DE102008022019B3 - Schließvorrichtung für eine Tür - Google Patents

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Abstract

Die Erfindung betrifft eine Schließvorrichtung (10) für eine Tür oder Schublade, insbesondere eine druckfeste Verriegelung einer Tür an einem Rahmen. Diese Schließvorrichtung umfasst eine Betätigungseinrichtung für ein Sperrelement (15) sowie eine zusätzliche weitere Sperreinrichtung. Mit dieser Sperreinrichtung wird ein am Türrahmen festgelegter Dorn (30) in einer Buchse (18) der Schließvorrichtung gehalten oder frei gegeben. Die Freigabe des Dorns (30) wird durch das Sperrelement (15) in seiner Entriegelungsposition bewirkt. In diesem Fall verschwenkt das Sperrelement ein an der Grundplatte (19) gelagerte Wippe (20), wodurch die Kupplung zwischen dem Dorn (30) und der Buchse (18) aufgehoben wird. In der Verriegelungsposition des Sperrelements (15) schwenkt die Wippe aufgrund der Kraft einer Feder (50) zurück und die Freigabe des in der Buchse (18) eingefahrenen Dorns (30) ist blockiert, (Fig. 3).

Description

  • Die Erfindung betrifft eine Schließvorrichtung für eine Tür, insbesondere eine druckfeste Verriegelung einer Tür an einem Rahmen.
  • Bekannt sind druckfeste Verriegelungen für Türen von Schaltzellen. Diese sind erforderlich, um den, durch beispielsweise einen Kurzschluss, entstehenden Überdruck auf die Tür einer Schaltzelle wirksam abzufangen und damit Personen und Anlagen zu schützen. Bei derartigen Zellen werden die Türen durch Riegel gegen die Wirkung von Druckanstiegen gesichert. Diese Riegel sind sowohl an der Schließseite als auch an der Scharnierseite der Tür eingesetzt und werden unabhängig vom Schloss betätigt. Es besteht somit die Gefahr, dass dieses gesonderte Verschließen der Riegel vergessen werden kann.
  • Eine automatische Doppelverriegelung zeigt DE 38 18 271 A1 , nämlich eine Schließeinrichtung für eine Tür mit zwei Riegeln. Beide Riegel sind linear verschiebbar in einem Schlossgehäuse angeordnet und verriegeln sich nach Zuschlagen der Tür automatisch. Eine solche Schließeinrichtung dient nicht der druckfesten Verriegelungen von Türen.
  • Das Dokument DE 10 2006 007 691 B3 zeigt eine Schließvorrichtung mit einem an der Tür festgelegten Dorn, der in eine Aufnahme einer Verriegelungseinheit an der Möbelwand eingreifen kann und dort über einen Sperrstift verriegelt wird. Dieser Sperrstift ist elektromotorisch aus der Sperrstellung in die Offenstellung bewegbar. Eine solche Konstruktion ist aufwendig und führt zu einem relativ groß dimensionierten Schlossgehäuse. Das Dokument US 5 098 141 A zeigt ebenfalls eine Sperreinrichtung mit einem in eine Buchse eingreifenden Dorn und Mitteln zu deren Kupplung. In diesem Fall erfolgt die Entkupplung per Hand durch Betätigung eines wippenförmigen Griffteils. Eine weitere Sperreinrichtung ist nicht gezeigt.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine einfache Schließvorrichtung für eine Tür vorzuschlagen, die eine hohe Sicherheit gewährt und für eine druckfeste Verriegelung einer Tür eingesetzt werden kann.
  • Diese Aufgabe wird mit einer Schließvorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Bei der erfindungsgemäßen Schließvorrichtung werden die Verriegelung und Entriegelung der Tür und die druckfeste Sicherung der verschlossenen Tür kombiniert. Dies bedeutet, dass bei geschlossener Tür einerseits das Verriegeln der Tür mittels eines Sperrelements erfolgt und gleichzeitig eine Kupplung zwischen einem am Rahmen der Tür festgelegten Dorn und einer an der Tür vorgesehenen Buchse hergestellt wird, die eine zusätzliche Sicherung gewährleistet. Bei der Entriegelung der Tür wird das Sperrelement entriegelt und durch diese Entriegelung auch die Kupplung zwischen dem Dorn und der Buchse aufgehoben, so dass die Tür geöffnet werden kann.
  • Zur Verriegelung und Entriegelung wird eine bekannte mechanische, elektronische oder elektromagnetische Betätigungseinrichtung vorgesehen. Als mechanische Betätigungseinrichtung für ein Sperrelement kommen ein Schließzylinder, ein Druckknopf, ein Drehknauf oder ein Schwenkgriff in Frage. So wird beispielsweise mittels eines Schließzylinders durch die Betätigung des Schlüssels ein Sperrelement aus einer Verriegelungsposition, in der eine Öffnungsbewegung der Tür nicht möglich ist, in eine Entriegelungsposition bewegt. In der Entriegelungsposition kann die Tür dann geöffnet werden.
  • Ein solches Sperrelement ist einfachster Ausführung ein Riegel, der in Verriegelungsposition an der Schließseite der Tür in eine Aufnahme am Rahmen einschwenkt und so die Verriegelung der Tür am Rahmen bewirkt.
  • Am Rahmen der Tür ist zumindest ein vom Rahmen der Tür abragender Dorn festgelegt, der in eine Aufnahme einer am Türblatt vorgesehenen Buchse einkuppeln kann. Diese Buchse ist wie die Betätigungseinrichtung für das Sperrelement an einer Grundplatte am Türblatt angeordnet. Beim Verschließen der Tür wird der Dorn in die Buchse eingeführt und dort in der Aufnahme der Buchse sicher gehalten. Das Herausziehen des Dorns ist nur durch Lösen der Kupplung zwischen dem Dorn und der Buchse möglich. Dieses Entkuppeln wird über die Betätigungseinrichtung für das Sperrelement bewirkt und auf diese Weise der Entriegelungsvorgang mit der Freigabe des Dorns verbunden. Hierbei wird das aus seiner Verriegelungsposition verschwenkte Sperrelement in seiner Entriegelungsposition gegen eine Wippe gedrückt. Dabei muss die Kraft einer Feder aufgewandt werden, die die Wippe in Position hält. Bei einer Ausführungsform ist die Wippe U-förmig gestaltet, hat durch die Federwirkung eine aufrechte Position und besitzt zwei Schwenkarme, die über einen Verbindungsarm miteinander verbunden sind. An dem aufrecht stehenden Verbindungsarm ist eine Anschlagfläche für das Sperrelement vorgesehen. Durch das Sperrelement wird dieser Verbindungsarm verschwenkt und die Schwenkarme nach unten gedrückt. Diese zwei Schwenkarme liegen dabei jeweils auf einem Vorsprung einer verschiebbaren Hülse auf. An der Unterseite der Hülse ist die Feder angeordnet, die die Hülse in angehobener Stellung und damit auch die Wippe in einer aufrechten Position hält, indem die Vorsprünge an der Büchse unter die Schwenkarme greifen und diese damit in eine angehobener Stellung halten.
  • Die vorgenannte Hülse ist auf die an der Grundplatte festgelegte Buchse aufgesetzt und kann gegen die Kraft der Feder nach unten verschoben werden, bis sie an der Grundplatte anschlägt. Dieses Verschieben der Hülse wird über die Wippe realisiert, die bei einem Verschwenken auf den Vorsprung der Hülse drückt und diese beim Verschwenken mit nach unten zieht. Eine Bewegung der Hülse nach oben wird durch die auf den Vorsprüngen der Hülse aufliegenden Schwenkarmen der Wippe begrenzt.
  • Diese Hülse besitzt an zwei gegenüberliegenden Seiten, nämlich jeweils den Seiten, an denen die Schwenkarme der Wippe anliegen, zwei Langlöcher, wobei die Langlöcher so angeordnet sind, dass die Langlöcher auf der einen Seite mit den Langlöchern auf der anderen Seite fluchten. In zwei gegenüberliegende Langlöcher greifen jeweils die Enden eines Zylinderstiftes ein, der in der Buchse gelagert ist. Zur Lagerung der Zylinderstifte besitzt die Buchse die Buchse durchsetzende und in ihre Wandung eingeformte, schräg nach unten ausgerichtete Führungsnuten. Bei angehobener Lage der Hülse befinden sich die Zylinderstifte ebenfalls in einer angehobenen Lage in den Führungsnuten. In dieser angehobenen Lage ragen die Zylinderstifte in die Aufnahme der Buchse hinein, wohingegen sie bei abgesenkter Hülse zusammen mit der Hülse nach unten gezogen werden in die Führungsnuten hinein und damit aus der Aufnahme der Buchse heraus.
  • Die Zylinderstifte bewirken die Kupplung zwischen Dorn und Buchse. Beim Einführen des Dorns werden die Zylinderstifte in die Führungsnuten hinein gedrängt, wobei gleichzeitig die Hülse gegen die Federkraft nach unten geschoben wird. Aufgrund der Federkraft ist die Hülse bestrebt, ihre angehobene Position wieder zu erlangen und damit werden die Zylinderstifte wieder in die Aufnahme geschoben, sobald dies möglich wird. Das ist der Fall, wenn nach Einschieben des Dorns der Bereich des Dornschaftes in Höhe der Führungsnuten gelangt, der eine Querschnittsverengung aufweist, die eine Aufnahme für die Zylinderstifte darstellt. Diese schnappen aufgrund der Federkraft in diese Umfangsnut am Dornschaft ein, aber nur zu einem Teil. Der andere Teil der Zylinderstifte verbleibt in der Führungsnut. Die Tiefe der Umfangsnut am Dornschaft muss demzufolge auf den Durchmesser der Zylinderstifte abgestimmt sein, so dass eine Kupplung zwischen Dorn und Buchse erzielt wird. Ein Herausziehen des Dorns ist erst möglich, wenn die Kupplung wieder gelöst wird, nämlich durch Herausziehen der Zylinderstifte aus der Umfangsnut, welches durch Herunterschieben der Hülse gegen die Federkraft bewirkt wird. Dies ist, wie beschrieben, mittels der Wippe möglich, die über das beim Entriegeln verschwenkte Sperrelement verschwenkt wird.
  • Die erfindungsgemäße Schließvorrichtung ermöglicht damit in einfacher Weise das Verriegeln einer Tür, die unter einem gewissen Dichtungsdruck stehen kann und sich trotzdem leicht öffnen lässt.
  • Die Erfindung wird nachfolgend an einem Ausführungsbeispiel anhand der Zeichnungen dargestellt. Es zeigen:
  • 1 die erfindungsgemäße Schließvorrichtung von der Türaußenseite;
  • 2 die erfindungsgemäße Schließvorrichtung gemäß 1 von der Türinnenseite;
  • 3 eine Seitenansicht der erfindungsgemäßen Schließvorrichtung gemäß 2;
  • 4 eine Schnittdarstellung der erfindungsgemäßen Schließvorrichtung gemäß 3;
  • 5 eine Ansicht der erfindungsgemäßen Schließvorrichtung von oben;
  • 6 eine Schnittdarstellung der erfindungsgemäßen Schließvorrichtung in Entriegelungsposition.
  • In der 1 ist die erfindungsgemäße Schließvorrichtung 10 von der Außenseite der nicht dargestellten Tür gezeigt. Sie umfasst eine Betätigungseinrichtung, in diesem Fall einen Schließzylinder 11, für ein Sperrelement 15. Dieses Sperrelement 15 greift in der Verriegelungsposition, die in 1 gezeigt ist, in eine Aufnahme am nicht gezeigten Türrahmen, wodurch die Tür verschlossen ist und sich nicht öffnen lässt. Wird der passende Schlüssel in den Schlüsselkanal 14 des Schließzylinders 11 eingeführt, lässt sich der Rotor 13 im Stator 12 drehen, wodurch das Sperrelement 15 in Pfeilrichtung bewegt wird – siehe dazu 2. Das gezeigte Sperrelement 15 in Form des hier gezeigten Riegels ist nur eine mögliche Ausführungsform.
  • Anstatt eines Schließzylinders 11 kann auch eine andere bekannte Betätigungseinrichtung für das Sperrelement 15 in der Schließvorrichtung 10 verwendet werden. Neben einer mechanischen Betätigung ist auch eine elektromotorische Betätigung zur Bewegung des Sperrelementes 15 möglich. Dies bedeutet, dass die Entriegelung des Sperrelementes 15 auch über einen Transponder aktiviert werden kann, wobei alle aus dem Stand der Technik bekannten elektrischen oder elektronischen Ansteuerungen denkbar sind. So kann die in 1 gezeigte Fläche für eine weitere Schließeinrichtung 11' und/oder für eine zusätzliche Sicherung der Betätigungseinrichtung dienen. Denkbar ist eine Nutzung der Fläche als Fingerabdrucksensorfläche oder als optische Sensorfläche. Auf der Rückseite der Grundplatte 19 kann sich dann ein biometrisches System mit einer entsprechenden Steuerelektronik befinden, die nach Bilderkennung oder der Erkennung des richtigen Fingerabdruckes das System aktiviert, in dem sie ein entsprechendes Signal auslöst, welches eine elektromagnetische Einrichtung in Bewegung versetzt, die die Verriegelung des Sperrteils 15 aufhebt. Im Bereich der Fläche für die zusätzliche Schließeinrichtung 11' kann auch eine Tastatur angeordnet sein, wobei durch Eingeben des richtigen Codes die Blockade des Sperrteils 15 aufgehoben wird. Des Weiteren ist denkbar, dass die Schließvorrichtung 10 mit einem lichtempfindlichen Sensor ausgerüstet ist, der auf ein Lichtsignal einer bestimmten Wellenlänge anspricht. Ebenso kann anstatt eines Schließzylinders 11 oder als Schließeinrichtung 11' eine Baueinheit zum Lesen einer elektronischen Karte oder Magnetkarte untergebracht sein. Die Art der Ansteuerung kann also beliebig gewählt werden. Wesentlich ist, dass das Sperrelement 15, wie in 2 gezeigt, in Pfeilrichtung verschwenkt wird und eine Wippe 20 an der Anschlagfläche 24 kontaktiert.
  • Aus der 2 ist die U-förmig gestaltete Wippe 20 mit ihren zwei parallel angeordneten Schwenkarmen 21, 22 und dem Verbindungsarm 23 zu ersehen. Am Verbindungsarm 23 ist die Anschlagfläche 24 für das Sperrelement 15 vorgesehen. Diese Anschlagfläche 24 und ihr Zusammenwirken mit dem Sperrelement 15 sind besser aus den 3, 4 und 6 ersichtlich. Die 3 und die 4 zeigen dabei die Verriegelungsposition des Sperrelementes 15. Die 6 zeigt die Entriegelungsposition des Sperrelementes 15. In der Verriegelungsposition steht der Verbindungsarm 23 aufrecht, da die Wippe 20 über die unter der Hülse 40 angeordnete Feder 50 in die am weitesten nach links verschwenkte Lage gebracht wird. Die Schwenkarme 21, 22 liegen dabei mit ihrer Unterseite 25 auf von der Hülse 40 abragenden Vorsprüngen 41 auf. Die Hülse 40 selbst ist über eine Buchse 18 geschoben und entlang der Buchse 18 verschiebbar angeordnet. Die Hülse 40 ist aufgrund der Kraft der Feder 50, die unterhalb der Hülse 40 um die Buchse 18 gelegt ist, in einer angehobenen Position gehalten. Die Verschiebebewegung nach oben wird durch die Wippe 20 begrenzt, nach unten wird die Verschiebebewegung durch die Grundplatte 19 begrenzt, des Weiteren durch die Kraft der Feder 50, die beim Verschieben nach unten überwunden werden muss.
  • Die Buchse 18 ist einstückig mit der Grundplatte 19 verbunden und nimmt in Verriegelungsposition, gezeigt in 3 und 4, einen am Türrahmen festgelegten Dorn 30 auf. Zur Festlegung des Dorns 30 am Türrahmen dient die Befestigungsplatte 31 des Dorns 30. Die Kupplung des Dorns 30 in der Buchse 18 ist am besten aus der 4 zu ersehen. Der Dorn 30 ist mit dem vorderen Ende 33 seines Schaftes 32 in die Aufnahme 181 der Buchse 18 eingeführt. Die Aufnahme 181 der Buchse 18 kann beispielsweise zylindrisch gestaltet sein, wenn der Dorn 30 einen runden Schaft 32 besitzt. Des Weiteren muss der Durchmesser der Aufnahme 181 an den Durchmesser des Schaftes 32 des Dorns 30 angepasst sein, um eine Kupplung zu ermöglichen. Zum leichten Einführen des Dorns 30 in die Aufnahme 181 sind am vorderen Ende 33 des Dorns 30 Abschrägungen 34 und in gleicher Weise sind im Öffnungsbereich der Aufnahme 181 Abschrägungen 182 an der Buchsenwandung vorgesehen. Wie aus 4 zu ersehen, besitzt der Schaft 32 des Dorns 30 eine Querschnittsverengung oberhalb des vorderen Endes 33 in Form einer Umfangsnut 35, wobei die Umfangsnut beidseitig, d. h. oben und unten, in Schrägflächen 36, 37 ausläuft. In diese Umfangsnut 35 greifen Zylinderstifte 44, 45 ein, die in Führungsnuten 183, 184 der Buchse 18 bewegbar gelagert sind. Die Zylinderstifte 44, 45 befinden sich bei der Kupplung mit dem Dorn 30 in ihrer angehobenen Position in den Führungsnuten 183, 184.
  • Die Zylinderstifte 44, 45 befinden sich dabei zur einen Hälfte innerhalb der Umfangsnut 35 und zur anderen Hälfte innerhalb der Führungsnuten 183, 184. Auf diese Weise wird der Dorn 30 in der Buchse 18 gehalten. Auch wenn der Dorn 30 weiter in die Buchse 18 hineingeschoben wird, beispielsweise durch einen entsprechenden Druck von innen, drücken zwar die Schrägflächen 35, 36 auf die Zylinderstifte 44, 45, diese lassen sich jedoch nicht in die Führungsnuten 183, 184 hineindrücken, da die Zylinderstifte 44, 45 endseitig in der Hülse 40 gehalten werden. Die Hülse 40 besitzt dazu an den entsprechenden Stellen, nämlich an zwei gegenüberliegenden Seiten Langlöcher 42, 43. Die Position der Zylinderstifte 44, 45 und ihre Halterung in der Hülse 40 können der 3 entnommen werden, ebenso der 5, wo das vordere Ende 441 des Zylinderstiftes 44 im Langloch 43 und das hintere Ende 442 des Zylinderstiftes 44 im gegenüberliegenden Langloch 43' zu sehen ist. Es ist nicht möglich den Dorn 30 aus der Buchse 18 herauszuziehen, auch wenn die Schrägflächen 37 gegen die Zylinderstifte 44, 45 beim Herausziehen drücken. So können sie diese nicht in die Führungsnuten 183, 184 verschieben, da dazu die Hülse 40 entgegen der Kraft der Feder 50 nach unten verschoben werden muss, was durch ein Herausziehen des Dorns 30 nicht bewirkt wird.
  • Anders ist dies beispielsweise beim Verschließen der Tür. Der Dorn 30 befindet sich, wie in 6 gezeigt, außerhalb der Buchse 18. Beim Verschließen der Tür wird der Dorn 30 in die Aufnahme 181 der Buchse 18 gedrängt. Das vordere Ende 33 des Schaftes 32 des Dornes 30 gelangt in den Bereich der Zylinderstifte 44, 45. Durch die Abschrägung 34 wird die Bewegung der Zylinderstifte 44, 45 in die Führungsnuten 183, 184 hinein unterstützt, falls diese nicht bereits, wie in 6 gezeigt sich innerhalb der Wandung der Buchse 18 befinden. Die Mittelachse der jeweiligen Führungsnut 183, 184 verläuft diagonal, d. h. schräg nach unten. Auf diese Weise können die Zylinderstifte 44, 45 sich in den Führungsnuten 183, 184 von ihrer oberen Position nach unten in die Führungsnuten 183, 184 hinein bewegt werden. Dies wird durch das Verschieben der Hülse 40 bewirkt, was durch ein Verschwenken der Wippe 20 ausgelöst wird, wenn das Sperrelement 15 gegen die Anschlagfläche 24 der Wippe beim Entriegeln drückt.
  • In 6 ist diese Entriegelung mittels der erfindungsgemäßen Schließvorrichtung 10 gezeigt. Hierzu wird also der passende Schlüssel in den Schließzylinder 11 eingeführt, gedreht und dadurch eine Bewegung des Sperrelementes 15 in Pfeilrichtung gemäß 2 bewirkt. Dieses Sperrelement 15 verschwenkt die Wippe 20 und hält in der Entriegelungsposition die Wippe 20 in verschwenkter Stellung, indem das Sperrelement 15 gegen die Anschlagfläche 24 der Wippe 20 läuft. Sobald der Verbindungsarm 23 der Wippe 20 dadurch nach rechts gedrückt wird, wird die Wippe 20, wie aus 3 zu ersehen ist, um den Bolzen 17 in Pfeilrichtung verschwenkt. Die Wippe 20 ist bewegbar an Flanschen 16 der Grundplatte 19 angeordnet, die mit einem Bolzen 17 ausgerüstet sind, der die Drehachse der Wippe 20 darstellt. Beim Verschwenken werden die Verbindungsarme 21, 22 nach unten gedrückt und nehmen den Vorsprung 41 bei dieser Bewegung mit. Dies führt dazu, dass sich auch die Buchse 40 in Pfeilrichtung nach unten bewegt. Bei der Schwenkbewegung der Wippe 20 ist die Kraft der Feder 50 zu überwinden. Da sich die Schwenkarme 21, 22 bei der Schwenkbewegung nicht gradlinig nach unten bewegen, sondern nach rechts unten, ist die Unterseite der Schwenkarme 21, 22 entsprechend als abgerundete Gleitfläche 25 ausgestaltet, um eine leichte Übertragung der Bewegung auf die Hülse 40 zu gewährleisten. Nach dem Verschwenken, gezeigt in 6, befindet sich die Hülse 40 in abgesenkter Stellung, die Feder 50 ist unter der Hülse 40 zusammengedrückt. Mit der Hülse 40 bewegen sich auch die in der Hülse 40 endseitig gelagerten Zylinderstifte 44, 45 nach unten. Diese Zylinderstifte 44, 45 können sich jedoch nur entlang der Führungsnuten 183, 184, d. h. nach unten und gleichzeitig nach außen, bewegen. Aus diesem Grunde sind die Ausnehmungen in der Hülse 40 als Langlöcher 42, 43 ausgebildet, die es ermöglichen, dass die Enden der Zylinderstifte 44, 45 sich beim Herabsenken der Hülse 40 auch nach außen bewegen können. Durch diese Bewegung der Zylinderstifte 44, 45 nach unten gelangen diese in den Bereich innerhalb der Wandung der Buchse 18 und damit löst sich die Kupplung zwischen Buchse 18 und dem Dorn 30, da die Zylinderstifte 44, 45 aus der Umfangsnut 32 des Dorns 30 herausgezogen sind. Damit ist es möglich, den Dorn 30 aus der Aufnahme 181 der Buchse 18 herauszuziehen. Da gleichzeitig die Tür entriegelt ist, lässt sich die Tür auf einfache Weise öffnen.
  • 10
    Schließvorrichtung
    11'
    Schließeinrichtung
    11
    Schließzylinder
    12
    Stator
    13
    Rotor
    14
    Schlüsselkanal
    15
    Sperrelement
    16
    Abdeckkappe
    17, 17'
    Flansch
    18
    Buchse
    181
    Ausnehmung
    182
    Abschrägung
    183
    Führungsnut
    184
    Führungsnut
    19
    Grundplatte
    20
    Wippe
    21
    Schwenkarm
    22
    Schwenkarm
    23
    Verbindungsarm
    24
    Anschlagfläche
    25
    Gleitfläche
    30
    Dorn
    31
    Befestigungsplatte
    32
    Schaft
    33
    vordere Ende
    34
    Abschrägung
    35
    Umfangsnut
    36
    Schrägfläche
    37
    Schrägfläche
    40
    Hülse
    41, 41'
    Vorsprung
    42
    Langloch
    43, 43'
    Langloch
    44
    Zylinderstift
    441
    vordere Ende
    442
    hintere Ende
    45
    Zylinderstift
    50
    Feder
    M
    Mittelachse von 18

Claims (16)

  1. Schließvorrichtung für eine Tür oder Schublade, mit einer ersten Sperreinrichtung, umfassend eine Aufnahme am Rahmen der Tür oder Schublade, in welche ein Sperrelement (15) eingreifen kann, mit einer am oder im Türblatt festgelegten Grundplatte (19), an der eine Betätigungseinrichtung für das Sperrelement (15) angeordnet ist, wobei das Sperrelement (15) zwischen einer Verriegelungsposition, in der eine Öffnungsbewegung der Tür nicht möglich ist, und einer Entriegelungsposition, in der eine Öffnungsbewegung der Tür möglich ist, bewegbar ist und zusätzlich eine weitere Sperreinrichtung vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass die weitere Sperreinrichtung einen am Türrahmen festgelegten Dorn (30) umfasst und eine an der zum Türrahmen weisenden Seite der Grundplatte (19) angeordnete Buchse (18), wobei in der Sicherungsposition der Dorn (30) in einer Aufnahme (181) der Buchse (18) über eine Kupplung gehalten wird und in einer Freigabeposition die Kupplung zwischen dem Dorn (30) und der Buchse (18) gelöst ist, wobei die Freigabeposition des Dorns (30) durch das Sperrelement (15) bewirkt wird, welches in seiner Entriegelungsposition eine an der Grundplatte (19) gelagerte Wippe (20) gegen die Kraft einer Feder (50) verschwenkt, wodurch die Kupplung zwischen dem Dorn (30) und der Buchse (18) aufgehoben wird und wobei in Verriegelungsposition des Sperrelements (15) die Wippe aufgrund der Kraft der Feder (50) zurückgeschwenkt ist und die Freigabe des in der Buchse (18) eingefahrenen Dorns (30) blockiert ist.
  2. Schließvorrichtung Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Buchse (18) eine an die Form des Dorns (30) angepasste Aufnahme (181) besitzt, wobei an zwei gegenüberliegenden Seiten der Buchse (18) jeweils eine Führungsnut (183, 184) vorgesehen ist, die jeweils von der Aufnahme (181) nach außen und ausgehend von der Mittelachse (M) der Buchse (18) diagonal nach unten gerichtet sind.
  3. Schließvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass in jeder Führungsnut (183, 184) ein Zylinderstift (44, 45) vorgesehen ist, der mit seinem vorderen Ende und mit seinem hinteren Ende in einer die Buchse (18) umgebenden Hülse (40) lagert.
  4. Schließvorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die die Buchse (18) umgebende Hülse (40) senkrecht entlang der Buchse (18) verschiebbar ist, wobei die Hülse (40) aufgrund der Kraft der Feder (50) in einer angehobenen Stellung gehalten wird.
  5. Schließvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass zum leichten Einführen des Dorns (30) in die Buchse (18) der Dorn (30) an seinem vorderen Ende (33) schmaler gestaltet ist, vorzugsweise eine Abschrägung (34) besitzt und dass die Buchse (18) am Eingang der Aufnahme (181) ebenfalls eine Abschrägung (182) besitzt.
  6. Schließvorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Dorn (30) beabstandet zum vorderen Ende (33) eine Umfangsnut (35) besitzt, die zur Kupplung des Dorns (30) in der Buchse (18) mit den Zylinderstiften (44, 45) zusammenwirkt, wobei in Kupplungslage die Zylinderstifte (44, 45) soweit in den Führungsnuten (182, 183) der Buchse (18) nach oben verschoben sind, dass sie die innere Mantelfläche der Aufnahme (181) überragen und in die Umfangsnut (34) am Dorn (30) eingreifen.
  7. Schließvorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass ausgehend vom Schaft (32) des Dorns allmähliche Übergänge zur Umfangsnut (34) vorgesehen sind, vorzugsweise in Form von Schrägflächen (36, 37), die ein leichtes Einkuppeln und Auskuppeln des Dorns (30) ermöglichen.
  8. Schließvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Feder (50) eine spiralförmig gebogene Schraubenfeder ist, die unterhalb der Hülse (40) um die Buchse (18) gelegt ist.
  9. Schließvorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Hülse (40) an zwei gegenüberliegenden Seiten zwei Langlöcher (42, 43) besitzt, in welchen die Enden der Zylinderstifte (44, 45) lagern.
  10. Schließvorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Langlöcher (42, 43) im Bezug zur Mittelachse (M) der Buchse (18) sowie der Hülse (40) diagonal nach oben gerichtet sind.
  11. Schließvorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Hülse (40) an der äußeren Mantelfläche mindestens einen abragenden Vorsprung (41, 41') besitzt, auf dem ein Schwenkarm (21, 22) der Wippe (20) aufliegt.
  12. Schließvorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Vorsprung (41, 41') unterhalb der Langlöcher (42, 43) angeordnet ist und die Schwenkarme (21, 22) die Langlöcher (42, 43) teilweise oder vollständig abdecken.
  13. Schließvorrichtung nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Schwenkarme (21, 22) an der Unterseite eine konkavgestaltete Gleitfläche (25) besitzen, mit welcher die Wippe (20) auf dem Vorsprung (41, 41') aufliegt sowie bei Schwenkbewegung der Wippe (20) auf die Vorsprünge (41) drückt, wobei sich die Vorsprünge (41, 41') entlang der Gleitfläche (25) bewegen und dabei die Hülse (40) entgegen der Kraft der Feder (50) nach unten verschieben.
  14. Schließvorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Kupplung des Dorns (30) in der Buchse (18) durch das Verschieben der Hülse (40) nach unten aufgehoben wird, indem die endseitig in der Hülse (40) gelagerten Zylinderstifte (44, 45) durch diese Verschiebung der Hülse (40) nach unten in die Führungsnuten (183, 184) der Buchse (18) hineingezogen und damit aus der Umfangsnut (34) des Dorns (30) herausgezogen werden.
  15. Schließvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Betätigungseinrichtung für das Sperrelement (15) eine mechanische, elektrische oder elektromagnetische Schließeinrichtung ist, vorzugsweise ein Schließzylinder (11).
  16. Schließvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass an der Grundplatte (19) der Schließvorrichtung (10) zusätzlich eine Schließeinrichtung (11'), vorzugsweise eine elektronische Einrichtung, vorgesehen ist.
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