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Die vorliegende Erfindung betrifft ein Lagerprofil für eine Schiene gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 sowie ein Schienensystem.
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Gattungsgemäße Lagerprofile für Schienen, insbesondere Schienen mit kreisförmigem Querschnitt, sind beispielsweise aus der
DE 43 18 383 C1 oder der
WO 2014/032 699 A1 bekannt. Die dort offenbarten Lagerprofile bestehen im Wesentlichen aus einem u-förmigen Grundprofil mit zwei Seitenwänden und einem die Seitenwände verbindenden Boden mit einem Lagerbett, in dem die Schiene einliegt. Der Abstand der beiden Seitenwände voneinander ist dabei größer als der Durchmesser bzw. die Breite der Schiene, so dass zur Festlegung der Schiene in dem Lagerprofil zwei Klemmprofile vorgesehen sind, die in die Lücken zwischen der Schiene und einer jeweiligen Seitenwand des Grundprofils eingesetzt werden.
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Solche Lagerprofile haben sich in der Praxis durchaus bewährt. Nachteilig ist der relativ zeitaufwändige Einbau insbesondere der beiden Klemmprofile rechts und links der festzulegenden Schiene sowie ein gelegentlich auftretendes Herausspringen des bereits eingebauten ersten Klemmprofils beim Einbau des zweiten Klemmprofils sowie ein Herausspringen der Klemmprofile beim Bewegen von schweren Lasten auf dem Schienensystem.
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Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Lagerprofil sowie ein Schienensystem bereitzustellen, welches in zeitsparender Weise den Einbau und die Festlegung der Schiene in einem solchen Lagerprofil ermöglicht und einen dauerhaft festen Sitz sicherstellt.
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Diese Aufgabe wird durch ein Lagerprofil mit den Merkmalen des Anspruchs 1 sowie durch ein Schienensystem mit den Merkmalen des Anspruchs 12 gelöst.
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Das erfindungsgemäße Lagerprofil weist ein Grundprofil mit einer ersten Seitenwand, einer zweiten Seitenwand und einem ein erstes Ende der ersten Seitenwand mit einem ersten Ende der zweiten Seitenwand verbindenden Boden auf sowie ein Klemmprofil.
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Der Boden und die Seitenwände bilden eine Aufnahmetasche zur Aufnahme der Schiene.
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Das Klemmprofil ist in einer Funktionsstellung, bei der die Schiene am Lagerprofil festgeklemmt ist, in einer Lücke zwischen der in ein Lagerbett des Bodens eingelegten Schiene und der zweiten Seitenwand eingedrückt.
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Im Bereich eines von dem Boden entfernten zweiten Endes der ersten Seitenwand ist ein sich in Richtung der zweiten Seitenwand erstreckender Klemmfinger angeformt, mit dem die Schiene in das Lagerbett des Bodens eindrückbar ist.
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Das Klemmprofil weist einen Basissteg mit zwei sich von einer Seite des Basisstegs erstreckenden Klemmschenkeln auf, das in die Lücke zwischen der in das Lagerbett eingelegten Schiene und der zweiten Seitenwand eindrückbar ist.
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Die Klemmschenkel des Klemmprofils erstrecken sich in der in die Lücke eingedrückten Funktionsstellung in Richtung des Lagerbetts. Dabei liegt ein erster Klemmschenkel zumindest bereichsweise an der Schiene an. Ein Teilstück eines zweiten Klemmschenkels ist in einen an der zweiten Seitenwand angeformten Hinterschnitt eingedrückt.
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Mit einem derart ausgebildeten Lagerprofil ist eine einfache und schnelle Montage einer Schiene in dem Lagerprofil ermöglicht, da zur Festklemmung der Schiene in dem Lagerprofil nur ein Klemmprofil zwischen einer der Seitenwände und zur Schiene eingebracht werden muss.
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Auch ein Herausspringen des Klemmprofils ist mit dem erfindungsgemäßen Lagerprofil vermieden, da hier nur noch ein Klemmprofil einzusetzen ist, das bei Kraftausübung der Schiene auf das Klemmprofil an die zweite Seitenwand angedrückt wird und durch verstärkten Reibschluss zwischen den benachbarten Flächen des Klemmprofils und der Seitenwand eine zusätzliche Kraft neben der Verspannungskraft des Klemmschenkels wirkt. Die Schiene kann dadurch nicht nach oben austreten.
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Durch die Anformung des Klemmfingers an der ersten Seitenwand ist eine Vorfixierung der Schiene in der festzuklemmenden Position im Lagerprofil ermöglicht.
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Vorteilhafte Ausführungsvarianten der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
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Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsvariante ist einer der Klemmschenkel federelastisch und der andere der Klemmschenkel formstabil ausgebildet.
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In einer alternativen Ausführungsvariante sind beide Klemmschenkel federelastisch ausgebildet.
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Durch die federelastische Ausbildung der Klemmschenkel des Klemmprofils ist aufgrund der durch das Klemmprofil auf die Schiene ausgeübten Druckkraft ein verstärkter Reibschluss zwischen dem Lagerprofil und der Schiene ermöglicht, was auch zur Fixierung der Schiene in Längsrichtung der Schiene beiträgt.
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Die Ausbildung beider Klemmschenkel als federelastische Klemmschenkel erleichtert zudem den Einbau des Klemmprofils in der Lücke zwischen Schiene und zweiter Seitenwand.
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Die Anlagefläche der zweiten Seitenwand und eine in der Funktionsstellung des Klemmprofils der zweiten Seitenwand zugewandte Anlagefläche des Basisstegs sind gemäß einer bevorzugten Ausführungsvariante als ebene Flächen ausgebildet, wodurch die Fertigung des Grund- und des Klemmprofils und der Einbau des Klemmprofils erleichtert wird.
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Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsvariante ist eine in der Funktionsstellung der zweiten Seitenwand abgewandte, der Schiene zugewandte Andruckfläche des Basisstegs des Klemmprofils an die Außenkontur der Schiene angepasst ausgebildet. Dadurch wird eine Keilwirkung zwischen der Schiene und dem Grundprofil des Lagerprofils bewirkt.
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Gemäß einer weiteren Ausführungsvariante ist ein Teilstück einer der Schiene zugewandten Seitenfläche des ersten Klemmschenkels als die Schiene berührender, erhabener Andruckbereich ausgebildet. Dadurch wird die Schiene auch in einem dem Boden nahen unteren Bereich zwischen dem ersten Klemmschenkel und dem vorzugsweise etwa diagonal gegenüber liegend angeordneten Klemmfinger der ersten Seitenwand fixiert. Der Andruckbereich des ersten Klemmschenkels liegt dabei bevorzugt unterhalb einer gedachten horizontalen Ebene, die durch den Schienenmittelpunkt verläuft.
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Der die Schiene berührende erhabene Andruckbereich ist bevorzugt am freien Ende des ersten Klemmschenkels angeformt, insbesondere in Gestalt einer Verdickung des freien Endes des ersten Klemmschenkels.
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Zur Verzahnung des Klemmprofils in der Lücke zwischen der zweiten Seitenwand des Grundprofils und der Schiene ist gemäß einer bevorzugten Ausführungsvariante das Teilstück des zweiten Klemmschenkels, das in den an der zweiten Seitenwand angeformten Hinterschnitt eindrückbar ist, an einem freien Ende des zweiten Klemmschenkels angeformt, insbesondere in Gestalt einer Abwinklung zur dem Aufnahmeraum zugewandten Innenfläche der Seitenwand hin.
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Besonders bevorzugt folgt die der zweiten Seitenwand zugewandte Seitenfläche des zweiten Klemmschenkels der Innenfläche der zweiten Seitenwand.
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Dadurch ist ein fester, spielfreier Sitz des Klemmprofils und der Schiene im Grundprofil des Lagerprofils ermöglicht.
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Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausführungsvariante sind an einer dem Aufnahmeraum abgewandten Außenfläche der Seitenwände sich in Längserstreckung des Lagerprofils erstreckende Taschen angeformt, deren den freien Enden der Seitenwände nahe Seitenränder von einem Taschenboden nach außen ansteigend ausgebildet sind.
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Die Taschen ermöglichen eine sichere Verzahnung des Lagerprofils in einem dieses umgebenden Fußbodens, insbesondere eines Betonfußbodens. Die ansteigende Ausbildung der Seitenränder vom Taschenboden nach außen hin verhindert Lufteinschlüsse beim Vergießen des Lagerprofils in dem Fußboden, was eine höhere Festigkeit des Lagerprofils im Fußboden ermöglicht.
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Nachfolgend werden bevorzugte Ausführungsbeispiele anhand der beiliegenden Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
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1 eine perspektivische Ansicht einer Ausführungsvariante eines erfindungsgemäßen Lagerprofils mit darin eingelegter Schiene,
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2 eine Querschnittsansicht des in 1 gezeigten Lagerprofils mit eingelegter und mithilfe des Klemmprofils festgelegter Schiene, und
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3–10 Schnittdarstellungen einer alternativen Ausführungsvariante eines erfindungsgemäßen Lagerprofils und einer Schiene zur Darstellung des Einbaus der Schiene in das Lagerprofil.
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In der nachfolgenden Figurenbeschreibung beziehen sich Begriffe wie oben, unten, links, rechts, vorne, hinten usw. ausschließlich auf die in den jeweiligen Figuren gewählte beispielhafte Darstellung und Position des Lagerprofils, der Schiene, des Grundprofils, des Klemmprofils, der Seitenwand, des Basisstegs, der Klemmschenkel und dergleichen. Diese Begriffe sind nicht einschränkend zu verstehen, d.h., durch verschiedene Arbeitsstellungen oder die spiegelsymmetrische Auslegung oder dergleichen können sich diese Bezüge ändern.
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In den 1 und 2 ist mit dem Bezugszeichen 1 insgesamt eine Ausführungsvariante eines erfindungsgemäßen Lagerprofils bezeichnet. Das Lagerprofil 1 weist ein etwa u-förmig geformtes Grundprofil 3 mit einer ersten Seitenwand 6, einer zweiten Seitenwand 7 und einem ein erstes Ende der ersten Seitenwand 6 mit einem ersten Ende der zweiten Seitenwand 7 verbindenden Boden 5 auf. Die Länge jedes der Lagerprofile in Richtung der Längserstreckung der Lagerprofile bzw. der in diesen gehaltenen Schienen 2 oder Stahlwellen beträgt vorzugsweise drei Meter. Denkbar sind jedoch auch andere Fertigungsmaße.
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Zur Lagerung einer Schiene 2, die hier als Rundschiene mit kreisförmigen Querschnitt ausgebildet ist, ist am Boden 5 ein Lagerbett 22 mit teilkreisförmiger Auflagefläche geformt, die durch zwei aus dem Boden 5 nach oben vorstehende Erhebungen 23 begrenzt ist.
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Zur Festklemmung der Schiene 2 in der Aufnahmetasche 9 des Lagerprofils 1 ist im Bereich eines von dem Boden 5 entfernten zweiten Endes der ersten Seitenwand 6 ein sich in Richtung der zweiten Seitenwand 7 erstreckender Klemmfinger 8 angeformt.
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Wie beispielsweise in 3 dargestellt, weist der Klemmfinger 8 an seinem der Schiene 2 zugewandten Ende eine der Außenkontur der Schiene 2 angepasste Andruckfläche 15 auf. Die Andruckfläche 15 ist in der hier dargestellten Ausführungsvariante, der Grundschiene 2 angepasst konkav mit einem der Mantelfläche der Schiene 2 angepassten Biegeradius ausgebildet.
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Die Andruckfläche 15 liegt dabei im in das Lagerbett 22 des Bodens 5 eingelegtem Zustand der Schiene 2 in einem Umfangsabschnitt einer oberen Hälfte der Schiene 2 an. Entsprechend ist ein Umfangsabschnitt der unteren Hälfte der Schiene 2 von dem Lagerbett 22 des Bodens 5 umfasst.
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Die Ausrichtung des Klemmfingers 8 relativ zum Lagerbett 22 des Bodens 5 ist dabei dergestalt, dass beim Einlegen der Schiene 2 in das Lagerbett 22, wie in den 3 bis 6 dargestellt, die Schiene 2 gegen die Andruckfläche 15 des Klemmfingers 8 und in das Lagerbett 22 des Bodens 5 mit leichtem Druck eingeschoben werden muss, wobei sich der Klemmfinger 8 und/oder die erste Seitenwand 6 geringfügig federelastisch nach außen, sprich weg vom Zentrum der Aufnahmetasche 9 biegt.
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Zur Vorfixierung der Schiene 2 zwischen dem Klemmfinger 8 und dem Lagerbett 22 des Bodens 5 ist ein in 6 angezogener Aufnahmewinkel α zwischen der Andruckfläche 15 des Klemmfingers 8 und dem Lagerbett 22 im Bereich der Spitze der der zweiten Seitenwand 7 nahen Erhebung 23 möglichst klein ausgebildet. Der Aufnahmewinkel α beträgt dabei insbesondere weniger als 30°.
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Dadurch wird bei eingelegter Schiene 2 in das Lagerbett 22 stets vom Klemmfinger 8 ein Druck auf die Schiene 2 ausgeübt, wodurch sich ein erhöhter Reibschluss zwischen Schiene 2 und der Andruckfläche 15 des Klemmfingers 8 bzw. des Lagerbetts 22 des Bodens 5 einstellt. Außerdem ist dadurch die Bewegungsfreiheit der Schiene 2 vom Boden 5 weg nach oben bereits durch das Zusammenwirken des Klemmfingers 8 mit dem Lagerbett 22 stark eingeschränkt.
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In einer Lücke zwischen der Schiene 2 und der zweiten Seitenwand 7 ist im montierten Zustand der Schiene 2 im Lagerprofil 1 ein Klemmprofil 4 eingeklemmt bzw. eingedrückt.
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Dieses Klemmprofil 4 weist einen Basissteg 11 mit zwei sich von einer Seite des Basisstegs 11 erstreckenden Klemmschenkeln 12, 13 auf.
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Die Klemmschenkel 12, 13 des Klemmprofils 4 erstrecken sich in der in die Lücke 10 eingedrückten Funktionsstellung in Richtung des Bodens 5. Dabei liegt ein erster Klemmschenkel 12 zumindest bereichsweise an der Schiene 2 an. Ein Teilstück eines zweiten Klemmschenkels 13 ist dabei in einen an der zweiten Seitenwand 7 angeformten Hinterschnitt 14 eingedrückt.
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Der Basissteg 11 des Klemmprofils 4 schließt in der Funktionsstellung die Lücke 10 zwischen einem oberen freien Ende der zweiten Seitenwand 7 und der Schiene 2.
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Die Klemmschenkel 12, 13 sind bevorzugt federelastisch ausgebildet.
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Denkbar ist auch einen der Klemmschenkel 12, 13 formstabil auszubilden, was für ein Einführen des Klemmprofils 4 in die Lücke 10 bei bereits eingelegter Schiene 2 in die Aufnahmetasche 9 ebenfalls ermöglicht ist.
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Das Lagerprofil 1 ist vorzugsweise ganz oder teilweise als Aluminiumprofil ausgebildet. Denkbar ist jedoch auch eine Fertigung aus einem anderen Metall oder auch einem geeigneten Kunststoff oder Verbundwerkstoff.
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Zum Erreichen einer Keilwirkung zwischen der Schiene 2 und dem Klemmprofil 4 ist, wie in den 2 bis 10 gezeigt, eine Anlagefläche 17 der zweiten Seitenwand 7 und eine in der Funktionsstellung des Klemmprofils 4 der zweiten Seitenwand 7 zugewandte Anlagefläche 18 des Basisstegs 11 als ebene Fläche ausgebildet.
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Des Weiteren ist eine in der Funktionsstellung der zweiten Seitenwand 7 abgewandte, der Schiene 2 zugewandte Andruckfläche 16 des Basisstegs 11 des Klemmprofils 4 an die Außenkontur der Schiene 2 angepasst ausgebildet. Bei der Ausführung der Schiene 2 als Rundschiene ist die Andruckfläche 16 des Basisstegs 11 entsprechend als konkave Andruckfläche ausgebildet mit einem der Mantelfläche der Schiene 2 entsprechenden Biegeradius.
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Zur Schaffung eines zweiten Andruckpunktes des ersten Klemmschenkels 12 an der Schiene 2 ist ein Teilstück einer der Schiene 2 zugewandten Seitenfläche des ersten Klemmschenkels 12 als die Schiene 2 berührender erhabener Andruckbereich, insbesondere in Gestalt einer Andruckfläche oder einer Andruckkante ausgebildet.
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Wie in den 2 und 7 bis 10 gezeigt, ist dieser Andruckbereich bevorzugt am freien Ende 20 des ersten Klemmschenkels 12 angeformt. Dabei ist zwischen dem freien Ende 20 und der Andruckfläche 16 des Basisstegs 11 ein Hohlraum ausgebildet.
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Der Andruckbereich am freien Ende 20 des ersten Klemmschenkels 12 liegt dabei im in das Lagerbett 22 des Bodens 5 eingelegtem Zustand der Schiene 2 in einem Umfangsabschnitt einer unteren, dem Lagerbett 22 des Bodens 5 nahen Hälfte der Schiene 2 an.
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Zur Fixierung bzw. Verzahnung des Klemmprofils 4 in der Lücke 10 ist das Teilstück des zweiten Klemmschenkels 13, das in den an der zweiten Seitenwand 7 angeformten Hinterschnitt 14 eindrückbar ist, an einem freien Ende 21 des zweiten Klemmschenkels 13 angeformt. Denkbar ist auch, bei entsprechend weiter oben, sprich weiter entfernt vom Boden 5, vorgesehenen Hinterschnitt in der zweiten Seitenwand 7, einen entsprechenden Vorsprung am zweiten Klemmschenkel 13 zwischen seinem freien Ende 21 und dem Basissteg 11 anzuformen.
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Der Hinterschnitt 14 wird dabei vorzugsweise, wie in 2 gut zu erkennen ist, durch eine an einer dem Aufnahmeraum 9 zugewandten Innenfläche der zweiten Seitenwand 7 rampenartig in den Aufnahmeraum 9 vorstehende Nase 19 gebildet.
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Die Innenfläche der zweiten Seitenwand 7 erstreckt sich von dem Hinterschnitt 14 gemäß einer Ausführungsvariante geradlinig zum Boden 5 hin, wie es in den 3 bis 10 dargestellt ist. Diese Ausführungsvariante eignet sich insbesondere für Schienen 2 kleineren Querschnitts, bevorzugt für Querschnitte in einem Bereich von 20 bis 30 mm.
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Bei Schienen 2 größeren Querschnitts, beispielsweise in einem Bereich von 30 bis 50 oder mehr Millimetern, kann die Innenfläche der zweiten Seitenwand 7 auch abgestuft ausgebildet sein, wobei die zweite Seitenwand 7 zum Boden 5 hin mit einer in den Aufnahmeraum 9 vorstehenden Stufe ausgebildet ist, wie es beispielhaft in 2 dargestellt ist.
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Der zweite Klemmschenkel 13 folgt in seiner Längserstreckung vom Basissteg 11 zu seinem freien Ende 21 hin bevorzugt der Innenfläche der zweiten Seitenwand 7. Entsprechend ist der zweite Klemmschenkel 13 in der hier gezeigten Ausführungsvariante derart ausgebildet, dass er sich vom Basissteg 11 in Richtung seines freien Endes 21 geradlinig erstreckt, wobei das freie Ende 21 des zweiten Klemmschenkels 13 zur zweiten Seitenwand 7 hin unter einem Winkel abgeknickt ausgebildet ist.
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Bei der Montage des Schienensystems wird zunächst, wie in den 3 und 4 dargestellt, die Schiene 2 von oben in die durch die Seitenwände 6, 7 und den Boden gebildete Aufnahmetasche 9 eingelegt und anschließend diagonal von einer Position nahe der zweiten Seitenwand unter Ausübung eines Druckes D gegen den Klemmfinger 8 in das Lagerbett 22 bewegt, wie es in den 5 und 6 gezeigt ist.
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Anschließend wird, wie in 7 gezeigt, das Klemmprofil 4 in die Lücke 10 zwischen dem oberen freien Ende der zweiten Seitenwand 7 und der Schiene 2 eingedrückt.
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Wie in 8a dargestellt, kann das Klemmprofil 4 dabei mit dem freien Ende des ersten Klemmschenkels 12 und der Andruckfläche 16 des Basisstegs 11 auf die Schiene 2 aufgesetzt und entlang der Mantelfläche der Schiene 2 in Richtung des Bodens 5 des Grundprofils 3 gedrückt werden.
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Alternativ kann das Klemmprofil 4, wie in 8b dargestellt, etwa senkrecht nach unten in Richtung des Bodens 5 des Grundprofils 3 in die Lücke 10 eingeführt bzw. gedrückt werden, wobei zunächst das freie Ende 20 des ersten Klemmschenkels mit der Schiene 2 in Berührung kommt, wobei die Klemmschenkel 12, 13 beim weiteren Eindrücken in Richtung des Bodens 5 federelastisch zueinander gedrückt werden, bis das freie Ende des zweiten Klemmschenkels die in den Aufnahmeraum 9 vorstehende Nase 19 auf der dem Aufnahmeraum 9 zugewandten Innenfläche der zweiten Seitenwand 7 passiert hat und in den Hinterschnitt 14 einfedert, wie es in den 9 und 10 gezeigt ist.
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Die Schiene 2 eines Schienensystems mit einem wie oben beschriebenen Lagerprofil 1 kann im Verbund nicht nach oben austreten, da sie durch den Klemmfinger 8 der ersten Seitenwand 6 des Grundprofils 3 bei Belastung das Bestreben hat, seitlich in Richtung der zweiten Seitenwand 7 bzw. des Klemmprofils 4 auszuwandern.
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Dieser Bewegung wirkt jedoch das Klemmprofil 4 entgegen, da es sich seitlich an der zweiten Seitenwand 7 des Grundprofil 3 abstützt und die wirkenden Reibkräfte der Andruckfläche 16, des Andruckbereichs und insbesondere der Anlagefläche 18 des Klemmprofils 4 sowie die Verzahnung im unteren Bereich ein Aushebeln des Klemmprofils 4 und somit der Schiene 2 verhindern.
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Zur Fixierung des Grundprofils 3 des Lagerprofils 1 in einem Fußboden einer Lagerhalle oder dergleichen sind an den Außenflächen des Grundprofils 3 mehrere Nuten 24 im Bereich des Bodens 5 sowie Taschen 25, 26 im Bereich der Seitenwände 6, 7 angeformt.
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Die Taschen 25, 26 in den Seitenwänden 6, 7 sind dabei vorzugsweise mit trapezförmigem Querschnitt ausgebildet. Insbesondere die den freien Enden der Seitenwände 6, 7 nahen Seitenränder 27 sind dabei von einem hier vertikal ausgerichteten Taschenboden 28 nach außen ansteigend ausgebildet, um zu verhindern, dass beim Eingießen des Grundprofils 3 in den Fußboden beispielsweise Flüssigbeton oder Vergussmörtel keine Lufteinschlüsse, sogenannte Lunker, entstehen können, wodurch die Festigkeit des Gesamtsystems erhöht wird.
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Bezugszeichenliste
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- 1
- Lagerprofil
- 2
- Schiene
- 3
- Grundprofil
- 4
- Klemmprofil
- 5
- Boden
- 6
- erste Seitenwand
- 7
- zweite Seitenwand
- 8
- Klemmfinger
- 9
- Aufnahmetasche
- 10
- Lücke
- 11
- Basissteg
- 12
- erster Klemmschenkel
- 13
- zweiter Klemmschenkel
- 14
- Hinterschnitt
- 15
- Andruckfläche
- 16
- Andruckfläche
- 17
- Anlagefläche
- 18
- Anlagefläche
- 19
- Nase
- 20
- Ende
- 21
- Ende
- 22
- Lagerbett
- 23
- Erhebung
- 24
- Nut
- 25
- Tasche
- 26
- Tasche
- 27
- Seitenrand
- 28
- Taschenboden
- D
- Eindrückrichtung
- α
- Aufnahmewinkel
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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- DE 4318383 C1 [0002]
- WO 2014/032699 A1 [0002]