DE10204103C1 - Hydraulikmotor - Google Patents
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- F04C2/104—Rotary-piston machines or pumps of intermeshing-engagement type, i.e. with engagement of co-operating members similar to that of toothed gearing of internal-axis type with the outer member having more teeth or tooth-equivalents, e.g. rollers, than the inner member one member having simultaneously a rotational movement about its own axis and an orbital movement having an articulated driving shaft
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Abstract
Es wird ein Hydraulikmotor (1) angegeben, mit einem Zahnsatz (2), der ein rotierbares und orbitierbares erstes Zahnelement (8; 8a) und ein zweites Zahnelement (11; 11a) aufweist, die zwischen sich Kammern (K) ausbilden, die in Abhängigkeit von der Stellung eines Ventils (6; 6a) mit Druck beaufschlagbar sind, das über eine Rotationsverbindung (7; 7a) mit dem ersten Zahnelement (8; 8a) rotierbar ist. DOLLAR A Bei einem derartigen Hydraulikmotor möchte man einen gleichmäßigeren Betrieb erreichen. DOLLAR A Hierzu weist die Rotationsverbindung (7a) eine Verdrehsicherung zwischen dem ersten Zahnelement (8a) und dem Ventil (6a) auf.
Description
Die Erfindung bezieht sich auf einen Hydraulikmotor mit
einem Zahnsatz, der ein rotierbares und orbitierbares
erstes Zahnelement und ein zweites Zahnelement auf
weist, die zwischen sich Kammern ausbilden, die in Ab
hängigkeit von der Stellung eines Ventils mit Druck be
aufschlagbar sind, das über eine Rotationsverbindung
mit dem ersten Zahnelement rotierbar ist.
Ein derartiger Hydraulikmotor ist aus DE 100 08 732 C1
bekannt.
Der bekannte Hydraulikmotor weist einen sogenannten Ge
rotor als Zahnsatz auf. Bei derartigen Gerotoren wird
als erstes Zahnelement ein Zahnrad verwendet, das ex
zentrisch in einem als Zahnring ausgebildeten zweiten
Zahnelement angeordnet ist. Der Zahnring weist in der
Regel einen Zahn mehr auf als das Zahnrad, so daß im
Betrieb das Zahnrad gegenüber dem Zahnring sowohl ro
tiert als auch orbitiert wird.
Das Ventil, das den Zu- beziehungsweise Abfluß des
Druckfluides zu beziehungsweise von den Kammern des Ge
rotors in Abhängigkeit der Lage des Zahnrades gegenüber
dem Zahnring steuert, wird auch als Kommutierungsventil
bezeichnet.
In vielen Gerotormotoren, besonders in etwas größeren
Gerotormotoren, wird das Kommutierungsventil auf der
einem Ausgangselement des Hydraulikmotors abgekehrten
Seite des Zahnsatzes angeordnet. Als Rotationsverbin
dung zwischen Zahnrad und Ventil dient dabei häufig ein
kleines Ventilkardan.
Eine solche Rotationsverbindung mit Hilfe eines Ventil
kardans hat den Nachteil, daß zwischen Zahnrad und Ven
til ein gewisser Winkelschlupf besteht. Dieser liegt
meist in der Größenordnung von einigen wenigen Grad.
Der Schlupf ist dabei einerseits notwendig, um die Mo
toren montieren zu können. Andererseits ist der Schlupf
auch erforderlich, um eine im Betrieb benötigte Bewe
gungsfreiheit des Ventilkardans zu gewährleisten, das
sowohl mit dem rotierenden und orbitierenden Zahnrad
als auch mit dem lediglich rotierenden Ventil zusammen
wirkt.
Als Folge dieses Schlupfes treten im Betrieb gewisse
Ungenauigkeiten im Lageverhältnis des Zahnsatzes zu dem
Ventil auf. Da eine einwandfreie Arbeitsweise des Hy
draulikmotors jedoch nur bei exaktem Timing zwischen
Zahnrad und Ventil zu erreichen ist, verursacht der
Schlupf häufig Betriebsstörungen. Man spricht dann von
einer Fehlkommutierung.
In Motoren mit einer festen Drehrichtung kann der Ein
fluß des Schlupfes dadurch kompensiert werden, daß
Zahnrad und Ventil mit einer kleinen Winkelverschiebung
konstruiert werden. Bei Motoren mit reversibler Lauf
richtung ist eine solche Vorgehensweise jedoch nicht
möglich.
In EP 0 959 248 A2 wird ein Hydraulikmotor mit einem
Gerotor gezeigt, bei dem die Bewegung des Gerotors über
eine zu ihm geneigt angeordnete Antriebswelle auf ein
Ausgangselement übertragen wird. Zur Steuerung der
Druckbeaufschlagung der einzelnen Kammern des Gerotors
dient ein Trommelventil. Dieses ist um die Antriebswel
le herum drehbar in einer Gehäusebohrung angeordnet und
wird durch die Antriebswelle bewegt. Um beim Wechsel
der Kammern von einer Kompressions- in eine Expansi
onsphase die Entstehung von Überdruck oder Kavitation
in Folge einer Fehlkommutierung zu vermeiden, sind hier
Ausgleichsströmungen zwischen jeweils zwei benachbarten
Kammern vorgesehen.
Auf diese Weise sollen die Betriebsstörungen, die in
folge eines ungenauen Timings zwischen Ventil und Gero
tor entstehen, wieder unschädlich gemacht werden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei einem
eingangs genannten Hydraulikmotor einen gleichmäßigeren
Betrieb zu erreichen.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß
die Rotationsverbindung eine Verdrehsicherung zwischen
dem ersten Zahnelement und dem Ventil aufweist.
Durch die Verdrehsicherung erreicht man, daß zwischen
dem Zahnelement und dem Ventil erst gar kein Winkel
schlupf entstehen kann. Unabhängig von der Drehrichtung
des Hydraulikmotors erhält man somit ein sehr genaues
Timing zwischen beiden Elementen. Hieraus resultiert
eine exakte Steuerung des Zu- und Abflusses des Druck
fluids zu beziehungsweise von den Druckkammern des Ge
rotors, was wiederum eine sehr gleichmäßige und stö
rungsfreie Arbeitsweise des Hydraulikmotors ermöglicht.
Hierbei ist es günstig, daß die Verdrehsicherung ein
torsionssteifes Kupplungselement aufweist, das über
drehfeste Verbindungen mit dem ersten Zahnelement und
dem Ventil verbunden ist. Auf diese Weise kann es bei
der Übertragung der Rotationsbewegung vom Zahnsatz auf
das Ventil weder an der Verbindung zwischen erstem
Zahnelement und Kupplungselement noch an der Verbindung
zwischen Kupplungselement und Ventil zu einer relativen
Verdrehung der jeweiligen Elemente zueinander kommen.
Zudem verhindert die Torsionssteifigkeit des Kupplungs
elementes, daß über dessen Länge eine Verdrehung in
Folge einer Verformung auftritt. Unter "torsionssteifes
Kupplungselement" ist hierbei ein Kupplungselement zu
verstehen, dessen Materialeigenschaften so beschaffen
sind, daß bei den zu erwarteten Betriebsbedingungen des
Hydraulikmotors keine merkbaren Verformungen infolge
einer Torsionsbeanspruchung auftreten. Somit läßt sich
auf diese Weise die Übertragung der Rotationsbewegung
ohne jeden Winkelschlupf zwischen dem ersten Zahnele
ment und dem Ventil erzielen.
Ferner ist es dabei vorteilhaft, daß das Kupplungsele
ment mindestens einen biegeweichen Bereich aufweist.
Unter "biegeweich" ist dabei zu verstehen, daß der be
treffende Bereich Materialeigenschaften aufweist, die
bei den im Betrieb auftretenden Bedingungen eine Längs
verbiegung des Bereiches und damit des Kupplungselemen
tes ermöglichen. Der biegeweiche Bereich kann hierdurch
die Zentrumsverschiebung, die sich aufgrund der orbi
tierenden Bewegung des Zahnrades zwischen diesem und
dem Ventil ergibt, problemlos durch ein Verbiegen in
Längsrichtung aufnehmen, ohne daß die einander entspre
chenden Winkeldrehungen beider Elemente beeinflußt wer
den. Darüber hinaus ermöglicht der biegeweiche Bereich
trotz der drehfesten Verbindung des Kupplungselementes
mit dem ersten Zahnelement und dem Ventil eine leichte
Montage.
Von Vorteil ist es, daß das Kupplungselement durch ein
Balgelement gebildet ist. Durch die Verwendung eines
Balgelementes läßt sich ein einfaches Kupplungselement
bereitstellen, das sowohl torsionssteif als auch biege
weich ist. Trotz einer Verbiegung des Balgelementes in
folge der unterschiedlichen Bewegungsweisen des ersten
Zahnelementes und des Ventils entsteht somit kein Win
kelschlupf zwischen dem Gerotor und dem Ventil.
Vorzugsweise ist mindestens eine der drehfesten Verbin
dungen durch eine Flanschverbindung gebildet. Hierdurch
läßt sich in einfacher Weise eine Verbindung mit hoher
Drehfestigkeit zwischen dem Kupplungselement und dem
ersten Zahnelement beziehungsweise dem Ventil herstel
len.
Ferner ist es günstig, daß die Flanschverbindung als
Schrumpfverbindung ausgebildet ist. Hierdurch läßt sich
eine besonders feste Verbindung erzielen, durch die ein
Winkelschlupf zwischen dem ersten Zahnelement und dem
Ventil nahezu ausgeschlossen werden kann.
Von Vorteil ist auch, daß die Schrumpfverbindung durch
Aufschrumpfen eines Flanschsitzes des Zahnelementes be
ziehungsweise des Ventils auf einen Verbindungsflansch
des Kupplungselementes bei der Montage des Hydraulikmo
tors hergestellt ist. Das Aufschrumpfen erfolgt dabei
in bekannter Weise durch Erwärmung des Flanschsitzes an
dem Zahnelement beziehungsweise an dem Ventil. Hier
durch läßt sich in einfacher Weise eine Schrumpfverbin
dung mit hoher Drehfestigkeit erreichen.
Darüber hinaus ist es günstig, daß die Schrumpfverbin
dung durch Einschrumpfen des Verbindungsflansches in
den Flanschsitz bei der Montage des Hydraulikmotors
hergestellt ist. Das Einschrumpfen erfolgt dabei in be
kannter Weise durch Abkühlung des Verbindungsflansches
des Kupplungselementes. Hierdurch läßt sich in einer
alternativen Weise eine Schrumpfverbindung mit hoher
Drehfestigkeit herstellen. Um eine besonders ausgepräg
te Schrumpfung zu erreichen, kann die Abkühlung des
Kupplungselementes auch zusammen mit der Erwärmung des
ersten Zahnelementes beziehungsweise des Ventils erfol
gen. Auf diese Weise erzielt man bei der Montage
gleichzeitig eine Auf- und eine Einschrumpfung, woraus
eine besonders feste Schrumpfverbindung resultiert.
Von Vorteil ist auch, daß das Ventil zusammen mit einer
Kanalplatte, über die die Kammern des Zahnsatzes mit
dem Ventil verbindbar sind, eine gemeinsame Zentrier
einrichtung aufweist. Auf diese Weise erfolgt die Zen
trierung des Ventils im Verhältnis zu der Kanalplatte
direkt zwischen beiden Elementen. Hierdurch ist ein
sehr präzises Zusammenwirken des Ventils mit der Kanal
platte möglich, was wiederum zu einer sehr genauen
Drucksteuerung über das Ventil führt.
Dabei ist es günstig, daß die Zentriereinrichtung durch
eine Buchse gebildet ist, die in einer ringförmigen Nut
angeordnet ist, die im montierten Zustand durch das
Ventil und die Kanalplatte ausgeformt wird. Durch die
Verwendung der Buchse kann die Zentrierung in sehr ein
facher und kostengünstiger Weise hergestellt werden.
Die Erfindung wird im folgenden anhand eines bevorzug
ten Ausführungsbeispiels in Verbindung mit der Zeich
nung näher beschrieben. Hierin zeigen:
Fig. 1 einen Längsschnitt durch den Gesamtaufbau eines
gattungsgemäßen Hydraulikmotors,
Fig. 2 einen Querschnitt durch einen Gerotor,
Fig. 3 einen Längsschnitt durch eine Rotationsverbin
dung nach dem Stand der Technik und
Fig. 4 einen Längsschnitt durch eine erfindungsgemäße
Rotationsverbindung.
Anhand von Fig. 1 wird der prinzipielle Aufbau eines
gattungsgemäßen Hydraulikmotors 1 dargestellt. Dieser
weist einen Zahnsatz 2 auf, der über eine Hauptkardan
welle 3 mit einer Ausgangswelle 4 verbunden ist. Auf
einer von der Ausgangswelle 4 abgekehrten Seite des
Zahnsatzes 2 ist mit Zwischenlage einer Kanalplatte 5
ein Ventil 6 angeordnet. Dieses Ventil 6 steht über ei
ne Rotationsverbindung 7, die hier erfindungsgemäß dar
gestellt ist, in Verbindung mit dem Zahnsatz 2.
Fig. 2 zeigt einen Zahnsatz 2 nach dem Stand der Tech
nik im Querschnitt. Hierin ist der Zahnsatz 2 durch ei
nen Gerotor gebildet, der ein Zahnrad 8 als erstes
Zahnelement aufweist, an dem eine Außenverzahnung 9 so
wie ein mittig angeordneter gezahnter Innenring 10 aus
gebildet sind. Das Zahnrad 8 ist exzentrisch in einem
als Zahnring 11 ausgeführten zweiten Zahnelement ange
ordnet, das eine zur Außenverzahnung 9 korrelierende
Innenverzahnung 12 aufweist. Die Zahnspitzen der Innen
verzahnung 12 sind durch drehbar gelagerte Rollen R des
Zahnringes 11 gebildet. Der Zahnring 11 weist einen
Zahn mehr auf als die Außenverzahnung 9 des Zahnrades
8, so daß im Betrieb das Zahnrad 8 gegenüber dem Zahn
ring 11 sowohl rotiert als auch orbitiert wird. Dabei
bilden das Zahnrad 8 und der Zahnring 11 zwischen sich
mehrere Kammern K aus, deren Volumen sich im Betrieb
des Hydraulikmotors 1 kontinuierlich verändert.
Fig. 3 zeigt eine Rotationsverbindung 7 nach dem Stand
der Technik zwischen dem Zahnsatz 2 nach Fig. 2 und dem
Ventil 6. Hierin weist die Rotationsverbindung 7 ein
als Ventilkardanwelle ausgeführtes Kupplungselement 13
auf. Dieses Kupplungselement 13 weist in einem ersten
Endbereich 14 eine erste ballige Verzahnung 15 auf, die
mit dem gezahnten Innenring 10 des Zahnrades 8 kämmt.
An einem zweiten Endbereich 16 weist das Kupplungsele
ment 13 eine zweite ballige Verzahnung 17 auf, die mit
einem Innenverzahnungsbereich 18 des Ventils 6 kämmt.
Das Ventil 6 ist in radialer Richtung durch eine Quer
führung 19 rotierbar gelagert, die in einem Enddeckel
20 des Hydraulikmotors 1 angeordnet ist.
Nachfolgend ist die Betriebsweise eines Hydraulikmotors
1 mit einer Rotationsverbindung 7 nach dem Stand der
Technik entsprechend Fig. 3 beschrieben.
Dabei werden die Kammern K des Zahnsatzes 2 in der für
Gerotoren bekannten Weise in Abhängigkeit der Stellung
des Ventils 6 teilweise mit einem Hoch- und teilweise
mit einem Niederdruck beaufschlagt. Dies führt zu einer
rotierenden und orbitierenden Bewegung des Zahnrades 8
gegenüber dem Zahnring 11.
Die Rotation des Zahnrades 8 wird dabei über den ge
zahnten Innenring 10 und die erste ballige Verzahnung
15 an das Kupplungselement 13 weitergegeben. Dieses
überträgt die Rotation weiter über die zweite ballige
Verzahnung 17 und den Innenverzahnungsbereich 18 auf
das Ventil 6.
Die orbitierende Bewegung des Zahnrades 8 kann dagegen
nicht an das Ventil 6 weitergegeben werden, da dieses
aufgrund seiner zentrierten Lagerung gegenüber dem End
deckel 20 lediglich rotieren kann. Vielmehr wird die
orbitierende Bewegung des Zahnrades 8 durch Verschie
bungen und Verdrehungen der beiden Endbereiche 14, 16
des Kupplungselementes 13 gegenüber dem gezahnten In
nenring 10 beziehungsweise dem Innenverzahnungsbereich
18 kompensiert. Diese Übertragungsweise der orbitieren
den und rotierenden Bewegung des Zahnrades 8 auf die
lediglich rotierende Bewegung des Ventils 6 erfordert
allerdings eine relativ hohe Bewegungsfreiheit des
Kupplungselementes 13 gegenüber dem Zahnrad 8 und dem
Ventil 6. Aus dieser erforderlichen Bewegungsfreiheit
resultiert ein gewisser Winkelschlupf zwischen beiden
Elementen, der zu Störungen beim Betrieb des Hydraulik
motors führen kann.
Fig. 4 zeigt eine erfindungsgemäße Rotationsverbindung
7a, die in ihrem prinzipiellen Aufbau der Rotationsver
bindung 7 nach dem Stand der Technik gemäß Fig. 3 ent
spricht. Elemente, die identisch mit Elementen nach
Fig. 3 sind, sind mit gleichen Bezugszeichen versehen.
Modifizierte Elemente mit der gleichen Funktion wie
Elemente nach Fig. 3 sind mit entsprechenden Bezugszei
chen und einem zusätzlichen a bezeichnet.
Die hier dargestellte Rotationsverbindung 7a zeigt ein
biegeweiches Kupplungselement 13a in Form eines Balg
elementes. Dieses Balgelement 13a weist an seinem er
sten Endbereich 14a einen ersten Verbindungsflansch 21
und an seinem zweiten Endbereich 16a einen zweiten Ver
bindungsflansch 22 auf. Der erste Verbindungsflansch 21
ist an einem ersten Flanschsitz 23 befestigt, der an
dem Zahnrad 8a ausgeformt ist. Der erste Verbindungs
flansch 21 und der erste Flanschsitz 23 bilden auf die
se Weise eine erste drehfeste Flanschverbindung 24. In
entsprechender Weise bildet der zweite Verbindungs
flansch 22 zusammen mit einem zweiten Flanschsitz 25,
der an dem Ventil 6a ausgeführt ist, eine zweite dreh
feste Flanschverbindung 26 aus.
Beide Flanschverbindungen 24, 26 sind dabei als
Schrumpfverbindungen ausgeführt. Hierzu wird das Zahn
rad 8a beziehungsweise das Ventil 6a während der Monta
ge des Hydraulikmotors 1 zusammen mit dem jeweiligen
Flanschsitz 23, 25 erwärmt. Nach der Anbringung des je
weiligen Verbindungsflansches 21, 22 an dem Flanschsitz
23, 25 kühlt dieser zusammen mit dem Zahnrad 8a bezie
hungsweise mit dem Ventil 6a ab und preßt sich dabei
auf den jeweiligen Verbindungsflansch 21, 22. Dieser
Vorgang wird auch als Aufschrumpfen bezeichnet.
Alternativ oder in Kombination zum Aufschrumpfen kann
auch ein sogenanntes Einschrumpfen des Verbindungsflan
sches 21, 22 in den jeweiligen Flanschsitz 23, 25 durch
Abkühlung des Kupplungselementes 13a bei der Montage
erfolgen. Hierbei wird der Verbindungsflansch 21, 22,
der sich zusammen mit dem Kupplungselement 13a abkühlt,
an dem jeweiligen Flanschsitz 23, 25 angeordnet. An
schließend wärmt er sich wieder auf die Umgebungstempe
ratur auf und preßt sich dabei in dem Flanschsitz 23,
25 fest.
Durch derartige Schrumpfungen lassen sich die Flansch
sitze 23, 25 als Schrumpfsitze nutzen, die für eine be
sonders hohe Drehfestigkeit der Verbindungen 24, 26
sorgen.
Darüber hinaus ist in dem in Fig. 4 dargestellten mon
tierten Zustand des Hydraulikmotors 1 durch die Kanal
platte 5a und das Ventil 6a eine gemeinsame Ringnut 27
ausgeformt. In dieser Ringnut 27 ist eine als Buchse 28
ausgeführte Zentriereinrichtung angeordnet.
Nachfolgend ist die Arbeitsweise eines erfindungsgemä
ßen Hydraulikmotors 1 mit einer Rotationsverbindung 7a
nach Fig. 4 beschrieben.
Auch hier wird eine im Betrieb am Zahnsatz 2 erzeugte
rotierende und orbitierende Bewegung des Zahnrades 8a
in eine lediglich rotierende Bewegung des Ventils 6a
umgewandelt. Dabei wird die Rotation des Zahnrades 8a
über die erste drehfeste Flanschverbindung 24 an das
Balgelement 13a und von diesem über die zweite drehfe
ste Flanschverbindung 26 an das Ventil 6a weitergege
ben.
Die orbitierende Bewegung des Zahnrades 8a wird bei der
Ausführungsform nach Fig. 4 nun durch Längsverbiegung
des biegeweichen Balgelementes 13a kompensiert. Relati
ve Verschiebungen und Verdrehungen der Endbereiche 14a,
16a des Balgelementes 13a gegenüber dem Zahnrad 8a be
ziehungsweise dem Ventil 6a sind wegen der drehfesten
Flanschverbindungen 24, 26 im Gegensatz zum Stand der
Technik nicht möglich.
Dies hat den Vorteil, daß bei einer ausreichenden Tor
sionssteifigkeit des Kupplungselementes 13a ein Winkel
schlupf zwischen dem Zahnrad 8a und dem Ventil 6a nahe
zu ausgeschlossen werden kann. Die drehfesten Flansch
verbindungen 24, 26 bilden dabei zusammen mit dem tor
sionssteifen Kupplungselement 13a eine Verdrehsicherung
der Rotationsverbindung 7a. Neben der dargestellten
Ausführung des Kupplungselementes 13a als Balgelement
kommen auch alle anderen bekannten und geeigneten Aus
führungsformen in Frage, die ausreichend biegeweich und
torsionssteif sind. Dabei ist es auch möglich, daß das
Kupplungselement 13a lediglich bereichsweise biegeweich
ausgeführt ist.
Auf diese Weise erhält man ein besonders gutes Timing
zwischen dem Zahnrad 8a und dem Ventil 6a und folglich
eine besonders genaue Steuerung der Drücke in den ein
zelnen Kammern K des Zahnsatzes 2. Zusätzlich wird die
Drucksteuerung bei der Ausführungsform nach Fig. 4 auch
noch dadurch verbessert, daß das Ventil 6a nun über die
Buchse 28 direkt gegenüber der Kanalplatte 5a zentriert
ist. Diese Kanalplatte 5a bildet zusammen mit dem Ven
til Fließpfade zu und von den Kammern K des Zahnsatzes
2 aus. Durch die direkte Zentrierung des Ventils 6a ge
genüber der Kanalplatte 5a durch die Buchse 28 wird ei
ne höhere Genauigkeit bei der Ausbildung der Fließpfade
erreicht. Auf diese Weise kann die Steuerung der Drücke
in den Kammern K weiter präzisiert werden.
Claims (10)
1. Hydraulikmotor mit einem Zahnsatz, der ein rotier
bares und orbitierbares erstes Zahnelement und ein
zweites Zahnelement aufweist, die zwischen sich
Kammern ausbilden, die in Abhängigkeit von der
Stellung eines Ventils mit Druck beaufschlagbar
sind, das über eine Rotationsverbindung mit dem
ersten Zahnelement rotierbar ist, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Rotationsverbindung (7a) eine
Verdrehsicherung zwischen dem ersten Zahnelement
(8a) und dem Ventil (6a) aufweist.
2. Hydraulikmotor nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Verdrehsicherung ein torsions
steifes Kupplungselement (13a) aufweist, das über
drehfeste Verbindungen (26, 28) mit dem ersten
Zahnelement (8a) und dem Ventil (6a) verbunden
ist.
3. Hydraulikmotor nach Anspruch 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Kupplungselement (13a) minde
stens einen biegeweichen Bereich aufweist.
4. Hydraulikmotor nach Anspruch 2 oder 3, dadurch ge
kennzeichnet, daß das Kupplungselement (13a) durch
ein Balgelement gebildet ist.
5. Hydraulikmotor nach einem der Ansprüche 2 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß mindestens eine der
drehfesten Verbindungen (24, 26) durch eine
Flanschverbindung gebildet ist.
6. Hydraulikmotor nach Anspruch 5, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Flanschverbindung als Schrumpf
verbindung ausgebildet ist.
7. Hydraulikmotor nach Anspruch 6, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Schrumpfverbindung durch Auf
schrumpfen eines Flanschsitzes (23, 25) des Zahn
elementes (8a) beziehungsweise des Ventils (6a)
auf einen Verbindungsflansch (21, 22) des Kupp
lungselementes (13a) bei der Montage des Hydrau
likmotors (1) hergestellt ist.
8. Hydraulikmotor nach Anspruch 6 oder 7, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Schrumpfverbindung durch
Einschrumpfen des Verbindungsflansches (21, 22) in
den Flanschsitz (23, 25) bei der Montage des Hy
draulikmotors (1) hergestellt ist.
9. Hydraulikmotor nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, daß das Ventil zusammen
mit einer Kanalplatte (5a), über die die Kammern
(K) des Zahnsatzes (2) mit dem Ventil (6a) ver
bindbar sind, eine gemeinsame Zentriereinrichtung
(28) aufweist.
10. Hydraulikmotor nach Anspruch 9, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Zentriereinrichtung (28) durch
eine Buchse gebildet ist, die in einer ringförmi
gen Nut (27) angeordnet ist, die im montierten Zu
stand durch das Ventil (6a) und die Kanalplatte
(5a) ausgeformt wird.
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