DE102010051908A1 - Drehzahladaptiver Tilger, insbesondere Fliehkraftpendeleinrichtung - Google Patents

Drehzahladaptiver Tilger, insbesondere Fliehkraftpendeleinrichtung Download PDF

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Abstract

Die Erfindung betrifft einen drehzahladaptiven Tilger, insbesondere Fliehkraftpendeleinrichtung, umfassend eine Trägereinrichtung mit an dieser pendelnd im Bereich des Außenumfanges gelagerten und in Umfangsrichtung einander benachbart angeordneten Trägheitsmassen, deren in Umfangsrichtung weisende Stirnseiten durch eine aus gekrümmten Flächen gebildete Seitenkontur beschreibbar ist. Die Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass die Kontur der Stirnseite in Abhängigkeit der Breite der einzelnen Trägheitsmasse, die durch den Abstand der Schnittpunkte einer um eine Konstruktionsgröße parallel zur Teilungsachse angeordneten Achse mit dem Innenumfang der Trägheitsmasse und Außenumfang der Trägheitsmasse beschreibbar ist, und als Funktion der Konstruktionsgröße gebildet wird.

Description

  • Die Erfindung betrifft einen drehzahladaptiven Tilger, insbesondere Fliehkraftpendeleinrichtung, umfassend eine Trägereinrichtung mit an dieser pendelnd im Bereich des Außenumfanges gelagerten und in Umfangsrichtung einander benachbart angeordneten Trägheitsmassen, deren in Umfangsrichtung weisende Stirnseiten durch eine aus gekrümmten Flächen gebildete Seitenkontur beschreibbar ist.
  • Ein gattungsgemäßer drehzahladaptiver Tilger ist aus der Druckschrift DE 196 31 989 C1 vorbekannt. Dieser umfasst eine um eine Drehachse drehbare Trägereinrichtung sowie eine Anzahl n über den Umfang verteilter und zu einer durch den Mittelpunkt M gehenden Symmetrieachse symmetrischen Trägheits- beziehungsweise Tilgermassen, die um von der Drehachse beabstandete Schwenkachsen der Rotationsbewegung folgend schwenkbar sind, wobei jede der einzelnen Trägheitsmassen durch zwei in Umfangsrichtung beabstandete, sich parallel zur Rotationsachse erstreckende Bolzen mit dem Durchmesser in der Trägereinrichtung gelagert sind. Die Bolzen sind auf Kurvenbahnen, die im Bereich der Trägereinrichtung einen U-förmig in Richtung der Rotationsachse und im Bereich der Trägheitsmassen ein U-förmig in die entgegengesetzte Richtung geöffnetes Profil haben, abrollbar, wodurch sich eine Pendellänge ergibt und die einzelne Trägheitsmasse in zwei Richtungen um einen Schwing- beziehungsweise Pendelwinkel ausgelenkt werden kann. Die Außenkontur der einzelnen Trägheitsmasse ist durch einen Kreisbogen um einen auf einer durch den Mittelpunkt gehenden Symmetrieachse der Trägheitsmasse um die Pendellänge nach außen versetzten Mittelpunkt mit einem Radius beschreibbar, welcher der Differenz des maximalen Radius des zur Verfügung stehenden Bauraumes und der Summe aus 1 und einem Konstruktionsabstand entspricht. Die Kontur der in Umfangsrichtung weisenden Stirnflächen wird durch Radien bestimmt. Durch die gekrümmt ausgeführten Stirnflächen entfällt das Erfordernis der Einhaltung eine größeren Mindestabstandes zwischen den einzelnen Trägheitsmassen zur Realisierung einer störungsfreien Funktion unter Vermeidung von Zusammenstößen von Trägheitsmassen oder Nietbolzen auf Flanschausbrüchen und der dadurch erzeugten Geräuschentwicklung in den Übergangsphasen zwischen der Drehbewegung der Trägheitsmasse und des Stillstandes und umgekehrt.
  • Das Ziel der Auslegung derartiger drehzahladaptiver Tilger besteht ferner darin, neben der Vermeidung der mit Trägheitsmassen mit gerader Seitenkontur erzielbaren Nachteile, die Trägheitsmassen im zur Verfügung stehenden Bauraum zu optimieren, wobei möglichst große Massen mit hohem Gewicht zum Einsatz gelangen sollen. Der Erfindung lag daher die Aufgabe zugrunde, einen drehzahladaptiven Tilger, insbesondere die einzelnen Trägheitsmassen eines Tilgers der eingangs genannten Art derart weiterzuentwickeln, dass der zur Verfügung stehende Bauraum noch optimaler und durch maximale Trägheitsmassen bei gleichzeitiger Reduzierung der Geräuschentwicklung, insbesondere einer Vermeidung des Aneinanderschlagens der einzelnen Trägheitsmassen, beim Übergang zwischen den einzelnen Betriebsphasen, charakterisiert ist.
  • Die erfindungsgemäße Lösung ist durch die Merkmale des Anspruchs 1 charakterisiert. Vorteilhafte Ausgestaltungen sind in den Unteransprüchen beschrieben.
  • Ein drehzahladaptiver Tilger, insbesondere Fliehkraftpendeleinrichtung, umfassend eine Trägereinrichtung mit an dieser pendelnd im Bereich des Außenumfanges gelagerten und in Umfangsrichtung einander benachbart angeordneten Trägheitsmassen, deren in Umfangsrichtung weisende Stirnseiten durch eine aus zumindest einer gekrümmten Fläche gebildete Seitenkontur beschreibbar ist, ist erfindungsgemäß dadurch gekennzeichnet, dass die Kontur der Stirnseite in Abhängigkeit der Breite der einzelnen Trägheitsmasse, die durch den Abstand der Schnittpunkte einer um eine Konstruktionsgröße parallel zur Teilungsachse angeordneten Achse mit dem Innenumfang der Trägheitsmasse und Außenumfang der Trägheitsmasse beschreibbar ist, und als Funktion der Konstruktionsgröße gebildet wird.
  • Die erfindungsgemäße Dimensionierung ermöglicht durch die Bestimmung der Kontur in direkter Abhängigkeit von der vorliegenden Breite der Trägheitsmasse unter Berücksichtigung einer unabhängig von dieser gewählten konstanten Konstruktionsgröße zur Beschreibung der Krümmungsradien eine optimale Bauraumausnutzung durch die entsprechen bauraumoptimierte Ausführung der einzelnen Trägheitsmassen in Umfangsrichtung mit maximal möglichen Trägheitsmassen. Ferner erlaubt die Nutzung der konstanten Konstruktionsgröße zur Auslegung der Radien eine Vielzahl von Seitenkonturgeometrien, welche den genannten Erfordernissen Rechnung tragen und lediglich durch die Breite bedingt sind. Die Konstruktionsgröße selbst ist unabhängig von der tatsächlichen Breite und liegt als Konstante vor.
  • Die Breite der einzelnen Trägheitsmasse bestimmt sich dabei als Funktion der Geometrie und Dimensionierung des Pendels B = f(l; γ; βmax; Rmax; Rmin) mit
  • Rmax
    maximaler Radius des vorhandenen Bauraumes
    Rmin
    minimaler Radius des vorhandenen Bauraumes
    βmax
    maximaler Schwingwinkel der Pendel- beziehungsweise Trägheitsmasse
    l
    Schwingradius (Pendellänge) der einzelnen Trägheitsmasse
    n
    Anzahl der Trägheitsmassen in Umfangsrichtung
    γ
    Teilungswinkel
  • Die Konstruktionsgröße wird nach folgender Beziehung ermittelt: Rs =l·sinγ mit
  • Rs
    – Konstruktionsgröße
    l
    Schwingradius, Pendellänge
    γ
    Teilungswinkel
  • In Abhängigkeit der Breite ergeben sich unterschiedliche Fallkonstellationen. Entspricht die Breite der Trägheitsmasse der Bedingung B ≤ 2lsinγ, wird diese durch eine den Außen- und Innenumfang der Trägheitsmasse schneidende oder tangierende gekrümmte Fläche beschrieben, deren Mittelpunkt auf der um eine Konstruktionsgröße parallel zur Teilungsachse angeordneten Achse liegt und der Krümmungsradius, gebildet aus der Konstruktionsgröße und einer Variablen nach der Beziehung Rs – c bestimmt wird, wobei c ≥ 0 beträgt. Ist die genannte Bedingung nicht erfüllt, ergeben sich für die zweite Grundausführung mit einer Vielzahl von Krümmungen, eine Mehrzahl weiterer Untervarianten. Allen gemeinsam ist, dass die Seitenkontur durch die Aneinanderreihung alternierend in unterschiedlicher Richtung gekrümmter und sich tangierender Flächen charakterisiert ist, deren Mittelpunkte in radialer Richtung vom Außen- zum Innenumfang betrachtet jeweils alternierend auf der Teilungsachse oder der parallel zu dieser um die Konstruktionsgröße beabstandet angeordneten Achse angeordnet sind, und die Krümmungsradien der Flächen mit Anordnung der Mittelpunkte auf der parallel um die Konstruktionsgröße beabstandet angeordneten Achse vom Außen- zum Innenumfang betrachtet jeweils gleich ausgeführt sind oder differieren, wobei diese Radien kleiner/gleich Rs – c mit c ≥ 0 entsprechen. Auch die Radien der Flächen, deren Mittelpunkte auf der Teilungsachse angeordnet sind, sind vom Außen- zum Innenumfang betrachtet gleich ausgeführt oder differieren, wobei diese Radien größer/gleich Rs + c mit c ≥ 0 entsprechen. In allen Fällen wird die Änderung der Radien jeweils als Funktion der Konstruktionsgröße und einer Variablen erzeugt.
  • Entsprechend einer ersten vorteilhaften Ausführung dieser Grundvariante entspricht die Breite der Trägheitsmasse der Bedingung Rs(1 + 4sinβmax) ≥ B > 2lsinγ. Die Seitenkontur ist durch zwei in unterschiedlicher Richtung gekrümmte und sich tangierender Flächen charakterisiert, wobei die sich an den Außenumfang anschließende Fläche konvex und die in radialer Richtung zur Mittenachse betrachtet sich an diese und den Innenumfang anschließende Fläche konkav gekrümmt ist, wobei der Mittelpunkt der in radialer Richtung im Bereich des Außenumfanges der Trägheitsmasse angeordneten konvex gekrümmten Fläche auf der parallel um die Konstruktionsgröße beabstandet zur Teilungsachse angeordneten Achse liegt, der Radius der Beziehung Rs – c mit c ≥ 0 entspricht und die vom Außenumfang gebildete Fläche tangiert. Ferner liegt der Mittelpunkt der in radialer Richtung im Bereich des Innenumfanges der Trägheitsmasse angeordneten konkav gekrümmten Fläche auf der Teilungsachse, der Krümmungsradius ist größer als Rs + c mit c ≥ 0. Die konkav gekrümmte Fläche tangiert die vom Innenumfang gebildete Fläche sowie die radial benachbarte konvex gekrümmte Fläche.
  • Entsprechend einer zweiten Ausführung dieser Grundvariante entspricht die Breite der Trägheitsmasse der Bedingung Rs(2 + 4sinβmax) ≥ B > Rs(1 + 4sinβmax) und die Seitenkontur ist durch drei wechselweise in unterschiedlicher Richtung gekrümmte und sich tangierende Flächen charakterisiert, wobei die sich jeweils an den Außen- und Innenumfang anschließenden Flächen konvex und die in radialer Richtung zwischen diesen vorgesehene Fläche konkav gekrümmt sind. Der Mittelpunkt der in radialer Richtung im Bereich des Außenumfanges der Trägheitsmasse angeordneten konvex gekrümmten Fläche liegt dann auf der parallel um die Konstruktionsgröße beabstandet zur Teilungsachse angeordneten Achse. Der Krümmungsradius entspricht der Beziehung Rs – c mit c ≥ 0 und tangiert die vom Außenumfang gebildete Fläche. Auch der Mittelpunkt der in radialer Richtung im Bereich des Innenumfanges der Trägheitsmasse angeordneten konvex gekrümmten Fläche liegt auf der parallel um die Konstruktionsgröße beabstandet zur Teilungsachse angeordneten Achse, der Radius beträgt kleiner oder gleich Rs – c mit c ≥ 0, wobei die durch diesen Krümmungsradius beschreibbare Fläche die vom Innenumfang der Trägheitsmasse gebildete Fläche tangiert. Der Mittelpunkt der zwischen diesen beiden konvex gekrümmten Flächen angeordneten konkav gekrümmten Fläche ist auf der Teilungsachse angeordnet. Der Krümmungsradius ist gleich/größer Rs + c mit c ≥ 0. Die derart gekrümmte Fläche tangiert die benachbarten konvexen Flächen.
  • Entsprechend einer dritten Ausführung dieser Grundvariante entspricht die Breite der Trägheitsmasse der Bedingung B ≥ Rs(2 + 4sinβmax) und die Seitenkontur ist durch zumindest vier wechselweise in unterschiedlicher Richtung gekrümmte und sich tangierende Flächen charakterisiert, wobei die sich an den Außenumfang anschließende Fläche konvex und die an den Innenumfang anschließende Fläche konkav gekrümmt ist. Der Mittelpunkt der in radialer Richtung im Bereich des Außenumfanges der Trägheitsmasse angeordneten konvex gekrümmten Fläche liegt hier auf der parallel um die Konstruktionsgröße beabstandet zur Teilungsachse angeordneten Achse. Der Radius entspricht Rs – c mit c ≥ 0 und die durch diesen beschreibbare gekrümmte Fläche tangiert die vom Außenumfang der Trägheitsmasse gebildete Fläche. Der Mittelpunkt der in radialer Richtung im Bereich des Innenumfanges der Trägheitsmasse angeordneten konkav gekrümmten Fläche liegt auf der Teilungsachse, und der Radius der Krümmung ist größer Rs + c mit c ≥ 0 gewählt. Die derart gekrümmte Fläche tangiert die vom Innenumfang gebildete Fläche sowie die radial benachbarte konvex gekrümmte Fläche. Demgegenüber ist der Mittelpunkt der sich in radialer Richtung zum Innenumfang betrachtet an die erste, den Außenumfang tangierende konvexe Fläche anschließende konkav gekrümmte Fläche auf der Teilungsachse angeordnet. Der Krümmungsradius ist gleich/größer Rs + c mit c ≥ 0 und die derart gebildete Fläche tangiert die benachbarten konvexen Flächen. Der Mittelpunkt der sich in radialer Richtung zum Außenumfang betrachtet an die erste, den Innenumfang tangierende konkave Fläche anschließenden konvex gekrümmten Fläche liegt auf der parallel um die Konstruktionsgröße beabstandet zur Teilungsachse angeordneten Achse, der Radius ist kleiner oder gleich Rs – c mit c ≥ 0, wobei die derart gebildete Fläche die benachbarten konkaven Flächen tangiert.
  • In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist ein Drehschwingungsdämpfer, beispielsweise ein in einem Drehmomentwandler oder einer Nasskupplung oder in einer Trockenkupplung oder in einer Doppelkupplung angeordneten Drehschwingungsdämpfer, mit einem drehzahladaptiven Tilger ausgestattet. Dadurch kann das Schwingungsdämpferverhalten des Drehschwingungsdämpfers verbessert werden.
  • Die erfindungsgemäße Lösung wird nachfolgend anhand von Figuren erläutert. Darin ist im Einzelnen folgendes dargestellt:
  • 1a verdeutlicht in schematisiert vereinfachter Darstellung beispielhaft den Aufbau eines drehzahladaptiven Tilgers und die diesen charakterisierenden geometrischen Größen;
  • 1b verdeutlicht einen Ausschnitt aus 1a;
  • 2a verdeutlicht in schematisiert vereinfachter Darstellung beispielhaft eine erste Grundausführung eines drehzahladaptiven Tilgers;
  • 2b zeigt ein Detail A gemäß 2a;
  • 3a verdeutlicht in schematisiert vereinfachter Darstellung beispielhaft eine erste Variante einer zweiten Grundausführung eines drehzahladaptiven Tilgers;
  • 3b zeigt ein Detail A gemäß 3a;
  • 4a verdeutlicht in schematisiert vereinfachter Darstellung beispielhaft eine zweite Variante einer zweiten Grundausführung eines drehzahladaptiven Tilgers;
  • 4b zeigt ein Detail A gemäß 4a;
  • 5a verdeutlicht in schematisiert vereinfachter Darstellung beispielhaft eine dritte Variante einer zweiten Grundausführung eines drehzahladaptiven Tilgers;
  • 5b zeigt ein Detail A gemäß 5a;
  • Die 1a verdeutlicht in schematisiert stark vereinfachter Darstellung den Grundaufbau eines erfindungsgemäß ausgeführten beispielhaften drehzahladaptiven Tilgers 1, insbesondere in Form einer Fliehkraftpendeleinrichtung in einem Ausschnitt aus einer Ansicht von rechts. Der drehzahladaptive Tilger 1 umfasst eine um eine Drehachse D rotierbare Trägereinrichtung 2, welche im einfachsten Fall als scheibenförmiges Element ausgebildet ist und eine Mehrzahl von an dieser im radial äußeren Bereich angelenkten, pendelnd gelagerten Trägheitsmassen 4, hier beispielhaft 4.1 bis 4.3. Die Mittenachse M1 der Trägereinrichtung 2 fällt dabei mit der Drehachse D in Einbau- beziehungsweise Funktionslage zusammen. Die Anzahl der insgesamt in Umfangsrichtung angeordneten Trägheitsmassen entspricht n und damit der Teilung n. Die einzelnen Trägheitsmassen 4.1 bis 4.3 sind um von der Mittenachse M1 der Trägereinrichtung 2 beabstandet angeordnete Schwenkachsen der Rotationsbewegung der Trägereinrichtung 2 mehr oder weniger schwenkbar. Die Trägheitsmassen 4.1 bis 4.3 sind dabei vorzugsweise beidseitig der Stirnseiten der Trägereinrichtung 2, hier nur dargestellt an der Stirnseite 2.1 der Trägereinrichtung 2 angeordnet. Diese pendelnd gelagerten Trägheitsmassen 4.1 bis 4.3 erfahren unter dem Fliehkrafteinfluss eine Auslenkung in radialer Richtung. Die Ankopplung kann verschiedenartig erfolgen. Im einfachsten Fall sind die einzelnen Trägheitsmassen 4.1 bis 4.3 über Mittel 5 pendelnd bewegbar an der Trägereinrichtung 2 gehalten. Die Mittel 5 zur Realisierung der Bewegung der einzelnen Trägheitsmassen 4.1 bis 4.3 umfassen dabei beispielhaft Laufrollen 6a und 6b, die jeweils den einzelnen Trägheitsmassen 4.1 bis 4.3 zugeordnet sind und in Laufbahnen 7a und 7b an den einzelnen Trägheitsmassen 4.1 bis 4.3 geführt sind. Diese Laufbahnen 7a, 7b werden dabei im einfachsten Fall von Durchgangsöffnungen gebildet, welche in axialer Richtung durch die Trägheitsmasse 4.1 bis 4.3 jeweils sich hindurcherstreckend ausgeführt sind. Diese sind vorzugsweise nierenförmig gekrümmt ausgebildet. Ferner sind jeweils drei Stufenbolzen 8a bis 8c pro Trägheitsmasse 4.1 bis 4.3 vorgesehen, die in ebenfalls nierenförmig gekrümmten, hier jedoch nicht dargestellten, von Durchgangsöffnungen oder Aussparungen an der Trägereinrichtung 2 gebildeten Laufbahnen geführt sind. Dabei dienen die einzelnen Laufrollen 6a, 6b und die Stufenbolzen 8a bis 8c dazu, die Bewegung der einzelnen Pendelmasse 4.1 bis 4.3 in der dargestellten Zeichenebene, das heißt in radialer Richtung und in Umfangsrichtung zu begrenzen und zu definieren. Die einzelnen Trägheitsmassen 4.1 bis 4.3 erstrecken sich über einen Teilbereich in Umfangsrichtung, sind vorzugsweise als bogenförmig gekrümmte Elemente ausgebildet und weisen an ihren voneinander weg weisenden Stirnflächen 4a und 4b jeweils eine gekrümmt ausgeführt Kontur auf. Dadurch wird erreicht, dass während des Betriebes, das heißt bei Auslenkung der einzelnen Trägheitsmassen 4.1 bis 4.3 in radialer Richtung, in Richtung des Außenumfanges 9 der Trägereinrichtung 2 und nach erfolgtem Anhalten der Drehbewegung aufgrund dieser optimierten Umfangskontur an den in Umfangsrichtung weisenden Stirnseiten 4a, 4b einer einzelnen Trägheitsmasse 4.1 bis 4.3 der zur Verfügung stehende Bauraum optimal genutzt werden kann. Ferner werden bei Zurückstellung in die nicht ausgelenkte Position der Trägheitsmassen 4.1 bis 4.3 in radialer Richtung diese nicht aufeinanderschlagen, sondern aufgrund der optimierten Kontur möglichst geräuscharm und frei von Berührungen zurückgestellt, wenn diese entsprechend der erfindungsgemäßen Lösung in Abhängigkeit der Breite B der einzelnen Trägheitsmasse 4.1 bis 4.3 ausgelegt werden.
  • Die 1b verdeutlicht dabei die zur erfindungsgemäßen Ausführung und Optimierung der Geometrie der in Umfangsrichtung weisenden Stirnseiten 4a und 4b erforderlichen Größen am Beispiel der Trägheitsmasse 4.1. Dargestellt ist die Lage der Trägheitsmasse 4.1 bezogen auf die Mittenachse M1 in Neutrallage, d. h. nicht ausgelenkter Lage. Die einzelne Trägheitsmasse 4.1 ist dabei symmetrisch zu einer durch die Mittenachse M1 verlaufenden Symmetrieachse A1 ausgeführt. Die Schwenk- beziehungsweise Pendelachse ist mit A4 bezeichnet und verläuft parallel zur in axialer Richtung verlaufenden und mit der Drehachse D zusammenfallenden Mittenachse M1 der Trägereinrichtung 2.
  • Für die Anordnung der einzelnen Trägheitsmasse 4.1 steht ein theoretisch maximaler Bauraum zur Verfügung. Dieser in allen Funktionsstellungen maximal verfügbare Bauraum wird durch die Radien Rmax und Rmin bestimmt, wobei Rmin diesen in radialer Richtung nach innen und Rmax in radialer Richtung nach außen begrenzt. Diese Radien sind durch einen gemeinsamen Mittelpunkt auf der Achse M1 charakterisiert.
  • Die Gestalt der die Stirnseiten 4a und 4b beschreibenden Seitenkontur wird in Abhängigkeit von der Breite B der einzelnen Trägheitsmasse 4.1, welche auf einer dargestellten Achse A2 gemessen wird, die in einem Abstand Rs und parallel zu einer an die Außenkontur der Stirnseite 4a, 4b angelegten und sich durch die Drehachse D in radialer Richtung erstreckenden Achse A3 verläuft, bestimmt. Die Achse A3 wird durch den Teilungswinkel γ definiert, der den halben Erstreckungswinkel der einzelnen Trägheitsmasse 4.1 in der Neutrallage in Umfangsrichtung beschreibt. Der Teilungswinkel γ ergibt sich aus folgender Beziehung γ = 360° / 2n mit n = Anzahl der Trägheitsmassen in Umfangsrichtung.
  • Die Achse A3 entspricht somit einer Teilungsachse. Diese schneidet einen theoretischen Kreisbogen, welcher durch den Schwingradius der einzelnen Trägheitsmasse, hier 4.1, charakterisiert ist, wobei der Schwingradius nachfolgend als Pendellänge l bezeichnet wird, im Schnittpunkt mit einer Parallelen zur durch die Drehachse D verlaufenden Mittenachse M der Trägereinrichtung 2 durch den Mittelpunkt des durch den Schwingradius beschreibbaren Kreisbogens. Dabei bewegt sich jeder Punkt der Trägheitsmasse 4.1 um den Schwingwinkel β. Dargestellt ist hier der maximale Schwingwinkel βmax des Pendels.
  • Die Kontur der einzelnen Trägheitsmasse 4.1 am Innen- und Außenumfang 23 und 24 wird durch den Schwingwinkel βmax des Pendels, die Pendellänge l sowie die den zur Verfügung stehenden und durch die Radien Rmax und Rmin bestimmten Bauraum in bekannter Weise bestimmt, weshalb hier nicht im Detail darauf eingegangen werden soll. Beispielhaft ergibt sich der Außenumfang 24 durch das Abrollen des äußeren Radius Rmax auf dem durch den Schwingwinkel βmax des Pendels charakterisierten Kreisbogen. Der Innenumfang 23 der einzelnen Trägheitsmasse 4.1 ist durch einen Kreisbogen mit dem Radius Rmin um den Schnittpunkt einer den maximalen Schwingwinkel βmax charakterisierenden Achse durch die Pendelachse A4 mit dem durch die Pendellänge l beschreibbaren Kreisbogen um diese und eine Tangente jeweils an die Scheitelpunkte der so erzeugten gekrümmten Flächen charakterisiert.
  • Die Breite B der einzelnen Trägheitsmasse 4.1 wird dabei durch die Geometrie des Pendels bestimmt, insbesondere als Funktion der dieses charakterisierenden Größen, das heißt B = f(l; γ; βmax; Rmax; Rmin).
  • Der Winkel βmax entspricht dem maximalen Schwingwinkel der einzelnen Trägheitsmasse 4.1, während die Länge l den Schwingradius beziehungsweise die Pendellänge der Pendelmasse beschreibt. Die Größen l, γ; Rmax; Rmin wurden bereits erläutert.
  • Die für die Auslegung der Seitenkontur an den Stirnseiten 4a, 4b der einzelnen Trägheitsmasse erforderliche Breite B wird dabei an einer Achse A2 gemessen, welche einer Parallelen zur Teilungsachse A3 entspricht, die um den Abstand Rs versetzt ist. Die Breite B entspricht dabei dem Abstand der Schnittspunkte oder Schnittachsen jeweils zwischen dem Innenumfang 23 und Außenumfang 24 der einzelnen Trägheitsmasse 4.1 mit der Achse A2 und wird entlang dieser gemessen. Der Abstand Rs ist erfindungsgemäß vorgegeben und bestimmt sich aus der Geometrie des Pendels nach folgender Beziehung: Rs = l·sinγ mit
  • Rs
    – Konstruktionsgröße
    l
    Schwingradius, Pendellänge
    γ
    Teilungswinkel
  • Alle genannten Beziehungen gelten in Analogie für die weiteren Trägheitsmassen 4.1 bis 4.n.
  • Zur erfindungsgemäßen Optimierung der Kontur der in Umfangsrichtung weisenden Seitenflächen der einzelnen Trägheitsmasse 4.1 sind in Abhängigkeit der zur Verfügung stehenden Breite B unterschiedliche Ausführungen denkbar. Grundsätzlich werden nachfolgend genannte Fallkonstellationen unterschieden:
    Variante 1 B ≤ 2lsinγ
    Variante 2 Rs(1 + 4sinβmax) ≥ B > 2lsinγ
    Variante 3 Rs(2 + 4sinβmax) ≥ B > Rs(1 + 4sinβmax)
    Variante 4 B > Rs(2 + 4sinβmax)
  • Dabei wird die Seitenkontur mit zunehmender Breite B komplexer.
  • Die 2a und 2b verdeutlichen in einer ersten Ausführung die Variante 1, welche durch die Bedingung B ≤ 2lsinγ charakterisiert ist. 2a zeigt die einzelne Trägheitsmasse 4.1 gemäß 1b mit optimierter Seitenkontur an den Stirnseiten 4a, 4b. Die 2b verdeutlicht die Seitenkontur an der Stirnseite 4b in einem Detail A gemäß 2a. Die Stirnseiten 4a und 4b der einzelnen Trägheitsmasse 4.1 werden von einem Kreissegment 10 beschrieben. Das Kreissegment 10 ist durch einen Radius Rs – c charakterisiert und weißt einen gemeinsamen Mittelpunkt M mit einem tangential an die Achse A3 angelegten theoretischen Hilfskonstruktionskreis 11 auf, welcher durch den Radius Rs charakterisiert ist. Der Radius Rs entspricht der Konstruktionsgröße Rs und ist durch Rs = l·sinγ definiert. Die Variable c ≥= 0. Das die Seitenkontur beschreibende Kreissegment 10 ist im Detail A aus 2a in 2b wiedergegeben. Dieses erstreckt sich jeweils vom Außenumfang 24, insbesondere einer radial äußeren Fläche 13 zur den Innenumfang 23 beschreibenden radial inneren Fläche 12 an der einzelnen Trägheitsmasse 4.1.
  • Aufgrund der Erfüllung der Bedingung B ≤ 2lsinγ ist die die Seitenkontur an der Stirnseite 4b beschreibende Geometrie nur durch einen einzigen Krümmungsradius Rs und ein durch dieses beschriebene Kreisbogensegment 10 charakterisiert.
  • Demgegenüber verdeutlicht die Ausführung gemäß den 3a und 3b, wobei die 3b eine Detaildarstellung gemäß 3a wiedergibt, eine Weiterentwicklung mit Ausbildung der Seitenkontur an den Stirnseiten 4a und 4b durch unterschiedlich, insbesondere entgegengesetzt gekrümmt ausgebildete Flächenbereiche. Für diese gilt die Bedingung: Rs(1 + 4sinβmax) ≥ B > 2lsinγ
  • Die Breite B erlaubt die Ausbildung der Kontur an der einzelnen Stirnseite 4a und 4b mit zwei unterschiedlich gekrümmt ausgeführten Bereichen 14 und 15, die in radialer Richtung versetzt, vorzugsweise aneinander anschließend angeordnet sind. Dabei beschreibt der Bereich 14 den radial äußeren Bereich, der durch eine mit der Krümmung in Umfangsrichtung zur nächsten Trägheitsmasse weisende Fläche 16 charakterisiert ist. Diese bezogen auf die Ausrichtung der Stirnseite 4a, 4b konvex ausgeführte Fläche 16 bildet quasi einen Vorsprung an der Stirnseite 4a, 4b in Umfangsrichtung. Der radial innere Bereich 15 ist als Rückschnitt beziehungsweise Hinterschneidung ausgeführt und durch eine bezogen auf die Teilungsachse A3 konkave Fläche 17 beschreibbar. Das die Kontur der Stirnflächen 4a, 4b, insbesondere die Fläche 16 im radial äußeren Bereich 14 beschreibende Kreisbogensegment 10, welches bereits in der 2a, 2b dargestellt und dessen Erstellung erläutert wurde, ist auch hier vorhanden. Der Radius des die Achse A3 tangierenden Hilfskreises 11 ist durch Rs = l × sinγ definiert. Das Kreisbogensegment 10 selbst ist durch den Radius Rs – c mit c ≥ 0 beschreibbar. Der Hilfskreis 11 und das die Fläche 16 bildende Kreisbogensegment 10 weisen den gleichen Mittelpunkt M auf. Das Kreisbogensegment 11 besitzt einen tangentialen Berührungspunkt oder bei flächiger Ausbildung eine Berührungslinie mit einem weiteren theoretisch angenommenen Hilfskreis 18, der mit einem Radius R1 ≥ Rs + c ausgeführt ist. Das durch diesen beschreibbare Kreisbogensegment, welches das die Fläche 16 bildende Kreisbogensegment 11 tangiert und sich bis zum Schnittpunkt mit der Innenumfang 23 bildenden radial inneren Fläche 12 erstreckt, bildet die Kontur der Fläche 17, welche ebenfalls Bestandteil der Seitenkontur an der jeweiligen Stirnseite 4a, 4b ist und den radial inneren Bereich 15 bildet. Die die Bereiche 14 und 15 bildenden Kreisbogensegmente beschreiben dabei die Stirnseiten 4a beziehungsweise 4b. Das Kreissegment 10 erstreckt sich bis zu einem Berührungspunkt mit der radial äußeren Fläche 12 am Außenumfang 24 der Trägheitsmasse 4.1. Die durch die Mittelpunkte M, M18 der einzelnen Hilfskreise 11, 18 und die Kreisbogensegmente 10 des Hilfskreises 18 verlaufende Gerade, welche hier als unterbrochene Linie dargestellt und mit 19 bezeichnet ist, steht in einem Winkel βmax zu einer Senkrechten 20 auf der Teilungsachse A3 durch den Mittelpunkt M des Kreisbogensegmentes 10. Das durch den auf der Teilungsachse A3 liegenden Hilfskreis 18 bestimmte Kreisbogensegment erstreckt sich dann vom Schnittpunkt mit dem Kreisbogensegment 10 zur radial inneren Fläche 13 an der Trägheitsmasse 4.1.
  • Die 4a und 4b verdeutlichen eine vorteilhafte Weiterentwicklung einer Ausführung gemäß 2 und 3, bei welcher die einzelne Trägheitsmasse 4.1 an ihrer Stirnseite 4a und 4b jeweils durch drei unterschiedlich gekrümmte Bereiche charakterisiert ist, wobei sich ausgehend von der Konfiguration gemäß 3a, 3b in radialer Richtung im Bereich des Innenumfanges 13 der Trägheitsmasse 4.1 sich an die Bereiche 14, 15 ein weiterer Bereich 21 anschließt, der einen Vorsprung in Umfangsrichtung charakterisiert. Dieser Vorsprung bildet eine konvex ausgeführte Fläche 22 an der Stirnseite 4a, 4b. Auch hier sind die einzelnen Bereiche 14, 15 und 21 jeweils durch gekrümmte Flächenbereiche charakterisiert, die ineinander übergehend die Kontur der Stirnseiten 4a beziehungsweise 4b beschreiben. Gemäß der 4a und 4b als Detail A von 4a erfolgt die Auslegung bei Vorliegen der Bedingung Rs(1 + 4sinβmax) ≥ B > Rs(1 + 4sinβmax). Dabei weist ausgehend von einer Ausführung gemäß 3a der den Bereich 15 und die in diesem gebildete Fläche 17 charakterisierende Hilfskreis 18 einen tangentialen Berührungspunkt mit einem weiteren, den Bereich 21 und die in diesem ausgebildete Fläche 22 beschreibenden, in radialer Richtung innenliegenden Hilfskreis 25 auf. Der Hilfskreis 25 ist durch einen Radius R charakterisiert, der der Beziehung R ≥ Rs – c entspricht. Der Mittelpunkt M25 des Hilfskreises 25 und damit des die Fläche 22 bildenden Kreisbogensegmentes befindet sich auf der Achse A2, die parallel zur Teilungsachse A3 im Abstand Rs verläuft. Das den Verlauf der Fläche 22 beschreibende Kreisbogensegment des Hilfskreises 25 erstreckt sich dabei von einem Schnittpunkt mit dem die Fläche 17 bildenden Kreissegment des Hilfskreises 18 bis zu einem Schnittpunkt mit der radial inneren Fläche 13 an der Trägheitsmasse 4.1.
  • Die 4b verdeutlicht auch hier anhand eines Details gemäß der 4a die konkrete Ausführung der einzelnen durch die Hilfskreise 10, 18 und 25 beschreibbaren Flächen 16, 17, 22 an den Stirnseiten 4a und 4b, wobei im Detail A in vergrößerter Darstellung die einzelnen Verhältnisse für den Bereich der Stirnseite 4b wiedergegeben sind. Die in der 4 beschriebene Seitenkontur erlaubt bei Ausführung der Trägheitsmassen 4.1 bis 4.n mit in radialer Richtung größeren Abmessungen unter vollständiger Ausnutzung des zur Verfügung stehenden Bauraumes eine geräuscharme und sichere Betriebsweise frei von einem Aneinanderschlagen der einzelnen in Umfangsrichtung nebeneinander angeordneten Trägheitsmassen aufgrund der an diesen in Umfangsrichtung weisenden Seitenkontur.
  • Eine weitere vorteilhafte Ausführung in Weiterentwicklung der Ausbildung gemäß den 4a und 4b ist in den 5a und 5b wiedergegeben. Diese ergibt sich als vierte Ausführung bei Vorliegen der Bedingung B > Rs(2 + 4sinβmax). Bei dieser Ausführung ist die jeweilige Stirnseite 4a beziehungsweise 4b durch einen weiteren Bereich 26 charakterisiert, der sich in radialer Richtung in Richtung zur Mittenachse M1 beziehungsweise zur Drehachse D betrachtet an den Bereich 21 anschließt und ebenfalls als gekrümmter Bereich eine Fläche 27, hier eine konkav geformte Fläche beschreibt. Diese wird von einem Kreisbogensegment eines Hilfskreises mit dem Radius R2 beschreibbar, wobei der Hilfskreis, welcher hier nicht dargestellt ist, seinen Mittelpunkt M28 auf der Teilungsachse A3 hat. Das die Fläche 27 beschreibende Kreisbogensegment schließt sich in radialer Richtung betrachtet an das die Fläche 22 beschreibende Kreisbogensegment an und erstreckt sich bis zu einem Schnittpunkt mit der radial inneren Fläche 13 an der Trägheitsmasse 4.1. Dabei besitzt der die Fläche 22 bildende Hilfskreis 25 einen tangentialen Berührungspunkt mit dem Hilfskreis mit dem Radius R2 ≥ Rs + c. Auch hier sind die Mittelpunkte M und M25 auf der Teilungsachse A3 und M18 des die Fläche 17 bildenden Hilfskreises 18 sowie M28 des die Fläche 27 bildenden Hilfskreises auf der Achse A2 als Parallele zu A3 angeordnet.
  • Dabei ist in einer Ausführung die jeweilige Seitenkontur der die Stirnseiten 4a und 4b beschreibenden Flächen durch alternierend und mit veränderbaren Radien ausgeführten nach innen und außen gewölbte Kreisbogensegmente charakterisiert, die tangential aufeinander folgen. Die Anzahl der Kreisbogensegmente wird dabei in Abhängigkeit von der Breite B der Trägheitsmasse 4.1 bis 4.n bestimmt, welche wiederum als Funktion der Geometrie des Pendels beschreibbar ist.
  • Die erfindungsgemäße Lösung ist nicht auf die in den 1 bis 5 dargestellten Ausführungen beschränkt. Denkbar ist auch eine weitere Aneinanderreihung von gekrümmt ausgebildeten Flächen, welche hinsichtlich der Ausrichtung der Krümmung alternierend angeordnet sind und hinsichtlich der Radien variieren, wobei vorzugsweise die Radien vom Außenumfang in radialer Richtung zum Innenumfang sich verringern.
  • Bezugszeichenliste
  • 1
    drehzahladaptiver Tilger
    2
    Trägereinrichtung
    2.1
    Stirnseite der Trägereinrichtung
    3
    radial äußerer Bereich der Trägereinrichtung
    4, 4.1–4.4
    Trägheitsmassen
    4a, 4b
    Stirnseite der Trägheitsmassen 4
    5
    Mittel
    6a, 6b
    Laufrollen
    7a, 7b
    Laufbahn
    8a–8c
    Stufenbolzen
    9
    Außenumfang der Trägereinrichtung
    10
    Kreisbogensegment
    11
    Hilfskreis, Kreisbogen
    12
    radial äußere Fläche
    13
    radial innere Fläche
    14
    radial äußerer Bereich
    15
    radial innerer Bereich
    16
    Fläche
    17
    Fläche
    18
    Hilfskreis
    19
    Hilfsgerade
    20
    Senkrechte
    21
    Bereich
    22
    Fläche
    23
    Innenumfang
    24
    Außenumfang
    25
    Hilfskreis
    26
    Bereich
    27
    Fläche
    B
    Breite
    A1
    Achse
    A2
    Achse, Parallelachse zur Teilungsachse
    A3
    Teilungsachse
    A4
    Pendelachse, Schwingachse
    D
    Drehachse
    M
    Mittelpunkt
    M18
    Mittelpunkt
    M25
    Mittelpunkt
    M28
    Mittelpunkt
    M1
    axiale Mittenachse Trägereinrichtung
    M2
    Senkrechte zur Mittenachse M1
    Rs
    Konstruktionsgröße; Radius oder Abstand
    Rmax
    maximaler Radius des vorhandenen Bauraumes
    Rmin
    minimaler Radius des vorhandenen Bauraumes
    βmax
    maximaler Schwingwinkel der Pendelmasse
    l
    Schwingradius (Pendellänge) der einzelnen Trägheitsmasse
    n
    Anzahl der Trägheitsmassen in Umfangsrichtung
    γ
    Teilungswinkel
    R, R1, R2
    Radien
  • ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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  • Zitierte Patentliteratur
    • DE 19631989 C1 [0002]

Claims (8)

  1. Drehzahladaptiver Tilger (1), insbesondere Fliehkraftpendeleinrichtung, umfassend eine Trägereinrichtung (2) mit an dieser pendelnd im Bereich des Außenumfanges (9) gelagerten und in Umfangsrichtung einander benachbart angeordneten Trägheitsmassen (4.14.3), deren in Umfangsrichtung weisende Stirnseiten (4a, 4b) durch eine aus gekrümmten Flächen (10, 16, 17, 22, 27) gebildete Seitenkontur beschreibbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Kontur der Stirnseite (4a, 4b) in Abhängigkeit der Breite (B) der einzelnen Trägheitsmasse (4.14.3), die durch den Abstand der Schnittpunkte einer um eine Konstruktionsgröße (Rs) parallel zur Teilungsachse (A3) angeordneten Achse (A2) mit dem Innenumfang (23) der Trägheitsmasse (4.14.3) und Außenumfang (24) der Trägheitsmasse (4.14.3) beschreibbar ist, und als Funktion der Konstruktionsgröße (Rs) gebildet wird.
  2. Drehzahladaptiver Tilger (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Breite (B) der einzelnen Trägheitsmasse (4.14.3) als Funktion der Geometrie und Dimensionierung des Pendels, insbesondere B = f(l; γ; βmax; Rmax; Rmin) mit Rmax maximaler Radius des vorhandenen Bauraumes Rmin minimaler Radius des vorhandenen Bauraumes βmax maximaler Schwingwinkel der Pendel- beziehungsweise Trägheitsmasse l Schwingradius (Pendellänge) der einzelnen Trägheitsmasse n Anzahl der Trägheitsmassen in Umfangsrichtung γ Teilungswinkel und die Konstruktionsgröße (Rs) nach folgender Beziehung Rs = l·sinγ mit Rs – Konstruktionsgröße l Schwingradius, Pendellänge γ Teilungswinkel festgelegt ist.
  3. Drehzahladaptiver Tilger (1) nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Breite (B) der Trägheitsmasse (4.14.3) der Bedingung B ≤ 2lsinγ entspricht und die Seitenkontur durch eine den Außen- und Innenumfang (24, 23) der Trägheitsmasse (4.14.3) schneidende oder tangierende gekrümmte Fläche (10) beschreibbar ist, deren Mittelpunkt (M) auf der um eine Konstruktionsgröße (Rs) parallel zur Teilungsachse (A3) angeordneten Achse (A2) liegt und der Krümmungsradius aus der Konstruktionsgröße (Rs) und einer Konstante (c) nach der Beziehung Rs – c bestimmt wird, wobei c ≥ 0 beträgt.
  4. Drehzahladaptiver Tilger (1) nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Breite (B) der Trägheitsmasse (4.14.3) ungleich der Bedingung B ≤ 2lsinγ ist und die Seitenkontur durch die Aneinanderreihung alternierend in unterschiedlicher Richtung gekrümmter und sich tangierender Flächen (16, 17, 22, 27) charakterisiert ist, deren Mittelpunkte (M, M18, M25, M28) in radialer Richtung vom Außen- zum Innenumfang (24, 23) betrachtet jeweils alternierend auf der Teilungsachse (A3) oder der parallel zu dieser um die Konstruktionsgröße (Rs) beabstandet angeordnete Achse (A2) angeordnet sind und die Krümmungsradien (Rs, Rs – c; R) der Flächen (16, 22) mit Anordnung der Mittelpunkte (M, M25) auf der parallel um die Konstruktionsgröße (Rs) beabstandet zur Teilungsachse (A3) angeordneten Achse (A2) vom Außen- zum Innenumfang (24, 23) betrachtet jeweils gleich ausgeführt sind oder differieren, wobei diese Radien kleiner/gleich Rs – c mit c ≥ 0 entsprechen und die Radien (R1, R2) der Flächen (17, 27), deren Mittelpunkte (M18, M28) auf der Teilungsachse (A3) angeordnet sind, vom Außen- zum Innenumfang (24, 23) betrachtet gleich sind oder differieren, wobei diese Radien größer/gleich Rs + c mit c ≥ 0 entsprechen.
  5. Drehzahladaptiver Tilger (1) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Breite (B) der Trägheitsmasse (4.14.3) der Bedingung Rs(1 + 4sinβmax) ≥ B > 2lsinγ entspricht und die Seitenkontur durch zwei in unterschiedlicher Richtung gekrümmte und sich tangierende Flächen (16, 17) charakterisiert ist, wobei die sich an den Außenumfang (24) anschließende Fläche (16) konvex und die in radialer Richtung zur Mittenachse betrachtet sich an diese anschließende Fläche (17) konkav gekrümmt ist, wobei der Mittelpunkt (M) der in radialer Richtung im Bereich des Außenumfanges (24) der Trägheitsmasse (4.14.3) angeordneten konvex gekrümmten Fläche (16) auf der parallel um die Konstruktionsgröße (Rs) beabstandet zur Teilungsachse (A3) angeordneten Achse (A2) liegt, der Radius der Beziehung Rs – c mit c ≥ 0 entspricht und die vom Außenumfang (24) gebildete Fläche (13) tangiert und der Mittelpunkt (M18) der in radialer Richtung im Bereich des Innenumfanges (23) der Trägheitsmasse (4.14.3) angeordneten konkav gekrümmten Fläche (17) auf der Teilungsachse (A3) liegt, der Radius (R1) dieser gekrümmten Fläche (17) größer/gleich Rs + c mit c ≥ 0 entspricht und die vom Innenumfang (23) gebildete Fläche (12) sowie die radial benachbarte konvex gekrümmte Fläche (16) tangiert.
  6. Drehzahladaptiver Tilger (1) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Breite (B) der Trägheitsmasse (4.14.3) der Bedingung Rs(2 + 4sinβmax) ≥ B > Rs(1 + 4sinβmax) entspricht und die Seitenkontur durch drei wechselweise in unterschiedlicher Richtung gekrümmte und sich tangierende Flächen (16, 17, 22) charakterisiert ist, wobei die sich jeweils an den Außen- und Innenumfang (24, 23) anschließenden Flächen (16, 22) konvex und die in radialer Richtung zwischen diesen vorgesehene Fläche (17) konkav gekrümmt ist, wobei der Mittelpunkt (M) der in radialer Richtung im Bereich des Außenumfanges (24) der Trägheitsmasse (4.14.3) angeordneten konvex gekrümmten Fläche (16) auf der parallel um die Konstruktionsgröße (Rs) beabstandet zur Teilungsachse (A3) angeordneten Achse (A2) liegt, der diese Fläche (16) beschreibende Radius der Beziehung Rs – c mit c ≥ 0 entspricht und die vom Außenumfang (24) gebildete Fläche (13) der Trägheitsmasse (4.14.3) tangiert und der Mittelpunkt (M25) der in radialer Richtung im Bereich des Innenumfanges (23) der Trägheitsmasse (4.14.3) angeordneten konvex gekrümmten Fläche (22) auf der parallel um die Konstruktionsgröße (Rs) beabstandet zur Teilungsachse (A3) angeordneten Achse (A2) liegt, der Radius (R) dieser Fläche kleiner oder gleich Rs – c mit c ≥ 0 entspricht und die vom Innenumfang (23) gebildete Fläche (12) tangiert und der Mittelpunkt (M18) der zwischen den beiden konvex gekrümmten Flächen (16, 22) angeordneten konkav gekrümmten Fläche (17) auf der Teilungsachse (A3) liegt, der Radius dieser Fläche (17) der Beziehung größer der Beziehung Rs + c mit c ≥ 0 entspricht und die benachbarten konvexen Flächen (16, 22) tangiert.
  7. Drehzahladaptiver Tilger (1) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Breite (B) der Trägheitsmasse (4.14.3) der Bedingung B ≥ Rs(2 + 4sinβmax) entspricht und die Seitenkontur durch vier wechselweise in unterschiedlicher Richtung gekrümmte und sich tangierende Flächen (16, 17, 22, 27) charakterisiert ist, wobei die sich an den Außenumfang (24) der Trägheitsmasse (4.14.3) anschließende Fläche (16) konvex und die an den Innenumfang (23) der Trägheitsmasse (4.14.3) anschließende Fläche (27) konkav gekrümmt ist, wobei der Mittelpunkt (M) der in radialer Richtung im Bereich des Außenumfanges (24) der Trägheitsmasse (4.14.3) angeordneten konvex gekrümmten Fläche (16) auf der parallel um die Konstruktionsgröße (Rs) beabstandet zur Teilungsachse (A3) angeordneten Achse (A2) liegt, der Radius der Beziehung Rs – c mit c ≥ 0 entspricht und die vom Außenumfang (24) gebildete Fläche (13) tangiert und der Mittelpunkt (M28) der in radialer Richtung im Bereich des Innenumfanges (23) der Trägheitsmasse (4.14.3) angeordneten konkav gekrümmten Fläche (27) auf der Teilungsachse (A3) liegt, der Radius (R2) dieser Fläche (27) größer/gleich der Beziehung Rs + c mit c ≥ 0 entspricht und die vom Innenumfang (23) gebildete Fläche (12) sowie die radial benachbarte konvex gekrümmte Fläche (22) tangiert und. der Mittelpunkt (M18) der sich in radialer Richtung zum Innenumfang (23) betrachtet an die erste den Außenumfang (24) tangierende konvexe Fläche (16) anschließenden konkav gekrümmten Fläche (17) auf der Teilungsachse (A3) liegt, der Radius (R1) dieser Fläche (17) größer/gleich Rs + c mit c ≥ 0 entspricht und die benachbarten konvexen Flächen (16, 22) tangiert und der Mittelpunkt (M25) der sich in radialer Richtung zum Außenumfang (24) betrachtet an die erste den Innenumfang (23) tangierende konkave Fläche (27) anschließende konvex gekrümmte Fläche (22) auf der parallel um die Konstruktionsgröße (Rs) beabstandet zur Teilungsachse (A3) angeordneten Achse (A2) liegt, der Radius (R2) kleiner/gleich Rs – c mit c ≥ 0 entspricht und die benachbarten konkaven Flächen (27, 17) tangiert.
  8. Drehschwingungsdämpfer mit einem drehzahladaptiven Tilger nach einem der vorhergehenden Ansprüche.
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