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Die
Erfindung betrifft ein Reibe- und Waschbrett, insbesondere zum Glätten von
Wänden,
Abwaschen von Fliesen etc., mit einem saugfähigen Belag und einem Griff,
wobei an dem Reibe- und Waschbrett eine Regelvorrichtung angeordnet
ist, mit der Wasser zu dem saugfähigen
Belag zuführbar
ist.
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Bei
Verputz- bzw. Gipserarbeiten wird der aufgetragene Haftputzgips
mittels einer Richtlatte gerade abgezogen und Unebenheiten grob
ausgeglichen. Nachdem das Material eine bestimmte Festigkeit erlangt
hat, wird üblicherweise
die Wand mit einer Schöpfkelle
vorgenässt.
Nun wird die Wand mit einer herkömmlichen
Schwammtraufel (Reibe- und Waschbrett) abgescheibt, um verbliebene
Löcher
zu schließen.
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Da
jedoch die Wand nicht gleichmäßig mit Wasser
vorgenässt
werden kann, ist es erforderlich, dieses Reibe- und Waschbrett in
Wasser zu tränken, wobei
ein entsprechender Wassereimer oder ähnliches benötigt wird.
Ein großer
Teil des Wassers wird verschwendet, da es an der Wand herunter läuft oder auf
dem Weg vom Wassereimer zur Wand verloren geht. Der Nachteil dieses üblichen
Vorgehens besteht darin, dass das Wasser im Boden versickert und
die Arbeitskleidung feucht wird. Ein derartiges Waschbrett ist beispielsweise
in dem Gebrauchsmuster
G 82 33
996.1 beschrieben.
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In
der
CH 424 190 wird ein
Abreibgerät
für Verputzarbeiten
beschrieben, bei dem die Wasserzufuhr zum Kissen durch einen am
Anlaufstutzen angebrachten Hahn, bzw. ein Ventil regelbar ist. Die
Regelung der Wasserzufuhr ist bei diesem Abreibgerät nur grob
möglich.
Wird das Abreibgerät
benutzt, so ist es schwierig, während
der Benutzung den Hahn zu öffnen
oder zu schließen.
Wenn es während
der Bearbeitung geöffnet
werden soll, müsste
mit der linken Hand übergegriffen
und dieses Ventil verändert
werden.
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Die
DE 30 02 445 A1 beschreibt
ein Reibebrett, bei dem ein gitterartiges Verteilsystem vorgesehen
ist. Dieses Reibebrett beruht auf der Handhabung durch Eintauchen
des Reibebrettes in Wasser, wogegen die vorliegende Erfindung die
Durchnässung
des saugfähigen
Belages durch eine geregelte Wasserzufuhr über Schlauch und Griff ermöglicht. Der
Nachteil dieses bekannten Reibebretts besteht darin, dass die Menge
des in der Kammer befindlichen Wassers sehr gering ist, so dass
bereits nach kurzer Zeit das in der Kammer befindliche Wasser aufgebraucht
ist und es wieder notwendig wird, das Reibebrett in den Wassereimer
zu tauchen.
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In
der
DE 43 36 249 A1 wird
eine Mörtelauftrag-
und Formungsvorrichtung beschrieben, die nicht zur Zuführung von
Wasser, sondern zur Zuführung
eines aufzutragenden Arbeitsmaterials dient. Die vorliegende Erfindung
bezieht sich auf die Zuführung
von Wasser als Arbeitshilfsmittel und nicht auf die Zuführung eines
aufzutragenden Arbeitsmaterials.
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In
der
DE 295 06 270
U1 wird ein Schild- oder Schwammbrett beschrieben, bei
dem der Belag mittels eines Klettverschlusses auswechselbar mit der
Trägerplatte
verbunden ist.
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Die
der vorliegenden Erfindung zu Grunde liegende Aufgabe besteht darin,
ein Reibe- und Waschbrett vorzuschlagen, mit dem es möglich ist, den
saugfähigen
Belag während
der Bearbeitung mit Wasser in dem benötigten Umfang anzufeuchten.
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Diese
Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch
gelöst,
dass die Regelvorrichtung über
einen Schalter im Bereich des Griffes betätigbar ist, dass der Schalter
als Druckknopf im vorderen Bereich des Griffes ausgebildet ist und
dass im vorderen Bereich des Griffes mehrere Öffnungen angebracht sind, die mittels
Schläuchen
mit dem saugfähigen
Belag verbunden sind.
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Der
Arbeitende hat das Reibe- und Waschbrett bei der Bearbeitung üblicherweise
in der Hand. Bei dem erfindungsgemäßen Reibe- und Waschbrett ist
der Schalter im Bereich des Griffes angeordnet und es ist auf einfache
Weise möglich,
während
der Bearbeitung den Schalter zu betätigen und dadurch die gewünschte Menge
des Wassers dem saugfähigen
Belag zuzuführen.
Dieser Schalter ist als Druckknopf im vorderen Bereich des Griffes
ausgebildet. Es ist jedoch auch möglich, ohne das Wesen der Erfindung
zu verlassen, diesen Schalter seitlich, an der Unterseite oder an
der Oberseite des Griffes anzuordnen. Es ist sinnvoll, den Schalter
so anzuordnen, dass er sowohl von Rechts- als auch von Linkshänder betätigt werden
kann.
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Die Öffnungen,
die im vorderen Bereich des Griffes angebracht sind und die mittels
Schläuchen mit
dem saugfähigen
Belag verbunden sind, können beispielsweise
durch Durchbohren des Griffes an den gewünschten Stellen hergestellt
werden. Gelangt Wasser durch diese Schläuche an den saugfähigen Belag,
so wird dieser wunschgemäß angefeuchtet.
Ist der gewünschte
Feuchtigkeitsgrad erreicht, so wird die Wasserzuführung über den
Schalter geschlossen. Die Bearbeitung der Wand oder der Fliesen
oder ähnlichem
kann ununterbrochen fortgeführt
werden.
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Vorteilhafterweise
weist die Regelvorrichtung ein Ventil im Inneren des Griffes auf,
das über
einen Anschlussstutzen mit einem Schlauch verbindbar ist, durch
den Wasser aus einem Behälter
oder einer Wasserleitung zu dem saugfähigen Belag zuführbar ist.
Das in einem Behälter
befindliche frische Wasser wird auf übliche Weise unter Druck gesetzt, so
dass es je nach Bedarf und von dem Handwerker über den Schalter gesteuert
aus diesem Behälter
in den Griff fließen
kann. Beispielsweise wird ein handelsüblicher Sechsliterdruckbehälter verwendet,
der über
ein Handventil mit einem Druck von maximal 2 bar versehen werden
kann.
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Vorteilhafterweise
sind die äußeren Enden der
Schläuche über Steckverbindungen
gestülpt,
die an den Öffnungen
des Brettes und des Griffes befestigt sind.
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Vorteilhafterweise
ist der saugfähige
Belag mittels Klettverschluss auswechselbar.
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Mit
dem beschriebenen Reibe- und Waschbrett ist es möglich, Arbeitszeit, Arbeitskraft
und Wasser zu sparen und ein schnelleres Austrocknen des Baugrundes
zu erreichen.
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In 1 ist ein erfindungsgemäßes Reibe- und
Waschbrett perspektivisch dargestellt.
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Das
dargestellte Reibe- und Waschbrett besteht aus einem rechteckigen
Brett 1, an dessen Oberseite ein Griff 2 und an
dessen Unterseite ein saugfähiger
Belag 3 angebracht ist. Im vorderen Bereich 6 des
Griffes 2 ist ein Schalter 4 angeordnet. Das rückwärtige Ende
des Griffes 2 ist mit einem Anschlussstutzen 5 für einen
Schlauch versehen. Dieser Schlauch führt zu einem mit Wasser gefüllten Fass
oder kann an eine übliche
Wasserleitung angeschlossen werden (nicht dargestellt).
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Im
Inneren des Griffes 2 befindet sich ein Ventil, so dass
das Wasser aus dem Anschlussstutzen 5 durch das Ventil
in den vorderen Bereich 6 des Griffes 2 gelangen
kann. Dieser vordere Bereich 6 ist hohl, so dass das Wasser
auch in dieses vordere Ende des Griffes 2 gelangen kann.
Dieser vordere Bereich 6 des Griffes 2 weist zahlreiche Öffnungen 7 auf,
durch die das Wasser durch weitere Schläuche 8 geleitet in
den saugfähigen
Belag 3 (Schwammauflage) gelangen kann. In 1 sind vier derartige Öffnungen 7 mit
entsprechenden Schläuchen 8 dargestellt.
Auf der nicht sichtbaren Seite des vorderen Endes 6 des
Griffes 2 sind ebenfalls vier derartige Öffnungen
mit entsprechenden Schläuchen
ausgebildet. Selbstverständlich
ist diese Anzahl und Anordnung nicht wesentlich. Es wäre genauso
möglich,
weniger oder mehr Öffnungen
und Schläuche
anzubringen und diese beliebig zu verteilen.
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Die
Anschlussstellen dieser Schläuche 8 an dem
Brett 1 bzw. an dem Handgriff 2 werden an den entsprechenden
Stellen verklebt oder durch übliche Vorrichtungen
befestigt. Beispielsweise können Steckverbindungen
an den entsprechenden Öffnungen
angebracht sein, über
die die Schlauchenden gestülpt
werden. Es wäre
jedoch auch möglich, Schraubverbindungen
vorzusehen. Das Wasser kann durch die Schläuche 8 ungehindert
bis zu der Rückseite
des saugfähigen
Belages 3 gelangen und diesen anfeuchten.
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Der
im vorderen Bereich 6 des Griffes 2 angeordnete
Schalter 4 ist als Druckknopf ausgebildet und auf einfache
Weise zu betätigen.
Im Inneren des Griffes 2 befindet sich ein an sich übliches
Ventil, das mittels des Schalters 4 bei Bedarf geöffnet und
geschlossen werden kann. Hierdurch wird der Zufluss des Wassers über den
Anschlussstutzen 5 geregelt.
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Mit
dem dargestellten Reibe- und Waschbrett können Wände geglättet oder Fliesen abgewaschen
werden. Ist der saugfähige
Belag 3 zu trocken geworden, so kann der Arbeitende den
Schalter 4 betätigen.
Dieser Schalter 4 steuert ein Ventil, das im Inneren des
Griffes 2 angeordnet ist. Wird das Ventil durch Betätigung des
Schalters 4 geöffnet,
so gelangt Wasser aus dem Anschlussstutzen 5, durch das
Ventil hindurch in den vorderen Bereich 6 des Griffes 2.
Durch den Druck des Wassers wird dieses durch die Durchbohrungen 7 (Öffnungen)
hindurch in die Schläuche 8 strömen. Durch
die Schläuche 8 hindurch
gelangt das Wasser in den saugfähigen
Belag 3 und dieser wird in dem gewünschten Umfang angefeuchtet.
Ist dieser saugfähige
Belag 3 ausreichend feucht, so wird über den Schalter 4 das
Ventil wieder geschlossen. Die Bearbeitung wird unverändert fortgesetzt.
Will man wieder den saugfähigen
Belag 3 anfeuchten, so ist dies während der Bearbeitung durch
Betätigung
des Schalters 4 auf einfache Weise möglich.
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In 1 ist nur der dem Beschauer
zugewandte Teil des Reibe- und Waschbrettes erkenntlich. Auf der
Rückseite
des Griffes 2 ist jedoch die analoge Anordnung mit Öffnungen/Durchbohrungen 7 und 9 und
mit Schläuchen 8 ausgeführt, so
dass der saugfähige
Belag auch auf dieser Seite über
eine analoge Anordnung mit Wasser versehen werden kann.
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Der
saugfähige
Belag 3 ist mittels Klettverschluss auswechselbar mit dem
Brett 1 verbunden. Üblicherweise
wird dies durch ein Klettband bewirkt, das an dem saugfähigen Belag
befestigt ist. Bei dem saugfähigen
Belag handelt es sich beispielsweise um einen feinen oder einen
groben Schwamm, der auf diese einfache Weise je nach Bedarf ausgewechselt werden
kann. Es wäre
jedoch auch möglich,
jede andere Art eines saugfähigen
Belages auf diese einfache Weise mit dem Brett zu verbinden.
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Wird
das beschriebene Reibe- und Waschbrett benützt, so muss es nicht immer
wieder in einen Eimer oder ähnliches
getaucht werden. Es ist möglich,
das Reibe- und Waschbrett über
den Schalter je nach Bedarf mit Wasser zu versorgen. Stellt man beim
Handhaben des Reibe- und Waschbrettes fest, dass der Schwamm zu
trocken ist, so braucht man nicht zu einem Eimer zurückzulaufen,
sondern man kann durch Betätigen
des Schalters Wasser in den saugfähigen Belag des Reibe- und
Waschbrettes gelangen lassen. Ist genügend Wasser in den Schwammbelag
gelangt, so wird das Ventil wieder geschlossen.
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Der
Vorteil dieser Betätigungsart
besteht darin, dass der Arbeitende nicht zu einem Wassereimer zurück laufen
oder sich bücken
muss, dass kein Wasser verschwendet wird, dass die Arbeitskleidung nicht
unnötig
nass wird und dass es auf einfache Weise möglich ist, zum Verputzen oder
zum Verfugen ein Reibe- und Waschbrett benützen zu können, dem immer auf einfache
Weise frisches Wasser zugeführt werden
kann. Darüber
hinaus ist es nicht mehr notwendig, den Arbeitsvorgang zu unterbrechen,
um das Reibe- und Waschbrett anzufeuchten.