DE102012014331A1 - Verfahren und Vorrichtung zur Kartierung von Straßenzuständen - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Kartierung von Straßenzuständen Download PDFInfo
- Publication number
- DE102012014331A1 DE102012014331A1 DE102012014331.1A DE102012014331A DE102012014331A1 DE 102012014331 A1 DE102012014331 A1 DE 102012014331A1 DE 102012014331 A DE102012014331 A DE 102012014331A DE 102012014331 A1 DE102012014331 A1 DE 102012014331A1
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- condition
- road
- acceleration
- vehicle
- measurement signals
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Pending
Links
Images
Classifications
-
- G—PHYSICS
- G01—MEASURING; TESTING
- G01C—MEASURING DISTANCES, LEVELS OR BEARINGS; SURVEYING; NAVIGATION; GYROSCOPIC INSTRUMENTS; PHOTOGRAMMETRY OR VIDEOGRAMMETRY
- G01C21/00—Navigation; Navigational instruments not provided for in groups G01C1/00 - G01C19/00
- G01C21/38—Electronic maps specially adapted for navigation; Updating thereof
- G01C21/3804—Creation or updating of map data
- G01C21/3833—Creation or updating of map data characterised by the source of data
- G01C21/3844—Data obtained from position sensors only, e.g. from inertial navigation
-
- G—PHYSICS
- G01—MEASURING; TESTING
- G01C—MEASURING DISTANCES, LEVELS OR BEARINGS; SURVEYING; NAVIGATION; GYROSCOPIC INSTRUMENTS; PHOTOGRAMMETRY OR VIDEOGRAMMETRY
- G01C21/00—Navigation; Navigational instruments not provided for in groups G01C1/00 - G01C19/00
- G01C21/38—Electronic maps specially adapted for navigation; Updating thereof
- G01C21/3804—Creation or updating of map data
- G01C21/3807—Creation or updating of map data characterised by the type of data
- G01C21/3815—Road data
- G01C21/3822—Road feature data, e.g. slope data
-
- G—PHYSICS
- G01—MEASURING; TESTING
- G01C—MEASURING DISTANCES, LEVELS OR BEARINGS; SURVEYING; NAVIGATION; GYROSCOPIC INSTRUMENTS; PHOTOGRAMMETRY OR VIDEOGRAMMETRY
- G01C21/00—Navigation; Navigational instruments not provided for in groups G01C1/00 - G01C19/00
- G01C21/38—Electronic maps specially adapted for navigation; Updating thereof
- G01C21/3804—Creation or updating of map data
- G01C21/3833—Creation or updating of map data characterised by the source of data
- G01C21/3837—Data obtained from a single source
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Radar, Positioning & Navigation (AREA)
- Remote Sensing (AREA)
- Automation & Control Theory (AREA)
- Physics & Mathematics (AREA)
- General Physics & Mathematics (AREA)
- Navigation (AREA)
- Geophysics And Detection Of Objects (AREA)
- Traffic Control Systems (AREA)
Abstract
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Kartierung von Straßenzuständen. Erfindungsgemäß wird während der Fortbewegung einer Person ein Beschleunigungssensor (10) zur Messung vertikaler Beschleunigungen mitgeführt und aktiviert, der kontinuierlich Beschleunigungsmesssignale für eine Auswertung abgibt, wobei durch Fahrbahnunebenheiten oder Steigungen bedingte, vertikale Beschleunigungen detektiert werden und über definierte Größen aufeinanderfolgender Beschleunigungsmesssignale eine Bewertung (11) des Zustands und/oder der Beschaffenheit des Untergrunds erfolgt. Während der Fortbewegung wird zudem ein aktiviertes Positionserfassungssystem (13) mitgeführt, welches aufeinanderfolgende Positionsdaten zur Bestimmung der aktuellen Position und zur Dokumentation der aktuell benutzten Fahrstrecke/Straße erzeugt. Die jeweils während der Fortbewegung ermittelten aktuellen, den vorliegenden Zustand und/oder der Beschaffenheit des Untergrunds detektierenden Beschleunigungsmesssignale und/oder die damit erhaltenen Bewertungsergebnisse für den Zustand und/oder der Beschaffenheit des Untergrunds sowie die entsprechend zugeordneten aktuellen Positionsdaten werden zusammengeführt in einem Speicher (14) abgelegt, so dass eine Kartierung der Zustände und/oder der Beschaffenheit des Untergrunds über die Fahrstrecke im Speicher (14) zur Verfügung steht.
Description
- Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Kartierung von Straßenzuständen nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 sowie eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach dem Oberbegriff des Anspruchs 5.
- Ein bekanntes Verfahren zur Kartierung von Straßenzuständen besteht darin, dass eine Person eine zu beurteilende Strecke abfährt und individuell den Straßenzustand durch Augenschein bewertet und notiert. Damit können beispielsweise Straßenbauämter die Straßenzustände in ihrem Arbeitsbereich großflächig erfassen und die Bewertungsergebnisse der Planung von Reparaturarbeiten wie Ausbesserung von Frostschäden, Belagserneuerungen, etc. zugrunde legen. Weiter ist es bekannt, Straßenzustände, insbesondere Straßenschäden photographisch zu erfassen.
- Aufgabe der Erfindung ist es, ein einfaches automatisiertes Verfahren zur Kartierung von Straßenzuständen vorzuschlagen, wobei die damit erhaltene Kartierung für eine Mehrzahl unterschiedlicher Verwendungen eingesetzt werden kann.
- Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, dass am Körper, in oder an einem Fahrzeug während der Fortbewegung ein Beschleunigungssensor zur Messung vertikaler Beschleunigungen mitgeführt und aktiviert wird, der kontinuierlich Beschleunigungsmesssignale für eine Auswertung abgibt. Dabei werden durch Fahrbahnunebenheiten und/oder Steigungen bedingte, vertikale Beschleunigungen detektiert und über definierte Größen aufeinanderfolgender Beschleunigungsmesssignale eine Bewertung des aktuellen Zustands des Untergrunds durchgeführt.
- Für eine solche messtechnische Erfassung und Bewertung eines Zustands des Untergrunds wird die Kenntnis verwendet, dass ein Körper während der Fortbewegung auf ebenem Untergrund weitgehend ruhig liegt, bei Fahrbahnunebenheiten je nach deren Größe und Häufigkeit jedoch mehr oder weniger starke vertikale Auslenkungen erfährt. Die dadurch entstehenden vertikalen Beschleunigungen werden erfindungsgemäß messtechnisch durch wenigstens einen Beschleunigungssensor erfasst und die Größe der Beschleunigungsmesssignale wird für eine Bewertung des aktuellen Straßenzustands herangezogen.
- Für eine Kartierung wird während der Fortbewegung ein aktiviertes Positionserfassungssystem (zum Beispiel ein GPS-Gerät) mitgeführt, welches aufeinanderfolgende Positionsdaten zur Bestimmung der aktuellen Position und zur Dokumentation der aktuellen Fahrstrecke/Straße erzeugt. Die jeweils während der Fahrt ermittelten aktuellen, den vorliegenden Zustand detektierenden Beschleunigungsmesssignale und/oder die damit erhaltenen Bewertungsergebnisse für den Straßenzustand werden mit den entsprechend zugeordneten Positionsdaten zusammengeführt und in einem Speicher abgelegt, so dass eine Kartierung des Zustands des Untergrunds über die Wegstrecke im Speicher zur Verfügung steht.
- Die Kartierung im Speicher kann je nach den gewünschten Aussagen unterschiedlich ausgelesen werden:
Beispielsweise können bei der Verwendung von Fahrzeugen gezielt Fahrstrecken/Straßen aufgerufen und in einem Display angezeigt werden, wobei die Straßenzustände im Streckenverlauf beispielsweise durch Farben und/oder Strichlierungen mitangezeigt werden. Andererseits können auch allgemein Schlechtwegstrecken aus dem Speicher abgerufen und auf dem Display angezeigt werden, die dann gegebenenfalls vermieden werden können. - Für eine differenzierte Straßenzustandsbewertung, beispielsweise in mehreren abgestuften Kategorien wird vorgeschlagen die Größe und/oder die Häufigkeit von Beschleunigungsmesssignalen mittels entsprechend abgestuften Schwellwertbereichen auszuwerten. Damit können beispielsweise einem Fahrer Informationen zur Verfügung gestellt werden, welche Fahrstrecken mit mehr oder weniger hohen Komforteinbußen befahren werden können. Dies kann bei einer Anzeige in einem Display beispielsweise durch mehr oder weniger intensive Farbgebung oder Strukturierung eines Straßenverlaufs angegeben werden. Auch schriftliche oder nummerische Angaben zu bestimmten Straßenverläufen sind möglich.
- Da einzelne hohe oder niedrige Beschleunigungsmesssignale noch keine exakte Bewertung des aktuellen Straßenzustands ergeben, wird zudem vorgeschlagen, die aktuellen Beschleunigungsmesssignale in definierten, relativ kurzen aufeinanderfolgenden Messzeiten in einer Mittelwertbetrachtung auszuwerten und gegebenenfalls unter Einbeziehung der vorstehenden Schwellwertbereiche einen „guten”, „mittleren”, „schlechten” oder „katastrophalen” Fahrbahnzustand festzustellen. Dieses Ergebnis kann dann jeweils am Messzeitende mit den vorliegenden Positionsdaten kombiniert und gespeichert werden.
- Da von Fahrbahnunebenheiten angeregte vertikale Fahrzeugbewegungen und deren Auswertung zwischen unterschiedlichen Fahrzeugtypen variieren und insbesondere vom Fahrwerk, der Aufhängung der Fahrgastzelle, der Dämpfung, der Lage des Sensors, etc. abhängen, wird vorgeschlagen, dass die Beschleunigungsmesssignale und/oder die Schwellwertbereiche und/oder die vorstehenden Bewertungsergebnisse zusätzlich mit fahrzeugspezifischen Gegebenheiten bewertet werden, um zu möglichst genauen Straßenzustandsaussagen zu gelangen.
- Dies kann beispielsweise durch manuelle Eingabe der Fahrzeugdaten erfolgen. Mehr Komfort ergibt sich allerdings, wenn diese Daten von einem im Fahrzeug verbauten Element zur Datenübertragung automatisch zur Verfügung gestellt werden.
- Ist dies nicht der Fall bzw. nicht möglich oder wird der Sensor am Körper getragen, wird ein anderes Verfahren angewendet: Hierfür wird an bekannten Referenzpunkten, an denen die Höhe der lokalen, vertikalen Auslenkung bekannt ist, die vertikalen Beschleunigungen mit den für diese Referenzpunkten bekannten Referenzwerten verglichen und wenigstens ein Korrekturwert ermittelt, mit dem die spezifischen Gegebenheiten des Schwingungssystems korrigiert werden.
- Als Referenzpunkte kommen ortsfeste, unveränderliche Gegebenheiten, die eine signifikante vertikale Auslenkung aufweisen, in Frage. Dies sind beispielsweise Bahnübergänge, Gullideckel, Ausdehnungsfugen von Brücken, Bordsteinkanten, Treppen usw..
- Grundsätzlich kann eine Vorrichtung zur Durchführung eines der vorstehenden Verfahren aus wenigstens einem Beschleunigungssensor, aus dem Positionserfassungssystem, aus der Auswerteeinheit und dem Speicher mit einzelnen Bauelementen aufgebaut und in einem Fahrzeug angeordnet sein. Bevorzugt werden jedoch diese Bauteile in einer möglichst kompakten, tragbaren Baueinheit zusammengefasst, welche zur Kartierung von Straßenzuständen dann lediglich in einem Fahrzeug mitgeführt werden muss.
- In einer besonders bevorzugten Ausführungsform ist eine solche Baueinheit in ein tragbares Mobiltelefon (Handy) unter Verwendung eines miniaturisierten Beschleunigungssensors (MEMS, Micro-Electro-Mechanical-System) integriert.
- Mit Beschleunigungssensoren ausgestattete Handys sind auf dem Markt mit zunehmender Tendenz bereits erhältlich. Diese Sensoren werden beispielsweise zur Drehung von Bildschirmansichten, für Spiele und zu Richtungsangaben verwendet, wobei das Handy entsprechend vom Benutzer bewegt wird. Dabei werden miniaturisierte Beschleunigungssensoren (MEMS) als Feder-Masse-System üblicherweise aus Silizium herausgeätzt und hergestellt. Die Federn sind dabei kleine Silizium-Beinchen, welche eine Silizium-Masse halten und abstützen. Deren Auslenkung wird bei einer Beschleunigung kapazitiv oder piezoresistiv erfasst und als Beschleunigungsmesssignal ausgegeben. Solche bekannte Beschleunigungssensoren haben durch hohe Stückzahlen geringe Stückkosten und weisen eine hohe Zuverlässigkeit auf.
- In Handys ist für die bekannten Anwendungen üblicherweise eine Drei-Achsen-MEMS-Sensorik verwendet, welche Beschleunigungen in allen Raumrichtungen erfasst und auswertet. Da für die erfindungsgemäße Bewertung von Straßenzuständen ausschließlich vertikale Beschleunigungen ausgewertet werden, soll bei einer Drei-Achsen-MEMS-Sensorik mittels geeigneter Software nur die Vertikalbeschleunigung zur Bewertung des Straßenzustands herangezogen werden.
- Ein erfindungsgemäß mit einer Straßenzustandsanzeige ausgerüstetes Handy kann beispielsweise für Berufsfahrer, insbesondere Truckfahrer, hilfreich bei der Routenwahl zur Vermeidung von Schlechtwegstrecken sein.
- Weiter können die von einer Mehrzahl einzelner Fahrer in unterschiedlichen Regionen erfassten und gespeicherten Straßenzustände Providern, Automobil-Clubs, etc. als Datensätze zum Aufbau einer zentralen Datenbank übermittelt werden. Auf Anfrage können dann gegebenenfalls über Internet gezielt Auskünfte über Straßenzustände zu geplanten Fahrstrecken abgerufen werden.
- Für eine großflächige Erfassung von Straßenzuständen durch Institutionen, wie zum Beispiel durch Bauämter kann ein Speicher oder Zusatzspeicher auch extern vom Fahrzeug angeordnet sein und ein Datenaustausch über eine Funkverbindung erfolgen.
- Anhand einer Zeichnung wird die Erfindung weiter erläutert.
- Es zeigen:
-
1 eine Darstellung zur Verdeutlichung des Prinzips zur Erfassung eines Straßenzustands; -
2 ein Blockschaltbild eines in ein Handy integrierten Erfindungsgegenstands, und -
3 ein Beschleunigungsmesssignal eines in einem Fahrzeug mitgeführten Beschleunigungssensors, wenn das Fahrzeug durch eine Bodenwelle fährt. - In
1 ist ein Diagramm1 gezeigt, bei dem über einer Zeitachse2 Beschleunigungsmesssignale3 eines Beschleunigungssensors aufgezeichnet sind. Der dazu verwendete Beschleunigungssensor ist von einer (nicht dargestellten) Person am Körper getragen worden, welche in einem ersten Zeitbereich4 auf einer Treppe und im anschließenden Zeitbereich5 in einer Ebene gegangen ist. - Beim Treppensteigen im Zeitbereich
4 wurde der Körper der Person zwangsläufig mit großen vertikalen Beschleunigungen bewegt, welche zu relativ großen Beschleunigungsmesssignalen6 geführt haben. Beim anschließenden Gehen in der Ebene wurde der Körper der Person relativ gleichmäßig bewegt, so dass dadurch nur verhältnismäßig kleine Beschleunigungsmesssignale7 abgegeben wurden. - Bei einer Übertragung dieses Prinzips auf den Erfindungsgegenstand wird zusätzlich zum menschlichen Körper ein Fahrzeug betrachtet, welches bei großen Fahrbahnunebenheiten zu großen vertikalen Beschleunigungen und bei ebener Fahrbahn nur zu geringen vertikalen Beschleunigungen angeregt wird. Durch Auswertung der entsprechenden Beschleunigungsmesssignale und eine Verknüpfung und Abspeicherung mit Positionswerten kann eine entsprechende Kartierung der Straßenzustände erfolgen.
- Im Blockschaltbild der
2 ist in einem Handy8 (abstrahiert durch die strichlierte Linie9 dargestellt) ein miniaturisierter Beschleunigungssensor10 (MEMS) enthalten, dem eine Auswerteeinheit11 nachgeordnet ist. In der Auswerteeinheit11 werden bei einem in einem Fahrzeug mitgeführten Handy8 die Beschleunigungsmesssignale hinsichtlich vertikaler Beschleunigungen ausgewertet und eine Information über den aktuellen Straßenzustand generiert. - Diese Information wird einer Verarbeitungseinheit
12 zugeführt, an die zusätzlich ein Positionserfassungssystem13 (GPS) angeschlossen ist. Dieses wertet zur Positionsbestimmung Satellitensignale (dargestellt durch Pfeile21 ) aus. - In der Verarbeitungseinheit
12 werden die Positionsdaten und Straßenzustandsdaten zusammengeführt und gegebenenfalls mit fahrzeugspezifischen Gegebenheiten bewertet sowie in einem nachgeordneten Speicher14 abgelegt. - Die damit im Speicher
14 enthaltene Kartierung kann beispielsweise in Verbindung mit einer Routendarstellung15 abgerufen und in einem Display16 dargestellt werden. In der Routendarstellung15 ist hier eine aus dem Speicher14 abgerufene Schlechtwegstrecke17 mit einer Warnstruktur18 unterlegt. - Der Pfeil
19 zeigt die aktuelle Position des Fahrzeugs und der Fahrer kann erkennen, dass er sich einer Schlechtwegstrecke17 in Kürze nähert, welche nach links abbiegt. Falls möglich kann er auf die abzweigende Straße20 mit einer besseren Fahrbahnbeschaffenheit ausweichen. - In
3 unten ist schematisch ein Fahrzeug22 dargestellt, welches durch eine konkave Bodenwelle23 einer Straße24 fährt. Darüber ist ein zugeordnetes Beschleunigungsmesssignal25 eines im Fahrzeug22 von einer Person mitgeführten Beschleunigungssensors dargestellt, das die vertikalen Beschleunigungen des Fahrzeugaufbaus beim und nach dem Durchfahren der Bodenwelle23 zeigt. Ersichtlich ergibt durch die Fahrzeugfederung/-dämpfung ein Beschleunigungsmesssignal als Wellenzug mit großen Anfangsamplituden, die schnell abklingen. Bei einer Bewertung eines Straßenzustands werden somit entsprechende aufeinanderfolgende und sich gegebenenfalls überlagernde Wellenzüge betrachtet und ausgewertet. Zudem ist in3 strichliert und beispielhaft ein Wellenzug25' mit kleineren Amplituden eingezeichnet, wie er sich bei einem Fahrzeug mit anderer Fahrwerkauslegung/-einstellung ergeben kann. Um basierend auf den Wellenzügen25 und25' vergleichbare Bewertungen zu erhalten, sind Anpassungen mit fahrzeugspezifischen Parametern erforderlich. - Um die Informationen über Schlechtwegstrecken bzw. den Zustand des Untergrunds Dritten, wie beispielsweise anderen Verkehrsteilnehmern, zur Verfügung zu stellen, können diese via Datenfernübertragung (z. B. WLAN, UMTS, LTE, Bluetooth) zur Verfügung gestellt werden. Hier bietet es sich an, den Beschleunigungssensor, die Einheit zur Positionsbestimmung und die Bauteile zur Übertragung zu einem Bauteil zusammenzufassen.
- Der Datenaustausch kann hierbei direkt zwischen zwei Kommunikationsteilnehmern oder über eine Zwischenstation erfolgen. Bei der Variante über die Zwischenstation bietet es sich an, die Daten dort zwischenzuspeichern, so dass auch andere Teilnehmer darauf zugreifen können. Zudem ermöglicht diese Variante die Möglichkeit, die Daten dort derart aufzubereiten und mit den von anderen Teilnehmern übermittelten Daten zusammenzuführen, dass eine Kartierung großer Bereiche, inklusive der Informationen über den Untergrund, vollautomatisch möglich wird. Hierbei ist die oben erwähnte Korrektur der spezifischen Gegebenheiten des jeweiligen Schwingungssystems, von dem die Daten generiert werden, notwendig, um diese mit Daten anderer Teilnehmer, die die Messungen an einem anderen Schwingungssystem, wie beispielsweise einem anderen Fahrzeugtyp, vorgenommen haben zu einer für alle Teilnehmer gültigen Karte zusammenzufassen.
- Wie bereits erwähnt, beschränkt sich die Erfindung nicht auf das Mitführen des Beschleunigungssensors in einem Fahrzeug, wie Kraftfahrzeug, Zug, Motorrad oder Fahrrad, sondern auch darauf, dass der Sensor am Körper bzw. auf oder in der Kleidung getragen wird.
- Bezugszeichenliste
-
- 1
- Diagramm
- 2
- Zeitachse
- 3
- Beschleunigungsmesssignale
- 4
- Zeitbereich
- 5
- Zeitbereich
- 6
- große Beschleunigungsmesssignale
- 7
- kleine Beschleunigungsmesssignale
- 8
- Handy
- 9
- strichlierte Linie
- 10
- Beschleunigungssensor
- 11
- Auswerteeinheit
- 12
- Verarbeitungseinheit
- 13
- Positionserfassungssystem
- 14
- Speicher
- 15
- Routendarstellung
- 16
- Display
- 17
- Schlechtwegstrecke
- 18
- Warnstruktur
- 19
- Pfeil
- 20
- Straße
- 21
- Pfeile
- 22
- Fahrzeug
- 23
- Bodenwelle
- 24
- Straße
- 25
- Wellenzug
Claims (13)
- Verfahren zur Kartierung von Straßenzuständen, dadurch gekennzeichnet, dass während der Fortbewegung einer Person ein Beschleunigungssensor (
10 ) zur Messung vertikaler Beschleunigungen mitgeführt und aktiviert wird, der kontinuierlich Beschleunigungsmesssignale für eine Auswertung abgibt, wobei durch Fahrbahnunebenheiten oder Steigungen bedingte, vertikale Beschleunigungen detektiert werden und über definierte Größen aufeinanderfolgender Beschleunigungsmesssignale eine Bewertung (11 ) des Zustands und/oder der Beschaffenheit des Untergrunds erfolgt, dass ein während der Fortbewegung aktiviertes Positionserfassungssystem (13 ) mitgeführt wird, welches aufeinanderfolgende Positionsdaten zur Bestimmung der aktuellen Position und zur Dokumentation der aktuell benutzten Fahrstrecke/Straße erzeugt, und dass die jeweils während der Fortbewegung ermittelten aktuellen, den vorliegenden Zustand und/oder der Beschaffenheit des Untergrunds detektierenden Beschleunigungsmesssignale und/oder die damit erhaltenen Bewertungsergebnisse für den Zustand und/oder der Beschaffenheit des Untergrunds sowie die entsprechend zugeordneten aktuellen Positionsdaten zusammengeführt in einem Speicher (14 ) abgelegt werden, so dass eine Kartierung der Zustände und/oder der Beschaffenheit des Untergrunds über die Fahrstrecke im Speicher (14 ) zur Verfügung steht. - Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Beschleunigungssensor in einem Fahrzeug, wie Kraftfahrzeug, Zug, Motorrad oder Fahrrad, mitgeführt und/oder am Körper bzw. auf oder in der Kleidung getragen wird.
- Verfahren nach Anspruch 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Größe und/oder Häufigkeit von Beschleunigungsmesssignalen mittels Schwellwertbereichen ausgewertet und einer entsprechenden Bewertung des Zustands und/oder der Beschaffenheit des Untergrunds (
11 ) zugeordnet werden. - Verfahren nach Anspruch 1 bis 3 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Beschleunigungsmesssignale und/oder die Schwellwertbereiche und/oder die Bewertungsergebnisse zusätzlich mit für das gesamte Schwingungssystem spezifischen Gegebenheiten, insbesondere der Fahrzeugmasse und/oder der Fahrzeugdämpfung und/oder der Art der Ankopplung und Ausrichtung des Beschleunigungssensors, bewertet werden.
- Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die für das Schwingungssystem spezifischen Gegebenheiten mit Hilfe von bekannten Referenzzuständen des Untergrunds abgeglichen werden.
- Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Beschleunigungsmesssignale in definierten aufeinanderfolgenden Messzeiten ausgewertet werden und das Ergebnis am Messzeitende mit den vorliegenden Positionsdaten kombiniert (
12 ) und gespeichert (14 ) wird. - Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die ermittelten Daten Dritten mit Hilfe von Datenfernübertragung zur Verfügung gestellt werden.
- Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die ermittelten Daten Dritten direkt oder über wenigstens eine externe Zwischenstation, an der die Daten gespeichert werden, zur Verfügung gestellt werden.
- Vorrichtung zur Durchführung eines der Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Beschleunigungssensor (
10 ), das Positionserfassungssystem (13 ), eine Auswerteeinheit (11 ,12 ) und der Speicher (14 ) eine Baueinheit bilden. - Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Baueinheit in ein tragbares Mobiltelefon (Handy) (
8 ) unter Verwendung eines miniaturisierten Beschleunigungssensors (10 ) (MEMS, Micro-Electro-Mechanical-System) integriert ist. - Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass bei einer 3-Achsen-MEMS-Sensorik mittels Software nur Vertikalbeschleunigungen zur Bewertung des Straßenzustands herangezogen werden.
- Vorrichtung zur Durchführung eines der Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein Beschleunigungssensor (
10 ) zur Messung vertikaler Beschleunigungen und das Positionserfassungssystem (13 ) ortsfest im Fahrzeug angeordnet sind und der Speicher (14 ) im Fahrzeug oder extern angebracht ist. - Vorrichtung zur Durchführung eines der Verfahren nach den Ansprüchen 7 und 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Beschleunigungssensor (
10 ), das Positionserfassungssystem (13 ), eine Auswerteeinheit (11 ,12 ) und der die Vorrichtung zur Übertragung der Daten an Dritte und/oder einen externen Zwischenspeicher eine Baueinheit bilden.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE102012014331.1A DE102012014331A1 (de) | 2012-07-20 | 2012-07-20 | Verfahren und Vorrichtung zur Kartierung von Straßenzuständen |
| EP13003113.1A EP2687818B1 (de) | 2012-07-20 | 2013-06-19 | Verfahren und Vorrichtung zur Kartierung von Straßenzuständen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE102012014331.1A DE102012014331A1 (de) | 2012-07-20 | 2012-07-20 | Verfahren und Vorrichtung zur Kartierung von Straßenzuständen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE102012014331A1 true DE102012014331A1 (de) | 2014-01-23 |
Family
ID=48699504
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE102012014331.1A Pending DE102012014331A1 (de) | 2012-07-20 | 2012-07-20 | Verfahren und Vorrichtung zur Kartierung von Straßenzuständen |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| EP (1) | EP2687818B1 (de) |
| DE (1) | DE102012014331A1 (de) |
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102014113669A1 (de) | 2014-09-22 | 2016-03-24 | Bombardier Transportation Gmbh | Verfahren zur Zustandsermittlung in einem Schienenfahrzeug |
| GB2554825B (en) * | 2015-05-04 | 2020-12-23 | Joy Global Underground Mining Llc | Systems and methods for evaluating underground road conditions using accelerometers |
| DE102020201501A1 (de) | 2020-02-07 | 2021-08-12 | Zf Friedrichshafen Ag | Verfahren zur Positionsbestimmung eines Fahrzeugs beim Erstellen einer Umgebungskarte |
| DE102025102323B3 (de) * | 2025-01-22 | 2026-01-22 | Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. | System und Verfahren zur Ermittlung von Veränderungen von mechanischen Schwingungseigenschaften eines Fahrzeugs |
Families Citing this family (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102014207084A1 (de) * | 2014-04-14 | 2015-10-15 | Siemens Aktiengesellschaft | Verfahren, Vorrichtung und System zur Erfassung von Straßenschäden |
| PL4008994T3 (pl) * | 2016-02-22 | 2024-09-16 | Tracker Connect (Pty) Limited | Sposób i system monitorowania drogi |
| DE102016208883A1 (de) | 2016-05-23 | 2017-11-23 | Robert Bosch Gmbh | Verfahren zum Bereitstellen einer Fahrzeugtrajektorieninformation und Verfahren zum Orten eines Schlaglochs |
| CA3084799A1 (en) | 2017-12-04 | 2019-06-13 | University Of Massachusetts | Method to measure road roughness characteristics and pavement induced vehicle fuel consumption |
| CN108490163B (zh) * | 2018-05-25 | 2023-06-20 | 四川长虹网络科技有限责任公司 | 道路缺陷检测设备、检测车、检测系统及检测方法 |
Family Cites Families (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US6484089B1 (en) * | 1999-10-15 | 2002-11-19 | Magellan Dis, Inc. | Navigation system with road condition sampling |
| JP2004332296A (ja) * | 2003-05-02 | 2004-11-25 | Geo Search Co Ltd | 道路状況調査システム |
| US20120053805A1 (en) * | 2010-08-30 | 2012-03-01 | The University Of North Texas | Methods for detection of driving conditions and habits |
-
2012
- 2012-07-20 DE DE102012014331.1A patent/DE102012014331A1/de active Pending
-
2013
- 2013-06-19 EP EP13003113.1A patent/EP2687818B1/de active Active
Cited By (6)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102014113669A1 (de) | 2014-09-22 | 2016-03-24 | Bombardier Transportation Gmbh | Verfahren zur Zustandsermittlung in einem Schienenfahrzeug |
| US10343700B2 (en) | 2014-09-22 | 2019-07-09 | Bombardier Transportation Gmbh | Method for state determination in a rail vehicle |
| EP4474781A2 (de) | 2014-09-22 | 2024-12-11 | ALSTOM Holdings | Verfahren zur zustandsermittlung in einem schienenfahrzeug |
| GB2554825B (en) * | 2015-05-04 | 2020-12-23 | Joy Global Underground Mining Llc | Systems and methods for evaluating underground road conditions using accelerometers |
| DE102020201501A1 (de) | 2020-02-07 | 2021-08-12 | Zf Friedrichshafen Ag | Verfahren zur Positionsbestimmung eines Fahrzeugs beim Erstellen einer Umgebungskarte |
| DE102025102323B3 (de) * | 2025-01-22 | 2026-01-22 | Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. | System und Verfahren zur Ermittlung von Veränderungen von mechanischen Schwingungseigenschaften eines Fahrzeugs |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| EP2687818A3 (de) | 2016-01-20 |
| EP2687818A2 (de) | 2014-01-22 |
| EP2687818B1 (de) | 2018-08-29 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| EP2687818B1 (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Kartierung von Straßenzuständen | |
| DE102011116245B4 (de) | Verfahren zur Ermittlung aktueller Streckeninformationen einer digitalen Karte | |
| DE102019134495B4 (de) | Verfahren zum Bestimmen, basierend auf Fahrzeuginformationen, einer Fahrbahnquerneigung | |
| DE102015218830A1 (de) | Verfahren für ein Kraftfahrzeug, zum Erkennen schlechter Fahrbahnverhältnisse und ein diesbezügliches System und Kraftfahrzeug | |
| DE102012219631A1 (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Detektieren von zumindest einer Fahrbahnunebenheit | |
| DE102017116073A1 (de) | System und verfahren zur verbesserung der fahrzeugumgebungserfassung | |
| WO2014154614A1 (de) | Backend für fahrerassistenzsysteme | |
| DE102014204892A1 (de) | Verfahren zum Erstellen und Verwenden einer lokalen Karte eines Fahrwegs eines Fahrzeugs | |
| DE102004062021A1 (de) | System zur Nutzung freier Parklücken | |
| DE102007036991A1 (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Lastbestimmung eines in Fahrt befindlichen Fahrzeuges | |
| DE102016104274B4 (de) | Stauinformationenerzeugungsvorrichtung und stauinformationenerzeugungsverfahren | |
| DE102014209096A1 (de) | Vorrichtungen, Verfahren und Computerprogramme zur Verarbeitung und Darstellung von Telemetriedaten | |
| DE102014004167A1 (de) | Verfahren zum Erfassen des Zustands einer durch ein Fahrzeug befahrenen Fahrbahn | |
| DE112020005282T5 (de) | V2x-fahrzeugstrassennutzung | |
| WO2017202522A1 (de) | Verfahren zum bereitstellen einer fahrzeugtrajektorieninformation und verfahren zum orten eines schlaglochs | |
| DE102017215708A1 (de) | Verfahren und System zur Ermittlung einer Qualitätskarte für Fahrbahnmarkierungen | |
| DE102008052134B4 (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Verbessern des Fahrverhaltens eines Kraftfahrzeugs | |
| DE19615733A1 (de) | Verfahren zur automatischen Erhebung von Straßenbenutzungsgebühren | |
| WO2017202461A1 (de) | Verfahren, vorrichtung und anordnung zur spurverfolgung von sich bewegenden objekten | |
| DE102017221940A1 (de) | Verfahren und Fahrerassistenzsystem zum Steuern eines Kraftfahrzeugs und Kraftfahrzeug | |
| DE102023120036A1 (de) | Fahrerbewertungsplattform | |
| DE102014017604B4 (de) | Verfahren zum Ermitteln einer Lärmbelastung eines Streckenabschnitts | |
| DE102009001316A1 (de) | Verfahren zum voll-oder teilautomatischen Durchführen und/oder Unterstützen eines Einparkvorgangs eines Kraftfahrzeugs sowie Fahrerassistenzvorrichtung | |
| DE102019216732A1 (de) | Verfahren sowie System zum Plausibilisieren von Kartendaten | |
| DE102018113138A1 (de) | Anordnung sowie Verfahren zum Erfassen und/oder Auswerten von Schwingungen |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| R012 | Request for examination validly filed | ||
| R081 | Change of applicant/patentee |
Owner name: MAN TRUCK & BUS SE, DE Free format text: FORMER OWNER: MAN TRUCK & BUS AG, 80995 MUENCHEN, DE |