DE102017123711A1 - Trockenlauf-Reibbelag - Google Patents

Trockenlauf-Reibbelag Download PDF

Info

Publication number
DE102017123711A1
DE102017123711A1 DE102017123711.9A DE102017123711A DE102017123711A1 DE 102017123711 A1 DE102017123711 A1 DE 102017123711A1 DE 102017123711 A DE102017123711 A DE 102017123711A DE 102017123711 A1 DE102017123711 A1 DE 102017123711A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
dry
friction lining
running friction
running
lining
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Ceased
Application number
DE102017123711.9A
Other languages
English (en)
Inventor
Stefan Steinmetz
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Schaeffler Technologies AG and Co KG
Original Assignee
Schaeffler Technologies AG and Co KG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Schaeffler Technologies AG and Co KG filed Critical Schaeffler Technologies AG and Co KG
Priority to DE102017123711.9A priority Critical patent/DE102017123711A1/de
Publication of DE102017123711A1 publication Critical patent/DE102017123711A1/de
Ceased legal-status Critical Current

Links

Images

Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16DCOUPLINGS FOR TRANSMITTING ROTATION; CLUTCHES; BRAKES
    • F16D69/00Friction linings; Attachment thereof; Selection of coacting friction substances or surfaces
    • F16D69/02Composition of linings ; Methods of manufacturing
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16DCOUPLINGS FOR TRANSMITTING ROTATION; CLUTCHES; BRAKES
    • F16D13/00Friction clutches
    • F16D13/58Details
    • F16D13/60Clutching elements
    • F16D13/64Clutch-plates; Clutch-lamellae
    • F16D13/648Clutch-plates; Clutch-lamellae for clutches with multiple lamellae
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16DCOUPLINGS FOR TRANSMITTING ROTATION; CLUTCHES; BRAKES
    • F16D69/00Friction linings; Attachment thereof; Selection of coacting friction substances or surfaces
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16DCOUPLINGS FOR TRANSMITTING ROTATION; CLUTCHES; BRAKES
    • F16D69/00Friction linings; Attachment thereof; Selection of coacting friction substances or surfaces
    • F16D2069/005Friction linings; Attachment thereof; Selection of coacting friction substances or surfaces having a layered structure
    • F16D2069/008Layers of fibrous materials

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Mechanical Operated Clutches (AREA)
  • Braking Arrangements (AREA)

Abstract

Die Erfindung betrifft einen Trockenlauf-Reibbelag (6,7) für eine trocken laufende Kupplung.
Um die Herstellung und/oder Funktionalität von Trockenlauf-Reibbelägen zu vereinfachen beziehungsweise zu verbessern, ist der Trockenlauf-Reibbelag (6,7) aus einem verdichteten Papiermaterial gebildet.

Description

  • Die Erfindung betrifft einen Trockenlauf-Reibbelag für eine trocken laufende Kupplung. Die Erfindung betrifft des Weiteren ein Verfahren zum Herstellen eines Trockenlauf-Reibbelags.
  • Aus der europäischen Offenlegungsschrift EP 0 669 482 A2 ist ein Reibbelag für eine Vorrichtung zur Drehmomentübertragung, insbesondere Reibungskupplung, bekannt, der zur Bildung einer Reibfläche auf einem Trägerkörper befestigbar ist und das Drehmoment auf eine Gegenfläche überträgt, wobei der Reibbelag aus wenigstens zwei unterschiedlichen, porösen Schichten aufgebaut ist, von denen die eine auf dem Trägerkörper befestigt ist und eine poröse, aus einer zellulosen Basis mit Kunstfasern und Füllmaterial bestehenden Unterlage für eine gleichfalls poröse, auf ihr befestigte Reibschicht darstellt, die aus duroplastverbundenen Fasern hergestellt ist, wobei die Reibschicht ein Gewicht von 10 bis 120 g/m2 und eine Dicke von 0,02 bis 0,3 mm aufweist. Aus der deutschen Offenlegungsschrift DE 10 2009 000 431 A1 ist eine nasslaufende Lamellenkupplung mit zwei oder mehreren in Reihe angeordneten, von einem Kühlmittel angeströmten ringförmigen Lamellen bekannt, die abwechselnd als unbelegte Stahllamelle und als Reibbelaglamelle oder nur einseitig mit einem Reibbelag belegte Stahllamellen ausgebildet sind und eine zur Verbindung mit einem äußeren und einem inneren Lamellenträger abwechselnd ausgebildete Außen- und Innenverzahnung aufweisen, wobei die Stahllamellen jeweils erste und zweite ringförmige Reibbleche umfassen, die sich an einem zwischen diesen angeordneten, elastisch verformbaren und für das Kühlmittel durchlässigen Zwischenring abstützen und an ihren Innen- und Außenrändern unter Freilassen von Kühlmittelein- und austrittsöffnungen axial beweglich miteinander verbunden sind, wobei das (die) unbeschichtete(n) Reibbleche aufgrund einer geringen Dicke elastisch verformbar sind, wobei die Dicke der elastisch verformbaren und unbeschichteten Reibbleche zwischen zehn und zwanzig Prozent der Blechdicke herkömmlicher massiver Stahllamellen beträgt. Aus der deutschen Übersetzung DE 603 09 396 T2 der europäischen Patentschrift EP 1 396 655 B1 ist ein Reibmaterial mit einer Reibungsmodifizierungsschicht bekannt, die eine durchschnittliche Dicke von dreißig bis etwa zweihundert Mikrometer aufweist.
  • Aufgabe der Erfindung ist es, die Herstellung und/oder die Funktionalität von Trockenlauf-Reibbelägen zu vereinfachen beziehungsweise zu verbessern.
  • Die Aufgabe ist bei einem Trockenlauf-Reibbelag für eine trocken laufende Kupplung dadurch gelöst, dass der Trockenlauf-Reibbelag aus einem verdichteten Papiermaterial gebildet ist. Zur Herstellung des Trockenlauf-Reibbelags wird vorteilhaft ein Papiermaterial verwendet, wie es zur Herstellung von herkömmlichen Nasslauf-Reibbelägen verwendet wird. Dabei wird das an sich bekannte Papiermaterial in einer Abkehr von zur Herstellung von Nasslauf-Reibbelägen üblichen Verfahren verpresst. Bei der Herstellung von Nasslauf-Reibbelägen wird das Papiermaterial nicht verpresst, weil sonst eine für Nasslauf-Reibbeläge benötigte Porosität verloren ginge. Bei im Rahmen der vorliegenden Erfindung durchgeführten Untersuchungen und Versuchen wurde überraschenderweise herausgefunden, dass mit verdichteten oder verpressten Papiermaterialien Trockenlauf-Reibbeläge mit guten bis sehr guten Eigenschaften hergestellt werden konnten. Im Rahmen der Versuche und Untersuchungen wurden zum Beispiel sogenannte Hill-Start-Tests durchgeführt.
  • Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel des Trockenlauf-Reibbelags ist dadurch gekennzeichnet, dass das Papiermaterial, aus dem der Trockenlauf-Reibbelag gebildet ist, eine Dicke von fünfzig bis eintausend Mikrometer aufweist. Mit dem verpressten oder verdichteten Papiermaterial können besonders vorteilhaft extrem dünne Trockenlauf-Reibbeläge dargestellt werden. Das ist insbesondere dann vorteilhaft, wenn in einer Mehrscheibenkupplung oder Lamellenkupplung, zum Beispiel in Doppelkupplungsanwendungen oder Hybridanwendungen, der axiale Bauraum begrenzt ist. Als Dicke wird eine Abmessung des Trockenlauf-Reibbelags in axialer Richtung bezeichnet. Der Begriff axial bezieht sich auf eine Drehachse einer mit dem Trockenlauf-Reibbelag ausgestatteten Kupplung. Axial bedeutet in Richtung oder parallel zur Drehachse.
  • Ein weiteres bevorzugtes Ausführungsbeispiel des Trockenlauf-Reibbelags ist dadurch gekennzeichnet, dass der Trockenlauf-Reibbelag mehrere Lagen aus dem gleichen Papiermaterial umfasst. Dadurch vereinfachen sich die Herstellung und gegebenenfalls die Entsorgung der Trockenlauf-Reibbeläge.
  • Ein weiteres bevorzugtes Ausführungsbeispiel des Trockenlauf-Reibbelags ist dadurch gekennzeichnet, dass der Trockenlauf-Reibbelag mehrere Lagen aus unterschiedlichen Papiermaterialien umfasst. Dadurch können besonders vorteilhaft die Eigenschaften des Trockenlauf-Reibbelags nahezu beliebig verändert oder eingestellt werden.
  • Ein weiteres bevorzugtes Ausführungsbeispiel des Trockenlauf-Reibbelags ist dadurch gekennzeichnet, dass der Trockenlauf-Reibbelag aus dem Papiermaterial in axialer Richtung begrenzt elastisch verformbar ist. Dadurch kann besonders vorteilhaft eine Federwirkung mit dem Trockenlauf-Reibbelag dargestellt werden. Das wiederum liefert den Vorteil, dass die im Betrieb auftretenden Flächenpressungen vereinheitlicht werden können.
  • Ein weiteres bevorzugtes Ausführungsbeispiel des Trockenlauf-Reibbelags ist dadurch gekennzeichnet, dass der Trockenlauf-Reibbelag aus dem Papiermaterial in axialer Richtung definierte Dämpfungseigenschaften aufweist. Dadurch kann vorteilhaft das Gesamtkomfortverhalten verbessert werden.
  • Ein weiteres bevorzugtes Ausführungsbeispiel des Trockenlauf-Reibbelags ist dadurch gekennzeichnet, dass der Trockenlauf-Reibbelag aus dem Papiermaterial im Wesentlichen die Gestalt einer Kreisringfläche mit einem Innendurchmesser und einem Außendurchmesser aufweist. Am Innendurchmesser oder am Außendurchmesser kann eine Formschlussgeometrie, zum Beispiel in Form einer Verzahnung, vorgesehen sein. Die Formschlussgeometrie beziehungsweise Verzahnung dient zur drehfesten Verbindung des Trockenlauf-Reibbelags mit einem Lamellenträger. Der Trockenlauf-Reibbelag kann aber auch an einem Trägerelement befestigt sein, das dann die Formschlussgeometrie beziehungsweise die Verzahnung aufweist.
  • Ein weiteres bevorzugtes Ausführungsbeispiel des Trockenlauf-Reibbelags ist dadurch gekennzeichnet, dass der Trockenlauf-Reibbelag aus dem Papiermaterial in mehrere Reibbelagstücke unterteilt ist. Die Reibbelagstücke werden auch als Pads bezeichnet. Die Reibbelagstücke oder Pads werden vorteilhaft an einem Trägerelement, insbesondere einem Trägerblech, befestigt. Die Befestigung der Reibbelagstücke oder Pads an dem Trägerelement, insbesondere dem Trägerblech, erfolgt vorzugsweise durch Kleben. Die Reibbelagstücke oder Pads können einzeln oder gemeinsam verpresst beziehungsweise verdichtet werden.
  • Ein weiteres bevorzugtes Ausführungsbeispiel des Trockenlauf-Reibbelags ist dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine Papierlage in Größe und Anzahl definierte Ausnehmungen aufweist. Die Papierlage kann zum Beispiel profiliert, gelocht oder mit ausgestanzten Bereichen versehen sein. Alternativ oder zusätzlich kann die Papierlage Erhebungen, Vertiefungen und/oder Nuten aufweisen.
  • Ein weiteres bevorzugtes Ausführungsbeispiel des Trockenlauf-Reibbelags ist dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine Papierlage bestimmte Rezepturbestandteile enthält, durch welche die Eigenschaften des Trockenlauf-Reibbelags gezielt eingestellt werden.
  • Ein weiteres bevorzugtes Ausführungsbeispiel des Trockenlauf-Reibbelags ist dadurch gekennzeichnet, dass der Trockenlauf-Reibbelag eine definiert ausgeprägte Anisotropie aufweist. Der Trockenlauf-Reibbelag weist insbesondere in axialer Richtung die definiert ausgeprägte Anisotropie auf. Dadurch kann das Komfortverhalten im Betrieb einer mit dem Trockenlauf-Reibbelag ausgestatteten Kupplung deutlich verbessert werden.
  • Ein weiteres bevorzugtes Ausführungsbeispiel des Trockenlauf-Reibbelags ist dadurch gekennzeichnet, dass der Trockenlauf-Reibbelag eine Dicke aufweist, die kleiner als zwei Millimeter, insbesondere kleiner als ein Millimeter, ist. Mit herkömmlichen Materialien können solche Dicken an Trockenlauf-Reibbelägen nicht oder nicht so einfach dargestellt werden.
  • Bei einem Verfahren zum Herstellen eines Trockenlauf-Reibbelags, insbesondere eines vorab beschriebenen Trockenlauf-Reibbelags, ist die oben angegebene Aufgabe alternativ oder zusätzlich dadurch gelöst, dass ein Papiermaterial, vorzugsweise unter Wärmeeinwirkung, stark verpresst wird, um den Trockenlauf-Reibbelag herzustellen.
  • Dabei wird das Papiermaterial hoch verdichtet. Unter Wärmeeinwirkung wird das Papiermaterial beim Verpressen vorteilhaft Temperaturen von zweihundert bis zweihundertzwanzig Grad Celsius ausgesetzt. Bei dem Papiermaterial handelt es sich zum Beispiel um mehrere Papiere oder Papierlagen, die übereinander gestapelt und verpresst werden. Je nach Ausführung des Verfahrens können die Papiere oder Papierlagen auch einzeln verpresst werden, gegebenenfalls einzeln verarbeitet werden, um gewünschte Anisotropien in dem Trockenlauf-Reibbelag zu erzeugen. Die Papiere oder Papierlagen können unterschiedliche Rezepturbestandteile aufweisen. So kann mindestens ein Papier beziehungsweise eine Papierlage zum Beispiel Graphit enthalten, um die thermischen Eigenschaften des Trockenlauf-Reibbelags zu verbessern. Mindestens ein Papier oder mindestens eine Papierlage kann auch in axialer Richtung vorgespannt werden, um die vorab beschriebene Federwirkung zu erzeugen. Das Vorspannen in axialer Richtung kann so oder so ähnlich durchgeführt werden wie bei herkömmlichen Papierdichtungen.
  • Die Erfindung betrifft gegebenenfalls auch eine Vorrichtung zum Herstellen eines vorab beschriebenen Trockenlauf-Reibbelags. Die Vorrichtung ist zum Beispiel als Heißpresse ausgeführt. Die Vorrichtung kann vorteilhaft mit einem genuteten Presswerkzeug ausgeführt sein. Mit dem genuteten Presswerkzeug kann bei der Herstellung ein gewünschtes Nutmuster oder Nutdesign in dem Trockenlauf-Reibbelag erzeugt werden.
  • Die Erfindung betrifft des Weiteren eine Reiblamelle mit mindestens einem vorab beschriebenen Trockenlauf-Reibbelag. Die Reiblamelle umfasst vorzugsweise einen Belagträger, an welchem mindestens ein vorab beschriebener Trockenlauf-Reibbelag befestigt ist. An dem Belagträger sind vorzugsweise zwei vorab beschriebene Trockenlauf-Reibbeläge befestigt. Die Trockenlauf-Reibbeläge sind vorzugsweise stoffschlüssig, zum Beispiel durch Kleben, mit dem Belagträger verbunden. Darüber hinaus können die Trockenlauf-Reibbeläge mit dem Belagträger vernietet sein.
  • Die Erfindung betrifft gegebenenfalls auch eine trockenlaufende Kupplung, insbesondere eine trockenlaufende Lamellenkupplung oder Mehrscheibenkupplung, mit mindestens einer vorab beschriebenen Reiblamelle. Die trockenlaufende Lamellenkupplung wird vorzugsweise im Automobilbereich eingesetzt. Gemäß einem weiteren bevorzugten Ausführungsbeispiel wird die trockenlaufende Kupplung in einem Hybridfahrzeug eingesetzt.
  • Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung, in der unter Bezugnahme auf die Zeichnung verschiedene Ausführungsbeispiele im Einzelnen beschrieben sind. Es zeigen:
    • 1 eine stark vereinfachte Darstellung eines erfindungsgemäßen Belagträgers mit zwei Trockenlauf-Reibbelägen im Querschnitt;
    • 2 eine Anordnung des Belagträgers mit den Trockenlauf-Reibbelägen aus 1 zwischen zwei Gegen-Kupplungsteilen aus einem Stahlmaterial und
    • 3 eine vereinfachte Darstellung eines Lamellenpakets mit trockenlaufenden Kupplungsteilen und mit trockenlaufenden Gegen-Kupplungsteilen aus einem Stahlmaterial.
  • In 1 ist ein Trockenlauf-Kupplungsteil 1 mit einem Belagträger 3 stark vereinfacht im Querschnitt dargestellt. Der Belagträger 3 umfasst einen Grundkörper 5, der im Wesentlichen die Gestalt einer Kreisringscheibe mit einem rechteckigen Ringquerschnitt aufweist.
  • An dem Grundkörper 5 sind zwei Trockenlauf-Reibbeläge 6, 7 befestigt. Die Trockenlauf-Reibbeläge 6, 7 haben ebenfalls die Gestalt von Kreisringscheiben mit einem rechteckigen Ringquerschnitt. Die Trockenlauf-Reibbeläge 6, 7 haben den gleichen Außendurchmesser wie der Grundkörper 5 des Belagträgers 3. Der Belagträger 3 hat einen kleineren Innendurchmesser als die Trockenlauf-Reibbeläge 6, 7.
  • Bei dem Trockenlauf-Kupplungsteil 1 handelt es sich zum Beispiel um eine Innenlamelle einer Lamellenkupplung. Zur Darstellung einer drehfesten Verbindung mit einem Innenlamellenträger der Lamellenkupplung weist der Belagträger 3 radial innen zum Beispiel eine Innenverzahnung auf.
  • In 2 ist das Trockenlauf-Kupplungsteil 1 aus 1 zwischen zwei trockenlaufenden Gegen-Kupplungsteilen 11, 12 angeordnet. Die beiden Gegen-Kupplungsteile 11, 12 haben jeweils einen Grundkörper 15, 16 in Gestalt einer Kreisringscheibe mit einem rechteckigen Ringquerschnitt.
  • Ein Innendurchmesser der Grundkörper 15, 16 der Gegen-Kupplungsteile 11, 12 ist genauso groß wie der Innendurchmesser der Trockenlauf-Reibbeläge 6, 7 am Belagträger 3. Allerdings haben die Gegen-Kupplungsteile 11, 12 einen größeren Außendurchmesser als der Belagträger 3 mit den Trockenlauf-Reibbelägen 6, 7.
  • Bei den Gegen-Kupplungsteilen 11, 12 handelt es sich zum Beispiel um Außenlamellen der vorab beschriebenen Lamellenkupplung. Zur Darstellung einer drehfesten Verbindung mit einem Außenlamellenträger sind die Gegen-Kupplungsteile 11, 12 radial außen vorteilhaft mit einer Außenverzahnung ausgestattet.
  • Die Trockenlauf-Reibbeläge 6, 7 an dem Belagträger 3 sind aus einem Trockenlauf-Reibbelagmaterial gebildet. Der Belagträger 3 ist aus einem Stahlmaterial gebildet. Die Gegen-Kupplungsteile 11, 12 sind ebenfalls aus einem Stahlmaterial gebildet.
  • In 3 ist vereinfacht ein Lamellenpaket 20 einer Lamellenkupplung dargestellt. Das Lamellenpaket 20 umfasst zusätzlich zu dem Trockenlauf-Kupplungsteil 1 drei weitere Trockenlauf-Kupplungsteile 22, 23 und 24. Die Trockenlauf-Kupplungsteile 22 bis 24 sind genauso ausgeführt wie das Trockenlauf-Kupplungsteil 1. Die Trockenlauf-Kupplungsteile 1, 22 bis 24 stellen in dem Lamellenpaket 20 Innenlamellen dar.
  • Das Lamellenpaket 20 umfasst darüber hinaus zusätzlich zu den Gegen-Kupplungsteilen 11, 12 aus 2 drei weitere trockenlaufende Gegen-Kupplungsteile 33, 34, 35. Die trockenlaufenden Kupplungsteile 1, 22 bis 24 sind im Wechsel mit den trockenlaufenden Gegen-Kupplungsteilen 11, 12, 33 bis 35 angeordnet.
  • Die Gegen-Kupplungsteile 11, 12 und 33 bis 35 stellen Außenlamellen des Lamellenpakets 20 dar. Dabei stellt das Gegen-Kupplungsteil 11 eine in 3 linke Endlamelle des Lamellenpakets 20 dar. Analog stellt das in 3 rechts angeordnete Gegen-Kupplungsteil 35 eine zweite Endlamelle des Lamellenpakets 20 dar. Die trockenlaufenden Kupplungsteile 1, 22 bis 24 sind jeweils zwischen zwei Gegen-Kupplungsteilen 11, 12; 33, 34; 34, 35 angeordnet.
  • Zur Herstellung des Trockenlauf-Reibbelags 6, 7 werden Papiermaterialien verwendet, die sehr geringen Dicken, zum Beispiel in Dicken von fünfzig bis eintausend Mikrometer, herstellbar sind. Diese Papiermaterialien werden einlagig oder auch mehrlagig stark verpresst beziehungsweise hoch verdichtet.
  • Durch die Möglichkeit der Mehrlagigkeit sind vielfältige Funktionen in den Trockenlauf-Reibbelag 6, 7 implementierbar, wie in einem geringen Umfang eine Federung zur Vereinheitlichung von Flächenpressungen und/oder einer Dämpfung zur Verbesserung des Gesamtkomfortverhaltens.
  • Bei Hill-Start-Tests mit dem Trockenlauf-Reibbelag 6, 7 kam heraus, dass bei Hochlastschalt-Events die minimalen Reibwerte deutlich höher sind als bei herkömmlichen Trockenlauf-Reibbelägen. Auch bei den Verschleißwerten des Trockenlauf-Reibbelags 6, 7 konnten in Versuchen gute Ergebnisse erzielt werden.
  • Bezugszeichenliste
  • 1
    Trockenlauf-Kupplungsteil
    3
    Belagträger
    5
    Grundkörper
    6
    Trockenlauf-Reibbelag
    7
    Trockenlauf-Reibbelag
    11
    Gegen-Kupplungsteil
    12
    Gegen-Kupplungsteil
    15
    Grundkörper
    16
    Grundkörper
    20
    Lamellenpaket
    22
    Trockenlauf-Kupplungsteil
    23
    Trockenlauf-Kupplungsteil
    24
    Trockenlauf-Kupplungsteil
    33
    Gegen-Kupplungsteil
    34
    Gegen-Kupplungsteil
    35
    Gegen-Kupplungsteil
  • ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
  • Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
  • Zitierte Patentliteratur
    • EP 0669482 A2 [0002]
    • DE 102009000431 A1 [0002]
    • DE 60309396 T2 [0002]
    • EP 1396655 B1 [0002]

Claims (10)

  1. Trockenlauf-Reibbelag (6,7) für eine trocken laufende Kupplung, dadurch gekennzeichnet, dass der Trockenlauf-Reibbelag (6,7) aus einem verdichteten Papiermaterial gebildet ist.
  2. Trockenlauf-Reibbelag nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Papiermaterial, aus dem der Trockenlauf-Reibbelag (6,7) gebildet ist, eine Dicke von fünfzig bis eintausend Mikrometer aufweist.
  3. Trockenlauf-Reibbelag nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Trockenlauf-Reibbelag (6,7) mehrere Lagen aus dem gleichen Papiermaterial umfasst.
  4. Trockenlauf-Reibbelag nach einem der Ansprüche 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Trockenlauf-Reibbelag (6,7) mehrere Lagen aus unterschiedlichen Papiermaterialien umfasst.
  5. Trockenlauf-Reibbelag nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Trockenlauf-Reibbelag (6,7) aus dem Papiermaterial in axialer Richtung begrenzt elastisch verformbar ist.
  6. Trockenlauf-Reibbelag nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Trockenlauf-Reibbelag (6,7) aus dem Papiermaterial in axialer Richtung definierte Dämpfungseigenschaften aufweist.
  7. Trockenlauf-Reibbelag nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine Papierlage in Größe und Anzahl definierte Ausnehmungen aufweist.
  8. Trockenlauf-Reibbelag nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Trockenlauf-Reibbelag (6,7) eine definiert ausgeprägte Anisotropie aufweist.
  9. Trockenlauf-Reibbelag nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Trockenlauf-Reibbelag (6,7) eine Dicke aufweist, die kleiner als zwei Millimeter, insbesondere kleiner als ein Millimeter, ist.
  10. Verfahren zum Herstellen eines Trockenlauf-Reibbelags, insbesondere eines vorab beschriebenen Trockenlauf-Reibbelags, dadurch gekennzeichnet, dass ein Papiermaterial, vorzugsweise unter Wärmeeinwirkung, stark verpresst wird, um den Trockenlauf-Reibbelag (6,7) herzustellen.
DE102017123711.9A 2017-10-12 2017-10-12 Trockenlauf-Reibbelag Ceased DE102017123711A1 (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE102017123711.9A DE102017123711A1 (de) 2017-10-12 2017-10-12 Trockenlauf-Reibbelag

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE102017123711.9A DE102017123711A1 (de) 2017-10-12 2017-10-12 Trockenlauf-Reibbelag

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE102017123711A1 true DE102017123711A1 (de) 2019-04-18

Family

ID=65909852

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE102017123711.9A Ceased DE102017123711A1 (de) 2017-10-12 2017-10-12 Trockenlauf-Reibbelag

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE102017123711A1 (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE102020118190A1 (de) 2020-07-09 2022-01-13 Borgwarner Inc. Reibschlüssig arbeitende Einrichtung mit einem Dämpfungsbelag
US20230375057A1 (en) * 2020-10-14 2023-11-23 Schaeffler Technologies AG & Co. KG Friction part

Citations (8)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0123312A2 (de) * 1983-04-25 1984-10-31 Borg-Warner Corporation Verfahren zur Herstellung eines trockenen Reibungsmaterials
EP0669482A2 (de) 1994-02-25 1995-08-30 HOERBIGER & Co. Reibbelag
EP1396655A1 (de) 2002-09-04 2004-03-10 BorgWarner Inc. Reibungsmaterial mit Reibungsveränderungsschicht
DE69819639T2 (de) * 1997-09-02 2004-04-15 Delphi Technologies, Inc., Troy Herstellung von papierähnlichen Bremsbelägen mit orientierten Fasern
DE102009000431A1 (de) 2009-01-27 2010-07-29 Kleinlein, Claus, Dr.-Ing. Nass laufende Lamellenkupplung oder -bremse
DE102011086523A1 (de) * 2010-12-13 2012-06-14 Schaeffler Technologies Gmbh & Co. Kg Verfahren zur Herstellung eines Reibkörpers
DE102014214453A1 (de) * 2013-07-26 2015-01-29 Deere & Company Selbstzentrierende Nasskupplung- oder Nassbremsscheibe
WO2016007980A1 (de) * 2014-07-17 2016-01-21 Miba Frictec Gmbh Reiblamelle

Patent Citations (9)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0123312A2 (de) * 1983-04-25 1984-10-31 Borg-Warner Corporation Verfahren zur Herstellung eines trockenen Reibungsmaterials
EP0669482A2 (de) 1994-02-25 1995-08-30 HOERBIGER & Co. Reibbelag
DE69819639T2 (de) * 1997-09-02 2004-04-15 Delphi Technologies, Inc., Troy Herstellung von papierähnlichen Bremsbelägen mit orientierten Fasern
EP1396655A1 (de) 2002-09-04 2004-03-10 BorgWarner Inc. Reibungsmaterial mit Reibungsveränderungsschicht
DE60309396T2 (de) 2002-09-04 2007-02-15 Borgwarner Inc., Auburn Hills Reibmaterial mit Reibungsmodifizierungsschicht, die symmetrische geometrische Formen aufweist
DE102009000431A1 (de) 2009-01-27 2010-07-29 Kleinlein, Claus, Dr.-Ing. Nass laufende Lamellenkupplung oder -bremse
DE102011086523A1 (de) * 2010-12-13 2012-06-14 Schaeffler Technologies Gmbh & Co. Kg Verfahren zur Herstellung eines Reibkörpers
DE102014214453A1 (de) * 2013-07-26 2015-01-29 Deere & Company Selbstzentrierende Nasskupplung- oder Nassbremsscheibe
WO2016007980A1 (de) * 2014-07-17 2016-01-21 Miba Frictec Gmbh Reiblamelle

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE102020118190A1 (de) 2020-07-09 2022-01-13 Borgwarner Inc. Reibschlüssig arbeitende Einrichtung mit einem Dämpfungsbelag
US20230375057A1 (en) * 2020-10-14 2023-11-23 Schaeffler Technologies AG & Co. KG Friction part

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE102013216356B4 (de) Reibkupplungsanordnung
DE102017123580A1 (de) Reiblamelle
DE102011109452A1 (de) Reiblamette mit einem Papierreibbelag, Verfahren zur Herstellung einer solchen Reiblamelle und nasslaufende Lamellenkupplung oder -bremse mit einer solchen Reiblamelle
DE102015213946A1 (de) Reibplatte und Mehrscheibennasskupplung mit Reibplatte
DE102012008779B4 (de) Kupplung
DE102018129186A1 (de) Reibteil
DE102018001877A1 (de) Lamellenkupplung, Lamelle für eine solche Lamellenkupplung, Verfahren zur Herstellung einer solchen Lamellenkupplung oder Lamelle
DE102015013474A1 (de) Reibschlüssig arbeitende Einrichtung und Verwendung einer Zwischenlamelle oder/und einer Betätigungslamelle in einer solchen reibschlüssig arbeitenden Einrichtung
DE102017123711A1 (de) Trockenlauf-Reibbelag
EP2460896A1 (de) Verfahren zum Herstellen eines Reibelementes
WO2017133721A1 (de) Reibteil
DE102014208732A1 (de) Lamelle für eine Lamellenkupplung eines Kraftfahrzeugs
DE102015206018A1 (de) Lamellenkupplung
DE60004895T2 (de) Reibwerkstoff für Nasslaufkupplungen, mit kontrollierter Porosität
DE102016203048A1 (de) Belagträger für einen Nasslauf-Reibbelag
DE102008005432A1 (de) Scheibenbremse für ein Nutzfahrzeug und Bremsbelag für eine Scheibenbremse
WO2018091029A2 (de) Nasslaufende lamellenkupplung
DE102016221008A1 (de) Lamelle für eine nasse Reibkupplung
DE102014201867A1 (de) Kupplungsscheibe
AT522659B1 (de) Reiblamelle
DE102017204417A1 (de) Reibbelaglamelle für eine Lamellenkupplung oder eine Lamellenbremse eines Kraftfahrzeugs
DE102010006015A1 (de) Kraftfahrzeugkupplungsvorrichtung
DE102020126942B4 (de) Reibteil
DE102011120811A1 (de) Reiblamellen, Lamellenkupplung und Verfahren zur Herstellung von Reiblamellen
DE112019002172B4 (de) Verfahren zur Einstellung des Reibwerts einer Reiblamelle und Reiblamelle

Legal Events

Date Code Title Description
R012 Request for examination validly filed
R016 Response to examination communication
R016 Response to examination communication
R002 Refusal decision in examination/registration proceedings
R003 Refusal decision now final