DE102021002425B4 - Fahrzeugklappe mit Öffnungs- und Schließvorrichtung - Google Patents
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Abstract
Fahrzeugklappe (1) mit Öffnungs- und Schließvorrichtung, wobei mittels der Öffnungs- und Schließvorrichtung eine Öffnung in einer Fahrzeugkontur (17) freilegbar oder verschließbar ist und innerhalb der Öffnung eine Schnittstelle (14) vorgesehen ist, welche mit Bezug zur Fahrzeugkontur (17) in das Fahrzeuginnere zurückgesetzt angeordnet ist, die Öffnungs- und Schließvorrichtung eine mit der Fahrzeugklappe (1) verbundene, mit einem Zahnradgetriebe (6) gekoppelte Schiebe- und Schwenkvorrichtung (2 - 4) umfasst, das Zahnradgetriebe (6) mit einem, hinsichtlich der Drehrichtung umsteuerbaren, Aktuator (10) formschlüssig verbunden ist, mittels der antreibbaren Schiebe- und Schwenkvorrichtung (2 - 4) eine Schiebebewegung (15) der Fahrzeugklappe (1) in Richtung Fahrzeuginneres oder umgekehrt in Richtung Fahrzeugkontur (17) realisierbar ist und mittels der antreibbaren Schiebe- und Schwenkvorrichtung (2 - 4) eine Schwenkbewegung (16) der Fahrzeugklappe (1) um eine Achse (5) realisierbar ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Schiebe- und Schwenkvorrichtung (2 bis 4) zumindest eine Führung (4) und je einen in der Führung (4) aufgenommenen, mit der Fahrzeugklappe (1) verbundenen Haltearm (3) aufweist,
dass der jeweilige Haltearm (3) eine Zahnstange (8) trägt, welche Teil des Zahnradgetriebes (6) ist,
dass das Zahnradgetriebe (6) zumindest ein, auf einer auf der Achse (5) angeordneten Welle (9) angeordnetes Zahnrad (7) umfasst, welches mit der Zahnstange (8) des jeweiligen Haltearms (3) getriebetechnisch gekoppelt ist,
wobei jeder Haltearm (3) innerhalb der jeweiligen Führung (4) in Schiebebewegung (15) linear bewegbar ist, wobei die Schiebebewegung (15) durch Blockieren der Schwenkbewegung (16) realisierbar ist und
wobei die Fahrzeugklappe (1) zurückgesetzt zur Fahrzeugkontur (17) im Fahrzeuginneren um die Achse (5) der Welle (9) schwenkbar und in eine Öffnungsstellung bewegbar oder umgekehrt in Richtung einer Schließstellung zurück bewegbar ist.
dadurch gekennzeichnet,
dass die Schiebe- und Schwenkvorrichtung (2 bis 4) zumindest eine Führung (4) und je einen in der Führung (4) aufgenommenen, mit der Fahrzeugklappe (1) verbundenen Haltearm (3) aufweist,
dass der jeweilige Haltearm (3) eine Zahnstange (8) trägt, welche Teil des Zahnradgetriebes (6) ist,
dass das Zahnradgetriebe (6) zumindest ein, auf einer auf der Achse (5) angeordneten Welle (9) angeordnetes Zahnrad (7) umfasst, welches mit der Zahnstange (8) des jeweiligen Haltearms (3) getriebetechnisch gekoppelt ist,
wobei jeder Haltearm (3) innerhalb der jeweiligen Führung (4) in Schiebebewegung (15) linear bewegbar ist, wobei die Schiebebewegung (15) durch Blockieren der Schwenkbewegung (16) realisierbar ist und
wobei die Fahrzeugklappe (1) zurückgesetzt zur Fahrzeugkontur (17) im Fahrzeuginneren um die Achse (5) der Welle (9) schwenkbar und in eine Öffnungsstellung bewegbar oder umgekehrt in Richtung einer Schließstellung zurück bewegbar ist.
Description
- Die Erfindung betrifft eine Fahrzeugklappe nach dem Oberbegriff des unabhängigen Anspruchs.
- Es sind verschiedene Arten von Fahrzeugklappen mit Öffnungs- und Schließvorrichtungen bekannt. Beispielsweise auf dem Gebiet der Elektromobilität ist das häufige Laden der Traktionsbatterien an Ladestationen, an denen Fahrzeuge mittels verschiedener, genormter Anschlussstecker und -dosen geladen werden, erforderlich. Um Verschmutzung sowie Feuchtigkeit- bzw. Wasserkontakt der Hochvoltverbindungen zu vermeiden, werden die Ladedosen der Fahrzeuge zumindest im Fahrbetrieb abgedeckt und abgedichtet. Zum Laden werden die Abdeckungen geöffnet und der Gegenstecker kann mit der Ladestation verbunden werden. Das bevorzugt automatische Öffnen der Fahrzeugklappe, auch Ladeklappe genannt, am Fahrzeug ist eine wichtige Komforteigenschaft. Um Beschädigungen der Klappe oder der Außenkontur von Fahrzeugen zu vermeiden ist es vorteilhaft, Störkanten durch Fahrzeugklappen zu vermeiden. Bevorzugt schließen die Fahrzeugklappen mit der Außenkontur von Fahrzeugen bündig ab bzw. fluchten mit dieser im geschlossenen Zustand. Weiterhin dichten die Fahrzeugklappen mit der Außenkontur von Fahrzeugen ab.
- Eine gattungsbildende Fahrzeugklappe mit Öffnungs- und Schließvorrichtung ist in
US 8 089 229 B2 beschrieben, wobei mittels der Öffnungs- und Schließvorrichtung eine Öffnung eines Treibstofftanks freilegbar oder verschließbar ist. - Eine Fahrzeugklappe dieser Art ist aus
DE 10 2010 053 137 A1 bekannt. Eine Ladeschnittstelle für ein Kraftfahrzeug zur Ladung der Traktionsbatterie mit einer in einer Karosserieöffnung angeordneten Ladesteckdose und einer die Karosserieöffnung abdeckenden Verschlusseinrichtung umfasst eine in axialer Richtung der Karosserieöffnung verschiebbare Ladesteckdose und dass ein Öffnen der Verschlusseinrichtung ein Verschieben der Ladesteckdose bewirkt. Im geöffneten Zustand ragt die Verschlusseinrichtung, auch Deckel genannt, aus der Außenkontur von Fahrzeugen hervor. -
DE 10 2018 128 972 A1 offenbart eine Klappe mit einem eine erste und eine zweite Führung aufweisen Öffnungsmechanismus. In oder an den Führungen ist jeweils ein an einer Innenseite der Klappe befestigter Führungsstift gelagert, welcher entlang einer durch die entsprechende Führung vorgegebene Trajektorie zwischen einem ersten Endpunkt und einem zweiten Endpunkt umgekehrt bewegbar ist. Damit ist die Klappe zwischen einer geschlossenen Stellung und einer geöffneten Stellung und umgekehrt bewegbar. Im geöffneten Zustand ragt die Klappe aus der Außenkontur von Fahrzeugen hervor. - Aus
DE 196 42 687 A1 ist eine Verriegelungsvorrichtung zur Absicherung einer Ladesteckdose bekannt. Dabei ein Schwenkdeckel in einer Sicherungsstellung verriegelbar, wobei die Sicherungsstellung einer definierten Offenstellung entspricht, in welcher durch den Schwenkdeckel eine Sperrwirkung gegenüber einer Entnahme eines eingeführten Ladesteckers ausübbar ist. - Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, eine Fahrzeugklappe der eingangs genannten Art derart zu verbessern, dass das Öffnen und Schließen der Fahrzeugklappe automatisch an einem Fahrzeug realisiert werden kann und in geöffnetem Zustand Beschädigungen bzw. Verletzungen an oder durch die Fahrzeugklappe vermieden werden.
- Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Ausbildungsmerkmale von Anspruch 1 gelöst.
Weiterbildungen ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen. - Ein erster Vorteil der Fahrzeugklappe besteht darin, dass diese Fahrzeugklappe eine Öffnungs- und Schließvorrichtung umfasst, welche automatisch eine Öffnung in einer Fahrzeugkontur, z.B. einer Karosserie, freilegen oder verschließen kann und dass innerhalb dieser Öffnung eine Schnittstelle vorgesehen ist, welche mit Bezug zur Fahrzeugkontur in Richtung Fahrzeuginneres zurückgesetzt, ortsfest fixiert am Fahrzeug angeordnet ist.
Eine derartige Schnittstelle kann ein Lademodul (Ladedose) für ein Elektro - oder Hybridfahrzeug sein. Alternativ kann die Schnittstelle eine Öffnung zur Aufnahme von gasförmigen oder flüssigen Treibstoffen oder für Öl sein oder für vergleichbare Medien. - Ein zweiter Vorteil ergibt sich daraus, dass die Öffnungs- und Schließvorrichtung eine, mit der Fahrzeugklappe verbundene Schiebe- und Schwenkvorrichtung umfasst und die Schiebe- und Schwenkvorrichtung mit einem Getriebe, vorzugsweise einem Zahnradgetriebe, gekoppelt ist. Das Getriebe ist mittels einer Welle oder alternativ mittels einer getriebetechnischen Kopplung mit einem Aktuator verbunden. Der steuerbare Aktuator kann vorzugsweise mit einer Steuerelektronik des Fahrzeugs schaltungstechnisch und signaltechnisch verbunden sein. In vorteilhafter Weise kann die Steuerelektronik mittels Näherungssensor, Funkschlüssel, Smartphone etc. aktivierbar sein, so dass der Öffnungs- und Schließvorgang der Fahrzeugklappe automatisiert realisierbar ist. In einer weiteren Ausbildung kann der Aktuator manuell aktivierbar sein.
- Ein dritter Vorteil ist dadurch gegeben, dass mittels der antreibbaren Schiebe- und Schwenkvorrichtung eine Schiebebewegung der Fahrzeugklappe in Richtung Fahrzeuginneres oder umgekehrt in Richtung Fahrzeugkontur, z.B. der Außenkontur der Karosserie, realisierbar ist und dass weiterhin mittels der antreibbaren Schiebe- und Schwenkvorrichtung eine Schwenkbewegung der Fahrzeugklappe um eine Achse, z.B. der Welle, realisierbar ist, wobei die Fahrzeugklappe in diesem Fall zurückgesetzt zur Fahrzeugkontur im Fahrzeuginneren schwenkbar und in eine Öffnungsstellung oder umgekehrt in Richtung einer Schließstellung zurück bewegbar ist (Zwischenposition).
- Von Vorteil ist hierbei, dass die Fahrzeugklappe hinsichtlich des Bewegungsablaufs stets im Fahrzeuginneren, d.h. zurückgesetzt von der Fahrzeugkontur, bewegt werden kann. Damit sind in jeder Bewegungsphase der Fahrzeugklappe mögliche, aus der Fahrzeugkontur (Karosserie) hervorstehenden Teile oder Störkanten vermeidbar. Beschädigungen bzw. Verletzungen an oder durch die Fahrzeugklappe in geöffnetem Zustand können vermieden werden. Beim Hantieren mit Ladekabeln, Stecksystemen, Zapfeinrichtungen etc. liegt die Schnittstelle im geöffneten Zustand stets gut zugänglich frei.
- In Schließstellung fluchtet die Fahrzeugklappe zur Fahrzeugkontur und schließt die Öffnung ab. In vorteilhafter Weise umfasst die Öffnung eine Dichtung, gegen die die Fahrzeugklappe in Schließstellung von Innen dicht anliegt. Beim Öffnen der Fahrzeugklappe kann durch die Schiebebewegung der Fahrzeugklappe in Richtung Fahrzeuginneres darüber hinaus die Dichtung entlastet werden.
- Ein weiterer Vorteil besteht darin,dass die Öffnungs- und Schließvorrichtung der Fahrzeugklappe - mit Bezug zu einem Fahrzeugboden - beispielsweise horizontal, vertikal oder in einem beliebigen Winkel im Fahrzeuginneren angeordnet sein kann. Je nach den im Fahrzeuginneren vorhandenen Platzverhältnissen kann damit die Fahrzeugklappe zwecks Realisierung der Schwenkbewegung - mit Bezug zum Fahrzeugboden - nach oben, nach unten oder seitwärts im Fahrzeuginneren bewegt werden. Dabei wird das Wirkprinzip stets beibehalten, indem mittels einer antreibbaren Schiebe- und Schwenkvorrichtung eine Schiebebewegung der Fahrzeugklappe in Richtung Fahrzeuginneres oder umgekehrt in Richtung Fahrzeugkontur realisierbar ist und mittels der antreibbaren Schiebe- und Schwenkvorrichtung eine Schwenkbewegung der Fahrzeugklappe um die Achse realisierbar ist, wobei die Fahrzeugklappe zurückgesetzt zur Fahrzeugkontur im Fahrzeuginneren schwenkbar und in eine Öffnungsstellung bewegbar oder umgekehrt in Richtung einer Schließstellung zurück bewegbar ist.
- Die Erfindung soll an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert werden. Das vorliegende Beispiel bezieht sich auf eine Fahrzeugklappe, die neben einer linearen Schiebebewegung eine Schwenkbewegung - mit Bezug zum Fahrzeugboden - nach oben innerhalb des Fahrzeuginneren realisiert. Dabei zeigen schematisch:
-
1 eine Fahrzeugklappe mit Öffnungs- und Schließvorrichtung in Schließstellung, fluchtend zur Fahrzeugkontur -
2 die Fahrzeugklappe mit Bezug zur Schließstellung in linear zurückgesetzter Position (Zwischenposition) -
3 die Fahrzeugklappe in Öffnungsstellung. - Ein Fahrzeug umfasst eine Fahrzeugklappe 1 mit Öffnungs- und Schließvorrichtung, wobei mittels der Öffnungs- und Schließvorrichtung eine Öffnung in einer Fahrzeugkontur 17, z.B. einer Karosserie, freilegbar oder verschließbar ist und innerhalb dieser Öffnung eine Schnittstelle 14 vorgesehen ist, welche mit Bezug zur Fahrzeugkontur 17 in das Fahrzeuginnere zurückgesetzt, fixiert am Fahrzeug angeordnet ist. Eine derartige Schnittstelle 14 kann ein Lademodul (Ladedose) für ein Elektro - oder Hybridfahrzeug sein. Alternativ kann die Schnittstelle 14 eine Öffnung zur Aufnahme von gasförmigen oder flüssigen Treibstoffen oder für Öl sein oder für vergleichbare Medien.
- Die Öffnungs- und Schließvorrichtung umfasst eine mit der Fahrzeugklappe 1 verbundene Schiebe- und Schwenkvorrichtung 2, 3, 4, welche zumindest einen Haltearm 3 und zumindest eine Führung 4 aufweist.
- Das vorliegende Beispiel zeigt zwei parallel angeordnete Haltearme 3, welche mit der Fahrzeugklappe 1 fest verbunden sind und in je einer eigenen Führung 4 angeordnet sind. Die Führungen 4 sind mittels einer Welle 9 als Zwischenwelle antriebsseitig verbunden. Alternativ kann dies auch mittels einer getriebetechnischen Kopplung eines Zwischengetriebes erfolgen. Jeder Haltearm 3 weist je einen vorderen Nocken 12 auf. Der jeweilige vordere Nocken 12 ist entlang einer ortsfesten Führungsschiene 19 bewegbar, so dass eine Schiebebewegung (Linearbewegung) 15 des vorderen Nockens 12 ermöglicht, eine Schwenkbewegung 16 um eine Achse 5 im Bereich der Führungsschiene 19 verhindert wird.
- Die Schiebe- und Schwenkvorrichtung 2 bis 4 ist mit zumindest einem Zahnradgetriebe 6, 7, 8 gekoppelt und das Zahnradgetriebe 6 bis 8 ist mit einem, hinsichtlich der Drehrichtung umsteuerbaren Aktuator 10 mittels der Welle 9 (oder der getriebetechnischen Kopplung) verbunden. Jeder Haltearm 3 weist einen Anschlag 18 auf, welcher die Schiebebewegung (Linearbewegung) 15 in einer ersten Richtung begrenzt. Weiterhin weist jeder Haltearm 3 eine Sperre 11 auf, welche die Schiebebewegung (Linearbewegung) 15 in entgegengesetzter, zweiter Richtung begrenzt.
Mittels der antreibbaren Schiebe- und Schwenkvorrichtung 2 bis 4 ist die Schiebebewegung 15 der Fahrzeugklappe 1 in Richtung Fahrzeuginneres oder umgekehrt in Richtung Fahrzeugkontur 17 realisierbar. - Weiterhin ist mittels der antreibbaren Schiebe- und Schwenkvorrichtung 2 bis 4 eine Schwenkbewegung 16 der Fahrzeugklappe 1 um eine Achse 5, z.B. der Welle 9, realisierbar, wobei die Fahrzeugklappe 1 stets zurückgesetzt zur Fahrzeugkontur 17 im Fahrzeuginneren schwenkbar und in eine Öffnungsstellung oder umgekehrt zum Erreichen der Schließstellung zurück bewegbar ist. Bei Realisierung der Schwenkbewegung 16 verbleiben die Haltearme 3 anliegend am jeweiligen Anschlag 18.
- Die Schiebe- und Schwenkvorrichtung 2 bis 4 umfasst zumindest eine Führung 4 und je einen in der jeweiligen Führung 4 aufgenommenen Haltearm 3. Der jeweilige Haltearm 3 trägt eine Zahnstange 8, welche als Teil des Zahnradgetriebes 6 mit dem Zahnrad 7 in Eingriff ist. Jeder Haltearm 3 (mit Zahnstange 8) ist linear in Schiebebewegung 15 innerhalb der Führung 4 vor- und zurück bewegbar. Dabei ist die Schiebebewegung 15 durch Blockieren der Schwenkbewegung 16 realisierbar.
- Jede Führung 4 mit aufgenommenem Haltearm 3 (und Zahnstange 8) ist um die Achse 5 in Schwenkbewegung 16 schwenkbar, wobei die Schwenkbewegung 16 durch Blockieren der linearen Schiebebewegung 15 realisierbar ist.
- Endseitig zum jeweiligen Haltearm 3 ist zumindest ein hinterer Nocken 13 ortsfest angeordnet. Der jeweilige hintere Nocken 13 stellt einen Anschlag dar, der die rückwärtige Schwenkbewegung 16 begrenzt durch Blockieren. Weiterhin löst dieser die Sperre 11, so dass bei blockierter Schwenkbewegung 16 die Schiebebewegung 15 realisierbar ist.
- Das Zahnradgetriebe 6 umfasst je ein auf der Welle 9 angeordnetes Zahnrad 7, welches mit der jeweiligen Zahnstange 8 getriebetechnisch gekoppelt ist. In der vorliegenden Ausführung sind, beispielhaft auf der Welle 9, zwei Führungen 4 in definierten Abständen angeordnet, welche mit jeweils einem Haltearm 3 mit Zahnstange 8 und je einem Zahnrad 7 in Wirkverbindung sind.
- Die Welle 9 alternativ die getriebetechnische Kopplung ist mit dem Aktuator 10 verbunden und der Aktuator 10 ist vorzugsweise signal- und schaltungstechnisch mit einer Steuerelektronik des Fahrzeugs in Wirkverbindung. Dabei sind Drehmoment und Drehzahl des Aktuators 10 steuerbar, sowie die jeweilige Position der Fahrzeugklappe 1 als Istwert auslesbar. Weiterhin kann mittels Überwachung des Motorstroms des Aktuators 10 oder durch auslesen der Istposition ein Blockieren mechanischer Teile der Vorrichtung erkannt werden. Durch steuern der Drehzahl des Aktuators 10 kann das Geschwindigkeitsprofil der Bewegung der Fahrzeugklappe 1 beeinflusst werden.
- Der Aktuator 10 ist hinsichtlich der Drehrichtung umsteuerbar. Damit kann beispielsweise eine mögliche Blockade der Fahrzeugklappe 1 durch Vereisung beseitigt werden. Mittels eines mit der Steuerelektronik schaltungs- und signaltechnisch verbundenen Sensors ist eine Gefahr von Vereisung oder eine bereits vorhandene Vereisung an der Fahrzeugklappe 1 erkennbar. Daraufhin kann der Aktuator10 hinsichtlich der Drehrichtung umgesteuert werden. Bei Bedarf ist die Umsteuerung mehrfach realisierbar.
Durch Begrenzen des Motorstroms des Aktuators 10 kann weiterhin eine mögliche Klemm- oder Quetschgefahr minimiert oder vermieden werden. - Das Drehmoment des Aktuators 10 ist steuerbar. Weiterhin ist die Drehzahl des Aktuator 10 steuerbar. Die jeweilige Position der Fahrzeugklappe 1 ist überwachbar.
Die Welle 9 oder die getriebetechnische Kopplung, z. B. ein Zwischengetriebe, ist mit dem Aktuator 10 verbunden und der Aktuator 10 ist signal- und schaltungstechnisch mit einer Steuerelektronik des Fahrzeugs in Wirkverbindung.
Der steuerbare Aktuator 10 kann mit der Steuerelektronik schaltungs- und signaltechnisch mittels Sensor verbundenen sein und mittels des Sensors ist eine Gefahr von Vereisung oder eine bereits vorhandene Vereisung an der Fahrzeugklappe 1 erkennbar, wobei daraufhin der Aktuator 10 hinsichtlich der Drehrichtung umsteuerbar ist. - Das Bewegungsprofil der Fahrzeugklappe 1 ist durch steuern der Drehzahl des Aktuators 10 veränderbar.
In einer Ausbildung kann der steuerbare Aktuator 10 über ein Zwischengetriebe mit dem Zahnradgetriebe 6 gekoppelt sein. Bei zwei parallel angeordneten Schiebe- und Schwenkvorrichtungen 2 - 4 kann die Synchronisierung mittels des Zwischengetriebes realisierbar sein. - In Weiterbildung kann die Bewegung der Fahrzeugklappe 1 zusätzlich durch ein oder mehrere Gelenke und Lenker steuerbar sein.
- Die Wirkungsweise ist wie folgt und wird am Beispiel mit zwei Haltearmen 3 erläutert.
- Ausgehend von einer Schließstellung (
1 ), bei der die Fahrzeugklappe 1 fluchtend zur Fahrzeugkontur 17 angeordnet ist, wird der Aktuator 10 mittels Steuerelektronik oder mechanisch, manuell aktiviert. Die antreibbare Welle 9 und die damit verbundenen Zahnräder 7 drehen sich in einer vorgegebenen ersten Drehrichtung. Da jeder Haltearm 3 eine Zahnstange 8 trägt wird durch die getriebetechnische Paarung von Zahnrad 7 und Zahnstange 8 jeder Haltearm 3 synchron in Schiebebewegung 15 linear in Richtung Fahrzeuginneres, innerhalb der Führung 4, bewegt. - Der am jeweiligen Haltearm 3 angeordnete, vordere Nocken 12 wird zumindest in der ortsfesten Führungsschiene 19 linear (in Schiebebewegung 15) geführt. In dieser Bewegungsphase blockiert die Führungsschiene 19 die Schwenkbewegung 16. Erreicht die jeweilige Zahnstange 8 das Ende der Verzahnung von Zahnstange 8, begrenzt ein jeweiliger Anschlag 18 am jeweiligen Haltearm 3 die weitere lineare Bewegung von Haltearm 3 mit Fahrzeugklappe 1. Damit ist die Schiebebewegung 15 blockiert (Zwischenposition,
2 ). Die Fahrzeugklappe 1 ist nunmehr mit Bezug zur Fahrzeugkontur 17 um einen definierten Betrag, z.B. 10 mm, zurückgesetzt (in Richtung Fahrzeuginneres,2 ). - Die Führungsschiene 19 ist in ihrer Länge derart bemessen, dass der Nocken 12, wenn der Haltearm 3 den Anschlag 18 erreicht hat, nicht mehr geführt ist. In Folge der mittels Aktuator 10 weiter beibehaltenen ersten Drehrichtung dreht die Welle 9 mit Haltearmen 3 und Fahrzeugklappe 1 um die Achse 5 stetig weiter und die Schwenkbewegung 16 beginnt (bei durch Anschlag 18 blockierter Schiebebewegung 15). Der Aktuator 10 dreht die Welle 9 weiter in der beibehaltenen ersten Drehrichtung bis die Öffnungsstellung (
3 ) erreicht ist und der Aktuator 10 stoppt. - Die Öffnungstellung kann durch wenigstens einen mechanischen Anschlag oder einen elektronischen Endschalter begrenzt werden. Die Schnittstelle 14 liegt nun frei zwecks Durchführung eines Lade- oder Befüllvorgangs.
- Ist der Lade- oder Befüllvorgang beendet wird der Aktuator 10 wieder aktiviert. Der Aktuator 10 wird derart angesteuert, dass beispielhaft die Welle 9 und die damit verbundenen Zahnräder 7 in umgekehrter, zweiter Drehrichtung antreibbar sind. Damit wird die Schwenkbewegung 16 in entgegengesetzter Richtung eingeleitet. Die wenigstens eine Sperre 11 verhindert eine ungewünschte lineare Schiebebewegung 15. Die Schiebe - und Schwenkvorrichtung 2 bis 4 mit Fahrzeugklappe 1 schwenkt um die Achse 5 zurück bis die Haltearme 3 mit wenigstens einem hinteren Nocken 13 in Wirkverbindung sind. Der jeweilige hintere Nocken 13 blockiert die weitere Schwenkbewegung 16 und gibt die zugeordnete Sperre 11 frei.
In Folge des stets weiter in zweiter Drehrichtung aktivierten Aktuators 10 beginnt danach die Schiebebewegung 15 der Schiebe - und Schwenkvorrichtung 2 bis 4 mit Fahrzeugklappe 1 in Richtung äußere Fahrzeugkontur 17. Jeder Haltearm 3 wird synchron linear in umgekehrter Richtung der Schiebebewegung 15 innerhalb der Führung 4, bewegt. Erreicht die Fahrzeugklappe 1 die Fahrzeugkontur 17 und liegt an der vorhandenen Dichtung an wird der Aktuator 10 gestoppt. Die Schließstellung ist wieder erreicht (1 ). - Bezugszeichenliste
-
- 1
- Fahrzeugklappe
- 2
- Schiebe- und Schwenkvorrichtung
- 3
- Haltearm
- 4
- Führung
- 5
- Achse
- 6
- Zahnradgetriebe
- 7
- Zahnrad
- 8
- Zahnstange
- 9
- Welle
- 10
- Aktuator
- 11
- Sperre
- 12
- vorderer Nocken
- 13
- hinterer Nocken
- 14
- Schnittstelle (Ladeschnittstelle; Einfüllöffnung)
- 15
- Schiebebewegung
- 16
- Schwenkbewegung
- 17
- Fahrzeugkontur (Karosserie)
- 18
- Anschlag
- 19
- Führungsschiene
Claims (12)
- Fahrzeugklappe (1) mit Öffnungs- und Schließvorrichtung, wobei mittels der Öffnungs- und Schließvorrichtung eine Öffnung in einer Fahrzeugkontur (17) freilegbar oder verschließbar ist und innerhalb der Öffnung eine Schnittstelle (14) vorgesehen ist, welche mit Bezug zur Fahrzeugkontur (17) in das Fahrzeuginnere zurückgesetzt angeordnet ist, die Öffnungs- und Schließvorrichtung eine mit der Fahrzeugklappe (1) verbundene, mit einem Zahnradgetriebe (6) gekoppelte Schiebe- und Schwenkvorrichtung (2 - 4) umfasst, das Zahnradgetriebe (6) mit einem, hinsichtlich der Drehrichtung umsteuerbaren, Aktuator (10) formschlüssig verbunden ist, mittels der antreibbaren Schiebe- und Schwenkvorrichtung (2 - 4) eine Schiebebewegung (15) der Fahrzeugklappe (1) in Richtung Fahrzeuginneres oder umgekehrt in Richtung Fahrzeugkontur (17) realisierbar ist und mittels der antreibbaren Schiebe- und Schwenkvorrichtung (2 - 4) eine Schwenkbewegung (16) der Fahrzeugklappe (1) um eine Achse (5) realisierbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Schiebe- und Schwenkvorrichtung (2 bis 4) zumindest eine Führung (4) und je einen in der Führung (4) aufgenommenen, mit der Fahrzeugklappe (1) verbundenen Haltearm (3) aufweist, dass der jeweilige Haltearm (3) eine Zahnstange (8) trägt, welche Teil des Zahnradgetriebes (6) ist, dass das Zahnradgetriebe (6) zumindest ein, auf einer auf der Achse (5) angeordneten Welle (9) angeordnetes Zahnrad (7) umfasst, welches mit der Zahnstange (8) des jeweiligen Haltearms (3) getriebetechnisch gekoppelt ist, wobei jeder Haltearm (3) innerhalb der jeweiligen Führung (4) in Schiebebewegung (15) linear bewegbar ist, wobei die Schiebebewegung (15) durch Blockieren der Schwenkbewegung (16) realisierbar ist und wobei die Fahrzeugklappe (1) zurückgesetzt zur Fahrzeugkontur (17) im Fahrzeuginneren um die Achse (5) der Welle (9) schwenkbar und in eine Öffnungsstellung bewegbar oder umgekehrt in Richtung einer Schließstellung zurück bewegbar ist.
- Fahrzeugklappe nach
Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass dass jede Führung (4) mit aufgenommenem Haltearm (3) um die Achse (5) der Welle (9) in Schwenkbewegung (16) schwenkbar ist, wobei die Schwenkbewegung (16) durch Blockieren der linearen Schiebebewegung (15) realisierbar ist. - Fahrzeugklappe nach
Anspruch 1 oder2 , dadurch gekennzeichnet, dass an jedem Haltearm (3) ein vorderer Nocken (12) angeordnet ist, der eine Schiebebewegung (15) entlang einer ortsfesten Führungsschiene (19) gestattet, wobei die Länge der Führungsschiene (19) derart bemessen ist, dass bei Erreichen des Anschlags (18) der vordere Nocken (12) nicht mehr geführt ist. - Fahrzeugklappe nach einem der
Ansprüche 1 bis3 , dadurch gekennzeichnet, dass das Drehmoment des Aktuators (10) steuerbar ist. - Fahrzeugklappe nach einem der
Ansprüche 1 bis4 , dadurch gekennzeichnet, dass die Drehzahl des Aktuator (10) steuerbar ist. - Fahrzeugklappe nach einem der
Ansprüche 1 bis5 , dadurch gekennzeichnet, dass die Position der Fahrzeugklappe (1) überwachbar ist. - Fahrzeugklappe nach einem der
Ansprüche 1 bis6 , dadurch gekennzeichnet, dass die Welle (9) mit dem Aktuator (10) verbunden ist und der Aktuator (10) signal- und schaltungstechnisch mit einer Steuerelektronik des Fahrzeugs in Wirkverbindung ist. - Fahrzeugklappe nach
Anspruch 7 , dadurch gekennzeichnet, dass der steuerbare Aktuator (10) mit der Steuerelektronik schaltungs- und signaltechnisch mittels eines Sensor verbunden ist und dass mittels des Sensors eine Gefahr von Vereisung oder eine bereits vorhandene Vereisung an der Fahrzeugklappe (1) erkennbar ist und daraufhin der Aktuator (10) hinsichtlich der Drehrichtung umsteuerbar ist. - Fahrzeugklappe nach einem der
Ansprüche 1 bis8 , dadurch gekennzeichnet, dass das Bewegungsprofil der Fahrzeugklappe (1)durch steuern der Drehzahl des Aktuators (10) veränderbar ist. - Fahrzeugklappe nach einem der
Ansprüche 1 bis9 , dadurch gekennzeichnet, dass der steuerbare Aktuator (10) über ein Zwischengetriebe mit dem Zahnradgetriebe (6) gekoppelt ist. - Fahrzeugklappe nach
Anspruch 10 , dadurch gekennzeichnet, dass bei zwei parallel angeordneten Schiebe- und Schwenkvorrichtungen (2 - 4) die Synchronisierung mittels des Zwischengetriebes realisierbar ist. - Fahrzeugklappe nach
Anspruch 11 , dadurch gekennzeichnet, dass die Bewegung der Fahrzeugklappe (1)zusätzlich durch ein oder mehrere Gelenke und Lenker steuerbar ist.
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