DE1027332B - Metallglasverschmelzung fuer elektrische Entladungsgefaesse, wie Stromrichtergefaesse od. dgl. - Google Patents
Metallglasverschmelzung fuer elektrische Entladungsgefaesse, wie Stromrichtergefaesse od. dgl.Info
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-
- H—ELECTRICITY
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- H01J—ELECTRIC DISCHARGE TUBES OR DISCHARGE LAMPS
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- Joining Of Glass To Other Materials (AREA)
Description
Gegenstand der Erfindung ist eine Metallglasverschmelzung
für elektrische Entladungsgefäße, wie Stromrichtergefäße od. dgl., bei der zwischen zwei
verhältnismäßig dünnen Metallringen ein Glasring derart verschmolzen ist, daß beide Metallringe mit
ihren dem Glasring zugewendeten Stirnseiten in dem Glasring eingebettet sind. Diese Metallglasverschmelzung
ist spannungsarm, zeichnet sich durch eine verhältnismäßig kurze Entgasutigszeit aus und gestattet,
ein gutes Vakuum zu erzielen. Gegenüber den Druckglaseinschmelzungen
Aveist sie eine erhebliche Mateterialersparnis
und auch eine wesentlich günstigere Wärmeabfuhr durch die verhältnismäßig dünnen
Ringe auf. Ferner ist es möglich, verhältnismäßig großflächige Metallglasversehmelzungen ohne An wendung
einer Graphitform herzustellen, so daß man einen durchsichtigen, in seiner Stärke gleichmäßigen
Glasring erhält.
Diese Metallglas verschmelzung wird erfindungsgemäß dadurch verbessert, daß als Ausgangsmaterial
für den Einechmelzvorgang ein Glasring verwendet \vird, der nach beiden Anschluß Seiten hin mindestens
je eine kreisförmige Rille für das Einführen der
Metallringe aufweist. Die Vorformung des Glasringes hat den technischen Vorteil-, daß dadurch die Montage
erleichtert und die Herstellung der Metallglasverschmelzung im Ofen ermöglicht wird. Außerdem
bal>en die Rillen den Vorteil, daß die einzuführenden Metallringe in ihre richtige Lage gegenüber den
Halterungsstellen und auch gegeneinandergebracht werden. Das ist besonders dann vorteilhaft, wenn die
1>eiden mit dem Glasring zu verbindenden Metallringe verschieden große Durchmesser haben oder aber
wenn in einem Glasring mehr als zwei Metallringt' miteinander verschmolzen sind. Für die Herstellung
der Metallglasverschmelzung kann es vorteilhaft sein, daß die durch den Einschmelzvorgang miteinander
zu verbindenden Teile während des Einschmelzvorganges mit regelbarer Drehzahl rotieren. Bei waagerechter
Anordnung der Achse der Metallglasver-Schmelzung wird hierdurch der Vorteil erreicht, daß
man keine Einschmelzuntersätze mehr braucht und die auf den Glasring wirkende Schwerkraft praktisch
aufgehfo1>en wird, so daß sich kein Durchhang des GlaSiringes bilden kann. Durch die Wahl der Drehzahl
ist es möglich, das Maß der Ausbauchung zu beeinflussen und gegebenenfalls dadurch den Kriechweg zu
A'erlängern.
Um eine gute Versteifung einer solchen Verbindungsstelle in radialer Richtung zu erzielen, und um
auch hei auftretenden Wärmespannungen in axialer Richtung die gewünschte Elastizität zu erreichen, ist es
vorteilhaft, die bei der Erfindung verwendeten Metallringe je mit vorzugsweise zwei Sicken zu versehen.
Metallglasverschmelzung
für elektrische Entladungsgefäße,
wie Stromrichtergefäße od. dgl.
Anmelder:
Siemens-Schuckertwerke
Aktiengesellschaft,
Berlin und Erlangen,
Erlangen, Werner-von-Siemens-Str. 50
Hans Dettmer, Berlin-Charlottenburg,
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
Für die praktische Ausführung der Erfindung gibt es verschiedene Wege:
In Fig. 1 ist eine Möglichkeit, die Glasmetallverschmelzung
nach der Erfindung ohne Anwendung einer Graphitform herzustellen, angegeben, wenn man
die Verschmelzung bei lotierenden, miteinander zu verbindenden Metallringen im Ofen vornimmt. Als
Ausgangsmaterial für den Einschmelzvorgang wird ein Glasring verwendet, der nach beiden Anschlußseiten
hin eine kreisförmige Rille für das Einführen der Metallringe besitzt. Jn Fig. 1 ist eine drehbare
Vorrichtung dargestellt. Mit 1 ist der Glasring bezeichnet, der die aus der Figur ersichtliche Ausgangsform
besitzt, für die es wesentlich ist, daß zwei kreisförmige Rillen 2 und 3 vorgesehen sind, in welche die
einander zugekehrten Enden 4 und 5 der beiden miteinander zu verbindenden Metallringe 6, 7 passen.
Bei 8 sind an die Abschlußdeckel 9 bzw. 10 Buchsen 11 bzw. 12 angepunktet, mit denen die Verbindung
zur drehbaren Welle 13 hergestellt werden kann. Der Glasring 1 wird mit Hilfe dieser Befestigungsmittel
fest zwischen die Ringe 6 und 7 geklemmt und so im Ofen unter Rotation auf etwa 800° C erhitzt, wobei
sich eine einwandfreie Metallglasverschmelzung ergibt. Mit der beschriebenen Vorrichtung gelingt ein
gutes Anglasen an die Metallringe, da es mit der Vorrichtung möglich ist, den einen Metallring von
einer außerhalb des Ofens liegenden Stelle her in axialer Richtung zu bewegen, wodurch das Glas beim
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Schmelzvorgang zusammengezogen oder auseinandergedrückt werden kann. Wie die Fig. 1 erkennen läßt,
können die beiden mit dem Glasring zu verbindenden Metallringe den gleichen Durchmesser haben.
Durch Erhöhung der Umfangsgeschwindigkeit während des Schmelzvorganges kann man bei solchen
Verbindungen auch die in Fig. 2 dargestellte bauchige Form 16 des Glasringes erzielen. Die Fig. 2 zeigt die
fertige Metallglasverschmelzung. Es sind daher die Rillen im Glaskörper nicht mehr zu sehen, da sich der
Glaskörper schon an die Enden der Metallzylinder angesehmiegt hat und diese fest umschließt.
Man kann die Erfindung auch zur Verbindung von
Metallringen anwenden, die verschiedene Durchmesser haben. Hierfür ist in Fig. 3 ein Ausführungsbeispiel
gezeichnet. Hier ist der Metallring 21 mit dem großen Durchmesser durch, den Glasring 22 mit einem Metallring
23 kleineren Durchmessers verschmolzen, wobei der Rand 24 des zuletzt genannten Metallringes nach
außen hin umgebördelt ist, um einen möglichst kontinuierlichen Übergang des Glasringes 22 zum darin
eingebetteten Metallring 23 zu erzielen.
Wie Fig. 4 erkennen läßt, kann man l)eim Erfindumgsgegenstand
auch verwickeitere Formen mit einem einzigen Glasring zusammenschmelzen, indem man mit diesem Glasring mehr als zwei Metallringe
verbindet. Das Ausführungsbeispiel zeigt die Verbindung eines Metallringes 31 mit zwei konzentrisch
zueinander liegenden Metallringen 32, 33 durch den Glasring 34.
Man kann die Erfindung in allen Fällen anwenden, wo es sich darum handölt, metallische Wandungsteile
von elektrischen Entladuogsgefäßen miteinander
vakuumdicht zu verbinden. Mit Vorteil wird man die Erfindung in allen den Fällen anwenden können, wo
es sich darum handelt, eine druckdichte Verbindung zwischen solchen metallischen Teilen — z. B. bei Kathoden,
Anoden od. dgl. — herzustellen, die betriebsmäßig an verschiedenen Potentialen liegen. In diesen
Fällen bildet nämlich der Glasring gleichzeitig die Isolation für die beiden miteinander verbundenen
Metallteile verschiedenen Potentials.
Claims (6)
1. Metallglasverschmelzung für elektrische Entladungsgefäße, wie Stromrichtergefäße od. dgl.,
bei der zwischen zwei verhältnismäßig dünnen Metallringen ein Glasring derart verschmolzen ist,
daß beide Metallringe mit ihren dem Glasring zugewendeten Stirnseiten in dem Glasring eingebettet
sind, dadurch gekennzeichnet, daß als Ausgangsmaterial für den Einschmelzvorgang ein
Glasring (1) verwendet wird, der nach beiden Anschlußseiten hin mindestens je eine kreisförmige
Rille (2, 3) für das Einführen der Metallringe (4, 5) aufweist (Fig. 1).
2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden mit dem Glasring
zu verbindenden Metallringe (21, 23) verschieden große Durchmesser haben (Fig. 3).
3. Anordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß durch einen Glasring (34) mehr als zwei Metallringe (31, 32, 33) miteinander
verschmolzen sind (Fig. 4).
4. Anordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß von den mehreren Metallringen zwei Metal'lringe (32, 33) verschiedenen Durchmessers
konzentrisch ineinanderliegen (Fig. 4).
5. Anordnung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Rand des Metallringes (23)
mit dem kleineren Durchmesser nach außen hin und der Rand des Metallringes (21) mit dem
großen Durchmesser nach innen umgebördelt ist (Fig. 3).
6. Verfahren zur Herstellung einer Metallglasverschmelzung nach Anspruch 1 und einem der
auf diesen folgenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die durch den Einschmelzvorgang
miteinander zu verbindenden Teile während des Einschmelzvorganges mit regelbarer Drehzahl
rotieren.
En Betracht gezogene Druckschriften: Schweizerische Patentschrift Nr. 261 755;
französische Patentschrift Nr. 969 739.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 709 958/348 3.58
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES35050A DE1027332B (de) | 1953-08-31 | 1953-08-31 | Metallglasverschmelzung fuer elektrische Entladungsgefaesse, wie Stromrichtergefaesse od. dgl. |
Applications Claiming Priority (1)
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Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1027332B true DE1027332B (de) | 1958-04-03 |
Family
ID=7481754
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DES35050A Pending DE1027332B (de) | 1953-08-31 | 1953-08-31 | Metallglasverschmelzung fuer elektrische Entladungsgefaesse, wie Stromrichtergefaesse od. dgl. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1027332B (de) |
Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CH261755A (fr) * | 1946-05-09 | 1949-05-31 | Poittevin Maurice | Tube générateur de rayons X. |
| FR969739A (fr) * | 1947-07-31 | 1950-12-26 | Westinghouse Electric Corp | Dispositif à décharges électriques en atmosphère de vapeur |
-
1953
- 1953-08-31 DE DES35050A patent/DE1027332B/de active Pending
Patent Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CH261755A (fr) * | 1946-05-09 | 1949-05-31 | Poittevin Maurice | Tube générateur de rayons X. |
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