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Die vorliegende Erfindung betrifft einen Fahrzeuginnenraum, insbesondere eines Kraftfahrzeugs, beispielsweise eines Personenkraftfahrzeugs.
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Ein bekanntes Personenkraftfahrzeug hat einen Insassenraum mit einer vorderen Sitzreihe, insbesondere mit einem Fahrersitz und einem Beifahrersitz, und einer dahinter angeordneten hinteren Sitzreihe in Form einer sogenannten Rücksitzbank. Hierbei erfolgt eine Kommunikation zwischen dem Fahrer oder dem Beifahrer und einem Fondinsassen auf der Rückbank durch entsprechend lautes Sprechen und gegebenenfalls Umdrehen, so dass der Fondinsasse auf der Rücksitzbank den Fahrer bzw. Beifahrer versteht.
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Zur Verbesserung der Kommunikation zwischen Fahrer bzw. Beifahrer und einem Fondinsassen wird in der
DE19958836A1 und in der
EP0304257A2 vorgeschlagen, diese Kommunikation zwischen den Insassen eines Fahrzeugs zu erleichtern. Dies wird unter Verwendung von elektronischen bzw. elektrischen Hilfsmitteln, wie Mikrofonen sowie Lautsprechern im Bereich der vorderen Sitzreihe und im Bereich der hinteren Sitzreihe erreicht. Hierbei erfolgt die Spracherfassung durch die Mikrofone und die Sprachwiedergabe durch die Lautsprecher, wobei die Sprachwiedergage durch Verstärkung und Filterung geeignet verbessert wird.
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Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung einen Fahrzeuginnenraum zu schaffen, der mit einfachen Mitteln eine Sprachkommunikation zwischen einem Insassen auf einem Vordersitz und einem Insassen auf einem Hintersitz verbessert.
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Diese Erfindung wird durch einen Fahrzeuginnenraum gelöst, der die Merkmale von Patentanspruch 1 aufweist. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den abhängigen Patentansprüchen genannt.
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Ein Fahrzeuginnenraum gemäß der vorliegenden Erfindung hat zumindest einen vorderen Sitz für einen vorderen Fahrzeuginsassen und einen hinteren Sitz für einen hinteren Fahrzeuginsassen. In einem Bereich vor dem vorderen Sitz befindet sich ein Schallreflektor, der derart angeordnet und ausgebildet ist, dass er Gesprächsschall von dem vorderen Fahrzeuginsassen in Richtung des hinteren Fahrzeuginsassen reflektiert.
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Hierdurch kann völlig ohne elektronische bzw. elektrische Hilfsmittel auf sehr einfach Art und Weise eine Kommunikation zwischen einem Insassen auf einer vorderen Sitzreihe und einem Insassen auf der hinteren Sitzreihe erfolgen. Insbesondere kann hierdurch der Insasse auf der hinteren Sitzreihe den Insassen auf der vorderen Sitzreihe besser verstehen, ohne dass der Insasse auf der vorderen Sitzreihe sich in Richtung des Insassen auf der hinteren Sitzreihe umdrehen muss, da der Gesprächsschall des Insassen der vorderen Sitzreihe über den Schallreflektor in Richtung des Insassen der hinteren Sitzreihe reflektiert wird. Wenn der Insasse der vorderen Sitzreihe ein Fahrzeugfahrer ist, hat dies den Vorteil, dass er das Verkehrsgeschehen ohne Ablenkung weiterverfolgen kann. Ferner ist dies eine sehr kostengünstige Lösung gegenüber elektronischen bzw. elektrischen Maßnahmen mittels Mikrofon und Lautsprecher usw.
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Bevorzugt ist der Schallreflektor im Bereich eines Rückspiegels und/oder im Bereich einer oder beider A-Säulen, d.h. im Bereich einer linken A-Säule und/oder einer rechten A-Säule, und/oder im Bereich eines Armaturenbretts und/oder im Bereich eines vorderen Endes eines Dachhimmels und/oder an einer Sonnenblende angeordnet.
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Der Rückspiegel, die A-Säulen, das Armaturenbrett, das vordere Ende des Dachhimmels und die Sonnenblende befinden sich alle in Fahrtrichtung vor den Insassen der vorderen Sitzreihe, so dass an diesen Orten ein Gesprächsschall, der in Fahrzeugfahrtrichtung verläuft, sehr gut in eine im Wesentlichen entgegengesetzte Richtung, d.h. im Fahrzeuginnenraum nach hinten, reflektiert werden kann.
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Der vordere Sitz kann ein Fahrersitz oder ein Beifahrersitz sein. Der Fahrersitz und der Beifahrersitz bilden üblicherweise eine vordere Sitzreihe. Die vordere Sitzreihe kann auch aus drei Sitzplätzen bestehen.
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Bevorzugt hat der Schallreflektor eine geeignete schallreflektierende Oberfläche. Hierzu ist die schallreflektierende Oberfläche hinreichend glatt ausgeführt.
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Ferner ist die schallreflektierende Oberfläche vorteilhaft derart gekrümmt, dass sie die Schallwellen, d.h. den Gesprächsschall von dem vorderen Sitz bzw. der vorderen Sitzreihe, geeignet in Richtung des hinteren Sitzes reflektiert. Bevorzugt ist hierzu die schallreflektierende Oberfläche konkav gekrümmt.
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Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung ist der Schallreflektor, insbesondere die schallreflektierende Oberfläche, schwenkbar ausgebildet.
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Hierdurch kann abhängig von einer Sitzposition des Insassen auf dem vorderen Sitz und einer Sitzposition des Insassen auf dem hinteren Sitz eine Richtung des reflektierten Gesprächsschalls eingestellt werden, so dass die Kommunikation zwischen dem Insassen des vorderen Sitzes und dem Insassen des hinteren Sitzes weiter verbessert ist.
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Der Schallreflektor kann dabei manuell verschwenkbar sein.
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Alternativ oder/und zusätzlich kann der Schallreflektor angetrieben verschwenkbar sein. Z.B. kann der Schallreflektor über einen Elektromotor oder dgl. verschwenkbar ausgebildet sein.
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Der angetriebene Schallreflektor kann auch automatisch auf der Grundlage der Sitzposition der Insassen bzw. einer Kopfposition der Insassen verschwenkbar sein. Insbesondere kann der Schallreflektor automatisch auf der Grundlage der Sitzposition/Kopfposition des sprechenden Insassen und der Sitzposition/Kopfposition des hörenden Insassen verschwenkbar sein. Die Sitzposition bzw. Kopfposition der Insassen kann über bekannte Sensorik, wie bespielsweise Kameras oder dgl., erfassbar sein.
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Ferner betrifft die Erfindung auch ein Kraftfahrzeug, insbesondere ein Personenkraftfahrzeug, mit einem erfindungsgemäßen Fahrzeuginnenraum.
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- Vorstehend genannten Weiterbildungen der Erfindung sind soweit sinnvoll und möglich beliebig miteinander kombinierbar.
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In 1 ist eine schematische Seitenansicht eines Personenkraftfahrzeugs mit einem Fahrzeuginnenraum gemäß einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung.
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1 zeigt ein Personenkraftfahrzeug mit einem Fahrzeuginnenraum 1, d.h. einer Fahrgastzelle, der eine vordere Sitzreihe mit einem Fahrersitz und einem Beifahrersitz sowie eine hintere Sitzreihe mit zwei oder drei Sitzplätzen aufweist. Ein Fahrer oder Beifahrer 3, d.h. ein vorderer Insasse, sitzt auf einem Vordersitz der vorderen Sitzreihe. Ein hinterer Insasse 5 sitzt auf einem Rücksitz der hinteren Sitzreihe. Im Bereich eines Rückspiegels, der mittig im Bereich eines oberen Endes einer Frontscheibe bzw. eines vorderen Endes eines Fahrzeugdachs bzw. Fahrzeughimmels angebracht ist, ist in dem Fahrzeuginnenraum 1 ein Schallreflektor 7 angeordnet. Der Schallreflektor 7 weist eine schallreflektierende Oberfläche auf, die konkav gekrümmt ist. Die schallreflektierende Oberfläche ist ferner derart gestaltet, dass sie Gesprächsschall 9 von dem vorderen Insassen 3 in Richtung des hinteren Insassen 5 reflektiert, so dass der hintere Insasse 5 den reflektierten Gesprächsschall 10 gut hören kann. Hierdurch kann der vordere Insasse 3 sprechen, wobei er seinen Kopf in Fahrrichtung nach vorne gerichtet hat und dort das Verkehrsgeschehen verfolgen kann. Trotzdem kann der hintere Insasse 5 den vorderen Insassen 3 gut verstehen.
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Der Schallreflektor 7 kann auch an anderen Orten, z.B. an einer A-Säule, am Dachhimmel oder im Bereich eines sogenannten Armaturenbretts, vor der vorderen Sitzreihe angeordnet sein, so dass der Gesprächsschall 9 des vorderen Insassen 3 optimal zu dem hinteren Insassen 5 reflektiert wird. Es können auch mehrere Schallreflektoren vorgesehen sein. Es können auch separate Schallreflektoren für beispielsweise Fahrer und Beifahrer der vorderen Sitzreihe vorgesehen sein.
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Gemäß dem Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung wird der Gesprächsschall 9 nach hinten reflektiert, so dass keine elektrischen bzw. elektronischen Hilfsmittel zur Übertragung des Gesprächsschalls 9 auf die hintere Sitzreihe erforderlich sind.
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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- DE 19958836 A1 [0003]
- EP 0304257 A2 [0003]