DE102012111069A1 - Planarübertrager - Google Patents
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Abstract
Planarübertrager, hergestellt aus einem plattenförmigen Leitersubstrat (6) mit integrierter Primärwicklung (1), Sekundärwicklung (2) und Koppelwicklung (3). Das Leitersubstrat (6) weist Paare (61, 62; 63, 64) von Aussparungen auf, durch die jeweils ein zweiteiliger, mit Jochschenkeln versehener, ferromagnetischer Kern (4; 5) gesteckt ist. Ein Schenkel jedes Kerns (4; 5) ist von der Primärwicklung (1) bzw. der Sekundärwicklung (2) umgeben, während die Koppelwicklung (3) die restlichen Schenkel der Kerne umschlingt.
Description
- Die Erfindung bezieht sich auf die Herstellung eines Planarübertragers sowie auf den so hergestellten Planarübertrager mit einer Primärwicklung, mit einer Sekundärwicklung, mit einer Koppelwicklung und mit einem Leitersubstrat, das Träger eines oder mehrerer ferromagnetischer Kerne ist.
- Bei einem Übertrager dieser Art (
DE 10 2005 041 131 A1 ) sind die ferromagnetischen Kerne zur Bildung von Spulen gewickelt, wobei die Wicklungen der Spulen auf verschiedenen ferromagnetischer Kernen angebracht sind, um geforderte Isolationsabstände einzuhalten. Die ferromagnetischen Kerne sind über eine zusätzliche, in eine Leiterplatte eingelassene Windung magnetisch miteinander gekoppelt. Wegen der notwendigen Bewicklung der ferromagnetischen Kerne ist ein so gebauter Übertrager nur mit hohen Kosten zu fertigen. - Aus
ist ein Übertrager bekannt, bei dem potentialmäßig zu trennende Wicklungen asymmetrisch auf verschiedenen Leiterplatten angebracht sind, die übereinander gestapelt mit einem zweiteiligen ferromagnetischen Kern zu dem Übertrager verbunden sind.US 2011/0140824 A1 - In
wird ein Planarübertrager für miniaturisierte Anwendungen beschrieben, dessen Spulenwindungen auf entgegenliegenden Seiten eines isolierenden Substrats angeordnet sind. Das Gerät arbeitet aufgrund von Induktion, ohne ferromagnetische Kerne.US 2011/0095620 A1 - Aus
EP 0 715 322 A1 ist ein in Planartechnik gefertigter Übertrager bekannt, bei dem Leiterbahnen in Schichtlagen in einer Leiterplatte untergebracht sind und so Transformatorwicklungen bilden. Ein ferromagnetischer Kern umgibt die Transformatorwicklungen mit ringförmigen Schenkeln außen, und mit einem zylindrischen Schenkel innen. - Aus
DE 20 2009 002 383 U1 ist ein Planartransformator bekannt, der eine mehrlagige Platine enthält, die hohe Spannungsfestigkeit der Leiterplattenlagen untereinander, zwischen den primären zu den sekundären Wicklungen, gewährleistet. Der Übertrager kann mit entgegengerichteten Signalen potentialfrei angesteuert werden. Ein zu übertragendes Signal in positiver magnetischer Flussrichtung einer gemeinsamen primären Wicklung, oder einer einzelnen primären Wicklung erzeugt unmittelbar ein positives Steuersignal, in einer ersten sekundären Wicklung in gleicher Koppelrichtung. Ein Signal in negativer magnetischer Flussrichtung einer zweiten oder der gleichen Wicklung, erzeugt unmittelbar in einer zweiten sekundären Wicklung in entgegengesetzter Koppelrichtung zur ersten sekundären Wicklung ein ebenfalls positives Steuersignal oder in der ersten sekundären Wicklung ein negatives Steuersignal, und wenn kein weiteres Signal übertragen werden soll, erfolgt eine durch Schaltungselemente automatische oder digital gesteuerte Entmagnetisierung des Übertragers durch eine oder zwei als Kurzschluss angesteuerte Wicklungen unmittelbar am Ende eines zuvor übertragenen Signals. -
DE 10 2009 037 340 A1 zeigt einen Übertrager, bei dem bewickelte, ringförmige Kerne über eine Kurzschlusswicklung verbunden sind. Die Kurzschlusswicklung wird bspw. durch Löten mit entsprechenden Kontakten einer Leiterplatte verbunden. - Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Planarübertrager anzugeben, der einfach zu fertigen ist und auf kleinsten Raum eine Potentialtrennung für mehrere Potentialgruppen ermöglicht.
- Der neue Planarübertrager weist mindestens zwei mit Jochschenkeln versehene ferromagnetische Kerne und ein Leitersubstrat zur Bildung einer Primärwicklung und mindestens einer Sekundärwicklung auf, die durch mindestens eine Koppelwicklung miteinander gekoppelt sind. Das Leitersubstrat bildet einen plattenförmigen Träger für die ferromagnetischen Kerne, welche unter Bildung von zusammenbaubaren Jochkernhälften geteilt sind und dabei mindestens zwei hindurchgreifende Jochschenkel aufweisen, die durch Aussparungen im Leitersubstrat gesteckt werden können, um durch Schließen der Jochkernhälften jeweils einen Magnetkernring zu bilden.
- Bei einer ersten Bauweise nimmt der eine Schenkel des Magnetkernringes die Primärwicklung auf, während der andere Schenkel von einem ersten Teilbereich der Koppelwicklung umschlungen ist, die mit einem zweiten Teilbereich auch den Schenkel eines benachbarten Ringkernes umschlingt, dessen anderer Schenkel die Sekundärwicklung aufnimmt. Es können mehrere mit Sekundärwicklungen versehene Sekundärmagnetkernringe mit einem einzelnen Primärmagnetkernring gekoppelt werden.
- Bei einer zweiten Bauweise wird jeweils ein erster Schenkel der beiden Magnetkernringe von zwei Wicklungen in unterschiedlichen Schichtebenen des Leitersubstrates umschlungen, wobei die Koppelwicklung die beiden Magnetkernringe verbindet und die Primärwicklung dem einen Magnetkernring zugeordnet ist, während die Sekundärwicklung dem anderen Magnetkernring zugeordnet ist. Soweit ein jeweils zweiter Schenkel der beiden Magnetkernringe in einer der unterschiedlichen Schichtebenen des Leitersubstrates frei von den erwähnten Wicklungen ist, kann dort eine Hilfswicklung, etwa zu Kontrollzwecken, angeordnet werden. Es ist aber auch möglich, die Primärwicklung oder die Sekundärwicklung mit einem Abschnitt auf dem freien Schenkel fortzusetzen.
- Indem die Magnetkernringe als zweigeteilte Jochkerne und die Wicklungen einschließlich der Koppelwicklung als integrale Teile des plattenförmigen Leitersubstrats ausgebildet werden, ist die Herstellung des Planarübertragers vereinfacht, da die Schenkel der Jochkerne nur durch Aussparungen in dem plattenförmigen Leitersubstrat gesteckt und zu jeweils einem Magnetkernring komplettiert werden brauchen. Gleichzeitig ermöglicht diese Ausbildung eine gute Raumausnutzung der Ringkernöffnung bei gleichzeitiger Potentialtrennung zwischen benachbarten Magnetkernringen.
- Ausführungsbeispiele der Erfindung werden anhand der Zeichnungen beschrieben. Dabei zeigen:
-
1 einen Übertrager in Planarbauweise in schematischer Draufsicht, -
2 den Übertrager von1 gemäß Schnitt A-B, -
3 einen weiteren Übertrager in Draufsicht und -
4 gemäß Schnitt C-D, -
5 einen Übertrager mit zwei Sekundärwicklungen in Draufsicht und -
6 gemäß Schnitt E-F, -
7 einen weiteren Übertrager mit zwei Sekundärwicklungen in Draufsicht, -
8 einen weiteren Übertrager in schematischer Draufsicht und -
9 gemäß Schnitt G-H, -
10 einen weiteren Übertrager in schematischer Draufsicht, -
11 einen weiteren Übertrager in schematischer Draufsicht und -
12 gemäß Schnitt I-J, -
13 einen weiteren Übertrager in schematischer Draufsicht und -
14 gemäß Schnitt K-L. -
1 und2 stellen eine erste Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Übertragers in Planarbauweise dar. Die Hauptteile des Übertragers sind eine Primärwicklung1 , eine Sekundärwicklung2 , eine Koppelwicklung3 , ein erster zweiteiliger Magnetkernring4 , ein zweiter zweiteiliger Magnetkernring5 und ein plattenförmiges Leitersubstrat6 . Die Magnetkernringe4 ,5 umfassen jeweils zwei Jochkernhälften41 ,51 und42 ,52 , die sich zu dem Ring4 bzw.5 schließen. Die Magnetkernringe4 ,5 weisen jeweils Durchgriffsschenkel44 ,45 bzw.54 ,55 und Verbindungsschenkel zwischen den Durchgriffsschenkeln auf. Der Schenkel44 bzw.54 kann der einen oder der anderen Kernhälfte41 ,42 bzw.51 ,52 angehören, oder auch geteilt sein, wie in9 dargestellt. Das plattenförmige Leitersubstrat6 weist zwei Paare von Aussparungen61 ,62 und63 ,64 auf, die Durchbrechungen für die Durchgriffsschenkel44 ,45 bzw.54 ,55 der Magnetkernringe4 ,5 bilden. Die Paare61 ,62 und63 ,64 der Aussparungen sind über eine Isolationsstrecke voneinander getrennt und nehmen die Durchgriffsschenkel44 ,45 bzw.54 ,55 der Magnetkernringe4 ,5 auf. Die Primärwicklung1 umgibt die Aussparung61 in mehreren Schichtebenen, von denen hier vier Schichtebenen11 ,12 ,13 ,14 angedeutet sind und die sich auf der Oberfläche des Leitersubstrats, oder oberflächennah, und in dem Leitersubstratinneren erstrecken. - Wie in
1 angedeutet, nimmt die Primärwicklung1 in jeder Schichtebene einen spiralförmigen Verlauf ein. Die vier Spiralformen sind untereinander verbunden, um die Primärwicklung1 zu ergeben. In ähnlicher Weise sind Spiralformen der Sekundärwicklung in vier Schichtebenen21 ,22 ,23 ,24 vorhanden und umgeben die Aussparung64 . - Die Koppelwicklung
3 umschlingt mit ihrem Teilbereich34 den Durchgriffsschenkel45 und mit ihrem Teilbereich35 den Durchgriffsschenkel55 und ist im Sinne einer Kurzschlusswicklung in sich geschlossen, d. h. bildet einen Leitungsring. Die Koppelwicklung kann in zwei Schichtebenen31 ,32 angeordnet sein und ist von allen Seiten von einer Isolationsschicht mit der Dicke L/2 umgeben. Dabei bedeutet „L“ die Plattendicke des Leitersubstrates6 minus dem Abstand der Schichtebenen31 ,32 voneinander. Die Schichtebenen12 ,13 und22 ,33 sind durch eine isolierende Funktionsschicht voneinander getrennt. - Durch Vermittlung der Magnetkernringe
4 ,5 und der Koppelwicklung3 sind die Primärwicklung1 und die Sekundärwicklung2 bei galvanischer Trennung im Isolationsabstand L miteinander gekoppelt. - Die Magnetkernringe
4 und5 mit ihren Kernhälften41 ,42 bzw.51 ,52 umgeben eine Ringöffnung43 , bzw.53 . Die Kernhälften können gleich oder ungleich sein, und können aus unterschiedlichen geometrischen Formen zusammengesetzt sein. Die Querschnitte können rechteckig, abgerundet, rund oder oval sein. Zwischen den Kernhälften können Luftspalte vorgesehen sein, es ist aber auch möglich, die Luftspalte weitgehend zu schließen, wenn die Kernhälften durch Aufeinanderkleben oder Klammern zusammenmontiert werden. Im Einzelnen können die Kernhälften U-, I- und E-Formen annehmen. - Wie in
1 dargestellt, nehmen die Lagen der Primärwicklung1 in etwa die Hälfte der Fläche der Ringöffnung43 ein, während die Lagen31 ,32 der Koppelwicklung3 die andere Flächenhälfte der Ringöffnung43 einnehmen. Dabei werden Abstände von L/2 sowohl zu den Jochschenkeln, als auch zu der Primärwicklung1 eingehalten. - Die gleiche Situation findet sich hinsichtlich der Sekundärseite wieder. Auch hier nehmen die Lagen der Sekundärwicklung
2 in etwa die Hälfte der Fläche der Ringöffnung ein und die Koppelwicklung3 weist Abstände von L/2 zum Öffnungsrand bzw. zu den Lagen der Sekundärwicklung auf. Auf diese Weise gibt es eine Potentialtrennung zwischen der Primärwicklung1 und der Sekundärwicklung2 mit einem Isolationstrennabstand 2·L/2 = L, der beispielsweise so groß gewählt wird, wie von der Norm EN 60079-11 gefordert. - Die Koppelwicklung
3 ist zu allen anderen Potentialen isoliert aufgebaut. Dadurch kann der Trennabstand L in zwei Teilisolationsstrecken erreicht werden. Die Aufteilung des Trennabstandes L kann abweichend von der Aufteilung L/2 + L/2 auch in anderer Weise erfolgen. Zur Erfüllung der Anforderungen aus der EN 60079-11 muss die kleinere Teilisolationsstrecke größer L/3 sein. Wie auch aus den zeichnerischen Darstellungen ersichtlich, brauchen von der Primärwicklung1 bzw. Sekundärwicklung2 zu dem zugehörigen Magnetkernring4 bzw.5 keine großen Isolationsabstände eingehalten werden. Es genügt häufig eine Funktionsisolierung, so dass die einzelnen Windungen der Wicklungen nicht durch die benachbarten Verbindungsschenkel überbrückt werden. Man kann deshalb den Wicklungen das gleiche elektrische Potential zuordnen wie den Magnetkernringen. - Der Isolationsabstand zwischen den benachbarten Magnetkernringen
4 und5 wird ausreichend groß gewählt, damit die Magnetkernringe ihre jeweiligen unterschiedlichen Potentiale im Betrieb des Übertragers halten. Wenn die Primär- und Sekundärwicklungen zu den zugehörigen Magnetkernringen keine großen Isolierabstände einhalten, bedeutet dies, dass sehr viel von der Querschnittsfläche der Ringöffnung43 oder53 für die Windungen der Wicklungen1 bzw.2 genutzt werden kann und dieser Platzgewinn bedeutet eine größere Windungsanzahl auf gleicher Fläche und damit die Erzielung einer höheren Induktivität, verglichen mit dem Fall, dass die Wicklungen nicht an dem Rand der Ringöffnungen heranreichen dürfen. Der neue Planarübertrager eignet sich deshalb zur Miniaturisierung. - Die
3 ,4 zeigen eine Variante des Übertragers nach1 ,2 , wobei die Innenlage des plattenförmigen Leitersubstrats6 nur für die Koppelwicklung3 benutzt wird, die auch hier mit jeweils dem halben Trennabstand L/2 von allen anderen Potentialen getrennt ist. Die Primärwicklung1 und die Sekundärwicklung2 liegen auf der Ober- und Unterseite des Leitersubstrats6 , oder oberflächennah in Überdeckung mit den Teilbereichen34 bzw.35 der Koppelwicklung3 . Gegenüber der Ausführungsform nach1 ,2 kann die Ringöffnung63 ,53 kleiner ausgeführt werden, allerdings auf Kosten der Anzahl der Windungen von Primär- und Sekundärwicklung. -
5 und6 zeigen eine Variante des Übertragers mit zwei Sekundärwicklungen. Demgemäß gibt es zwei Sekundärmagnetkernringe5a ,5b und zwei Sekundärwicklungen2a und2b sowie eine Koppelwicklung3 mit zwei „Ohren“ oder Zweigen36 ,37 . Die Schenkel der Magnetkernringe durchdringen das Leitersubstrat6 an den Öffnungen61 ,62 ,63a ,63b ,64a ,64b . Ansonsten entsprechen die Einzelheiten dem des Übertragers nach1 und2 . Es können aber auch die Einzelheiten, wie zu3 und4 beschrieben, angewendet werden. Bei dem Aufbau des Übertragers nach5 ,6 sind die Ausgänge der Sekundärwicklungen2a ,2b voneinander unabhängig. Die jeweilige Ausgangsspannung hängt vom Übersetzungsverhältnis der Primärwicklung zur jeweiligen Sekundärwicklung ab, d. h. die Ausgänge sind parallel geschaltet. Wird ein Ausgang nicht benutzt, kann am anderen Ausgang trotzdem ein Strom abgenommen werden. -
7 zeigt eine weitere Variante des Übertragers mit zwei Sekundärwicklungen2a ,2b . Für diese Variante werden drei Magnetkernringe4 ,5a ,5b und eine Koppelwicklung3 verwendet, die alle drei Magnetkernringe4 ,5a ,5b miteinander verkettet. Die Schenkel der Magnetkernringe durchdringen das Leitersubstrat6 an den Öffnungen61 ,62 ,63a ,63b ,64a ,64b . Die Ausgänge der beiden Sekundärwicklungen sind funktionsmäßig nicht unabhängig voneinander, da sie im Ersatzschaltbild in Reihe liegen. Dies bedeutet, dass im Idealfall nur an beiden Ausgängen gleichzeitig jeweils ein Strom fließen kann. -
8 und9 zeigen eine Bauweise des Übertragers, bei dem jeder der Magnetkernringe4 ,5 einen von zwei Wicklungen umschlungenen Schenkel44 bzw.54 aufweist. Der Schenkel44 wird von der Primärwicklung1 und von dem Teilbereich34 der Koppelwicklung3 umschlungen, während der Schenkel54 von der Sekundärwicklung2 und von dem Teilbereich35 der Koppelwicklung3 umschlungen wird. Der zum Schenkel44 parallele Schenkel45 und der zum Schenkel54 parallele Schenkel55 sind somit frei und können beispielsweise eine Hilfswicklung tragen, die zu Kontrollzwecken benutzbar ist. Wie aus9 ersichtlich, liegen die Primärwicklung1 und die Sekundärwicklung2 auf der Ober- und Unterseite des Leitersubstrates6 , oder oberflächennah und in teilweiser Überdeckung mit den Teilbereichen34 ,35 der Koppelwicklung3 , die in zwei Schichtlagen31 ,32 angeordnet sein kann. -
10 zeigt eine Variante zur Ausführungsform nach8 ,9 . Die Schenkel44 ,45 bzw.54 ,55 , der beiden Magnetkernringe4 und5 sind jeweils mit spiralförmigen Wicklungsabschnitten15 ,16 ,17 ,18 bzw.25 ,26 ,27 ,28 belegt. Der Wicklungsabschnitt15 bildet linksdrehende spiralförmige Windungen auf der Oberseite des Leitersubstrates6 und durchstößt das Leitersubstrat in einem Via, um auf der Unterseite des Leitersubstrates6 nochmals linksdrehende spiralförmige Windungen zu bilden, die in der Zeichnung weitgehend von dem Wicklungsabschnitt15 überdeckt werden und deshalb in der Zeichnung nur in Spuren zu sehen sind. Der Wicklungsabschnitt16 ist auf der Unterseite mit dem Wicklungsabschnitt17 leitend verbunden, und zwar mit der äußeren Leitungswindung des Wicklungsabschnittes17 . Von dort werden rechtsdrehende spiralförmige Windungen durchlaufen, die wiederum teilweise von dem Wicklungsabschnitt18 überdeckt werden. Mittels einer Via wird die Leitung auf die Oberseite des Leitersubstrates6 geführt, wo sich die rechtsdrehenden spiralförmigen Windungen bis zur Leitungsklemme am äußeren Rand des Leitersubstrates6 fortsetzen. Die Formen der Sekundärwicklung2 sind spiegelbildlich zu der Form der Primärwicklung1 . Der Koppelwicklung3 erstreckt sich in einer Schichtebene im Inneren des Leitersubstrates6 korrespondierend zur Darstellung in9 . - Die
11 und12 zeigen eine Ausführungsform des Übertragers, bei der die Koppelwicklung3 auf der Ober- und Unterseite des Leitersubstrates6 liegt und somit das gleiche Potential wie die Magnetkernringe4 ,5 hat. Ein Isolationsabstand zwischen den Magnetkernringen ist nicht erforderlich. Die Primärwicklung1 sowie die Sekundärwicklung2 verläuft in den Innenlagen des Leitersubstrates mit je einem halben Isolationsabstand zu den Magnetkernringen4 ,5 und zur Koppelwicklung3 . Die Kernhälften41 ,42 bzw.51 ,52 sind beispielsweise U-förmig gestaltet. Hier, wie in den anderen Ausführungsformen, können die Magnetkernringe auch in anderer Weise als dargestellt zusammengebaut werden, wobei die Hälften jeweils aus mehr als einem Teil bestehen können. So kann man beispielsweise vier Schenkelstäbe zu einem Magnetkernring zusammenfügen. - Die
13 ,14 zeigen eine Ausführungsform des Übertragers mit E-förmigen Kernhälften41 ,42 , die beim Zusammenschluss einen mittleren Steg korrespondierend zu dem Schenkel44 bilden, der durch die Öffnung61 im Leitersubstrat6 hindurch reicht. Auch der andere Magnetkernringe6 weist einen solchen mittleren Steg zur Bildung des Schenkels54 auf. Der Schenkel44 wird von der Primärwicklung1 und der Schenkel54 von der Sekundärwicklung2 spiralförmig in zwei Schichtebenen11 ,14 umrundet, ähnlich wie dies in9 dargestellt ist. Die Koppelwicklung3 mit ihren Teilbereichen34 ,35 bildet eine geschlossene Schleife um die beiden mittleren Stege der Magnetkernringe. Es kann dies in zwei Schichtebenen31 ,32 innerhalb des Leitersubstrates6 erfolgen. - Wegen der E-Form der Kernhälften
41 ,42 bzw.51 ,52 werden jeweils drei Öffnungen61 ,62a ,62b bzw.64 ,63a ,63b in dem Leitersubstrat6 benötigt. Je zwei dieser Öffnungen werden als Paare im Sinne der nachfolgenden Patentansprüche angesehen. Die Ausführungsform nach13 ,14 entspricht funktionell der Ausführungsform nach8 ,9 . Es kann aber auch eine Bauweise gemäß10 angewendet werden, wobei der dritte Schenkel46 bzw.56 noch für eine Hilfswicklung zur Verfügung steht. Auch könnte man für die Jochschenkel44 ,45 und54 ,55 die Bauweise nach1 ,2 bei freien Schenkeln46 ,56 zu Ersatzzwecken anwenden. Schließlich könnte man auch zwei oder drei Primärwicklungen und entsprechende Sekundärwicklungen miteinander, z. B. zwecks Ausfallersatzes, kombinieren. - Das plattenförmige Leitersubstrat
6 in allen Ausführungsformen wird vorzugsweise als Elektronik-Leiterplatte hergestellt. Die Herstellung als gespritztes Substrat ist jedoch auch möglich. Der Übertrager lässt sich sowohl als einzelnes Bauteil mit separater Leiterplatte herstellen, wobei dann dieses Bauteil auf einer Hauptleiterplatte bestückt werden muss, als auch direkt in eine Hauptleiterplatte integrieren. - Zu den beschriebenen Varianten können weitere Varianten hinzutreten. Beispielsweise ist es möglich, die Primärwicklung und/oder die Sekundärwicklung mit einer oder mehreren Mittenanzapfungen zu versehen.
- Der Übertrager wird wie folgt hergestellt:
Es werden zweiteilige, Jochschenkel aufweisende ferromagnetische Kerne, wie beschrieben und dargestellt, bereitgestellt. Die ferromagnetischen Kerne enthalten zwei Hälften41 ,42 , bzw.51 ,52 , die zu einer geschlossenen Ringstruktur, den Magnetkernringen4 ,4a ,4b ,5 ,5a ,5b , zusammengebaut werden können und nicht unbedingt aus nur zwei Teilen bestehen. Außerdem wird ein Leitersubstrat6 mit wenigstens zwei Paaren von Aussparungen61 ,62 ,63 ,64 als Jochschenkel-Durchbrechungen bereitgestellt, und zwar für jeden Magnetkernring ein eigenes, von anderen Paaren getrenntes Paar von Aussparungen. Mindestens eine der beiden Aussparungen des ersten Paares, nämlich die Durchbrechung61 , ist von der Primärwicklung1 umgeben hergestellt worden, ebenso die zweite Aussparung64 des zweiten Paares hinsichtlich der Sekundärwicklung2 . Die andere Aussparung62 des ersten Paares ist über die Koppelwicklung3 mit der Aussparung63 des benachbarten Paares von Aussparungen verknüpft. - Die Jochkernhälften
41 ,42 bzw.51 ,52 werden dadurch zu den Magnetkernringen4 ,5 montiert, dass die Jochschenkel durch die zugehörigen Aussparungen des Leitersubstrates6 durchgesteckt werden und die Joch-Kernhälften zur Bildung je eines magnetischen Kreises geschlossen werden. Dadurch wird die Primärwicklung1 mit der Koppelwicklung3 und über diese mit der Sekundärwicklung2 elektromagnetisch verkettet. - Aus Vorstehendem ist ersichtlich, dass der erfindungsgemäße Übertrager einfach zu fertigen ist. Zwischen der Primärseite und der Sekundärseite kann eine Potentialtrennung erreicht werden, wie sie beispielsweise für explosionsgefährdete Bereiche nach der Norm EN 60079-11 gefordert wird. Dabei werden nur kleine Räume innerhalb der Ringstruktur der Magnetkernringe benötigt, da eine relativ große Packungsdichte der Wicklungen auf der Primärseite und der Sekundärseite möglich ist, ohne dass man auf die konventionelle Bewicklung der Jochschenkel zurückgreifen muss. Deshalb ist die wirtschaftliche Fertigung der neuen Übertrager möglich, auch bei miniaturisierter Bauweise der Übertrager.
- ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
- Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
- Zitierte Patentliteratur
-
- DE 102005041131 A1 [0002]
- US 2011/0140824 A1 [0003]
- US 2011/0095620 A1 [0004]
- EP 0715322 A1 [0005]
- DE 202009002383 U1 [0006]
- DE 102009037340 A1 [0007]
- Zitierte Nicht-Patentliteratur
-
- Norm EN 60079-11 [0034]
- EN 60079-11 [0035]
- Norm EN 60079-11 [0049]
Claims (14)
- Verfahren zur Herstellung eines Planarübertragers, der mindestens zwei mit Jochschenkeln (
44 ,45 ;54 ,55 ) versehene, aus ferromagnetische Kernen aufgebaute Magnetkernringe (4 ,5 ) und ein Leitersubstrat (6 ) zur Bildung einer Primärwicklung (1 ) und mindestens einer Sekundärwicklung (2 ) sowie mindestens einer Koppelwicklung (3 ) aufweist, wobei das Leitersubstrat einen plattenförmigen Träger der Magnetkernringe bildet, mit folgenden Schritten: a) Bereitstellen jeweils zweier Jochkernhälften (41 ,42 ;51 ,52 ) für jeden ferromagnetischen Kern, die sich nach Schließen zu jeweils einem Magnetkernring (4 ,5 ) ergänzen; b) Bereitstellen des Leitersubstrates (6 ) mit wenigstens zwei Paaren von Aussparungen (61 ,62 ;63 ,64 ), die Durchbrechungen zur Aufnahme der Jochschenkel (44 ,45 ;54 ,55 ) der ferromagnetischen Kerne bilden, wobei wenigsten eine (61 ) der beiden Aussparungen des ersten Paares von der Primärwicklung (1 ) umgeben ist und diese Aussparung (61 ) oder die andere Aussparung (62 ) des ersten Paares von einem ersten Teilbereich (34 ) der Koppelwicklung (3 ) umschlungen ist, wobei ferner wenigstens eine (64 ) der beiden Aussparungen des zweiten Paares von der Sekundärwicklung (2 ) umgeben ist und diese Aussparung (64 ) oder die andere Aussparung (63 ) des zweiten Paares von einem zweiten Teilbereich (35 ) der Koppelwicklung (3 ) umschlungen ist; c) Montieren der Jochkernhälften (41 ,42 ;51 ,52 ) auf das Leitersubstrat (6 ), wobei die Jochschenkel (44 ,45 ;54 ,55 ) durch ihre zugehörigen Aussparungen (61 ,62 ;63 ,64 ) hindurchgreifen und sich wenigstens zwei Magnetringkerne (4 ,5 ) bilden. - Planarübertrager, umfassend: – eine Primärwicklung (
1 ), – wenigstens eine Sekundärwicklung (2 ), – wenigstens eine Koppelwicklung (3 ), – einen ersten, mit Jochschenkeln (44 ,45 ) versehenen, aus einem ferromagnetischen Kern bestehenden Magnetkernring (4 ), der zwei Jochkernhälften (41 ,42 ) enthält, – einen zweiten, mit Jochschenkeln (54 ,55 ) versehenen, aus einem ferromagnetischen Kern bestehendem Magnetkernring (5 ), der zwei Jochkernhälften (51 ,52 ) enthält, und – ein plattenförmiges Leitersubstrat (6 ) mit wenigstens zwei Paaren von Aussparungen (61 ,62 ;63 ,64 ) die Durchbrechungen zur Aufnahme der Jochschenkel (44 ,45 ;54 ,55 ) der ferromagnetischen Kerne bilden, wobei wenigstens eine (61 ) der beiden Aussparungen des ersten Paares von der Primärwicklung (1 ) umgeben ist und diese Aussparung (61 ) oder die andere Aussparung (62 ) des ersten Paares von einem ersten Teilbereich (34 ) der Koppelwicklung (3 ) umschlungen ist, wobei ferner wenigstens eine (64 ) der beiden Aussparungen des zweiten Paares von der Sekundärwicklung (2 ) umgeben ist und diese Aussparung (64 ) oder die andere Aussparung (63 ) von einem zweiten Teilbereich (35 ) der Koppelwicklung (3 ) umschlungen ist. - Planarübertrager nach Anspruch 2, wobei die Primärwicklung (
1 ) einen spiralförmigen Verlauf in zwei oder mehreren Schichtebenen (11 ,12 ,13 ,14 ) des plattenförmigen Leitersubstrates (6 ) einnimmt. - Planarübertrager nach einem der Ansprüche 2 oder 3, wobei wenigstens eine Sekundärwicklung (
2 ) einen spiralförmigen Verlauf in zwei oder mehreren Schichtebenen (21 ,22 ,23 ,24 ) des plattenförmigen Leitersubstrates (6 ) einnimmt. - Planarübertrager nach einem der Ansprüche 2 bis 4, wobei ein erforderlicher Isolationstrennabstand (L) zwischen Primärwicklung (
1 ) und Sekundärwicklung (2 ) eingehalten wird und der Isolationstrennabstand (L) sich auf zwei Teilisolationsstrecken aufteilt, die zwischen Primärwicklung (1 ) und Koppelwicklung (3 ) einerseits und zwischen Koppelwicklung (3 ) und Sekundärwicklung (2 ) andererseits liegen. - Planarübertrager nach Anspruch 5, wobei die Primär- oder die Sekundärwicklung (
1 ;2 ) wenigstens ein Drittel Isolationsabstand (L/3) zu der Koppelwicklung (3 ) einhält. - Planarübertrager nach einem der Ansprüche 2 bis 6, wobei im Falle von mehreren Lagen (
31 ,32 ) der Koppelwicklung (3 ) diese untereinander durch jeweils eine Funktionsisolierung voneinander getrennt sind, die relativ dünn gegenüber der Isolierung zur Gewinnung des Isolationstrennabstandes (L) ist. - Planarübertrager nach einem der Ansprüche 2 bis 7, wobei die Primärwicklung (
1 ) und die Sekundärwicklung (2 ) auch Außenlagen (11 ,14 ;21 ,24 ) des Leitersubstrates (6 ) einnehmen, so dass der erste Magnetkernring (4 ) potentialmäßig zur Primärwicklung (1 ) und der zweite Magnetkernring (5 ) potentialmäßig zur Sekundärwicklung (2 ) zählen. - Planarübertrager nach einem der Ansprüche 2 bis 8, wobei die Primärwicklung (
1 ) und die Sekundärwicklung (2 ) sich auf Innenlagen (12 ,13 ;22 ,23 ) des Leitersubstrates (6 ) beschränken und die Koppelwicklung (3 ) sich auf Außenlagen (31 ,32 ) des Leitersubstrates (6 ) befindet, so dass benachbarte Magnetkernringe (4 ,5 ) potentialmäßig zur Koppelwicklung (3 ) zählen. - Übertrager nach einem der Ansprüche 2 bis 9, wobei im Falle von zwei oder mehreren Sekundärwicklungen (
2a ,2b ) die Koppelwicklung (3 ) mehrere Zweige (36 ,37 ) aufweist. - Planarübertrager nach einem der Ansprüche 2 bis 10, wobei die Primärwicklung (
1 ) und/oder die Sekundärwicklung (2 ) sich in mehreren Schichtebenen (11 ,12 ,13 ,14 ;21 ,22 ,23 ,24 ) des plattenförmigen Leitersubstrates (6 ) erstreckt und dabei einen Abstand zu der Koppelwicklung (3 ) einnimmt. - Planarübertrager nach einem der Ansprüche 2 bis 10, wobei die Primärwicklung (
1 ) und/oder die Sekundärwicklung (2 ) sich auf der Oberfläche des plattenförmigen Leitersubstrates (6 ), oder oberflächennah erstreckt und dabei nahe zu der zugehörigen Ringkernöffnung (43 ,53 ) angeordnet ist, während die Koppelwicklung (3 ) einen zentralen Bereich der Ringkernöffnung (43 ,53 ) einnimmt. - Planarübertrager nach einem der Ansprüche 2 bis 12, wobei das plattenförmige Leitersubstrat (
6 ) die Leiterplatte eines Übertragers darstellt, bei der die Koppelwicklung (3 ) komplett im Inneren der Leiterplatte befindet und die Primär- und Sekundärwicklungen (1 ,2 ) in und auf der Leiterplatte angeordnet sind. - Planarübertrager nach einem der Ansprüche 2 bis 12, wobei die Primärwicklung (
1 ) und/oder die Sekundärwicklung (2 ) sich im Inneren des plattenförmigen Leitersubstrates (6 ) und die Koppelwicklung (3 ) sich auf dem Leitersubstrat, oder oberflächennah zu diesem, befinden.
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