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Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung und ein Verfahren zum Überwinden einer Höhendifferenz sowie ein Schienenfahrzeug mit der Vorrichtung.
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Es ist bekannt, dass Stufen einen Zugang zu Gebäuden oder Schienenfahrzeugen für verschiedene Personengruppen erschweren können. Zu diesen Personengruppen gehören z.B. Personen mit eingeschränkter Mobilität oder Personen mit Fahrrädern, Kinderwagen und/oder Gepäck. Auch ein Transport von Lasten kann durch Stufen erschwert werden. Eine bisherige Maßnahme zur Verbesserung eines Zugangs zu Gebäuden oder Schienenfahrzeugen ist z.B. eine Verwendung eines Aufzugs bzw. Lifts. Ein Aufzug erfordert jedoch zusätzlichen Bauraum und einen aufwendigen Einbau.
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Die Druckschrift
DE 10 2017 201445 A1 beschreibt eine Hubliftanordnung mit beweglichen Stufen für ein Schienenfahrzeug. Die Stufen werden mit Hilfe von Gelenkstangen bewegt. Nachteilig ist hierbei, dass die Gelenkstangen das Gewicht der Stufen und der Benutzer der Hubliftanordnung schräg zur Längsachse der Gelenkstangen aufnehmen und dabei ungünstig auf Scherung beansprucht werden.
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Die Druckschrift
KR 101090782 B1 beschreibt eine Treppe mit beweglichen Stufen, die gelenkig an vier Leisten befestigt sind. Die Leisten können schräg angeordnet sein, wobei die Stufen eine Treppe bilden. Zwei Leisten können aber auch mit den Stufen eine Ebene bilden, die dann als Aufzug nach oben und unten verfahrbar ist. Nachteilig ist hierbei, dass eine hohe Anzahl von Stufen mit einer entsprechenden Größe vorhanden sein muss, damit die aus den Stufen gebildete Ebene groß genug ist, um z.B. einen Rollstuhl aufzunehmen.
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Die Druckschrift
CA 2 530 552 A1 offenbart ebenfalls eine Treppe mit beweglichen Stufen, die von Seitenwänden und einem Rahmen getragen werden. Die Seitenwände sind nach außen und innen bewegbar, um die Stufen aufzunehmen oder freizugeben. Der Rahmen bewegt die Stufen aufwärts und abwärts. Auch hierbei ist es nachteilig, dass eine hohe Anzahl von Stufen mit einer entsprechenden Größe vorhanden sein muss, um eine Ebene mit einer ausreichenden Größe, z.B. für einen Rollstuhl, zu bilden. Außerdem ist der Bauaufwand für die beweglichen Seitenwände hoch.
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Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zu Grunde, eine alternative Vorrichtung und ein alternatives Verfahren zum Überwinden einer Höhendifferenz sowie ein Schienenfahrzeug mit der Vorrichtung zu schaffen, wobei eine Größe einer Plattformeinheit unabhängig von einer Anzahl und einer Größe der Stufen ist.
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Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß mit einer Vorrichtung zum Überwinden einer Höhendifferenz nach Anspruch 1 gelöst. Weiterhin wird die Aufgabe mit einem Verfahren zum Überwinden einer Höhendifferenz nach Anspruch 14 und einem Schienenfahrzeug nach Anspruch 15 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen enthalten.
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Erfindungsgemäß besteht die Lösung der Aufgabe in einer Vorrichtung zum Überwinden einer Höhendifferenz, wobei die Vorrichtung
- - mindestens eine erste Ebene und mindestens eine zweite Ebene aufweist, die durch die Höhendifferenz voneinander beabstandet sind, und wobei die Vorrichtung mindestens eine Hubvorrichtung und mindestens eine horizontale Plattformeinheit aufweist, die zwischen der ersten und der zweiten Ebene bewegbar ist, wobei
- - jeweils mindestens eine bewegliche erste Stufe und mindestens eine bewegliche zweite Stufe an die Plattformeinheit angrenzen, parallel zur Plattformeinheit angeordnet sind und zwischen der ersten Ebene und der zweiten Ebene bewegbar sind,
- - wobei die Plattformeinheit, die erste Stufe und die zweite Stufe mittels mindestens einer Hubvorrichtung bewegbar sind.
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Ein Vorteil der Erfindung besteht darin, dass die Vorrichtung platzsparend ist. Es ergibt sich eine Kombination aus einem ebenen Übergang zwischen der Plattformeinheit und einer ersten Ebene oder einer zweiten Ebene sowie einem Stufenübergang zwischen der ersten Ebene und der zweiten Ebene. Die Vorrichtung wird nur bei Bedarf als Aufzug genutzt. Ein Rollstuhlfahrer kann sich dann beispielweise von der Plattformeinheit auf die erste Ebene oder die zweite Ebene begeben, während gleichzeitig weitere Personen die Stufen benutzen können. Die Vorrichtung kann also auch genutzt werden, um ein schnelleres Überwinden der Höhendifferenz zu Fuß zu ermöglichen. Eine Hubvorrichtung ist ein einfaches Mittel zum Bewegen einer Pattformeinheit. Vorteilhaft ist auch, dass die Plattformeinheit eine konstante Fläche bildet, wobei die erste Stufe und die zweite Stufe an die Plattformeinheit angrenzen. Die erste Stufe, die zweite Stufe und die Plattformeinheit sind getrennte Bauteile. Die Größe der Plattformeinheit ist somit unabhängig von einer Anzahl und einer Größe der Stufen.
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Mindestens eine Kopplungsvorrichtung verbindet und die erste Stufe und die zweite Stufe miteinander, wobei die Kopplungsvorrichtung mit mindestens einer Hubvorrichtung mitbewegbar ist. Mit Hilfe der Kopplungsvorrichtung ist es möglich, eine erste Stufe und eine zweite Stufe gemeinsam zu bewegen.
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Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist die Plattformeinheit eckig, kreisförmig oder ellipsenförmig ausgebildet, wobei die erste Stufe und die zweite Stufe entsprechend der Ausbildung der Plattformeinheit winklig zu einander oder in zwei Kreisabschnitten oder in zwei Ellipsenabschnitten angeordnet sind. Die Begriffe „eckig“ und „winklig“ können sich z.B. auf eine dreieckige, eine rechteckige oder eine polygonale Form der Plattformeinheit beziehen. Dadurch ergibt sich eine variable Gestaltung der Vorrichtung. Eine Wegführung kann eine beliebige Richtung aufweisen.
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Insbesondere sind die erste Stufe und die zweite Stufe einander gegenüberliegend angeordnet. Hierdurch kann die Vorrichtung beispielweise auch an einer Wegkreuzung oder in einem Einstiegsbereich eines Schienenfahrzeugs angeordnet sein.
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Insbesondere sind mindestens zwei erste Stufen vorhanden, die mindestens eine äußere Stufe und mindestens eine innere Stufe ausbilden, und dass mindestens zwei zweite Stufen vorhanden sind, die mindestens eine äußere Stufe und mindestens eine innere Stufe ausbilden, wobei die äußeren Stufen und die inneren Stufen jeweils gemeinsam bewegbar sind. Dies ermöglicht einfache mechanische Kopplungen der Stufen mit einander. Die Begriffe „innere“ und „äußere“ beziehen sich auf die Nähe zur Plattformeinheit in der Benutzungs- bzw. Einbaulage beim bestimmungsgemäßen Gebrauch der Vorrichtung, z.B. in einem Gebäude oder einem Schienenfahrzeug. Eine innere Stufe befindet sich näher an der Plattformeinheit als eine äußere Stufe.
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Speziell ist die Kopplungsvorrichtung eine Winkeleinheit, die mit mindestens zwei Stützarmen jeweils eine erste Stufe und eine zweite Stufe trägt und mit mindestens einem Haltearm an der Hubvorrichtung angebracht ist. Die Winkeleinheit ist ein Beispiel für ein Mittel, mit dem die Stufen untereinander und mit der Hubvorrichtung gekoppelt werden können.
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Speziell weist eine untere Winkeleinheit an einer zweiten Stufe einen Stützarm aufweist, der länger ist als ein Stützarm an einer zweiten Stufe einer oberen Winkeleinheit. Somit ist eine einfache mechanische Ausführung gewährleistet, die die Stufen trägt und mit der die Stufen aufwärts und abwärts bewegt werden können.
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Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung
- - weist die Hubvorrichtung mindestens eine Scherenhubvorrichtung auf, und
die Winkeleinheit ist mit dem Haltearm an mindestens einem Gelenk der Scherenhubvorrichtung angebracht. Eine Scherenhubvorrichtung ist einfach aufgebaut und sehr tragfähig, so dass auch größere Lasten bewegt werden können.
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Vorzugsweise sind
- - die erste Stufe und die zweite Stufe mittels einer unteren Winkeleinheit an mindestens einem unteren Gelenk der Scherenhubvorrichtung befestigt und
- - die erste Stufe und die zweite Stufe sind mittels einer oberen Winkeleinheit an mindestens einem oberen Gelenk der Scherenhubvorrichtung befestigt.
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Dies ermöglicht eine einfache mechanische Kopplung zwischen der ersten Stufe, der zweiten Stufe und der Scherenhubvorrichtung.
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Gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung
- - weist die Hubvorrichtung mindestens eine Hebeleinrichtung auf, und
- - die Winkeleinheit ist mit dem Haltearm an mindestens einem zur Hebeleinrichtung gehörigen Führungselement mit mindestens einem horizontalen Langloch befestigt, wobei
- - die Hebeleinrichtung das Langloch beweglich durchgreift.
Die Hebeleinrichtung ist einfach aufgebaut und kann die Stufen gemeinsam aufwärts bzw. abwärts bewegen.
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Speziell sind
- - die erste Stufe und die zweite Stufe mittels einer unteren Winkeleinheit (W10) an mindestens einem ersten Führungselement der Hebeleinrichtung befestigt,
- - die erste Stufe und die zweite Stufe mittels einer oberen Winkeleinheit an mindestens einem zweiten Führungselement der Hebeleinrichtung befestigt und
- - die Plattformeinheit an mindestens einem dritten Führungselement befestigt.
Dadurch ergibt sich eine einfache mechanische Kopplung der ersten Stufe, der zweiten Stufe und der Plattformeinheit mit der Hebeleinrichtung.
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Gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung
- - weist die Hubvorrichtung mindestens zwei Spindelantriebe auf, wobei
- - mindestens eine Stufe und die Plattformeinheit jeweils Gewinde für die Spindelantriebe aufweisen,
oder
- - die Hubvorrichtung weist mindestens zwei Linearmotoren auf, wobei
- - mindestens eine Stufe und die Plattformeinheit jeweils an mindestens einem Haltelement der Linearmotoren befestigt sind.
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Der Spindelantrieb und der Linearmotor sind ebenfalls einfache Antriebsformen, mit denen die Stufen bewegt werden können. Dadurch, dass jede erste Stufe mindestens einen Spindelantrieb oder mindestens einen Linearmotor aufweist, ist eine hohe Tragfähigkeit der Stufen gewährleistet.
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Gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung kann
- - die Hubvorrichtung mindestens eine pneumatische Einrichtung und/oder mindestens eine hydraulische Einrichtung aufweisen,
wobei
- - mindestens eine Stufe und die Plattformeinheit von mindestens einer pneumatischen Einrichtung und/oder mindestens einer hydraulischen Einrichtung getragen werden
oder
- - die Plattformeinheit von der pneumatischen Einrichtung und/oder der hydraulischen Einrichtung getragen wird, wobei die Plattformeinheit mindestens ein Mitnehmerelement aufweist, auf dem die Stufe aufliegt, und insbesondere eine innere Stufe mindestens ein Mitnehmerelement aufweist, auf dem eine äußere Stufe aufliegt.
Die pneumatische Einrichtung und/oder die hydraulische Einrichtung weisen ebenfalls eine hohe Tragfähigkeit auf und können alternativ oder zusätzlich zu anderen Hubvorrichtungen verwendet werden.
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Insbesondere können die ersten Stufen in der ersten Ebene angeordnet sein, und die Winkeleinheit und/oder die Hubvorrichtung kann zumindest teilweise unterhalb der ersten Ebene untergebracht sein. Dadurch wird es ermöglicht, dass die Plattformeinheit vollständig bis zur ersten Ebene heruntergefahren werden kann.
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Schienenfahrzeug mit mindestens einer Vorrichtung in einem Eingangsbereich, insbesondere für Passagiere. Die Vorrichtung ist besonders für Personen mit eingeschränkter Mobilität geeignet. Wegen des geringen Platzbedarfs ist die Vorrichtung speziell für Schienenfahrzeuge mit mehreren Ebenen (z.B. Doppelstockfahrzeuge) nutzbar. Z.B. können Rollstuhlfahrer einen Zugang zu einem Oberstock bekommen. Dies ist besonders wichtig, wenn im Oberstock ein Durchgang für einen gesamten Zug vorhanden ist. Mit der Vorrichtung können auch Lasten transportiert werden, so dass auf zusätzliche Aufzüge für Trolleys o.Ä. verzichtet werden kann.
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Im Folgenden werden sechs Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand von einundzwanzig Figuren näher erläutert, wobei gleiche oder ähnliche Elemente in den Figuren die gleichen Bezugszeichen aufweisen. Es zeigen:
- 1a bis 1c perspektivische Ansichten einer erfindungsgemäßen Vorrichtung gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel,
- 1d eine schematische Draufsicht auf einen Fußbodenbereich eines Schienenfahrzeugs mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung,
- 2a bis 2c perspektivische Vorderansichten einer erfindungsgemäßen Vorrichtung gemäß einem dritten Ausführungsbeispiel,
- 2d bis f perspektivische Unteransichten einer erfindungsgemäßen Vorrichtung gemäß dem dritten Ausführungsbeispiel,
- 3a bis 3c perspektivische Ansichten einer erfindungsgemäßen Vorrichtung gemäß einem dritten Ausführungsbeispiel,
- 4a bis 4c perspektivische Ansichten einer erfindungsgemäßen Vorrichtung gemäß einem vierten Ausführungsbeispiel,
- 5 eine schematische Ansicht einer erfindungsgemäßen Vorrichtung gemäß einem fünften Ausführungsbeispiel und
- 6a bis 6d schematische Ansichten einer erfindungsgemäßen Vorrichtung gemäß einem sechsten Ausführungsbeispiel.
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In den 1a bis 4c ist der Einfachheit halber jeweils nur ein Teil der Vorrichtung 10, 20, 30, 40 mit Bezugszeichen versehen. Selbstverständlich sind jedoch bei einem symmetrischen Aufbau der Vorrichtung 10, 20, 30, 40 die gleichen Elemente jeweils auf einer gegenüberliegenden Seite der Vorrichtung ebenso vorhanden. In den 2a bis 3c ist lediglich eine Hubvorrichtung nur einmal vorhanden.
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Die 1a bis 4c zeigen vier verschiedene Ausführungsformen einer erfindungsgemäßen Vorrichtung 10, 20, 30, 40. Die Vorrichtung 10, 20, 30, 40 weist jeweils eine erste Ebene E1 und eine zweite Ebene E2 auf. Zwischen der ersten Ebene E1 und der zweiten Ebene E2 ist eine Höhendifferenz H vorhanden. Außerdem weist die Vorrichtung 10, 20, 30, 40 jeweils eine Plattformeinheit 11 mit einer ersten Kante K1 und einer zweiten Kante K2 auf. Die erste Kante K1 ist rechtwinklig zur zweiten Kante K2 angeordnet. Eine Längsrichtung x, eine Querrichtung y und eine senkrechte Richtung z dienen zur Orientierung, wobei die Bezeichnung „senkrechte Richtung z“ sowohl für die positive Richtung +z als auch für die negative Richtung -z gilt.
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Zwischen der ersten Ebene E1 und der Plattformeinheit 11 sind zwei erste Stufen S11 und S12 angeordnet. Auf einer gegenüberliegenden Seite der Plattformeinheit 11 können zwei weitere erste Stufen angeordnet sein. Die ersten Stufen S11 und S12 verlaufen parallel zur ersten Kante K1. Zwischen der Ebene E2 und der Plattformeinheit 11 sind zwei zweite Stufen S21 und S22 angeordnet. Auf einer gegenüberliegenden Seite der Plattformeinheit 11 können zwei weitere zweite Stufen angeordnet sein. Die zweiten Stufen S21 und S22 verlaufen parallel zur zweiten Kante K2. Die erste Stufe S11 ist mechanisch mit der zweiten Stufe S21 gekoppelt. Die erste Stufe S12 ist mechanisch mit der zweiten Stufe S22 gekoppelt.
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Zwischen den Stufen S11, S12, S21, S22 ist eine rechteckige Säule 12 dargestellt. Die Säule 12 füllt eine Ecke aus, die zwischen den ersten Stufen S11, S12 und den zweiten Stufen S21, S22 sowie zwischen der ersten Ebene E1 und der zweiten Ebene E2 gebildet ist. Wenn weitere erste und/oder zweite Stufen vorgesehen sind, können an weiteren Ecken der Plattformeinheit 11 weitere Säulen vorhanden sein.
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Die 1a bis 1c zeigen den prinzipiellen Aufbau und die allgemeine Funktionsweise der Erfindung anhand der Vorrichtung 10, die eine erste Ausführungsform der Erfindung ist. Ein untere Winkeleinheit W10 und eine obere Winkeleinheit W20 sind hier jeweils Beispiele für eine Kopplungsvorrichtung und weisen jeweils einen gleichen Aufbau und eine gleiche Funktion auf wie in den 2a bis 2f.
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1a zeigt einen Nutzungszustand, bei dem sich die ersten Stufen S11, S12 und die Plattformeinheit 11 in der ersten Ebene E1 befinden. Die zweiten Stufen S21, S22 befinden sich zwischen der ersten Ebene E1 und der zweiten Ebene E2. Dieser Nutzungszustand ermöglicht es z.B. Personen mit eingeschränkter Mobilität einfach von der ersten Ebene E1 zur Plattformeinheit 11 zu gelangen. Personen ohne eingeschränkte Mobilität können von der ersten Ebenen E1 die zweiten Stufen S22, S21 hinauf- oder hinabsteigen zur zweiten Ebene E2.
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1b zeigt einen Nutzungszustand, bei dem sich die ersten Stufen S11, S12, die Plattformeinheit 11 und die zweiten Stufen S21, S22 zwischen der ersten Ebene E1 und der zweiten Ebene E2 befinden. Dieser Nutzungszustand ist eine Momentaufnahme einer Bewegung der Vorrichtung 10 von der ersten Ebene E1 in die zweite Ebene E2. Personen, die sich auf der Plattformeinheit 11 befinden werden somit von der ersten Ebene E1 zur zweiten Ebene E2 bewegt. Die Bewegung der Vorrichtung 10 erfolgt mittels einer in den 1a bis 1c nicht dargestellten Hubvorrichtung.
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1c zeigt einen Nutzungszustand, bei dem sich die ersten Stufen S11, S12 zwischen der ersten Ebene E1 und der zweiten Ebene E2 befinden. Die zweiten Stufen S21, S22 und die Plattformeinheit 11 befinden sich in der zweiten Ebene E2. Dieser Nutzungszustand ermöglicht es, z.B. Personen mit eingeschränkter Mobilität von der Plattformeinheit 11 zur Ebene E2 zu gelangen. Personen ohne eingeschränkte Mobilität können von der zweiten Ebene E2 die ersten Stufen S12, S11 hinauf- oder hinabsteigen zur ersten Ebene E1.
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Die Säule 12 verhindert eine Unfallgefahr durch ein seitliches Begrenzen der ersten Stufen S11, S12 und der zweiten Stufen S21, S22 sowie der ersten Ebene E1 und der zweiten Ebene E2.
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In 1d ist eine schematische Draufsicht auf einen Fußbodenbereich eines Schienenfahrzeugs beispielhaft dargestellt. Der Fußbodenbereich weist zwei Vorrichtungen 10 auf, die genauso aufgebaut sind wie in den 1a bis 1c. Die rechte Bildhälfte zeigt die Vorrichtung 10 in einer Einsteigeposition, d.h. die Plattformeinheit 11 ist heruntergefahren zur ersten Ebene E1. Die linke Bildhälfte zeigt die Vorrichtung 10 in einer Übergangsposition, d.h. die Plattformeinheit 11 ist heraufgefahren zur zweiten Ebene E2. Die ersten Stufen S11, S12 und die zweiten Stufen S21, S22 sowie die Plattformeinheit 11 sind im Innern des Schienenfahrzeugs untergebracht.
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Die 2a bis 2c, 2d bis 2f, 3a bis 3c und 4a bis 4c zeigen für die Vorrichtung 20, 30, 40 jeweils die gleichen Nutzungszustände wie die 1a bis 1c in der gleichen Reihenfolge.
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Die 2a bis 2f zeigen eine Vorrichtung 20 als zweite Ausführungsform. Hier ist die Hubvorrichtung als eine Scherenhubvorrichtung 21 ausgeführt. Die Scherenhubvorrichtung 21 weist in der linken Bildhälfte und in der Querrichtung y mindestens ein unteres Gelenk 22 und mindestens ein oberes Gelenk 23 auf. Die untere Winkeleinheit W10 weist einen Stützarm W11 und einen Haltearm W12 auf. Der Stützarm W11 ist an der zweiten Stufe S21 befestigt. Der Haltearm W12 ist an dem unteren Gelenk 22 befestigt. Die obere Winkeleinheit W20 weist einen Stützarm W21 und einen Haltearm W22 auf. Der Stützarm W21 ist an der zweiten Stufe S22 befestigt. Der Haltearm W22 ist an dem oberen Gelenk 23 befestigt. Die Stützarme W11 und W21 können senkrecht angeordnet sein. Die Haltearme W12 und W22 können horizontal angeordnet sein.
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In den 2d bis 2f ist außerdem ein weiterer Stützarm W13 der unteren Winkeleinheit W10 sichtbar, der an der ersten Stufe S11 befestigt ist. Außerdem ist ein weiterer Stützarm W23 der oberen Winkeleinheit W20 sichtbar, der an der ersten Stufe S12 befestigt ist. Die untere Winkeleinheit W10 bewirkt die gleichzeitige Bewegung der ersten Stufe S11 und der zweiten Stufe S21. Die obere Winkeleinheit W20 bewirkt die gleichzeitige Bewegung der ersten Stufe S12 und der zweiten Stufe S22.
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Die 3a bis 3c zeigen eine Vorrichtung 30 als dritte Ausführungsform. Die Vorrichtung 30 weist hier eine Tragvorrichtung 38 auf, an der die Hebeleinrichtung 31 einer Hubvorrichtung drehbar angebracht ist. Die untere Winkeleinheit W10 und die obere Winkeleinheit W20 weisen dabei den gleichen Aufbau und die gleiche Funktion auf wie in den 2a bis 2f. Die Hebeleinrichtung 31 gemäß den 3a bis 3c greift in ein erstes Langloch 35 eines ersten Führungselements 32, in ein zweites Langloch 36 eines zweiten Führungselements 33 und in ein drittes Langloch 37 eines dritten Führungselements 34 ein, vgl. insbesondere 3b. Das erste Führungselement 32 ist an der unteren Winkeleinheit W10 befestigt. Das zweite Führungselement 33 ist an der oberen Winkeleinheit 20 befestigt. Das dritte Führungselement 34 ist an der Plattformeinheit 11 befestigt. Die Hebeleinrichtung 31 wird mittels eines nicht dargestellten Motorantriebs bewegt. In 3a ist die Hebeleinrichtung 31 in einer unteren Endposition dargestellt. In der 3b befindet sich die Hebeleinrichtung 31 in einer Zwischenposition. In der 3c ist die Hebeleinrichtung 31 in einer oberen Endposition dargestellt.
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Die 4a bis 4c zeigen eine Vorrichtung 40 als eine vierte Ausführungsform mit Spindelantrieben 41, 42 und 43. Die untere Winkeleinheit W10 und die obere Winkeleinheit W20 weisen den gleichen Aufbau und die gleiche Funktion auf wie in den 2a bis 2f. Der Spindelantrieb 41 bewegt die Winkeleinheit W10 und somit die erste Stufe S11 und die zweite Stufe S21. Der Spindelantrieb 42 bewegt die Winkeleinheit W20 und somit die erste Stufe S12 und die zweite Sture S22. Der Spindelantrieb 43 bewegt die Plattformeinheit 11.
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In den 5 bis 6d ist der Einfachheit halber jeweils nur ein Teil der Vorrichtung 50, 60 dargestellt und mit Bezugszeichen versehen. Bis auf die Hubvorrichtungen in den 2a bis 4c weisen die Vorrichtungen 50, 60 in den 5 und 6a einen zu den Vorrichtungen 10, 20, 30, 40 analogen Aufbau auf. Die 6b bis 6d zeigen eine alternative Ausführung der Vorrichtung 60 in 6a. Zwischen der ersten Ebene E1 und der zweiten Ebene E2 ist auch hier jeweils eine Höhendifferenz H vorhanden. Eine Längsrichtung x, eine Querrichtung y und eine senkrechte Richtung z dienen wieder zur Orientierung, wobei die Bezeichnung „senkrechte Richtung z“ sowohl für die positive Richtung +z als auch für die negative Richtung -z gilt
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In 5 ist eine Vorrichtung 50 als eine fünfte Ausführungsform dargestellt. Die ersten Stufen S11 und S12 und die hier nicht dargestellte Plattformeinheit 11 weisen jeweils zwei Führungen 51 für hier nicht dargestellte Linearmotoren auf, die hinter einer Verkleidung 54 angeordnet und mit Bürsten 52 abgedichtet sind. Jede erste Stufe S11 und S12 weist zwei Halteelemente 53 auf, die an den Linearmotoren befestigt sind.
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In den 6a bis 6d ist eine Vorrichtung 60 als eine sechste Ausführungsform mit mindestens einer hydraulischen Einrichtungen 62 dargestellt. Alternativ dazu kann mindestens eine pneumatische Einrichtung 61 vorhanden sein. In 6a werden die ersten Stufen S11 und S12 jeweils mittels einer eigenen hydraulische Einrichtung 62 oder einer eigenen pneumatischen Einrichtung 61 bewegt.
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Die in den 5 bis 6d nicht dargestellten zweiten Stufen S21 und S22 werden über die ebenfalls nicht dargestellte untere Winkeleinheit W10 und die auch nicht dargestellte obere Winkeleinheit W20 mitbewegt. Die untere Winkeleinheit W10 und die obere Winkeleinheit W20 weisen den gleichen Aufbau und die gleiche Funktion auf wie in den 2a bis 2f.
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Alternativ kann in den 6b bis 6d anstelle der unteren Winkeleinheit W10 und der oberen Winkeleinheit W20 ein Mechanismus mit einem Mitnehmerelement 63 für die erste Stufe S12 und einem Mitnehmerelement 64 für die erste Stufe S11 vorhanden sein. Das Mitnehmerelement 63 ist an der Plattformeinheit 11 befestigt, und die erste Stufe S12 liegt darauf auf. Das Mitnehmerelement 64 ist an der ersten Stufe S12 befestigt, und die erste Stufe S11 liegt darauf auf. Wenn die Plattformeinheit 11 nach oben bewegt wird, nimmt das Mitnehmerelement 63 die erste Stufe S12 mit nach oben. Das Mitnehmerelement 64 nimmt die erste Stufe S11 mit nach oben. Wenn die Plattformeinheit 11 nach unten bewegt wird, bewegen sich die ersten Stufen S11, S12 ebenfalls nach unten bis die Mitnehmerelemente 63, 64 auf einer nicht dargestellten Auflagefläche aufliegen. Die ersten Stufen S11, S12 sind dann auf gleicher Höhe wie die Ebene E1. Die hier nicht dargestellten zweiten Stufen S21 und S22 weisen ebenfalls Mitnehmerelemente auf.
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In den 1a bis 6d sind die ersten Stufen S11 und S12 einzeln oder gemeinsam bewegbar. Auch die in den 4a bis 6a nicht dargestellten zweiten Stufen S21 und S22 können einzeln oder gemeinsam bewegbar sein.
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In den 1a bis 6d kann die erste Stufe S12 auch als eine innere Stufe bezeichnet werden, und die erste Stufe S11 kann auch als eine äußere Stufe bezeichnet werden. In den 1a bis 4c kann außerdem auch die zweite Stufe S22 als eine innere Stufe bezeichnet werden, und die zweite Stufe S21 kann auch als eine äußere Stufe bezeichnet werden. Die Begriffe „innere“ und „äußere“ beziehen sich auf die Nähe zur Plattformeinheit in der Benutzungs- bzw. Einbaulage beim bestimmungsgemäßen Gebrauch der Vorrichtung, z.B. in einem Gebäude oder einem Schienenfahrzeug. Eine innere Stufe befindet sich näher an der Plattformeinheit als eine äußere Stufe.
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Bezugszeichenliste
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- 10
- Vorrichtung
- 11
- Plattformeinheit
- 12
- Säule
- 20
- Vorrichtung
- 21
- Scherenhubvorrichtung
- 22
- Unteres Gelenk
- 23
- Oberes Gelenk
- 30
- Vorrichtung
- 31
- Hebeleinrichtung
- 32
- Erstes Führungselement
- 33
- Zweites Führungselement
- 34
- Drittes Führungselement
- 35
- Erstes Langloch
- 36
- Zweites Langloch
- 37
- Drittes Langloch
- 38
- Tragvorrichtung
- 40
- Vorrichtung
- 41
- Spindelantrieb
- 42
- Spindelantrieb
- 43
- Spindelantrieb
- 50
- Vorrichtung
- 51
- Führung
- 52
- Bürsten
- 53
- Halteelement
- 54
- Verkleidung
- 60
- Vorrichtung
- 61
- Pneumatische Einrichtung
- 62
- Hydraulische Einrichtung
- 63
- Mitnehmerelement
- 64
- Mitnehmerelement
- E1
- Erste Ebene
- E2
- Zweite Ebene
- H
- Höhendifferenz
- S11
- Erste Stufe
- S12
- Erste Stufe
- S21
- Zweite Stufe
- S22
- Zweite Stufe
- K1
- Erste Kante
- K2
- Zweite Kante
- W10
- Untere Winkeleinheit
- W11
- Stützarm
- W12
- Haltearm
- W13
- Stützarm
- W20
- Obere Winkeleinheit
- W21
- Stützarm
- W22
- Haltearm
- W23
- Stützarm
- x
- Längsrichtung
- y
- Querrichtung
- z
- Senkrechte Richtung
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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- DE 102017201445 A1 [0003]
- KR 101090782 B1 [0004]
- CA 2530552 A1 [0005]