DE1032076B - Verfahren zur Herstellung von kuenstlichen Daermen aus Tierhaut und anderer tierischer Fasermasse - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von kuenstlichen Daermen aus Tierhaut und anderer tierischer Fasermasse

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DE1032076B
DE1032076B DEM31612A DEM0031612A DE1032076B DE 1032076 B DE1032076 B DE 1032076B DE M31612 A DEM31612 A DE M31612A DE M0031612 A DEM0031612 A DE M0031612A DE 1032076 B DE1032076 B DE 1032076B
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precipitation bath
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Wilhelm Mueller
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    • A22BUTCHERING; MEAT TREATMENT; PROCESSING POULTRY OR FISH
    • A22CPROCESSING MEAT, POULTRY, OR FISH
    • A22C13/00Sausage casings
    • A22C13/0013Chemical composition of synthetic sausage casings
    • A22C13/0016Chemical composition of synthetic sausage casings based on proteins, e.g. collagen
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C21METALLURGY OF IRON
    • C21BMANUFACTURE OF IRON OR STEEL
    • C21B2100/00Handling of exhaust gases produced during the manufacture of iron or steel
    • C21B2100/40Gas purification of exhaust gases to be recirculated or used in other metallurgical processes
    • C21B2100/44Removing particles, e.g. by scrubbing, dedusting

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Description

DEUTSCHES
Die Erfindung bezieht sich auf künstliche Därme aus Tierhaut oder anderen tierischen Fasermassen. Sie betrifft ein Verfahren zur Herstellung der Därme aus diesen Rohstoffen, worauf aus jenen durch Quellen und Zerfasern die Formmasse in an sich bekannter Weise gewonnen wird. Erfindungswesentlich ist dann, daß der Darm unmittelbar in das entwässernde Salze, wie Kochsalz, und Härtungsmittel, wie Formaldehyd, sowie eiweißaffine Gruppen enthaltende organische Stoffe enthaltende Fällbad geformt wird, in diesem bis zur jeweils gewünschten Verfestigung behandelt und hierauf, so wie er ist, gelagert und seiner Verwendung zugeführt wird, ohne Zwischenschaltung eines Trocknungsprozesses.
Es ist bekannt, tierische, faserige Ausgangsstoffe, wie Haut, in hochgequollene Fasermassen überzuführen, diese Massen zu formen und die erhaltenen Formgebilde durch anschließendes Trocknen, Härten und Gerben in einen mehr oder weniger wasserbeständigen Zustand überzuführen. Man war der Ansicht, daß eine Überführung in als Kunstdarm verwendbare Hüllen aus der tierische Fasern enthaltenden Formmasse nur möglich ist, wenn das Fasergefüge der Formmasse nach seiner Formgebung durch einen Trocknungvorgang verfestigt, hierauf gehärtet oder gegerbt wird.
Es war überraschend, daß es möglich ist, durch unmittelbare Verformung der Fasermasse ins Fällbad eine genügende Härtung zu erzielen, ohne daß eine nachträgliche Trocknung erforderlich wäre, um als Wursthüllen verwendbare, genügend stabile Formhüllen zu gewinnen.
Die bekannten Arbeitsweisen konnten auf die Dauer nicht befriedigen: Zunächst erfolgt durch die Trocknung der geformten Fasermasse eine irreversible Zustandsänderung der Fasern, die auch bei nachträglichem Wässern und Refeuchten nicht rückgängig gemacht werden kann, was zur Folge hat, daß derartige Därme nur beschränkt einsatzfähig sind. Es tritt eine Verhornung der Darmhaut ein. durch welche ferner die Porosität zurückgeht und ein Schlauchgefüge entsteht, welches nach dem Kochen der Wurst auch erheblich an Festigkeit verliert, neben der schon erwähnten mangelnden Elastizität und geringen Schrumpffähigkeit. Es darf daran erinnert werden, daß Wurst im Wege ihrer Herstellung beim Schwitzen und Räuchern der mannigfaltigsten Volumenänderung unterworfen ist. Voraussetzung für eine brauchbare Wursthülle aber ist, daß sie jeder Änderung des Wurstbräts im Zuge der Wurstherstellung willig folgt und nicht Hohlräume bildet oder andererseits platzt. Da die erfindungsgemäß gewonnenen Därme aber über eine ausgezeichnete Elastizität verfügen, weil ihre Fasergrundmasse nicht irreversibel entquollen ist, folgen die neuen Wursthüllen willig
Verfahren zur Herstellung
von künstlichen Därmen aus Tierhaut
und anderer tierischer Fasermasse
Anmelder:
Wilhelm Müller,
Schwelm (Westf.), Brunnenstr. 7
Wilhelm Müller, Schwelm (Westf.),
ist als Erfinder genannt worden
sämtlichen Zustandsänderungen, welchen die Wurst im Zuge ihrer Verarbeitung unterworfen wird. Dazu kommt weiter, daß die ins Fällbad geformten Wursthüllen aus diesem genügend Mengen Härte- und Konservierungsmittel entnehmen, daß sie genügend Lager- und Verarbeitungsbeständigkeit aufweisen.
Zur praktischen Durchführung des neuen Verfahrens sei bemerkt, daß durch verschieden hohe Konzentration des Fällbades an wasserentziehenden Salzen und härtenden Zusatzstoffen die Behandlungsdauer nach Wunsch gesteuert werden kann. Je höher die Konzentration ist, desto kürzere Verweilzeit wird für die Fixierung des Fasergefüges in der Darmhaut benötigt. Tm allgemeinen beträgt der Salzgehalt 15 bis 35 Gewichtsprozent der für die Zubereitung des Fällbades erforderlichen Wassermenge. Vorteilhaft werden solche Salze oder Mischungen von Salzen angewendet, die beim Trocknen keine Ausblühungen ergeben. Der Darm kann je nach dem gewünschten Festigkeitsgrad etwa 5 bis 120 Minuten in dem Fällbad belassen werden. Eine längere Belassung hat keine nachteilige Wirkung. Als wasserenthaltendes Elektroiyt wird man im allgemeinen Kochsalz verwenden. Is eben dem wasserentziehenden Elektrolyt müssen im Fällbad aber auch eiweißaffine Gruppen enthaltende organische Stoffe in Mengen von 0,1 bis etwa 30A; vorhanden sein, beispielsweise Oxy-, Mercapto-, Oxo-, Amino- oder Ketogruppen enthaltende Stoffe, wie Phenole, Polyphenole, Thiophenole, Kresole, Naphthole, Pyridine, Chinone, Harnstoff, Thioharnstoff, Melamin u. dgl. Als Beispiele solcher Stoffe seien Resorcin, Pyrogallol, Brenzkatechin, Dioxy-
809530/219
naphthalin, Hydrochinon genannt. Außer solchen Stoffen können dem Fällbad zweckmäßig freie Aldehyde, wie Formaldehyd, Benzaldehyd, Furfural, Glyoxal u. dgl., zugesetzt werden, und zwar in einem M öl verhältnis von etwa 1 : 1 bis 6:1 zu den vorgenannten Stoffen. Die vorgenannten Zusatzstoffe bewirken, daß die in dem Fällbad vollzogene Entwässerung des Darmes stabilisiert wird, der Darm also nach dem λ^εΓ^βεη des Fällbades nicht mehr hydro [ihil ist, d. h. sich in Wasser nicht auflöst und auch nicht wesentlich quillt.
Die organischen Zusatzstoffe zum Fällbad können außer diesem Bad auch teilweise in die Fasermasse gegeben oder ausschließlich der Fasennasse zugesetzt werden, bevor diese der Ausformung in der Ringdüse unterworfen wird.
Da die Därme die Ringdüse in der Regel mit einer gewissen Luftfüllung verlassen, schwimmen diese auf dem Fällbad. Es ist daher zweckmäßig, daß die Kunstdärme während ihres Aufenthaltes in diesem Bad ständig mit der Fällbadflüssigkeit berieselt werden. Die Temperatur des Fällbades entspricht im allgemeinen der Raumtemperatur, jedoch können auch erwärmte Fällbäder angewendet werden, wobei Temperaturen bis zu 60° C auch möglich sind.
Infolge der raschen Fixierung des frisch ausgeformten Darmes in dem erfindungsgemäß angewendeten Fällbad besteht die Möglichkeit, Kunstdärnie in besonderen Formgebungen herzustellen, z. B. Kranzdärme, Hörnchen, einseitig verschlossene Hüllen usw. Die besondere Formgebung erfolgt unmittelbar nach Verlassen der Düse, wobei eingeschlossene Luft oder Tiase als flexibler Dorn wirken. Hierdurch können die sonst erforderlichen kostspieligen Anlagen für die Herstellung besonders geformter Kunstdärme ganzlieh eingespart werden.
Man erzieh erfindungsgemäß künstliche Wursthüllen, die im gesamten Fleischergewerbe eingesetzt werden können, sei es für Rohwurst, Bratwurst, Brühi:nd Kochwurst. Es ist nämlich überraschend, daß die nach dem neuen Verfahren gewonnenen künstlichen Därme durch Kochen eine Erhöhung ihrer Festigkeit und Elastizität auf ein Vielfaches erreichen. Erfindungsgemäß ist es möglich, auch Saitlinge bis zu den geringsten in der Technik vorkommenden Durchmessern· in einwandfreier Weise herzustellen.
Beispiel 1
In bekannter Weise aus Hautteilen gewonnene Fasermasse wird durch Ringdüsen unmittelbar in einem Koagulationsbad ausgeformt, das nachstehende Zusammensetzung aufweist: 25% Kochsalz, 0,5 bis 1% Formaldehyd (4O<Voig).
Der Kunstdarm bleibt 3 bis 5 Minuten in diesem Bad und wird hierauf durch ein Walzenpaar geführt, die Luft aus seinem Innern tritt aus und die überschüssige Feuchtigkeit wird abgepreßt. Er kann dann sofort wasserdicht verpackt, gelagert und seiner Verwendung zugeführt werden.
B e i s ρ i e 1 2
Für Roh-, Trocken- und Räucherwurst geeignete Kunstdärme können zweckmäßig so gewonnen werden, daß die im Beispiel 1 benutzte Formmasse während 5 Minuten in einem Koagulationsbad behandelt wird, das aus einer kalt gesättigten Kochsalzlösung mit 0,25 °/o Formaldehyd und 0,05 % Resorcin besteht.

Claims (6)

Patentansprüche:
1. Verfahren zur Herstellung von künstlichen Därmen aus Tierhaut und anderer tierischer Fasermasse unter Formung des Kunstdarmes aus einer Fasermasse, die durch Quellen und Zerfasern des Ausgangsmaterials in bekannter Weise gewonnen ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Darm in einem entwässernde Salze, wie Kochsalz, Aldehyde, wie Formaldehyd, und gegebenenfalls eiweißaffine Gruppen enthaltende organische Stoffe, wie Oxy-, Mercapto-, Oxo, Amino- oder Ketogruppen enthaltende Phenole. Polyphenole, Thio1 phenole, Kresole, Naphthole, Pyridine, Chinone, Harnstoff. Thioharnstoff, Melamin u. dgl., enthaltenden Fällbad geformt, in diesem Bad bis zur jeweils gewünschten Verfestigung des Darmes behandelt und nach dem Verlassen des Fällbades gegebenenfalls gespült, aber in feuchtem Zustand belassen und der bestimmungsgemäßen Verwendung zugeführt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die eiweißaffine Gruppen enthaltenden Stoffe vor der \'erformung der Formmasse zugesetzt werden.
3. Verfahren nach den vorhergehenden Ansprüchen, dadurch gekennzeichnet, daß die Kunstdärme während ihres Aufenthaltes in dem Fällbad mit der Fällbadflüssigkeit berieselt werden.
4. Verfahren nach den vorhergehenden An-. Sprüchen, dadurch gekennzeichnet, daß der Darm nach dem Verlassen des Fällbades entweder gespült oder, ohne Spülung in feuchtem Zustand, gegebenenfalls unter Zusatz von Salz, verpackt und in einer wasserdichten Verpackungshülle, wie Cellulosehydratglashaut, bis zum Verbrauch aufbewahrt wird.
5. Verfahren nach den vorhergehenden Ansprüchen, dadurch gekennzeichnet, daß der frisch ausgeformte Darm vor seinem Eintritt in das Fällbad eine von dv>r geraden bzw. zylindrischen Form abweichende Gestalt erhält und bis zur Fixierung im Fällbad in dieser Gestalt erhalten wird.
6. Verfahren nach den vorhergehenden Ansprüchen, dadurch gekennzeichnet, daß der frisch ausgeformte Darm absatzweise verschlossen wird, bevor er in das Fällbad eintritt.
In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 663 704, 707 867, 936, 875 389, 897196.
© 809 530/219 S.
DEM31612A 1956-09-01 1956-09-01 Verfahren zur Herstellung von kuenstlichen Daermen aus Tierhaut und anderer tierischer Fasermasse Pending DE1032076B (de)

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FR1184690D FR1184690A (fr) 1956-09-01 1957-08-30 Procédé de fabrication d'articles sous forme d'enveloppes tubulaires, en particulier de boyaux artificiels de saucisson, en matière fibreuse

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DE1145003B (de) * 1958-10-24 1963-03-07 Cutisin Vyroba Umelych Strev N Verfahren zur Haertung auf der Basis von Eiweissstoffen aufgebauter kuenstlicher Huellen fuer Selchwaren

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