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Die vorliegende Erfindung betrifft eine Strickmaschine, die einen Nadelträger mit daran in Nadelkanälen bewegbaren Stricknadeln, mindestens eine Fadenzuführung zum Zuführen mindestens eines Grundfadens und mindestens eines Plüschfadens zu einer Strickstelle der Strickmaschine und einen Kopf an Kopf, vorzugsweise rechtwinklig zu dem Nadelträger vorgesehenen Platinenträger mit daran in Nuten bewegbaren Platinen, die zwischen wenigstens zwei der Stricknadeln zum Ausbilden von Plüschhenkeln aus dem Plüschfaden mittels jeweils eines mit der Platine mechanisch gekoppelten Platinenstößers austreibbar sind, aufweist, wobei die Stricknadeln über Nadelstößer mit einer Auswahlsteuerung verknüpft sind, durch die jede Stricknadel zur Bildung jeweils einer einzigen Masche zweimal austreibbar ist. Die Erfindung betrifft ferner ein Strickverfahren, bei dem mit einer Fadenzuführung mindestens ein Grundfaden und ein Plüschfaden einer Strickstelle einer Strickmaschine zugeführt werden, wenigstens aus dem Grundfaden und dem Plüschfaden mit Stricknadeln der Strickmaschine Maschen gebildet werden und Platinen der Strickmaschine zwischen wenigstens zwei der Stricknadeln ein- und ausgefahren werden, wobei jeweils ein Plüschhenkel ausgebildet wird, und wobei bei einem ersten Austrieb der Stricknadeln aus dem Grundfaden Grundfadenschlingen gebildet werden und entweder die Stricknadeln bei einem zweiten Austrieb zunächst in eine erste Austriebsposition ausgetrieben werden, in der jeweils eine der Platinen zwischen zwei der Stricknadeln den Grundfaden niederhält, die Stricknadeln daraufhin in eine zweite Austriebsposition ausgetrieben werden, in der erst die Platinen zurückgezogen werden und nachfolgend durch die ausgetriebenen Stricknadeln aus dem Plüschfaden Plüschfadenschlingen gebildet werden, die mit den Grundfadenschlingen abgeschlagen werden; oder durch die Stricknadeln bei ihrem zweiten Austrieb aus dem Plüschfaden Plüschfadenschlingen gebildet werden, wobei jeweils eine der Platinen zwischen zwei der Stricknadeln fährt und zwischen jeweils zwei der Plüschfadenschlingen aus dem Plüschfaden einen Plüschhenkel bildet, und die Plüschfadenschlingen mit den Grundfadenschlingen abgeschlagen werden; oder die Stricknadeln kein zweites Mal ausgetrieben werden, sodass der Plüschfaden durch die nicht ausgetriebenen Stricknadeln nicht erfasst wird und in diesem Bereich als Flottung vorliegt. Darüber hinaus betrifft die vorliegende Erfindung ein Gestrick, bei dem in einer Maschenreihe Maschen vorliegen, die aus mindestens einem Grundfaden ausgebildete Grundfadenschlingen und aus mindestens einem Plüschfaden ausgebildete Plüschfadenschlingen aufweisen.
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Im Stand der Technik sind Strickmaschinen und Strickverfahren der eingangs genannten Gattung bekannt, mit welchen gattungsgemäße Gestricke, die Plüschgestricke sind, hergestellt werden. Aufgrund der Verwendung von Platinen bzw. Stiften beim Stricken werden diese Plüschgestricke im Stand der Technik auch als Platinen- oder Stiftplüsch bezeichnet.
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Zur Herstellung von Platinen- oder Stiftplüsch laufen mindestens zwei Fäden, der Grundfaden und der Plüschfaden, in einem Nadelaustrieb ein. Dabei läuft der Grundfaden hinter den Platinen bzw. Stiften ein und bildet dadurch immer ein Rechts-Links-Gestrick. Der Plüschfaden läuft vor der Platine bzw. dem Stift ein und wird durch die ausgetriebenen Stricknadeln zu einem Plüschhenkel ausgebildet. Diese Plüschhenkel liegen üblicherweise solange auf der Platine bzw. dem Stift, bis die Maschenbildung abgeschlossen ist. Im Normalfall wird die Qualität des Plüschgestricks besser, je länger die Platine bzw. der Stift nach der Maschenbildung stehen bleibt.
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Über ein Auswahlsystem können verschiedene Muster erstellt werden, wobei zwischen glattem Gestrick und Plüschgestrick in mindestens einer Höhe unterschieden wird.
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Bei Rundstrickmaschinen können die Platinen bzw. Stifte, mit welchen die Plüschhenkel ausgebildet werden, bei einflächigen Maschinen bzw. Singlemaschinen im Platinenring liegen und bei doppelflächigen Maschinen bzw. Doublemaschinen entweder in der Rippscheibe oder im Zylinder. Sind die Platinen bzw. Stifte in dem Platinenring angeordnet, ist die Austriebsrichtung von Plüschplatinen nach innen gerichtet, das heißt zur Maschinenmitte hin, während bei Platinen bzw. Stiften, die in der Rippscheibe angeordnet sind, die Austriebsrichtung von Plüschstiften von innen nach außen gerichtet ist, das heißt von der Maschinenmitte weg. Im Zylinder gelagerte Platinen bzw. Stifte besitzen eine Austriebsrichtung von unten nach oben.
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Plüschgestricke sind durch ihr Maschenvolumen sehr warm und wenig luftdurchlässig. Will man eine Strickware herstellen, die atmungsaktiv ist, können in die Strickware Löcher gestrickt werden.
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Eine Alternative zur Lochausbildung stellt die sogenannte Mesh-Technik zur Verfügung, mit welcher anstelle von Löchern durchscheinende Bereiche in einer Strickware ausgebildet werden können, die aufgrund des verwendeten dünnen Fadens auch eine erhöhte Atmungsaktivität aufweisen.
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Mit der Mesh-Technik hergestellte Gestricke mit Scheinlöchern sind Rechts-Links-Gestricke, zu deren Ausbildung üblicherweise zwei unterschiedlich dicke Fäden verwendet werden.
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Eine Mesh-Ware wird in der Regel über zwei Systembreiten hergestellt und benötigt nur einen Nadelträger. Dementsprechend kann es auf Single-Strickmaschinen hergestellt werden. Im ersten System wird die jeweilige Stricknadel der Strickmaschine voll ausgetrieben und es läuft ein Grundfaden in Form eines dünnen Monofils ein. Anschließend wird die Stricknadel abgezogen, jedoch nicht gestrickt. Im zweiten System erfolgt nun eine Auswahl zwischen Austrieb und Rundlauf der Stricknadeln. Beim Austrieb werden die Stricknadeln auf Fanghöhe ausgetrieben und ein Plattierfaden in Form eines dickeren Polyfils wird in den Nadelkopf eingelegt. Daraufhin wird abgezogen und kuliert. Zwischen dem ersten und dem zweiten System finden spezielle Schlossteile Anwendung.
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Die so hergestellte Mesh-Ware besitzt zwei unterschiedliche Bereiche. Jede Stricknadel, die einen Plattierfaden gefangen hat, stellt ein glattes Rechts-Links-Gestrick her. Alle übrigen Stricknadeln stellen einen Mesh-Bereich her, bei dem das Monofil als Rechts-Links-Gestrick und der Plattierfaden als Flottung auf der linken Warenseite vorliegt. Durch den dünnen Grundfaden wirken diese Mesh-Bereiche, als ob Löcher im Gestrick wären. Je größer der Unterschied in der Fadendicke zwischen Grund- und Plattierfaden, umso stärker ist dieser Effekt. Insbesondere in der Sporttextilartikelindustrie ist es üblich, diese Technik zu nutzen, um verschiedene Funktionsbereiche an den Textilien zu definieren.
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Da bei der konventionellen Plüschgestrickherstellung der Plüschfaden vor der Platine und der Grundfaden hinter der Platine sein muss, während bei der bekannten Mesh-Gestrick-Herstellung der Plüschfaden hinter der Platine liegen muss, bestand bisher zur Herstellung von Textilien mit Plüsch- als auch mit Mesh-Strukturen nur die Möglichkeit, Plüschgestricke und Mesh-Gestricke jeweils separat auszubilden und nachfolgend mittels Nähen zu verbinden. Die dabei entstehenden Nähte werden jedoch von einem Träger der so zusammengesetzten Strickware häufig als unangenehm kratzend empfunden. Zudem ist das Vernähen aufwändig und verteuert das Endprodukt. Es können daher nicht beliebig viele Nähte vorgesehen werden, sodass Größe und Form der unterschiedlichen Gestrickbereiche nicht auf tatsächliche Trägerbedürfnisse abgestimmt werden können.
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Zur Lösung dieses Problems gibt es im Stand der Technik Ansätze, in Plüschgestricken Löcher mit Hilfe von Spreizern auszubilden. Dadurch sinkt jedoch stark die Produktivität. So liegen bei der in der Druckschrift
US 4,570,461 B beschriebenen Maschine zwischen jeder Spreizerspitze zwei Stricknadeln. Wenn von dem Spreizer nur die Spitze ausgetrieben wird, entsteht ein Plüschhenkel, bei vollem Spreizeraustrieb entsteht ein Loch. Auf diese Weise entsteht ein „Halbplüsch“, bei dem nur jede zweite Masche eine Plüschstruktur aufweist.
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Aus der Druckschrift
DE 102 07 879 A1 ist eine Rundstrickmaschine zur Herstellung von Plüschwaren, die ein aus Grundfäden hergestelltes Grundgestrick und in dieses eingebundene Plüschfäden aufweisen, bekannt. Die Rundstrickmaschine weist einen Nadelzylinder mit Zungennadeln und einen Platinenring mit Platinen auf. Die Zungennadeln sind mit Auswahlstößern gekoppelt, welche mit Auswahleinrichtungen in Verbindung stehen. Den Zungennadeln werden mittels Fadenführern ein Grund- und ein Plüschfaden zugeführt. Bei einem ersten Austrieb der Zungennadel wird der Grundfaden aufgenommen und bei einem zweiten Austrieb der Plüschfaden.
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Die Platinen werden durch Platinenstößer, welche mit Auswahleinrichtungen gekoppelt sind, ausgewählt. Die Platinen sind so ausgestaltet und angeordnet, dass diese als Abschlag-, Einschließ- und Plüschplatinen wirken können. Die Platinen können in eine erste, zur Bildung von Null-Plüschfadenhenkeln bestimmte Stellung, eine zweite, zur Bildung langer Plüschfadenhenkel bestimmte Stellung und eine dritte, zur Bildung von mittellangen Plüschfadenhenkeln bestimmte Stellung gebracht werden.
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Die in der Druckschrift
DE 102 07 879 A1 zur Anwendung kommenden Platinen und Platinenstößer sind mit nach oben ragenden Füßen ersehen, denen am Platinenschloss befestigte, ihnen zugewandte Schlossteile zugeordnet sind, um die beim Strickvorgang erforderlichen Hin- und Herbewegungen der Platinen zu erzeugen. Die Platinenstößer sind so konstruiert, gelagert und vorgespannt, dass mit ihnen die Platinen in Richtung der Nadelzylinderachse radial vorgeschoben werden können. Dagegen werden alle Platinen mittels einer auf ihre Füße einwirkenden Austriebskante des Schlossteils wieder in ihre Einschließstellung gebracht. Währenddessen werden die Auswahlstößer mit einer auf die Füße wirkenden Abzugskante des Schloßteils in ihre Grundstellung zurückgezogen.
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Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Gestrick vorzuschlagen, in dem Gestrickbereiche mit unterschiedlicher Funktionalität vereint sind, das mit geringem technischen Aufwand herstellbar ist und einen hohen Tragekomfort aufweist. Darüber hinaus ist es die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Strickmaschine und ein Strickverfahren zur Verfügung zu stellen, mit welchen die Herstellung eines solchen Gestricks mit hoher Produktivität möglich ist.
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Diese Aufgabe wird zum einen durch eine Strickmaschine gelöst, die einen Nadelträger mit daran in Nadelkanälen bewegbaren Stricknadeln, mindestens eine Fadenzuführung zum Zuführen mindestens eines Grundfadens und mindestens eines Plüschfadens zu einer Strickstelle der Strickmaschine und einen Kopf an Kopf zu dem Nadelträger vorgesehenen Platinenträger mit daran in Nuten bewegbaren Platinen, die zwischen wenigstens zwei der Stricknadeln zum Ausbilden von Plüschhenkeln aus dem Plüschfaden mittels jeweils eines mit der Platine mechanisch gekoppelten Platinenstößers austreibbar sind, aufweist, wobei die Stricknadeln derart auswählbar sind, dass jede Stricknadel über Nadelstößer zur Bildung jeweils einer einzigen Masche zweimal austreibbar ist, wobei der Platinenstößer eine solche Form seines Platinenstößerfußes auf, dass sowohl ein aktiver Austrieb als auch ein aktiver Abzug der Platine durch den Platinenstößer erfolgt.
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Während bei dem ersten Stricknadelaustrieb aus dem Grundfaden eine Grundfadenschlinge gebildet wird, die - unabhängig von dem jeweils auszubildenden Gestrickbereich - immer vorhanden ist, wird erfindungsgemäß bei dem zweiten Stricknadelaustrieb entschieden, ob ein Grundbereich mit einem Rechts-Links-Gestrick, ein Plüschbereich mit zusätzlichen Plüschhenkeln oder ein Durchscheinbereich ausgebildet wird, bei dem der Plüschfaden flott liegt.
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Bei der erfindungsgemäßen Strickmaschine können die Platinen beim ersten Stricknadelaustrieb als Niederhalter und beim zweiten Stricknadelaustrieb zur Herstellung wenigstens eines Plüschbereiches als Plüschhenkelbildner fungieren. Um dies zu ermöglichen, sind die Platinen besonders ausgestaltet.
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Vorzugsweise ist jede der Platinen mit einem Platinenstößer an einem ersten Platinenstößerende mechanisch gekoppelt, wobei die jeweilige Platine durch den Platinenstößer geradlinig hin und her bewegbar ist, und der Platinenstößer an einem zweiten Platinenstößerende mit einer verschwenkbaren Musterplatine mechanisch gekoppelt ist, durch die ein Platinenstößerfuß aus einem Schloss, durch das der Platinenstößerfuß führbar ist, wegdrückbar ist.
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Bei der erfindungsgemäßen Strickmaschine sind vorteilhafterweise sowohl die Stricknadeln als auch die Platinen elektronisch auswählbar und mustergemäß steuerbar.
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Erfindungsgemäß weist der Platinenstößer eine solche Form seines Platinenstößerfußes auf, dass sowohl ein aktiver Austrieb als auch ein aktiver Abzug der Platine durch den Platinenstößer erfolgt. Durch die Form des Platinenstößerfußes wird erreicht, dass der Platinenstößer, insofern die Platine ausgewählt ist, in Eingriff mit wenigstens einem Schlossteil des Schlosses bleibt und beim Austrieb oder Abzug der Platine nicht aus dem Schloss herausgedreht wird.
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Grundsätzlich kann der Platinenstößerfuß hierfür unterschiedliche Ausbildungen aufweisen. Es hat sich jedoch als besonders günstig erwiesen, wenn gemäß einer bevorzugten Ausführung der erfindungsgemäßen Strickmaschine beide Fußkanten des Platinenstößerfußes jeweils in einem spitzen Winkel zu der Längsausrichtung des Platinenstößers ausgerichtet und zugehörige spitzwinklige Schlossteile für einen beidseitigen Angriff an dem Platinenstößerfuß vorgesehen sind.
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Das fertige Gestrick wird bei der erfindungsgemäßen Strickvorrichtung durch einen Spalt zwischen dem Nadelträger und dem Platinenträger abgeführt. Um auch dickere Gestricke durch diesen Spalt abführen zu können, ist vorteilhafterweise der Abstand zwischen dem Nadelträger und dem Platinenträger verstellbar. Um die Erfindung auch dann noch ausführen zu können, wenn sich der Abstand zwischen Nadelträger und Platinenträger und damit die Größe des Spaltes ändert, ist es in einer vorteilhaften Weiterbildung der erfindungsgemäßen Strickvorrichtung vorgesehen, dass ein Schlossteil für einen Angriff an einem Platinenfuß der Platine und die Schlossteile für einen Angriff an dem Platinenstößerfuß gemeinsam miteinander längs des Platinenträgers verstellbar sind.
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Zudem weisen die Platinen an ihrer Platinenspitze wenigstens einen verdickten Bereich zur Ausbildung eines Plüschhenkels auf. Besonders bevorzugt weisen bei einer Ausführungsform der erfindungsgemäßen Strickmaschine die Platinen an ihrer zwischen die Stricknadeln eingreifenden Platinenspitze einen vorderen schmalen Platinenbereich und einen sich daran anschließenden breiten Platinenbereich auf, wobei die Platinen in zwei Positionen zwischen die Stricknadeln zur Ausbildung von zwei verschieden großen Plüschhenkeln durch die verschieden breiten Platinenbereiche einfahrbar sind. Dadurch ist ein Gestrick ausbildbar, das in ein und derselben Maschenreihe unterschiedliche Plüschhenkelhöhen aufweist.
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Die Aufgabe wird darüber hinaus durch ein Strickverfahren gelöst, bei dem mindestens ein Grundfaden und mindestens ein Plüschfaden einer Strickstelle einer Strickmaschine zugeführt werden, wenigstens aus dem Grundfaden und dem Plüschfaden mit Stricknadeln der Strickmaschine Maschen gebildet werden und Platinen der Strickmaschine zwischen wenigstens zwei der Stricknadeln ein- und ausgefahren werden, wobei jeweils ein Plüschhenkel ausgebildet wird, wobei bei einem ersten Austrieb der Stricknadeln aus dem Grundfaden Grundfadenschlingen gebildet werden und entweder die Stricknadeln bei einem zweiten Austrieb zunächst in eine erste Austriebsposition ausgetrieben werden, in der jeweils eine der Platinen zwischen zwei der Stricknadeln den Grundfaden niederhält, die Stricknadeln daraufhin in eine zweite Austriebsposition ausgetrieben werden, in der erst die Platinen zurückgezogen werden und nachfolgend durch die ausgetriebenen Stricknadeln aus dem Plüschfaden Plüschfadenschlingen gebildet werden, die über die Grundfadenschlingen gelegt werden; oder durch die Stricknadeln bei ihrem zweiten Austrieb aus dem Plüschfaden Plüschfadenschlingen gebildet werden, wobei jeweils eine der Platinen zwischen zwei der Stricknadeln fährt und zwischen jeweils zwei der Plüschfadenschlingen aus dem Plüschfaden einen Plüschhenkel bildet, und die Plüschfadenschlingen über die Grundfadenschlingen gelegt werden; oder die Stricknadeln kein zweites Mal ausgetrieben werden, sodass der Plüschfaden durch die nicht ausgetriebenen Stricknadeln nicht erfasst wird und in diesem Bereich flott liegt, wobei die Platinen durch Platinenstößer sowohl ausgetrieben als auch abgezogen werden.
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Erfindungsgemäß werden die Platinen durch Platinenstößer sowohl ausgetrieben als auch abgezogen. Dies kann durch eine spezielle Ausbildung eines Platinenstößerfußes des Platinenstößers realisiert werden, welcher bei Auswahl der Platine auch bei einem Abzug der Platine in Eingriff mit einem entsprechend ausgebildeten Schlossteil einer Schlosskonstruktion der Strickmaschine verbleibt.
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In einer favorisierten Ausbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens wird die jeweilige Platine in einer Niederhaltefunktion der Platine mittels eines mit der Platine mechanisch gekoppelten Platinenstößers relativ zu den Stricknadeln geradlinig hin und her bewegt. In einer Plüschbildungsfunktion der Platine wird nach einem Austrieb der Platine ein mechanischer Eingriff zwischen einem Platinenstößerfuß des Platinenstößers und Schlossteilen der Strickmaschine durch Verschwenken des Platinenstößers aufgehoben und nach erfolgter Plüschbildung wieder hergestellt.
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Zum Ausbilden verschieden hoher Plüschbereiche im Gestrick ist es in einer Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens vorgesehen, dass die Platinen an ihrer Platinenspitze unterschiedlich dicke Platinenbereiche aufweisen und die Platinen so ausgetrieben sind, dass zur Ausbildung von Plüschhenkeln mit geringer Polhöhe ein erster dieser Platinenbereiche auf Höhe eines Stricknadelhakens gebracht wird und zur Ausbildung von Plüschhenkeln mit großer Polhöhe ein zweiter dieser Platinenbereiche auf die Höhe des Stricknadelhakens gebracht wird.
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Die Aufgabe wird zudem durch ein Gestrick gelöst, bei dem in einer Maschenreihe Maschen vorliegen, die aus mindestens einem Grundfaden ausgebildete Grundfadenschlingen und aus mindestens einem Plüschfaden ausgebildete Plüschfadenschlingen aufweisen, wobei das Gestrick mit einer Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens nach wenigstens einem der Ansprüche 5 bis 7 hergestellt ist.
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Bei dem erfindungsgemäßen Gestrick ist in derselben Maschenreihe wenigstens ein Grundbereich ausgebildet, in dem wenigstens eine aus mindestens einer Plüschfadenschlinge und mindestens einer Grundfadenschlinge ausgebildete Masche vorliegt; wenigstens ein Plüschbereich ausgebildet, in dem aus dem Plüschfaden im Bereich von Platinenmaschen der Grundfadenschlingen Plüschhenkel ausgebildet sind; und wenigstens ein Durchscheinbereich ausgebildet, in dem wenigstens eine, nur aus wenigstens einer Grundfadenschlinge ausgebildete Masche vorliegt, und der Plüschfaden als Flottung vorliegt, wobei zwischen wenigstens einem der Plüschbereiche und wenigstens einem der Durchscheinbereiche wenigstens eine Plüschfadenschlinge über einer Grundfadenschlinge liegt.
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Das erfindungsgemäße Gestrick vereint Gestrickbereiche mit unterschiedlicher Funktionalität in einem Gestrick, ohne dass zusätzliche Nähte oder dergleichen notwendig sind. Der Grundbereich ist ein Rechts-Links-Gestrick mit durchschnittlicher Atmungsaktivität. In dem Durchscheinbereich ist die Atmungsaktivität des Gestricks besonders groß. Der Plüschbereich ist besonders wärmend. Wird das erfindungsgemäße Gestrick links getragen, kann der Plüschbereich auch als Abstandshalter zum Körper genutzt werden, sodass das Gestrick beispielsweise beim Sport nicht am Körper klebt.
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In einer vorteilhaften Weiterbildung des erfindungsgemäßen Gestricks weisen die Plüschbereiche Plüschhenkel mit unterschiedlichen Polhöhen auf.
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Bevorzugte Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung, einschließlich deren Aufbau, Funktionsweise und Vorteilen, sind im Folgenden anhand von Figuren näher erläutert, wobei
- 1a schematisch einen Ausschnitt einer Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Strickmaschine mit einem Nadelträger mit Stricknadel und Nadelstößer und einem Platinenträger mit Platine, Platinenstößer und Musterplatine in einer Schnittdarstellung zeigt;
- 1b - 1f schematisch die Stricknadel, den Nadelstößer, die Platine, den Platinenstößer und die Musterplatine aus 1a in vergrößerter Darstellung in Seitenansicht zeigen;
- 2 schematisch unterschiedliche Bewegungsbahnen von Strickelementen auf einem Nadelträger und einem Platinenträger einer Ausführungsform der erfindungsgemäßen Strickmaschine während einer Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens in Relation zu den in den 3 bis 9 gezeigten Verfahrensschritten zeigt;
- 3 (A-D) schematisch eine Grundposition von Strickelementen einer Ausführungsform der erfindungsgemäßen Strickmaschine bei einer Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens zeigt;
- 4 (A-D) schematisch einen sich an die Grundposition von 3 (A-D) anschließenden ersten Austrieb einer Stricknadel der Strickmaschine zum Fangen eines Grundfadens in einem weiteren Schritt des erfindungsgemäßen Verfahrens zeigt;
- 5 (A-D) schematisch eine sich an den ersten Austrieb von 4 (A-D) anschließende Grundfadenfangposition der Stricknadel bei dem erfindungsgemäßen Verfahren zeigt;
- 6-A bis 9-A schematisch sich an die Grundfadenfangposition von 5 (A-D) anschließende Schritte des erfindungsgemäßen Verfahrens zum Ausbilden eines Grundbereiches eines erfindungsgemäßen Gestricks, in dem Plüschfadenschlingen und Grundfadenschlingen zusammen liegen, zeigen;
- 6-B bis 9-B schematisch sich an die Grundfadenfangposition von 5 (A-D) anschließende Schritte des erfindungsgemäßen Verfahrens zum Ausbilden eines Plüschbereiches, in dem aus dem Plüschfaden im Bereich von Platinenmaschen von Grundfadenschlingen kleine Plüschhenkel ausgebildet sind, zeigen;
- 6-C bis 9-C schematisch sich an die Grundfadenfangposition von 5 (A-D) anschließende Schritte des erfindungsgemäßen Verfahrens zum Ausbilden eines weiteren Plüschbereiches eines erfindungsgemäßen Gestricks, in dem aus dem Plüschfaden im Bereich von Platinenmaschen von Grundfadenschlingen große Plüschhenkel ausgebildet sind, zeigen;
- 6-D bis 9-D schematisch sich an die Grundfadenfangposition von 5 (A-D) anschließende Schritte des erfindungsgemäßen Verfahrens zum Ausbilden eines Durchscheinbereiches eines erfindungsgemäßen Gestricks, in dem nur Grundfadenschlingen ausgebildet sind und der Plüschfaden flott liegt, zeigen; und
- 10 einen Maschenverlauf einer Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Gestricks zeigt.
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1a zeigt schematisch einen Ausschnitt einer Ausführungsform der erfindungsgemäßen Strickmaschine mit einem Nadelträger 1 mit einer Stricknadel 3 und einem Nadelstößer 4 und einem Platinenträger 2 mit einer Platine 5, einem Platinenstößer 6 und einer Musterplatine 7 in einer Schnittdarstellung. In der gezeigten Ausführungsform ist der Nadelträger 1 eine Rippscheibe oder ein entsprechender Ring und der Platinenträger 2 ein Zylinder einer Rundstrickmaschine. In anderen Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung können die Stricknadeln 3 auch am Zylinder und die Platinen 5 auf der Rippscheibe bzw. einem entsprechenden Ring einer Rundstrickmaschine vorgesehen sein. Ferner kann die vorliegende Erfindung mit all ihren Komponenten auch an einer Flachstrickmaschine realisiert werden.
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1b zeigt die Stricknadel 3 aus 1a, die in einem hier nicht sichtbaren Nadelkanal des Nadelträgers 1 der Strickmaschine in Richtung des Pfeils E geradlinig hin und her bewegbar ist, in vergrößerter Darstellung in einer Seitenansicht.
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1c zeigt den Nadelstößer 4 aus 1a, der in Richtung des Pfeils G verschwenkbar und in Richtung des Pfeils H geradlinig hin und her bewegbar ist, in vergrößerter Darstellung in einer Seitenansicht.
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1d zeigt die Platine 5 aus 1a, die Richtung des Pfeils F geradlinig nach oben und unten und zwischen zwei der Stricknadeln 3 der Strickmaschine bewegbar ist, in vergrößerter Darstellung in einer Seitenansicht.
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1e zeigt den Platinenstößer 6 aus 1a, der ebenso wie die Platine 5 in Richtung des Pfeils F geradlinig nach oben und unten bewegbar und darüber hinaus in Richtung des Pfeils I verschwenkbar ist, in vergrößerter Darstellung in einer Seitenansicht. Der Platinenstößer 6 weist einen Platinenstößerfuß 61 auf, der bei Auswahl der Platine 5 mit einem Schloss der Strickmaschine im Eingriff ist. Hierfür sind schematisch an dem Platinenstößerfuß 61 Schlossteile 18, 19 des Schlosses dargestellt, die an entsprechenden Fußkanten 611, 612 des Platinenstößerfußes 61 angreifen können. Die Fußkanten 611, 612 sind schräg ausgebildet. Die Schräge ist sowohl in Austriebs- als auch in Abzugsrichtung vorgesehen. Eine analoge Schräge ist bei den zugehörigen Schlossteilen 18, 19 vorgesehen.
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Speziell verlaufen die Fußkanten 611, 612 in dem gezeigten Ausführungsbeispiel jeweils in einem spitzen Winkel zu der Längsausrichtung X des Platinenstößers 6. Die Schlossteile 18, 19 sind für den Angriff an den Fußkanten 611, 612 ebenfalls spitzwinklig ausgebildet. Das Schlossteil 18 dient dazu, eine Bewegung des Platinenstößers 6 nach oben und damit einen Austrieb der Platine 5 zu bewirken. Mit Hilfe des Schlossteils 19 wird der Platinenstößer 6 nach unten bewegt und dadurch die Platine 5 abgezogen. Durch die spezielle Form des Platinenstößerfußes 61 und des zugehörigen Schlossteils 19 wird dieser bei einem Platinenabzug nicht aus einer Nutkurve des Schlossteils 19 herausgedreht, sodass die Platine 5 sicher mittels des Platinenstößers 6 abgezogen werden kann.
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1f zeigt die Musterplatine 7 aus 1a, die in Richtung des Pfeils J verschwenkbar ist, in vergrößerter Darstellung in einer Seitenansicht.
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Der Platinenstößer 6 ist mit der Platine 5 so mechanisch gekoppelt, dass die Platine 5 bei einer geradlinigen Bewegung des Platinenstößers 6 mitgeführt wird. An seiner von der Platine 5 abgewandten Seite ist der Platinenstößer 6 mit der Musterplatine 7 mechanisch so gekoppelt, dass er bei einem Verschwenken der Musterplatine 7 mitgeschwenkt wird.
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Die Platine 5 und der Platinenstößer 6 sind in einer speziellen Schlosskonstruktion an dem Platinenträger 2 geführt. Durch diese Schlosskonstruktion ist es möglich, verschiedene Positionen der Platine 5 zu definieren. In einer Grundposition bzw. einem Rundlauf sind der Platinenstößer 6 und damit auch die Platine 5 nicht ausgetrieben. Zum Ausbilden einer Niederhaltefunktion der Platine 5 werden der Platinenstößer 6 und die Platine 5 gemeinsam ausgetrieben. Hierzu weist der Platinenstößer 6 den Platinenstößerfuß 61 auf, der mit Hilfe der Schlossteile 18, 19 der Schlosskonstruktion hin und her, in dem vorliegenden Ausführungsbeispiel nach oben und nach unten, bewegbar ist.
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Wird die Platine 5 zur Plüschbildung ausgewählt, wobei die Platine 5 zur Plüschbildung in der Austriebsposition bleiben soll, wird der Platinenstößer 6 mittels der Musterplatine 7 aus der Schlosskonstruktion herausgedrückt. Dadurch besteht keine Verbindung mehr zwischen dem Platinenstößerfuß 61 und der Schlosskonstruktion. Die Bewegung der Platine 5 erfolgt daraufhin nur noch über einen an der Platine 5 vorgesehenen Platinenfuß 53.
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Die Platine 5 aus 1d weist an ihrer Platinenspitze verschieden dicke Bereiche, einen vorderen, schmalen Platinenbereich 51 und einen sich daran anschließenden hinteren, breiten Platinenbereich 52, auf, zudem ist die Platine 5 in zwei Positionen zwischen die Stricknadeln 3 zur Ausbildung von zwei verschieden großen Plüschhenkeln 91, 92 durch die verschieden breiten Platinenbereiche 51, 52 positionierbar. Zur Ausbildung von Plüschhenkeln 92 mit großer Polhöhe wird der Platinenstößer 6 in der Position des höchsten Austriebes der Platine 5 aus dem Schloss gedrückt und zur Ausbildung von Plüschhenkeln 91 mit geringerer Polhöhe wird der Platinenstößer 6 in einer halbhohen Austriebsposition aus dem Schloss gedrückt.
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Die mechanische Kopplung zwischen der Platine 5 und dem Platinenstößer 6 bleibt in beiden Fällen bestehen. Lediglich die Bewegungseinleitung in der Platine 5 ändert sich. Ist der Platinenstößer 6 in einer Linie mit der Platine 5 ausgerichtet, erfolgt die Bewegungseinleitung in die Platine über den Platinenstößerfuß 61. Ist der Platinenstößer 6 seitlich verschwenkt bzw. aus dem Schloss weggedrückt, erfolgt die Bewegungseinleitung in die Platine 5 über den Platinenfuß 53. Die Rückbewegung der Platine 5 kann je nachdem, ob der Platinenstößer 6 mit dem Schloss gekoppelt ist oder nicht, über den Platinenstößerfuß 61 oder über den Platinenfuß 53 erfolgen.
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Mit dem Nadelstößer 4 und der Stricknadel 3 ist an dem Nadelträger 1 eine 2-Wege-Technik (2WT) realisiert, während durch das Zusammenwirken der Musterplatine 7, des Platinenstößers 6 und der Platine 5 an dem Platinenträger 2 eine 3-Wege-Technik (3WT) vorhanden ist.
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Bei einer Auswahl des Nadelstößers 4 an dem Nadelträger 1 erfolgt kein Austrieb der Stricknadel 3. Wird der Nadelstößer 4 nicht ausgewählt, wird über einen Nadelstößerfuß 41 ein Austrieb der Stricknadel 3 erzielt. Die Nadelstößer 4 sind mit einer Auswahlsteuerung der Strickvorrichtung derart gekoppelt und das Schloss an dem Nadelträger 1 ist so ausgebildet, dass die Stricknadeln 3 zweimal innerhalb eines Systems 20 ausgetrieben werden können. Während ein Grundfaden 8 immer in den ersten Austrieb der Stricknadein 3 einläuft, kann über die 2WT festgelegt werden, ob ein zweiter Austrieb der Stricknadeln 3 und damit ein Einbinden eines Plüschfadens 9 stattfinden soll.
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Im Gegensatz zu dem Nadelträger 1 ist das Auswahlkonzept an dem Platinenträger 2 modifiziert. In dem gezeigten Ausführungsbeispiel ist die 3WT an dem Platinenträger so ausgebildet, dass bei einer inaktiven Auswahl der Platinenstößer 6 über dessen Platinenstößerfuß 61 ausgetrieben wird. Während einer Auswahl des Platinenstößers 6 bewegt die Musterplatine 7 den Platinenstößer 6 in die Teilung und verhindert somit den Austrieb des Platinenstößers 6 und damit der Platine 5.
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Wie oben bereits erläutert, werden bei der gezeigten Ausführungsform die Platinenstößer 6 nicht nur zum Austrieb sondern auch zum Abzug der Platinen 5 verwendet. Hierdurch kann durch die erfindungsgemäße Strickvorrichtung eine Stiftplüschmaschine ohne Einstreifer verwirklicht werden. Die Rückhaltefunktion wird hierbei durch die Platinen 5 ermöglicht. Erst im vollausgetriebenen Zustand der Platinen 5 erfolgt eine Unterscheidung der Schlosskurven.
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Wie unten noch im Detail ausgeführt, ist für eine Ausbildung eines Grundbereiches 11 und eines Durchscheinbereiches 14 des auszubildenden Gestricks 10 die Bewegung der Platinen 5 gleich und erfüllt nur den Zweck des Niederhaltens. In dem gezeigten Ausführungsbeispiel wird der erste feste Austrieb und Abzug über die Platinenfüße 53 der Platinen 5 umgesetzt. Der zweite Austrieb und Abzug erfolgt mit Hilfe der Platinenstößerfüße 61, wobei je nach Einstellung ein festes Schlossteil den letzten Teil des Abzuges über die Platinenfüße 53 realisieren kann.
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Der Kurvenverlauf zur Ausbildung von Plüsch geringer Polhöhe macht eine aktive zweite Auswahl erforderlich. Nach dem oben beschriebenen „Niederhalteraustrieb“ wird über den Platinenstößerfuß 61 die Platine 5 abgezogen und anhand des Platinenfußes 53 positioniert. Während eines geraden Abschnittes werden die Platinenstößer 6 in die Teilung bewegt und können dementsprechend die Platinen 5 nicht weiter abziehen.
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Nach dem Kulieren der Stricknadel 3 wird die Platine 5 über deren Platinenfuß 53 auf eine feste Höhe, eine Rundlaufhöhe, bewegt. Mit einer ersten aktiven Auswahl wird ein Plüsch mit großer Polhöhe gewählt. Dafür wird noch vor einem zweiten „Niederhalteraustrieb“ der Platinenstößerfuß 61 in der Teilung versenkt. Die Austriebskurve des Platinenfußes 53 übernimmt dabei den zweiten „Niederhalteraustrieb“. Um ein Hereindrehen des Platinenstößerfußes 61 während des Austriebes zu verhindern, ist die Kurvenbahn der Platine 5 um einen gewissen Betrag versetzt. Somit würde der Platinenstößerfuß 61 maximal bis auf eine Oberfläche des Schlossteils drehen.
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Ein zweiter Abzug erfolgt analog dem Plüsch mit geringer Polhöhe nach dem Kulierpunkt des Nadelträgers 1 und wird über den Platinenfuß 53 realisiert.
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Die Austriebshöhenverstellung findet Anwendung in der Anpassung der Austriebshöhe der zur Plüschausbildung verwendeten Platine 5. Dazu sind die Schlossteile des zweiten „Niederhalteraustriebs“ zusammen auf einem Schieber befestigt.
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2 zeigt schematisch unterschiedliche Bewegungsbahnen von Strickelementen eines Systems 20 auf dem Nadelträger 1 und dem Platinenträger 2 einer Ausführungsform der erfindungsgemäßen Strickmaschine während einer Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens in Relation zu den in den 3 bis 9 gezeigten Verfahrensschritten, die im Folgenden näher erläutert sind. In der 2 sind jeweils von oben nach unten auf dem Nadelträger 1 die Bewegungsbahnen A, B, C, D eines Austriebsfußes 41 und des Nadelstößerfußes 42 des beispielsweise in 1c gezeigten Nadelstößers 4 und eines Nadelfußes 31 der beispielsweise in 1b gezeigten Stricknadel 3 und auf dem Platinenträger 2 die Bewegungsbahnen A, B, C, D des Platinenfußes 53 der beispielsweise in 1d gezeigten Platine 5 und eines Platinenstößerfußes 61 des beispielsweise in 1e gezeigten Platinenstößers 6 gezeigt.
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Dabei stellt in 2 die jeweils mit A gekennzeichnete Linie die Bewegung der Strickelemente zur Bildung eines beispielsweise in 10 gezeigten Grundbereiches 11 eines erfindungsgemäßen Gestricks 10 dar. Die jeweils mit B gekennzeichnete Linie zeigt die Bewegung der Strickelemente zur Bildung eines beispielsweise in 10 gezeigten Plüschbereiches 12 des Gestricks 10, der Plüschhenkel 91 mit geringen Polhöhen aufweist. Die jeweils mit C gekennzeichnete Linie zeigt die Bewegung der Strickelemente zur Bildung eines beispielsweise in 10 gezeigten Plüschbereiches 13 des Gestricks 10, der Plüschhenkel 92 mit großen Polhöhen aufweist. Die jeweils mit D gekennzeichnete Linie zeigt die Bewegung der Strickelemente zur Bildung eines beispielsweise in 10 gezeigten Durchscheinbereiches 14 des Gestricks 10.
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3 (A-D) zeigt schematisch eine Grundposition von Strickelementen einer Ausführungsform der erfindungsgemäßen Strickmaschine bei einer Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens. In dieser Grundposition befindet sich eine aus einem Grundfaden 8 und einem Plüschfaden 9 ausgebildete Halbmasche 16 eines auszubildenden erfindungsgemäßen, beispielsweise in 10 gezeigten Gestricks 10 in einem Stricknadelhaken 32 einer Stricknadel 3 einer Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Strickmaschine, wobei eine Zunge 33 der Stricknadel 3 geschlossen ist. Die Stricknadel 3 ist, wie es mit dem Pfeil E in 1a schematisch dargestellt ist, in Richtung des Pfeils E in einem Nadelkanal des Nadelträgers 1 linear bewegbar. In dem gezeigten Ausführungsbeispiel ist der Nadelträger 1 die Rippscheibe einer Rundstrickmaschine, sodass die Bewegung der Stricknadel 3 hier horizontal verläuft. Auf dem auch in 1a gezeigten Platinenträger 2 ist die Platine 5 entsprechend dem Pfeil F nach oben und unten zwischen zwei Stricknadeln 3 bewegbar. In der in 3 A-D gezeigten Grundposition ist die Platine 5 - wie auch in 1a - komplett innerhalb des Platinenträgers 2, welcher in dem gezeigten Beispiel der Zylinder einer Rundstrickmaschine ist.
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4 (A-D) zeigt schematisch einen sich an die Grundposition von 3 (A-D) anschließenden ersten Austrieb einer Stricknadel 3 der Strickmaschine zum Fangen des Grundfadens 8 unter Ausbildung einer Grundfadenschlinge 80 in einem weiteren Schritt des erfindungsgemäßen Verfahrens. Bei dem ersten Austrieb wird die Stricknadel 3 voll ausgetrieben. Dabei wird die Zunge 33 der Stricknadel 3 durch die Halbmasche 16 geöffnet. Als Niederhalter für die Halbmasche 16 kann in diesem Schritt ein hier nicht gezeigter konventioneller Niederhalter oder die Platine 5 genutzt werden. Während des in 4 (A-D) gezeigten ersten Austriebs wird der Grundfaden 8, welcher bei allen erfindungsgemäß ausgebildeten Bereichen 11, 12, 13, 14 des erfindungsgemäßen Gestricks 10 einläuft, von der Stricknadel 3 erfasst und dabei aus dem Grundfaden 8 eine Schlinge, die zunächst von dem Stricknadelhaken 32 der Stricknadel 3 gehaltene Grundfadenschlinge 80, geformt. Die Platine 5 befindet sich während des ersten Austriebs der Stricknadel 3 noch in der auch in 3 (A-D) gezeigten Grundposition.
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Nach dem ersten Austrieb erfolgt bei dem erfindungsgemäßen Verfahren ein Abzug der Stricknadel 3, bei dem durch die Halbmasche 16 die Zunge 33 geschlossen wird. 5 (A-D) zeigt schematisch eine sich durch den Stricknadelabzug ergebende Grundfadenfangposition der Stricknadel 3, bei der die Grundfadenschlinge 80 in dem Stricknadelhaken 32 liegt. In diesem Schritt wird die Stricknadel 3 nicht komplett in den Nadelkanal auf dem Nadelträger 1, die hier eine Rippscheibennut ist, hinein bewegt. Der aufgelegte Fang des Grundfadens 8 in dem Stricknadelhaken 32 bewirkt, dass die Halbmasche 16 auf der Zunge 33 liegen bleibt.
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In der Grundfadenfangposition ist der Grundfaden 8 in die Stricknadel 3 eingelegt, ohne abgeschlagen zu werden, das heißt, ohne die eigentliche Masche zu bilden.
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Während des in 5 (A-D) gezeigten Stricknadelabzugs wird die Platine 5 aus der Nut des Platinenträgers 2 in Richtung des Pfeils K, also auf die Stricknadel 3 zu, bewegt, um die Funktion eines Niederhalters zu übernehmen. Das heißt, die Platine 5 hält den Grundfaden 8 an der Position, sodass nachfolgend die Stricknadel 3 ein zweites Mal austreiben kann.
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In der in 5 (A-D) gezeigten Grundfadenfangposition erfolgt eine Entscheidung dahingehend, ob nachfolgend die Stricknadel 3 der Bewegungsbahn A, B, C oder D folgt.
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Die 6-A bis 9-A zeigen schematisch sich an die Grundfadenfangposition von 5 (A-D) anschließende Schritte des erfindungsgemäßen Verfahrens während eines zweiten Austriebs der Stricknadel 3 zum Ausbilden eines beispielsweise in 10 gezeigten Grundbereiches 11 eines erfindungsgemäßen Gestricks 10, in dem Plüschfadenschlingen 90 über den Grundfadenschlingen 80 liegen.
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In dem in 6-A dargestellten Verfahrensschritt treibt die Stricknadel 3 in einer durch den Pfeil L gekennzeichneten Nadelaustriebsrichtung auf Fanghöhe aus und die in Richtung des Pfeils K vollausgetriebene Platine 5 dient als Niederhalter, bis durch die Grundfadenschlinge 80 die Zunge 33 der Stricknadel 3 geöffnet ist. Die Halbmasche 16 ist dabei von dem Nadelträger 1, der Zunge 33 und einem Schaft 34 der Stricknadel 3 eingeschlossen. Am Ende dieses Verfahrensschrittes, das heißt, wenn die Stricknadel 3 auf Fanghöhe ausgetrieben ist, erfolgt die Entscheidung, ob die weitere Bewegung der Stricknadel 3 der Bewegungsbahn A, B oder C folgt, das heißt, ob ein Grundbereich 11, ein Plüschbereich 12, 13 oder ein Durchscheinbereich 14 des auszubildenden Gestricks 10 gebildet wird.
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Bei dem Verfahrensschritt, der in 7-A gezeigt ist, erfasst die in durch den Pfeil M gekennzeichneten Nadelabzugsrichtung abziehende Stricknadel 3 einen Plüschfaden 9 und bildet aus diesem einen Schlinge, die Plüschfadenschlinge 90. Dabei ist die Grundfadenschlinge 80 zwischen der Platine 5 und der Zunge 33 positioniert. Die Platine 5 wird während dieses Schrittes soweit abgezogen, dass ein vorderer, schmaler Platinenbereich 51 der Platine 5 auf Höhe der Bewegungsbahn der Stricknadel 3 liegt. An dieser Position erfolgt die Entscheidung, ob die Platine 5 der Bewegungsbahn A oder B folgt, das heißt, ob ein Grundbereich 11 oder ein Plüschbereich 12 mit Plüschhenkeln 91 geringer Polhöhe ausgebildet wird.
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8-A zeigt einen weiteren Verfahrensschritt des erfindungsgemäßen Verfahrens, bei dem die Stricknadel 3 weiter in der Richtung des Pfeils M abgezogen wird, wobei die Zunge 33 durch die Halbmasche 16 geschlossen wird. Nach Schließen der Zunge 33 befinden sich die Grundfadenschlinge 80 als auch die Plüschfadenschlinge 90 in dem Stricknadelhaken 32. Die Platine 5 wird bei der gezeigten Bewegungsbahn A abgezogen, bildet also keinen Plüschhenkel 91, 92. Die Nadelkröpfung und die Stricknadelhakenform der Stricknadel 3 bestimmen hier maßgeblich die Plattierung der einlaufenden Fäden 8, 9.
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In dem in 9-A gezeigten Verfahrensschritt kuliert die Stricknadel 3 und zieht dabei sowohl den Grundfaden 8 als auch den Plüschfaden 9 in den Nadelkanal des Nadelträgers 1. Dadurch wird eine neue Halbmasche 16', die aus der aus dem Grundfaden 8 ausgebildeten Grundfadenschlinge 80 und der aus dem Plüschfaden 9 ausgebildeten Plüschfadenschlinge 90 besteht, gebildet und die vorherige Halbmasche 16 zur Masche 17 abgeschlagen. Die Platine 5 ist an dem Maschenbildungsprozess nicht beteiligt.
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Die 6-B bis 9-B zeigen schematisch sich an die Grundfadenfangposition von 5 (A-D) anschließende Schritte des erfindungsgemäßen Verfahrens während eines zweiten Austriebs der Stricknadel 3 zum Ausbilden eines beispielsweise in 10 gezeigten Plüschbereiches 12 des erfindungsgemäßen Gestricks 10, in dem aus dem Plüschfaden 9 im Bereich von Platinenmaschen 81 der Grundfadenschlingen 80 kleine Plüschhenkel 91 ausgebildet sind.
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Wie in 6-B gezeigt, dient die vollausgetriebene Platine 5 als Niederhalter, bis durch die Grundfadenschlinge 80 die Zunge 33 der Stricknadel 3 geöffnet ist. Die Halbmasche 16 ist zu diesem Zeitpunkt von dem Nadelträger 1, der hier die Rippscheibe der Strickmaschine ist, der Zunge 33 und dem Schaft 34 der Stricknadel 3 eingeschlossen. Diese Position ist der Entscheidungspunkt, ob die weitere Bewegung der Stricknadel 3 der Bewegungsbahn A, B oder C folgt, das heißt, ob ein Grundbereich 11, ein Plüschbereich 12 mit kleinen Plüschhenkeln 91 oder ein Plüschbereich 13 mit großen Plüschhenkeln 92 des auszubildenden Gestricks 10 gebildet wird.
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Bei dem in 7-B veranschaulichten Verfahrensschritt erfasst die in Richtung des Pfeils L aus 6-B ausgetriebene und nun in Richtung des Pfeils M abziehende Stricknadel 3 den Plüschfaden 9. Die Stricknadel 3 bildet hierbei aus dem Plüschfaden 9 eine Schlinge, die Plüschfadenschlinge 90. Währenddessen ist die Grundfadenschlinge 80 zwischen der Platine 5 und der Zunge 33 positioniert. Die Platine 5 ist hier gegenüber dem in 6-B gezeigten Schritt derart abgezogen, dass sich der vordere, schmale Platinenabschnitt 51 der Platine 5 auf Höhe der Bewegungsbahn der Stricknadel 3 befindet. An dieser Position erfolgt die Entscheidung, ob die Platine 5 der Bewegungsbahn A oder B folgt, das heißt, ob ein Grundbereich 11 oder ein Plüschbereich 12 mit Plüschhenkeln 91 geringer Polhöhe ausgebildet wird.
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In dem Verfahrensschritt nach 8-B wird die Stricknadel 3 abgezogen, wodurch der Plüschfaden 9 gegen die Platine 5 gezogen wird und durch diese ein kleiner Plüschhenkel 91 ausgebildet wird. Außerdem wird durch die Halbmasche 16 die Zunge 33 geschlossen. Die Grundfadenschlinge 80 und die Plüschfadenschlinge 90 befinden sich währenddessen in dem Stricknadelhaken 32.
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Wie in 9-B gezeigt, kuliert daraufhin die Stricknadel 3 und zieht dabei sowohl den Grundfaden 8 als auch den Plüschfaden 9 in den Nadelkanal des Nadelträgers 1, also hier in die Rippscheibennut. Dadurch wird eine neue Halbmasche 16', bestehend aus der aus dem Grundfaden 8 ausgebildeten Grundfadenschlinge 80 und der aus dem Plüschfaden 9 ausgebildeten Plüschfadenschlinge 90, gebildet. Die vorherige Halbmasche 16 wird zur Masche 17 abgeschlagen. Die Platine 5 verbleibt dabei in ihrer Position, in welcher sich der vordere, schmale Platinenabschnitt 51 auf Höhe der Bewegungsbahn der Stricknadel 3, also auf einer Plüschbildungshöhe, befindet. In dieser Position wird der Plüschfaden 9 von der Platine 5 festgehalten, wodurch mittels der Platine 5 ein kleiner Plüschhenkel 91 entsteht, welcher fest in das Gestrick 10 eingebunden wird. Die Platine 5 bleibt auch nach der Maschenbildung eine definierte Zeit auf der Plüschbildungshöhe stehen.
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Die 6-C bis 9-C zeigen schematisch sich an die Grundfadenfangposition von 5 (A-D) anschließende Schritte des erfindungsgemäßen Verfahrens während eines zweiten Austriebs der Stricknadel 3 zum Ausbilden eines beispielsweise in 10 gezeigten weiteren Plüschbereiches 12 des erfindungsgemäßen Gestricks 10, in dem aus dem Plüschfaden 9 im Bereich von Platinenmaschen 81 der Grundfadenschlingen 80 große Plüschhenkel 92 ausgebildet sind.
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Wie in 6-C gezeigt, dient die vollausgetriebene Platine 5 als Niederhalter, bis durch die Grundfadenschlinge 80 die Zunge 33 der Stricknadel 3 geöffnet ist. Die Halbmasche 16 ist zu diesem Zeitpunkt von dem Nadelträger 1, der hier die Rippscheibe der Strickmaschine ist, der Zunge 33 und dem Schaft 34 der Stricknadel 3 eingeschlossen. Diese Position ist der Entscheidungspunkt, ob die weitere Bewegung der Stricknadel 3 der Bewegungsbahn A, B oder C folgt, das heißt, ob ein Grundbereich 11, ein Plüschbereich 12 mit kleinen Plüschhenkeln 91 oder ein Plüschbereich 13 mit großen Plüschhenkeln 92 des auszubildenden Gestricks 10 gebildet wird.
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Bei dem in 7-C veranschaulichten Verfahrensschritt erfasst die in Richtung des Pfeils L aus 6-C ausgetriebene und nun in Richtung des Pfeils M abziehende Stricknadel 3 den Plüschfaden 9. Die Stricknadel 3 bildet hierbei aus dem Plüschfaden 9 eine Schlinge, die Plüschfadenschlinge 90. Währenddessen befindet sich die Grundfadenschlinge 80 zwischen der Platine 5 und der Zunge 33. Die Platine 5 ist hier gegenüber dem in 6-C gezeigten Schritt derart abgezogen, dass sich der hintere, breite Platinenabschnitt 52 der Platine 5 auf Höhe der Bewegungsbahn der Stricknadel 3 befindet. An dieser Position erfolgt die Entscheidung, ob die Platine 5 der Bewegungsbahn A oder B folgt, das heißt, ob ein Grundbereich 11 oder ein Plüschbereich 13 mit Plüschhenkeln 92 großer Polhöhe ausgebildet wird.
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In dem Verfahrensschritt nach 8-C wird die Stricknadel 3 abgezogen, wodurch der Plüschfaden 9 gegen die Platine 5 gezogen wird und durch diese ein großer Plüschhenkel 92 ausgebildet wird. Außerdem wird durch die Halbmasche 16 die Zunge 33 geschlossen. Die Grundfadenschlinge 80 und die Plüschfadenschlinge 90 befinden sich währenddessen in dem Stricknadelhaken 32.
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Wie in 9-C gezeigt, kuliert daraufhin die Stricknadel 3 und zieht dabei sowohl den Grundfaden 8 als auch den Plüschfaden 9 in den Nadelkanal des Nadelträgers 1, also hier in die Rippscheibennut. Dadurch wird eine neue Halbmasche 16', bestehend aus der aus dem Grundfaden 8 ausgebildeten Grundfadenschlinge 80 und der aus dem Plüschfaden 9 ausgebildeten Plüschfadenschlinge 90, gebildet. Die vorherige Halbmasche 16 wird zur Masche 17 abgeschlagen. Die Platine 5 verbleibt dabei in ihrer Position, in welcher sich der hintere, breite Platinenabschnitt 52 auf Höhe der Bewegungsbahn der Stricknadel 3, also auf einer Plüschbildungshöhe, befindet. In dieser Position wird der Plüschfaden 9 von der Platine 5 festgehalten, wodurch mittels der Platine 5 ein großer Plüschhenkel 92 entsteht, welcher fest in das Gestrick 10 eingebunden wird. Die Platine 5 bleibt auch nach der Maschenbildung eine definierte Zeit auf der Plüschbildungshöhe stehen.
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Die 6-D bis 9-D zeigen schematisch sich an die Grundfadenfangposition von 5 (A-D) anschließende Schritte des erfindungsgemäßen Verfahrens zum Ausbilden eines beispielsweise in 10 gezeigten Durchscheinbereiches 13 des erfindungsgemäßen Gestricks 10, in dem nur Grundfadenschlingen 80 ausgebildet sind und der Plüschfaden 9 als Flottung 93 vorliegt.
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In den in den 6-D bis 9-D gezeigten Verfahrensschritten treibt die Stricknadel 3 kein zweites Mal aus, sondern verbleibt mit der gefangenen Grundfadenschlinge 80 in der Grundfadenfangposition aus 5 (A-D). Die Platine 5 bleibt während diesen Verfahrensschritten ohne Funktion.
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Entsprechend wird in dem Verfahrensschritt von 7-D der einlaufende Plüschfaden 9 nicht von der Stricknadel 3 erfasst. Die Platine 5 ist in dem gezeigten Ausführungsbeispiel bei diesem Verfahrensschritt gegenüber dem in 6-D gezeigten Schritt derart abgezogen, dass sich der vordere, schmale Platinenabschnitt 51 der Platine 5 auf Höhe der Bewegungsbahn der Stricknadel 3 befindet.
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Auch in dem Schritt von 8-D bleibt die Stricknadel 3 in der Grundfadenfangposition. Die Platine 5 wird abgezogen und kann somit keinen Einfluss mehr auf die Maschenbildung nehmen.
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In dem Verfahrensschritt, der in 9-D dargestellt ist, kuliert die Stricknadel 3 und zieht dabei die Grundfadenschlinge 80 in den Nadelkanal des Nadelträgers 1, die hier die Rippscheibennut ist. Dadurch wird eine neue Halbmasche 16", die nur aus der Grundfadenschlinge 80 besteht, ausgebildet und die vorherige Halbmasche 16 zur Masche 17 geschlagen. Der Plüschfaden 9 wird durch die kreisrunde Form der Rundstrickmaschine oder durch eine andere Stricknadel 3, in welcher sowohl der Grundfaden 8 als auch der Plüschfaden 9 liegen, in Richtung des Nadelträgers 1 bewegt und ist im fertigen Gestrick 10 als Flottung 93 sichtbar. Die Platine 5 ist bei den Verfahrensschritten, die in den 6-D bis 9-D dargestellt sind, nicht an der Maschenbildung beteiligt.
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10 zeigt einen Maschenverlauf einer Ausführungsform des erfindungsgemäßen Gestricks 10.
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Das Gestrick 10 weist in ein und derselben Maschenreihe 15 sowohl wenigstens einen Grundbereich 11 als auch wenigstens einen Plüschbereich 12, 13 und wenigstens einen Durchscheinbereich 14 auf.
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Der Grundbereich 11 ist ein Rechts-Links-Gestrick. In dem Grundbereich 11 liegen die Plüschfadenschlingen 90 über den Grundfadenschlingen 80, ohne dass hier Plüschhenkel 91, 92 ausgebildet sind.
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Die Plüschbereiche 12, 13 sind Bereiche, in welchen aus dem Plüschfaden 9 im Bereich von Platinenmaschen 81 der Grundfadenschlingen 80 Plüschhenkel 91, 92 ausgebildet sind. Die Plüschhenkel 91, 92 können, wie in dem gezeigten Beispiel dargestellt, unterschiedliche Polhöhen aufweisen. In der Ausführungsform von 10 weisen die Plüschhenkel 91 eine geringere und die Plüschhenkel 92 eine größere Polhöhe auf. Beispielsweise kann der Plüschhenkel 91 eine Polhöhe im Bereich von 1,2 mm bis 2,4 mm, vorzugsweise von 1,8 mm, und der Plüschhenkel 92 eine Polhöhe im Bereich zwischen 2,5 mm und 3,5 mm, vorzugsweise von 3,0 mm, aufweisen. Dadurch ist der Plüschbereich 13 höher und voluminöser als der Plüschbereich 12.
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Der Durchscheinbereich 14 ist ein sogenanntes Mesh-Gestrick. In dem Durchscheinbereich 14 sind nur Grundfadenschlingen 80 zu Maschen ausgebildet und der Plüschfaden 9 liegt flott, bildet also ein Flottung 93 aus. Da der Grundfaden 8, der zur Ausbildung der Grundfadenschlingen 80 verwendet wird, dünner als der Plüschfaden 9 ist, der zur Ausbildung der Plüschfadenschlingen 90 und der Flottung 93 verwendet wird, erscheint das Gestrick 10 in dem Durchscheinbereich 14 wie durchsichtig, erscheint also bei einfachem Hinsehen wie ein Lochbereich. Zudem ist der Durchscheinbereich 14 durch den dünnen Faden, mit dem die Grundfadenschlingen 80 ausgebildet sind, luft- und feuchtigkeitsdurchlässiger als der Grundbereich 11 und die Plüschbereiche 12, 13, in welchen nicht nur die Grundfadenschlingen 80, sondern auch die Plüschfadenschlingen 90 vorliegen. Der jeweilige Durchscheinbereich 14 kann unterschiedlich groß sein. Wie es in dem Beispiel von 10 zu sehen ist, kann sich der Durchscheinbereich 14 zum Beispiel über eine Nadel oder über zwei Nadeln oder auch über mehr als zwei Nadeln erstrecken.
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In dem Gestrick von 10 ist jeweils zwischen einem Plüschbereich 12, 13 und einem Durchscheinbereich 14 wenigstens eine aus dem Grundfaden 8 und dem Plüschfaden 9 ausgebildete Masche vorgesehen.