DE102009007778A1 - Kunststoffbasierendes Wert- oder Sicherheitsdokument - Google Patents

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Abstract

Durch die Verwendung einer Deckfolie bei der Herstellung eines Dokumentes mit einer Lackschicht ist es möglich die Oberflächenbeschaffenheit der Lackschicht einfach und kostengünstig definiert einzustellen und gleichzeitig die Eigenschaften der Lackschicht auf Gebrauchseigenschaften hin zu optimieren.

Description

  • Gebiet der Erfindung
  • Die Erfindung betrifft die Herstellung eines Wert- oder Sicherheitsdokumentes mit einer Lackschicht, welche eine definierte Oberflächenstruktur aufweist, sowie die Verwendung einer entfernbaren Deckfolie hierfür.
  • Stand der Technik
  • Aus der DE19932517A1 ist ein Verfahren zur Erzeugung eine Folie für Chipkarten bekannt. Die Folie wird mit zwei verschiedenen Lacken bedruckt, wobei der erste Lack einen bestimmten Glanz aufweist und der zweite Lack einen anderen Glanz aufweist. Das Verfahren ist jedoch aufwendig, da in getrennten Schritten verschiedene Lacke aufgetragen werden müssen. Auch lassen sich so nur Bereiche mit unterschiedlichem Glanz, nicht jedoch taktile Strukturen erzeugen.
  • Aus der DE 10 2007 003 955 A1 ist ein Rohling für ein Wert- oder Sicherheitsdokument bekannt, welcher eine Beschichtung aufweist. Diese Beschichtung schützt den Rohling gegen potentielle Fälscher, welche in den Besitz des Rohlings gelangen. Die Beschichtung kann zum Beispiel eine Folie sein. Hierdurch ist es jedoch nicht möglich, die Oberflächenbeschaffenheit des Dokumentes gezielt einzustellen.
  • Aus der DE 10 2005 045 567 A1 ist ein Verfahren zur Herstellung eines kartenförmigen Datenträgers bekannt, mit welchem eine Struktur in die Oberfläche eines Kartenkörpers eingebracht werden kann. Die Struktur wird mit Hilfe eines Werkzeuges eingeformt. Nachteilig ist jedoch, dass die Erstellung der Werkzeuge sehr aufwendig und teuer ist. Weiter erfordern die Abnutzung und insbesondere versehentliche Kratzer einen relativ häufigen Austausch der Werkzeuge.
  • Ferner ist zum Beispiel aus dem deutschen Kartenführerschein bekannt, dass Lacke auf ein kartenförmiges Dokument aufgebracht werden, um dessen Gebrauchseigenschaften gezielt zu modifizieren. Insbesondere ist die Verwendung von Lacken mit erhöhter Abriebsfestigkeit über diffraktiven Strukturen zum Beispiel aus dem deutschen Kartenführerschein bekannt.
  • Problem nach dem Stand der Technik und Aufgabe der Erfindung
  • Um einen Lack auf ein Dokument zu applizieren, müssen sowohl die Zusammensetzung des Lackes als auch die Appliziermethode sowohl auf die Eigenschaften der Karte als auch die gewünschte Oberflächenbeschaffenheit der Lackschicht optimiert werden. Somit kann zum Beispiel die Zusammensetzung des Lackes nicht ausschließlich auf eine Optimierung zum Beispiel der Abriebsfestigkeit und/oder Elastizität hin optimiert werden, da keine Optimierung hinsichtlich der Applikationstechnik notwendig ist.
  • Ein weiteres Problem nach dem Stand der Technik ist, dass es sehr aufwendig und teuer ist, die Oberflächenbeschaffenheit eines Dokumentes gezielt einzustellen und insbesondere Bereiche mit unterschiedlichen Oberflächenbeschaffenheiten zu erzeugen. Als Oberflächenbeschaffenheit werden zum Beispiel die Glätte (glänzende oder mattierte Oberflächen) oder die räumliche Strukturierung verstanden.
  • Es stellt sich die Aufgabe, ein Verfahren bereitzustellen, welches es ermöglicht, mit einfachen und wenigen Prozessschritten einen Lack mit einem beliebigen Applikationsverfahren auf ein Dokument aufzubringen, wobei die erzeugte Lackschicht eine definierte Oberflächenbeschaffenheit aufweist.
  • Beschreibung der Erfindung und bevorzugte Ausführungsformen
  • Die Aufgabe wird mit einem Verfahren gelöst, bei welchem auf einen bereitgestellten Dokumentenkartenkörper eine Lackschicht aufgebracht wird. Die Aufbringung des Lackes kann mit jedem beliebigen Applikationsverfahren erfolgen, da dieses für die spätere Erscheinungsform des Dokumentes und insbesondere der Oberfläche der Lackschicht keinen Einfluss hat. Auf den noch flüssigen Lack wird eine Deckfolie aufgebracht. Der Lack wird in einem weiteren Verfahrenschritt gehärtet. Anschließend wird die Deckfolie entfernt. Man erhält ein Dokument mit einer definierten Oberflächenbeschaffenheit. Die definierte Oberflächenbeschaffenheit wird hierbei durch die Struktur der Seite der Deckfolie erzeugt, die beim Härten der Lackschicht an dieser anliegt, und nicht durch das Applikationsverfahren.
  • Das Verfahren weist den Vorzug auf, dass die Eigenschaften des Lackes und des Applikationsverfahrens praktisch keinen Einfluss auf die Oberfläche der herzustellenden Lackschicht haben. Hierdurch können auch Lacke, welche zum Beispiel nur in Hinblick auf ihre Abriebsfestigkeit optimiert worden sind, aber eine für normale Applikationsverfahren nicht geeignete Benetzung der Oberfläche des Kartenkörpers aufweisen, eingesetzt werden. Hierdurch ist eine deutliche Verbesserung zum Beispiel der Abriebsfestigkeit möglich. Als weitere wichtige Eigenschaft, bezüglich derer ein Lack optimiert werden kann, sei die Elastizität der herzustellenden Lackschicht genannt.
  • Bei einem Dokumentenkartenkörper kann es sich um einen einzelnen Dokumentenkartenkörper handeln, welcher nach Aufbringung des Lackes ein fertiges Dokument darstellt. Alternativ kann der Dokumentenkartenkörper Bestandteil eines größeren Stückes sein, aus dem das fertige Dokument durch Herauslösen, insbesondere durch Ausstanzen, hergestellt wird. Bevorzugter Weise ist der Dokumentenkartenkörper Bestandteil eines Mehrfachnutzen, wobei aus dem Mehrfachnutzen wenigstens zwei Dokumente durch Herauslösen, insbesondere durch Ausstanzen, hergestellt werden können.
  • Im einfachsten Fall handelt es sich bei der Deckfolie um eine glatte Folie. Indem eine glatte Seite auf die noch nicht gehärtete Lackschicht aufgelegt wird, wird eine glatte und somit hochglänzende Oberflächenbeschaffenheit der Lackschicht erzielt. Die hochglänzende Oberflächenbeschaffenheit ist gegenüber den mit herkömmlichen Verfahren ohne eine Deckfolie zugänglichen Lackschichten deutlich besser, da eine absolut ebene Oberfläche wesentlich einfacher und kostengünstiger hergestellt werden kann. Insbesondere gegenüber einfachem drucktechnischem Auftrag mit anschließender Härtung ist eine nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellte Lackschicht deutlich glatter, da es bei einer drucktechnischen Auftragung es zu einer Farbspaltung beim Druckvorgang kommen kann, sodass sich eine leicht unebene Oberflächenbeschaffenheit (Rauhigkeit, Mattierung) ergibt. Auch die Struktur des Auftragswerkzeuges oder die Benetzungseigenschaften des Lackes auf dem Substrat können zu unebenen Oberflächen der Lackschicht führen. Durch das Aufbringen einer Deckfolie auf die noch flüssige Lackschicht wird diese jedoch geglättet. Bei der an die Härtung anschließenden Entfernung der Deckfolie ist die Lackschicht nicht in der Lage, die Oberflächenbeschaffenheit zu verändern und verbleibt in der durch die Deckfolie vorgegebenen Struktur.
  • Ein weiterer Vorteil des erfindungsgemäßen Verfahrens ist in der Schutzwirkung der Deckfolie für die Lackschicht gegenüber der Umgebung zu sehen. Bei der Härtung der Lackschicht handelt es sich um eine Polymerisation, Polyaddition bzw. Polykondensation. Diese Reaktionen werden oft durch den Luftsauerstoff unterbrochen. So führt Sauerstoff bei der radikalischen Polymerisation zum Beispiel zum Kettenabbruch und somit zu einer durchschnittlich kürzeren Kettenlänge. Es konnte festgestellt werden, dass der Sauerstoffzutritt zur Lackschicht durch das Aufbringen einer Deckfolie verringert wird und somit die Kettenlänge gezielter einstellbar ist. Hierdurch ist eine optimale Einstellung auch von gegensätzlichen Anforderungen an eine Lackschicht wie zum Beispiel Oberflächenhärte und Elastizität möglich.
  • Die Strukturierung der Lackschicht kann insbesondere beim Aufbringen der Deckfolie auf die nicht gehärtete Lackschicht erfolgen. Dieses kann zum Beispiel durch Aufrollen oder Aufpressen der Deckfolie auf die Lackschicht erzielt werden. Die Aufbringung der Deckfolie erfolgt besonders bevorzugt in einer Form, in der sich zwischen der Deckfolie und der Lackschicht keine Luft mehr befindet. In einer anderen Ausführungsform wird zunächst die Deckfolie ohne Krafteinwirkung auf die Lackschicht aufgelegt, sodass noch keine Strukturierung der Lackschicht erfolgt. In einem anschließenden Schritt wird zum Beispiel unter gleichzeitiger Anwendung von Druck und Temperatur gleichzeitig die Strukturierung der Lackschicht erzeugt und die Lackschicht gehärtet. Besonders bevorzugt wird hierbei ein Unterdruck angelegt, um Lufteinschlüsse zwischen der Lackschicht und der Deckfolie zu verhindern.
  • In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wird zunächst auf den Kartenkörper eine Overlayfolie aufgebracht. Bei der Overlayfolie kann es sich zum Beispiel um ein Volumen- oder Prägehologramm oder um eine Folie aus einem optisch variablen Material handeln. Eine Overlayfolie mit einem Volumen- oder Prägehologramm enthält diffraktive Strukturen, durch welche das Hologramm unter geeigneten Beleuchtungsbedingungen rekonstruiert wird. Auf die Overlayfolie werden die Lackschicht und auf die Lackschicht eine Deckfolie aufgetragen. Nach der Härtung der Lackschicht wird die Deckfolie entfernt. Es ist besonders bevorzugt, die Oberflächenbeschaffenheit der Lackschicht derart zu gestalten, dass deren Oberfläche an Stellen, welche über diffraktiven Strukturen angeordnet sind, hochglänzend ist. Hierdurch wird die Rekonstruktion des Hologramms unterstützt, da die notwendigen Beleuchtungsbedingungen optimal eingestellt werden können. Auf diese Weise ergibt sich ein visuell brillanterer Eindruck des Hologramms gegenüber Hologrammen mit einer Lackschicht nach dem Stand der Technik.
  • Der Kartenkörper kann selber eine strukturierte Oberfläche aufweisen. Bei der Strukturierung kann es sich insbesondere um erhabene und/oder geprägte Strukturen handeln. Dieses kann insbesondere vorteilhaft sein, wenn auf eine strukturierte Oberfläche eines Kartenkörpers eine Overlayfolie aufgebracht wird, welche diffraktive Strukturen enthält. Da diffraktive Strukturen winkelabhängige Rekonstruktionseigenschaften aufweisen, kann eine derartige Strukturierung im Inneren der Karte visuell wahrgenommen werden.
  • In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform weist die Lackschicht wenigstens einen ersten Bereich und wenigstens einen zweiten Bereich auf. Hierbei hat der wenigstens eine erste Bereich eine erste Oberflächenbeschaffenheit und der wenigstens eine zweite Bereich eine zweite Oberflächenbeschaffenheit, wobei die zweite Oberflächenbeschaffenheit von der ersten verschieden ist.
  • Jede der Oberflächenbeschaffenheiten kann zum Beispiel hochglänzend sein. Dieses ist insbesondere für Dokumente mit diffraktiven Strukturen vorteilhaft. Jede der Oberflächenbeschaffenheiten kann auch eine mattierte Oberfläche sein. Eine mattierte Oberfläche hat den Vorteil, dass Spiegelungen vermieden werden, was eine Kontrolle darunter liegender Bildelemente in einem Raum mit vielen Lichtquellen, zum Beispiel in einem Flughafengebäude, erleichtert. Bei jeder der Oberflächenbeschaffenheiten kann es sich weiter um eine erhabene Struktur handeln. Erhabene Strukturen sind aus der Oberfläche herausragende Strukturen, welche haptisch sehr leicht wahrnehmbar sind. Weiter kann es sich bei jeder der Oberflächenbeschaffenheiten auch um eine geprägte Struktur handeln. Unter einer geprägten Struktur wird eine Struktur verstanden, welche gegenüber der Oberfläche vertieft ist. Der Vorteil geprägter Strukturen ist die geringere Abnutzung gegenüber erhabenen Strukturen bei einer immer noch guten haptischen Wahrnehmbarkeit.
  • Durch verschiedene Oberflächenbeschaffenheiten der Lackschicht in dem wenigstens einen ersten und dem wenigstens einen zweiten Bereich kann eine Information dargestellt werden. Zum Beispiel kann es sich bei der Form des wenigstens einen ersten Bereiches zum Beispiel um ein Wappen oder die Konturen zum Beispiel eines Landes handeln, welche sich aufgrund der anderen Oberflächenbeschaffenheit sichtbar von der Umgebung abhebt. Weiter können hierdurch Schriftzüge dargestellt werden, zum Beispiel Länder- oder Firmennamen. Dieses kann ein Sicherheitsmerkmal darstellen.
  • Da zur Erzeugung einer Struktur in der Lackschicht die erzeugende Struktur in der Deckfolie spiegelbildlich ausgeprägt sein muss, benötigt man zur Erzeugung geprägter Strukturen in der Lackschicht erhabene Strukturen in der Deckfolie. Stellt man Lackschichten mit geprägten Strukturen nach dem Stand der Technik her, so benötigt man Laminierbleche, welche erhabene Strukturen aufweisen. Diese sind im Gegensatz zu den verhältnismäßig günstigen Laminierblechen mit geprägten Strukturen jedoch sehr teuer in der Herstellung, da die geprägten Strukturen in den Laminierblechen mittels subtraktiver Methoden einfach herstellbar sind. Für das hier beschriebene Verfahren werden zur Herstellung geprägter Strukturen Deckfolien mit erhabenen Strukturen benötigt. Die Deckfolien mit erhabenen Strukturen können einfach und kostengünstig mittels Laminierblechen mit geprägten Strukturen hergestellt werden.
  • Die Strukturierung kann zum Beispiel mittels Prägen, Tiefziehen oder Gießen in die Deckfolie eingebracht werden. Es können auch alle anderen dem Fachmann bekannten Verfahren verwendet werden.
  • In einer bevorzugten Ausführungsform ist die Deckfolie wieder verwendbar, kann also nach dem Entfernen erneut für das Verfahren zur Herstellung eines Dokumentes verwendet werden.
  • Das Material der Deckfolie ist derart auf die Lackschicht abgestimmt, dass es zu keiner innigen Verbindung zwischen der Deckfolie und der Lackschicht kommt, damit die Deckfolie nach der Härtung entfernt werden kann. Beispiel für ein geeignetes Material für eine Deckfolie ist Polyethylenterephthalat (PET). Weitere Beispiele sind Polyethylennaphthalat (PEN), Polyvinylchlorid (PVC), Polyvinylbutyral (PVB), Polyimid (PI), Polyvinylalkohol (PVA), Polystyrol (PS), Polyvinylphenol (PVP), Polypropylen (PP), Polyethylen (PE), Acrylnitril-Butadien-Styrol-Copolymer (ABS), Polytetrafluorethylen (PTFE) sowie Glas-Polymer-Verbundfolien. Die Foliendicke liegt bevorzugt zwischen 20 μm und 1 mm.
  • Beispielsweise kann der Lack auf Acrylatbasis beruhen. Die Härtung des Lackes kann mittels UV und/oder thermisch erfolgen.
  • Üblicherweise erstrecken sich diffraktive Strukturen nicht über die gesamte Fläche eines Dokumentes bzw. der Overlayfolie. Vielmehr gibt es Bereiche, in welchen sich diffraktive Strukturen befinden, und Bereiche, in welchen sich keine befinden. Aus diesem Grund kann es wünschenswert sein, wenigstens einen ersten Bereich in einem Dokument zu schaffen, welcher eine hochglänzende Oberfläche aufweist und über den diffraktiven Strukturen angeordnet ist. Besonders bevorzugt wird ferner wenigstens ein zweiter Bereich geschaffen, welcher zum Beispiel eine mattierte Oberfläche aufweist. Hierdurch können die Vorteile der besten Erkennbarkeit des Hologramms als auch der anderen in das Dokument eingebrachten Informationen gewährleistet werden.
  • In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist die Lackschicht kratzfest und/oder abriebfest ausgebildet, um beispielsweise eine darunter liegende Overlayfolie zu schützen. Bevorzugt werden die abriebfesten Eigenschaften durch den Zusatz von ZnO und/oder SiO2 in der Lackformulierung erzeugt.
  • Das Entfernen der Deckfolie kann durch Abziehen erfolgen. Das Entfernen kann unmittelbar nach der Härtung erfolgen. Alternativ kann die Deckfolie erst durch den Benutzer, an den das Dokument ausgegeben wird, oder die ausgebende Stelle entfernt werden. Hierdurch kann die Deckfolie eine Schutzfunktion für das nicht ausgegebene Dokument übernehmen.
  • In einer weiteren Ausführungsform ist die Deckfolie aus einem Material gebildet, welches in einem Lösemittel löslich ist, in welchem das Dokument nicht löslich ist. Das Entfernen der Deckfo lie erfolgt durch Eintauchen in ein geeignetes Lösemittel. Beispielsweise besteht die Deckfolie aus einem geeigneten Cellulosematerial, welches in verdünnten Säuren oder Basen löslich ist.
  • In einer weiteren Ausführungsform ist die Deckfolie aus einem Material gebildet, welches in ein in einem Lösemittel lösliches Material umgewandelt werden kann, wobei das Dokument in dem Lösemittel nicht löslich ist. Derartige Materialien sind als Photoresist-Materialien aus dem Stand der Technik bekannt. Diese Photoresist-Materialien werden zum Beispiel mittels UV-Bestrahlung in ein lösliches Material umgewandelt.
  • Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nun unter Bezugnahme auf die beigefügten Figuren beschrieben. Die einzelnen Figuren zeigen:
  • 1: Schematische Darstellung des Verfahrensablaufes zur Herstellung eines Dokumentes;
  • 2: Schematische Darstellung des Verfahrensablaufes zur Herstellung eines weiteren Dokumentes mit taktilen Strukturen;
  • 3: Schematische Darstellung eines Dokumentes mit zwei Bereichen.
  • Gemäß 1 wird zur Herstellung eines Dokumentes 1 zunächst ein Kartenkörper 10 bereitgestellt. Auf diesen wird im optionalen Verfahrensschritt A eine Overlayfolie 11 mit einer diffraktiven Struktur aufgebracht. Im Verfahrensschritt B wird auf die Overlayfolie eine Lackschicht 12 aufgebracht, insbesondere aufgedruckt. Die Oberflache der Lackschicht 12 weist eine Oberflächenbeschaffenheit auf, welche vom Herstellungsverfahren abhängig ist und eine gewisse Rauhigkeit aufweist. Auf die Lackschicht 12 wird im Verfahrensschritt C eine Deckfolie 13 aufgebracht. Hierdurch nimmt die Lackschicht 12 die Struktur der an der Lackschicht anliegenden Seite der Deckfolie 13 an. Im Verfahrenschritt D wird die Lackschicht 12 gehärtet und im Verfahrensschritt E die Deckfolie 13 entfernt. Es wird das fertige Dokument 1 erhalten, welches den Kartenkörper 10, die Overlayfolie 11 und eine gehärtete Lackschicht 12' mit einer definierten Oberflächenbeschaffenheit umfasst.
  • In 2 wird die Herstellung eines weiteren Dokumentes schematisch dargestellt. Auf einen Kartenkörper 30 wird eine Lackschicht 31 aufgebracht, auf welche in einem weiteren Verfahrensschritt eine Deckfolie 32 aufgebracht wird. Die Deckfolie 32 weist Erhebungen 33 auf, welche sich im flüssigen Lack abformen. Nach Härtung und Entfernung der Deckfolie 32 wird eine gehärtete Lackschicht 31' erhalten, welche Vertiefungen 34 aufweist.
  • Wie in 2 dargestellt, ist es möglich, dass sich die taktile Oberflächenbeschaffenheit nur auf einen Teil des Dokumentes erstreckt, im gezeigten Beispiel nur auf die rechte Hälfte. Die linke Hälfte kann zum Beispiel hochglänzend sein.
  • In 3 ist ein erfindungsgemäß hergestelltes Dokument 1 schematisch dargestellt. Das Dokument weist an der Außenseite eine Lackschicht auf, welche einen ersten Bereich 20 und einen zweiten Bereich 21 hat. Der erste Bereich 20 ist zum Beispiel hochglänzend, der zweite Bereich 21 matt. Unter dem ersten Bereich 20 befindet sich eine diffraktive Struktur, welche zum Beispiel ein holografisches Abbild eines Fotos 22, zum Beispiel des Dokumenteninhabers wiedergibt. Durch die hochglänzende Oberflächenbeschaffenheit des Bereiches 20 ist die Rekonstruktion des Hologramms 22 unter optimalen Bedingungen möglich. Weiter können sich auf dem Dokument weitere Informationen befinden, zum Beispiel personenbezogene Daten 23, eine maschinenlesbare Zone 24 und ein Foto des Dokumenteninhabers 25. Diese befinden sich unter dem zweiten Bereich 21, welcher matt ist. Dadurch sind diese Daten auch bei möglicherweise störenden Reflexionen gut zu lesen.
  • ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
  • Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
  • Zitierte Patentliteratur
    • - DE 19932517 A1 [0002]
    • - DE 102007003955 A1 [0003]
    • - DE 102005045567 A1 [0004]

Claims (14)

  1. Verfahren zur Herstellung eines Dokumentes, wobei das Dokument einen Kartenkörper und eine Lackschicht umfasst, wobei die Lackschicht eine definierte Oberflächenbeschaffenheit aufweist, wobei das Verfahren folgende Verfahrensschritte umfasst: a) Bereitstellen des Kartenkörpers, b) Aufbringen der Lackschicht auf den Kartenkörper und c) Härten der Lackschicht, dadurch gekennzeichnet, dass zusätzlich folgende Verfahrensschritte umfasst sind: d) Aufbringen einer Deckfolie auf die Lackschicht vor dem Härten der Lackschicht und e) Entfernen der Deckfolie nach dem Härten der Lackschicht.
  2. Verfahren zur Herstellung eines Dokumentes gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zunächst eine Overlayfolie auf den Kartenkörper aufgebracht wird und anschließend die Lackschicht auf die Overlayfolie aufgebracht wird.
  3. Verfahren zur Herstellung eines Dokumentes gemäß Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Overlayfolie diffraktive Strukturen enthält.
  4. Verfahren zur Herstellung eines Dokumentes gemäß einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Lackschicht wenigstens einen ersten Bereich und wenigstens einen zweiten Bereich aufweist, wobei der wenigstens eine erste Bereich eine erste Oberflächenbeschaffenheit aufweist und der wenigstens eine zweite Bereich eine zweite, von der Oberflächenbeschaffenheit des wenigstens einen ersten Bereiches verschiedene Oberflächenbeschaffenheit aufweist.
  5. Verfahren zur Herstellung eines Dokumentes gemäß einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass jede der Oberflächenbeschaffenheiten ausgewählt ist aus der Gruppe umfassend hochglänzende Oberfläche, mattierte Oberfläche, erhabene Strukturen und geprägte Strukturen.
  6. Verfahren zur Herstellung eines Dokumentes gemäß Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die erhabenen Strukturen oder die geprägten Strukturen haptisch wahrnehmbar sind.
  7. Verfahren zur Herstellung eines Dokumentes gemäß einem der Ansprüche 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass sich die diffraktive Struktur in der Overlayfolie unter wenigstens einem Teil des wenigstens einen ersten Bereiches in der Lackschicht befindet.
  8. Verfahren zur Herstellung eines Dokumentes gemäß Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberflächenbeschaffenheit der Lackschicht über der diffraktiven Struktur in der Overlayfolie eine hochglänzende Oberfläche ist.
  9. Verfahren zur Herstellung eines Dokumentes gemäß Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberflächenbeschaffenheit der Lackschicht in wenigstens einem zweiten Bereich, welcher sich nicht über der diffraktiven Struktur befindet, eine mattierte Oberfläche ist.
  10. Verfahren zur Herstellung eines Dokumentes gemäß einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Deckfolie wieder verwendbar ist.
  11. Verfahren zur Herstellung eines Dokumentes gemäß einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Deckfolie aus Polyethylenterephthalat (PET), Polypropylen (PP), Polyethylen (PE), Polytetrafluorethylen (PTFE) sowie Glas-Polymer-Verbundfolien besteht.
  12. Verfahren zur Herstellung eines Dokumentes gemäß einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Deckfolie eine Strukturierung zur Herstellung der definierten Oberflächenbeschaffenheit der Lackschicht aufweist, wobei die Strukturierung der Deckfolie mittels Prägen oder Tiefziehen hergestellt ist.
  13. Verfahren zur Herstellung eines Dokumentes gemäß einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Lackschicht kratzfest und/oder abriebfest ausgebildet ist.
  14. Verwendung einer entfernbaren Deckfolie zur Herstellung eines Dokumentes, umfassend einen Kartenkörper und eine Lackschicht, zur Erzeugung einer definierten Oberflächenbeschaffenheit der Lackschicht.
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