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Die vorliegende Erfindung betrifft einen Bereitstellungsspeicher für bereits vereinzelte und anschließend zu palletierende Gebinde. Ein Gebinde ist die kleinste Verpackungseinheit bzw. Kommissioniereinheit, die auf einer Palette geladen und mit der Palette anschließend an den Zielort versandt wird. Bei dem Gebinde kann es sich beispielsweise um einen Karton, um ein Tablar oder mit einer Folie umwickeltes Gebinde handeln.
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Derartige Gebinde und auch ein Bereitstellungsspeicher für solche Gebinde ist aus der
EP-B-2 874 926 bekannt. Insbesondere ist aus dieser Druckschrift ein Bereitstellungsspeicher mit mehreren übereinander angeordneten Lagerfächern bekannt. Vorzugsweise sind bei diesem Bereitstellungsspeicher die Lagerfächer nach Art von Schubladen übereinander angeordneten und ausgestaltet.
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Gegenüber diesem Stand der Technik kann es wünschenswert sein, die Be- und Entladegeschwindigkeit für den Bereitstellungsspeicher weiter zu steigern. Die Be- und Entladegeschwindigkeit ist bei diesem aus dem Stand der Technik bekannten Bereitstellungsspeicher systembedingt dadurch begrenzt, dass die Schubladen sowohl zum Befüllen mit den Gebinden als auch zum Entnehmen der Gebinde auf- und zugezogen werden müssen, so dass die Schubladen bei der Befüllung und bei der Entnahme translatorisch verfahren werden müssen. Beim translatorischen Verfahren muss auch stets die gesamte Masse der jeweiligen Schublade mit bewegt werden.
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Der Erfindung liegt ausgehend hiervon die Aufgabe zugrunde, das Be- und Entladeverfahren und/oder den Bereitstellungsspeicher hinsichtlich seiner Bedieneigenschaften weiter zu verbessern.
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Diese Aufgabe ist durch das Verfahren nach dem unabhängigen Anspruch 1 und den Bereitstellungsspeicher nach dem unabhängigen Anspruch 3 in erfinderischer Weise gelöst. Die rückbezogenen Ansprüche beinhalten teilweise vorteilhafte und teilweise für sich selbst gesehen erfinderische Weiterbildungen dieser Erfindung.
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Die Erfindung basiert auf dem Grundgedanken, ein Verfahren zum Beladen einer Palette so zu gestalten, dass die vereinzelten Gebinde in Lagerfächer eines Bereitstellungsspeichers gegeben und aus diesen zur Palettierung wieder entnommen werden. Zur Beschleunigung des Palettiervorgangs ist das Verfahren so aufgebaut, dass die beiden Verfahrensschritte für jeweils unterschiedliche Gebinde zeitgleich durchgeführt werden. Mit anderen Worten werden also gemäß dem erfindungsmäßigen Verfahren ein oder mehrere Gebinde einem oder mehreren Fächern eines Bereitstellungsspeichers zugeordnet während zeitgleich aus einem oder mehreren anderen Fächern andere Gebinde entnommen werden. Dabei ist jedes Lagerfach nur mit einem Gebinde befüllt. Jedes gebinde hat somit sein eigenes Lagerfach.
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In bevorzugter Ausgestaltung wird das Verfahren schrittweise durchgeführt, wozu ein beweglicher Bereitstellungsspeicher vorgesehen ist. Dieser Bereitstellungsspeicher wird schrittweise voran bewegt und jeweils in gemeinsamen Zyklen, nämlich in kombinierten Be- und Entladezyklen mit Gebinden beschickt bzw. werden Gebinde aus den Fächern des Bereitstellungsspeichers entnommen.
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Erfindungsgemäß ist hierfür ein prinzipiell auch für die Verwendung von anderen Be- und Entladeverfahren geeigneter Bereitstellungsspeicher vorgesehen, welcher mindestens eine umlaufende geschlossene Schleife aufweist. Diese Schleife weist ihrerseits mehrere Fächer für die Zuordnung der einzelnen Gebinde auf. Der schleifenartige Bereitstellungsspeicher ist dabei so ausgestaltet, dass eine Befüllungsseite und eine Entnahmeseite für die Gebinde vorgesehen sind. Mit dem erfindungsmäßigen Verfahren ist es dann möglich, gleichzeitig auf der Bereitstellungsseite Gebinde in die Fächer des Bereitstellungsspeichers einzubringen und auf der Entnahmeseite einzelne Gebinde für den Palettierungsvorgang zu entnehmen.
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In weiterer Ausgestaltung verläuft die Speicherstrecke des Bereitstellungsspeichers in vertikaler Richtung, wobei der Bereitstellungsspeicher in zwei vertikale Speicherstrecken unterteilt ist, nämlich eine Speicherstrecke, in welcher der Bereitstellungsspeicher bzw. die im Bereitstellungsspeicher angeordneten Lagerfächer nach oben bewegt werden und einer gegenüberliegenden anderen Speicherstrecke, in dem die Gebinde bzw. die Lagerfächer nach unten bewegt werden. Die Zuordnung der Bewegung der Lägerfächer und damit der Schleife nach oben oder nach unten zur jeweiligen Befüllungsseite oder Entnahmeseite kann hier willkürlich in Abhängigkeit von den Präferenzen des Anlagenbauers erfolgen.
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In vorteilhafter Ausgestaltung werden die Fächer im Bereitstellungsspeicher schrittweise voran bewegt, wobei sich an jeden Bewegungsschritt ein kombinierter Be- und Entladezyklus anschließt, in welchem jeweils aus einem oder mehreren Fächern jeweils ein Gebinde entnommen wird und zugleich jeweils ein Gebinde in ein anderes Fach oder eine Mehrzahl anderer Fächer eingebracht werden. Es ist auch möglich, mehrere Fächer gleichzeitig mit dem zugeordneten Gebinde zu befüllen bzw. aus mehreren Fächern zeitgleich die jeweiligen Gebinde zu entnehmen.
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In weiterer vorteilhafter Ausgestaltung sind auf der Befüllungsseite mehrere Förderlinien vorzugsweise übereinander angeordnet, welche jeweils übereinander liegenden Fächern zugordnet sind, um diese mit Gebinden befüllen können. Auch auf der Entnahmeseite kann eine oder können mehrere Abförderlinien vorgesehen sein, um jeweils ein oder mehrere Fächer zu leeren und die entsprechenden Gebinde auf die Palette zu packen.
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In Weiterbildung der Erfindung kann der Bereitstellungsspeicher als massives polygonförmiges Element ausgeführt sein, welches um eine zentrale Achse drehbar gelagert ist. Besonders konsequent ist die Weiterbildung eines solchen Polygonzugs zu einem Rad bzw. zu einer Lagertrommel, welche die erfindungsmäßige geschlossene Schleife bildet und durch Eigendrehung die Lagerfächer entlang den Speicherstrecken auf der einen Seite des Polygons bzw. Rades nach oben und auf der gegenüberliegenden Seite des Polygons bzw. Rades nach unten verfährt.
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Der Ausgestaltung des Bereitstellungsspeichers als Lagertrommel liegt dabei unabhängig vom angewandten Verfahren zum Beladen einer Palette die Grundüberlegung zugrunde, den Bereitstellungsspeicher so auszugestalten, dass er beim Befüllen mit den Gebinden einerseits und bei der Entnahme der Gebinde andererseits ausschließlich Rotationsbewegungen ausführt. Ferner sind die einzelnen Lagerfächer so ausgestaltet, dass sie stets von außen her zugänglich sind. Durch die Kombination der Rotationsbewegung mit dieser permanenten Zugänglichkeit kann der Bereitstellungsspeicher bzw. können die Lagerfächer des Bereitstellungsspeichers kontinuierlich bewegt werden. Die nach dem Stand der Technik die Befüllungsgeschwindigkeit bzw. die Entnahmegeschwindigkeit des Bereitstellungsspeichers möglicherweise limitierenden Hin- und Her-Bewegungen der Lagerfächer entfallen nach der Erfindung ersatzlos.
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Die Erfindung weist dafür mehrere nebeneinander angeordnete Lagertrommeln auf. Diese Lagertrommeln sind um eine gemeinsame sich in horizontaler Richtung erstreckende Drehachse drehbar gelagert. Betrachtet man den gesamten Bereitstellungsspeicher, sind die einzelnen Lagertrommeln nach Art von Scheiben nebeneinander entlang der horizontalen Drehachse nach Art von Scheiben aufgereiht. Der Befestigungsspeicher besteht somit aus einem aus einzelnen scheibenartigen Lagertrommeln zusammengesetzten großen Trommelzylinder und bildet so einen Trommelsequenzer. Die einzelnen Lagertrommeln erinnern dabei an die mit Ziffern bedruckten, nebeneinander aufgereihten Stellscheiben eines Nummernschlosses für ein Fahrrad.
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Bei einer Ausführungsform der Erfindung sind in jeder Lagertrommel Gebinde derselben Sorte untergebracht. In vorteilhafter Ausgestaltung entspricht die Anzahl der nebeneinander angeordneten Lagertrommeln dann mindestens der Anzahl der unterschiedlichen Gebindearten oder Gebindesorten. Auf diese Weise kann jede Gebindeart oder Gebindesorte einer bestimmten Lagertrommel jeweils zugeordnet werden.
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Mit einer anderen Ausführungsform der Erfindung ist es möglich, zunächst einen aus mehreren verschiedenen Gebindesorten sich zusammensetzenden Batch durch den Bereitstellungsspeicher durchzuschleusen und anschließend andersartige Gebinde in die jeweiligen Lagertrommeln einzubringen. Auf diese Weise ist es möglich, in eine oder mehrere Lagertrommeln die Gebindearten oder Gebindesorten einer Mischpalette bereitzustellen und sie auf der Entnahmeseite in der gewünschten zu palettierenden Reihenfolge dem Trommelsequenzer wieder zu entnehmen. Bei Paletten mit wenigen oder großen Packstücken ist es sogar möglich, mit einer Lagertrommel sämtliche zu palettierenden Gebinde bereitzustellen.
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Bei einer weiteren Ausführungsform mit jeweils unterschiedlichen Gebinden in den Lagerfächern einer Lagertrommel und zugleich der identischen Zusammenstellung von Gebinden in den nebeneinander angeordneten Lagertrommeln lassen sich identische Ladungssequenzen auf den Paletten realisieren. Es können auch unterschiedliche Sequenzen der jeweils gleichen Zusammenstellung von Gebinden realisiert werden.
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Generell ist bei der Belieferung von Einzelhändlern eine an das Layout des Ladengeschäfts angepasste Beladung der Palette erwünscht. Die Gebinde können dann in derjenigen Reihenfolge abgeladen werden, in der sie im Ladengeschäft hintereinander angeordnet sind.
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In einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist der Innenraum der Lagertrommeln in gleich große Trommelsegmente bzw. Lagerfächer aufgeteilt. Eine Aufteilung in sechs gleich große Trommelsegment-Fächer hat sich in der Praxis dabei bewährt. Es sei aber ausdrücklich erwähnt, dass auch eine Aufteilung mit nur vier Fächern oder acht, zehn oder zwölf oder mehr Fächern denkbar ist. Als vorteilhaft wird die folgenden beschriebene 60 Grad-Anordnung und die 90 Grad-Anordnung mit vier Fächern angesehen. In diesem Zusammenhang sei darauf hingewiesen, dass gemäß der Erfindung ein Trommelsegment stets einem Lagerfach bzw. Fach entspricht. Betrachtet man die in sechs gleich große Fächer aufgeteilten Lagertrommeln, so gleichen sie in ihrem Aufbau einem Riesenrad. Während ein Riesenrad eine Vielzahl in gleichem Abstand zueinander angeordneter Sitzgondeln für die jeweiligen Passagiere aufweist, entsprechen diesen Passagiergondeln Lagertablaren oder Lagerkörben oder ähnlichen Aufnahmemitteln in den Fächern.
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Blickt man tangential auf die Lagertrommeln mit sechs gleich großen Trommelsegmenten, gleicht die Aufteilung dem Zifferblatt einer Uhr, wobei der Mittelpunkt des ersten Trommelsegment der 12:00-Uhr-Position des Zifferblatts, der Mittelpunkt des im Uhrzeigersinn rechts daneben angeordneten Trommelsegments der 02:00-Uhr-Stellung des Zifferblatts, der Mittelpunkt des dritten im Uhrzeigersinn daneben angeordneten Trommelsegments der 04:00-Uhr-Stellung, der Mittelpunkt des vierten Trommelsegments der 06:00-Uhr-Stellung des Zifferblatts, der Mittelpunkt des fünften Trommelsegments der 08:00-Uhr-Stellung des Zifferblatts und der Mittelpunkt des sechsten Trommelsegments schließlich der 10:00-Uhr-Stellung des Zifferblatts. Jedes Trommelsegment und damit jedes Fach weist also einen Innenwinkel von 60 Grad auf.
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In weiterer vorteilhafter Ausgestaltung ist die eine Seite der Lagertrommel, beispielsweise die Seite mit der 08:00-Uhr und der 10:00-Uhr-Stellung als Befüllungsseite der Lagertrommel ausgestaltet, während die dieser Befüllungsseite abgewandte Lagertrommelseite mit der 02:00-Uhr und der 04:00-Uhr-Stellung zugleich als Entnahmeseite der Lagertrommel ausgestaltet ist. Vorteilhaft zur zügigen Befüllung des Trommelsequenzers ist die parallele Befüllung zweier oder mehrerer Fächer auf der Befüllungsseite in einem Arbeitsschritt.
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Zur synchronen Befüllung zweier Fächer auf der Befüllungsseite sind in vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung zwei übereinander angeordnete Zuförderlinien so im Bereich der Befüllungsseite angeordnet, dass jede Förderlinie jeweils ein Fach der Lagertrommel flankiert. Zur Entnahme der Gebinde von der jeweiligen Förderlinie und zu dessen Einbringung in das jeweilige Trommelsegment sind Manipulatoren im Bereich der Förderlinien vorgesehen.
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Die Förderlinien können hierfür in weiterer bevorzugter Ausgestaltung als Bandförderer oder Rollenförderer ausgestaltet sein. Selbstverständlich sind auch alle weiteren technisch sinnvollen Ausgestaltungen möglich. Als Manipulator kann entweder eine zwischen Förderlinie und dem jeweiligen Trommelsegment zwischengeschaltete schräge Ebene dienen. Das obere Ende der schrägen Ebene ist dabei der Förderlinie zugewandt, während das untere Ende der schrägen Ebene in das jeweilige Fach im zugeordneten Trommelsegment mündet. Die schrägen Ebenen können entweder Förderrollen oder Förderbänder aufweisen.
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Alternativ ist es auch möglich, die Förderlinien nach Art von Tangenten sehr nah am Außenmantel der Lagertrommeln vorbeizuführen und Schubstempel, nämlich sogenannte „Pusher“ als Manipulatoren zu verwenden.
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Schließlich ist es vorteilhaft, auf der Entnahmeseite einen oder mehrere Entnahmeroboter vorzusehen. Besonders vorteilhaft ist die Verwendung von kombinierten Entnahme- und Palletierrobotern. Diese kombinierten Roboter können auf einer Palletierplattform angeordnet sein, welche ein Sammelfach für die palletierten Gebinde aufweist.
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Anhand der in den Zeichnungsfiguren dargestellten Ausführungsbeispiele ist die Erfindung mit weiteren Einzelheiten erläutert. Es zeigen:
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1 eine perspektivische Ansicht einer Lagertrommel,
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2 eine schematische tangentiale Aufsicht auf eine Lagertrommel,
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3 den erfindungsmäßigen als Trommelsequenzer ausgebildeten Bereitstellungsspeicher und
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4 eine vollständige Palletierstation einschließlich zweier übereinander angeordneter Förderlinien auf der Befüllungsseite und einen kombi nierten Entnahme- und Palletierroboter auf der Entnahmeseite.
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1 zeigt die Lagertrommel 1 gemäß dem hier beschriebenen Ausführungsbeispiel mit ihren Einzelheiten. Die Lagertrommel 1 ist in einem Trommelgestell 2 gelagert. Das Trommelgestell 2 weist dafür eine Trommelaufnahmenut 3 auf. Die Trommelaufnahmenut 3 ist ihrerseits so weit ausgemuldet, dass die an der Lagertrommel hängend montierten tablarartigen Fächer 4 die Trommelaufnahmenut 3 problemlos passieren können. Die Fächer 4 sind ihrerseits an Seitenrahmen 5 aufgehängt. In bevorzugter Ausgestaltung sind die Fächer 4 und die Seitenrahmen 5 als integrales Bauteil vormontiert.
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Die Lagertrommel 1 nach dem Ausführungsbeispiel ist nach Art eines Speichenrades aufgebaut. Die Lagertrommel 1 besteht im Ausführungsbeispiel aus zwei parallel mit Querabstand zueinander angeordneten Trommelreifen 6 und aus jeden Trommelreif 6 ausfachenden Speichen 7. Zwei benachbarte Speichen 7 begrenzen jeweils zwischen sich ein Trommelsegment 8 mit einem Fach 4. Die Speichen 7 sind an ihren im Mittelpunkt des jeweiligen Trommelreifs 6 konvergierenden Enden durch die hohle Nabe 9 miteinander verbunden. An ihren der hohlen Nabe 9 abgewandten Enden sind die einander zugeordneten Speichen 7 der beiden paarweise angeordneten Trommelreifen 6 jeweils durch ein Querjoch 10 miteinander verbunden. Das Querjoch 10 und die beiden vom Querjoch 10 miteinander verbundenen Speichen 7 sind im Ausführungsbeispiel einstückig als Speichen-Querjoch-Bau-gruppe ausgebildet. Bei der Speichen-Querjoch-Baugruppe bilden die Speichen 7 jeweils die U-Schenkel, während das Querjoch 10 das U-Querjoch bildet. Die Speichen-Querjoch-Baugruppe ist beim Ausführungsbeispiel somit ein vorgefertigtes U-Profil.
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Die Fächer 4 sind jeweils mit der oberen Querstrebe ihrer im Ausführungsbeispiel rechteckförmigen Seitenrahmen 5 zwischen die beiden Trommelreifen 6 eines Trommelreifenpaars jeweils in der Mitte eines Trommelsegments 8 zwischengehängt. Die Aufhängung erfolgt über Verbindungszapfen, welche aus entsprechenden Zapfenlagern 11 an den Trommelreifen 6 in Richtung auf die Seitenrahmen 5 hervorspringen und die Seitenrahmen 5 in entsprechenden Lageraugen durchsetzen.
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Der Drehantrieb der Lagertrommel 1 erfolgt über die im Trommelgestell 2 drehbar gelagerten Antriebsrollen 12. Die Antriebsrollen 12 sind dabei als Reibräder eines Friktionsantriebs wirksam. Der von den Antriebsrollen 12 und den Trommelreifen 6 gebildete Friktionsantrieb ist auch zugleich als Drehmomentkupplung für eventuelle Blockiersituationen der Lagertrommel 1 wirksam.
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Die 2 zeigt noch einmal einige der vorbeschriebenen Details und Elemente aus einer gegenüber der Darstellung der 1 veränderten Perspektive. Aus der Darstellung der 2 ist zunächst erkennbar, dass die Zapfenlager 11 beim Ausführungsbeispiel jeweils den Mittelpunkt zwischen zwei benachbarten Speichern 7 auf der Kreislinie jeweils eines Trommelsegments 8 bilden. Während diese von den Zapfenlagern 11 gebildeten Segment-Kreislinien-Mittelpunkte in der Darstellung der 1 bezogen auf das Zifferblatt einer Uhr in der 12:00-Uhr-Stellung, der 02:00-Uhr-Stellung, der 04:00-Uhr-Stellung, der 06:00-Uhr-Stellung, der 08:00-Uhr-Stellung und schließlich der 10:00-Uhr-Stellung liegen, ist die Stellung der Zapfenlager 11 in 2 gegenüber der Darstellung der 1 jeweils „um eine Stunde verschoben“. Das Trommelsegment oben rechts ist beispielsweise von Speichen begrenzt, die in der 12:00-Uhr- und in der 02:00-Uhr-Stellung enden, so dass der vom Zapfenlager 11 gebildete Mittelpunkt der vom Trommelreif 6 gebildeten Teilkreislinie in der 01:00-Uhr-Stellung liegt. Die in der 02:00-Uhr-Stellung befindliche Speiche 7 begrenzt das vorbeschriebene Trommelsegment 8 mit dem Zapfenlager 11 in der 01:00-Uhr-Stellung an der rechten Seite und begrenzt zugleich das im Uhrzeigersinn 14 rechts benachbarte Trommelsegment 8 an seiner linken Seite.
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Weiterhin ist in dem zwischen der 04:00-Uhr- und der 06:00-Uhr-Stellung liegenden Segment noch einmal der Seitenrahmen 5 mit seiner kardanischen Aufhängung am Zapfen gezeigt, welcher aus dem Zapfenlager 11 in Richtung auf den Seitenrahmen 5 absteht. Der Seitenrahmen 5 ist beim Ausführungsbeispiel erkennbar rechteckförmig. Der Seitenrahmen 5 trägt das Fach 4. In das Fach 4 sind beispielhaft das Gebinde 13 mit einer dem Betrachter zugewandten rechteckförmigen Seitenfläche und das links daneben angeordnete Gebinde 13´ mit einer dem Betrachter zugewandten quadratischen Seitenfläche aufgestellt.
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Im linken Teil der 2 ist der Bewegungsverlauf eines Fachs 4 mit seinem Seitenrahmen 5 zwischen der 06:00-Uhr-Stellung und der 12:00-Uhr-Stellung bei einer Drehung der Lagertrommel 1 im Uhrzeigersinn 14 schematisch dargestellt. Zum Zwecke der besseren Übersichtlichkeit sind die Bezugsziffern an den Fächern 4, den Seitenrahmen 5 und den Zapfenlagern 11 im linken Teil der 2 zwischen der 06:00-Uhr-Stellung und der 12:00-Uhr-Stellung fortgelassen.
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3 zeigt den erfindungsmäßigen Bereitstellungsspeicher als Ganzes. In 3 erkennbar ist die Tatsache, dass der erfindungsmäßige Trommelsequenzer aus einer Vielzahl von nebeneinander angeordneten und jeweils auf ihren Trommelgestellen 2 aufgestellten Lagertrommeln 1 besteht. Die Lagertrommeln 1 rotieren dabei um eine sich in Horizontalrichtung 15 erstreckende, von den in Horizontalrichtung 15 nebeneinander liegenden Naben 9 gebildeten – im Ausführungsbeispiel virtuellen – Drehachse 16. Aus Gründen der besseren Übersichtlichkeit sind die Bezugszeichen der Einzelteile der Lagertrommel 1 in der Darstellung der 3 mehrheitlich fortgelassen. Insoweit wird auf die Detaildarstellung der 1 verwiesen. Die Anzahl der den in 3 dargestellten Bereitstellungsspeicher bildenden Lagertrommeln 1 ist größer oder gleich der Anzahl der verschiedenen Gebindesorten 13, 13´. Dies bedeutet, dass jeder Gebindesorte 13, 13´ eine eigene Lagertrommel 1 zugeordnet ist. Wird eine Gebindesorte 13, 13´ besonders häufig benötigt, ist es natürlich auch möglich, ihr mehrere Lagertrommeln 1 zuzuordnen.
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Die 4 zeigt den in 3 dargestellten Bereitstellungsspeicher eingebaut in eine Kommissionier- und Palettiervorrichtung. In aller Regel werden die Gebinde 13, 13´ in einem Lager bevorratet. Hierbei sind die Gebinde 13, 13´ üblicherweise auf einem Ladungsträger, beispielsweise einer Palette oder in einem Karton oder in einer Kiste zusammengefasst. Um die Gebinde 13, 13´ kommissionieren und ausliefern zu können ist es in der Regel erforderlich, die Gebinde 13, 13´ zunächst zu vereinzeln. Sobald die Gebinde 13, 13´ vereinzelt sind, werden sie der in 4 abgebildeten Anlage mit Hilfe der beiden Förderlinien 17, 17´ zugeführt. Die Förderlinien 17, 17´ können beispielweise als Bandförderer oder Rollenförderer, insbesondere Staurollenförderer ausgestaltet sein. Blickt man auf die äußere Lagertrommel 1 des Trommelsequenzers aus der Blickperspektive der 2, welche durch den Blickrichtungspfeil II in 4 angedeutet ist, erkennt man, dass die Förderlinien 17, 17´ auf der linken Seite zwischen der 12:00-Uhr-Stellung und der 06:00-Uhr-Stellung der Lagertrommeln 1 angeordnet sind. Die Förderlinien 17, 17´ liegen somit auf der Befüllungsseite 18 des aus den parallel geschalteten Lagertrommeln 1 zusammengesetzten Trommelsequenzers. Zum Befüllen der Fächer 4 mit den Gebinden 13, 13´ werden die Lagertrommeln 1 in eine Position verfahren, in welcher sich eine Speiche 7 in der 09:00-Uhr-Stellung befindet. Auf diese Weise befinden sich zugleich die von den Zapfenlagern 11 definierten Mittelpunkte der Kreissegmentlinien zweier benachbarter Trommelsegmente 8 in der 08:00-Uhr-Stellung (= unteres Segment) bzw. 10:00-Uhr-Stellung (= oberes Segment). Das mit seinem Kreissegmentlinienpunkt in der 08:00-Uhr-Stellung befindliche Fach 4 im unteren Trommelsegment 8 kann von der unteren Förderlinie 17´ befüllt werden, während zugleich, also synchron das Fach 4 im oberen Trommelsegment 8 von der oberen Förderlinie 17 her befüllt werden kann. Zur Befüllung sind in der zur Horizontalrichtung 15 rechtwinklig verlaufenden Querrichtung 19 den Mantelfächern der Lagertrommeln 1 gegenüber liegend Schubstempel 20 angeordnet. Mit Hilfe dieser Schubstempel 20, welche im Branchenjargon als „Pusher“ bezeichnet werden, werden die Gebinde 13, 13´ von den Förderlinien 17, 17´ in die Fächer 4 der beiden sich auf der Befüllungsseite 18 des Bereitstellungsspeichers befindlichen Trommelsegmente 8 geschoben. Nach dem Befüllen der Fächer 4 in den beiden Trommelsegmenten 8 werden die Lagertrommeln 1 um 120 Grad im Uhrzeigersinn gedreht, so dass die Fächer 4 in den nächsten beiden Trommelsegmente 8 zur Befüllung bereitstehen.
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Auf der der Befüllungsseite 18 in Querrichtung 19 gegenüberliegenden Entnahmeseite 21 des Trommelsequenzers sind die auf Stelzen 22 ruhenden Tragschienen 23 für den entlang der Tragschienen 23 in Horizontalrichtung 25 verfahrbaren Palletierkopf 24 angeordnet. Der Palletierkopf 24 besteht seinerseits aus dem Roboter 25 und einem Sortierrahmen 26 für die Gebinde 13, 13´.
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Der Roboter 25 ist dabei als kombinierter Entnahme- und Palletierroboter ausgebildet. Mit seinem Roboterarm entnimmt der Roboter 25 auf der Entnahmeseite 21 den Lagerfächern 4 die einzelnen Gebinde 13, 13´ und legt sie in den Sortierrahmen 26 am Palletierkopf 24 ein. Der Sortierrahmen 26 weist dabei eine Innenkontur auf, welche der äußeren Hüllfläche der zu beladenden Palette entspricht. Mit anderen Worten sorgt der Sortierrahmen 26 dafür, dass die von ihm umschlossenen Gebinde 13, 13´ ordnungsgemäß auf der Palette aufliegen. Zum Entnehmen der Gebinde 13, 13´ aus den Lagerfächern 4 in den jeweiligen Trommelsegmenten 8 ist der Palletierkopf 24 nach Art eines Schlittens auf den Tragschienen 23 in Horizontalrichtung 15 verfahrbar.
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Schließlich zeigt 4 die in der zur Horizontalrichtung 15 und zur Querrichtung 19 rechtwinklig verlaufenden Vertikalrichtung 27 unterhalb des in 4 rechten Endes der Tragschienen 23 angeordnete, zu beladende Palette 28. Zur Beladung der Palette 28 ist die Palette 28 in Vertikalrichtung 27 entlang der sich in Vertikalrichtung 27 erstreckenden Aufzugsäule 29 verfahrbar. Die Aufzugsäule 29 weist eine Hubgabel bzw. einen Hubboden für die Palette 28 auf, so dass die Palette 28 bis an den unteren Rand des im Palettierkopf 24 angeordneten Sortierrahmens 26 heran verfahren werden kann. Sobald die erste Lage von Gebinden 13, 13´ vom Roboter 25 auf die Palette 28 aufgestellt ist, wird die Palette 28 entlang der Aufzugsäule 29 in Vertikalrichtung 27 nach unten verfahren, so dass wiederum Raum zur Aufstellung weiterer Gebinde 13, 13´ auf die bereits auf der Palette 28 befindlichen Gebinde 13, 13´ entsteht. Sobald die durch das Kommissionierprogramm vorgegebenen Gebinde 13, 13´ auf die Palette 28 aufgestapelt sind, wird die Palette 28 in vertikaler Richtung entlang der Aufzugsäule 29 so lange nach unten verfahren, bis sie auf der Abförderlinie 30 aufliegt. Auf der Abföderlinie 30 wird die vollständig mit den Gebinden 13, 13´ beladene Palette 28 in Querrichtung 19 in die Umreifungsstation 31 verfahren. In der Umreifungsstation 31 wird die Palette entweder mit Umreifungsbändern oder mit einer Schrumpf- bzw. Packfolie umreift, so dass sämtliche Gebinde 13, 13´ auf der Palette 28 gut gesichert zum Abtransport aufliegen. Über die Abförderlinie 30 wird die Palette 28 nach dem Verpacken aus dem System ausgeschleust und beispielsweise in ein Versandlager gegeben. Der Vollständigkeit halber sei angemerkt, dass auch in der Darstellung der 4 – ähnlich der Darstellung in der 3 – der Übersichtlichkeit halber die Bezugsziffern für die einzelnen Details fortgelassen sind. Diesbezüglich wird auch im Zusammenhang mit der Darstellung der 4 auf die Darstellung der 1 verwiesen, welche die Bezugsziffern für sämtliche Details des Ausführungsbeispiels zeigt.
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Bezugszeichenliste
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- 1
- Lagertrommel
- 2
- Trommelgestell
- 3
- Trommelaufnahmenut
- 4
- Fach
- 5
- Seitenrahmen
- 6
- Trommelreif
- 7
- Speiche
- 8
- Trommelsegment
- 9
- Nabe
- 10
- Querjoch
- 11
- Zapfenlager
- 12
- Antriebsrolle
- 13, 13´
- Gebinde
- 14
- Uhrzeigersinn
- 15
- Horizontalrichtung
- 16
- Drehachse
- 17, 17´
- Förderlinie
- 18
- Befüllungsseite
- 19
- Querrichtung
- 20
- Schubstempel
- 21
- Entnahmeseite
- 22
- Stelze
- 23
- Tragschiene
- 24
- Palettierkopf
- 25
- Roboter
- 26
- Sortierrahmen
- 27
- Vertikalrichtung
- 28
- Palette
- 29
- Aufzugsäule
- 30
- Abförderlinie
- 31
- Umreifungsstation
- II
- Blickrichtungspfeil
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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