung ein solches Substanznachrücken durch Walken unterstützt wird.
  • Die Balge 75 und 85 können aufgrund ihrer elastischen Eigenschaften die Rückstellwirkung der Taste 4 bzw. des Stabes 36 unterstützen. Durch die hierzu im Vergleich hohen Kräfte der Federn 46 und 93 stellt sich jedoch vielmehr eine Zwangsrückstellung der Balge 75 und 85 ein.
  • Mit Ausnahme der Dichteigenschaften aufweisenden Elemente und der Vorratskammer 27, gegebenenfalls auch mit Ausnahme des eine Federcharakteristik aufweisenden Bauteils mit Armen 49 und Druckstücken 48 ist der Inhalator 1, insbesondere das Gehäuse und die Betätigungstaste 4 mit der Wandung 41 sowie der Halter 29 mit dem Träger 14, aus einem Kunststoffmaterial, weiter insbesondere aus einem Hartkunststoffmaterial, gefertigt. Auch der Stab 36 kann aus einem solchen Hartkunststoffmaterial bestehen. Bevorzugt wird diesbezüglich jedoch ein Stab 36 aus einem Metallwerkstoff.
  • Darüber hinaus ist der zur Oralbehandlung ausgeformte Inhalator 1 auch in einer Ausführung zur nasalen Inhalation denkbar.
  • Der Inhalator kann verschiedene Arzneimittel und/oder bioaktive Substanzen zur Inhalation enthalten.
  • Als bioaktive Substanz kann ein beliebiger therapeutischer oder diagnostischer Wirkstoff gewählt werden, beispielsweise aus der Gruppe der Antiallergika, Bronchodilatatoren, Bronchokonstriktoren, Lungensurfaktantien, Analgetika, Antibiotika, Leukotrieninhibitoren oder -antagonisten, Anticholinergika, Mastzelleninhibitoren, Antihistaminika, Antiphlogistika, Antineoplastika, Anästhetika, Antituberkulotika, Kontrastmittel, kardiovaskuläre Wirkstoffe, Enzyme, Steroide, genetisches Material, Virenvektoren, Gegenstrang-Reagenzien, Proteine oder Peptide sowie Kombinationen dieser Substanzen.
  • Beispiele für spezifische Arzneimittel, mit denen der Inhalator gemäß Patentbeschreibung befüllt werden kann, sind u. a. Mometason, Ipratropiumbromid, Tiotropium und dessen Salze, Salmeterol, Fluticasonpropionat, Beclomethasondipropionat, Reproterol, Clenbuterol, Rofleponid und dessen Salze, Nedocromil, Natriumcromoglykat, Flunisolid, Budesonid, Formoterolfumaratdihydrat, Symbicort® (Budesonid und Formoterol), Terbutalin, Terbutalinsulfat, Salbu tamolbase und -sulfat, Fenoterol, 3-[2-(4-Hydroxy-2-oxo-3H-1,3-benzothiazol-7-yl)ethylamin]-N-[2-[2-(4-methylphenyl)ethoxy]ethyl]propansulfonamid, Hydrochlorid. Alle vorgenannten Verbindungen können in freier Grundform oder als pharmazeutische Salze gemäß pharmazeutischer Praxis vorliegen.
  • Es können auch Arzneimittelkombinationen eingesetzt werden, so beispielsweise Formoterol/Budesonid; Formoterol/Fluticason; Formoterol/Mometason; Salmeterol/Fluticason; Formoterol/Tiotropiumsalze; Zafirlukast/Formoterol, Zafirlukast/Budesonid; Montelukast/Formoterol; Montelukast/Budesonid; Loratadin/Montelukast und Loratadin/Zafirlukast.
  • Weitere mögliche Kombinationen sind u. a. Tiotropium und Fluticason, Tiotropium und Budesonid, Tiotropium und Mometason, Mometason und Salmeterol, Formoterol und Rofleponid, Salmeterol und Budesonid, Salmeterol und Rofleponid sowie Tiotropium und Rofleponid.
  • Alle offenbarten Merkmale sind (für sich) erfindungswesentlich. In die Offenbarung der Anmeldung wird hiermit auch der Offenbarungsinhalt der zugehörigen/beigefügten Prioritätsunterlagen (Abschrift der Voranmeldung) vollinhaltlich mit einbezogen, auch zu dem Zweck, Merkmale dieser Unterlagen in Ansprüche vorliegender Anmeldung mit aufzunehmen.
  • ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
  • Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
  • Zitierte Patentliteratur
    • - DE 102006029753 [0002]

Claims (10)

  1. Inhalator (1) für pulverförmige Substanzen (33), insbesondere medizinische Substanzen, mit einer Substanzen-Vorratskammer (27) und einer eine bestimmte Menge davon aufnehmenden Dosierkammer (34), welche als Querbohrung (35) eines Stabes (36) ausgebildet ist, der durch Betätigen einer zum Gehäuse (2) verschieblichen Taste (4) zusammen mit dieser in eine Entleerungsstellung (E) verschiebbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Verschiebungs-Bereiche (V1, V2) von überfangenden Roll-Balgen (75, 85) verschlossen sind.
  2. Inhalator nach Anspruch 1 oder insbesondere danach, dadurch gekennzeichnet, dass der dem Stab (36) zugeordnete Roll-Balg (75) der Deckel (77) der Vorratskammer (27) ist.
  3. Inhalator nach einem oder mehreren der vorangehenden Ansprüche oder insbesondere danach, dadurch gekennzeichnet, dass der der Taste (4) zugeordnete Roll-Balg (85) in einen Spalt (Sp) zwischen Taste (4) und Gehäuse (2) einrollt.
  4. Inhalator nach einem oder mehreren der vorangehenden Ansprüche oder insbesondere danach, dadurch gekennzeichnet, dass der der Taste (4) zugeordnete Roll-Balg (85) mit seinem einen Endbereich den Rand des Gehäuses (2) übergreift und mit einem mittleren, kappenförmigen Kopf (86) den oberen Bereich der Taste (4) überfängt.
  5. Inhalator nach einem oder mehreren der vorangehenden Ansprüche oder insbesondere danach, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorratskammer (27) im Zuge einer Inhalatorbetätigung dreidimensional verkleinert wird.
  6. Inhalator nach einem oder mehreren der vorangehenden Ansprüche oder insbesondere danach, dadurch gekennzeichnet, dass die Taste (4) in die Grundstellung federbelastet ist und dass der Stab (36) gegen die Kraft eines weiteren Federelements von einer Befüllstellung (B) in die Entleerungsstellung (E) bringbar ist.
  7. Inhalator nach einem oder mehreren der vorangehenden Ansprüche oder insbesondere danach, dadurch gekennzeichnet, dass die abgeteilte Substanz (33) in der Entleerungsstellung (E) einen Luftströmungskanal (21) durchsetzt und das endseitig des Luftströmungskanals (21) ein Luftauslass (22) vorgesehen ist, der in einer Grundstellung ventilverschlossen ist.
  8. Inhalator nach einem oder mehreren der vorangehenden Ansprüche oder insbesondere danach, dadurch gekennzeichnet, dass das Ventil (71) im Luftauslass (22) druckgesteuert ist.
  9. Inhalator nach einem oder mehreren der vorangehenden Ansprüche oder insbesondere danach, dadurch gekennzeichnet, dass das Ventil (71) ein Lippenventil ist.
  10. Inhalator nach einem oder mehreren der vorangehenden Ansprüche oder insbesondere danach, dadurch gekennzeichnet, dass der Inhalator (1) zur oralen Inhalation ein Mundstück (3) bzw. zur nasalen Inhalation eine Nasentülle aufweist, welches Mundstück (3) bzw. welche Nasentülle bei Nichtgebrauch des Inhalators (1) von einer Kappe (11) überfangen ist, die einen, in den Hohlraum (66) des Mundstücks (3) bzw. der Nasentülle eingreifenden, mit einem feuchteabsorbierenden Material (68) versehenen Kernabschnitt (67) aufweist.
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