DE1031976B - Vorrichtung zur elektrischen Bestimmung der geometrischen Ausgestaltung von isolierten Leitern - Google Patents

Vorrichtung zur elektrischen Bestimmung der geometrischen Ausgestaltung von isolierten Leitern

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DE1031976B
DE1031976B DE1955P0015381 DEP0015381A DE1031976B DE 1031976 B DE1031976 B DE 1031976B DE 1955P0015381 DE1955P0015381 DE 1955P0015381 DE P0015381 A DEP0015381 A DE P0015381A DE 1031976 B DE1031976 B DE 1031976B
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Description

  • Vorrichtung zur elektrischen Bestimmung der geometrischen Ausgestaltung von isolierten Leitern Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung, um die geometrische Ausgestaltung von isolierten Leitern auf elektrischem Wege zu bestimmen, und zwar im besonderen die Bestimmung physikalisc.her Merkmale der einen Leiter umgebenden Isolierdecke. Unter isolierten Leitern sind hierbei Leiter zu verstehen, die mit Isoliermaterial umgeben sind, und zwar isolierte Drähte und Kabel, Kabel mit Isolierdecken auf metallischen Schirmen oder Mänteln sowie gespritzte Schweißelektroden.
  • Bei der Umspritzung solcher Leiter mit Isoliermaterial ist es erforderlich, innerhalb gewisser Toleranzen eine gegebene mittlere Wandstärke einzuhalten sowie eine zentrische Lage des Leiters zu erzielen.
  • Es ist daher eine Kenntnis der mittleren Wandstärke sowie der relativen Lage des Leiters innerhalb der Isolierdecke erforderlich, so daß Abweichungen der Wandstärke vom Nennwert sowie das Auftreten einer Exzentrizität des Leiters während des Spritzvorgange.s berichtigt werden können.
  • Die Kenntnis dieser Merkmale am gefertigten Erzeugnis ist gleichfalls von Interesse, wie z. B. zwecks Ahnahmeprüfungen.
  • Es ist bereits bekannt, den Substanzquerscbnitt eines nichtleitenden Körpers auf kapazitivem Wege zu bestimmen. Bei der vorliegenden Erfindung handelt es sich nun um die Bestimmung der obengenannten Dimensionen bei einem Prüfgut, das gleichzeitig eine nichtleitende und eine stromleitende Substanz aufweist.
  • Ein Ziel der Erfindung ist die Messung der mittleren Wandstärke der einen Leiter umgebenden Iso lierdecke. Zum Zweck der Beschreibung der Erfindung ist es angezeigt, einen Leiter runden Querschnittes in Betracht zu ziehen, welcher von einer ebenfalls runden Isolierdecke umgeben ist. »Mittlere Wandstärke« bedeutet dementsprechend die mittlere Wandstärke, gemessen über einem Durchmesser des Querschnittes der Leitung. Bei Leitungen ovalen Querschnittes hat die Bezeichnung »mittlere Wandstärke« nur Bedeutung, wenn zwei Messungen ausgeführt werden, z. B. zwei gleichzeitige Messungen im rechten Winkel, wie weiter unten ausführlicher beschrieben wird.
  • Ein weiteres Ziel der Erfindung besteht in der Messung der Exzentrizität des Leiters mit Bezug auf die diesen umgebenden Isolierdecke.
  • Es sind bereits Vorrichtungen zu!r fortlaufenden Exzentrizitätsmessungen an Leitern bekannt, und es ist ferner bekannt, den Spritzvorgang durch derartige Meßvorrichtungen zu steuern, um so eine auftretende Exzentrizität des Leiters zu berichtigen.
  • In der britischen Patentschrift 574 618 ist eine Vorrichtung zur Messung der Exzentrizität eines Leiters mit Bezug auf die Isolierdecke und zur Steuerung der Spritzmaschine beschrieben, welche auf differenzielle Wirkungen zwischen dem Leiter und zwei oder mehr Induktionsspulen beruht. In späteren Veröffentlichungen sind ähnliche Vorrichtungen beschrieben, die jedoch auf der differenziellen kapazitiven Wirkung zweier oder mehrerer an der Isolierdecke anliegenden Elektroden beruhen, wobei zwischen je zwei Elektroden eine Wechselspannung angelegt wurde. Bei den bisher bekannten Methoden war es jedoch stets notwendig, die Meßvorrichtung zunächst mit Hilfe von Mustern von Leitungen mit bekannter Exzentrizität abzugleichen und zu eichen.
  • Es ist ein weiteres Ziel der Erfindung, eine Vorrichtung zu schaffen, deren Abgleichung und Eichung unmittelbar an der auszumessenden Leitung vorgenommen werden kann, sowie diese die Spritzmaschine verläßt, und zwar ohne den Spritzvorgang aufhalten zu müssen.
  • Es erwies sich, daß bei der Messung d.er mittleren Wandstärke einer Isolierdecke eine Spannung ableitbar ist, die hier als »erste Spannung« bezeichnet werden soll und die dazu dienen kann, eine Vorrichtung zur Messung eine.r zweiten Spannung zu eichen oder automatisch zu regeln, wobei die letztere ein Maß der Exzentrizität des Leiters innerhalb der Isolierdecke in einem gewissen Meßbereich, wie z. B. rt:25 O/o, darstellt. Innerhalb dieses Bereiches ist dann die Angabe der zweiten Spannung durch ein Anzeigeinstrument unmittelbar in Exzentrizitätswerten eichbar.
  • Eine Vorrichtung gemäß der vorliegenden Erfindung zur Messung der mittleren Wandstärke einer einen Leiter umgebenden Isolierdecke besteht aus zwei Elektroden, welche leicht auf gegenüberliegenden Seiten der Isolierdecke aufliegen und in welcher eine von der Summe der kapazitiven Wirkungen zwischen Elektroden und Leiter abhängige Spannung abgeleitet wird. Diese erste Spannung dient als Anlaß der mittleren Wandstärke der Isolierdeclie.
  • Gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung ist eine solche Vorrichtung ferner so ausgebildet, daß die beiden Elektroden mit dem Leiter zwei kapazitive Zweige einer Wechselstrombrücl<e bilden, welcher zwei weitere Impedanzen und eine zwischen Leiter und Verbindungspunkt der genannten Impedanzen angeschlossene Wechselstromquelle zugeordnet sind. Die genannte zweite Spannung entspricht dann der Ungleichheitsspannung der zweiten Diagonale der Brücke.
  • Eine beispielsweise Ausführungsform der Erfindung soll im einzelnen an Hand der Zeichnung beschrieben werden. In dieser zeigt Fig. 1 im vereinfachten Schaltbild die Ableitung der ersten Spannung, Fig. 2 im vereinfachten Schaltbild die Ableitung der zweiten Spannung, Fig. 3 ein Schaltbild, teilweise in schematischer Form, einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung, Fig. 4 eine Ringmodulatorschaltung.
  • Nach Fig. 1 ist ein elektrischer Leiter 1 mit einer Isolierdecke 2 runden Querschnittes umgeben. Auf der Isolierdecke 2 liegen auf gegenüberliegenden Seiten zwei Elektroden 3 und 4 auf, die mit den Enden der Impedanzen 5 bzw. 6 verbunden sind. Die anderen Enden der Impedanzen 5, 6 sind miteinander sowie mit einem Pol einer Wechselstromquelle 7 verhunden, deren anderer Pol an das eine Ende der Primärwicklung 8 eines Transformators 9 angeschlossen ist. Das andere Ende von 8 ist mit dem Leiter 1 verbunden. Die Enden der Sekundärwicklung 10 des Transformators 9 sind mit den Klemmen 11 und 12 verbunden.
  • Die zwei zwischen den Elektroden 3, 4 und dem Leiter 1 gebildeten Kapazitäten liegen gemeinsam mit den Impedanzen 5, 6 in einer Brückenschaltung, deren Diagonale jedoch keine Spannung entnommen wird. An den Klemmen 11, 12 tritt nun eine Spannung auf, deren Größe innerhalb eines gewissen Meßbereiches von der Summe der Kapazitäten zwischen Leiter 1 und den Elektroden 3, 4 abhängig ist.
  • Die Summe dieser Kapazitäten hängt von der Wandstärke und der Dielektrizitätskonstante der Isolierdecke 2 sowie vom Durchmesser des Leiters 1 ab. Liegt eine Exzentrizität vor und ist die Lage des Leiters 1 z. B. gegen die Elektrode 4 verlagert, dann erhöht sich die Kapazität zwischen 1 und 4, während sich die zwischen 1 und 3 verringert. Bei einer Lagenänderung des Leiters innerhalb des normalen Meßbereiches von beispielsweise +25°/o ändert sich die Summe der Kapazitäten nur unwesentlich mit der Exzentrizität. Somit bildet die Summe der Kapazitäten ein Maß der mittleren Wandstärke der zwischen den Elektroden 3 und 4 befindlichen Leitung.
  • Bei einer Leitung bekannter Art, d. h. mit bekanntem Leiterdurchmesser und Isoliermaterial, entspricht die zwischen den Klemmen 11 und 12 auftretende Spannung unmittelbar der mittleren Wandstärke der Isolierdecke.
  • Im Schaltbild der Fig. 2 sind entsprechende Schaltelemente mit den gleichen Ziffern, wie in Fig. 1 bezeichnet. Die Wechselstromquelle 7 ist ebenfalls in der Brückendiagonale zwischen dem Leiter 1 und dem Verbindungspunkt der Impedanzen 5 und 6 angelegt, ohne daß jedoch in diesem Falle die Primärwicklung eines Transformators in Serienscllaltung vorgesehen ist. An die andere Diagonale der Brücke ist die Primärwiddung 14 eines Transformators 15 angeschlossen, dessen Sekundärwicklung 16 mit den Klemmen 17 und 18 verbunden ist. Nlit dem gemeinsamen Punkt der Wechseistromquelle 7 und der Impedanzen 5 ist ein elektrostatischer Schirm 13 verbunden. der die die Leitung 1, 2 nicht berührenden Teile der Elektroden 3, 4, deren Zuleitungen. die Impedanzen 5, 6 sowie die Primärwicklung 14 umgiht.
  • Ist der Leiter 1 zentrisch innerhalb der Isolierdecke 2 gelegen. dann ist die Brückenschaltung gemäß Fig. 2 abgeglichen, sofern die Impedanzen 5 und 6 von gleicher Größe sind; andernfalls kann die Brücke in bekannter Weise durch Anderung von Impedanzen abgeglichen werden. Bei abgeglichener Brücke ist die Spannung in der die Primärwicklung 14 enthaltenden Diagonalen Null, und es tritt somit keine Ausgangsspannung an den Klemmen 17 und 18 auf.
  • Wird die Anordnung der Fig. 2 zur Messung der Eszentrizität einer durch die Elektroden 3, 4 laufenden isolierten Leitung verwendet, so ist die Ausgangsspannung an den Klemmen 17, 18 Null, solange der Leiter zentrisch bleibt. Verlagert sich der Leiter innerhalb der Isolierdecke so werden die Kapazitäten zwischen dem Leiter 1 und den Elektroden 3, 4 ungleich, die Abgleichung der Brücke ist gestört, und an den Klemmen 17, 18 tritt eine Ungleichheitsspannung auf.
  • Die Amplitude dieser Spannung hängt von der Größe der Exzentrizität sowie von der mittleren Wandstärke der Isolierdecke ab.
  • Die Amplitude der genannten Spannung ist ferner abhängig von Strenungserscheinungen zwischen Leiter und Elektroden und somit von der geometrischen Konfiguration der Leitung und der Dielektrizitätskonstante der Isolierdecke. Wird nun die durch die Anordnung gemäß Fig. 1 bestimmte mittlere Wandstärke der Leitung in Betracht gezogen, so wird die an den Klemmen 17, 18 auftretende Spannung zum direkten Maß der Exzentrizität. Unter Berücksichtigung der an den Klemmen 11, 12 gemessenen ersten Spannung kann die an den Klemmen i7, 18 auftretende zweite Spannung dann einem unmittelbar in Exzentrizitätswerten vorgeeichten Anzeigeinstrument zugeführt werden.
  • Eine solche Anordnung ist ausführlicher in Fig. 3 gezeigt, in der die Fig. 1 und 2 entsprechenden Schaltteile mit den gleichen Ziffern bezeichnet sind.
  • Die Elektroden 3, 4 sind in dieser Anordnung mit der Brücke über einen. Wechselschalter 19 a, 19 b verbunden, durch dessen Umschaltung die beiden Elektroden miteinander vertauscht werden können. Die Impedanzen. 5, 6 sind durch einen Differenzialkondenstator 20 ersetzt, der die Abgleichung der Brücke zu Anfang ermöglicht. Die Wechselstromquelle 7 der Fig. 2 besteht in dieser Anordnung aus einem Röhrengenerator 7a, der zwei Paar Ausgangsklemmen besitzt. Ein Paar ist an die Primärwicklung 21 des Transformators 22 angeschlossen, dessen abgeschirtnte Sekundärwicklung 23 mit dem Leiter 1 und einem Ende der abgeschirmten Primärwicklung 8 des Transformators 9 verbunden ist. Die Sekundärwicklung 10 des Transformators 9 ist über einen Verstärker 24 mit einem Gleichrichter 25 verbunden, dessen Ausgangsspannung dem Gleichstromzeigerinstrument 26 zugeführt wird. Die: Sekundärwicklung 16 des Transformators 15 ist mit dem Eingang eines Verstärkers 27 mit regelbarer Verstärkung verbunden, dessen Ausgangsspannung einem Ringmodulator 28 in der z. B. in Fig. 4 ausführlicher dargestellten Form zugeführt wird. Eine weitere dem Ringmodulator 28 zugeführte Spannung wird dem anderen Paar Ausgangsklemmen des Generators 7a entnommen. Der Schalter 31 a, 31 b erlaubt es, in seiner geschlossenen Stellung das dem Gleichrichter 25 entnommene Gleichspannungssignal dem Verstärker 27 zur Steuerung dessen Verstärkungsgrades zuzuführen.
  • Die Ausgangsspannung des Ringmodulators 28 wird über einen zweipoligen Wechselschalter 29 e, 29h einem Galvanometer 30 zugeführt. Die Wechselschalter 19a, 19b und 29a, 291> sind miteinander gekuppelt, so daß die Verbindungen zum Galvanometer 30 beim Austauschen der Elektroden 3, 4 gleichzeitig umgewechselt werden.
  • Der im Schaltbild der Fig. 3 vorgesehene Ringmodulator 28 ist ausführlicher in Fig. 4 dargestellt.
  • Das erste Paar Eingangsklemmen 32, 33 ist mit der Primärwicklung 34 des Transformators 35 verbunden, der eine Sekundärwicklung 36 mit zentraler Abzapfung aufweist. Die äußeren Enden der Wicklung 36 sind über Gleichrichter 37, 38 an die Ausgangsklemmen 43, 44 angeschlossen. Weitere Gleichrichter 39, 40 sind in entgegengesetzter Richtung von 37, 38 gekreuzt angeschlossen, und zwar derart, daß alle vier Gleichrichter einen in gleicher Richtung fortlaufenden Ring bilden. Zwischen die Ausgangsklemmen 43, 44 sind zwei Kondensatoren41,42 in Serie gelegt. Die Abzapfung der Wicklung 36 ist mit der Klemme 45 und die Verbindungsstelle zwischen den Kondensa. toren 41, 42 mit der anderen Klemme 46 des zweiten Eingangs verbunden.
  • Wie mit Bezug auf Fig. 3 ersichtlich, ist der Ausgang des Verstärkers 27 an die Eingangsklemmen 32, 33 des Ringmodulators angeschlossen, und dem zweiten Paar Eingangsklemmen 45, 46 wird eine Wechselspannung des Generators 7 a zugeführt. Die Ausgangsklemmen 43, 44 sind mit dem Galvanometer über den Wechselschalter 29 a, 29 b verbunden.
  • Eine derartige Vorrichtung ist für fortlaufende Messungen an isolierten Leitern nach deren Umspritzung und nach Durchgang durch ein Wasserkühlbad oder ein Vulkanisierrohr geeignet. Die Elektroden 3, 4 sind in mit zwei Federn versehenen Armen angebracht, und zwar so, daß sie leicht an der Oberfläche der Isolierdecke 2 des isolierten Leiters anliegen, während dieser zwischen den Elektroden durchläuft.
  • Ein Ziel der Erfindung besteht in der fortlaufenden Messung der Wandstärke der gespritzten Isolierdecke während der Herstellung.
  • Zu diesem Zweck ist das Anzeigeinstrument 26 zunächst entsprechend der Art der auszumessenden Leitung geeicht, oder aber die Verstärkung des. Verstärkers 24 wird auf einen vorbestimmten Wert eingestellt, so daß eine gegebene Eichung des Anzeigeinstrumentes für verschiedene Leitungsarten Anwendung finden kann. Die Anzeige des Instrumentes 26 gibt somit fortlaufend Aufschluß über die mittlere Wandstärke der Isolierdecke.
  • Bei Verwendung der Anordnung für die Exzentrizitätsmessung ist zunächst die Brücke abzugleichen.
  • In der in Fig. 3 dargestellten Anordnung kann dies kurz nach der Umspritzung des Leiters geschehen, ohne den Herstellungsvorgang zu unterbrechen und unabhängig davon, ob der Leiter zunächst exzentrisch ist oder nicht. Zu diesem Zweck wird die Anzeige des Galvanometers 30 bestimmt, und nach Umlegen der Wechsel.schalter 19a, 19b und 29a, 29b wird der Differenzialkondensator 20 so eingestellt, daß die beiden Anzeigen von 30 identisch sind.
  • Die Verstärkung des Verstärkers 27 wird darauf gemäß einer vorbestimmten Eichung in Abhängigkeit von der Anzeige des Instrumentes 26 geregelt. Nach Ausführung dieser Einstellung zeigt das Galvanometer 30 unmittelbar Exzentrizitätswerte an, z. B. als Prozente. Die Einstellung des Verstärkungsgrades des Verstärkers 27 kann in bekannter Weise durch ein Gleichstromsignal erfolgen, welches z. B. einer Verstärkerröhre als Gittervorspannung zugeführt wird.
  • In einer vollautomatischen Ausführung wird das zur Steuerung erforderliche Gleichstromsignal von dem Gleichrichter 25 abgeleitet und dem Verstärker 27 durch Schließen der Kontakte 31 a und 31 b zugeführt.
  • Die Anwendung des Ringmodulators 28 erlaubt es, das Galvanometer 30 mit einer zentralen Nullstellung zu versehen, so daß die Anzeigenadel im Zentrum der Skala steht, wenn der Leiter 1 genau zentrisch in der Isolierdecke 2 liegt. Da der Ringmodulator 28 die Phase der Ungleichheitsspannung relativ zur Phase des Generators 7a berücksichtigt, zeigt das Galvanometer einen Exzentrizitätswert in der rechten bzw. linken Seite der Skala an, je nachdem eine Exzentrizität gegen die eine oder die andere der beiden Elektroden vorliegt.
  • In einer vereinfachten Form der Vorrichtung kann ein einziges Anzeigeinstrument und lediglich ein Verstärker verwendet werden, so daß z. B. der Verstärker 27, Ringmodulator 28 und Galvanometer 30 wahlweise zur Messung der Spannung der Sekun.därwicklung 10 oder der Sekundärwicklung 16 schaltbar sind.
  • Hierbei wird die Verstärkung des Verstärkers 27 zunächst so geregelt, daß das Galvanometer 30 eine bestimmte Anzeige der ersten Spannung entsprechend der mittleren Wandstärke liefert. Darauf wird die Verstärkung des Verstärkers 27 so eingestellt, daß die zweite Spannung durch das Galvanometer 30 unmitttelbar als Exzentrizitätsmaß angezeigt wird. Auf diese Weise erfolgt die effektive Eichung des Galvanometers 30 selbsttätig und fortlaufend während des Meßvorganges.
  • Die beschriebene Vorrichtung ermöglicht es, die mittlere Wandstärke und Exzentrizität des Leiters 1 über einem Durchmesser der durch die Elektroden 3, 4 laufenden Leitung zu messen. Um eine Verlagerung des Le.iters in der Isolierdecke 2 mit größerer Sicherheit feststellen zu können, werden vorzugsweise zwei Vorrichtungen entsprechend Fig. 3 verwendet, wobei die Elektroden der zweiten Vorrichtung im wesentlichen über einem rechtwinklig zu den Elektroden 3, 4 liegenden Durchmesser angeordnet werden.
  • In einer solchen Vorrichtung können. ferner eine oder beide Spannungen registriert werden, wenn dies erwünscht ist. Die Spannungen können weiterhin gemeinsam oder einzeln bekannten Vorrichtungen zur Betätigung von Warnsignalen bei Überschreitung von vorbestimmten Toleranzen oder zur Betätigung von Regelvorrichtungen zugeleitet werden. Insbesondere kann der Spritzvorgang selbsttätig geregelt werden, indem die Ausgangsspannung des Verstärkers 24 oder bei Verwendung von zwei solchen Vorrichtungen eine von beiden Verstärkern abgeleitete Spannung oder die dem Verstärker 27 in Fig. 3 entsprechenden Ausgangsspannungen dazu benutzt werden, elektromechanische Regelorgane in Verbindung mit dem Spritzvorgang zu betätigen, und zwar in solcher Weise, daß jeglicher sich entwickelnder Tendenz des Stärker- oder Dünnerwerdens der Isolierdicke bzw. der Exzentrizitätsbildung des Leite.rs entgegengewirkt wird. Falls eine selbsttätige Steuerung nicht erwünscht ist, kann auch eine entsprechende Regelung des Spritzvorganges durch Hand erfolgen, um so die Herstellung eines zufriedenstellenden Erzeugnisses zu sichern.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Vorrichtung zur Messung der mittleren Wandstärke einer einen Leiter umgebenden Isolierdecke mittels zweier oder mehrerer an der Isolierdecke über einen Durchmesser anliegender Elektroden, dadurch gekennzeichnet, daß die zwischen den Elektroden (3, 4) und dem geerdeten Leiter (1) gebildeten Teilkapazitäten effektiv parallel gesch.altet sind und von einer Spannungsquelle (7) mit Wechselstrom beschickt werden und daß eine dem Gesamtwert dieses Wechselstromes entsprechende Wechselspannung abgeleitet wird, die der Summe der kapazitiven Wirkungen zwischen den Elektroden (3, 4) und dem Leiter (1) entspricht und daher ein Maß der mittleren Wandstärke darstellt.
    2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der jeweils von einer Elektrode (3 bzw. 4) und dem Leiter (1) gebildeten Teilkapazität eine seriengeschaltete Impedanz (5 bzw.
    6) zugeordnet ist und daß zwischen je zwei Elektroden (3, 4) eine zweite Wechselspannung abgeleitet wird, welche somit ihrerseits dem Differenzialwert der kapazitiven Wirkungen zwischen den Elektroden (3, 4) und dem Leiter (1) entspricht und daher ein Maß der Exzentrizität des Leiters gegenüber der ihn umgebenden Isolierdecke (2) darstellt.
    3. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die zweite Spannung einem Anzeigeinstrument (26) mit vorzugsweise veränderlicher Empfindlichkeit zugeführt wird, die entsprechend der Größe der ersten Spannung regelbar ist, und daß das Anzeigeinstrument (26) zur unmittelbaren Ablesung von Exzentrizitätswerten eichbar ist.
    4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Empfindlichkeit des Anzeigeinstrumentes (26) von Hand regelbar ist.
    5. Vorrichtung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß die zweite Spannung dem Anzeigeinstrument (26) über einen Verstärker (24) mit regelbarer Verstärkung zugeführt wird, die durch die Größe der ersten Spannung gesteuert wird.
    6. Vorrichtung nach Anspruch 3 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß die erste Spannung über Gleichrichter (25) geführt wird und die Gittervorspannung einer oder mehrerer Röhren (7 a) regelbarer Verstärkung steuert.
    7. Vorrichtung nach Anspruch 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß zur Anzeige sowohl der Größe als auch der Phasenrichtung der Exzentrizität die zweite Spannung einem phasenempfindlichen Schaltteil (28) gemeinsam mit einer von der die Brücke speisenden Wechselstromquelle (7a) herrührenden Bezugsspannung zugeführt wird.
    8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der phasenempfindliche Schaltteil aus einem Ringinodulator (28) besteht, dem ebenso wie der Brücke eine hochfrequente Wechselspannung zugeführt wird.
    9. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Elektroden (3, 4) und deren Zuleitungen von einem leitenden Schirm (13) umgeben sind.
    10. Vorrichtung nach Anspruch 2 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden durch die zwei Elektroden (3, 4) gebildeten kapazitiven Brückenzweige gegeneinander austauschbar angeordnet sind, während in den anderen Brückenzweigen Mittel (20) zur Brückenabgleichung vorgesehen sind.
    11. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch die Verbindung mit einer zweiten Vorrichtung, deren Elektroden auf der Isolierdecke - im wesentlichen über einem Durchmesser-und rechtwinklig zu dem erstgenannten Paar Elektroden (3, 4) anliegen.
    12. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß hei der Messung der Isolierdecke (2) des Leiters (1) während dessen Umspritzung eine oder mehrere Spannungen fortlaufend registriert werden.
    13. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei der Messung der Isolierdecke (2) des Leiters (1) während dessen Umspritzung eine oder mehrere der abgeleiteten Spannungen zur Betätigung elektomagnetischer Regelorgane in Verbindung mit dem Spritzvorgang verwendet werden.
    In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 854 710; Zeitschrift »The Bell System Technical Journal«, März 1954, S. 353 bis 368.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2505040A1 (fr) * 1981-04-30 1982-11-05 Valeron Corp Appareil de detection de la position d'une sonde par rapport a une piece

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE854710C (de) * 1946-04-29 1952-11-06 Zellweger A G App & Maschinenf Verfahren und Vorrichtung zur Messung der Gleichmaessigkeit des Substanzquerschnittes von Textilgut, insbesondere von Garnen, Vorgarnen und Baendern

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