DE10201060C2 - Rahmenkonstruktion für Fenster, Fenstertüren und Wintergärten - Google Patents

Rahmenkonstruktion für Fenster, Fenstertüren und Wintergärten

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Description

Die Erfindung betrifft eine Rahmenkonstruktion für Fenster, Fenstertüren und Wintergärten gemäß dem Oberbegriff des An­ spruchs 1.
Die Erfindung ist bevorzugt für relativ großflächige Ver­ glasungen, insbesondere für den Wintergartenbau und für Ve­ randen, geeignet. Die erfindungsgemäße Rahmenkonstruktion betrifft Fenster und Fenstertüren mit Glasscheiben in Flü­ gelrahmen oder Schieberahmen, welche in Einbaurahmen ange­ ordnet werden, und auch Einbaurahmen mit Glasscheiben, wel­ che fest eingebaut sind und nicht geöffnet werden können.
Es sind Rahmenkonstruktionen aus Holz, Kunststoff, Stahl und Aluminium bekannt. Um das Holz der Einbau- und Flügel­ rahmen vor schädlichen Witterungseinflüssen zu schützen und die Lebensdauer der Holzfenster und -türen zu erhöhen, ist es bekannt, Abdeckungen aus Metall oder Kunststoff anzu­ bringen. In der Regel werden als Abdeckungen Aluminium- oder Kunststoffprofile an den Außenseiten der Holzrahmen von Fenstern und Türen befestigt.
Es hat sich jedoch gezeigt, dass die Kunststoffrahmen und Abdeckprofile aus Kunststoff relativ rasch Alterungser­ scheinungen zeigen und vergrauen, brüchig werden und sich verziehen. Auch die Konstruktionsrahmen aus Stahl und Alu­ minium sowie die Abdeckprofile aus Aluminium weisen nach relativ kurzer Zeit witterungsbedingte Mängel auf, welche den Gesamteindruck der Fenster-, Türen- und Wintergartenkon­ struktion erheblich beeinträchtigen und nicht oder nur mit einem erheblichen Aufwand beseitigt werden können.
Aus der DE 201 09 728 U1 ist eine Rahmenkonstruktion für Holzfenster mit außenseitigen Isolier- und Schutzfenster­ rahmenelementen aus einem wärmedämmenden und witterungsbe­ ständigen Material bekannt. Als Beispiel für ein derartiges Material wird "Purenit" genannt, ein Polyurethan-Hartschaum mit einem hohen Wärmedämmwert, welcher feuchtigkeitsstabil ist und lackiert werden kann. Die Befestigung der Isolier- und Schutzfensterrahmenelemente erfolgt mittels Schrauben derart, dass eine dichte, flächige Anlage erreicht wird. Zur Entwässerung sind eine Entwässerungsrinne und eine Entwässerungsbohrung in den Abdeckelementen der Trägerfens­ terrahmen erforderlich. Ein weiterer Nachteil ist die not­ wendige Lackierung der Abdeckelemente, welche aufgrund der Witterungseinflüsse wie bei einem Holzfenster erneuert wer­ den muss.
Die Fensterkonstruktion der US-PS 5 566 524 betrifft Tür- und Fensterrahmen aus Aluminium, welche nicht außenseitig, sondern innenseitig mit Profilen verkleidet werden. Um eine bessere und wohnlichere Innenoptik zu erreichen, werden Holzprofile an den Innenflächen der Aluminiumrahmen mit Hilfe von Profilverbindungsteilen befestigt. Die Befesti­ gungselemente werden in einer Befestigungsöffnung der außenseitigen Aluminiumprofile und in einer Befesti­ gungsöffnung der innenseitigen Holzprofile gehalten.
Bei der Rahmenanordnung der DE 198 40 192 C1 werden Holz­ rahmen außenseitig mit Aluminium- oder Kunststoffprofilen versehen. Zur Befestigung dieser Außenprofile werden Exzen­ terschrauben verwendet, welche an einem flächig an dem Holz rahmen anliegenden Bauteil fixierbar sind. Gleichzeitig dient das zusätzliche, als aufwändiges Multifunktionsprofil ausgebildete Bauteil zur Befestigung eines zweiten Dreh- Fensterflügels bzw. als Schließleiste. Nachteilig ist auch die diffusionsdichte Anlage des zusätzlichen Bauteils an dem Holzrahmen.
Aus der DE 299 11 184 U1 ist ein Holzfenster mit unmit­ telbar und planparallel an den Rahmen anliegenden Abdeck­ blenden bekannt. Diese Abdeckblenden sollen insbesondere aus Holz bestehen und werden mit Einhängebeschlägen be­ festigt.
Der in der DE 295 11 282 U1 beschriebene Rahmen für Fenster, Türen und Wintergärten weist außenseitige Abdeckplatten für Holzfenster aus Natur- oder Kunststein, Steinimitaten oder Ton auf. Die Abdeckplatten werden flächig auf die Außen­ seiten der Holzrahmen geklebt und bilden damit eine dampf­ diffusionsdichte Abdeckung, welche für diffundierenden Was­ serdampf aus dem Gebäudeinneren eine Sperre bildet und die Lebensdauer der Holzrahmen erheblich vermindert. Nachtei­ lig ist außerdem die Porosität der Abdeckplatten, welche die Klebebefestigung begünstigt, jedoch auch zum Anhaften und Eindringen von Verschmutzungen und zur Beeinträchtigung des Gesamteindrucks der abgedeckten Fensterrahmen führt. Um ein Verziehen der Holzrahmen zu vermeiden, ist es erforder­ lich, Stein- und Kunststeinplatten zu verwenden, welche ei­ ne relativ geringe Wärmeausdehnung, z. B. eine maximale Län­ gentoleranz von 0,1% aufweisen.
Eine außenseitige Abdeckung eines Türblattes, insbesondere für Hauseingangstüren, Tore und Möbeltüren, ist in der DE 201 02 789 U1 beschrieben. Als Material für die witte­ rungsbeständige Außenverkleidung wird "Corian" genannt. Dieses Material wird mit Hilfe von aufgeklebten Abstands­ haltern und über eine dauerelastische Schicht großflächig aufgebracht, so dass eine dampfdiffusionsdichte Türkon­ struktion entsteht, welche eine nachteilige Tauwasserbil­ dung begünstigt und zum Verziehen der Tür führen kann.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Rahmenkonstruktion für Fenster, Fenstertüren und Winter­ gärten mit Holzeinbaurahmen und/oder Holzflügelrahmen und außenseitigen Abdeckprofilen aus einem witterungsbeständi­ gen Material zu schaffen, bei welcher die Abdeckprofile verschmutzungsresistent und leicht bearbeitbar sind sowie außerordentlich einfach dampfdiffusionsoffen befestigt wer­ den können.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe durch die Merkmale des An­ spruchs 1 gelöst. Zweckmäßige und vorteilhafte Ausgestal­ tungen sind Merkmale der Unteransprüche und in der Figuren­ beschreibung beschrieben.
Erfindungsgemäß werden die Holzrahmen der Fenster, Fen­ stertüren und Wintergärten außenseitig mit Abdeckungen ver­ sehen, welche aus einem polymergebundenen, nahezu poren­ freien Mineralwerkstoff bestehen und wie Holz bearbeitbar sind. Die erfindungsgemäßen Abdeckprofile werden dabei mit Hilfe von Verbindungselementen unter Ausbildung eines außenseitigen Hinterlüftungsspaltes an den Einbaurahmen und/oder Flügelrahmen der Fenster, Fenstertüren und Win­ tergärten befestigt.
Es ist vorteilhaft, dass die Abdeckungen aus einem polymer­ gebundenen Mineralwerkstoff als massive, porenlose Formkör­ per mit einer außerordentlich glatten Oberfläche in Form von Abdeckprofilen oder Abdeckschalen, welche komplementär zu den jeweils abzudeckenden Rahmen, Pfosten und Randberei­ chen der Glasscheiben ausgebildet sind, eingesetzt werden können.
Wenn als polymergebundener Mineralwerkstoff ein Verbund­ werkstoff, bestehend aus einem natürlichen Mineral und einem Acrylpolymer, beispielsweise Polymethylmethacrylat, oder einem Polyester bzw. einem Polymergemisch eingesetzt wird, besteht die Möglichkeit, Abdeckprofile mit einem vor­ gebbaren Profilquerschnitt herzustellen. Dabei ist es von besonderem Vorteil, dass die aus einem polymergebundenen Mineralwerkstoff bestehenden Abdeckprofile leicht bearbei­ tet und beispielsweise vor Ort abgelängt werden können.
Im Hinblick auf die verwendeten Holzrahmen ist ein weiterer Vorteil dadurch gegeben, dass die aus dem polymergebundenen Mineralwerkstoff bestehenden Abdeckprofile ebenfalls in ei­ ner Schreinerei, insbesondere mit Metallbearbeitungswerk­ zeugen und -maschinen, bearbeitet und beispielsweise ge­ schliffen, gesägt, poliert und geklebt werden können. Da­ durch besteht die Möglichkeit, entstandene Kratzer oder Verunreinigungen leicht zu beseitigen, z. B. abzuschleifen.
Als ein besonders hochwertiger polymergebundener Mineral­ werkstoff kann ein reines Acrylpolymer mit Aluminiumhydro­ xid als Füllstoff eingesetzt werden. Eine derartige Mine­ ralstoff-Acrylkombination wird z. B. unter der Markenbe­ zeichnung "Corian" vertrieben. Dieser Verbundwerkstoff ist außerordentlich verschleißfest, langlebig, relativ hart, pflegeleicht, leicht bearbeitbar und weist insbesondere ei­ ne glatte, nahezu porenfreie Oberfläche auf und kann des­ halb als besonders witterungsbeständige Abdeckung mit einem jeweils erforderlichen Profilquerschnitt hergestellt und in Kombination mit Holzrahmen die erfindungsgemäße Rahmen­ konstruktion bilden. Ein weiterer Vorteil ist die Recy­ clingsfähigkeit und Wiederverwendbarkeit des Verbundwerk­ stoffes auf Acrylharzbasis.
Die Abdeckprofile können in einer alternativen Ausbildung auch aus einem polymergebundenen Verbundwerkstoff auf Po­ lyesterbasis bestehen. Ein Beispiel für einen derartigen Verbundwerkstoff ist unter der Markenbezeichnung "Varicor" auf dem Markt.
Für unterschiedliche Fenster-, Fenstertüren- und Wintergar­ tengestaltungen ist es vorteilhaft, dass die polymergebun­ denen Mineralwerkstoffe mit Hilfe von Farbstoffen bzw. Farbpigmenten unterschiedlich eingefärbt und mit einem un­ terschiedlichen Dekor gefertigt werden können. Die Farb­ stoffe, beispielsweise Titandioxid, werden der Mineral- Kunststoffmischung vor dem Aushärten zugesetzt, so dass als gegossene Formteile gefertigte Abdeckprofile in vielfälti­ gen Farben und Dekoren zur Verfügung stehen, gegebenenfalls noch bearbeitet und dann montiert werden können.
Zweckmäßigerweise besteht der polymergebundene Mineralwerk­ stoff der Abdeckprofile auf Acrylharzbasis aus etwa 50 bis 80%, vorzugsweise etwa 66%, aus einem natürlichen Mineral bzw. Mineralgemisch, vorzugsweise Aluminiumhydroxid, und zu 20 bis 50%, vorzugsweise zu etwa 33%, aus dem Acrylpolymer oder einem Polyester bzw. einem Polymergemisch. Der Ver­ bundwerkstoff "Corian" besteht beispielsweise aus Alumini­ umhydroxid und Methylmethacrylat im Verhältnis 2 : 1 und enthält als Farbstoff Titandioxid.
Die aus dem polymergebundenen Mineralwerkstoff bestehenden Abdeckprofile werden erfindungsgemäß mit Hilfe von Verbin­ dungselementen, welche als Kunststoff-Drehhalter ausgebil­ det sein können, lösbar an den Holzrahmen befestigt. Die erfindungsgemäßen Verbindungselemente sind derart ausgebil­ det, dass gleichzeitig eine Hinterlüftung des Abdeckprofils durch die Ausbildung eines außenseitigen Hinterlüftungs­ spaltes zwischen den Rahmen und den Abdeckprofilen gewähr­ leistet ist.
Der außenseitige Hinterlüftungsspalt ist vorteilhaft in Be­ zug auf die Abführung von gebildetem Tauwasser und gewähr­ leistet eine dampfdiffusionsoffene Konstruktion. Auch in Bezug auf die Ausdehnungskoeffizienten der für die Abdeck­ profile verwendbaren Materialien ist der außenseitige Hin­ terlüftungsspalt vorteilhaft. Es können Materialien mit ex­ trem unterschiedlichen Ausdehnungskoeffizienten eingesetzt werden. Der vorzugsweise eingesetzte polymergebundene Mine­ ralwerkstoff "Corian" ist für relativ extreme Temperatur­ schwankungen geeignet und zeigt ein Ausdehnungsverhalten, welches aufgrund des Hinterlüftungsspaltes sowie der beweg­ lich in den Abdeckprofilen gehaltenen Verbindungselemente eine sichere und langzeitstabile Konstruktion gewährleis­ tet.
Es ist zweckmäßig, wenn ein Einbaurahmen aus Holz wenig­ stens im Bereich eines unteren Querholms mit einer zu­ sätzlichen Abdeckung versehen wird, welche zumindest über dessen Außenseite reicht. Diese Abdeckung kann vorteilhaft für eine Hinterlüftung ausgebildet sein und wird flügelrah­ menseitig von der Abdeckdichtung übergriffen. Die Verbin­ dungselemente werden im Bereich dieser Abdeckung an dem Einbaurahmen drehbar befestigt, wobei zwischen der Abdec­ kung und dem Abdeckprofil ein Abstand vorgesehen ist, wel­ cher insbesondere ein Ablaufen von eventuell eindringender Feuchtigkeit durch den Hinterlüftungsspalt zwischen der Ab­ deckung und dem Abdeckprofil gewährleistet.
Die Befestigung der Abdeckprofile an einem Flügel- oder Einbaurahmen eines Fensters oder einer Tür erfolgt nach An­ ordnung der Glasscheiben, für welche in der Regel wenig­ stens zwei Glasscheiben zu einer Isolierglasscheibe ange­ ordnet werden. Die Abdeckprofile weisen Befestigungs­ öffnungen für die Verbindungselemente auf, wobei die Ver­ bindungselemente in entsprechenden Abständen an dem Rahmen drehbar befestigt werden.
Die Verbindungselemente weisen jeweils einen Eingriffsbe­ reich auf, welcher etwa T-förmig und dadurch mit Abstand an einem Anlagebereich angeformt ist. Zur Montage werden die Abdeckprofile in einer Aufnahmestellung der Verbindungsele­ mente mit ihrer Befestigungsöffnung, welche zweckmäßiger­ weise als U- oder C-förmige Nut in Längsrichtung ausgebild­ et ist, auf den Eingriffsbereich der Verbindungselemente aufgeschoben oder aufgesteckt. Wenn die Verbindungselemente aus der Aufnahmestellung in eine Klemmstellung um eine Drehachse verstellt werden, ist das Abdeckprofil lagefi­ xiert und fest mit dem Rahmen verbunden.
Die Verstellung erfolgt vorteilhaft mit einem Werkzeug, beispielsweise einem Schraubendreher, und die Verbindungs­ elemente sind zweckmäßigerweise mit einem Angriffsbereich für das Werkzeug versehen, so dass die Verstellung der Ver­ bindungselemente und die Befestigung der Abdeckprofile rasch und einfach möglich ist.
Es ist vorteilhaft, dass die beispielsweise C-förmige Befe­ stigungsöffnung zur Aufnahme der Verbindungselemente beim Formgießen der Abdeckprofile eingebracht werden kann, wobei es auch zweckmäßig sein kann, die Befestigungsöffnung U- förmig auszubilden und durch eine im Querschnitt etwa C- förmige Metallschiene zu versteifen, welche kraftschlüssig aufgenommen ist. Grundsätzlich kann eine etwa C-förmige Be­ festigungsöffnung auch in den ausgehärteten Formkörper bzw. in das Abdeckprofil nachträglich eingearbeitet werden.
Der Hinterlüftungsspalt zwischen einem Abdeckprofil und ei­ nem Flügelrahmen oder Einbaurahmen wird mit Hilfe von Dichtungsprofilen vor eindringender Feuchtigkeit und ande­ ren Witterungseinflüssen geschützt. Die Abdeckprofile an den Flügelrahmen sind derart ausgebildet, dass sie einen Randbereich der außenseitigen Glasscheibe abdecken. Zwi­ schen der Glasscheibe und dem Abdeckprofil ist eine Dich­ tung angeordnet.
Das an einem Einbaurahmen befestigte Abdeckprofil steht zweckmäßigerweise in Richtung Flügelrahmen über den Einbau­ rahmen über und liegt in einem Überlappungsbereich nahezu an dem jeweiligen Abdeckprofil des Flügelrahmens an.
Eine Abdeckdichtung, welche in einer Nut des Einbaurahmens verankert ist, liegt in Schließstellung mit einem Dich­ tungskopf abdichtend an dem Flügelrahmen an und weist außerdem einen Profilbereich auf, welcher den Hinterlüf­ tungsspalt zwischen dem Abdeckprofil und dem Einbaurahmen flügelrahmenseitig abdichtet.
Die Erfindung wird nachstehend anhand einer Zeichnung weiter erläutert; in dieser zeigen:
Fig. 1 einen Querschnitt einer erfindungsgemäßen Rahmenkonstruktion in einem seitlichen oder oberen Bereich eines Fensters;
Fig. 2 einen Querschnitt der erfindungsgemäßen Rahmenkonstruktion nach Fig. 1, jedoch in einem unteren horizontalen Bereich;
Fig. 3 eine erste Ausbildungsvariante eines Verbin­ dungselementes in einer Draufsicht auf den Eingriffsbereich und
Fig. 4 eine zweite Ausbildungsvariante eines Verbin­ dungselementes in einer Draufsicht auf den Eingriffsbereich.
Die Fig. 1 und 2 zeigen in Querschnittsdarstellungen ein Fenster 2 mit einer erfindungsgemäßen Rahmenkonstruktion, welche Holzrahmen, nämlich einen Einbaurahmen 3 und einen Flügelrahmen 5, und an deren Außenseiten Abdeckprofile 10, 11 aufweist. Das Fenster 2 ist in Schließstellung darge­ stellt, wobei Fig. 1 einen seitlichen bzw. oberen Quer­ schnitt und Fig. 2 einen unteren Querschnitt im Bereich ei­ nes unteren Querholms 9 des Einbaurahmens 3 zeigt.
In dem Flügelrahmen 5, welcher ebenso wie der Einbaurahmen 3 aus Holz gefertigt ist, sind zwei Glasscheiben 6 als in­ nenseitige 6.1 und außenseitige Glasscheibe 6.2 über einen Abstandhalterahmen 27 zu einer Isolierglasscheibe angeord­ net und über eine Glashalteleiste 29 und außenseitig durch das Abdeckprofil 11 an dem Flügelrahmen 5 gehalten.
Auch der Einbaurahmen 3 wird durch ein Abdeckprofil 10 vor Witterungseinflüssen geschützt, wobei das Abdeckprofil 10 wie das Abdeckprofil 11 aus einem polymergebundenen Mine­ ralwerkstoff besteht. Die Abdeckprofile 10, 11 sind massive Formkörper, nahezu porenfrei und mit einer glatten Ober­ fläche versehen, so dass der erforderliche Schutz der Holz­ rahmen 3,5 gewährleistet ist. Die aus einem polymergebun­ denen Mineralwerkstoff bestehenden Abdeckprofile 10, 11 werden als Formkörper hergestellt, abgelängt und gegebenen­ falls noch zur Befestigung an dem Einbau- und Flügelrahmen 3, 5 bearbeitet.
Die Befestigung der aus einem polymergebundenen Mineral­ werkstoff bestehenden Abdeckprofile 10, 11 erfolgt mit Hilfe von Verbindungselementen 13, welche drehbar an dem Einbaurahmen 3 und Flügelrahmen 5 befestigt werden. Zwei alternative Ausbildungsformen von Verbindungselementen 13 sind in den Fig. 3 und 4 beispielhaft gezeigt, wobei das Verbindungselement 13 in Fig. 3 in einer Klemmstellung und das Verbindungselement 13 gemäß Fig. 4 in einer Aufnahme­ stellung dargestellt ist.
Die Fig. 1 und 2 verdeutlichen, dass die Verbindungselemen­ te 13, welche auch als Drehhalter bezeichnet werden können, derart ausgebildet sind, dass die Abdeckprofile 10, 11 in der gezeigten Klemmstellung sicher und lagefixiert an den Holzrahmen, d. h. an dem Flügelrahmen 5 und Einbaurahmen 3, befestigt sind. Um diese lösbare Befestigung zu gewährlei­ sten, sind die Abdeckprofile 11, 12 in Längsrichtung mit einer Befestigungsöffnung 14 versehen. Diese Befesti­ gungsöffnung 14 ist als eine U-förmige Nut oder Rinne aus­ gebildet und mit einem zusätzlichen Befestigungsprofil 15 versehen, welches kraftschlüssig in der Befestigungsöffnung 14 gehalten, beispielsweise eingeklebt, ist.
Das Befestigungsprofil 15 ist im Querschnitt C-förmig aus­ gebildet und ermöglicht die Aufnahme der Verbindungselemen­ te 13 mit einem Eingriffsbereich 30. Dabei wirken die Ver­ bindungselemente 13 mit ihrem Eingriffsbereich 30 und das Befestigungsprofil 15 in den Abdeckprofilen 10, 11 durch eine geeignete, komplementäre Dimensionierung derart zusam­ men, dass die Abdeckprofile 10, 11 mit ihrer Befestigungs­ öffnung 14 bzw. mit dem Befestigungsprofil 15 in Aufnahme­ stellung der Verbindungselemente 13 aufgeschoben und in de­ ren Klemmstellung gemäß Fig. 1, 2 und 4 lagefixiert an dem Flügelrahmen 5 bzw. Einbaurahmen 3 gehalten werden.
Die um eine horizontale Drehachse 31 verstellbaren Verbin­ dungselemente 13 gewährleisten nicht nur die Befestigung der aus einem polymergebundenen Mineralwerkstoff bestehen­ den Abdeckprofile 10, 11, sondern auch die Ausbildung eines Hinterlüftungsspaltes 19 zwischen dem Einbaurahmen 3 bzw. Flügelrahmen 5 und dem jeweiligen Abdeckprofil 10 bzw. 11.
Der Profilquerschnitt der Abdeckprofile 10, 11 ist wählbar und kann vorteilhafterweise auf die abzudeckenden Bereiche des Einbaurahmens 3 und des Flügelrahmens 5 sowie die darin gehaltenen Glasscheibe 6.1, 6.2 abgestimmt sein. Das Ab­ deckprofil 11 des Flügelrahmens 5 reicht über Randbereiche der außenseitigen Glasscheibe 6.2 und liegt über einen Kleber 21, welcher oberhalb der mit Abstand zueinander an­ geordneten Verbindungselemente 13 eingebracht ist, an die­ ser an. Zur Abdeckung der Klebeschicht 21 ist eine Dichtung 23 aufgebracht.
Das Abdeckprofil 10 des Einbaurahmens 3 steht flügelrahmen­ seitig über den Einbaurahmen 3 über und liegt in einem Überlappungsbereich 20 nahezu an dem Abdeckprofil 11 des Flügelrahmens 5 an (Fig. 1 und 2). Zur Abdichtung des Fen­ sters 2 sind eine Flügelfalzdichtung 28 in einer Nut des Flügelrahmens 5 und eine Abdeckdichtung 22 in einer Nut des Einbaurahmens 3 angeordnet. Dabei unterscheidet sich die Abdeckdichtung 22, welche am seitlichen und oberen Einbau­ rahmen 3 gem. Fig. 1 eingesetzt wird, von der Abdeckdich­ tung 22, welche in den unteren Querholm 9 des Einbaurahmens 3 gem. Fig. 2 verankert wird, dadurch, dass die Abdeckdich­ tung 22 des unteren Querholms 9 mit einem außenseitigen Profilbereich 25 eine zusätzliche Abdeckung 17 an der Außenseite 16 des unteren Querholms 9 unter Ausbildung ei­ nes Ablaufspaltes 26 übergreift (Fig. 2). Die Abdeckdich­ tung 22 des seitlichen und oberen Einbaurahmens 3 (Fig. 1) weist dagegen einen außenseitigen Profilbereich 25 auf, welcher als Hohlkammerprofil ausgebildet ist und den Hin­ terlüftungsspalt 19 zwischen dem Abdeckprofil 10 und dem Einbaurahmen 3 flügelraumseitig abdichtet.
Die zusätzlich am unteren Querholm 9 des Einbaurahmens 3 angeordnete Abdeckung 17 ist zur Hinterlüftung mit einem geringen Abstand zur Außenseite 16 des unteren Querholms 9 angeordnet (Fig. 2).
Fig. 1 und Fig. 2 verdeutlichen, dass die Abdeckprofile 10, 11 aufgrund ihrer vorteilhaften Materialeigenschaften eine kostengünstige Fertigung und Bearbeitung sowie eine einfa­ che und rasche Montage an Einbau- und Flügelrahmen 3, 5 aus Holz, Kunststoff und Metall, wie Stahl oder Aluminium, er­ möglichen. Vorteilhaft ist die relativ geringe Dichte des für die Abdeckprofile 10, 11 eingesetzten polymergebundenen Mineralwerkstoffes, welche bei Verwendung eines aus Polyme­ thylmethacrylat und Aluminiumhydroxid unter Zusatz von aus Farbpigmenten bestehendem Verbundwerkstoffes etwa 1,78 g/cm3 beträgt. Die Werkstoffeigenschaften eines derar­ tigen polymergebundenen Mineralwerkstoffes und die leichte Bearbeitbarkeit, beispielsweise in Schreinerwerkstätten, ermöglicht eine beliebige Profilgestaltung, leichte Bear­ beitung und kostengünstige Befestigung.
In Fig. 3 ist ein erstes Verbindungselement 13 stark sche­ matisiert dargestellt. Das Verbindungselement 13 weist ei­ nen Eingriffsbereich 30 auf, welcher im Bereich einer Dreh­ achse 31 etwa T-förmig an einem Anlagebereich 32, welcher im montierten Zustand an dem Einbaurahmen 3 bzw. Flügelrah­ men 5 anliegt, angeformt ist. Der Eingriffsbereich 30 ist zur Aufnahme in und zum Hintergreifen der Befestigungs­ öffnung 14 bzw. des Befestigungsprofils 15 des Abdeckpro­ fils 10, 11 in der Klemmstellung ausgebildet, wodurch das aufgeschobene Abdeckprofil 10, 11 sicher und lagefixiert mit dem Einbaurahmen 3 bzw. Flügelrahmen 5 verbunden werden kann. Ausbildung und Abmessungen des Eingriffsbereichs 30 sind auf die Befestigungsöffnung 14 bzw. das darin angeord­ nete Befestigungsprofil 15 abgestimmt, und der Anlagebe­ reich 32 bestimmt die Breite des Hinterlüftungsspaltes 19 (siehe Fig. 1 und 2).
Die Verstellung des Verbindungselementes 13 kann zweckmä­ ßigerweise mit einem Werkzeug erfolgen, welches an einem Angriffsbereich 33 angesetzt werden kann. Das Verbindungs­ element 13 gemäß Fig. 3 ist derart ausgebildet, dass es um 360° und in beiden Drehrichtungen verstellt werden kann, wobei es aus einer Aufnahmestellung für ein Abdeck­ profil 10, 11 in eine Klemm- bzw. Befestigungsstellung ge­ langt.
Das in Fig. 4 gezeigte alternative Verbindungselement 13 ist ebenfalls als ein Drehhalter aus Kunststoff ausgebildet und weist analog zu dem Verbindungselement nach Fig. 3 im Bereich einer Drehachse 31 eine Öffnung 34 zur Aufnahme ei­ nes Bolzens (nicht dargestellt) auf. Der Eingriffsbereich 30 ist als eine etwa T-förmige Anformung an dem Anlagebe­ reich 32 und dadurch beabstandet zu diesem ausgebildet. Der Anlagebereich 32 stellt in Draufsicht ein Quadrat mit an zwei gegenüberliegenden Längskanten ausgebildeten Angriffs­ bereichen 33 für ein Werkzeug zum Drehen des Verbindungs­ elementes 13 dar.
Das Verbindungselement 13 nach Fig. 4 erlaubt nur eine Verstellung um einen Drehwinkel von 90°, d. h. von der in Fig. 4 gezeigten Aufnehmestellung zum gleitenden Auf­ schieben eines horizontal anzuordnenden Abdeckprofils in die Klemm- bzw. Befestigungsstellung, in welcher sich das in Fig. 3 gezeigte Verbindungselement 13 befindet.

Claims (14)

1. Rahmenkonstruktion für Fenster (2), Fenstertüren und Wintergärten mit Einbaurahmen (3) und/oder Flügelrahmen (5) aus Holz, welche außenseitig mit Abdeckprofilen (10, 11) aus einem witterungsbeständigen Material versehen sind, dadurch gekennzeichnet,
dass die Abdeckprofile (10, 11) aus einem polymerge­ bundenen, nahezu porenfreien Mineralwerkstoff bestehen und wie Holz bearbeitbar sind und
dass die Abdeckprofile (10, 11) mit Hilfe von Verbin­ dungselementen (13) unter Ausbildung eines außenseiti­ gen Hinterlüftungsspaltes (19) an den Einbaurahmen (3) und/oder Flügelrahmen (5) fixiert sind.
2. Rahmenkonstruktion nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass untere Querholme (9) der Einbaurahmen (3) an ih­ rer Außenseite (16) mit einer hinterlüfteten Abdeckung (17) versehen sind und dass das zugehörige Abdeckpro­ fil (10) mit Hilfe der Verbindungselemente (13) beab­ standet zu der hinterlüfteten Abdeckung (17) fixiert ist.
3. Rahmenkonstruktion nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungselemente (13) drehbar an den Ein­ baurahmen (3) und Flügelrahmen (5) fixiert und aus einer Aufnahmestellung, in welcher das Abdeckprofil (10, 11) mit einer Befestigungsöffnung (14) aufschieb­ bar ist, in eine Klemmstellung, in welcher das Abdeck­ profil (10, 11) lagefixiert ist, verstellbar sind.
4. Rahmenkonstruktion nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungselemente (13) jeweils einen Ein­ griffsbereich (30) zur Aufnahme in und zum Hintergrei­ fen der Befestigungsöffnung (14) der Abdeckprofile (10, 11) und einen Anlagebereich (32) aufweisen und dass der Anlagebereich (32) die Breite des Hinterlüf­ tungsspaltes (19) bestimmt.
5. Rahmenkonstruktion nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Eingriffsbereich (30) im Bereich einer Dreh­ achse (31) etwa T-förmig und dadurch mit Abstand an dem Anlagebereich (32) angeformt ist.
6. Rahmenkonstruktion nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungselemente (13) lösbar an den Ein­ baurahmen (3) und Flügelrahmen (5) befestigt sind und im Bereich der Drehachse (31) eine Öffnung (34) zur Aufnahme eines Bolzens aufweisen.
7. Rahmenkonstruktion nach einem der Ansprüche 3 bis 6. dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungselemente (13) mit Hilfe eines Werkzeugs aus der Aufnahmestellung in die Klemmstel­ lung verstellbar sind und wenigstens einen Angriffsbe­ reich (33) für das Werkzeug aufweisen.
8. Rahmenkonstruktion nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungsöffnung (14) der Abdeckprofile (10, 11) als Befestigungsnut in Längsrichtung der Ab­ deckprofile (10, 11) und komplementär zu dem T-förmi­ gen Eingriffsbereich (30) der Verbindungselemente (13) ausgebildet ist.
9. Rahmenkonstruktion nach einem der Ansprüche 4 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungsöffnung (14) der Abdeckprofile (10, 11) mit einem Befestigungsprofil (15) versehen ist, welches kraftschlüssig in der Befestigungsöffnung (14) aufgenommen und zur Aufnahme des Eingriffsbe­ reichs (30) der Verbindungselemente (13) ausgebildet ist.
10. Rahmenkonstruktion nach einem der Ansprüche 2 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Einbaurahmen (3) mit einer Abdeckdichtung (22) versehen sind, welche einen außenseitigen Profil­ bereich (25) zur Abdeckung des Hinterlüftungsspaltes (19) oder der hinterlüfteten Abdeckung (17) des unte­ ren Querholmes (9) aufweist.
11. Rahmenkonstruktion nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die aus einem polymergebundenen Mineralwerkstoff bestehenden Abdeckprofile (10, 11) komplementär zu den abzudeckenden Bereichen der Einbaurahmen (3) und/oder Flügelrahmen (5) und der daran gehaltenen Glasschreiben (6) ausgebildet sind.
12. Rahmenkonstruktion nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der polymergebundene Mineralwerkstoff der Abdeck­ profile (10, 11) Aluminiumhydroxid als Mineral und ein Acrylpolymer oder Polyester als Polymer enthält.
13. Rahmenkonstruktion nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Anteil des Minerals in dem polymergebundenen Mineralwerkstoff der Abdeckprofile (10, 11) etwa 50 bis 80%, vorzugsweise etwa 66% und der Anteil des Polymers etwa 50 bis 20%, insbesondere etwa 33% be­ trägt.
14. Rahmenkonstruktion nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckprofile (10, 11) mit einer vorgebbaren Farbe und/oder Pigmentierung, welche durch Zumischung von Farbpigmenten zu der noch nicht ausgehärteten Mi­ neral-Kunststoff-Mischung einstellbar ist, an den Ein­ baurahmen (3) und/oder Flügelrahmen (5) fixiert sind.
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