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Die Erfindung betrifft ein Hebelelement für eine Reibungskupplungseinrichtung, insbesondere für einen Antriebsstrang eines brennkraftmaschinengetriebenen Kraftfahrzeugs, die Reibungskupplungseinrichtung aufweisend ein Gehäuse, wenigstens eine zu einer Betätigung zwischen einer eingerückten Betätigungsstellung und einer ausgerückten Betätigungsstellung relativ zu dem Gehäuse verlagerbare Anpressplatte und eine Betätigungseinrichtung, wobei das Hebelelement zur Beaufschlagung der wenigstens einen Anpressplatte dient und einen der Betätigungseinrichtung zugeordneten ersten Hebelarm mit einem ersten Endabschnitt, einen der wenigstens einen Anpressplatte zugeordneten zweiten Hebelarm mit einem zweiten Endabschnitt und einen Schwenklagerabschnitt aufweist. Außerdem betrifft die Erfindung eine Reibungskupplungseinrichtung, insbesondere für einen Antriebsstrang eines brennkraftmaschinengetriebenen Kraftfahrzeugs, die Reibungskupplungseinrichtung aufweisend eine Drehachse, ein Gehäuse, wenigstens eine Druckplatte, wenigstens eine zu einer Betätigung zwischen einer eingerückten Betätigungsstellung und einer ausgerückten Betätigungsstellung relativ zu der wenigstens einen Druckplatte in Erstreckungsrichtung der Drehachse verlagerbare Anpressplatte, eine Betätigungseinrichtung und eine Federeinrichtung zur Beaufschlagung der wenigstens einen Anpressplatte.
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Aus der
WO 2006/084435 A1 ist Kupplungsaggregat bekannt mit einem an einem Schwungrad befestigbaren Gehäuse, in welchem zur Bildung einer ersten und einer zweiten Kupplung zwei gegenüber dem Gehäuse drehfeste, jedoch axial verlagerbare Anpressplatten aufgenommen sind, denen jeweils eine Kupplungsscheibe zugeordnet ist, wobei die Kupplungen unabhängig voneinander betätigbar sind mittels am Gehäuse verschwenkbar gelagerten Hebelanordnungen, wobei jeweils eine Hebelanordnung zum Öffnen und Schließen der entsprechenden Kupplung mit einer Anpressplatte gekoppelt ist, bei dem die erste dem Schwungrad zugewandte Kupplung im nicht betätigten Zustand mittels einer zwischen ihrer Anpressplatte und dem Gehäuse verspannten Tellerfeder geschlossen ist, die axial zwischen den einander benachbarten Anpressplatten angeordnet ist, wohingegen die auf der dem Schwungrad abgewandten Seite der ersten Kupplung vorgesehene zweite Kupplung im unbetätigten Zustand geöffnet ist und durch eine auf ihre Hebelanordnung eingeleitete Kraft zwangsweise geschlossen wird, wobei die Hebelanordnung der zweiten Kupplung mit der zugeordneten Anpressplatte über axial wirkende Zugelemente gekoppelt ist und zwischen diesen Zugelementen und dieser Anpressplatte wenigstens ein Federelement verspannt ist, das bei geöffneter zweiter Reibungskupplung eine vorbestimmte Vorspannung aufweist und beim Schließen der zweiten Kupplung eine zusätzliche federnde Verformung erfährt.
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Aus der
DE 10 2012 222 195 A1 ist eine Reibungskupplung bekannt, insbesondere für einen Antriebsstrang eines brennkraftmaschinengetriebenen Kraftfahrzeugs, umfassend eine Anpressplatte und eine Federeinrichtung zur Beaufschlagung der Anpressplatte mit wenigstens einem Hebelelement, wobei das Hebelelement an einem ersten Ende einen Betätigungsabschnitt aufweist, bei der das Hebelelement an einem dem ersten Ende gegenüberliegenden zweiten Ende zwei Federabschnitte und ein zwischen den Federabschnitten ausgebildeten Abhubabschnitt zur Verbindung mit einem Abhubanker zum Abheben der Anpressplatte aufweist.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein eingangs genanntes Hebelelement baulich und/oder funktional zu verbessern. Außerdem liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine eingangs genannte Reibungskupplungseinrichtung baulich und/oder funktional zu verbessern. Insbesondere soll ein Verschleiß reduziert werden. Insbesondere soll eine Hysterese reduziert werden. Insbesondere soll bei einem Betrieb ein nachteiliger Fliehkrafteinfluss reduziert oder verhindert werden. Insbesondere soll eine Betätigungsreibung reduziert werden.
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Die Aufgabe wird gelöst mit einem Hebelelement für eine Reibungskupplungseinrichtung, insbesondere für einen Antriebsstrang eines brennkraftmaschinengetriebenen Kraftfahrzeugs, die Reibungskupplungseinrichtung aufweisend ein Gehäuse, wenigstens eine zu einer Betätigung zwischen einer eingerückten Betätigungsstellung und einer ausgerückten Betätigungsstellung relativ zu dem Gehäuse verlagerbare Anpressplatte und eine Betätigungseinrichtung, wobei das Hebelelement zur Beaufschlagung der wenigstens einen Anpressplatte dient und einen der Betätigungseinrichtung zugeordneten ersten Hebelarm mit einem ersten Endabschnitt, einen der wenigstens einen Anpressplatte zugeordneten zweiten Hebelarm mit einem zweiten Endabschnitt und einen Schwenklagerabschnitt aufweist, wobei das Hebelelement einen zwischen dem Schwenklagerabschnitt und dem zweiten Endabschnitt liegenden Masseschwerpunkt aufweist.
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Das Hebelelement kann elastisch federnd sein. Das Hebelelement kann aus einem Federstahl hergestellt sein. Das Hebelelement kann auch als Federhebel bezeichnet werden. Das Hebelelement kann zu einer Federeinrichtung gehören. Das Hebelelement kann eine erste Ausnehmung für ein Halteelement aufweisen. Die erste Ausnehmung kann eine langlochartige Form aufweisen. Das Halteelement kann eine bolzenartige Form aufweisen. Das Halteelement kann an der wenigstens einen Anpressplatte angeordnet sein. Das Hebelelement kann einen Masseschwerpunkt aufweisen. Der Masseschwerpunkt des Hebelelements kann zwischen der ersten Ausnehmung und dem zweiten Endabschnitt angeordnet sein.
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Der erste Hebelarm kann eine reduzierte Masse aufweisen. Der erste Hebelarm kann zur Massereduktion wenigstens eine zweite Ausnehmung aufweisen. Der erste Hebelarm kann zur Massereduktion mehrere unterschiedlich geformte und/oder bemessene zweite Ausnehmungen aufweisen. Die wenigstens eine zweite Ausnehmung kann kreisrund sein. Der erste Hebelarm kann eine hakenartige Form mit einem Hebelabschnitt und einem Abstützabschnitt aufweisen. In dem Hebelabschnitt und/oder in dem Abstützabschnitt kann eine zweite Ausnehmung angeordnet sein.
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Der erste Hebelarm kann seitliche Einzüge für Führungselemente aufweisen. Die Führungselemente können jeweils eine bolzenartige Form aufweisen. Die Führungselemente können an der wenigstens einen Anpressplatte angeordnet sein. Der zweite Hebelarm kann eine hakenartige Form mit einem Abstützabschnitt für die wenigstens eine Anpressplatte und einem Anlageabschnitt für das Gehäuse aufweisen. Der Schwenklagerabschnitt des Hebelelements kann zwischen der ersten Ausnehmung und dem ersten Endabschnitt angeordnet sein.
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Das Hebelelement kann als Doppelhebel wirken. Der Doppelhebel kann einen längeren Hebelarm und einen kürzeren Hebelarm aufweisen. Der längere Hebelarm des Doppelhebels kann mithilfe des ersten Hebelarms und des zweiten Hebelarms des Hebelelements gebildet sein. Der zweite Hebelarm des Hebelelements kann den kürzeren Hebelarm des Doppelhebels bilden.
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Der erste Endabschnitt kann zur Beaufschlagung mithilfe der Betätigungseinrichtung dienen. Der zweite Endabschnitt kann zur Anlage an der wenigstens einen Anpressplatte dienen.
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Außerdem wird die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe gelöst mit einer Reibungskupplungseinrichtung, insbesondere für einen Antriebsstrang eines brennkraftmaschinengetriebenen Kraftfahrzeugs, die Reibungskupplungseinrichtung aufweisend eine Drehachse, ein Gehäuse, wenigstens eine Druckplatte, wenigstens eine zu einer Betätigung zwischen einer eingerückten Betätigungsstellung und einer ausgerückten Betätigungsstellung relativ zu der wenigstens einen Druckplatte in Erstreckungsrichtung der Drehachse verlagerbare Anpressplatte, eine Betätigungseinrichtung und eine Federeinrichtung zur Beaufschlagung der wenigstens einen Anpressplatte, wobei die Federeinrichtung mehrere derartige Hebelelemente aufweist.
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Die Reibungskupplungseinrichtung kann wenigstens eine zur reibschlüssigen Leistungsübertragung zwischen der wenigstens einen Druckplatte und der wenigstens einen Anpressplatte einklemmbare Kupplungsscheibe aufweisen.
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Der Antriebsstrang kann eine Brennkraftmaschine aufweisen. Die Brennkraftmaschine kann eine Ausgangswelle aufweisen. Der Antriebsstrang kann einen Drehschwingungsdämpfer aufweisen. Der Antriebsstrang kann ein Getriebe aufweisen. Das Getriebe kann wenigstens eine Eingangswelle aufweisen. Der Antriebsstrang kann wenigstens ein antreibbares Rad aufweisen. Die Reibungskupplungseinrichtung kann in dem Antriebsstrang anordenbar sein. Die Reibungskupplungseinrichtung kann zwischen der Brennkraftmaschine und dem Getriebe anordenbar sein. Die Reibungskupplungseinrichtung kann zwischen dem Drehschwingungsdämpfer und dem Getriebe anordenbar sein.
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Die Reibungskupplungseinrichtung kann ein Kupplungseingangsteil aufweisen. Die Reibungskupplungseinrichtung kann wenigstens ein Kupplungsausgangsteil aufweisen. Das Gehäuse kann auch als Deckel bezeichnet werden. Das Kupplungseingangsteil kann mithilfe der Ausgangswelle der Brennkraftmaschine antreibbar sein. Mithilfe des wenigstens einen Kupplungsausgangsteils kann die wenigstens eine Eingangswelle des Getriebes antreibbar sein. Die Bezeichnungen „Kupplungseingangsteil“ und „Kupplungsausgangsteil“ sind auf eine von der Brennkraftmaschine ausgehende Leistungsflussrichtung bezogen.
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Die Reibungskupplungseinrichtung kann wenigstens eine Einscheibenkupplung aufweisen. Die Reibungskupplungseinrichtung kann wenigstens eine Mehrscheibenkupplung aufweisen. Die Reibungskupplungseinrichtung kann wenigstens eine selbsttätig öffnende Kupplung aufweisen. Die Reibungskupplungseinrichtung kann wenigstens eine normal-ausgerückte Kupplung aufweisen. Die Reibungskupplungseinrichtung kann wenigstens eine selbsttätig schließende Kupplung aufweisen. Die Reibungskupplungseinrichtung kann wenigstens eine normal-eingerückte Kupplung aufweisen. Die Reibungskupplungseinrichtung kann wenigstens eine gedrückte Kupplung aufweisen. Die Reibungskupplungseinrichtung kann wenigstens eine gezogene Kupplung aufweisen. Die Reibungskupplungseinrichtung kann mithilfe eines Kupplungspedals betätigbar sein. Die Reibungskupplungseinrichtung kann automatisiert betätigbar sein.
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Die Reibungskupplungseinrichtung kann ausgehend von einer vollständig ausgerückten Betätigungsstellung, in der zwischen dem Kupplungseingangsteil und dem wenigstens einen Kupplungsausgangsteil im Wesentlichen keine Leistungsübertragung erfolgt, bis hin zu einer vollständig eingerückten Betätigungsstellung, in der zwischen dem Kupplungseingangsteil und dem wenigstens einen Kupplungsausgangsteil im Wesentlichen eine vollständige Leistungsübertragung erfolgt, betätigungsabhängig eine zunehmende mechanische Leistungsübertragung ermöglichen, wobei eine Leistungsübertragung zwischen dem Kupplungseingangsteil und dem wenigstens einen Kupplungsausgangsteil reibschlüssig erfolgt. Umgekehrt kann ausgehend von einer vollständig eingerückten Betätigungsstellung, in der zwischen dem Kupplungseingangsteil und dem wenigstens einen Kupplungsausgangsteil im Wesentlichen eine vollständige Leistungsübertragung erfolgt, bis hin zu einer vollständig ausgerückten Betätigungsstellung, in der zwischen dem Kupplungseingangsteil und dem wenigstens einen Kupplungsausgangsteil im Wesentlichen keine Leistungsübertragung erfolgt, betätigungsabhängig eine abnehmende mechanische Leistungsübertragung ermöglicht sein. Eine vollständig eingerückte Betätigungsstellung kann eine geschlossene Betätigungsstellung sein. Eine vollständig ausgerückte Betätigungsstellung kann eine offene Betätigungsstellung sein.
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Die Reibungskupplungseinrichtung kann dazu dienen, ein Anfahren sowie einen Wechsel einer Getriebeübersetzung zu ermöglichen. Mithilfe der Reibungskupplungseinrichtung können das Kupplungseingangsteil einerseits und ein erstes Kupplungsausgangsteil und/oder ein zweites Kupplungsausgangsteil andererseits miteinander verbunden oder voneinander getrennt werden. Zudem kann ein Leistungsfluss vom Kupplungseingangsteil in übergehendem Wechsel von dem ersten Kupplungsausgangsteil auf das zweite Kupplungsausgangsteil und umgekehrt verlagerbar sein.
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Die wenigstens eine Druckplatte und das Gehäuse können miteinander fest verbunden sein. Die wenigstens eine Druckplatte und das Gehäuse können miteinander drehfest und axial fest verbunden sein. Die wenigstens eine Anpressplatte und das Gehäuse können miteinander drehfest verbunden sein. Die wenigstens eine Anpressplatte kann mit dem Gehäuse begrenzt axial verlagerbar verbunden sein. Das Kupplungseingangsteil der Reibungskupplungseinrichtung kann das Gehäuse, die wenigstens eine Druckplatte und die wenigstens eine Anpressplatte aufweisen. Das wenigstens eine Kupplungsausgangsteil der Reibungskupplungseinrichtung kann die wenigstens eine Kupplungsscheibe aufweisen.
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Die Reibungskupplungseinrichtung kann beispielsweise sechs Hebelelemente aufweisen. Die Hebelelemente können einzeln, d. h. miteinander nicht verbunden, angeordnet sein. Die Hebelelemente können Längsachsen aufweisen. Die Hebelelemente können mit ihren Längsachsen radial angeordnet sein. Die Hebelelemente können in Umfangsrichtung gleichmäßig verteilt angeordnet sein. Die Hebelelemente können jeweils an der wenigstens einen Anpressplatte und dem Gehäuse angeordnet sein. Die Hebelelemente können jeweils als Doppelhebel wirken. Zur Schwenklagerung kann einen Drahtring dienen. Der Drahtring kann zwischen der wenigstens einen Anpressplatte und den Hebelelementen angeordnet sein.
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Zusammenfassend und mit anderen Worten dargestellt ergibt sich somit durch die Erfindung unter anderem eine Verschleiß- und Hysteresereduktion bei Verwendung von Einzelhebeln in Kupplungen. Ein Schwerpunkt eines Einzelhebels kann zwischen einem Haltebolzen und einem Flügelende liegen. Ein Schwerpunkt eines Einzelhebels kann auf einem Flügel liegen.
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Mit „kann“ sind insbesondere optionale Merkmale der Erfindung bezeichnet. Demzufolge gibt es jeweils ein Ausführungsbeispiel der Erfindung, das das jeweilige Merkmal oder die jeweiligen Merkmale aufweist.
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Mit der Erfindung ist ein Verschleiß reduziert. Eine Hysterese ist reduziert. Bei einem Betrieb ist ein nachteiliger Fliehkrafteinfluss reduziert oder verhindert. Eine Betätigungsreibung ist reduziert. Unter Fliehkrafteinwirkung ist eine Drehbelastung eines Hebelelements vermieden. Ein Hebelelement kann sich zwischen Führungsbolzen selbst stabilisieren.
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Nachfolgend werden Ausführungsbeispiele der Erfindung unter Bezugnahme auf Figuren näher beschrieben. Aus dieser Beschreibung ergeben sich weitere Merkmale und Vorteile. Konkrete Merkmale dieser Ausführungsbeispiele können allgemeine Merkmale der Erfindung darstellen. Mit anderen Merkmalen verbundene Merkmale dieser Ausführungsbeispiele können auch einzelne Merkmale der Erfindung darstellen.
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Es zeigen schematisch und beispielhaft:
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1 eine Reibungskupplung mit Federhebeln,
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2 ein Federhebel für eine Reibungskupplung in Draufsicht
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3 ein Federhebel für eine Reibungskupplung in seitlicher Ansicht,
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4 ein Federhebel für eine Reibungskupplung in perspektivischer Ansicht und
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5 ein Federhebel für eine Reibungskupplung in perspektivischer Ansicht.
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1 zeigt eine Reibungskupplung 100. Die Reibungskupplung 100 dient zur Anordnung in einem Antriebsstrang eines brennkraftmaschinengetriebenen Kraftfahrzeugs zwischen einer Brennkraftmaschine und einem Getriebe, um ein Anfahren und einen Wechsel von Übersetzungsstufen zu ermöglichen.
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Die Reibungskupplung 100 weist eine Drehachse 102, ein Gehäuse 104, eine Druckplatte 106, eine Anpressplatte 108, eine Betätigungseinrichtung 110, Federhebel, wie 112, und eine Kupplungsscheibe 114 auf. Die Druckplatte 106 ist mit dem Gehäuse 104 fest verbunden. Die Anpressplatte 108 ist mit dem Gehäuse 110 drehfest, jedoch in Erstreckungsrichtung der Drehachse 102 begrenzt verlagerbar. Die Federhebel 112 dienen zur Beaufschlagung der Anpressplatte 108. Mithilfe der Betätigungseinrichtung 110 können die Federhebel 112 betätigt werden. Die Kupplungsscheibe 114 weist Reibbeläge auf und ist zur reibschlüssigen Leistungsübertragung zwischen der Druckplatte 106 und der Anpressplatte 108 einklemmbar. Die Reibungskupplung 100 ist selbsttätig schließend und kann daher auch als normal-eingerückt bezeichnet werden.
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Die Reibungskupplung 100 weist beispielsweise sechs Federhebel 112 auf, die einzeln, d. h. miteinander nicht verbunden, mit ihren Längsachsen radial und in Umfangsrichtung gleichmäßig verteilt angeordnet sind. Die Federhebel 112 sind zwischen der Anpressplatte 108 und dem Gehäuse 110 angeordnet und wirken als Doppelhebel. Zwischen den Federhebeln 112 und der Anpressplatte 108 ist ein Drahtring 116 zur Schwenklagerung angeordnet.
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Einer der Federhebel 112 ist in 2 in Draufsicht, in 3 in seitlicher Ansicht und in 4 und 5 in perspektivischer Ansicht gezeigt. Der Federhebel 112 weist einen der Betätigungseinrichtung 110 zugeordneten ersten Hebelarm 118, einen der Anpressplatte 108 zugeordneten zweiten Hebelarm 120 und einen Schwenklagerabschnitt 122 auf.
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Der Federhebel 112 ist aus einem Federstahl hergestellt und damit elastisch federnd. In der seitlichen Ansicht gemäß 3 ist ersichtlich, dass der erste Hebelarm 118 endseitig hakenartig zu der Betätigungseinrichtung 110 hin gebogen ist. Der erste Hebelarm 118 weist einen Hebelabschnitt 124 und einen Abstützabschnitt 126 auf. Der zweite Hebelarm 120 ist endseitig hakenartig zu der Anpressplatte 108 hin gebogen. Der zweite Hebelarm 120 weist einen Anlageabschnitt 127 für das Gehäuse 104 auf.
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Der Federhebel 112 weist eine langlochförmige Ausnehmung 128 auf. In dem Hebelabschnitt 124 ist eine runde Ausnehmung 130 angeordnet. In dem Abstützabschnitt 126 ist eine runde Ausnehmung 132 angeordnet. Die Ausnehmung 130 weist einen größeren Durchmesser als die Ausnehmung 132 auf. Der Schwenklagerabschnitt 122 verläuft entlang des dem ersten Hebelarm 118 zugewandten Rands der Ausnehmung 128. Der erste Hebelarm 118 weist seitliche Einzüge, wie 134, auf.
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An der Anpressplatte 108 sind Halteabschnitte, wie 136, angeordnet. Die Federhebel 112 sind jeweils mit ihrer Ausnehmung 128 an einem Halteabschnitt 136 angeordnet. An der Anpressplatte 108 sind Führungsabschnitte angeordnet. Die Federhebel 112 sind jeweils mit ihren Einzügen an den Führungsabschnitten geführt. Die Federhebel 112 liegen mit ihren Schwenklagerabschnitten 122 an dem Drahtring 116 an. Die ersten Hebelarme 118 sind endseitig mithilfe der Betätigungseinrichtung 110 beaufschlagbar. Die zweiten Hebelarme 120 liegen endseitig an der Anpressplatte 108 an. Die Federhebel 112 stützen sich mit ihren Anlageabschnitten an dem Gehäuse 104 ab. Bei einer Betätigung in Pfeilrichtung a wird die Reibungskupplung 100 geschlossen.
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Der Federhebel 112 wirkt als Doppelhebel und weist einen längeren Hebelarm und einen kürzeren Hebelarm auf. Der längere Hebelarm ist mithilfe des ersten Hebelarms 118 und des zweiten Hebelarms 120 des Federhebels 112 gebildet. Der zweite Hebelarm des Federhebels 112 bildet den kürzeren Hebelarm des Doppelhebels.
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Aufgrund der Ausnehmungen 130, 132 weist der erste Hebelarm 118 eine reduzierte Masse auf, sodass ein Masseschwerpunkt des Federhebels 112 an dem zweiten Hebelarm 120 radial außerhalb des dem ersten Hebelarm 118 zugewandten Rands der Ausnehmung 128 liegt. Eine bei Drehung der Reibungskupplung 100 an den Federhebeln 112 angreifende Fliehkraft wirkt damit auf die Federhebel 112 nach radial außen ziehend und nicht schiebend, sodass die Federhebel 112 stabilisiert werden.
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Bezugszeichenliste
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- 100
- Reibungskupplung
- 102
- Drehachse
- 104
- Gehäuse
- 106
- Druckplatte
- 108
- Anpressplatte
- 110
- Betätigungseinrichtung
- 112
- Federhebel
- 114
- Kupplungsscheibe
- 116
- Drahtring
- 118
- erster Hebelarm
- 120
- zweiter Hebelarm
- 122
- Schwenklagerabschnitt
- 124
- Hebelabschnitt
- 126
- Abstützabschnitt
- 127
- Anlageabschnitt
- 128
- Ausnehmung
- 130
- Ausnehmung
- 132
- Ausnehmung
- 134
- Einzug
- 136
- Halteabschnitt
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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- WO 2006/084435 A1 [0002]
- DE 102012222195 A1 [0003]