DE1027453B - Verband zum Verschliessen von Veredelungen an Baeumen und Straeuchern - Google Patents

Verband zum Verschliessen von Veredelungen an Baeumen und Straeuchern

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DE1027453B
DE1027453B DEF23575A DEF0023575A DE1027453B DE 1027453 B DE1027453 B DE 1027453B DE F23575 A DEF23575 A DE F23575A DE F0023575 A DEF0023575 A DE F0023575A DE 1027453 B DE1027453 B DE 1027453B
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DE
Germany
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strip
bandage
elastic
bushes
trees
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DEF23575A
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Werner Fleischhauer
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01GHORTICULTURE; CULTIVATION OF VEGETABLES, FLOWERS, RICE, FRUIT, VINES, HOPS OR SEAWEED; FORESTRY; WATERING
    • A01G2/00Vegetative propagation
    • A01G2/30Grafting
    • A01G2/38Holding; Ligating
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01GHORTICULTURE; CULTIVATION OF VEGETABLES, FLOWERS, RICE, FRUIT, VINES, HOPS OR SEAWEED; FORESTRY; WATERING
    • A01G2/00Vegetative propagation
    • A01G2/30Grafting

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Botany (AREA)
  • Developmental Biology & Embryology (AREA)
  • Environmental Sciences (AREA)
  • Catching Or Destruction (AREA)

Description

deutsches
Die Erfindung betrifft einen Verband zum Ver schließen von Veredelungen an Bäumen und Sträuchern aus einer an den Enden zusammengehaltenen elastischen Bandage. Erfindungsgemäß besteht diese aus einem Werkstoffstreifen aus porös werdendem und in der Witterung schnell zerfallendem Material, wie z. B. entsprechend dünnem Paragummi. Das Zusammenhalten der beiden Enden des Werkstoffstreifens erfolgt derart, daß ein an beiden Enden zu befestigender stab-, nadel- oder klammerförmiger Gegenstand verwendet wird, dem die dem eingesetzten Okulat abgekehrte Seite der Okulationsunterlage (Stamm, Ast od. dgl.) als Widerlager dient. Dieser Verschluß kann, besonders vorteilhaft so< ausgeführt sein, daß zum Halten der beiden angespannten Enden des elastischen Werkstoff- 1S Streifens dessen eines Ende auf die diesem zugekehrten beiden Schenkel einer in, dem anderen Ende des Streifens befindlichen. U-förmigen Klammer gespießt wird.
Bisher erfolgte das Verschließen von Veredelungen an Bäumen und Sträuchern zum Abhalten von Luft, Wasser oder Okuliermaden von der Veredelungsstelle nach dem Einsetzen des Edelauges durch mehrfaches Umwickeln mit Bastfäden und nachfolgendes Verstreichen mit Wachs oder Kleister. Dabei entstanden verschiedene Nachteile. Die Bastfäden bedurften einmal der Sortierung, und zum anderen erforderte das Verschließen einer Okulation durch Umwickeln und Verknoten des Bastfadens sowie durch das erforderliche Verstreichen zwei verschiedene Arbeitsgänge, zu denen recht viel Übung und Zeit gehörten. Diese behinderten einen organischen Arbeitsablauf, weil es dem sogenannten Verbinder zumeist nicht gelang, der Arbeit eines guten Veredlers zu folgen, und es unwirtschaftlich war, zum Ausgleich dafür eine weitere Hilfskraft einzusetzen. Ferner wurde durch die Bast-Umwicklung bei einem Dickeuzuwachs der Unterlage eine Einschnürung verursacht, weil es dem Bast an Dehnungsfähigkeit mangelt. Ein strammer Sitz ist aber zum Anwachsen des Okulats unbedingt erforderlich. Außerdem war bei dem bisher allgemein geübten Verfahren eine Nachbehandlung erforderlich, da die Bastuniwicklung nach dem Anwachsen des Okulats gelöst oder durch Anhäufeln mit Erde zum Lösen gebracht werden mußte.
Solange das bisher geübte Verfahren angewendet wird, solange hat man auch schon versucht, die geschilderten Nachteile zu beseitigen, ohne daß man indessen hierbei einen vollen Erfolg erzielte. Man hat z. B. schon versucht, an Stelle der Bastfäden Gummibänder zu verwenden, die wohl in bezug auf dieElastizität besser den Anforderungen entsprachen, jedoch arbeitsmäßig die gleichen Verrichtungen erforderten. Ebenso hat man schon selbstklebende Verbindebänder auf den Markt gebracht, bei denen der Knoten einge-Verband
zum Verschließen von Veredelungen
an Bäumen und Sträuchern
Anmelder:
Werner Fleischhauer,
Hamburg-Berne, Berner Heerweg 512
Werner Fleischhauer, Hamburg-Berne,
ist als Erfinder genannt worden
spart und ein späteres Selbstlösen des Verbandes er zielt wurde. Es mußte dabei aber mit der ganzen Rolle gewickelt werden, so daß die Arbeit nicht schneller vonstatten ging als bei einem Bastverband. Eine Elastizität wurde hierbei nicht erzielt.
Man hat auch schon vorgeschlagen, an Stelle des Verbandes mit Bast oder Faden eine Gummibandage zu verwenden, die nach dem Einsetzen des Okulats unter Spannung um den Stamm herumgelegt und durch in den Kautschuk hineingedrückte Häkchen gehalten wird. Wenn auch dieser Versuch bereits in die Richtung der vorliegenden Erfindung zielte, so blieb aber auch ihm der Erfolg versagt, weil man nicht erkannte, wie das Material beschaffen sein mußte, um seinen Zweck voll zu erfüllen. Anstatt ein schnell von selbst zerfallendes Material zu verwenden, war das Bestreben vorhanden, einen elastischen, haltbaren und mehrfach verwendbaren Verschluß zu schaffen. Durch die Gummibandage erübrigte sich wohl das Verbinden mit Bast und das Verstreichen, aber der damit ersparten Arbeit und Zeit stand eine erhöhte Sorgfaltspflicht und damit wiederum eine längere Arbeitszeit bei dem Anlegen der Bandage gegenüber, weil das verwendete Material es erforderlich machte, in der Bandage ein Loch vorzusehen, innerhalb dessen das eingesetzte Edelauge erscheinen mußte, wenn nicht der Erfolg der Okulation zunichte gemacht werden sollte. Es liegt aber auf der Hand, daß bei dem Arbeiten mit elastischem Material auf einer nicht sehr ebenen Fläche ein Verrutschen um wenige Millimeter kaum zu vermeiden ist. Schließlich wirkte sich der vorgesehene, mit winzigen Häkchen versehene Verschluß sehr verteuernd aus, weil die Herstellung der erforderlichen Metallunterlage mit den Häkchen und deren sichere Anbringung auf dem Kautschukstreifen nicht ganz einfach war. Ferner mußte nach
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der Anwachszeit von 2 bis 3 Wochen eine Lösung des Verschlusses erfolgen, um nicht das Wachstum zu behindern, wodurch auch dieser Arbeitsgang gegenüber dem üblichen Verfahren; bestehen, geblieben, war.
Durch die Erfindung wird nun ein Verband geschaffen, welcher nicht nur sämtliche Nachteile der bisher bekannten Bandagen beseitigt, sondern darüber hinaus noch weitere überraschende Vorteile bringt. Durch die Wahl eines elastischen Werkstoffstreifens aus porös werdendem, in der Witterung schnell zerfallendem Material, wie z. B. entsprechend dünnem Paragummi, wird gegenüber dem Bastverband ein elastischer Verband geschaffen, der ebenfalls das Okulat in der erforderlichen Weise abschließt, aber gegenüber dem bekannten Kautschukverband noch den Vorteil aufweist, daß infolge seiner schon bald eintretenden Porosität keine Rücksicht auf das Edelauge genommen zu werden braucht, da dieses ganz einfach durch die Bandage hindurchwächst. Es erübrigt sich also, Löcher vorzusehen und die Bandagen so anzubringen, daß die Edelaugen durch diese nicht behindert werden. Ein weiterer damit verbundener Vor teil ist, daß sich jegliche Nachbehandlung erübrigt. Der Werkstoffstreifen läßt infolge des Witterungseinflusses mehr und mehr in seiner Spannung nach und fällt nach der erforderlichen Anwachszeit von 2 bis 3 Wochen von selbst ab.
Zusammen mit dem durch einfaches Befestigen der beiden Enden des Werkstoffstreifens mittels eines stab-, nadel- oder klammerförmigen Gegenstandes, dem die dem Okulat abgekehrte Seite der Okulationsunterlage (des Stammes, Astes od. dgl.) als Widerlager dient und für den man besonders vorteilhaft eine einfache U-förmige Klammer verwenden kann, bewirkten Verschluß ergibt sich eine überaus einfache Handhabung, die nicht nur von jeder Hilfskraft einfach und sicher ausgeführt werden kann und Fehlleistungen völlig vermeidet, sondern auch eine erhebliche Steigerung der Arbeitsgeschwindigkeit herbeiführt. Versuche haben gegenüber den Bastverbänden bei ungelernten, nur wenige Stunden eingearbeiteten Arbeitskräften eine Verbesserung der Stundenleistung von etwa 150 auf etwa 450 Verbände ergeben.
Ein weiterer Vorteil liegt in fertigungstechnischer Hinsicht. Es kann die kontinuierliche Herstellung eines endlosen, nach der Länge der Werkstoffstreifeti unterteilten Bandes in der für die Werkstoffstreifen erforderlichen Breite erfolgen, wobei den einzelnen Werkstoffstreifen bei der Verwendung einer U-förmigen Klammer als Halteorgan diese sofort beigegeben, d. h. also nahe dem einen Ende des jeweiligen Streifens mit den beiden offenen Schenkeln hineingestochen und sogleich mit zu einer Rolle aufgespult werden können, ohne daß sich wesentliche Sperrungen innerhalb des aufgespulten Bandes oder Verletzungen des Bandes ergeben. Beim Anlegen des Verbandes ist dann lediglich ein Streifen, an dessen einem Ende sich bereits die zur Befestigung erforderliche Klammer befindet, von der Rolle abzutrennen, der Streifen mit Spannung über das Okulat und etwas seitlich um die Unterlage (Stamm, Ast od. dgl.) herumzulegen und das freie Ende des Streifens über die beiden Schenkel der in dem anderen Ende steckenden U-förmigen Klammer zu spießen.
In der Zeichnung sind ein Gegenstand gemäß der Erfindung und seine Anwendung zur Erläuterung dar-ίο gestellt; es zeigt
Abb. 1 das Anlegen eines Werkstoffstreifens mit hindurchgesteckter U-förmiger Klammer an eine Veredelungsstelle vor dem Herumlegen in Ansicht,
Abb. 2 dasselbe in Draufsicht,
Abb. 3 einen fertig angelegten Verband in Seitenansicht,
Abb. 4 dasselbe in Rückansicht,
Abb. 5 dasselbe in Draufsicht,
Abb. 6 die Ansicht eines Abschnittes aus einem endlosen Band mit eingeteilten Werkstoffstreifen und hindurchgestochenen U-förmigen Halteklammern,
Abb. 7 das Aufrollen eines derartigen Bandes auf eine Spule.
In den Abbildungen ist die Okulationsunterlage mit a, das Okulat mit b, der Werkstoffstreifen mit c, die U-förmige Halteklammer mit d und die Spule mit e bezeichnet. Der Paragummistreifen ist zur Verdeutlichung etwas dicker dargestellt, als er in Wirklichkeit ist. Entsprechend der von ihm zu erfüllenden Aufgabe muß er natürlich sehr dünn sein.

Claims (4)

Patentansprüche:
1. Verband zum Verschließen von Veredelungen an Bäumen und Sträuchern aus einer an den Enden zusammengehaltenen, elastischen Bandage, gekennzeichnet durch die Verwendung eines Werkstoffstreifens aus porös werdendem und in der Wittetrung schnell zerfallendem Material.
2. Verband nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als porös werdendes, in der Witterung schnell zerfallendes Material entsprechend dünner Paragummi verwendet wird.
3. Verband nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß zum Halten der beiden angespannten Enden des elastischen Werkstoffstreifens ein an beiden Enden zu befestigender stab-, nadel- oder klammerförmiger Gegenstand verwendet wird, dem die dem eingesetzten Okulat abgekehrte Seite der Okulationsunterlage (des Stammes od. dgl.) als Widerlager dient.
4. Verband nach einem der Ansprüche 1, 2odgr3, dadurch gekennzeichnet, daß zum Halten der beiden angespannten Enden des elastischen Werkstoffstreifens dessen eines Ende auf die diesem zugekehrten beiden Schenkel einer in dem anderen Ende des Streifens befindlichen U-förmigen Klammer gespießt wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 709 958/39 3. BS
DEF23575A 1957-03-01 1957-03-01 Verband zum Verschliessen von Veredelungen an Baeumen und Straeuchern Pending DE1027453B (de)

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DE (1) DE1027453B (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1210609B (de) 1962-03-08 1966-02-10 Walter Voelker Dr Verband zum Verschliessen von Veredelungsstellen an Baeumen oder Straeuchern
DE3018395A1 (de) * 1980-05-14 1981-11-19 Andreas 8995 Sigmarszell Hartmann Verfahren zum okulieren von gehoelzen und okulationszange zur durchfuehrung des verfahrens

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1210609B (de) 1962-03-08 1966-02-10 Walter Voelker Dr Verband zum Verschliessen von Veredelungsstellen an Baeumen oder Straeuchern
DE3018395A1 (de) * 1980-05-14 1981-11-19 Andreas 8995 Sigmarszell Hartmann Verfahren zum okulieren von gehoelzen und okulationszange zur durchfuehrung des verfahrens

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