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Die Erfindung betrifft zuvorderst ein Filterelement mit einem gefalteten Filtermedium, wie es zum Beispiel in einem Staubsauger verwendbar ist. Die Erfindung betrifft im Weiteren auch einen Staubsauger mit einem solchen Filterelement.
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Filterelemente mit einem gefalteten Filtermedium für Staubsauger und dergleichen mit einem solchen Filterelement sind an sich bekannt und finden in vielen Geräten des täglichen Gebrauchs, wie zum Beispiel Staubsaugern, aber auch in Automobilen und verfahrenstechnischen Anlagen als Filtereinsätze Verwendung. So wird beispielsweise in bestimmten beutellosen Staubsaugern mittels eines Filterelements die Saugluft von aufgesaugtem Staub befreit. Oft handelt es sich bei besagten Filterelementen um sogenannte rückreinigbare Filterelemente, die in regelmäßigen zeitlichen Abständen mittels einer Reinigungsaktorik von angelagertem Staub befreit werden. In diesen Fällen sind die Filterelemente als Membranfilter oder Oberflächenfilter ausgeführt, bei denen praktisch keine Einlagerung des Staubs in der Tiefe des Filtermediums stattfindet. Die Filterelemente benötigen zur Fixierung des Filtermediums Deckscheiben, die beidseitig jeweils eine Stirnseite des Filtermediums fixieren und zugleich für die Abdichtung des Filtermediums sorgen. Um eine möglichst große Filterfläche in einem gegebenen Volumen unterzubringen, wird das Filtermedium gefaltet oder plissiert, wobei sowohl eine offene Faltung wie auch eine geschlossene Faltung des Filtermediums bekannt ist.
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Aus der
WO 2011/012479 A und der
WO 2007/141712 A sind Filterelemente mit einer sogenannten offenen Faltung und einem Abstreifer zu deren Rückreinigung bekannt. Aus der
DE 94 03 868 U ist ein Filterelement mit einer sogenannten geschlossenen Faltung bekannt.
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Der Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, dass die Reinigungswirkung eines Abstreifers, wie er bei Filterelementen mit einer offenen Faltung des Filtermediums verwendet wird, oftmals nicht optimal ist. Dies liegt daran, dass sich in den spitz zulaufenden Falten Schmutzpartikel gleichsam festklemmen können, so dass sie auch bei einer Anregung des Filtermediums mittels eines rotierenden Abstreifers nicht wieder gelöst werden. Die Rückreinigung des Filters ist also nur teilweise erfolgreich und im Ergebnis sinkt die Filterwirkung. Bei einem Filtermedium mit einer geschlossenen Faltung, die hier und im Folgenden auch als Taschenplissierung bezeichnet wird, existieren keine spitz zulaufenden Falten, in denen sich Schmutzpartikel festklemmen können. Allerdings lässt sich bei einer solchen Faltenform ein rotierender Abstreifer nicht einsetzen, da dieser nicht in die geschlossenen Falten der Taschenplissierung eingreifen kann.
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Der Erfindung stellt sich somit das Problem, ein Filterelement mit einer geschlossenen Faltung/Taschenplissierung anzugeben, das mit einem von dem Filterelement umfassten oder in das Filterelement einsetzbaren Abstreifer gereinigt (rückgereinigt) werden kann.
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Erfindungsgemäß wird dieses Problem durch ein Filterelement mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 gelöst. Dabei ist bei einem insbesondere für einen Staubsauger geeigneten Filterelement, das ein gefaltetes Filtermedium mit einer Mehrzahl von Falten in dem Filtermedium aufgrund von dessen Faltung und im Innern des Filterelements einen drehbaren Abstreifer zum Abreinigen des Filtermediums aufweist, vorgesehen, dass das Filtermedium in Form einer Taschenplissierung gefaltet ist und dass einzelnen Falten des Filtermediums jeweils ein Hilfselement in Form eines Anregungsübertragers zugeordnet ist, welches mittels des Abstreifers zum Rückreinigen des Filtermediums anregbar ist.
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Indem jedes Hilfselement (jeder Anregungsübertrager) einer Falte des Filtermediums zugeordnet und mit einem drehbaren Abstreifer anregbar ist, wird die mit dem Abstreifer bewirkte Anregung des Hilfselements auf die jeweilige Falte des Filtermediums übertragen. Im Ergebnis resultiert eine Anregung der jeweiligen Falte des Filtermediums, nämlich eine mechanische Anregung, wie sie sich bei einer normalen Plissierung mit offenen und spitz zulaufenden Falten direkt vom Abstreifer auf das Filtermedium übertragen lässt.
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Der Vorteil des erfindungsgemäßen Filterelements besteht demnach darin, dass mit dem hier und im Folgenden mit weiteren Details beschriebenen Ansatz auch ein taschenplissiertes Filtermedium mittels einer Reinigungsaktorik in Form eines rotierenden Abstreifers rückgereinigt werden kann. Dann ergibt sich eine Kombination der Vorteile der Taschenplissierung, nämlich dass sich in den dortigen Falten normalerweise keine Schmutzpartikel festklemmen können, mit dem Vorteil der Möglichkeit einer mechanischen Abreinigung des Filtermediums mittels eines Abstreifers, insbesondere eines rotierenden Abstreifers.
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Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den nachfolgenden Unteransprüchen. Dabei verwendete Rückbeziehungen weisen auf die weitere Ausbildung des Gegenstandes des Hauptanspruches durch die Merkmale des jeweiligen Unteranspruches hin. Sie sind nicht als ein Verzicht auf die Erzielung eines selbständigen, gegenständlichen Schutzes für die Merkmalskombinationen der rückbezogenen Unteransprüche zu verstehen. Des Weiteren ist im Hinblick auf eine Auslegung der Ansprüche bei einer näheren Konkretisierung eines Merkmals in einem nachgeordneten Anspruch davon auszugehen, dass eine derartige Beschränkung in den jeweils vorangehenden Ansprüchen nicht vorhanden ist.
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Bei einer besonderen Ausführungsform des Filterelements ist vorgesehen, dass den Falten des Filtermediums in regelmäßigen Abständen jeweils ein mittels des Abstreifers anregbares Hilfselement zugeordnet ist. Eine Möglichkeit in dieser Hinsicht besteht darin, dass jeder Falte des Filtermediums jeweils ein Hilfselement zugeordnet ist. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, dass jeder zweiten, jeder dritten usw. Falte des Filtermediums ein solches Hilfselement zugeordnet ist. Die besten Ergebnisse bei der Rückreinigung mittels eines rotierenden Abstreifers wird man wohl bei einer Zuordnung jeweils eines Hilfselements zu jeder Falte des Filtermediums erwarten dürfen. Weil die Rückreinigung mittels eines rotierenden Abstreifers und die damit erreichte mechanische Verformung der Falten des Filtermediums sich nicht nur auf diejenige Falte beschränkt, deren Hilfselement momentan vom Abstreifer angeregt wird, sondern auch die benachbarten Falten erfasst, sind gute und ausreichende Ergebnisse einer Rückreinigung auch dann zu erwarten, wenn nicht jeder Falte des Filtermediums jeweils ein Hilfselement zugeordnet ist, sondern stattdessen zum Beispiel jeder zweiten oder jeder dritten Falte oder den Falten des Filtermediums in regelmäßigen Abständen jeweils ein Hilfselement zugeordnet ist.
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Zur Anbringung einer solchen Mehrzahl von Hilfselementen innerhalb des Filterelements kommen an den Hilfselementen angreifende oder von den Hilfselementen ausgehende Materialstreifen in Betracht. Bei einer Ausführungsform des Filterelements, das in Längsrichtung zumindest einseitig mit einem Filterdeckel abgeschlossen ist, ist demnach vorgesehen, dass jedes Hilfselement mit einem Materialstreifen an einem Filterdeckel angebracht ist. Bei dem Materialstreifen handelt es sich zum Beispiel um einen streifen- oder stegförmigen Materialstreifen und bei einer besonderen Ausführungsform ist der Materialstreifen mit dem Hilfselement einstückig verbunden. Die Anbringung jedes Hilfselements mit einem Materialstreifen an einem Filterdeckel kann dabei derart erfolgen, dass das freie Ende des Materialstreifens an der Innenseite des Filterdeckels angeklebt oder in sonst geeigneter Art und Weise, zum Beispiel thermoplastisch, mit dem Filterdeckel verbunden wird. Alternativ ist auch möglich, dass die Materialstreifen einstückig mit dem Filterdeckel verbunden sind und dass an den freien Enden der Materialstreifen jeweils ein Hilfselement durch Ankleben oder dergleichen angebracht wird.
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Wenn das Filterelement in Längsrichtung beidseitig durch jeweils einen Filterdeckel abgeschlossen ist, kann jedes Hilfselement mit jeweils einem Materialstreifen mit den beiden Filterdeckeln verbunden sein. Auf diese Weise ergibt sich eine besonders belastbare Anbringung der Hilfselemente innerhalb des Filterelements. Die Hilfselemente sind mit ihren bis zu den beiden Filterdeckeln reichenden Materialstreifen innerhalb des Filterelements gleichsam zwischen den Filterdeckeln eingespannt und die resultierende mechanische Spannung erlaubt eine besonders gute Anregung mittels des rotierenden Abstreifers und damit eine besonders gute Kraftübertragung auf die Falten des Filtermediums.
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Wenn der oder jeder Materialstreifen von einer dem Abstreifer zugewandten Kante des Hilfselements zurückgesetzt an dem jeweiligen Hilfselement angreift, definiert der oder jeder Materialstreifen gleichsam eine Drehachse des Hilfselements und die Anregung des Hilfselements mittels des drehbaren Abstreifers bewirkt ein Verschwenken des Hilfselements, so dass durch die Drehbewegung des Hilfselements beim Verschwenken und das spätere Zurückdrehen, sobald der Abstreifer das Hilfselement freigibt, eine besonders gute Kraftübertragung auf das Filtermedium stattfindet.
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Bei einer alternativen Ausführungsform des Filterelements ist vorgesehen, dass jedes Hilfselement unmittelbar oder mittelbar an einer Welle des Abstreifers angebracht ist. Die Welle des Abstreifers wird ohnehin benötigt, damit der Abstreifer in Rotation versetzt werden kann. Die Anbringung der Hilfselemente an der Welle des Abstreifers erlaubt damit die Verwendung einer definierten Position in Relation zum Abstreifer. Die Anbringung der Hilfselemente an der Welle des Abstreifers ist besser automatisierbar. Die Gesamtheit der Hilfselemente kann in einem Formteil oder mehreren Formteilen zusammengefasst sein, das bzw. die eine Anbringung an der Welle des Abstreifers erlaubt/erlauben. Die Welle des Abstreifers befindet sich dann im Zentrum eines solchen Formteils oder solcher Formteile und die Hilfselemente befinden sich in radialer Richtung in einem Abstand von diesem Zentrum, so dass im Zentrum des Formteils oder der Formteile der Abstreifer rotieren kann und bei Rotation nacheinander jeweils eines der Hilfselemente des Formteils oder der Formteile anzuregen vermag.
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Eine besonders einfache und damit auch hinsichtlich der Fertigung des Filterelements effiziente Möglichkeit zur Festlegung einer axialen Position der Hilfselemente in Relation zum Abstreifer besteht darin, dass das an der Welle des Abstreifers angebrachte Hilfselement oder ein Formteil mit allen Hilfselementen oder einer Mehrzahl von Hilfselementen mittels eines insbesondere hülsenförmigen Abstandshalters relativ zum Abstreifer positionierbar ist.
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Bei einer weiteren Ausführungsform des Filterelements ist vorgesehen, dass jedes Hilfselement mit dem Filtermedium verbunden ist. Für eine derartige Anbringung des Hilfselements an dem Filtermedium kommt eine Verbindung in Form von Verkleben, Verschweißen und dergleichen in Betracht.
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Das Filterelement kommt speziell zur Verwendung in einem Staubsauger in Betracht. Insgesamt ist die Erfindung damit auch ein Staubsauger mit einem Filterelement wie hier und im Folgenden beschrieben.
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Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen rein schematisch dargestellt und wird nachfolgend näher beschrieben. Einander entsprechende Gegenstände oder Elemente sind in allen Figuren mit den gleichen Bezugszeichen versehen.
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Das oder jedes Ausführungsbeispiel ist nicht als Einschränkung der Erfindung zu verstehen. Vielmehr sind im Rahmen der vorliegenden Offenbarung auch Änderungen und Modifikationen möglich, die zum Beispiel durch Kombination oder Abwandlung von einzelnen in Verbindung mit den im allgemeinen oder speziellen Beschreibungsteil beschriebenen sowie in den Ansprüchen und/oder der Zeichnung enthaltenen Merkmalen für den Fachmann im Hinblick auf die Lösung der Aufgabe entnehmbar sind und durch kombinierbare Merkmale zu einem neuen Gegenstand oder zu neuen Verfahrensschritten bzw. Verfahrensschrittfolgen führen.
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Es zeigen
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1 ein Filterelement mit einem plissierten Filtermedium und einem innerhalb des Filterelements zum Abreinigen des Filtermediums vorgesehenen, drehbaren Abstreifer,
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2 ein Filterelement mit einem Filtermedium mit einer geschlossenen Faltung (Taschenplissierung),
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3 einen Ausschnitt aus einem Querschnitt durch ein Filterelement gemäß der Erfindung mit Hilfselementen zur Übertragung einer mittels eines Abstreifers erfolgenden Anregung auf die Falten des Filtermediums,
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4 einen Längsschnitt durch ein Filterelement gemäß der Erfindung,
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5, 6 und 7 Längsschnitte durch verschiedene Ausführungsformen eines erfindungsgemäßen Filterelements,
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8 einen Längsschnitt durch eine alternative Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Filterelements und
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9 sowie 10 Längsschnitte durch weitere alternative Ausführungsformen eines erfindungsgemäßen Filterelements.
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Die Darstellung in 1 zeigt in einer schematisch vereinfachten Draufsicht ein Filterelement (Filtermodul) 10 mit einem plissierten Filtermedium 12 und einem innerhalb des Filterelements 10 drehbar angeordneten Abstreifer 14. Bei der Faltung des in 1 gezeigten Filtermediums 12 handelt es sich um eine offene Faltung gemäß der eingangs erwähnten Spezifikation.
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Wie in der Darstellung ersichtlich, taucht mindestens ein Ende des Abstreifers 14 in eine Falte 16 der Plissierung ein, so dass bei einer Rotation des Abstreifers 14 dieser zunächst an einer Falte 16 anschlägt und sie bei weiterer Rotation so weit dehnt, bis der Abstreifer 14 über die Falte 16 hinwegrutschen kann, so dass diese in ihre Ausgangslage zurückschnellt. Die Reinigung des Filtermediums 12 mittels des Abstreifers 14 geschieht also in drei Phasen:
In einer ersten Phase durch das Anschlagen des Abstreifers 14 an der jeweiligen Falte 16, in einer zweiten Phase durch das Erweitern der Falte 16 und in einer dritten Phase durch das Zurückschnellen der Falte 16 in die Ausgangsposition. Bei dieser Reinigungsart ist es unerheblich, ob der Abstreifer 14 gleichzeitig in eine oder – wie dargestellt – mehrere Falten 16 eintaucht. Der Abstreifer 14 weist jedoch üblicherweise eine gewisse Flexibilität auf und ist – je nach Filtermaterial – zumindest an seinen Enden mit einem mechanischen Schutz versehen, so dass durch den regelmäßigen Kontakt mit dem Filtermedium 12 dieses nicht beschädigt wird.
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Die Darstellung in 2 zeigt in einer schematisch vereinfachten Draufsicht ein Filterelement 10 mit einem Filtermedium 12 mit einer sogenannten Taschenplissierung. Bei der Taschenplissierung liegen die beiden Seiten einer Falte 16 des Filtermediums 12 recht dicht aneinander, so dass der Spalt zwischen den beiden Seiten der Falte 16 relativ gering ist (geschlossene Faltung). Die beiden Seiten einer Falte 16 sind dabei oftmals mittels eingeprägter Sicken auf Abstand zueinander gehalten. Trotz der geschlossenen Faltung ist eine Oberfläche eines solchen Filtermediums 12 aerodynamisch und filtrierend wirksam. Allerdings kann ein im Innern des Filterelements 10 angeordneter und in 2 nur zur Veranschaulichung gezeigter Abstreifer 14 nicht in die (geschlossenen oder im Wesentlichen geschlossenen) Falten 16 eingreifen.
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Die Darstellung in 3 zeigt einen Ausschnitt aus einem Filterelement 10 mit einem Filtermedium 12 mit der sogenannten Taschenplissierung wie in 2. Zusätzlich gezeigt sind mehrere Hilfselemente 18, die sich jeweils in den Falten 16 der Taschenplissierung befinden. Der Abstreifer 14 hat nun wieder die gleiche Funktion wie zuvor im Zusammenhang mit der Darstellung in 1 beschrieben: Der Abstreifer 14 trifft bei einer Drehbewegung nacheinander auf jeweils ein Hilfselement 18 und bewegt dabei das Hilfselement 18 so, dass dieses zunächst an die jeweilige Falte 16 anschlägt, sodann die Falte 16 aufweitet und schließlich, wenn der Kontakt zwischen Hilfselement 18 und Abstreifer 14 endet, zusammen mit der aufgeweiteten Falte 16 wieder zurückschnellt. Der Abstreifer 14 regt also jeweils ein Hilfselement 18 an und dieses überträgt die Anregung auf das Filtermedium 12. Im Ergebnis resultiert eine Abreinigung des Filtermediums 12 wie dies im Stand der Technik von einfach plissierten Filtermedien 12 bekannt ist. Der Vorteil besteht darin, dass diese Methode der Abreinigung jetzt auch für ein Filtermedium 12 mit einer Taschenplissierung anwendbar ist.
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In der Darstellung in 3 ist erkennbar, dass die Hilfselemente 18 relativ tief in die jeweilige Falte 16 der Taschenplissierung eingreifen. Der Abstreifer 14 wiederum überdeckt das jeweilige Hilfselement 18, so dass bei einer Drehung des Abstreifers 14 dieser jedes Hilfselement 18 anzuregen vermag, so dass im Ergebnis die beschriebene Abreinigung resultiert.
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Die Darstellung in 4 zeigt ein Filterelement 10 gemäß 3 in einer Seitenansicht und einem Längsschnitt. Erkennbar ist der im Zentrum des Filterelements 10 drehbar angeordnete Abstreifer 14. Der Abstreifer 14 ist dafür an einer Welle 20 angebracht. Die Welle 20 ist durch zwei das Filterelement 10 beidseitig begrenzende Filterdeckel 22, 24 geführt. Die Hilfselemente 18 werden ebenfalls zwischen den Filterdeckeln 22, 24 gehalten und zwar zum Beispiel mittels Materialstreifen 26 wie sie auch bei einem Filmscharnier Verwendung finden können. Die Materialstreifen 26 sind in 4 vor der Kante der Falte 16 des Filtermediums 12 gezeigt. Genauso können die Materialstreifen 26 sich auch innerhalb einer Falte 16 des Filtermediums 12 befinden. Auch wenn in der gezeigten Seitenansicht nur zwei Hilfselemente 18 sichtbar sind, versteht es sich von selbst, dass das Filterelement 10 eine Vielzahl solcher Hilfselemente 18 umfasst, insbesondere jeweils ein Hilfselement 18 in jeder Falte 16 oder zum Beispiel jeweils ein Hilfselement 18 in jeder zweiten Falte 16 und so weiter.
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Die Darstellungen in 5, 6 und 7 zeigen in schematisch vereinfachter Darstellung Ausführungsalternativen der Situation gemäß 4. Den Darstellungen in 5, 6 und 7 ist ein einseitiger Abstreifer 14, also ein Abstreifer 14 mit nur einem Abstreiferblatt, gemeinsam. Als Abstreifer 14 fungiert ein an der Welle 20 angebrachtes Blatt, das bei einer Drehung der Welle 20 sukzessive mit einzelnen Hilfselementen 18 in Kontakt kommt. Diese Ausführungsvariante wird hier deshalb betont, weil zuvor stets eine Variante mit einem zweiseitigen Abstreifer 14 gezeigt war. Es versteht sich allerdings, dass immer dort, wo ein zweiseitiger Abstreifer 14 gezeigt ist, auch ein einseitiger oder mehr als zweiseitiger Abstreifer 14 zur Anwendung kommen kann und dass umgekehrt immer dort, wo ein einseitiger Abstreifer 14 gezeigt ist, auch ein zweiseitiger oder mehr als zweiseitiger Abstreifer 14 zur Anwendung kommen kann.
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Die Darstellung in 5 zeigt ein Hilfselement 18, das einseitig bündig mit einem oberen und einem unteren stegförmigen Materialstreifen 26 abschließt. Das Hilfselement 18 ist damit gewissermaßen mittels der Materialstreifen 26 zwischen den oberen Filterdeckel 22 und den unteren Filterdeckel 24 eingespannt. Bei der Darstellung in 6 ist die Position der stegförmigen Materialstreifen 26 von einer dem Abstreifer 14 zugewandten Kante des Hilfselements 18 zurückgesetzt und damit so gewählt, dass sich ein Drehpunkt des Hilfselements 18 in Bezug auf die stegförmigen Materialstreifen 26 ergibt. Der Vorteil dieser Variante liegt in der Ausnutzung einer Hebelwirkung zwischen Abstreifer 14, Hilfselement 18 und dem als Drehpunkt fungierenden Materialstreifen 26, so dass sich eine verbesserte Kraftübertragung auf die jeweilige Falte 16 des Filtermediums 12 ergibt. Die Darstellung in 7 zeigt, dass abweichend von der in 5 und 6 gezeigten Situation, bei der das Hilfselement 18 beidseitig an den Deckelplatten (Filterdeckel 22, 24) des Filterelements 10 befestigt ist, auch eine einseitige Befestigung in Betracht kommt. Der Vorteil einer solchen Ausführungsvariante besteht darin, dass eine solche Befestigung der Hilfselemente 18 im Produktionsprozess einfacher umzusetzen ist.
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Die Darstellung in 8 zeigt eine Situation, bei der das Hilfselement 18 an der für den Abstreifer 14 benötigten Welle 20 geführt und gehalten ist. Dabei wird das Hilfselement 18 zumindest einseitig an der Welle 20 des Abstreifers 14 gehalten. Bei der Ausführungsform in 8 sind dafür ein erstes und ein zweites Lagerelement 28, 30 vorgesehen, wobei sich das zweite Lagerelement in einen hülsenförmigen Abstandshalter 32 fortsetzt. Der hülsenförmige Abstandshalter 32 hält das Hilfselement 18 in Position, wenn das Filterelement für eine vertikale Anbringung vorgesehen ist, so dass sich der Abstandshalter 32 in Richtung des Gravitationseinflusses befindet. Ansonsten kann unter oder über dem ersten und/oder dem zweiten Lagerelement 28, 30 ein Fixiermittel vorgesehen sein, welches die Beweglichkeit des Hilfselements 18 in axialer Richtung entlang der Längserstreckung der Welle 20 beschränkt. Ein solches Fixiermittel kann zum Beispiel eine lokale Verdickung der Welle 20 sein. Als Fixiermittel kommen ebenfalls insbesondere folgende Elemente in Betracht: Ein durch die Welle 20 geführter Splint oder ein an der Welle 20 angebrachter Sicherungs- oder Sprengring, auf oder an dem zumindest ein Lagerelement 28, 30 des Hilfselements 18 auf- oder anliegt.
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Die gezeigte Anbringung eines Hilfselements 18 an der Welle 20 gilt analog für eine entsprechende Anbringung einer Mehrzahl von Hilfselementen 18 oder aller von dem Filterelement 10 umfassten Hilfselemente 18. Eine Mehrzahl von Hilfselementen 18 oder alle Hilfselemente 18 können dabei in Form eines Formteils zusammengefasst sein, so dass das Formteil in der beschriebenen Art und Weise an der Welle 20 angreift.
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Die Darstellungen in 9 und 10 zeigen schließlich eine Ausführungsform, bei der das Hilfselement 18 einseitig in eine Plissierung und eine dortige geschlossene Falte 16 des Filtermediums 12, wie sie sich bei einer Taschenplissierung ergibt, geklebt oder geschweißt ist. Die Verbindung kann dabei großflächig ausgeführt sein (9). Alternativ kommt auch eine spezielle Form des Hilfselements 18 in Betracht, bei der sich eine Möglichkeit zur abschnittsweisen Verbindung des Hilfselements 18 mit der jeweiligen Falte 16 des Filtermediums 12 ergibt (10). Anstelle der in 10 gezeigten gezackten Ausführung des Hilfselements 18 kommt selbstverständlich auch jede andere Formgebung in Betracht, die eine abschnittsweise Verbindung des Hilfselements 18 mit der jeweiligen Falte 16 des Filtermediums 12 erlaubt. Die abschnittsweise Verbindung des Hilfselements 18 mit dem Filtermedium 12 hat den Vorteil, dass zum Anbringen des Hilfselements 18 weniger Fläche des Filtermediums 12 benötigt wird, so dass die Filterwirkung nur geringfügig beeinflusst wird. Umgekehrt müsste für eine gleichbleibende Filterwirkung bei auf diese Art und Weise angebrachten Hilfselementen 18 das Filterelement 10 im Vergleich zu einer Situation gemäß 9 nur unwesentlich größer ausgeführt werden, während bei großflächig angebrachten Hilfselementen 18 durchaus eine nennenswerte Filterfläche belegt ist und für eine gleichbleibende Filterwirkung das Filterelement 10 deutlich größer ausgeführt werden müsste.
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Einzelne im Vordergrund stehende Aspekte der hier vorgelegten Beschreibung lassen sich damit kurz wie folgt zusammenfassen: Angegeben werden ein Filterelement 10 mit einem gefalteten Filtermedium 12 und ein Staubsauger mit einem solchen Filterelement 10, wobei das Filtermedium 12 des Filterelements 10 aufgrund von dessen Faltung eine Mehrzahl von Falten 16 aufweist und in Form einer Taschenplissierung gefaltet ist, wobei sich im Innern des Filterelements 10 ein drehbarer Abstreifer 14 zum Reinigen des Filtermediums 12 befindet und wobei einzelnen Falten 16 des Filtermediums 12 jeweils ein Hilfselement 18 zugeordnet ist, welches mittels des Abstreifers 14 zum Reinigen des Filtermediums 12 anregbar ist. Der Abstreifer 14 kommt zum Abreinigen des Filtermediums 12 nicht direkt mit diesem in Kontakt. Der Abstreifer 14 regt die Hilfselemente 18 an und diese übertragen die von dem Abstreifer 14 erfahrene Anregung auf das Filtermedium 12.
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Bezugszeichenliste
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- 10
- Filterelement
- 12
- Filtermedium
- 14
- Abstreifer
- 16
- Falte
- 18
- Hilfselement
- 20
- Welle (des Abstreifers)
- 22
- Filterdeckel
- 24
- Filterdeckel
- 26
- Materialstreifen
- 28
- Lagerelement
- 30
- Lagerelement
- 32
- (hülsenförmiger) Abstandshalter
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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- WO 2011/012479 A [0003]
- WO 2007/141712 A [0003]
- DE 9403868 U [0003]