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Die Erfindung geht aus von einer Mietfachanlage mit einer Mehrzahl von benachbarten und in Mietfachreihen und Mietfachspalten angeordneten Mietfächern, und mit einem Verwaltungssystem, das mit einer Verwaltungssoftware ausgestattet ist, zum Verwalten der Mietfächer, wobei jedes Mietfach mit einer Mietfachtür und einem verriegelbaren Türschloss ausgestattet ist, so dass die Türverschlüsse in einem mindestens zweidimensionalen Türfeld angeordnet sind, gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 1.
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Unter den Begriff der Mietfachanlage fallen insbesondere Schließfachanlagen, wie sie beispielsweise in Banken eingerichtet sind. Die einzelnen Mietfächer sind in der Regel gleichsam in einer Matrix angeordnet.
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Eine derartige Mietfachanlege ist aus der
FR 2 526 474 A bekannt.
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Nachteilig bei den insofern bekannten Mietfachanlagen ist, dass aufgrund der rein mechanischen Ausgestaltung eine Überwachung des Zugangs zu den einzelnen Mietfächern durch Personal erforderlich ist. Dies ist in störendem Maße aufwändig. Aus der
DE 197 29 722 A1 ist eine Mietfachanlage bekannt, bei der die Betätigung der Mietfachtüren auf elektronischem Wege erfolgt. Im Rahmen dieser Maßnahmen ist auch eine elektronische Überwachung des Zugangs zu den Mietfächern möglich. Hierzu muss die Mietfachanlage verkabelt werden, was aufwändig ist.
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Durch das Geldwäschegesetz sind Banken dazu verpflichtet, jeden Zugriff auf ein Bankschließfach zu protokollieren. Bei voll-elektronischen Bankschließanlagen bzw. bei voll-automatischen Bankschließanlagen werden die Zugriffe automatisch, über eine Verwaltungssoftware, protokolliert. Voll-mechanische Schlösser benötigen neben dem persönlichen Schlüssel auch einen Bankschlüssel, um ein Fach öffnen zu können. Üblicherweise begleitet ein Bankmitarbeiter den Kunden in die Mietfachanlage an das dem Kunden zugehörige Mietfach, schließt mit dem Bankschlüssel vor und enfernt sich wieder. Der Kunde schließt dann mit seinem Mitfachschlüssel das Mietfach auf. Der Bankmitarbeiter weiß, welches Mietfach er dem Kunden vorgeschlossen hat, und das kann er in dem vorgeschriebenen Protokoll vermerken. Dadurch ist gewährleistet, dass ein Bankmitarbeiter den Zugriff zu einem Fach protokolliert. Allerdings entsteht ein erhöhter Personalaufwand, um einen Zugriff auf ein Mietfach zu ermöglichen. Ein Problem entsteht dahingehend, dass ein Kunde, der ein zweites Fach in derselben Mitfachanlage besitzt, dies nun undokumentiert öffnen könnte.
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Es sind Lösungen vorgeschlagen worden, um mit Hilfe von auf den Mietfachtüren aufgeklebten Sensoren das Öffnen der Mietfachtüren automatisch zu erkennen und damit das Dokumentieren von Zugriffen auf mechanische Mietfachanlagen zu ermöglichen. Diese Sensoren stellen über Infrarot, oder über Magnetkontakte ein Öffnen der Mietfachtüren fest. Die Bankschlüssel können somit über ein Schlüsseltableau an den Kunden gegeben werden. Allerdings sind diese Lösungen wartungsintensiv, und verändern die Optik einer Anlage.
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Die
EP 1 155 213 B1 zeigt eine Mietfachanlage, die mit einer Mehrzahl von den Mietfachtüren zugeordneten und zur drahtlosen Signalaussendung eingerichteten Türstatussensoren ausgestattet ist, wobei die Türstatussensoren einem Türstatus ”offen” oder einem Türstatus ”geschlossen” zugeordnete, unterscheidbare Signale aussenden, wobei beabstandet (aber in Sendereichweite der Türstatussensoren) von den Mietfächern eine Einheit zum Signalempfang eingerichtet ist, welche nach Maßgabe der von Türstatussensoren ausgesandten Signalen und Vergleich mit einem Soll-Türstatus der Mietfachanlage bei unbefugter Mietfachbetätigung ein Alarmsignal erzeugt. Auch diese Lösung verändert wegen der auf jede einzelne Tür aufzubringenden Sensoren das Erscheinungsbild der Mietfachanlage, insbesondere des Türfeldes, und sie bedeutet einen erheblichen Aufwand zur Installation und Inbetriebnahme.
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Es ist daher die der vorliegenden Erfindung zugrundeliegende Aufgabe, eine Mietfachanlage zu schaffen, bei der mit vereinfachten Mitteln eine Überwachung auf geöffnete Mietfachtüren zum Zweck der gesicherten Dokumentation des Zugangs zu den Mietfachtüren ermöglicht wird.
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Es ist weiterhin eine Aufgabe der Erfindung, ein Computerprogrammprodukt zur Verwendung in einer solchen Mietfachanlage zu schaffen.
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Die Aufgabe wird bezüglich der Mietfachanlage erfindungsgemäß gelöst durch eine Mietfachanlage mit den Merkmalen des Anspruchs 1.
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Bezüglich des Computerprogrammprodukts wird die Aufgabe gelöst durch ein Computerprogrammprodukt nach Anspruch 7.
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Erfindungsgemäß also ist die Mietfachanlage mit einem optoelektronischen Überwachungssensor zur Überwachung des Türfeldes ausgestattet, der mit einer Auswerteeinheit zum Erkennen von Objekten im Türfeld und mit einer Softwareschnittstelle zur Kommunikation mit der Verwaltungssoftware des Verwaltungssystems ausgebildet ist.
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Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung ist der optoelektronische Überwachungssensor ein optoelektronischer Scanner. Beispiele für optoelektronische Scanner sind Laserscanner oder Scanner mit einem optischen Zeilensensor, auch als CCD-Array bekannt, eine Art digitaler Zeilenkamera. In der Ausführungsform als Laserscanner kann der optoelektronische Überwachungssensor ein 2D-Laserscanner oder ein 3D-Laserscanner sein.
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Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung ist die Auswerteeinheit mit einer Mustererkennungssoftware ausgebildet.
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Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung ist die Mustererkennungssoftware dazu ausgebildet, um im Türfeld erkannte Objekte als erlaubtes oder nicht erlaubtes Objekt zu erkennen und diesbezügliche Informationen an die Verwaltungssoftware zu übermitteln.
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Durch die Verwendung eines optoelektronischen Überwachungssensors, eines optoelektronischen Scanners, kann, ohne eine grundlegende Veränderung des Erscheinungsbildes der Mietfächer, eine Überwachung realisiert werden. Der Scanner spannt über dem Türfeld ein Lasernetz auf, und erkennt im Türfeld auftauchende Objekte, und er detektiert die Abstände der Objekte relativ zu der Position des Laserscanners. Als Ergebnis erzeugt der Laserscanner eine Punktwolke mit den Koordinaten der erkannten Objekte.
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Der Installationsaufwand zur Installation eines erfindungsgemäßen optoelektronischen Überwachungssensors, beispielsweise eines optoelektronischen Scanners, beispielsweise eines 2D-Laserscanners, ist sehr gering. Der optoelektronische Scanner wird als vorgefertigtes, kompaktes Gerät beispielsweise über der oberen Kante des Türfeldes angebracht und einjustiert. Er benötigt nur eine Stromversorgung und eine Kommunikationsleitung zur Kommunikationsverbindung mit dem Verwaltungssystem.
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Damit eignet sich die Erfindung besonders gut zur Nachrüstung in bestehenden Mietfachanlagen mit vorhandenen vollständig mechanischen Türschlössern. Es ist kein Verkabelungsaufwand erforderlich, um etwa jedes einzelne Türschloss oder jede einzelne Tür elektronisch anzuschließen. Nur der optoelektronische Scanner muss angeschlossen werden. Das Türfeld und die Türen selbst bleiben in ihrem Originalzustand unverändert erhalten.
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Über eine Mustererkennung können nun die erkannten Objekte klassifiziert und zugeordnet werden. Ein im Türfeld erkanntes Objekt kann beispielsweise als eine geöffnete Tür erkannt werden. Aufgrund der Positionsbestimmung, die der optoelektronische Scanner vornimmt, ist damit auch bekannt, um welches Schließfach es sich handelt, bei welchem Schließfach also die Tür geöffnet ist. Die Verwaltungssoftware bekommt von dem optoelektronischen Scanner über die Softwareschnittstelle diese Information übermittelt.
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Die Verwaltungssoftware weiß auch, ob sich gerade ein Kunde in der Mietfachanlage befindet, und zur Öffnung welchen Mietfaches dieser Kunde berechtigt ist. Stimmt die Position des vom optoelektronischen Scanner erkannten, geöffneten Mietfaches nicht mit der Position des der Verwaltungssoftware als zum Öffnen autorisiert bekannten Mietfaches überein, so kann die Verwaltungssoftware daraus schließen, dass es sich um ein nicht autorisiertes Öffnen handelt, und sie kann beispielsweise das Ausgeben einer Alarmmeldung veranlassen. In diesem Fall ist die vom optoelektronischen Scanner im Türfeld erkannte geöffnete Tür gewissermaßen ein unerlaubtes Objekt an dieser Stelle des Türfeldes.
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Die Mustererkennung könnte ein im Türfeld erkanntes Objekt aber auch beispielsweise als Schlüssel identifizieren. Zusammen mit der Position des als Schlüssel im Türfeld erkannten Objektes weiß die Verwaltungssoftware dann, dass an einem bestimmten Mietfach noch ein Schlüssel steckt, obwohl die Mietfachtür als geschlossen erkannt wurde. Ein in einer geschlossenen Mietfachtür noch steckender Schlüssel ist auch ein unerlaubtes Objekt. Die Verwaltungssoftware weiß ja, wann das entsprechende Mietfach zuletzt geöffnet und wieder geschlossen wurde, und zwar ebenfalls anhand der Informationen des optoelektronischen Scanners und der Mustererkennungssoftware. Sie könnte dann darauf schließen, dass ein Kunde den Schlüssel an seinem Mietfach vergessen hat, und eine entsprechende Alarmmeldung auslösen. Diese könnte einen Bankmitarbeiter veranlassen, in der Mietfachanlage nachzusehen, ob das betreffende Mietfach verschlossen ist und den Schlüssel abzuziehen und den Kunden entsprechend zu informieren.
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Die erfindungsgemäße Verwendung eines optoelektronischen Scanners mit Mustererkennung ermöglicht es somit, alle möglichen Arten von Objekten im Türfeld zu erfassen, zu erkennen, zu klassifizieren, und es ermöglicht es der Verwaltungssoftware, zu entscheiden, ob es sich um erlaubte oder unerlaubte Objekte handelt, und es ermöglicht es der Verwaltungssoftware, lückenlos jeden Vorgang im Türfeld der Mietfachanlage zu dokumentieren, mit Positions- und Zeitangabe. Seien es nun Schlüssel, die immer noch im Schloss stecken, offenstehende Mietfachtüren, die auf ein geöffnetes Fach oder auf ein nach dem autorisierten Öffnen dauerhaft offenstehendes, also nicht mehr verschlossenes Mietfach, hinweisen, oder andere Fremdkörper, die erkannt werden: Zeit und Position kann an die Verwaltungssoftware gemeldet werden. Dadurch kann jedes, sowohl ein berechtigtes, aber auch ein unberechtigtes, Öffnen oder ein fehlerhaftes Offenstehen eines jeden Schließfaches im Türfeld erkannt und dokumentiert werden.
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Somit ist also in einer besonders vorteilhaften Ausführungsform die Verwaltungssoftware beim Vorhandensein von Objekten im Türfeld zum Dokumentieren des Vorhandenseins der Objekte und im Falle des Vorhandenseins unerlaubter Objekte zum Einleiten geeigneter Abhilfemaßnahmen eingerichtet.
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Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform kann zusätzlich ein zweiter optoelektronischer Überwachungssensor, beispielsweise ein zweiter optoelektronischer Scanner, vorhanden sein, um auch tote Winkel im Türfeld einsehbar und überwachbar zu machen.
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Ein erfindungsgemäßes Computerprogrammprodukt zur Verwendung mit einer erfindungsgemäßen Mietfachanlage ist dazu eingerichtet, um das Vorhandensein von Objekten im Türfeld zu dokumentieren.
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Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform ist das Computerprogrammprodukt dazu eingerichtet, um im Türfeld erkannte Objekte als erlaubtes oder nicht erlaubtes Objekt zu erkennen, und um geeignete Abhilfemaßnahmen einzuleiten, wenn ein unerlaubtes Objekt erkannt wurde.
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Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform ist ein unerlaubtes Objekt ein im Türschloss zurückgelassener Schlüssel und die Gegenmaßnahme beinhaltet eine Alarmmeldung.
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Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform ist ein unerlaubtes Objekt eine unautorisiert geöffnete oder offenstehende Tür und die Gegenmaßnahme beinhaltet eine Alarmmeldung.
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Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen und Verbesserungen der Erfindung und weitere Vorteile sind den Unteransprüchen zu entnehmen.
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Anhand der Zeichnung, in der ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt ist, sollen die Erfindung sowie weitere vorteilhafte Ausgestaltungen und Verbesserungen der Erfindung näher erläutert und beschrieben werden.
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Es zeigt die einzige Figur: eine erfindungsgemäße Mietfachanlage mit einem 2D-Laserscanner zur Überwachung des Türfeldes
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Die Figur zeigt schematisch und exemplarisch eine Mietfachanlage 1 mit einer Mehrzahl von benachbarten und in Mietfachreihen und Mietfachspalten angeordneten Mietfächern 2, und mit einem Verwaltungssystem 3, das mit einer Verwaltungssoftware 4 ausgestattet ist, zum Verwalten der Mietfächer 2 und zum Dokumentieren der Zugriffe auf die Mietfächer 2.
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Die Verwaltungssoftware 4 ist schematisch als Modul innerhalb des Verwaltungssystems 3 dargestellt, neben weiteren Modulen, ebenfalls als rechteckige Kästen angedeutet, die hier nicht weiter bezeichnet sind. Dies soll veranschaulichen, dass neben der Verwaltungssoftware noch weitere Softwaremodule in dem Verwaltungssystem 3 vorhanden sein können, die mit der Verwaltungssoftware zusammenarbeiten können. Welche weiteren Module das sein können, ist dem Fachmann im Prinzip bekannt und braucht hier nicht weiter erörtert zu werden.
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In der Figur sind exemplarisch vier Mietfachreihen und vier Mietfachspalten mit insgesamt sechzehn Mietfächern dargestellt. Die Bezugsziffer 2 ist exemplarisch nur an einem dieser ansonsten identisch aussehenden Mietfächer angebracht.
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Jedes Mietfach 2 ist mit einer Mietfachtür 5 und einem verriegelbaren Türschloss 6 ausgestattet. Die Türschlösser 6 aller Mietfachtüren 5 sind somit in einem zweidimensionalen Türfeld 7 angeordnet. Bei den Türschlössern handelt es sich um vollständig mechanisch schließende Türschlösser. Sie besitzen keine elektromechanischen oder elektronischen Komponenten oder Funktionen. Sie haben hier im Beispiel nur eine Schlüsselzugangsöffnung, in die sowohl der Bankschlüssel zum Vorschließen als auch der Kundenschlüssel zum kundenseitigen Aufschließen einführbar ist.
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Zur Überwachung des Türfeldes 7 ist die Mietfachanlage 1 mit einem optoelektronischen Überwachungssensor 8 ausgestattet. Bei dem hier verwendeten optoelektronischen Überwachungssensor 8 handelt es sich um einen 2D-Laserscanner. Es könnte auch ein 3D-Laserscanner oder ein auf einem CCD-Array beruhender optoelektronischer Scanner sein. Der Laserscanner 8 ist als vorgefertigtes, kompaktes Gerät über der oberen Kante des Türfeldes angebracht und einjustiert. Er benötigt nur eine Stromversorgung und eine Kommunikationsleitung zur Kommunikationsverbindung mit dem Verwaltungssystem.
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In dem Laserscanner wird ein von einem Laser erzeugter Lichtstrahl 14 über eine Lichtablenkeinheit in das Türfeld 7 gelenkt. Die Ablenkmechanik und ihre Steuerung ist hier nicht näher dargestellt. Der Lichtstrahl 7 überstreicht das Türfeld 7 nahe der Oberflächen der Türen 5 und parallel zu der durch das Türfeld 7 aufgespannten Ebene. In der Figur ist zur Veranschaulichung der Lichtstrahl 7 in unterschiedlichen Winkelpositionen dargestellt.
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Wenn in dem von dem Lichtstrahl überstrichenen Bereich nahe der Oberfläche des Türfeldes 7 sich ein Objekt befindet, so wird das Licht von diesem remittiert. Zumindest ein Teil des remittierten Lichts gelangt wieder zurück zu der Laserscaneinheit und wird dort von einem Empfänger detektiert.
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Die Lichtablenkeinheit ist schwenkbar bzw. drehbar ausgestaltet, so dass der von dem Laser erzeugte Lichtstrahl einen durch die Schwenk- bzw. Drehbewegung erzeugten Scan-Bereich periodisch überstreicht. Wird ein vom Objekt remittiertes Lichtsignal aus diesem Scan-Bereich empfangen, so kann aus der Winkelstellung der Ablenkeinheit auf die Winkellage des Objektes im Scan-Bereich innerhalb des Türfeldes 7 geschlossen werden.
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Zusätzlich wird die Laufzeit von einzelnen Laserlichtpulsen vom Aussenden bis zum Empfang einer Reflexion an dem Objekt überwacht. Damit kann aus der Laufzeit unter Verwendung der Lichtgeschwindigkeit zusätzlich auf die Entfernung des Objektes vom Laserscanner geschlossen werden. Dabei sind zwei grundsätzliche Prinzipien bekannt, die Lichtlaufzeit zu bestimmen. Bei phasenbasierten Verfahren wird das Sendelicht moduliert und die Phasenverschiebung des empfangenen gegenüber dem gesendeten Licht ausgewertet. Bei pulsbasierten Verfahren misst der Laserscanner die Laufzeit, bis ein ausgesandter Lichtpuls wieder empfangen wird.
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Mit den Winkel- und Entfernungsangaben lässt sich der Ort des Objektes ermitteln und der vom Lichtstrahl überstrichene Scan-Bereich des Türfeldes 7 vollständig überwachen.
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Mit den Winkel- und Entfernungsangaben ist der Ort eines Objektes in dem Scan-Bereich in zweidimensionalen Polarkoordinaten erfasst. Es könnte nun noch die dritte Raumkoordinate durch eine Relativbewegung in Querrichtung ebenfalls erfasst werden, beispielsweise durch einen weiteren Bewegungsfreiheitsgrad der Ablenkeinheit in dem Laserscanner. Ein Laserscanner, der das Ermöglicht, wird als 3D-Laserscanner bezeichnet. Mit einem 3D-Laserscanner können auch dreidimensionale Konturen von Objekten innerhalb des Scan-Bereiches, des Türfeldes 7, ausgemessen werden. Der erfindungsgemäß eingesetzte optoelektronische Überwachungssensor kann auch ein 3D-Laserscanner sein.
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Der Laserscanner 8 ist mit einer Auswerteeinheit 9 zum Erkennen von Objekten im Türfeld 7 und mit einer Softwareschnittstelle 10 zur Kommunikation mit der Verwaltungssoftware 4 des Verwaltungssystems 3 ausgebildet.
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Befindet sich in der Scanebene ein unzulässiges Objekt, so kann von der Auswerteeinheit des Scanners eine entsprechende Warnmeldung ausgegeben werden.
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Die Auswerteeinheit 9 des Laserscanners 8 erzeugt als primäres Messergebnis eine Punktwolke mit den Koordinaten der erkannten Objekte. Exemplarisch ist eine solche Punktewolke in der Figur rechts dargestellt, der Pfeil P deutet darauf zu.
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Weiter ist die Auswerteeinheit 9 mit einer Mustererkennungssoftware ausgebildet, die aus der Punktewolke Objekte erkennt. Die Mustererkennungssoftware ist auch dazu ausgebildet, um im Türfeld 7 erkannte Objekte als erlaubtes oder nicht erlaubtes Objekt zu erkennen und diesbezügliche Informationen an die Verwaltungssoftware 4 zu übermitteln.
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In einer anderen Variante hat der Laserscanner selbst keine dezidierte Mustererkennungssoftware. Die Auswerteeinheit 9 des Laserscanners 8 übermittelt die primär erfasste Punktewolke an die Verwaltungssoftware 4. Die Mustererkennung wird hierbei dann in der Verwaltungssoftware vorgenommen.
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Die Verwaltungssoftware 4 ist dazu eingerichtet, um beim Vorhandensein von Objekten im Türfeld 7 das Vorhandensein der Objekte zu dokumentieren und im Falle des Vorhandenseins unerlaubter Objekte geeigneter Abhilfemaßnahmen einzuleiten.
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Zusätzlich kann ein zweiter optoelektronischer Überwachungssensor vorhanden sein, hier in der Figur nicht dargestellt aber leicht vorstellbar, um auch tote Winkel im Türfeld 7 einsehbar und überwachbar zu machen.
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Die Verwendung des 2D Laserscanners 8 ermöglicht es somit, alle möglichen Arten von Objekten im Türfeld 7 zu erfassen, zu erkennen, zu klassifizieren, und es ermöglicht es der Verwaltungssoftware 4, zu entscheiden, ob es sich um erlaubte oder unerlaubte Objekte handelt.
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Ein unerlaubtes Objekt ist beispielsweise ein Schlüssel 12, der in einer Schließfachtür noch steckt, obwohl das zugehörige Schließfach geschlossen ist. Offenbar wurde dieser Schlüssel vom Kunden nach der letzten Benutzung des Schließfaches vergessen.
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Ein unerlaubtes Objekt ist auch eine noch geöffnete Schließfachtür 5, obwohl der Kunde nicht mehr im Raum ist. Offenbar hat der Kunde vergessen, die Tür zu schließen.
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Über die Positionsbestimmung, die der Laserscanner 8 bereitstellt, weiß die Verwaltungssoftware 4 auch, welche Schließfachnummer betroffen ist, in welchem Schließfach der möglicherweise vergessene Schlüssel 12 steckt, und wessen Schließfachtür 5 noch offen steht.
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Selbstverständlich werden auch korrekte Öffnungs- und Schließvorgänge vom Laserscanner 8 erfasst und von der Verwaltungssoftware 4 dokumentiert.
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Der optoelektronische Scanner, hier der Laserscanner 8, ermöglicht es der Verwaltungssoftware, lückenlos jeden Vorgang im Türfeld 7 der Mietfachanlage 1 zu dokumentieren, mit Positions- und Zeitangabe. Seien es nun Schlüssel, die immer noch im Schloss stecken, offenstehende Mietfachtüren, die auf ein geöffnetes Fach oder auf ein nach dem autorisierten Öffnen dauerhaft offenstehendes, also nicht mehr verschlossenes Mietfach, hinweisen, oder andere Fremdkörper, die erkannt werden: Zeit und Position kann an die Verwaltungssoftware gemeldet werden. Dadurch kann jedes, sowohl ein berechtigtes, aber auch ein unberechtigtes, Öffnen oder ein fehlerhaftes Offenstehen eines jeden Schließfaches im Türfeld erkannt und dokumentiert werden.
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Bezugszeichenliste
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- 1
- Mietfachanlage
- 2
- Mietfach
- 3
- Verwaltungssystem
- 4
- Verwaltungssoftware
- 5
- Mietfachtür
- 6
- Türschloss
- 7
- Türfeld
- 8
- Optoelektronischer Überwachungssensor
- 9
- Auswerteeinheit
- 10
- Softwareschnittstelle
- 11
- Softwareschnittstelle
- 12
- Schlüssel
- 13
- Punktwolke
- 14
- Laserstrahl
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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- FR 2526474 A [0003]
- DE 19729722 A1 [0004]
- EP 1155213 B1 [0007]