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Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Wiegung der Hakenlast eines Krans, wobei an der Vorrichtung unterschiedliche Messgenauigkeiten einstellbar sind, mit wenigstens einer Messeinrichtung, wenigstens einem Absteckbolzen und wenigstens einem Kopplungsabschnitt, wobei die Vorrichtung zwischen einem Ausleger und dem Haken eines Krans vorgesehen ist, wobei der Absteckbolzen und/oder die Messeinrichtung an wenigstens zwei unterschiedlichen Positionen an dem Kopplungsabschnitt positionierbar sind und wobei die Positionen insbesondere horizontal voneinander beabstandet sind.
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Bei Kranen und insbesondere bei Gittermastkranen, ist es Stand der Technik, die Lastwiegung, das heißt das Wiegen des Gewichts einer am Kranhaken angeschlagenen Last bzw. Hakenlast über die Messung der Abspannkräfte in der Abspannung des entsprechenden Krans durchzuführen. Aus den ermittelten Abspannkräften wird dann das Gewicht der Hakenlast unter Berücksichtigung der bekannten Auslegergeometrie bzw. Krangeometrie berechnet. Bei Telekranen ist ferner bekannt, die im Wippzylinder auftretenden Kräfte zu erfassen und ebenfalls über die bekannte Geometrie des Telekranes die Last am Haken zu berechnen.
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Ferner sind Systeme bekannt, die die an dem Seilzug des Krans auftretenden Kräfte z. B. mittels einer Kraftmessbuchse bestimmen und unter Berücksichtigung der Einscherung des Krans die am Haken anliegende Last berechnen.
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Problematisch an den aus dem Stand der Technik bekannten Vorrichtungen ist, dass die Lastmessung mit derselben Vorrichtung durchgeführt wird unabhängig davon, ob am Kran gerade besonders große oder besonders kleine Gewichte bzw. Lasten angeschlagen sind. Dabei kann es vorkommen, dass der bei der Vorrichtung verwendete Sensor zur Bestimmung einer großen Bandbreite von Gewichten genutzt wird, wobei er nicht gleichzeitig sowohl für große Gewichte als auch für kleine Gewichte eine gute Messgenauigkeit aufweist. Dies hängt damit zusammen, dass bekannte Messsensoren üblicherweise nur einen beschränkten Messbereich haben und bei dessen Überschreitung entsprechend weniger genaue Werte liefern können.
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Vor dieser Problematik ist es Aufgabe der Erfindung eine Vorrichtung zur Wiegung der Hakenlast bereitzustellen, mittels der über einen großen Gewichtsbereich hinreichend exakte Gewichtsmessungen durchführbar sind.
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Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Vorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst, wobei an der Vorrichtung zur Wiegung der Hakenlast unterschiedliche Messgenauigkeiten einstellbar sind, mit wenigstens einer Messeinrichtung, wenigstens einem Absteckbolzen und wenigstens einem Kopplungsabschnitt, wobei die Vorrichtung zwischen einem Ausleger und dem Haken eines Krans vorgesehen ist, wobei der Absteckbolzen und/oder die Messeinrichtung an wenigstens zwei unterschiedlichen Positionen an dem Kopplungsabschnitt positionierbar sind und wobei die Positionen insbesondere horizontal voneinander beabstandet sind. Die Positionen können alternativ oder zusätzlich vertikal voneinander beabstandet sein. Damit ist eine vertikale oder schräge Anordnung der Positionen zueinander denkbar. Wesentlich ist dass die in den zwei Positionen durch den Absteckbolzen übertragenen Kräfte über entsprechende Hebelverhältnisse unterschiedlich aufgeteilt werden können.
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Der Absteckbolzen und/oder die Messeinrichtung können dabei entweder an der einen oder an der anderen Position positioniert sein. Durch die Umpositionierung des Absteckbolzens und/oder der Messeinrichtung kann das Hebelverhältnis an der Vorrichtung so verändert werden, dass der an sich feststehende Messbereich der Messeinrichtung an die Messkraft bzw. an das aktuell bestehende Lastgewicht angepasst werden kann. Hierdurch kann eine genauere Lastwiegung erreicht werden, wodurch die Ist-Last des Krans genau bestimmt und dadurch die maximal zulässige Traglast besser ausgenutzt werden kann. Die Messeinrichtung kann dabei vom Absteckbolzen getrennt oder mit diesem kombiniert vorliegen, so dass der Absteckbolzen als Messbolzen bezeichnet werden kann. Dabei kann die Messeinrichtung in dem Absteckbolzen vorgesehen sein.
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Die Messeinrichtung kann in dem zugehörigen Gegenverbindungselementen zu dem Absteckbolzen, insbesondere in dem Kopplungsabschnitt, integriert oder mit diesem koppelbar sein. Wenn die Gegenverbindungselemente zu dem Absteckbolzen als Durchführungen in dem Kopplungsabschnitt ausgeführt sind, so können die Messeinrichtungen im Bereich dieser Durchführungen an dem Kopplungsabschnitt vorgesehen sein. Ist der Kopplungsabschnitt als ein den Absteckbolzen aufnehmendes Blech ausgeführt, so kann demnach darin eine Messlasche vorgesehen bzw. eingebaut sein. Die Messlasche bzw. die Messeinrichtung muss dann entsprechend im Kraftfluss der Hakenflasche liegen. Die Messeinrichtung erfasst bzw. misst dabei Zug- und/oder Druckkräfte.
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Vorteilhafte Ausbildungen sind Gegenstand der Unteransprüche. Demnach kann vorgesehen sein, dass der Absteckbolzen und/oder die Messeinrichtung kontinuierlich zwischen wenigstens zwei Positionen verstellbar ist/sind. Hierdurch kann die Messgenauigkeit der Messeinrichtung entsprechend auch kontinuierlich variiert werden und flexibel auf unterschiedliche Gewichtsbereiche der Hakenlast eingestellt werden. Die Verstellung kann dabei beispielsweise über Schrauben, Zylinder oder ähnliches erfolgen. Die zwei Positionen können dabei Grenzpositionen sein, zwischen welchen weitere Positionen zum Positionieren des Absteckbolzens vorhanden sein können, an denen unterschiedliche Hebelverhältnisse an der Vorrichtung bestehen und so entsprechend in unterschiedlichen Lastbereichen eine genaue Lastwiegung unter Verwendung derselben Messeinrichtung durchführbar ist.
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In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist denkbar, dass wenigstens zwei asymmetrisch am Kopplungsabschnitt positionierte Messeinrichtungen vorgesehen sind. Die Asymmetrie kann sich hierbei auf die Anordnung der Messeinrichtungen relativ zu einer Ebene beziehen, in der die Hakenlast auf den Haken wirkt. Näheres zu der asymmetrischen Anordnung der Messeinrichtungen ergibt sich aus der Figurenbeschreibung. Durch die asymmetrische Anordnung der Messeinrichtungen an einem mit der Hakenflasche gekoppelten Kopplungsabschnitt kann eine mögliche Schräglage einer Hakenflasche des Krans statt mittels eines Winkelgebers aus der ungleichmäßigen Lastverteilung an den zwei Messeinrichtungen ermittelt werden. Vorteilhafterweise kann die erfindungsgemäße Vorrichtung zur Hakenlastbewegung so gleichzeitig zur Überwachung der Ausrichtung der Hakenflasche genutzt werden.
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In einer weiteren bevorzugten Ausführung ist denkbar, dass die Messeinrichtung und der Absteckbolzen die Last des Hakens wenigstens teilweise an den Kran übertragen. Insbesondere kann vorgesehen sein, dass die gesamte Hakenlast über Messeinrichtung und Absteckbolzen entsprechend übertragen wird. Dabei können Messeinrichtung und Absteckbolzen kraftübertragende Komponenten einer Hakenflasche des Krans sein, wodurch vorteilhafterweise keine oder nur wenige zusätzliche Komponenten zur Ausführung der Erfindung erforderlich sind. Somit kann in einem weiteren bevorzugten Ausführungsbeispiel vorgesehen sein, dass die Vorrichtung an einer Hakenflasche vorgesehen ist und/oder mit dem Ausleger des Krans, insbesondere mit dem Rollensatz des Auslegerkopfes, gekoppelt ist. Alternativ oder gleichzeitig kann die Vorrichtung damit als Teil der Hakenflasche und/oder als Teil des Auslegers ausgebildet sein. Bei einer an der Hakenflasche vorgesehenen Vorrichtung ist es dabei besonders einfach möglich, einen Kran mit einer entsprechenden Vorrichtung nachzurüsten und zur Überwachung einer möglichen Schräglage einer Hakenflasche zu nutzen.
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In einer weiteren bevorzugten Ausführung ist denkbar, dass die Messeinrichtung gegen Überlast gesichert ist, insbesondere durch Verwendung wenigstens eines Bolzens. Kann eine Messhülse der Messeinrichtung dabei in einem Überlastfall nicht die darin eingeleitete Kraft übernehmen, so sichert der zusätzliche Bolzen die Messeinrichtung ab und kann entsprechend Kraftspitzen aufnehmen bzw. absichern. Es kann auch vorgesehen sein, dass alle erfindungsgemäß verwendeten Bolzen bzw. Absteckbolzen und Messhülsen bzw. Messeinrichtungen miteinander gekoppelt sind. Zusätzlich oder alternativ können die Messeinrichtungen an den Gegenverbindungselementen oder in den Bereichen der Gegenverbindungselemente der Bolzen bzw. Absteckbolzen, insbesondere im Bereich des Kopplungsabschnitts, vorgesehen sein.
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In einer weiteren bevorzugten Ausführung ist ferner denkbar, dass an der Vorrichtung eine Energieversorgung vorgesehen ist. Diese kann unabhängig oder abhängig von der Energieversorgung des Krans sein und ist im Ausführungsbeispiel der Figuren näher beschrieben.
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Ferner kann in einem weiteren bevorzugten Ausführungsbeispiel vorgesehen sein, dass die Vorrichtung zur kabellosen Übertragung von Messsignalen zwischen der Messeinrichtung und einer Steuereinheit eingerichtet ist. Die Steuereinheit kann dabei im oder an dem Kran vorgesehen sein und auch eine Anzeige zum Anzeigen der Messergebnisse umfassen. Mittels der Steuereinheit können in Abhängigkeit von den Messsignalen bestimmte Steuer- bzw. Regelungsalgorithmen zur Kransteuerung-/regelung an Antriebe des Krans übermittelt werden.
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Die Erfindung betrifft auch eine Hakenflasche oder einen Auslegerkopf bzw. einen Rollenkopf mit wenigstens einer Vorrichtung zur Wiegung der Hakenlast nach einem der Ansprüche 1 bis 8 und einen Kran mit der entsprechenden Vorrichtung.
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Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung sind anhand der in den Figuren beispielhaft gezeigten Ausführungsform erläutert. Dabei zeigen:
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1: Hakenflasche mit erfindungsgemäßer Vorrichtung und Absteckbolzen in einer ersten Position;
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2: Hakenflasche mit erfindungsgemäßer Vorrichtung und Absteckbolzen in einer zweiten Position;
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3: Hakenflasche in Seitenansicht;
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4: erfindungsgemäße Vorrichtung an einem Ausleger eines Krans;
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5a–5d: erfindungsgemäße Vorrichtung mit einem Schutzbereich; und
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6: erfindungsgemäße Vorrichtung mit zwei Flaschen.
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1 zeigt eine erfindungsgemäße Vorrichtung an einer Hakenflasche eines Krans, wobei im unteren Bereich der Hakenflasche ein Haken 10 vorgesehen ist. Hierbei sind eine Messeinrichtung 2 und ein Absteckbolzen 3 in dem Kopplungsabschnitt 4 vorgesehen. Der Absteckbolzen 3 befindet sich dabei in einer ersten Absteckposition 1. Die Vorrichtung nach 1 ist dabei zur Lastwiegung an der Hakenflasche mit möglichst hoher Messgenauigkeit ausgelegt. Dies wird dadurch erreicht, dass die Messeinrichtung 2 zum einen direkt an der Hakenflasche angebracht ist und dadurch die Messung nicht über beispielsweise die Auslegerbewegung oder Dehnungen in der Abspannung verfälscht wird, und zum anderen können erfindungsgemäß unterschiedliche Hebelverhältnisse der Komponenten der Vorrichtung eingestellt und damit die an der Messeinrichtung 2 anfallenden Kräfte auf deren optimalen Messbereich eingestellt werden.
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So wird beim Heben einer großen Last der Absteckbolzen 3 in der in 1 gezeigten ersten Absteckposition 1 montiert. Damit ergibt sich eine kleine resultierende Kraft FB = F × L2 (L1 + L2) auf die Messeinrichtung 2 und eine große resultierende Kraft (FA) auf den Absteckbolzen 3. Hierdurch kann eine Messeinrichtung 2 mit geringerem Messbereich, Abmessungen und Kosten gewählt werden. Das Verhältnis der Kräfte FA und FB ist wie der 1 entnehmbar ist durch die horizontalen Abstände L1, L2 des Absteckbolzens bzw. der Messeinrichtung 2 von der nach unten wirkenden Gewichtskraft F des Hakens 10 bzw. der daran angeschlagenen Last bestimmt. Werden zwei oder mehr Messeinrichtungen 2 zum Beispiel zur zusätzlichen Winkelmessung der Flasche eingesetzt, so können diese Messeinrichtungen 2 in dem Sinne asymmetrisch angeordnet sein, dass deren Abstände L1, L2 unterschiedliche groß sind. Dabei kann statt des Absteckbolzens 3 eine zweite Messeinrichtung 2 in eine entsprechende Absteckposition 1, 1' eingebracht werden.
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Wird nur eine geringe Last gehoben, kann der Absteckbolzen 3 in der in 2 gezeigten zweiten Absteckposition 1' montiert werden. Durch die geänderten Hebelverhältnisse beziehungsweise durch die geänderten Abstände L1, L2 ergibt sich im Verhältnis eine größere Kraft auf die Messeinrichtung 2 und damit im Ergebnis eine höhere Messgenauigkeit bei Verwendung derselben Messeinrichtung 2 zur Messung von geringen Lasten.
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Die Energieversorgung der Vorrichtung bzw. des Messeinrichtung 2 kann beispielsweise über einen Akku erfolgen, wobei dieser beispielsweise in einer Zusatzballastplatte an der Flasche vorgesehen sein kann. Alternativ oder zusätzlich ist es auch denkbar, Solarzellen beispielsweise seitlich an der Flasche vorzusehen. Diese können beispielsweise als Ladevorrichtung für einen Energiespeicher genutzt werden, welcher die Sensoren und ggf. sonstige Geräte der Vorrichtungen mit Energie versorgt. Es ist auch denkbar, dass die Solarzellen die einzige Stromquelle der Vorrichtung sind, insbesondere wenn die Vorrichtung nur als eine Zusatzeinrichtung verwendet wird. Falls die Zusatzeinrichtung ausfällt, wird die an sich bekannte Lastwiegung über die Abspannkräfte verwendet.
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Denkbar ist auch, dass an der Flasche oder an einem sonstigen Teil des Krans ein entsprechend dimensioniertes Windrad als Ladevorrichtung zum Laden eines Energiespeichers vorgesehen ist. Abermals kann das Windrad auch als einzige Stromquelle vorgesehen sein, wenn die Vorrichtung nur als eine Zusatzeinrichtung verwendet wird. Es ist auch denkbar zusätzlich oder alternativ eine Energieversorgung der Vorrichtung innerhalb einer Seilrolle der Hakenflasche vorzusehen, wobei während eines Hub- oder Absenkvorgangs die Drehbewegung der Seilrolle zum Antreiben eines Dynamos genutzt wird. Ein derartiger Generator kann dabei wie auch die zuvor genannten Energiequellen als Ladevorrichtung für einen Energiespeicher und/oder als einzige Stromquelle der Vorrichtung verwendet werden, wenn die Vorrichtung lediglich als Zusatzeinrichtung verwendet wird.
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Die Energieversorgung der Vorrichtung kann ferner über ein entsprechendes Stromkabel erfolgen, welches von einem Kranantrieb des Krans bzw. einer Stromquelle des Krans über dessen Ausleger zur Hakenflasche bzw. zu dem Bereich des Krans vorgesehen ist, in dem die erfindungsgemäße Vorrichtung angebracht ist. Wenn die Vorrichtung dabei als Teil der Hakenflasche ausgebildet ist, so kann auch das Hubseil des Krans als Stromkabel zur Energieversorgung dienen. In einer weiterhin möglichen Ausführung ist denkbar, dass an der Hakenflasche zusätzlich oder alternativ ein Stromaggregat vorgesehen ist, das die Vorrichtung mit elektrischer Energie versorgt.
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Zur Datenübertragung zwischen der Messeinrichtung 2 und einer Steuereinheit, welche zur Auswertung der Messdaten und zur entsprechenden Steuerung/Regelung des Krans ausgelegt ist, kann eine WLAN-Verbindung zwischen der Messeinrichtung 2 und der Steuereinheit vorgesehen sein. Alternativ oder zusätzlich sind auch Anbindungen über Bluetooth, Zigbee oder auch über das Hubseil denkbar. Das Hubseil kann dabei als Signalleiter zwischen der Steuereinheit und der Messeinrichtung genutzt werden.
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Denkbar ist auch eine optische Übertragung von Daten zwischen der Messeinrichtung und der Steuereinheit, wobei beispielsweise eine Infrarot-Verbindung zwischen den Komponenten bestehen kann. Ferner kann zusätzlich oder alternativ vorgesehen sein, Datenübertragungskabel zwischen der Steuereinheit und der erfindungsgemäßen Vorrichtung bereitzustellen.
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Im Bereich der Absteckpositionen 1, 1' können ferner Sensoren vorgesehen sein, die dazu ausgelegt sind festzustellen, ob in der jeweiligen Absteckposition ein Absteckbolzen 3 vorliegt oder nicht. Die entsprechenden Daten können über eine Datenverbindung an die Steuereinheit des Krans übertragen werden. Die Steuereinheit kann somit erfassen, in welcher Position ein Absteckbolzen 3 gesteckt ist und das an der Vorrichtung vorliegende Hebeverhältnis ermitteln. Wird ein Hebelverhältnis für den genaueren Messbereich mittels des Absteckbolzens 3 aktiviert, wobei der Absteckbolzen 3 in Absteckposition 1 gesteckt werden kann, kann gleichzeitig die maximale Traglast des Krans durch die Steuereinheit begrenzt werden. Wird der Messbereich für große Lasten aktiviert, indem der Absteckbolzen 3 in Absteckposition 1' gesteckt ist, wird diese Begrenzung wieder aufgehoben. Mit dem so ermittelten Hebelfaktor wird der Messwert des Messbolzens 2 gemäß der Gleichung FB = F × L2/(L1 + L2) umgerechnet, woraus sich die am Haken 10 anliegende Last F ergibt. Die so durchgeführte Lastwiegung kann nun zur Verbesserung eines gegebenenfalls anderen verwendeten Lastwiegeverfahrens verwendet werden. Dabei kann, sobald ein Akku zur Energieversorgung leer ist bzw. die Energieversorgung unterbrochen ist und/oder die Funkübertragung der Messwerte aussetzt oder andere Störungen auftreten, die Lastwiegung allein über das andere Lastwiegeverfahren erfolgen. Es ist auch denkbar, die vorgestellte Lastwiegung auch zur primären Lastwiegung z. B. bei einem 2-Hakenbetrieb einzusetzen.
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4 zeigt ein Ausführungsbeispiel, bei dem die Vorrichtung mit dem Ausleger eines Krans gekoppelt ist, wobei hier Messeinrichtung 2 und Absteckbolzen 3 an dem Rollensatz des Auslegerkopfes vorgesehen sind.
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Wie in 5a gezeigt kann die Vorrichtung einen Schutzbereich umfassen, der Beschädigungen der Vorrichtung beispielsweise beim Ablegen des Hakens verhindert. Hierbei kann ein Langloch 6 mit einem Anschlag 5 vorgesehen sein, wobei der Anschlag unterhalb der Messeinrichtung 2 vorgesehen sein kann. Durch den Anschlag 5 kann verhindert werden, dass Objekte in dem Bereich der Messeinrichtung 2 eindringen und diese beeinträchtigen bzw. beschädigen.
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Die Funktion des Langlochs 6 ergibt sich aus den 5a bis 5d. Zieht eine Kraft am Haken 10 wie in 5a gezeigt, dann ergibt sich ein Kraftfluss in der Messverbindung 2 bzw. in der Messeinrichtung 2, wie aus 5b hervorgeht. Der Haken 10 ist in den mittleren Blechen 7 bzw. Blechabschnitten 7 gehalten. Unter Last zieht er die beiden Bleche 7 nach unten, wobei diese über den bzw. die Absteckbolzen 3 und/oder über die Messeinrichtung 2 in Position gehalten werden.
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Setzt der Haken 10 auf, dann erfährt er eine Kraft wie in 5c gezeigt. Die Kräfte, die dabei in der Vorrichtung auftreten, sind in 5d aufgezeigt. Das Langloch 6 lässt so viel Spiel zu, dass dann die Stirnflächen 8 der vier Bleche 7 die Halterung des Hakens 10 in Position halten und die Messeinrichtung 2 überbrückt ist.
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Auch kann vorgesehen sein, dass an der Messeinrichtung 2 eine Überlastsicherung vorgesehen ist, wobei die Messeinrichtung 2 als Messhülse ausgebildet sein kann, in der sich ein zusätzlicher Bolzen befindet oder die auf sonstige Art mit einem zusätzlichen Bolzen gekoppelt ist, welcher im Überlastfall die Kraft, die auf die Hülse wirkt, aufnimmt. Eine derartige Kombination einer Messeinrichtung 2 mit einem Bolzen kann dem Absteckbolzen 3 entsprechen.
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Da das Gewicht der Hakenflasche zu der Last zählt, die vom Kran gehoben wird, kann der Steuerung bzw. der Steuereinheit zusätzlich zum von der Messeinrichtung 2 gemessenen Wert ein Leergewicht der Hakenflasche bzw. ein Gewicht der Hakenflasche ohne zusätzliches Lastgewicht mitgeteilt werden. Dieses Leergewicht kann ggf. nicht über das Messsystem gemessen werden und wird als Offset zur von der Messeinrichtung 2 ausgegebenen Last addiert.
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Die Vorrichtung kann auch so modifiziert werden, dass Zusatzgewichte beispielsweise an der Hakenflasche von der Messeinrichtung 2 bzw. von dem Messbolzen erfasst werden können. Hierfür muss festgestellt werden, ob an beiden Seiten der Hakenflasche die gleiche Masse bzw. das gleiche Zusatzgewicht angefügt wurde.
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Dies kann durch Verwendung zweier Messeinrichtungen 2 bzw. zweier Messbolzen an je einer Seite der Hakenflasche erfolgen, wodurch auch die Ausfallwahrscheinlichkeit der Messeinrichtung 2 verringert wird. Dies ist in 3 angedeutet, wo Absteckpositionen 1, 1' im seitlichen Bereich einer Flasche gezeigt sind.
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Es kann auch ein Winkelgeber vorgesehen sein, mittels dem erkannt werden kann, ob durch unterschiedliches Gewicht an unterschiedlichen Bereichen der Hakenflasche die Hakenflasche schräg hängt. Sollte eine Schräglage festgestellt werden, würde dies zu einer Abschaltung des Krans bzw. einer Unterbrechung des Kranbetriebs oder des Wiegevorganges führen, da die Messgenauigkeit der Messeinrichtung 2 nicht mehr eingehalten werden kann. Nach einer derartigen Abschaltung wäre beispielsweise nur noch das Hubwindenabspulen zulässig, wobei die Hakenflasche am Boden abgesetzt werden kann und die Zusatzgewichte entsprechend ausgeglichen werden können.
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Zur Messung der Zusatzgewichte ist auch eine Transponder-Vorrichtung einsetzbar, mittels der die Zusatzgewichte an der Hakenflasche angemeldet werden. Somit könnte das Offset Gewicht der Hakenflasche ermittelt bzw. bekannt gemacht werden. Denkbar ist auch eine Schalterlösung zum Messen der Zusatzgewichte, wobei jedes Zusatzgewicht einen entsprechenden Schaltkontakt betätigt, sobald das Zusatzgewicht an der Hakenflasche angebolzt bzw. mit dieser verbunden wird. Ferner ist ebenfalls eine Eingabe des Zusatzgewichts in der Kran-Software denkbar, wobei ein Kranführer über eine Tastatur oder sonstige Schnittstellen die Masse der gerüsteten Hakenflasche bzw. des Zusatzgewichts eingibt. Hier besteht allerdings die Problematik von fehlerhaften Eingaben oder des Missbrauchs durch das Bedienpersonal.
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Bei einer Verwendung zweier Flaschen mit der erfindungsgemäßen Messeinrichtung wie sie in 6 gezeigt ist, können diese miteinander gekoppelt werden und so eine einzelne größere Hakenflasche bilden. Durch eine entsprechende Kopplung der Steuereinheit bzw. der einzelnen Hakenflaschenkomponenten kann sichergestellt werden, dass die Steuereinheit erkennt, dass nunmehr eine Hakenflasche in großer Konfiguration bzw. eine aus kleineren Hakenflaschen bestehende große Hakenflasche am Kran angeschlagen ist. Hierdurch ändern sich der Messbereich und die Messgenauigkeit entsprechend.
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Wird dabei eine Hakenflasche mit zwei Winden oder mehr betrieben, kann es zu unerwünschten Schräglagen der Hakenflasche kommen. Dies kann automatisch mittels eines Winkelgebers erfolgen. Die Steuerung kann dann gezielt eine Winde schneller abspulen und die Schräglage so ausgleichen. Der Winkelgeber kann beispielsweise direkt an die Hakenflaschensteuerung bzw. die Steuereinheit des Krans angeschlossen werden. Alternativ oder zusätzlich kann die Schrägstellung auch mittels der Hakenflasche mit der beschriebenen Messeinrichtung und über eine ungleichmäßige Lastverteilung bei der Verwendung von zwei asymmetrisch angeordneten Messeinrichtungen 2 bzw. Messbolzen ermittelt werden, wie dies oben beschrieben ist.