DE102009021663A1 - Luftauslass - Google Patents

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Abstract

Die Erfindung betrifft einen Luftauslass (10) für ein Fahrzeug, mit einem Luftführungskanal (14) und mit einem zumindest bereichsweise in dem Luftführungskanal (14) aufgenommenen und von Luft durchströmbaren Düsenkörper (18). Der Düsenkörper (18) ist durch translatorisches Verschieben relativ zu dem Luftführungskanal (14) in eine Fokusstellung des Düsenkörpers (18) zu verbringen, in welcher die ausströmende Luft stärker fokussiert ist als in einer Diffusstellung des Düsenkörpers (18). Der Düsenkörper (18) ist in der Fokusstellung aus dem Luftführungskanal (14) ausgefahren.

Description

  • Die Erfindung betrifft einen Luftauslass, insbesondere für ein Fahrzeug, mit einem Luftführungskanal und mit einem zumindest bereichsweise in dem Luftführungskanal aufgenommenen und von Luft durchströmbaren Körper. Der Körper ist relativ zum Luftführungskanal in wenigstens zwei voneinander verschiedene Stellungen zu verbringen, wobei in einer ersten Stellung des Körpers die ausströmende Luft fokussiert ist, während in einer zweiten Stellung des Körpers die Luft diffus ausströmt. In der stärker fokussierten Stellung des Körpers ist der durchströmbare Querschnitt des Luftauslasses geringer als in der weniger stark fokussierten Stellung des Körpers.
  • Die DE 20 2004 013 430 U1 beschreibt einen Luftauslass für ein Kraftfahrzeug, bei welchem in einem Luftführungskanal ein kugelförmiger Einsatz drehbar gelagert ist. Der kugelförmige Einsatz ist in eine Fokusstellung verbringbar, in welcher die den Luftführungskanal durchströmende Luft vollständig durch ein düsenförmiges Luftleitrohr strömt, welches in dem kugelförmigen Einsatz bereitgestellt ist. Durch Drehung des kugelförmigen Einsatzes um 180° bezogen auf eine Ausströmrichtung der Luft in der Fokusstellung ist kann das Luftleitrohr mit einer halbkugelförmigen Verschlusskappe in Anlage gebracht werden. Die Verschlusskappe verhindert dann ein Durchströmtwerden des Luftleitrohres. Der in dem Luftführungskanal sich bewegende Luftstrom umströmt also das Luftleitrohr außenseitig und tritt über einen zwischen dem Luftleitrohr und dem Luftströmungskanal gebildeten Ringspalt nicht fokussiert, sondern diffus aus.
  • Als nachteilig bei einem derartigen Luftauslass ist der Umstand anzusehen, dass das Verdrehen des kugelförmigen Einsatzes zum Herbeiführen des fokussierten beziehungsweise diffusen Luftstroms vergleichsweise umständlich ist, und dass das Verbringen des kugelförmigen Einsatzes in die jeweilige Stellung einer vergleichsweise präzisen Handhabung des Einsatzes bedarf.
  • Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, einen Luftauslass der eingangs genannten Art zu schaffen, bei welchem der Körper besonders einfach in die wenigstens zwei voneinander verschiedenen Stellungen zu verbringen ist.
  • Diese Aufgabe wird durch einen Luftauslass mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen mit zweckmäßigen Weiterbildungen der Erfindung sind in den abhängigen Patentansprüchen angegeben.
  • Der erfindungsgemäße Luftauslass umfasst einen Luftführungskanal und einen zumindest bereichsweise in dem Luftführungskanal aufgenommenen und von Luft durchströmbaren Körper. Der Körper ist relativ zu dem Luftführungskanal in wenigstens zwei voneinander verschiedene Stellungen zu verbringen, wobei in einer ersten Stellung des Körpers die ausströmende Luft stärker fokussiert ist als in einer zweiten Stellung des Körpers. In der stärker fokussierten Stellung des Körpers ist ein geringster durchströmbarer Querschnitt des Luftauslasses geringer als in der weniger stark fokussierten Stellung des Körpers. Der Körper ist durch translatorisches Verschieben in die wenigstens zwei voneinander verschiedenen Stellungen zu verbringen. Das translatorische Verschieben des Körpers ist besonders einfach realisierbar, da es keiner besonders präzisen Handhabung bedarf. Darüber hinaus ist das translatorische Verschieben von einer Bedienperson, insbesondere von einem Fahrzeuginsassen, optisch gut wahrnehmbar. Die Funktion des Verbringens des Körpers von der weniger stark fokussierten Stellung in die stärker fokussierte Stellung ist inszeniert, also optisch in Szene gesetzt. Dadurch ist die Bedienung des Luftauslasses besonders gut intuitiv erfassbar.
  • Bevorzugt ist der Körper als Düsenkörper ausgebildet. Das Verringern des geringsten durchströmbaren Querschnitts des Luftauslasses beim Verbringen des Körpers in die stärker fokussierte Stellung ist so durch eine entsprechende Gestaltung des Luftführungskanals besonders einfach realisierbar. Die Funktion des Fokussierens durch das translatorische Verschieben des Düsenkörpers ist bei einem im Querschnitt runden Düsenkörper der Bedienperson in optisch ansprechender Art und Weise besonders gut vermittelbar.
  • In einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist in einer Fokusstellung des Körpers der Körper mit dem Luftführungskanal zumindest bereichsweise in Anlage. Diese Fokusstellung ist bevorzugt durch eine Endlage des Körpers charakterisiert, wobei mit zunehmendem, insbesondere stufenlosem, translatorischen Verschieben des Körpers hin zu der Endlage eine zunehmende Fokussierung des aus dem Luftauslass ausströmenden Luftstroms einhergeht.
  • Das Überführen des Körpers in die Fokusstellung ist besonders dann einfach, intuitiv und optisch ansprechend erfassbar, wenn zumindest in der Fokusstellung des Körpers der Körper aus einem Mündungsbereich des Luftführungskanals ausgefahren ist.
  • Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung weist der Körper einen halbkugelförmigen Eintrittsbereich auf, welcher mit einem korrespondierenden Austrittsbereich des Luftführungskanals dichtsitzend in Anlage zu bringen ist. Dadurch ist ein in Strömungsrichtung der Luftströmung durch den Luftführungskanal besonders breiter Anlagebereich bereitgestellt, welcher in der Fokusstellung des Körpers dafür sorgt, dass die aus dem Luftauslass ausströmende Luft nahezu ausschließlich den Körper durchströmt.
  • In einer Diffusstellung des Körpers kann der Körper zumindest bereichsweise außenseitig umströmbar sein. Wird zusätzlich der Körper selber zumindest bereichsweise durchströmt, so ist ein besonders großflächiges und zugfreies Ausströmen der Luft aus dem Luftauslass erreichbar. Bevorzugt ist die Diffusstellung des Körpers eine weitere Endlage des Körpers, welcher insbesondere stufenlos zwischen der Fokusstellung und der Diffusstellung verschiebbar sein kann.
  • Bevorzugt schließt zumindest in der Diffusstellung des Körpers der Körper mit einem Mündungsbereich des Luftführungskanals bündig ab. Dadurch ist auch optisch das Erreichen der Diffusstellung als Endstellung besonders gut erfassbar und somit das Überführen des Körpers in die Diffusstellung intuitiv vornehmbar.
  • Als weiter vorteilhaft hat es sich gezeigt, wenn durch einen Mündungsbereich des Körpers ein Luftleitelement bereitgestellt ist, mittels welchem den Körper außenseitig umströmende Luft in eine radiale Richtung ablenkbar ist. Dadurch ist insbesondere in der Diffusstellung ein besonders breites Auffächern der diffusen Luftströmung erreichbar.
  • Ist der Luftauslass in einem Fahrzeug angeordnet, so kann in der Diffusstellung so besonders gut eine zugfreie Anströmung eines Fahrzeuginsassen erreicht werden. Durch den breit aufgefächerten, diffusen Luftstrom können sowohl der Kopfbereich des Fahrzeuginsassen als auch der Becken- und/oder Oberschenkelbereich gleichmäßig und angenehm mit der aus dem Luftauslass ausströmenden Luft beaufschlagt werden.
  • In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung weist der Luftauslass ein Gelenk zum rotatorischen Bewegen des Körpers auf. Dadurch ist insbesondere in der Fokusstellung eine hohe Variabilität bei der Ausrichtung des Körpers gegeben, welche eine gezielte Anströmung von gewünschten Bereichen, insbesondere von bevorzugt zu kühlenden Bereichen eines Fahrzeuginsassen, ermöglicht. Bevorzugt ermöglicht das Gelenk ein Bewegen des Körpers mit zwei Freiheitsgraden der Rotation. Hierbei kann das Gelenk als Kugelgelenk ausgebildet sein.
  • Insbesondere, wenn der Luftauslass Teil einer Klimaanlage eines Fahrzeugs ist, kann im Abkühlbetrieb, wenn also der Luftauslass mit kühlender Luft durchströmt wird, durch das rotatorische Bewegen des Körpers besonders gezielt der Fahrzeuginsasse mit einer stark gerichteten Strömung der kühlenden Luft beaufschlagt werden.
  • Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist eine Klappe vorgesehen, mittels welcher eine Durchströmbarkeit des Luftführungskanals und/oder des Körpers verringerbar ist. Die Klappe kann beispielsweise an dem Gelenk zum rotatorischen Bewegen des Körpers angeordnet sein. Durch Verringern der Durchströmbarkeit des Körpers in der Diffusstellung kann die Klappe dafür sorgen, dass der Körper bevorzugt außenseitig umströmt wird. In der Fokusstellung ist die Klappe bevorzugt in eine Stellung verbringbar, in welcher sie die Durchströmbarkeit besonders wenig behindert.
  • Besonders komfortabel ist der Körper in die verschieden stark fokussierten Stellungen zu verbringen, wenn der Luftauslass einen Aktuator zum translatorischen Verschieben des Körpers umfasst. Als Aktuator kann eine Feder dienen, eine Gewindespindel oder dergleichen.
  • Insbesondere bei einem elektrischen Aktuator kann vorgesehen sein, dass dieser mittels einer Regelungseinrichtung ansteuerbar ist. So kann etwa in Anhängigkeit von einer Temperatur im Innenraum des Fahrzeugs die Regelungseinrichtung dafür sorgen, dass der Aktuator den Körper in die Fokusstellung verbringt, in welcher dieser für ein fokussiertes Beaufschlagen mit einem kühlen Luftstrom bestimmter Bereiche des Innenraums sorgt. Ergänzend oder alternativ kann das Ansteuern des Aktuators durch Betätigen eines Bedienelements, etwa einer Taste, erfolgen. Insbesondere kann die Regelungseinrichtung dafür sorgen, dass im Anschluss an einen starken anfänglichen Abkühlbetrieb der Klimaanlage, in welcher der Körper in die Fokusstellung verbracht ist, der Körper in die Diffusstellung verbracht wird. In der Diffusstellung sorgt dann die Regelungseinrichtung für ein Aufrechterhalten des im Abkühlbetrieb rasch erreichten kühlen Innenraumklimas. In analoger Weise kann diese Regelung des Überführens des Körpers aus der Fokusstellung in die Diffusstellung auch in einem Heizbetrieb der Klimaanlage zum Einsatz kommen.
  • Als weiter vorteilhaft hat es sich gezeigt, wenn durch ein Halteelement zum Halten des Körpers ein Anschlag zum Begrenzen der translatorischen Verschiebung des Körpers bereitgestellt ist. Dadurch ist sowohl beim manuellen als auch bei dem durch den Aktuator bewirkten Verbringen des Körpers in seine Endlage das Erreichen der Endlage besonders gut erfassbar. Bevorzugt dient der Anschlag gleichzeitig zum Verbringen der Klappe in eine Endstellung.
  • Von Vorteil ist es weiterhin, wenn der Körper wenigstens ein Luftleitelement zum Beeinflussen einer Ausströmrichtung der den Körper durchströmenden Luft aufweist. Ein derartiges Luftelement kann durch eine Luftleitlamelle, durch zwei sich kreuzende Luftleitlamellen oder dergleichen Elemente bereitgestellt sein. Das wenigstens eine Luftleitelement sorgt hierbei für ein besonders präzises Ausrichten des aus den Körper ausströmenden Luftstroms.
  • Schließlich hat es sich als vorteilhaft gezeigt, wenn der Luftführungskanal wenigstens ein Luftleitelement aufweist, mittels welchem die den Luftströmungskanal durchströmende Luft mit einem Drall beaufschlagbar ist. Ein solcher Drall der den Luftführungskanal durchströmenden Luft sorgt unterstützend für ein großflächiges Ausströmen aus dem Luftauslass, insbesondere in der Diffusstellung des Körpers.
  • Die vorstehend in der Beschreibung genannten Merkmale und Merkmalskombinationen sowie die nachfolgend in der Figurenbeschreibung genannten und/oder in den Figuren alleine gezeigten Merkmale und Merkmalskombinationen sind nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination, sondern auch in anderen Kombinationen oder in Alleinstellung verwendbar, ohne den Rahmen der Erfindung zu verlassen.
  • Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus den Ansprüchen, der nachfolgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsformen sowie anhand der Zeichnungen. Dabei zeigen:
  • 1 einen Schnitt durch einen Luftauslass in einer ausschnittsweise gezeigten Instrumententafel eines Fahrzeugs, in welcher ein Luftführungskanal einer Klimaanlage angeordnet ist, wobei in dem Luftführungskanal ein Düsenkörper in eine Diffusstellung verbracht ist;
  • 2 eine Frontansicht des Luftauslasses gemäß 1;
  • 3 den Luftauslass gemäß 1, bei welchem der Düsenkörper in eine Fokusstellung verbracht ist;
  • 4 eine Frontansicht des Luftauslasses gemäß 3; und
  • 5 eine Schnittansicht eines Luftauslasses gemäß einer weiteren Ausführungsform.
  • Gemäß 1 ist ein Luftauslass 10 in einer Instrumententafel 12 eines Fahrzeugs bereitgestellt. In der Instrumententafel 12 ist ein Luftführungskanal 14 ausgebildet, über welchen ein Innenraum des Fahrzeugs mit klimatisierter, also bei Bedarf gekühlter oder beheizter, Luft beaufschlagbar ist.
  • An einem in dem Luftführungskanal 14 angeordneten Haltekreuz 16 ist ein Düsenkörper 18 gehalten. Hierfür weist der Düsenkörper 18 ein Kugelgelenk 20 auf, welches mit einem Gewindezapfen 22 verbunden ist. Der Gewindezapfen 22 ist in einer Gewindehülse 24 aufgenommen, welche um eine Mittelachse A des Luftführungskanals 14 und des Düsenkörpers 18 drehbar ist. Durch Verdrehen der Gewindehülse 24 bewegt sich der Gewindezapfen 22 aus der Gewindehülse 24 heraus. Dies führt zu einem translatorischen Verschieben des Düsenkörpers 18 entlang der Mittelachse A. Die Gewindehülse 24 ist drehbar an dem Haltekreuz 16 gelagert.
  • In der in 1 gezeigten Endlage des Düsenkörpers 18 ist der Gewindezapfen 22 maximal in die Gewindehülse 24 eingefahren. Dadurch ist der Düsenkörper 18 in eine Diffusstellung überfüht. In dieser Diffusstellung des Düsenkörpers 18 durchströmt die klimatisierte Luft den Luftauslass 10 sowohl über den Düsenkörper 18 als auch über einen zwischen dem Düsenkörper 18 und einer Wand 26 des Luftführungskanals 14 ausgebildeten Ringraum 28. Im Bereich des Ringraums 28 weist der Luftführungskanal 14 einen sich verjüngenden Querschnitt auf.
  • Eine an dem Kugelgelenk 20 schwenkbeweglich angelenkte Klappe 30 drosselt in der Diffusstellung des Düsenkörpers 18 den Luftstrom durch den Düsenkörper 18. Strömungspfeile 32 veranschaulichen entsprechende Strömungswege der Luft durch den Luftauslass 10 und beim Austreten aus dem Luftauslass 10.
  • Die Klappe 30 ist in der Diffusstellung des Düsenkörpers 18, in welcher ein Mündungsbereich des Luftführungskanals 14 bündig mit einer Front des Düsenkörpers 18 abschließt, senkrecht zu der Mittelachse A ausgerichtet und in Anlage mit dem Haltekreuz 16.
  • Eine umlaufende Krempe 34 im Mündungsbereich des Düsenkörpers 18 sorgt in der Diffusstellung des Düsenkörpers 18 für ein radiales Ablenken der den Ringraum 28 durchströmenden Luft. Zwei sich kreuzende Luftleitlamellen 36 sorgen demgegenüber für ein im Wesentlichen parallel zu der Mittelachse A ausgerichtetes Ausströmen der Luft, welche den Düsenkörper 18 durchströmt.
  • Ein Eintrittsbereich 38 des Düsenkörpers 18 ist halbkugelförmig ausgebildet. Der Eintrittsbereich 38 ist in der Diffusstellung des Düsenkörpers 18 von einem korrespondierenden Austrittsbereich 40 des Luftführungskanals 14 beabstandet.
  • Der Eintrittsbereich 38 ist mit dem korrespondierenden Austrittsbereich 40 des Luftführungskanals 14 dichtsitzend in Anlage zu bringen, wenn der Düsenkörper 18 in Richtung der Mittelachse A translatorisch verschoben und hierbei aus dem Luftführungskanal 14 ausgefahren wird (vgl. 3).
  • 2 zeigt den Luftauslass 10 in einer Draufsicht in Richtung der Mittelachse A. Hieraus wird ersichtlich, dass durch die Klappe 30 in der Diffusstellung des Düsenkörpers 18, in welcher die Klappe 30 senkrecht zur Mittelachse A ausgerichtet ist, eine Durchströmbarkeit des Düsenkörpers 18 vergleichsweise weit eingeschränkt ist.
  • 3 zeigt den Luftauslass 10 mit in eine Fokusstellung verbrachtem Düsenkörper 18. Hierbei ist der Düsenkörper 18 maximal aus einem Mündungsbereich des Luftführungskanals 14 ausgefahren und der halbkugelförmige Eintrittsbereich 38 des Düsenkörpers 18 ist mit dem korrespondierenden Austrittsbereich 40 des Luftführungskanals 14 unter Ausbildung eines Dichtsitzes in Anlage. Dadurch ist der Ringkanal 28 versperrt und die gesamte den Luftführungskanal 14 durchströmende Luft verlässt den Luftauslass 10 über den Düsenkörper 18.
  • Der Gewindezapfen 22 ist aus der Gewindehülse 24 soweit ausgefahren, dass die Klappe 30 ungehindert verschwenkbar ist. Die Klappe 30 ist hierbei parallel zu der waagerechten Luftleitlamelle 36 des Luftleitlamellenkreuzes ausgerichtet. In dieser Stellung der Klappe 30 ist ein ungehinderter Lufteintritt in den halbkugelförmigen Eintrittsbereich 38 des Düsenkörpers 18 ermöglicht.
  • Zum simultan mit der Ausfahrbewegung des Düsenkörpers 18 erfolgenden Verstellen der Klappe 30 kann ein manuell und/oder elektromotorisch betätigbarer Verstellmechanismus vorgesehen sein. Ebenso kann die Klappe 30 durch eine Federkraft beaufschlagt sein, welche für das Verbringen der Klappe in die in 3 gezeigte Stellung sorgt, sobald durch ein Wegbewegen von dem Haltekreuz 16 die Klappe 30 verschwenkbar ist. Ergänzend oder alternativ kann die Klappe 30 durch den Luftstrom verstellbar ausgebildet sein.
  • Da sich der Düsenkörper 18 mit beginnendem Ausfahren aus dem Luftführungskanal 14 nicht mehr mit dem Haltekreuz 16 in Anlage befindet, ist der Düsenkörper 18 mit zunehmender Größe der translatorischen Verschiebebewegung zunehmend weiter um ein in dem Kugelgelenk 20 ausgebildetes Drehzentrum verschwenkbar. Der Düsenkörper 18 besitzt durch das Kugelgelenk 20 zwei Freiheitsgrade der Rotation.
  • In der in 3 gezeigten Fokusstellung des Düsenkörpers 18 ist der Düsenkörper 18 so nach oben verschwenkt, dass eine stark gerichtete Strömung zum Belüften eines Kopfbereichs des Innenraums des Fahrzeugs zur Verfügung steht. Dies geht mit einem hohen thermischen Komfort für einen Fahrzeuginsassen einher.
  • 4 zeigt den Luftauslass 10 in einer Frontansicht in Richtung der Mittelachse A mit nach oben verschwenktem Düsenkörper 18.
  • 5 zeigt in einer schematischen Schnittansicht eine weitere Ausführungsform des Luftauslasses 10. Hierbei ist der Düsenkörper 18 in seiner Diffusstellung gezeigt, in welcher der Mündungsbereich des Düsenkörpers 18 bündig mit dem Mündungsbereich des Luftführungskanals 14 abschließt.
  • Bei dieser Ausführungsform sind zum Unterstützen eines breit aufgefächerten Ausströmens der Luft aus dem Ringraum 28 in dem Luftführungskanal 14 umfangsseitig umlaufende, spiralförmige Nuten 42 ausgebildet. Diese Nuten 42 sorgen für ein Erzeugen einer Drallströmung 44, welche in 5 durch einen Strömungspfeil veranschaulicht ist. Durch das Beaufschlagen der den Luftauslass 10 verlassenden Luft mit einem Drall ist das diffuse, den Fahrzeuginsassen zugfrei und großflächig anströmende Austreten der Luft aus dem Luftauslass 10 in der Diffusstellung des Düsenkörpers 18 unterstützt.
  • Bevorzugt wird die Diffusstellung des Düsenkörpers 18 in einem eingeregelten Zustand der Klimaanlage eingesetzt, während die Fokusstellung des Düsenkörpers 18 bevorzugt beim anfänglichen starken Abkühlen bevorzugter Bereiche des Innenraums, insbesondere des Kopfbereichs zum Einsatz kommt. So ist ein hoher thermischer Komfort für den Fahrzeuginsassen gewährleistet.
  • ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
  • Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
  • Zitierte Patentliteratur
    • - DE 202004013430 U1 [0002]

Claims (14)

  1. Luftauslass, insbesondere für ein Fahrzeug, mit einem Luftführungskanal (14) und mit einem zumindest bereichsweise in dem Luftführungskanal (14) aufgenommenen und von Luft durchströmbaren Körper (18), wobei der Körper (18) relativ zu dem Luftführungskanal (14) in wenigstens zwei voneinander verschiedene Stellungen zu verbringen ist, wobei in einer ersten Stellung des Körpers (18) die ausströmende Luft stärker fokussiert ist als in einer zweiten Stellung des Körpers (18), und wobei in der stärker fokussierten Stellung des Körpers (18) ein geringster durchströmbarer Querschnitt des Luftauslasses (10) geringer ist als in der in der weniger stark fokussierten Stellung des Körpers (18), dadurch gekennzeichnet, dass der Körper (18) durch translatorisches Verschieben in die wenigstens zwei voneinander verschiedenen Stellungen zu verbringen ist.
  2. Luftauslass nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Körper als, insbesondere im Querschnitt runder, Düsenkörper (18) ausgebildet ist.
  3. Luftauslass nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass in einer Fokusstellung des Körpers (18) der Körper (18) mit dem Luftführungskanal (14) zumindest bereichsweise in Anlage ist.
  4. Luftauslass nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest in der Fokusstellung des Körpers (18) der Körper (18) aus einem Mündungsbereich des Luftführungskanals (14) ausgefahren ist.
  5. Luftauslass nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Körper (18) einen halbkugelförmigen Eintrittsbereich (38) aufweist, welcher mit einem korrespondierenden Austrittsbereich (40) des Luftführungskanals (14) dichtsitzend in Anlage zu bringen ist.
  6. Luftauslass nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass in einer Diffusstellung des Körpers (18) der Körper (18) zumindest bereichsweise außenseitig umströmbar ist.
  7. Luftauslass nach einem der Ansprüche 6, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest in der Diffusstellung des Körpers (18) der Körper (18) mit einem Mündungsbereich des Luftführungskanals (14) bündig abschließt.
  8. Luftauslass nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass durch einen Mündungsbereich des Körpers (18) ein Luftleitelement (34) bereitgestellt ist, mittels welchem den Körper (18) außenseitig umströmende Luft in eine radiale Richtung ablenkbar ist.
  9. Luftauslass nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Luftauslass (10) ein Gelenk (20) zum, insbesondere zwei Rotationsfreiheitsgrade umfassenden, rotatorischen Bewegen des Körpers (18) aufweist.
  10. Luftauslass nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass eine Klappe (30) vorgesehen ist, mittels welcher eine Durchströmbarkeit des Luftführungskanals (14) und/oder des Körpers (18) verringerbar ist.
  11. Luftauslass nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Luftauslass (10) einen, insbesondere mittels einer Regelungseinrichtung und/oder durch Betätigen eines Bedienelements ansteuerbaren, Aktuator (24) zum translatorischen Verschieben des Körpers umfasst.
  12. Luftauslass nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass durch ein Halteelement (16) zum Halten des Körpers (18) ein Anschlag zum Begrenzen der translatorischen Verschiebung des Körpers bereitgestellt ist.
  13. Luftauslass nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Körper (18) wenigstens ein Luftleitelement (36) zum Beeinflussen einer Ausströmrichtung der den Körper (18) durchströmenden Luft aufweist.
  14. Luftauslass nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Luftführungskanal (14) wenigstens ein Luftleitelement (42) aufweist, mittels welchem die den Luftführungskanal (14) durchströmende Luft mit einem Drall beaufschlagbar ist.
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