DE102012203726B3 - Schiebetüranordnung - Google Patents
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Abstract
Es wird eine Schiebetüranordnung beschrieben, mit einer Laufschiene, einem mit mindestens einem Rollenwagen in der Laufschiene geführten Flügel, einer Einzugs- und Dämpfungsvorrichtung und mit einem ortsfest in der Laufschiene angeordneten Mitnehmer, der mit der Einzugs- und Dämpfungsvorrichtung zusammenwirkt, wobei die Einzugs- und Dämpfungsvorrichtung den Flügel in eine Endlage führt. In der Laufschiene ist eine aus zwei Haltern und einer die Halter beabstandenden Distanzbrücke gebildete Funktionseinheit angeordnet.
Description
- Die Erfindung betrifft eine Schiebetüranordnung nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
- Aus der
DE 10 2009 005 441 A1 ist eine Schiebetüranordnung bekannt, mit einer Laufschiene, einem daran mit mindestens einem Rollenwagen geführten Flügel, einem den Laufweg des Flügels begrenzenden Endlagendämpfer, einer Einzugs- und Dämpfungsvorrichtung und einem Koppelelement, das mit einem Angreifteil der Einzugs- und Dämpfungsvorrichtung rastend zusammenwirkt, wobei die Einzugs- und Dämpfungsvorrichtung den Flügel beim Schließen zunächst abbremst und anschließend in die Schließstellung bewegt. Das Koppelelement weist einen parallel zu der Laufschiene verlaufenden Arm mit einem Mitnehmer zum Eingriff mit dem Angreifteil der Einzugs- und Dämpfungsvorrichtung auf. Eine nicht weiter beschriebene, vorsetzbare Abdeckung dient zur Abstützung des Koppelelements. - Die Anordnung des separaten Koppelelements mit einer zusätzlichen, das Koppelelement abstützenden Abdeckung ist möglicherweise aufwändig.
- Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die mit einer Einzugs- und Dämpfungsvorrichtung versehene Schiebetüranordnung zu vereinfachen.
- Die Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
- Die Unteransprüche bilden vorteilhafte Ausgestaltungsmöglichkeiten der Erfindung.
- Die Schiebetüranordnung mit einem in einer Laufschiene an mindestens einem Rollenwagen mittels Laufrollen geführten Flügel ist mit einer Einzugs- und Dämpfungsvorrichtung versehen, welche auf dem Flügel festgelegt ist. In bekannter Weise ist für die Einzugs- und Dämpfungsvorrichtung ein ortsfester Mitnehmer erforderlich, mit dem die Einzugs- und Dämpfungsvorrichtung zusammenwirkt, um den Flügel, je nach Anordnung, gedämpft in seine Endlage zu führen. Die Endlage kann dabei die Schließstellung oder die Offenstellung der Schiebetür sein. In der Laufschiene ist eine Funktionseinheit angeordnet, welche mehrere Funktionen in sich vereint.
- Vorteilhaft ist in einem oberen Steg der L-förmigen Laufschiene eine Nut vorgesehen, welche der Aufnahme der Funktionseinheit dient. Die Funktionseinheit umfasst im Wesentlichen eine Distanzbrücke sowie zwei Halter, welche in die Nut der Laufschiene eingeschoben werden können. Die identischen Halter, welche die Anordnung einer Abdeckung als Blende an der Laufschiene ermöglichen, können alternativ mit einem Puffer als Endlagendämpfer für den Flügel oder mit einem Stift, der als ortsfester Mitnehmer für die Einzugs- und Dämpfungsvorrichtung dient, ergänzt werden.
- Vorteilhaft ist durch einfaches Einschieben der Funktionseinheit in die Laufschiene der Puffer für den Anschlag des Flügels positioniert und der als Mitnehmer für die Einzugs- und Dämpfungsvorrichtung dienende Stift aufgrund des durch die Distanzbrücke definierten, auf den Einzugsweg der Einzugs- und Dämpfungsvorrichtung abgestimmten Abstands, positioniert. Dadurch ist eine einfache, fehlerfreie Montage möglich. Längs der Erstreckung der Laufschiene können, in frei wählbarem Abstand oder mit weiteren Distanzbrücken beabstandet, eine Anzahl Halter angeordnet werden.
- Im Nachfolgenden wird ein Ausführungsbeispiel in der Zeichnung anhand der Figuren näher erläutert.
- Dabei zeigen:
-
1 einen Ausschnitt einer Schiebetüranordnung im Bereich eines sich in Schließstellung befindenden Flügels mit in der Führungsschiene angeordneter Funktionseinheit, im Schrägbild; -
2 eine Ansicht auf die Stirnseite der Laufschiene der Schiebetüranordnung gemäß1 , ohne Puffer; -
3 die Funktionseinheit gemäß1 als Baugruppe im Schrägbild; -
4 die Funktionseinheit gemäß3 als Explosionszeichnung; -
5 einen ersten Halter der Funktionseinheit mit angeordnetem Puffer; -
6 einen zweiten Halter der Funktionseinheit mit angeordnetem Stift; -
7 eine Ansicht auf den Halter im Schrägbild. - In der
1 ist ein Schrägbild eines Ausschnitts einer Schiebetüranordnung1 im Bereich eines sich in Schließstellung befindenden Flügels2 gezeigt. Der Flügel2 ist in einer Laufschiene3 mit mindestens einem Rollenwagen4 verschiebbar geführt. In2 ist die Schiebetüranordnung1 in einer Ansicht auf die Stirnseite der Laufschiene3 mit dem Rollenwagen4 gezeigt, an dem wenigstens eine Laufrolle5 angeordnet ist, welche in der Laufschiene3 abrollt. Der Flügel2 ist mittels einer Halteplatte6 und einer Klemmplatte7 des Rollenwagens4 an diesem festgelegt und mit einer Einstellschraube8 und einer hier nicht weiter dargestellten Exzenterverstelleinrichtung höhenverstellbar. Weiterhin ist eine Einzugs- und Dämpfungsvorrichtung9 vorgesehen, welche auf dem Flügel2 festgelegt ist. - Vorteilhaft ist in der Laufschiene
3 eine Funktionseinheit10 angeordnet, welche mehrere Funktionen in sich vereint. Die L-förmige Laufschiene3 weist in ihrem oberen Steg11 eine Nut12 auf, welche zur Aufnahme der Funktionseinheit10 vorgesehen ist. Die in den3 und4 gezeigte Funktionseinheit10 umfasst im Wesentlichen eine Distanzbrücke13 sowie zwei Halter14 , welche in die Nut12 der Laufschiene3 eingeschoben werden können. Die Halter14 und die Distanzbrücke können auch einstückig ausgebildet sein. Die identischen Halter14 können ergänzt werden und sind in einer ersten Funktion vorgesehen, die Anordnung einer Abdeckung15 zu ermöglichen, welche die L-förmige Laufschiene3 vom Steg11 zum Flügel2 hin abdeckt, so dass der Rollenwagen4 und die Einzugs- und Dämpfungsvorrichtung9 verdeckt sind, wodurch die Schiebetüranordnung1 vorteilhaft optisch ansprechend verblendet ist. Der erste Halter14 kann mit einem Puffer16 versehen werden, welcher einen Anschlag für den Rollenwagen4 und somit für den Flügel2 bildet. Der Puffer16 ist hierbei dem endseitig an der Führungsschiene3 angeordneten Halter14 zugeordnet. Der zweite Halter14 ist mit einem Stift17 versehen, welcher als ortsfester Mitnehmer mit der Einzugs- und Dämpfungsvorrichtung9 zusammenwirkt. Der Stift17 kann im Querschnitt beispielsweise rechteckig, aber auch rund oder oval ausgebildet sein. - Weiterhin können längs der Erstreckung der Laufschiene
3 in frei wählbarem Abstand oder ebenfalls mit weiteren Distanzbrücken13 beabstandet, eine Anzahl Halter14 angeordnet werden, welche der Halterung der Abdeckung15 dienen. Am entgegengesetzten Ende der Laufschiene3 kann in der gleichen Weise, jedoch in umgekehrter Anordnung, eine weitere Einzugs- und Dämpfungsvorrichtung9 vorgesehen sein, welche zusammen mit einer weiteren Funktionseinheit10 für einen Einzug und eine Dämpfung in Offenstellung des Flügels2 vorgesehen ist. Es wird darauf hingewiesen, dass in der2 der Halter14 ohne den Puffer16 dargestellt ist, um die Anordnung des Flügels2 am Rollenwagen4 und in der Laufschiene3 unverdeckt zu zeigen. - Wie es in der
1 gezeigt ist, ist der Abstand zwischen dem ersten und dem zweiten Halter14 durch die Länge der Distanzbrücke13 auf die Einzugs- und Dämpfungsvorrichtung9 abgestimmt, so dass das die Einzugs- und Dämpfungsvorrichtung9 nach Eingriff mit dem Stift17 unter Ausnutzung deren zur Verfügung stehender Wirklänge den Flügel2 bis in die gewünschte Endlage führt, in welcher sich der Flügel2 in Anlage mit dem Puffer16 befindet. Durch die freie Positionierbarkeit der Funktionseinheit10 längs der Führungsschiene3 , kann die gewünschte Endlage des Flügels2 gewählt werden, ohne dass dies einen Einfluss auf die Einzugs- und Dämpfungsvorrichtung9 hat, da der erste Halter14 mit dem Puffer16 und der zweite Halter14 mit dem Stift17 als Mitnehmer durch die Distanzbrücke13 abgestimmt auf die Einzugs- und Dämpfungsvorrichtung9 sind. Durch die Wahl unterschiedlicher Distanzbrücken13 ist die Funktionseinheit10 auf verschiedene Einzugs- und Dämpfungsvorrichtungen9 , welche beispielsweise für unterschiedliche Flügelgewichte und Abmessungen einen dementsprechend unterschiedlichen Dämpfungsweg aufweisen, anpassbar. - In der
4 ist die Funktionseinheit10 in einer Explosionszeichnung dargestellt, so dass alle Teile gezeigt sind. An der Distanzbrücke13 sind beiderseits den Haltern14 zugeordnete Raststege18 vorgesehen, welche in Aufnahmen19 der Halter14 eingreifen und mit in den Aufnahmen19 angeordneten Rastnasen20 verrasten, so dass die Halter14 mit der Distanzbrücke13 eine Einheit bilden. Um dem jeweiligen Halter14 seine Funktion zuzuweisen, sind am Halter14 Ausnehmungen21 vorgesehen, in welche der Stift17 eingesetzt werden kann, wobei in den Ausnehmungen21 in Richtung auf den Stift17 gerichtete Nasen26 vorgesehen sein können, welche klemmend auf den Stift17 einwirken. - Vorteilhaft dient der Stift
17 bei der Anordnung des Puffers16 am ersten Halter14 zur Festlegung des Puffers16 und bei Anordnung am zweiten Halter14 für sich alleine als Mitnehmer für die Einzugs- und Dämpfungsvorrichtung9 . Es ist in4 weiterhin gezeigt, dass der Puffer16 aus einem Träger16.1 und einem dämpfenden Einsatz, beispielsweise einem Elastomer16.2 gebildet ist. Für eine beidseitige Verwendbarkeit ist der Halter14 symmetrisch aufgebaut und weist daher beiderseits stirnseitig Aufnahmen19 mit Rastnasen20 auf. - Der Halter
14 weist zwischen den Aufnahmen19 eine Vertiefung22 zur Anordnung einer Mutter23 auf, in welcher ein Gewindestift24 einschraubbar ist. Damit kann der Halter14 in der Nut12 der Laufschiene3 festgelegt werden, indem der Gewindestift24 gegen den Steg11 geschraubt und so der Halter14 in der Nut12 verspannt wird.7 zeigt den Halter14 als Einzelteil im Schrägbild, wobei die Vertiefung22 für die Mutter23 gezeigt ist. - In
5 ist die Seitenansicht des mit dem Puffer16 versehen ersten Halters14 gezeigt. Der Puffer16 ist mit seinem Träger16.1 in Stegen25 aufgenommen, an der Innenseite des Halters14 abgestützt und mit dem in den Ausnehmungen21 aufgenommen Stift17 gesichert.6 zeigt den zweiten Halter14 in der Seitenansicht, welcher mit dem Stift17 als Mitnehmer für die Einzugs- und Dämpfungsvorrichtung9 versehen ist. An dem Halter14 sind weiterhin mehrere unterschiedlich ausgeformte Fortsätze27 ausgebildet, welche zur Anordnung von je nach Einbausituation, wie beispielsweise Wandmontage, Deckenmontage oder bei einer verdeckten Montage, unterschiedlichen Abdeckungen15 vorgesehen sind. - Zur Führung und Aufnahme des Halters
14 in der Nut12 der Laufschiene3 sind Federstege28 und Gleitstege29 angeordnet, welche vorteilhaft ein leichtes Verschieben und eine gute Führung in der Nut12 , insbesondere der Funktionseinheit10 mit zwei angeordneten Haltern14 , bewirken. - Bezugszeichenliste
-
- 1
- Schiebetüranordnung
- 2
- Flügel
- 3
- Laufschiene
- 4
- Rollenwagen
- 5
- Laufrolle
- 6
- Halteplatte
- 7
- Klemmplatte
- 8
- Einstellschraube
- 9
- Einzugs- und Dämpfungsvorrichtung
- 10
- Funktionseinheit
- 11
- Steg
- 12
- Nut
- 13
- Distanzbrücke
- 14
- Halter
- 15
- Abdeckung
- 16
- Puffer
- 16.1
- Träger
- 16.2
- Elastomer
- 17
- Stift
- 18
- Raststeg
- 19
- Aufnahme
- 20
- Rastnase
- 21
- Ausnehmung
- 22
- Vertiefung
- 23
- Mutter
- 24
- Gewindestift
- 25
- Steg
- 26
- Nase
- 27
- Fortsatz
- 28
- Federsteg
- 29
- Gleitsteg
Claims (10)
- Schiebetüranordnung (
1 ), mit einer Laufschiene (3 ), einem mit mindestens einem Rollenwagen (4 ) in der Laufschiene (3 ) geführten Flügel (2 ), einer Einzugs- und Dämpfungsvorrichtung (9 ) und mit einem ortsfest in der Laufschiene (3 ) angeordneten Mitnehmer, der mit der Einzugs- und Dämpfungsvorrichtung (9 ) zusammenwirkt, wobei die Einzugs- und Dämpfungsvorrichtung (9 ) den Flügel (2 ) in eine Endlage führt, dadurch gekennzeichnet, dass in der Laufschiene (3 ) eine aus zwei Haltern (14 ) und einer die Halter (14 ) beabstandenden Distanzbrücke (13 ) gebildete Funktionseinheit (10 ) angeordnet ist. - Schiebetüranordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Halter (
14 ) identisch ausgebildet sind. - Schiebetüranordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass in einem ersten Halter (
14 ) ein Puffer (16 ) als Endlagendämpfer für den Flügel (2 ) angeordnet ist. - Schiebetüranordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass in einem zweiten Halter (
14 ) ein Stift (17 ) als Mitnehmer für die Einzugs- und Dämpfungsvorrichtung (9 ) angeordnet ist. - Schiebetüranordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Funktionseinheit (
10 ) in einer Nut (12 ) der Laufschiene (3 ) festgelegt ist. - Schiebetüranordnung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass zur Festlegung der Funktionseinheit (
10 ) in der Nut (12 ) der Laufschiene (3 ) am Halter (14 ) eine Vertiefung (22 ) zur Aufnahme einer Mutter (23 ) und ein Gewindestift (24 ) vorgesehen ist. - Schiebetüranordnung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass zur Führung des Halters (
14 ) in der Nut (12 ) Federstege (28 ) und/oder Gleitstege (29 ) am Halter (14 ) angeordnet sind. - Schiebetüranordnung nach Anspruch 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass in dem ersten Halter (
14 ) der Puffer (16 ) ebenfalls mit einem Stift (17 ) festgelegt ist. - Schiebetüranordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Distanzbrücke (
13 ) die Halter (14 ) abgestimmt auf die Wirklänge der Einzugs- und Dämpfungsvorrichtung (9 ) beabstandet. - Schiebetüranordnung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass durch die Positionierung der Funktionseinheit (
10 ) in der Laufschiene (3 ) die Endlage des Flügels (2 ) ohne Einfluss auf die Funktion der Einzugs- und Dämpfungsvorrichtung (9 ) frei wählbar ist.
Priority Applications (2)
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|---|---|---|---|
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Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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|---|---|---|---|
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Country Status (2)
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