DE102017102000A1 - Verfahren zum Bewegen von Gargut in einem Garbehälter und Gargerät mit einem Garbehälter - Google Patents

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Reinhard Wassmus
Kevin Spahlholz
Simone Wallstein
Diego Hincapie Ocampo
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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Bewegen von Gargut (24) in einem Garbehälter (12), das folgende Schritte umfasst:
- es werden eine Flüssigkeit (28) und das Gargut (24) in den Garbehälter (12) eingebracht,
- mindestens eines von mehreren Heizelementen (25, 26, 27) des Garbehälters (12) wird so angesteuert, dass sich eine Zirkulation der Flüssigkeit (28) einstellt, mittels der das Gargut (24) in einen Entnahmebereich (C) transportiert wird.
Die Erfindung betrifft auch ein Gargerät mit einem Garbehälter (12), mehreren Heizelementen (25, 26, 27) und einer Steuerung (16), die dafür eingerichtet ist, das vorstehend erläuterte Verfahren auszuführen.

Description

  • Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Bewegen von Gargut in einem Garbehälter. Ferner betrifft die Erfindung ein Gargerät mit einem Garbehälter, mehreren Heizelementen und einer Steuerung.
  • Der Garbehälter hat die Gestalt eines Tiegels mit einem Boden, in dem mehrere Heizelemente angeordnet sind. Mit den Heizelementen kann der Boden des Tiegels erwärmt werden, und die Wärme kann dann von der Oberseite des Bodens auf das Gargut übertragen werden, das auf dem Boden liegt, oder auf eine Flüssigkeit, die sich im Garbehälter befindet.
  • Der Begriff „Heizelement“ umfasst dabei jede Art von Heizvorrichtung, beispielsweise elektrische Widerstandsheizelemente oder Gas-Heizvorrichtungen.
  • Es ist bekannt, dass die Heizelemente unterschiedlich angesteuert werden können. Hierdurch können unterschiedliche Garzonen erzeugt werden, so dass beispielsweise in einer Zone Steaks mit hoher Temperatur angebraten werden und in einer anderen Zone die Steaks bei niedriger Temperatur ruhen.
  • Wenn die Heizelemente eine Flüssigkeit innerhalb des Garbehälters erwärmen, werden die Heizelemente üblicherweise gleichmäßig angesteuert, beispielsweise mit maximaler Leistung, so dass die Flüssigkeit so schnell wie möglich auf eine gewünschte Temperatur gebracht wird.
  • Die Flüssigkeit kann dazu verwendet werden, in ihr verschiedene Nahrungsmittel zu garen, beispielsweise Spätzle, Gnocchi oder Knödel. Diese sinken, wenn sie in die Flüssigkeit gegeben werden, zunächst nach unten ab. Erst wenn sie fertig gegart sind, steigen sie wieder an die Oberfläche. Dies ist auf die Volumenzunahme und damit die Verringerung der Dichte dieser Lebensmittel während des Garvorgangs zurückzuführen. Wenn die Nahrungsmittel fertig gegart sind, müssen sie abgeschöpft werden, damit sie nicht verkochen. Anschließend wird die nächste Charge in die siedende Flüssigkeit gegeben.
  • Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, den Garvorgang zu verbessern.
  • Zur Lösung dieser Aufgabe ist erfindungsgemäß ein Verfahren der eingangs genannten Art vorgesehen, das folgende Schritte umfasst:
    • - es werden eine Flüssigkeit und das Gargut in den Garbehälter eingebracht,
    • - mindestens eines von mehreren Heizelementen des Garbehälters wird so angesteuert, dass sich eine Zirkulation der Flüssigkeit einstellt, mittels der das Gargut in einen Entnahmebereich transportiert wird.
  • Weiterhin ist erfindungsgemäß ein Gargerät mit einem Garbehälter, mehreren Heizelementen und einer Steuerung vorgesehen, die dafür eingerichtet ist, das erfindungsgemäße Verfahren auszuführen.
  • Die Erfindung beruht auf dem Grundgedanken, die Flüssigkeit, in der die Nahrungsmittel bzw. das Gargut gegart werden, dafür zu verwenden, die Nahrungsmittel in einem bestimmten Bereich zu sammeln, wenn sie fertig gegart sind. Dort können sie dann sehr bequem entnommen werden. Zusätzlich ergibt sich der Vorteil, dass die fertig gegarten Nahrungsmittel sich (zumindest größtenteils) im Entnahmebereich befinden, so dass außerhalb des Entnahmebereichs des Gargeräts neue Nahrungsmittel in die Flüssigkeit gegeben werden können, ohne dass das Risiko besteht, dass sich die neuen Nahrungsmittel mit den bereits fertig gegarten Nahrungsmitteln vermischen und fertig gegarte Nahrungsmittel zu lange in der Flüssigkeit verbleiben, beispielsweise weil sie von den neuen Nahrungsmittels auf den Boden des Garbehälters gedrückt werden.
  • Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, dass eines der Heizelemente so angesteuert wird, dass in diesem Bereich die Flüssigkeit siedet, und dass das andere Heizelement oder die anderen Heizelemente so angesteuert werden, dass in deren Bereich die Flüssigkeit nicht siedet. Dadurch können ein Garbereich und ein Entnahmebereich innerhalb des Garbehälters definiert werden. Der Entnahmebereich ist dabei jener Bereich, in dem die Flüssigkeit nicht siedet.
  • Bei einer bevorzugten Ausführungsform ist es möglich, dass drei Heizelemente vorgesehen sind, die so angesteuert werden, dass sich ein gestuftes Temperaturprofil ergibt. Dadurch kann ein dritter Bereich definiert werden, der als Transportbereich für die Lebensmittel vom Garbereich zum Entnahmebereich dient. Somit kann eine gleichmäßigere Zirkulation der Flüssigkeit gewährleistet werden. Außerdem kann die der Flüssigkeit zugeführte Wärmemenge maximiert werden, ohne dass die gesamte Flüssigkeit siedet.
  • Gemäß einer Ausgestaltung kann vorgesehen sein, dass die Zirkulation der Flüssigkeit erst nach Ablauf einer vorbestimmten Garzeit erzeugt wird, beispielsweise wenn eine vorprogrammierte Garzeit abgelaufen ist. Bis zum Ablauf der Garzeit bildet sich keine ausgeprägte Zirkulation innerhalb der Flüssigkeit, so dass das Gargut ruhig am Boden des Garbehälters liegt. Erst nach Ablauf der Garzeit wird die Zirkulation erzeugt, mit der das Gargut im Entnahmebereich gesammelt wird.
  • Gemäß einer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass der Temperaturgradient zwischen den Heizelementen manuell eingestellt wird. Dies ermöglicht es einem Bediener, die Zirkulation flexibel nach seinen Wünschen einzustellen.
  • Alternativ kann der Temperaturgradient auch automatisiert eingestellt werden.
  • Die Erfindung wird nachfolgend anhand der beigefügten Zeichnungen erläutert. In diesen zeigen:
    • - 1 schematisch ein Gargerät mit einem Garbehälter, und
    • - 2 in einem schematischen Schnitt den Garbehälter des Gargeräts von 1, während das erfindungsgemäße Verfahren durchgeführt wird.
  • 1 zeigt das erfindungsgemäße Gargerät 10 mit einem Garbehälter 12, einer Steuerung 16 und einer Bedieneinheit 18.
  • Der Garbehälter 12 besteht dabei aus einem Boden 20 und in der gezeigten Ausführungsform aus vier Seitenwänden 22. Im Boden 20 des Garbehälters 12 ist eine Heizvorrichtung angeordnet, die hier aus drei Heizelementen 25, 26, 27 besteht.
  • Es können auch mehr als drei Heizelemente verwendet werden. Alternativ könnten auch zwei Heizelemente vorgesehen sein.
  • Die Heizelemente 25, 26, 27 können von der Steuerung 16 einzeln angesteuert werden, um unterschiedliche Garzonen innerhalb des Garbehälters 12 zu erzeugen. Die Steuerung 16 hingegen kann vom Anwender über die Bedieneinheit 18 bedient werden.
  • Wie in 2 gezeigt ist, können mit den drei Heizelementen 25, 26, 27 drei verschiedene Garzonen erzeugt werden, die hier mit den Bezugszeichen A, B und C bezeichnet sind. Es handelt sich nicht um physisch getrennte Bereiche, sondern um Bereiche, in denen durch eine unterschiedliche Leistung der Heizelemente 25, 26 27 unterschiedliche Temperaturen erzeugt werden.
  • Wenn in dem Garbehälter 12 eine Flüssigkeit eingefüllt ist (hier symbolisiert durch ihre Oberfläche 28), können durch die Ansteuerung der Heizelemente 25, 26, 27 mit unterschiedlicher Leistung in den Garzonen A, B, C unterschiedliche Temperaturen erzeugt werden und damit Dichteunterschiede in der Flüssigkeit.
  • Die unterschiedlichen Temperaturen sind dabei so eingestellt, dass an einer Seite (hier in der Garzone A) die höchste Temperatur erzeugt wird, nämlich derart, dass die Flüssigkeit siedet.
  • In der Garzone B ist die Leistung des Heizelements 26 so eingestellt, das die Flüssigkeit eine Temperatur in der Nähe des Siedepunktes hat.
  • In der Garzone C ist die Leistung des Heizelements 25 so eingestellt, dass die Flüssigkeit nicht siedet; hier weist die Flüssigkeit die niedrigste Temperatur auf.
  • Dadurch können ein Siedebereich A, ein Transportbereich B und ein Entnahmebereich C definiert werden. Der Siedebereich A entspricht dem Bereich höchster Temperatur, während der Entnahmebereich C dem Bereich niedrigster Temperatur entspricht. Somit ergibt sich ein gestuftes Temperaturprofil.
  • Der Temperaturunterschied der Flüssigkeit zwischen dem Siedebereich A, dem Transportbereich B und dem Entnahmebereich C kann manuell über die Bedieneinheit 18 eingestellt werden. Die Heizelemente erhitzen dementsprechend die verschiedenen Bereiche unterschiedlich stark, wodurch sich eine Zirkulation der Flüssigkeit innerhalb des Garbehälters 12 einstellt. Die verschieden hohen Temperaturen in den drei Bereichen A, B und C sind hier durch verschieden große Luftblasen in der Flüssigkeit dargestellt.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren sieht es vor, dass das Gargut 24 in den Siedebereich A gebracht wird. Dort sinkt es zunächst ab und bleibt für eine gewisse Garzeit auf dem Boden 20 des Garbehälters 12. Nachdem das Gargut 24 fertig gekocht ist, steigt es an die Oberfläche der Flüssigkeit und schwimmt aufgrund der sich einstellenden Zirkulation der Flüssigkeit über den Transportbereich B zum Entnahmebereich C, ohne dass der Anwender eingreifen muss.
  • Vom Entnahmebereich C aus kann das Gargut 24 vom Anwender abgeschöpft werden, während im Siedebereich A schon eine neue Charge kocht.
  • Die Pfeile deuten den Weg des Garguts 24 durch die Flüssigkeit im Garbehälter 12 an.
  • Durch die Zirkulation ergeben sich zwei Vorteile. Zum einen sammelt sich das Gargut, wenn es fertig gegart ist, von allein im Entnahmebereich C, wo es vom Anwender einfach abgeschöpft werden kann. Zum anderen kann im Siedebereich A neues Gargut eingebracht werden, das vom fertig gegarten Gargut getrennt bleibt.

Claims (7)

  1. Verfahren zum Bewegen von Gargut (24) in einem Garbehälter (12), das folgende Schritte umfasst: - es werden eine Flüssigkeit (28) und das Gargut (24) in den Garbehälter (12) eingebracht, - mindestens eines von mehreren Heizelementen (25, 26, 27) des Garbehälters (12) wird so angesteuert, dass sich eine Zirkulation der Flüssigkeit (28) einstellt, mittels der das Gargut (24) in einen Entnahmebereich (C) transportiert wird.
  2. Verfahren nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass eines der Heizelemente (25, 26, 27) so angesteuert wird, dass in diesem Bereich die Flüssigkeit (28) siedet, und dass das andere Heizelement (25, 26, 27) oder die anderen Heizelemente (25, 26, 27) so angesteuert wird bzw. werden, dass in deren Bereich die Flüssigkeit nicht siedet.
  3. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass drei Heizelemente (25, 26, 27) vorgesehen sind, die so angesteuert werden, dass sich ein gestuftes Temperaturprofil ergibt.
  4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass die Zirkulation der Flüssigkeit (28) dann erzeugt wird, wenn eine vorbestimmte Garzeit abgelaufen ist.
  5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass der Temperaturgradient zwischen den Heizelementen (25, 26, 27) manuell eingestellt wird.
  6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Temperaturgradient zwischen den Heizelementen (25, 26, 27) automatisiert eingestellt wird.
  7. Gargerät mit einem Garbehälter (12), mehreren Heizelementen (25, 26, 27) und einer Steuerung (16), die dafür eingerichtet ist, das Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche auszuführen.
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