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Die
Erfindung betrifft ein Stahlbetonbauteil mit mindestens einer oberen
und mindestens einer unteren Längsbewehrungslage, und einer
Querkraftbewehrung, wobei diese in ihrer Ausdehnung über
die oberste und unterste Längsbewehrung geführt
ist, gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 1.
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Bei
Stahl- oder Spannbetonbauteilen ist im Bereich von Auflagerstellen,
insbesondere im Bereich von Stützenanschlüssen,
zur Aufnahme der dort infolge der Stützenkräfte
auftretenden Querkräfte oft eine Schubbewehrung notwendig.
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Derartige
Schubbewehrungselemente sind weitestgehend bekannt in Form von S-Haken
oder Bügeln, Dübelleisten, Doppelkopfbolzen, Bügelmatten,
Gitterträgern, Tobler Walm, Geilinger Kragen sowie Riss-Stern.
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Eine
Schubbewehrung in Form von S-Haken oder Bügeln muss aus
Gründen der schlechten Verankerung eine meist vorhandene
Biege-Längsbewehrung umschließen, um ein Ausreißen
der Schubbewehrung zu verhindern. Dieses zu verlegen ist sehr aufwendig
und dadurch auch kostenintensiv. Bei hohen Bewehrungsgraden der
Biegezugbewehrung und hohem Schubbewehrungsanteil gelten herkömmliche
Bügel als nicht mehr einbaubar.
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Bei
der, aus der
DE 27
27 159 A1 bekannten Dübelleiste, sind die Dübel
an ihrem Ende mit einem verbreiterten Dübelkopf versehen.
Dabei sind die Dübel mit ihrem anderen Ende mit einer Dübelhalteschiene
verschweißt. Eine Weiterentwicklung einer solchen Dübelleiste
ist beispielsweise aus der
DE
298 12 676 U1 bekannt. Diese Dübelleiste weist
mehrere im Abstand zueinander angeordnete Dübel auf, die
an einem Ende ihres Dübelschafts einen tellerförmig
verbreiterten Dübelkopf aufweisen und die am anderen Ende
an einer gemeinsamen Dübelhalteschiene befestigt sind,
wobei sich der jeweilige Dübelschaft durch eine Dübelbohrung der
Dübelhalteschiene erstreckt und mit einem Nietkopf versehen
ist.
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Auch
wenn derartige Dübelleisten seit langem vielfältig
im Einsatz sind, hat sich in der Praxis herausgestellt, dass diese
Dübelleisten bei starken Schubkräften versagen,
da sich die Dübel dann verbiegen. Dadurch wird der Verbund
zwischen Beton und Bewehrung zudem gelockert, eine Dauerhaftigkeit
des Stahlbetonbauteils ist nicht immer gegeben.
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Doppelkopfbolzen
bestehen aus einem zylindrischen Bolzen und einem gegenüber
dem Bolzen vergrößerten, darüber bzw.
darunter liegenden Bolzenkopf, der jeweils in der Regel etwa kegelstumpfförmig
ausgebildet ist. Mehrere solcher Bolzen sind über eine
am unteren oder oberen Bolzenkopf festgelegte Distanzleiste zu einem
Schubbewehrungselement verbunden, wobei die Distanzleiste für
die richtige Orientierung sowie die korrekte Höhenposition
der Doppelkopfbolzen im Einbauzustand sorgt.
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Ein
Nachteil dieses Schubbewehrungselementes liegt darin, dass das Herstellen
der Doppelkopfbolzen recht aufwendig ausfällt und beispielsweise
durch Stauchen der Bolzenenden zur Herstellung der Bolzenköpfe
oder durch Anschweißen der kegelstumpfförmigen
Bolzenköpfe an den Bolzen erfolgt.
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Hinzu
kommt, dass die Doppelkopfbolzen gewöhnlich von oben sternförmig
zwischen die obere und untere Lage der Längsbewehrung eingefädelt
werden. Bei hohen Bewehrungsgraden der Biegezugbewehrung sowie unterschiedlichen
Maschenweiten der oberen und unteren Bewehrungslage ist der Einbau
dadurch sehr schwierig, manchmal sogar unmöglich.
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Tobler
Walm und Geilinger Kragen sind Stahleinbauteile, die aus zusammengeschweißten
Stahlprofilen bestehen und einzeln angefertigt werden. Das Versetzen
der Einbauteile muss wegen des hohen Eigengewichts mit Hebezeug
erfolgen. Die Herstellung und der Einbau sind aufwändig
und kostenintensiv, da dies Hebewerkzeug in der Zeit des Einbaus
nicht für andere Aufgaben auf der Baustelle zur Verfügung
steht, bzw. extra vorgehalten werden muss. Aufgrund ihrer Größe
und ihres Gewichts können diese Lösungen nicht
in Fertigteilen verwendet werden, da ansonsten der Transport auf
die Baustelle nicht mehr wirtschaftlich wäre. Diese Bewehrungselemente
können daher nur für Stahlbetonbauteile verwendet
werden, die in Ortbetonbauweise hergestellt werden.
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Aufgabe
der Erfindung ist es, diese und weitere Nachteile des Standes der
Technik zu überwinden und ein Stahlbetonbauteil zur Verfügung
zu stellen mit dem auch große Schubkräfte bzw.
Querkräfte aufgenommen werden können. Das Stahl-
oder Spannbetonteil soll zudem kostengünstig herstellbar
und leicht einbaubar sein. Idealerweise soll es auch als Fertigteil
herstellbar sein.
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Hauptmerkmale
der Erfindung sind im kennzeichnenden Teil von Anspruch 1 und Anspruch
13 angegeben. Ausgestaltungen sind Gegenstand der Ansprüche
2 bis 12 und 14 bis 15.
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Bei
einem Stahlbetonbauteil mit mindestens einer oberen und mindestens
einer unteren Längsbewehrungslage und einer Querkraftbewehrung,
wobei diese in ihrer Ausdehnung über die oberste und unterste Längsbewehrung
geführt ist, sieht die Erfindung vor, dass die Querkraftbewehrung
aus mindestens 20 freifallenden, trapez- oder dreieckförmigen
Blechteilen aus Baustahl gebildet ist.
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Die
vorteilhafte Ausgestaltung der Querkraftbewehrung aus mindestens
20 frei fallenden, trapez- oder dreieckförmigen Blechteilen
aus Baustahl sorgt zum einen aufgrund der Vielzahl der Blechteile
für eine gute Verbundwirkung zwischen dem Beton und der
Bewehrung. Ein solches Stahlbetonbauteil ist günstig herzustellen
und sehr tragfähig. Die Verbundwirkung wird zudem über
die Form des Blechteils noch verstärkt, da sich das Blechteil
innerhalb des Betons verkeilen kann.
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Die
Kosten zur Herstellung des Stahlbetonbauteils sind durch die erfindungsgemäße
Ausgestaltung der Querkraftbewehrung äußerst gering,
da handelsüblicher Baustahl verwendet werden kann. Durch
die einfache Geometrie der Blechteile können sie in einer Serienfertigung
als freifallende Stanzteile gefertigt werden. Es sind dadurch keine
Schweißvorgänge, Schraubverbindungen oder Lötverbindungen
notwendig. Die Herstellkosten eines erfindungsgemäßen
Stahlbetonteils werden durch die Ausgestaltung der Querkraftbewehrung
durch die einfachen Blechteile deutlich gesenkt. Weiterhin wird
beim Herstellvorgang der Blechteile durch die Stanzfertigung sehr
wenig Energie benötigt.
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Sie
lassen sich zudem schnell und unkompliziert einbauen, wobei keine
besonderen Fachkenntnisse oder Fertigkeiten notwendig sind.
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Gleichzeitig
wird neben der Durchstanzfestigkeit vor allem die Querkrafttragfähigkeit
gegenüber herkömmlichen Konstruktionen deutlich
erhöht, da Querkräfte und Momente besser aufgenommen
und im Stahlbetonbauteil günstiger verteilt werden. Somit
bleiben auch durch Querkraft bedingte Risse klein und die Traglast
des Stahlbetonbauteils kann gegenüber herkömmlichen
Lösungen signifikant gesteigert werden.
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Die
Schubkraftübertragung in der Verbundfuge, die bei Elementdecken
nachzuweisen ist, wird ebenfalls durch die Blechteile übernommen.
Somit können die Kosten zur Herstellung eines erfindungsgemäßen Stahlbetonbauteils
weiter gesenkt werden.
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Bevorzugt
ist die Querkraftbewehrung aus mindestens 50 Blechteilen gebildet,
besonders bevorzugt aus mindestens 70 Blechteilen. Die Spannung
im Stahlbetonbauteil kann durch die Vielzahl der Blechteile sehr homogen
verteilt werden, was die Tragfähigkeit nochmals erhöht.
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Um
die Verbundwirkung der Querkraftbewehrung im erfindungsgemäßen
Stahlbetonbauteil noch weiter zu verbessern, hat jedes Blechteil
an seinen zwei Enden je eine Abkantung. Die Abkantung ist dabei
bis zur obersten bzw. untersten Längsbewehrung geführt.
Diese erfindungsgemäße Ausgestaltung sorgt für
eine bessere Spannungsverteilung innerhalb der Querkraft belasteten
Zone des Stahlbetonbauteils. Das im Querschnitt Z-förmige
Blechteil umgreift dabei mit den einfachen Abkantungen mindestens
einen Bewehrungsstab der oberen und einen der unteren Bewehrungslage,
so dass eine schlupfarme Verankerung der Durchstanzbewehrung in
der Betondruck- und Betonzugzone erreicht wird.
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Besonders
bevorzugt sind dabei zwei kreisförmige Ausnehmungen innerhalb
der Abkantung am breiteren Ende des trapezförmigen Blechteils
ausgebildet. Beton kann durch diese kreisförmigen Ausnehmungen dringen
und somit für eine Verzahnung des Blechteils mit dem Beton
sorgen. Das Stahlbetonbauteil wird somit äußerst
belastbar. Ferner sind die Blechteile dadurch auch fest verankert
und verschieben sich nicht beim Eingießen des Betons.
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Ein
durch jede Ausnehmung geführter Längsbewehrungsstab
verbessert erfindungsgemäß die Tragfähigkeit
des Stahlbetonbauteils, da schräg eingeleitete Kräfte über
die Verbundwirkung zwischen Blechteil und Längsbewehrungsstab
in eine Normalkraftkomponente sowie eine Querkraftkomponente aufgeteilt
werden. Das Stahlbetonbauteil besitzt dadurch eine höhere
Duktilität.
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Besonders
vorteilhaft ist die Ausgestaltung der Erfindung derart, dass die
Abkantungen mit zusätzlichen Aussparungen ausgebildet sind.
Dadurch wird die Verbundwirkung zwischen den Blechteilen sowie dem Beton
im Stahlbetonbauteil nochmals weiter verbessert, die Tragfähigkeit
des Stahlbetonbauteils wird nochmals erhöht.
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Bevorzugt
weist jedes Blechteil eine Dicke von 3 oder 5 mm auf. Aus Gründen
der Tragfähigkeit durchgeführte Versuche haben
gezeigt, dass durch andere Dicken nicht das optimale Verhältnis
von Querkrafttragfähigkeit in Bezug auf die Verbundwirkung
erreicht wird. Zudem wirkt sich die Vorhaltung nur zweier Blechteildicken
besonders günstig auf die Materialkosten aus. Die Blechteile
müssen in ihrer Dicke nicht speziell angepasst werden.
Vielmehr können sie nach Bedarf hergestellt werden, wodurch
Lager- und Vorhaltekosten vermieden werden. Lediglich die Länge
der Blechteile muss auf die jeweilige Deckendicke angepasst werden.
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Erfindungsgemäß sind
in einer bevorzugten Ausführungsform die Blechteile gleichmäßig
um einen Bereich mit einer hohen Querkraftbelastung angeordnet.
Dadurch kann die Bemessung des Stahlbetonbauteils mit einfachen
Mitteln und bestehenden Möglichkeiten erfolgen. Eine umfangreiche
Berechnung für jeden Einzelfall kann somit vermieden werden.
Erfindungsgemäß ist es zudem vorteilhaft, wenn
die Blechteile parallel zueinander angeordnet sind. Dadurch lassen
sich einfache Geometrien, die der Bemessung des Stahlbetonbauteils
dienlich sind, verwirklichen. Die erfindungsgemäße
Konstruktion des Stahlbetonbauteils ist somit einfach herzustellen
und kostengünstig.
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Die
Anordnung der Blechteile, die als Bewehrung dienen, konzentriert
sich beim Einbau in ein Stahlbetonbauteil in einem Kernbereich.
Die dort angeordnete große, durch die Blechteile ausgeführte,
Bewehrungsmenge erhöht die Durchstanzfestigkeit des Stahlbetonbauteils
signifikant. Bei größerer Entfernung zum Kernbereich,
der im Idealfall in der Zone der stärksten Querkraftbelastung
liegt, z. B. in einem Stützenbereich, kann die Anzahl der
Blechteile vorteilhaft verringert werden. Die Tangentialabstände
der Bewehrungsbauteile sind dann mit zunehmendem Abstand von dem
Kernbereich vergrößerbar.
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Besonders
vorteilhaft ist die Ausgestaltung der Erfindung derart, dass die
Querkraftbewehrung aus derart vielen Z-förmigen Blechteilen
aus Baustahl gebildet ist, dass die Gleichung
erfüllt ist.
Dabei
sind:
u
krit: der Umfang des kritischen
Rundschnitts nach
Abschnitt 10.5.2 von DIN 1045-1 unter
Berücksichtigung nachstehenden Angaben, wobei
DIN
1045-1, Abschnitt 10.5.2(14) hier keine Anwendung findet.
Der
kritische Rundschnitt ist nach
DIN 1045-1, Abschnitt 10.5.2 für
Innenstützen sowie Stützen in der Nähe von Öffnungen
in der Platte zu führen. Stützen, die weniger
als 6 h von mindestens einem Plattenrand entfernt sind, gelten als
Rand- bzw. Eckstützen. Für diese ist der Rundschnitt
in Anlehnung an
DIN 1045-1, Bild 41 zu führen,
wobei als Randabstand 6 h zu setzen ist (anstatt 3 d nach Bild 41).
Ergibt eine Rundschnittführung nach
DIN 1045-1,
Bild 39 dadurch eine kleinere Rundschnittlänge,
so ist diese maßgebend.
β: Lasterhöhungsfaktor
für horizontal unverschieblich gelagerte Deckensysteme
nach
DIN 1045-1, Bild 44 oder nach
Heft
525 des DAfStb, Abschnitt 10.5.3.
V
Ed:
die auf das Bauteil wirkenden Designwerte der Einwirkungen
V
Rd,max = α
Blech·V
Rd,ct wobei
α
Blech:
Faktor zur Berücksichtigung der Tragfähigkeitserhöhung
durch die Bleche
| | Blechdicke
t [mm] | Bewehrung
ds [mm] | αBlech
|
| GM-25/12 | 5 | 12 | 1,9 |
| GM-23/12 | 3 | 12 | 1,6 |
V
Rd,ct: wird wie nachstehend
für Innen-, Rand- und Eckstützen ermittelt zu:
Im
kritischen Rundschnitt beträgt die Querkrafttragfähigkeit
V
Rd,ct der Platte zur Ermittlung der maximalen
Tragfähigkeit:
κ: der Maßstabsfaktor
nach Gleichung (106) in
DIN 1045-1,
ρ
l: mittlerer Längsbewehrungsgrad
innerhalb des betrachteten Rundschnitts
d: statische Bauteilhöhe
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Weiterhin
ist es vorteilhaft, wenn die Querkraftbewehrung aus derart vielen
Z-förmigen Blechteilen aus Baustahl gebildet ist, dass
die Gleichung β·VEd =
vRd,sy,Z
erfüllt ist.
Dabei
entspricht:
VEd: die auf das Bauteil
wirkenden Designwerte der Einwirkungen
β: nach DIN
1045-1, Bild 44 oder nach DAfStb Heft 525, Abschnitt
10.5.3
VRd,sy,Z: dem Durchstanzwiderstand
der Blechteile
VRd,sy,Z = k1·vRd,ct·ui +
bBlech·tBlech·fyd·nBleche
k1
= 1,70: für den Rundschnitt im Abstand 0,5 d vom Stützenrand
k1
= 1,35: für den Rundschnitt im Abstand 1,25 d vom Stützenrand
k1
= 1,00: für Rundschnitte im Abstand ≥ 2,0 d vom
Stützenrand
ui: Umfang des
Rundschnitts im betrachteten Nachweisschnitt
fyd:
Bemessungswert der Streckgrenze des Blechteils
bBlech:
kleinste Stegbreite des Blechteils
tBlech:
Dicke des Blechteils
nBleche: Anzahl
der Stahlbleche im betrachteten Rundschnitt
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Ein
so ausgestaltetes Stahlbetonbauteil weist ein mindestens so hohes
Durchstanzverhalten auf als alle vergleichbaren bekannten Lösungen
im Stand der Technik.
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Weiterhin
ist es vorteilhaft, wenn die Abstände der Bleche in Richtung
von der belasteten Fläche (Stütze) ausgehenden
Radien sr (radiale Richtung) folgende Werte nicht überschreiten:
- – Der Abstand eines Blechs zum vorherigen
oder nächsten Rundschnitt sollte 0,75 d nicht überschreiten.
- – Der kleinste Abstand zweier Bleche sollte 3 cm nicht
unterschreiten.
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Zudem
sind die Abstände der Bleche untereinander in Richtung
des Verlaufs der Rundschnitte st (tangentiale
Richtung) vorteilhaft innerhalb der folgenden Werte: st ≤ 0,75 × d × 0,8 × i ≤ 3,5 × d i
Nummer des Rundschnitts
d statische Bauteilhöhe
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So
werden erfindungsgemäß die größten
Tragfähigkeiten erreicht.
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Bei
einem erfindungsgemäßen Verfahren zur Herstellung
eines Stahlbetonbauteils ist vorgesehen, dass zuerst Blechteile
auf die unterste Lage der Längsbewehrung eingefädelt
werden. Die Blechteile stehen anschließend nach oben, da
sie die Ausnehmungen der Längsbewehrung formschlüssig
umschließen und ein Umkippen verhindern. Dabei ragen die
Blechteile bis zur oberen Längsbewehrungslage oder darüber
hinaus. Anschließend wird die Bewehrung in einer Charge
mit Beton vergossen. Nach dem Aushärten des Betons ist das
Stahlbetonbauteil fertig und belastbar.
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Alternativ
ist auch ein Einfädeln der Blechteile auf die oberste Lage
der Längsbewehrung möglich. Die Blechteile hängen
dann nach unten und ragen bis zur unteren Längsbewehrungslage.
Nach dem Verguss mit dem Beton ist das erfindungsgemäße
Stahlbetonbauteil ebenfalls fertig.
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Besonders
vorteilhaft ist das Vergießen mit dem Beton in zwei Schritten.
Dabei kann beispielsweise nach Einfädeln der Blechteile
auf die unterste Lage der Längsbewehrung die Längsbewehrung
mit den Bleichteilen vergossen werden (mindestens in einer Dicke
von 5 cm) und nach dem Aushärten auf die Baustelle transportiert
werden. Hier erfolgt der Einbau der oberen Längsbewehrungslage
sowie das Verfüllen mit Beton, bis die gewünschte
Deckendicke erreicht ist. Nach dem Aushärten des Betons
ist das erfindungsgemäße Stahlbetonbauteil fertig.
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Weitere
Merkmale, Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus
dem Wortlaut der Ansprüche sowie aus der folgenden Beschreibung
von Ausführungsbeispielen anhand der Zeichnungen. Es zeigen:
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1 einen
Auschnitt eines erfindungsgemäßen Stahlbetonbauteils;
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2a eine
Vorderansicht eines Blechteils;
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2b eine
Seitenansicht eines Blechteils;
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2c eine
Draufsicht eines Blechteils;
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3 Ausschnitt
einer Verteilung von Blechteilen in einem erfindungsgemäßen
Stahlbetonbauteil;
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4 Bewehrungsanordnung
eines erfindungsgemäßen Stahlbetonbauteils
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1 zeigt
einen Ausschnitt eines Stahlbetonbauteils 1, das an den
Betonbauteiloberflächen O eine aus Bewehrungsstäben
S gebildete obere Bewehrungslage Bo und eine untere Bewehrungslage
Bu aufweist. Zur Erhöhung der Durchstanzfestigkeit und
der Querkrafttragfähigkeit umschließt ein trapezförmiges
Blechteil 10 die obere und untere Bewehrungslage Bo, Bu.
Das Blechteil 10 ist dabei in eine Richtung parallel zur
Bewehrung und rechtwinklig zur Betonbauteiloberfläche O
angeordnet.
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Die
endseitig an dem flächigen Blechteil 10 horizontal
abgewinkelten Abkantungen 41, 42 umschließen
die obere Bewehrungslage Bo und die untere Bewehrungslage Bu. Durch
die sich im unteren Bereich 15 befindenden Ausnehmungen 30 sind
Bewehrungsstäbe S durchgeführt, wodurch das Blechteil 10 mit
der unteren Bewehrungslage Bu verbunden und in seiner Lage relativ
zu dieser gesichert ist.
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Die
obere Abkantung 41 ist im vorliegenden Beispiel über
die obere Bewehrungslage Bu geführt und umgreift diese.
Erfindungsgemäß ist dies nicht unbedingt notwendig,
ebenso würde es auch ausreichen, die Abkantung 41 bis
auf die gleiche Höhe der oberen Bewehrungslage Bo zu führen.
Die Verbundwirkung überträgt die Querkräfte
auch dann von der oberen Bewehrungslage Bo über das flächige
Blechteil 10 zur unteren Bewehrungslage Bu.
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2a zeigt
eine Seitenansicht eines erfindungsgemäßen Blechteils 10 zur
Verwendung in einem Stahlbetonbauteil. Das Blechteil 10 hat
als Hauptteil 12 einen einfachen flachen, trapezförmigen
Körper aus Baustahl, der in seinem unteren Bereich 15 zwei
Ausnehmungen 30, in Form von Löchern, aufweist.
Der Bewehrungsstab S ist dabei durch die Verankerungsmittel, welche
als kreisförmige Ausnehmungen 30 ausgebildet sind,
hindurchgeführt. Die obere Abkantung 41 ist dabei
im Wesentlichen rechtwinklig zum Bauteil 12 ausgeführt.
Hier ist zudem deutlich erkennbar, dass die untere Abkantung 42 einen
Bewehrungsstab S hintergreift.
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2b zeigt
eine Vorderansicht des Blechteils 10. Man erkennt, dass
vom unteren Ende 15 zum oberen Ende 14 sich der
flächige Hauptteil 12 des Blechteils 10 verjüngt.
Die Abkantungen 41, 42 sind dabei im Wesentlichen
parallel zueinander ausgeführt. Kreisförmige Ausnehmungen 30 bilden
Verankerungsmittel zur Aufnahme von Bewehrungsstäben S.
Dabei sind die Ausnehmungen 30 im Wesentlichen symmetrisch
zur Längsachse des trapezförmigen Blechteils 10 angeordnet.
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2c zeigt
eine Aufsicht des Blechteils 10, wo erkennbar ist, dass
die untere Abkantung 42 ebenfalls Ausnehmungen 32 aufweist.
Die Ausnehmungen 32 verbessern dabei die Verbundwirkung
des Blechteils 10 im Stahlbetonbauteil 1 erheblich.
Bei der oberen Abkantung 41 wird im vorliegenden Ausführungsbeispiel
auf eine Ausnehmung 32 verzichtet. Jedoch kann auch die
obere Abkantung 41 erfindungsgemäß Ausnehmungen aufweisen.
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In
den 2a bis 2c ist
auch gut zu erkennen, dass im oberen Bereich 14 die angeformte
Abkantung 41 nach hinten abgewinkelt ist, während
im unteren Bereich 15 die Abkantung 42 nach vorne
ausgebildet ist. Das Blechteil 10 hat mithin im Querschnitt
eine im Wesentlichen Z-förmige Gestalt. Dabei befindet
sich die obere Abkantung 41 in Höhe der Biegezugbewehrung,
während die untere Abkantung 42 in der Biegedruckzone
ausgebildet ist, in der sie zusammen mit den durchgefädelten
Betonstahlstäben S eine schlupfarme Verankerung der Durchstanzbewehrung
erzeugt.
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3 zeigt
einen Ausschnitt eines erfindungsgemäßen Stahlbetonbauteils,
mit mehreren Blechteilen 10. Die untere Abkantung 42 hintergreift
dabei die äußerste Lage der untere Bewehrung Bu.
Bewehrungsstäbe S sind dabei konsekutiv durch die jeweiligen
Ausnehmungen 30 jeweils eines Blechteils 10 geführt.
In dieser Ausführungsform ist zudem gezeigt, dass die oberen
Abkantungen 41 nicht zwingend komplett bis über
die obere Bewehrungslage Bo geführt sein müssen.
Es reicht bereits aus, wenn das Blechteil 10 mit den jeweiligen Abkantungen
bis zur und nicht über die Bewehrungslagen Bo, Bu geführt
ist.
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4 zeigt
ein erfindungsgemäßes Stahlbetonbauteil mit einer
Vielzahl an angeordneten Blechteilen. Man erkennt, dass die Blechteile
gleichmäßig um einen Bereich K angeordnet sind.
Ferner ist deutlich erkennbar, dass die Blechteile 10 parallel
zueinander angeordnet sind.
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Die
Erfindung ist nicht auf eine der vorbeschriebenen Ausführungsformen
beschränkt, sondern in vielfältiger Weise abwandelbar.
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Sämtliche
aus den Ansprüchen, der Beschreibung und den Zeichnungen
hervorgehenden Merkmale und Vorteile, einschließlich konstruktiver
Einzelheiten, räumlicher Anordnungen und Verfahrensschritten,
können sowohl für sich als auch in den verschiedensten
Kombinationen erfindungswesentlich sein.
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Bezugszeichenliste
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- Bo
- obere
Bewehrungslage
- Bu
- untere
Bewehrungslage
- S
- Bewehrungsstab
- K
- Konzentrationsbereich
- O
- Betonbauteiloberfläche
- 1
- Stahl-
oder Spannbetonbauteil
- 10
- Bewehrungsbauteil
- 12
- Hauptteil
- 14
- oberer
Bereich
- 15
- unterer
Bereich
- 30
- Ausnehmung
- 32
- Ausnehmungen
- 40
- Abkantung
- 41
- obere
Abkantung
- 42
- untere
Abkantung
- 50
- Bewehrungsanordnung
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
-
Diese Liste
der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert
erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information
des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen
Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt
keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
-
Zitierte Patentliteratur
-
- - DE 2727159
A1 [0005]
- - DE 29812676 U1 [0005]
-
Zitierte Nicht-Patentliteratur
-
- - Abschnitt
10.5.2 von DIN 1045-1 [0027]
- - DIN 1045-1, Abschnitt 10.5.2(14) [0027]
- - DIN 1045-1, Abschnitt 10.5.2 [0027]
- - DIN 1045-1, Bild 41 [0027]
- - DIN 1045-1, Bild 39 [0027]
- - DIN 1045-1, Bild 44 [0027]
- - Heft 525 des DAfStb, Abschnitt 10.5.3 [0027]
- - DIN 1045-1 [0027]
- - DIN 1045-1, Bild 44 [0028]
- - DAfStb Heft 525, Abschnitt 10.5.3 [0028]