-
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Öffnen eines Gehäuses eines Durchlauferhitzers, ein Gehäuse für einen Durchlauferhitzer und einen Durchlauferhitzer.
-
Elektrische Durchlauferhitzer können sehr variabel zur Erwärmung von Brauchwasser eingesetzt werden, weil diese lediglich eine elektrische Energieversorgung benötigen und zudem nur wenig Bauraum beanspruchen. Die Geräte weisen in der Regel einen Heizblock auf, der dazu eingerichtet ist, einen Volumenstrom Wasser zu erwärmen. Die gewünschte Wassertemperatur kann dabei über eine Regelung der Auslauftemperatur oder über eine Steuerung anhand der Einlauftemperatur (mit bekannter Temperaturspreizung des Heizblockes) erfolgen. Bei der Regelung der Auslauftemperatur kommt in der Regel eine Steuerung des den Heizblock durchfließenden Massestromes Wasser zum Einsatz, die bei einem Betreiben des Durchlauferhitzers mit Nennleistung den Massestrom entsprechend der gewünschten Auslauftemperatur regelt.
-
Derartige Durchlauferhitzer weisen in der Regel eine erhebliche Nennleistung auf, um eine ausreichende Durchflussmenge Wasser, beispielsweise für eine Dusche, zu erwärmen. Für diese hohe Leistung werden erhebliche Stromstärken häufig in Verbindung mit einem dreiphasigen Netzanschluss genutzt. Dies kann bei einer Öffnung des Gehäuses durch nicht qualifizierte Personen mit erheblicher Gesundheits- oder Lebensgefahr einhergehen. Daher kann ein Gehäuse eines derartigen Durchlauferhitzers in der Regel nur mittels eines Werkzeuges geöffnet werden. In mehreren Ländern ist dies auch gesetzlich vorgeschrieben.
-
Des Weiteren sollte ein Typenschild eines Durchlauferhitzers ohne Werkzeug zugänglich und fest am Durchlauferhitzer angebracht sein, insbesondere an Teilen, die nicht verlorengehen können. Auch dies kann gesetzlich vorgeschrieben sein.
-
Diese Maßgaben stellen erhebliche Anforderungen an das Design eines Gehäuses eines Durchlauferhitzers, das zudem optischen Ansprüchen genügen sollte. Dies gilt insbesondere da ein Durchlauferhitzer in der Regel frei zugänglich im Nutzungsraum, also zumeist einem Bad oder einer Küche angeordnet wird, und somit ein Einrichtungsgegenstand ist. So können sichtbare Befestigungsmittel zum Öffnen des Durchlauferhitzers, wie Schrauben, Muttern oder ähnliches einen optischen Gesamteindruck stören und als unangenehm empfunden werden. Gleiches gilt für ein Typenschild des Durchlauferhitzers.
-
Eine Anordnung von Befestigungselementen oder dem Typenschild an einer Seitenfläche schränkt die Installationsmöglichkeiten, beispielsweise in einer Nische oder an einer Ecke, ein und ist daher gleichfalls ungünstig.
-
Bekannt ist, an einem Gehäuse eine Blende vorzusehen, die werkzeuglos lösbar mit dem Gehäuse verbunden ist und Befestigungsmittel zur Öffnung des Gehäuses als auch das Typenschild verdeckt. Neben Nachteilen hinsichtlich des optischen Eindruckes erfordert diese Lösung Mehraufwendungen für die Fertigung der Blende selbst und Befestigungseinrichtungen der Blende. Zudem sind in der Regel Blende und Gehäuse aus unterschiedlichen Kunststoffen bzw. Chargen hergestellt und können daher ein abweichendes Alterungsverhalten aufweisen, das den optischen Eindruck mindert.
-
Hiervon ausgehend ist es Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren zum Öffnen eines Gehäuses eines Durchlauferhitzers, ein Gehäuse für einen Durchlauferhitzer, einen Durchlauferhitzer und eine Verwendung einer Anzeigeeinheit vorzuschlagen, die die geschilderten Probleme des Standes der Technik zumindest teilweise überwinden. Insbesondere soll die Erfindung ein Verfahren zum Öffnen vorschlagen, dass nur mittels eines Werkzeuges durchzuführen ist und ein Gehäuse, das dauerhaft optisch ansprechend gestaltet werden kann und kostengünstig herstellbar ist. Zudem soll das Gehäuse den genannten Anforderungen hinsichtlich der Notwendigkeit eines Werkzeuges zum Öffnen und der Anordnung des Typenschildes entsprechen.
-
Auch soll die Erfindung die Komplexität eines Durchlauferhitzers bzw. dessen Gehäuses zumindest nicht wesentlich erhöhen, sondern gegebenenfalls sogar mindern, nur geringe bauliche Veränderungen erfordern und/ oder eine einfache Integration in einen bestehenden Produktionsprozess ermöglichen.
-
Diese Aufgaben werden gelöst durch die Merkmale der unabhängigen Patentansprüche. Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der hier vorgeschlagenen Lösung sind in den unabhängigen Patentansprüchen angegeben. Es wird darauf hingewiesen, dass die in den abhängigen Patentansprüchen aufgeführten Merkmale in beliebiger, technologisch sinnvoller, Weise miteinander kombiniert werden können und weitere Ausgestaltungen der Erfindung definieren. Darüber hinaus werden die in den Patentansprüchen angegebenen Merkmale in der Beschreibung näher präzisiert und erläutert, wobei weitere bevorzugte Ausgestaltungen der Erfindung dargestellt werden.
-
Hierzu trägt ein Verfahren zum Öffnen eines Gehäuses eines Durchlauferhitzers, der eine Anzeigeeinheit aufweist, bei, das zumindest die folgenden Schritte umfasst:
- a) Lösen und Entfernen der Anzeigeeinheit mittels einer werkzeugfrei lösbaren Verbindung aus einem Aufnahmebereich derselben in einem Frontteil des Gehäuses,
- b) Lösen eines im Aufnahmebereich angeordneten Befestigungsmittels zum Öffnen des Gehäuses, das bei der Durchführung des Schrittes a) zugänglich wurde, und
- c) Entfernen des Frontteils des Gehäuses.
-
Die Schritte a), b) und c) können dabei mindestens einmal in der angegebenen Reihenfolge durchgeführt werden. Das Verfahren dient insbesondere einem sicheren Öffnen des Durchlauferhitzers, das nur mittels eines Werkzeuges erfolgen kann. Gleichzeitig ermöglicht das Verfahren einen besonders einfachen Aufbau des Gehäuses in Verbindung mit der Möglichkeit einer besonders schlichten und ansprechenden Gestaltung. Das Verfahren soll bedarfsgerecht, insbesondere von fachkundigen Personen durchgeführt werden.
-
Bei dem Durchlauferhitzer kann es sich um einen bekannten Durchlauferhitzer handeln. Dieser kann einen Fluidkanal aufweisen, der von einem Kaltwasserzulauf zu einem Warmwasserauslauf führt und einen Heizblock, einen Durchflusssensor sowie Mittel zur Ermittlung einer thermischen Leistung desselben umfassen. Im Kaltwasserzulauf einströmendes Kaltwasser kann durch den Heizblock erwärmt werden und durch den Warmwasserauslauf ausströmen und einer Entnahmestelle, beispielsweise einer Armatur eines Waschbeckens oder einer Dusche zugeführt werden. Der Heizblock kann mindestens ein Heizelement umfassen, das elektrischen Strom in Wärme umwandeln kann, um diese an den Fluidkanal durchströmendes Fluid abzugeben. Dabei können insbesondere mehrere Heizelemente vorgesehen sein, die über Leistungsschalter, beispielsweise TRIACs (TRiode for Alternating Current) geschaltet und somit in Betrieb genommen werden. Hierfür kann der Durchlauferhitzer ein Regel- und Steuergerät umfassen. Die Heizelemente können insbesondere derart angeordnet sein, dass diese in unmittelbarer Nähe oder in direktem Kontakt mit dem, den Fluidkanal durchströmenden, Fluid kommen.
-
Das Regel und Steuergerät kann eine Auslauftemperatur, ermittelt durch einen Temperatursensor im Warmwasserauslauf des Durchlauferhitzers anhand der elektrischen Leistung der Heizelemente, regeln. Zudem kann der Durchlauferhitzer einen Temperatursensor im Kaltwasserzulauf und einen Durchflusssensor, zum Erfassen einer Durchflussmenge des den Fluidkanal durchströmenden Fluids, umfassen. Bei dem Durchflusssensor kann es sich um einen Massestrom- oder einen Volumenstromsensor handeln. Die Auslauftemperatur kann dabei vorgegeben oder auch von einem Nutzer über eine Eingabeeinrichtung eingegeben werden.
-
Der Durchlauferhitzer kann insbesondere zur Warmwasserbereitstellung zur Nutzung in einem Gebäude, beispielsweise mittels einer Armatur als Entnahmestelle geeignet sein. Hierzu kann der Durchlauferhitzer eine Leistung in einem Bereich von 5 Kilowatt bis 35 Kilowatt aufweisen.
-
Der Durchlauferhitzer kann ein Gehäuse umfassen, das insbesondere eine Rückplatte aufweist, mit der der Durchlauferhitzer an einer Wand befestigt werden kann und an der die wesentlichen Baugruppen und Bauteile, wie Heizblock und deren Kaltwasserzulauf und Warmwasserauslauf befestigt und angeordnet sein können. Die Rückplatte kann dabei auch Teile von Seitenflächen des Gehäuses mit ausbilden. Häufig umfasst die Rückplatte eine untere Gehäusefläche, in der der Anschluss eines Kaltwasserzulaufes und eines Warmwasserauslaufes, sowie ein elektrischer Anschluss angeordnet sein kann, oder ist einteilig mit dieser verbunden. Zudem kann das Gehäuse einen Frontteil umfassen, das lösbar mit der Rückplatte verbunden sein kann und die an der Rückplatte angeordneten Bauteile umhaust. Zudem kann das Gehäuse weitere Seitenteile umfassen, die beispielsweise mit der Rückplatte verbunden sein können bzw. zumindest teilweise von dieser gebildet werden oder zwischen Rückplatte und Frontteil einzusetzen sind.
-
Der Frontteil umfasst dabei einen Aufnahmebereich für die Anzeigeeinheit. Der Aufnahmebereich kann insbesondere als Vertiefung ausgebildet sein, so dass eine aufgenommene Anzeigeeinheit mit dem Frontteil weitestgehend eine Ebene bildet. In dem Aufnahmebereich können insbesondere mindestens ein Befestigungsmittel des Frontteils bzw. zur Verbindung des Frontteils mit einer Rückplatte des Gehäuses und/ oder ein Typenschild des Durchlauferhitzers angeordnet sein.
-
Das Typenschild kann dabei wichtige gerätespezifische Angaben des Durchlauferhitzers anzeigen, wie beispielsweise dessen Leistung, Seriennummer und/ oder Typenbezeichnung. Derartige Typenschilder und deren Anbringung sind in vielen Ländern gesetzlich vorgeschrieben.
-
Die Anzeigeeinheit des Durchlauferhitzers kann dazu eingerichtet sein, Betriebsdaten des Durchlauferhitzers anzuzeigen und auch eine Eingabe von Betriebsparametern ermöglichen. Die Anzeigeeinheit kann insofern ein oder mehrere Tasten umfassen und/ oder als berührungsempfindlicher Bildschirm (Touchscreen) ausgebildet sein. Eine derartige Anzeigeeinheit wird häufig auch als Human Machine Interface (HMI) bezeichnet, Der Bildschirm der Anzeigeeinheit kann beispielsweise eine Flüssigkristallanzeige eines beliebigen, geeigneten Typs sein. Ein einzugebender Betriebsparameter kann beispielsweise eine gewünschte Auslauftemperatur des Warmwassers sein. Bei den anzuzeigenden Betriebsdaten kann es sich um eine eingestellte und/ oder erreichte Auslauftemperatur, einen Betriebsmodus und/ oder auch Fehlermeldungen handeln. Die Anzeigeeinheit kann eine Vorderseite mit dem Bildschirm aufweisen und auch eine Gehäuserückseite, die Befestigungsmittel zur lösbaren Verbindung mit dem Aufnahmebereich des Frontteils des Gehäuses umfassen kann.
-
Eine Idee der Erfindung kann darin gesehen werden, die Anzeigeeinheit als Blende für mindestens ein Befestigungsmittel des Frontteils an der Rückplatte zu nutzen. Dies ermöglicht einen sehr schlichten Aufbau des Gehäuses, das nur die Frontplatte und die Anzeigeeinheit als sichtbare Bauteile aufweist. Das monolithische Frontteil kann zudem kostengünstig hergestellt werden.
-
Gemäß einem Schritt a) kann ein Lösen und Entfernen der Anzeigeeinheit mittels einer werkzeugfrei lösbaren Verbindung aus dem Aufnahmebereich derselben in dem Frontteil des Gehäuses erfolgen. Die werkzeugfrei lösbare Verbindung kann dabei eine beliebige Verbindung sein, so kann die Anzeigeeinheit beispielsweise eingehängt, mit einer Klipp- und/ oder einer Klettverbindung befestigt werden.
-
Gemäß einer Ausgestaltung kann das Lösen der Anzeigeeinheit in Schritt a) durch einen Druck auf die Anzeigeeinheit in einer Druckrichtung initiiert werden und die Anzeigeeinheit anschließend nach vorn ausklappen und in einer Entnahmerichtung entnommen werden. Die Druckrichtung kann dabei insbesondere im Wesentlichen in einer Normalenrichtung der Anzeigenoberfläche liegen und die Entnahmerichtung sich nach oben und vorn (bezogen auf eine Einbauposition des Durchlauferhitzers) befinden.
-
Eine derartige Verbindung/ Befestigung kann als Push-Push Verbindung (bzw. Herzkurvenmechanik bzw. Kugelschreiber-Funktionsprinzip) bezeichnet und durch Verbindungselemente verwirklicht werden, die eine Feder umfassen, die die Anzeigeeinheit in die befestigte Position drücken kann. Durch einen Druck auf die Anzeigeeinheit in der Druckrichtung kann die Feder gespannt und ein Hakenelement gelöst werden, so dass die Anzeigeeinheit, initiiert durch die Federkraft, nunmehr nach vorn ausklappen kann. Eine Push-Push-Verriegelung kann beispielsweise so verwirklicht sein, dass ein Verbindungselement, z.B. nach Art eines Raststifts, allein durch Drücken eines Betätigungsknopfes in einer definierten Endstellung verriegelt wird; wobei bei erneutem Drücken und Loslassen der Raststift wieder entriegelt und selbstständig eingezogen wird. Hierfür kann die Anzeigeeinheit in einer drehbaren Lagerung in dem Aufnahmebereich aufgenommen sein. Nach dem Ausklappen kann die Anzeigeeinheit in der Entnahmerichtung aus der drehbaren Lagerung entnommen werden.
-
Gemäß einem Schritt b) kann ein Lösen eines Befestigungsmittels zum Öffnen des Gehäuses im Aufnahmebereich erfolgen, das bei der Durchführung des Schrittes a) zugänglich wurde. Das Lösen kann insbesondere mittels eines Werkzeuges erfolgen. Um ein Öffnen einer unbefugten Person zu verhindern, kann das Befestigungsmittel dazu eingerichtet sein, nur mit einem Spezialwerkzeug geöffnet zu werden. Bei dem Befestigungsmittel kann es sich um ein oder mehrere Schraubverbindungen handeln. Diese können ein spezielles Schraubenmitnahmeprofil aufweisen, um ein Öffnen durch eine unbefugte Person zu verhindern.
-
Gemäß einem Schritt c) kann ein Entfernen des Frontteils des Gehäuses erfolgen und das Gehäuse somit geöffnet werden. Das Frontteil kann dabei insbesondere nach vorn abgenommen werden, wodurch vorteilhaft auch ein Öffnen des Gehäuses bei einem in einer Nische oder einer Raumecke installierten Durchlauferhitzer ermöglicht wird.
-
Die Anzeigeeinheit kann eine Verbindungskabel umfassen, das die Anzeigeeinheit elektrisch an den Durchlauferhitzer, insbesondere ein Regel- und Steuergerät des Durchlauferhitzers anbindet. Das Verbindungskabel kann eine Zugentlastung aufweisen, um Beschädigungen bei der Durchführung des Schrittes a) bzw. bei einem Einsetzen der Displayeinheit zu verhindern. Die Zugentlastung kann beispielsweise eine Tülle sein, die insbesondere im Bereich der Anbindung an das Regel- und Steuergerät bzw. einer Platine des Durchlauferhitzers als auch im Bereich der Anbindung an die Anzeigeeinheit bzw. einer Platine derselben angeordnet ist. Die Tülle kann zudem einen Schutz der elektrischen Verbindung gegen auftretendes Wasser, insbesondere gegen Strahlwasser aus einer beliebigen Richtung (Schutzklasse IP25) bieten.
-
Gemäß einer Ausgestaltung kann das Entfernen des Frontteils in Schritt c) durch ein Lösen eines Einhakmechanismus erfolgen. Hierzu kann das Frontteil in der Rückplatte verankert, insbesondere eingehakt sein. Ein Lösen des Frontteils kann durch eine vorgegebene Bewegung desselben erfolgen, beispielsweise durch ein Ziehen im unteren Bereich (unteren Rand). Das Ziehen kann dabei insbesondere in einer Zugrichtung die weitestgehend der Normalen der Frontrichtung entspricht, also bezogen auf die Einbauposition des Durchlauferhitzers nach vorn und gegebenenfalls teilweise nach oben erfolgen.
-
Ein Schließen bzw. Einsetzen und Befestigen des Frontteils kann durch Umkehrung der Verfahrensschritte erfolgen. So kann das Frontteil auf der Rückplatte bzw. dem Durchlauferhitzer aufgesetzt bzw. eingehakt werden, anschließend das mindestens eine Befestigungsmittel in dem Aufnahmebereich verankert werden und die Anzeigeeinheit eingesetzt und befestigt werden.
-
Nach einem weiteren Aspekt der Erfindung wird auch ein Gehäuse für einen Durchlauferhitzer vorgeschlagen. Dieses kann einen Aufnahmebereich für eine Anzeigeeinheit aufweisen, der dazu eingerichtet ist, darin eine Anzeigeeinheit mittels eines Push-Push-Mechanismus einzusetzen und zu entfernen ist. Zudem ist mindestens ein Befestigungsmittel zum Lösen eines Frontteils des Gehäuses in dem Aufnahmebereich angeordnet. Bei einer in den Aufnahmebereich eingesetzten Anzeigeeinheit ist das mindestens eine Befestigungsmittel durch die Anzeigeeinheit verdeckt und damit von außen nicht sichtbar. Vorteilhaft weist das Gehäuse somit keinerlei sichtbaren Befestigungspunkte oder -mittel auf und auch keine Blenden oder Kappen von Befestigungsmitteln, wodurch die Anzahl der Bauteile des Gehäuses reduziert werden kann.
-
Gemäß einer Ausgestaltung kann in dem Aufnahmebereich zudem ein Typenschild des Durchlauferhitzers angeordnet sein. Das Typenschild kann dabei unlösbar, bzw. nicht zerstörungsfrei lösbar mit dem Gehäuse verbunden sein und bei einer im Aufnahmebereich eingesetzten Anzeigeeinheit von dieser verdeckt werden.
-
Nach einem weiteren Aspekt wird ein Durchlauferhitzer vorgeschlagen, aufweisend ein hier vorgeschlagenes Gehäuse.
-
Nach einem weiteren Aspekt wird auch eine Verwendung einer Anzeigeeinheit eines Durchlauferhitzers zum Abdecken von mindestens einem Befestigungsmittel zur Befestigung eines Frontteils des Gehäuses bzw. zum Öffnen des Gehäuses vorgeschlagen. Die Anzeigeeinheit kann ferner dazu verwendet werden, ein Typenschild des Durchlauferhitzers abzudecken. Hierfür kann die Anzeigeeinheit in einen Aufnahmebereich des Frontteils des Gehäuses einsetzbar sein und insbesondere mittels eines Push-Push-Mechanismus befestigt werden.
-
Die im Zusammenhang mit dem Verfahren erörterten Details, Merkmale und Ausgestaltungen können entsprechend auch bei einem hier vorgeschlagenen Gehäuse, einem Durchlauferhitzer und/ oder der Verwendung auftreten und umgekehrt. Insoweit wird auf die dortigen Ausführungen zur näheren Charakterisierung der Merkmale vollumfänglich Bezug genommen.
-
Hier werden somit ein Verfahren zu Öffnen eines Gehäuses eines Durchlauferhitzers, ein Gehäuse für einen Durchlauferhitzer, ein Durchlauferhitzer und eine Verwendung einer Anzeigeeinheit angegeben, welche die mit Bezug auf den Stand der Technik geschilderten Probleme zumindest teilweise lösen. Insbesondere tragen das Verfahren, das Gehäuse, der Durchlauferhitzer, und die Verwendung zumindest dazu bei, ein einfach aufgebautes und einfach zu öffnendes Gehäuse für einen Durchlauferhitzer aufzuzeigen, bei dem die Notwendigkeit zum Abdecken von Befestigungsmitteln oder einem Typenschild im sichtbaren Bereich entfällt. Daher weist ein hier vorgeschlagenes Gehäuse eine geringe Anzahl von Bauteilen auf und ermöglicht einen hohen Grad an Gestaltungsfreiheit für dessen Design.
-
Die Erfindung sowie das technische Umfeld werden nachfolgend anhand der beiliegenden Figuren näher erläutert. Es ist darauf hinzuweisen, dass die Erfindung durch die angeführten Ausführungsbeispiele nicht beschränkt werden soll. Insbesondere ist es, soweit nicht explizit anders dargestellt, auch möglich, Teilaspekte der in den Figuren erläuterten Sachverhalte zu extrahieren und mit anderen Bestandteilen und Erkenntnissen aus der vorliegenden Beschreibung zu kombinieren. Insbesondere ist darauf hinzuweisen, dass die Figuren und insbesondere die dargestellten Größenverhältnisse nur schematisch sind. Es zeigen:
- 1: ein Frontteil eines Gehäuses eines hier vorgeschlagenen Durchlauferhitzers,
- 2: einen Aufnahmebereich des Frontteils des Durchlauferhitzers,
- 3: eine Schnittdarstellung des Durchlauferhitzers während der Durchführung eines hier vorgeschlagenen Verfahrens, und
- 4: eine weitere Schnittdarstellung des Durchlauferhitzers während der Durchführung eines hier vorgeschlagenen Verfahrens.
-
1 zeigt beispielhaft ein Frontteil 3 eines Gehäuses 2 eines hier vorgeschlagenen Durchlauferhitzers 1. Eine in einen Aufnahmebereich 5 des Frontteils 3 einsetzbare Anzeigeeinheit 6 ist in einem aus dem Frontteil 3 entfernten Zustand gezeigt. Die Anzeigeeinheit 6 verdeckt, wenn in das Frontteil 3 eingesetzt, mindestens ein Befestigungsmittel 7 zur Befestigung des Frontteils 3 am Durchlauferhitzer 1 bzw. einer Rückplatte 4 (3 und 4) des Durchlauferhitzers 1.
-
2 zeigt beispielhaft eine nähere Darstellung des Aufnahmebereichs 5 des Frontteils 3. Der Aufnahmebereich 5 kann das Befestigungsmittel 7 zur Befestigung des Frontteils 3 an der Rückplatte 4 aufweisen. Nach einem Einsetzen der Anzeigeeinheit 6 in den Aufnahmebereich 5 kann das Befestigungsmittel 7 durch die Anzeigeeinheit 6 verdeckt sein, so dass dieses von außen nicht mehr sichtbar ist. Zudem kann im Aufnahmebereich 5 ein Typenschild 8 befestigt sein. Das Typenschild 8 kann Gerätedaten des Durchlauferhitzer 1 anzeigen, beispielsweise den konkreten Typ des Durchlauferhitzers 1, dessen Nennleistung, eine Seriennummer des Durchlauferhitzers 1. Auch das Typenschild 8 kann durch die, in das Frontteil 3 eingesetzte, Anzeigeeinheit 6 verdeckt werden.
-
3 und 4 zeigen eine Schnittdarstellung des Gehäuses 2 des Durchlauferhitzers 1 während der Durchführung des Schrittes a) eines hier vorgeschlagenen Verfahrens. Dabei kann, wie in 3 gezeigt, durch einen Druck in einer Druckrichtung 9 auf den oberen Bereich der Anzeigeeinheit 6 ein Push-Push-Mechanismus ausgelöst werden. Dies bewirkt, dass die Anzeigeeinheit 6 nach vorn ausklappt. Dabei kann die Anzeigeeinheit 6 um eine Drehachse, die in einem unteren Bereich der Anzeigeeinheit positioniert ist, gedreht werden. Anschließend kann, wie in 4 gezeigt, die Anzeigeeinheit 6 in einer Entnahmerichtung 10 entfernt werden.
-
Anschließend kann der Schritt b) des hier vorgeschlagenen Verfahrens durchgeführt, werden, nämlich das Befestigungsmittel 7 gelöst und entfernt werden. In einem folgenden Schritt c) kann nunmehr das Frontteil abgenommen werden und das Gehäuse 2 ist geöffnet und Bauteile des Durchlauferhitzer 1 sind für eine Revision oder Reparaturarbeiten zugänglich.
-
Bezugszeichenliste
-
- 1
- Durchlauferhitzer
- 2
- Gehäuse
- 3
- Frontteil
- 4
- Rückplatte
- 5
- Aufnahmebereich
- 6
- Anzeigeeinheit
- 7
- Befestigungsmittel
- 8
- Typenschild
- 9
- Druckrichtung
- 10
- Entnahmerichtung