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Die Erfindung betrifft eine Plattform für Arbeiten an Kraftfahrzeugen, wie sie insbesondere in Kraftfahrzeugwerkstätten eingesetzt wird, um Fahrzeuge auf die Plattform aufzufahren und dann mit Arbeitszugang aus bequemer Körperstellung von der Seite oder von unten zu kontrollieren, zu warten oder zu reparieren. Die Plattformen werden insbesondere dann, wenn bestimmte Arbeiten häufig wiederkehrend auszuführen sind, mit Werkzeugen versehen, die oft zur Energieversorgung oder Signalübertragung eine flexible Leitung mit einem Anschluss an der Plattform erhalten, die eine Bewegbarkeit des Werkzeugs innerhalb eines vorgegebenen Stellbereichs ermöglicht.
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Übliche flexible Leitungen sind in dieser Hinsicht elektrische Leitungen wie Stromkabel oder Signalkabel, Druckmittelleitungen zur pneumatischen oder hydraulischen Energieversorgung, Glasfaserkabel zur optoelektronischen Signalübertragung wie auch Zuführungs- oder Abführungsschläuche für fluidische Materialien wie etwa Kraftstoffe oder Schmieröle.
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Besonders häufig finden sich an herkömmlichen Plattformen luftdruckbetriebene Achsheber, die über einen vorgegebenen Stellbereich längs der Plattform verlagerbar sind, um ein auf der Plattform befindliches Fahrzeug in einem seiner Achsbereiche anzuheben und für die Demontage eines Rades aufzubocken. Der Achsheber ist dabei zu der anzuhebenden Achse und ggf. unter vorgegebene Abstützpunkte zu verlagern und die Druckmittelleitung für die Druckluftzufuhr zwischen einem Anschluss an der Plattform und dem Werkzeug ist entsprechend mitzuführen.
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Die Führung von Leitungen im Bereich von Arbeitsplattformen bedingt allerdings regelmäßig eine Reihe von Problemen, da sie nicht etwa freihängend als Hindernis bei Arbeiten an der Plattform stören dürfen. In dieser Hinsicht finden sich in der Praxis bereits gewendelte Leitungen, die sich lang ausziehen lassen und in eine kompakte Schraubenform zurückführbar sind - dabei aber regelmäßig unter ihrem Eigengewicht durchhängen. Andere gewendelte Leitungen sind zumindest abschnittsweise auf Spanndrähten geführt und damit hochgehalten, neigen aber dann auch zu Verknotungen und Verblockungen. Insbesondere aber wird dadurch die Leitungsbewegung an der Plattform im Gebrauch erschwert und ein Austausch einer Leitung nach Verschleiß oder Beschädigung behindert.
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Bei flexiblen Leitungen im Bereich von Arbeitsplattformen ist von einem Verschleiß und Erneuerungsbedarf auszugehen. Dies liegt an relativ hohen Beanspruchungen im Arbeitsbereich und auch an der begrenzten Robustheit flexibler Materialien. Von da aus ist bei flexiblen Leitungen an Arbeitsplattformen eine unkomplizierte und schnelle Austauschbarkeit von Interesse.
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Eine weitere kritische Randbedingung für die Führung von flexiblen Leitungen an den hier betrachteten Plattformen ergibt sich aus einengenden Vorgaben an die Bauhöhe unterhalb von Plattformen. Um eine auf einen Werkstattboden aufsetzende Plattform, insbesondere auch eine Plattform einer Hebebühne, mit möglichst geringer Stufe auffahren zu können, wird die Gesamtbauhöhe regelmäßig niedrig angesetzt, womit sich auch ein unterhalb der Plattform für Einbauten nutzbarer Raum reduziert. Bei Vorgaben für flexible Leitungsführungen von unter 50, zum Teil schon unter 45 mm Bauhöhe, scheiden Leitungsführungen mit gewendelten Leitungen regelmäßig schon aufgrund des Platzbedarfs aus.
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Eine Plattform nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 in Form einer Hebebühne mit einer Führungssäule und einem einseitig auskragenden Ausleger ist aus der
DE 1 178 569 B bekannt. In dem als Kastenträger ausgebildeten Ausleger sind Schläuche in Schlangenlinien hin- undhergehend in einer Vielzahl von Schleifen quer zur Ausziehrichtung zwischen losen, an Spannfedern aufgehängten Spannrollen quer zu einer Auszugsrichtung zu einem endseitig ausgeschlossenen Werkzeug geführt. Diese Konstruktion ist allerdings kompliziert und mit der sich verlagerndes Schlangenlinienform beanspruchend für den Schlauch, die Spannrollen und die Spannfedern und erschwert durch die Einlagerung im Kastenträger Kontrollen, Reinigung und Reparatur der Schlauchführung.
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Aufgabe der Erfindung ist es, eine Plattform für Arbeiten an Kraftfahrzeugen, insbesondere für eine Hebebühne, mit einem verlagerbar an der Plattform in deren Längsrichtung über eine flexible Leitung verlagerbar verbundenen Werkzeug mit einer Leitungsführung zu versehen, die eine geringe Bauhöhe zulässt und weitgehend unterhalb der Plattform anzuordnen ist und die bei Arbeiten an einem Kraftfahrzeug auf der Plattform möglichst wenig störend in Erscheinung tritt, dabei aber auch eine schnelle und einfache Demontage und Auswechslung der Leitung bei Verschmutzungen und Beschädigungen ermöglicht.
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Gemäß der Erfindung wird diese Aufgabe von einer Plattform nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 ausgehend mit den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
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Die erfindungsgemäße Lösung hat sich in mehrerlei Hinsicht als überraschend vorteilhaft erwiesen. Dass die Leitungsführung für die flexible Leitung um eine lose Spannrolle herum zu einer Schleife zurückgeführt ist, ermöglicht die Anordnung der Spannrolle und der zu und von dieser führenden Leitungsabschnitte in einer gemeinsamen Ebene und mit einer entsprechend geringen Bauhöhe. Diese geringe Bauhöhe wird auch dann von der sonstigen Leitungsführung eingehalten, wenn feste Anschlüsse auf der einen Seite und feste Umlenkrollen zur Leitungsführung in oder nahe dieser Ebene eingerichtet werden und auch kreuzungsfrei verlaufen.
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Die flexible Leitung wird durch die Spannrollen in den Leitungsabschnitten vor und hinter der Spannrolle durch streckende Zugbeanspruchung fixiert, wobei Spannmittel zur Verfügung stehen, die gleichfalls in eine mit der Leitung gemeinsame Ebene flachbauend einzugliedern sind.
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Ein wichtiger Vorteil einer solchen Leitungsführung liegt in der offenen Zugänglichkeit der Leitung, die bei rauem Werkstattbetrieb nicht nur Verschmutzungen, sondern auch Verschleiß durch Dauerbeanspruchung oder auch Beschädigungen von außen erfahren kann. Eine Sichtkontrolle der Leitung ist in der Praxis von Interesse. Vor allem erweist sich die Eignung der Leitungsführung zu einem unkomplizierten und schnellen Leitungsaustausch als wesentlich für die Praxistauglichkeit. Die flächig unterhalb der Plattform verlaufende Leitung ist von unten direkt zugänglich und von einer durch ein Spannmittel vorgespannten Spannrolle leicht abnehmbar, ohne dass dazu besondere Werkzeuge oder sonstige Hilfsmittel erforderlich sein müssten. Die Austauschbarkeit der Leitung wird auch durch eine offene Leitungsführung in dem Sinne gestützt, dass die Leitung in Umlenkungen über einseitig offene Bögen und insbesondere über außenseitig offene Rollen geführt wird, so dass die Leitung zwar unter Zugbeaufschlagung in ihrer Lage verbleibt, aus dieser Lage aber von Hand leicht auszulösen ist. Zur leichten Austauschbarkeit trägt auch bei, wenn die Leitung nicht durch geschlossene enge Durchführungen, Verrohrungen und dergleichen geführt ist.
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Die vorstehenden Gesichtspunkte gelten für Leitungen unterschiedlicher Art, wie etwa für elektrische Leitungen unter Einschluss von Signalleitungen oder für Druckmittelleitungen mit Luft als Medium, aber auch für hydraulische Druckmittelleitungen, bei denen etwa eine Rückführung innerhalb der Leitung oder eine zweite parallele Leitung zu einem Druckmittelkreislauf vorzusehen ist.
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Eine Leitungsführung der hier betrachteten Art wird regelmäßig unter dem Gesichtspunkt der Vereinfachung mit einer einzigen Spannrolle auszuführen sein, die wie einem Flaschenzug als lose Spannrolle beweglich ist und die Leitung bedarfsweise über feste Umlenkrollen in Längsrichtung spannt..
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Ein Spannmittel, das die Leitungsabschnitte anzieht und auf die Leitungsschleife streckend wirkt, kann grundsätzlich verschiedener Art sein, wozu allgemein auch druckmittelbetätigte Stellglieder, die drückend oder ziehend auf die Achse der Spannrolle einwirken, Seilzüge mit Zugsbelastung über ein Gewicht, Seilzüge aus einer Trommel-Aufwicklung mit Federvorbelastung oder motorischer Drehmomenten-Vorbelastung gehören können. Ebenso können Federzüge mit Schraubenfedern eingesetzt werden, die aber bei vorgegebenen begrenzten Baulängen oft einen unzureichenden Stellhub erreichen. Im Hinblick auf die robuste Praxis und eine leichte Handhabbarkeit im Falle einer notwendigen Auswechslung haben sich allerdings elastische Zugseile als vorteilhaft herausgestellt, die als „Expanderseile“ oder „Gummizüge“ breithin verfügbar sind, wobei letztere mit der Materialangabe „Gummi“ in der Praxis oft aus anderen elastomeren Materialien bestehen. Ein solches elastisches Zugseil ist typischerweise mit einem großen Dehnbereich, bezogen auf seine Ausgangslänge, versehen und kann - anders als etwa eine Schraubenfeder - ohne Weiteres über Umlenkrollen zur Reduzierung der Einbaulänge geführt werden. Darüber hinaus sind elastische Zugseile bei der Handhabung, insbesondere bei einer Auswechslung, besonders einfach. Dies gilt im Fall von Umlenkungen eines elastischen Zugseils als Spannmittel insbesondere dann, wenn die Spannmittelführung offen und gut zugänglich angelegt ist.
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Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird nachfolgend näher beschrieben. In der Zeichnung zeigen:
- 1: Draufsicht auf einen Teil einer erfindungsgemäßen Plattform, nämlich auf eine von zwei Fahrschienen in schnittbildlicher Innenansicht für eine erste Endstellung eines Achshebers,
- 2: Ansicht gemäß 1 für eine gegenüberliegende Endstellung des Achshebers,
- 3: Vergrößerte Ansicht gemäß 2 bei weggebrochenen Zwischenteilen der Fahrschiene,
- 4: Ansicht der Fahrschiene in Schrägansicht von oben,
- 5: Vergrößertes Detail V aus 4,
- 6: Vergrößertes Detail VI aus 4,
- 7: Vergrößertes Detail VII aus 4 und
- 8: Vergrößertes Detail VIII aus 4.
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Eine in der Zeichnung insgesamt mit 1 bezeichnete, allerdings nur jeweils teilweise dargestellte Plattform umfasst zwei Fahrschienen, die voneinander entsprechend der Spurweite aufzunehmender Fahrzeuge beanstandet und parallel zueinander verlaufen, wobei in den 1 bis 3 (nur) eine Fahrscheine 2 dargestellt ist, die eine Druckluftleitung 3 zur Energieversorgung eines Achshebers 4 beherbergt. Die beiden parallel geführten Fahrschienen bilden eine (Arbeits-)Plattform, beispielsweise eine mit Hubstempeln hochfahrbare Plattform einer Hebebühne. Der Achsheber 4 ist nur jeweils mit einer (nicht dargestellten) Teil-Umrisskontur angedeutet und zwischen der dargestellten Fahrschiene 2 und einer parallel angeordneten Fahrschiene so gelagert, dass er längs der Fahrschienen zwischen diesen zwischen zwei Endstellungen gemäß 1 und 2 verfahrbar ist.
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Die Darstellungen zeigen die Fahrschiene 2 schnittbildlich, d.h. bei weggebrochener oberseitiger Fahrbahn, um die darunterliegenden Teile zu veranschaulichen. Die weggebrochene Fahrbahn besteht beispielsweise aus einem starkwandigen Blechprofil, das oberseitig eine Tragfläche bildet, und beidseitig zu Schenkeln abgewinkelt und mit Längsprofilen versteift ist. Verbindungen zwischen den beidseitigen Profilteilen der Fahrschiene 2 sind in Form einer mittigen Traverse 5 und insbesondere in Form von Auflagerungen 6 und 7 zweier Hubstempel für die Schiene 2 - entsprechend auch zwei Hubstempel für die Parallelschiene - vorhanden. Mir diesen Hubstempeln ist die Fahrschiene der Plattform 1 hochfahrbar als Hebebühne ausgerüstet, wenn eine zweite Fahrschiene parallel höhengleich bewegt wird.
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Bei Arbeiten an Fahrzeugen auf Hebebühnen oder sonstigen Arbeitsplattformen sind häufig Werkzeuge einzusetzen, die bei regelmäßigem Einsatzbedarf, bei hohem Eigengewicht, bei schwerer Handhabung oder auch bei hoher Einsatzlast vorteilhaft an der Plattform selbst als Ausrüstungsteil vorgesehen werden. In dieser Hinsicht ist ein Achsheber 4 ein repräsentatives Beispiel für verschiedene Werkzeuge, etwa zum Heben, zur Bearbeitung, zur Kontrolle oder zum Ausmessen, da er vom Eigengewicht und von der Größe her schwer zu handhaben ist und eine verlässliche Abstützung gegenüber der Plattform benötigt. Im vorliegenden Fall ist der durch Umrisslinien angedeutete Achsheber 4, der beispielsweise ein nach oben mit Parallelführung durch ein Scherengestell ausfahrbares Oberteil aufweist, an der Fahrschiene 2 auf einer Längsleiste 8 (uns an der parallelen Fahrschiene entsprechend) verfahrbar gelagert. Ein Stellbereich 9 für das Verfahren des Achshebers 4 ist durch die Endstellungen des Achshebers nach 1 und 2 markiert. Dieser Stellbereich berücksichtigt die möglichen Einsatzstellungen des Achshebers für die Fahrzeuge, an denen auf der Plattform 1 Arbeiten mit Anheben von Fahrzeugachsen bzw. der Karosserie - etwa für Radwechsel oder Kontroll-, Wartungs- und Reparaturarbeiten an Bremsen oder sonstigen radnahen Fahrzeugteilen in Betracht zu ziehen sind.
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Werkzeuge an Arbeitsplattformen für Kraftfahrzeuge sind, wenn sie an einer Arbeitsplattform verlagerbar angeordnet sind, häufig über flexible Leitungen zur Energieversorgung oder auch zur Signalübertragung zu versehen. Im vorliegenden Fall ist der Achsheber 4 an die Druckluftleitung 3 mit einem Werkzeuganschluss 10 angeschlossen, wobei die Druckluftleitung 3 ihrerseits an einen Plattformanschluss 11 am anderen Ende angeschlossen ist, um von dort eine Druckluftzuführung über ein nicht dargestelltes Leitungsnetz zu erhalten. Der Plattformanschluss 11 liegt im Bereich der Plattformauflagerung 6 an einem der Hubstempel, an dem Zuführungen wie Druckluftleitungszuführungen ohne nennenswerte Behinderungen in den Arbeitsbereich verlaufen können.
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Um die flexible Leitung 3 nicht in herkömmlicher Weise insgesamt oder in Zwischenabschnitten frei nach unten durchhängen zu lassen oder in gewendelt vorgespannter Form immer noch störend in Erscheinung treten zu lassen, ist sie straff und flach direkt unterhalb der Plattform und zwar in dem von der einen der beiden Fahrschienen, nämlich der dargestellten Fahrschiene 2 umwölbten Innenraum gespannt. Die Leitung 3 bildet hierzu eine Schleife 12 aus zwei zueinander parallelen Leitungsabschnitten 13, 14 und einer Umlenkung 15 zwischen diesen um eine lose Spannrolle 16, wobei der Leitungsabschnitt 13 zwischen dem plattformfesten Leitungsanschluss 11 und der Spannrolle 16 verläuft und der Leitungsabschnitt 14 von der Spannrolle 16 weiterführt, bis die Leitung 3 um feste Rollen 17, 18 seitlich aus der Fahrschiene 2 zum Achsheber 4 herausgeführt ist.
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Wird der Achsheber 4 längs seines Stellbereichs verfahren, dann verkürzt sich die Schleife 12 bis zu der in 2 gezeigten Endstellung. Dabei bleibt allerdings auch die verkürzte Schleife 12 gespannt mit flach nebeneinander unter der Plattform verlaufenden Leitungsabschnitten 13, 14. Unter der Wirkung der Spannrolle 16 bleiben diese gespannt und gestreckt. Auch ein außenliegender variabler Leitungsabschnitt 19 bleibt unter der Wirkung der Spannrolle 16 gestreckt und längs einer (Innen-)Kante der Fahrschiene 2 mit geringem Durchhängen aufgehängt.
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Die für die flache und eng unter der Plattform verlaufende Leitungsführung erforderliche Zugkraft auf der Leitung wird insgesamt durch die Spannrolle 16 aufgebracht, die grundsätzlich zwar durch eine Vielzahl von verschiedenen Spannmitteln kraftbeaufschlagt werden könnte, besonders vorteilhaft aber durch ein gleichfalls flach unter der Fahrschiene 2 und damit unter der Plattform verlaufendes Zugmittel in Form eines elastischen Zugseils bereitgestellt wird. Zugseile dieser Art mit elastischen Bestandteilen aus Gummi oder einem sonstigen Elastomer haben die vorteilhafte Eigenschaft, dass sie bezogen auf ihre Ausgangslänge weit streckbar sind und dass sie dabei auch problemlos umgelenkt werden können. Überdies sind elastische Zugseile in der Praxis breithin verfügbar und erforderlichenfalls mit einfachen Mitteln auf ein vorgegebenes Längsmaß zu konfektionieren.
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Das elastische Zugseil 20 wird im vorliegenden Fall von der Spannrolle 16 von den Leitungsabschnitten 13 und 14 weggerichtet geradeaus bis zu einem Endbereich der Fahrschiene 2 geführt, dort um zwei Umlenkrollen 21, 22 um jeweils 90° umgelenkt und dann innen längs einer Seitenkante der Fahrschiene 2 bis zu einer Verankerung 23 in Form einer Öse, eines Hakens der dergleichen geführt. Diese Verankerung 23 weist einen großen Abstand zu den Umlenkrollen 21, 22 auf und gewährleistet damit eine große Länge des elastischen Zugseils 20. Mit dieser großen Baulänge des Zugseils 20 lässt sich erreichen, dass sich die von der Spannrolle 16 auf die Schleife 2 ausgeübte Kraft nur wenig ändert, wenn die Spannrolle 16 aus der in 2 dargestellten Position für eine kurze Schleife 12 in die in 1 dargestellte Position für ein weit ausgezogene Schleife übergeht.
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Dabei ist auch von Interesse, dass die Spannrolle 16 als lose Rolle wie etwa bei einem Flaschenzug nur auf einen gegenüber dem Stellbereich des Achshebers 4 reduzierten Spannweg auszulegen ist. In dem vorliegenden einfachen Fall einer einzelnen losen (Spann-)Rolle halbiert sich der Spannweg gegenüber dem Stellbereich des Werkzeugs. Dies erleichtert es in jedem Fall, auch im Fall anderer Spannmittel, wie etwa von Schraubenfedern, die für das Spannmittel notwendigen Baulängen unter einer Arbeitsplattform unterzubringen. Eine durchaus denkbare Bauform mit mehreren losen Rollen nach Art entsprechender Flaschenzüge würde den Spannweg auf einen entsprechend kleineren Teil reduzieren. In der Regel wird aber die einfachere Bauform mit nur einer losen Spannrolle 16 in Bezug auf die Spannwege ausreichend und in Bezug auf die für die Praxis erforderliche Unkompliziertheit vorzuziehen sein.
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Die 3 gib die vorstehend erörterten Teile der Leitungsführung und des Spannmittels der Anschaulichkeit halber vergrößert wieder. Die 4 zeigt die Fahrschiene 2 gemäß 1 bis 3 in anschaulicher Schrägansicht von oben, wobei das in den 1 bis 3 oben gezeichnete Ende der Fahrschiene 2 vorderseitig (unten rechts) zu sehen ist. Dabei ist eine in den 1 und 2 insgesamt weggebrochene, tatsächlich aber weitestgehend geschlossene und von Fahrzeugen mit deren Rädern befahrbare Oberseite 25 der Fahrschiene 2 in 3 mit nur wenigen Durchbrechungen dargestellt, die einen Blick auf die darunterliegenden Bauteile erlauben sollen. Letztere sind in den 5 bis 8 vergrößert wiedergegeben. Fortgelassen bei dieser Darstellung ist die flexible Leitung 3 und auch das Spannmittel in Form des elastischen Zugseils 20.
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Die Schrägansichten der 4 bis 8 lassen insbesondere die Form der Spannrolle 16 (7) und der festen Umlenkrollen 17, 18 für die flexible Leitung (5) sowie der festen Umlenkrollen 21, 22 für das elastische Zugseil erkennen. Die umfangseitigen Laufflächen dieser Rollen sind vertieft, insbesondere gekehlt, ausgeführt, um die flexible Leitung und das Spannmittel jeweils auf der Rolle geführt zu halten. Damit ist die Betriebsstellung der Leitung und des Spannmittels abgesichert.
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Auf der anderen Seite ist eine leichte Auswechslung möglich, indem die Leitung und das Spannmittel bei Überwindung der betriebsgemäßen Vorspannung von der jeweiligen Rolle entweder in axialer Richtung abgehoben oder aber die in Umfangsrichtung der Länge nach abgezogen werden. Dabei versteht es sich im baulicher Hinsicht, dass die festen Umlenkrollen sowohl für die flexible Leitung wie auch für das Spannmittel durch eine einzelne größere Rolle anstelle des Rollenpaares ersetzt werden könnten, wenn ein Interesse an einem größeren Umlenkungsradius besteht. In dieser Hinsicht kann die Spannrolle 16 abweichend von der Darstellung, auch einseitig gelagert und von der anderen Seite frei zugänglich ausgeführt sein.
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Die vorliegende Bauform ist auch unter dem Gesichtspunkt großer Variabilität in Bezug auf die Baulängen der Plattform von Interesse, die sich mit Rücksicht auf sehr verschiedene Fahrzeuglängen bzw. Achsabstände unterschiedlich ergeben kann. Die vorliegende Grundkonstruktion kann bei unterschiedlichen Baulängen beibehalten werden, da die Proportionen zwischen Stellbereich des Werkzeugs (Achsheber 4) und Spannweg der Spannrolle 16 auch bei veränderten Längsabmessungen der Plattform beizubehalten sind und sich lediglich auf die Längen von flexibler Leitung und Spannmittel auswirken. Bei längeren Plattformen und längeren Stellwegen steht auch für das Spannmittel 16 und dessen Bewegung mehr an Baulänge zur Verfügung.
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Eine einheitliche Bauform für ggf. unterschiedlich lange Plattformen ist nicht nur für die Herstellung solcher Plattformen, sondern vor allem auch für die einfache und vertraute Handhabung durch deren Benutzer günstig.