DE10322902A1 - Faltenbalganordnung - Google Patents
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- F16D3/2055—Universal joints in which flexibility is produced by means of pivots or sliding or rolling connecting parts one coupling part entering a sleeve of the other coupling part and connected thereto by sliding or rolling members one coupling part having radially projecting pins, e.g. tripod joints the pins extending radially outwardly from the coupling part having three pins, i.e. true tripod joints
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Abstract
Die Erfindung betrifft einen Faltenbalg, der zum Abdichten eines Ringspalts zwischen einem Gelenkaußenteil eines Tripodegelenks und einer mit einem Gelenkinnenteil des Tripodegelenks verbundenen Welle dient. Der Faltenbalg 1 umfaßt einen elastischen Adapterring 2 zum Anschließen an das Gelenkaußenteil und einen hiermit verbundenen elastischen Balgabschnitt 3, der sich zwischen dem Adapterring 2 und einem Bund 5 zum Befestigen auf der Welle erstreckt. Der Adapterring 2 weist eine zylindrische Außenfläche 10 und eine im Querschnitt an die Außenkontur des Gelenkaußenteils angepaßte Innenfläche 8 zum formschlüssigen Aufsitzen auf dem Gelenkaußenteil auf. Dabei sind zumindest in Teilbereichen der zwischen der Innenfläche 8 und der Außenfläche 10 gebildeten Wandung eine Vielzahl von Löchern 12 vorgesehen, die von einer Stirnfläche oder Radialfläche des Adapterrings ausgehen und wabenähnlich angeordnet sind.
Description
- Die Erfindung betrifft eine Faltenbalganordnung mit einer Längsachse A zum Abdichten eines Ringspalts zwischen einem Gelenkaußenteil eines Tripodegelenks und einer mit einem Gelenkinnenteil des Tripodegelenks verbundenen Welle. Gelenkaußenteile von Tripodegelenken sind an ihrer Öffnungsseite am Außenumfang im Querschnitt dreiblättrig, d. h. entsprechend den Tripodezapfen und Rollenanordnungen des Gelenkinnenteils weisen sie drei Erhebungen und drei Ausnehmungen über dem Umfang mit gleichmäßigem Teilungswinkel auf. Sie erfüllen damit nicht die Voraussetzungen zu einem unmittelbaren Aufziehen von rotationssymmetrischen Faltenbälgen.
- Es ist aus diesem Grund üblich, Faltenbälge zu verwenden, die einen Adapterring sowie einen hiermit verbundenen Balgabschnitt umfassen. Dabei kann der Adapterring mit einer entsprechend ausgebildeten Innenfläche auf der kleeblattförmige Außenfläche des Gelenkaußenteils aufgezogen werden.
- Die
DE 101 23 216 A1 zeigt eine solche Faltenbalganordnung bei der der Adapterring durch thermisches Schweißen oder durch Kleben mit dem Balgabschnitt verbunden ist. Am Adapterring sind über den Umfang regelmäßig verteilte Bereiche mit radialen Verdickungen ausgebildet. Im Adapterring können aufgrund dieser Massenanhäufungen beim Herstellen des Adapterrings Einfallstellen und Lunker entstehen. Außerdem führen die Massenanhäufungen zu einer ungleichmäßigen Abkühlung des Adapterrings, wodurch die Verzugsneigung aufgrund von Schwindungsdifferenzen erhöht wird. - Aus der
EP 0 915 264 A2 ist eine im Blasformverfahren hergestellte Faltenbalganordnung bekannt, die einen Faltenbalg sowie einen hiermit einstückig verbundenen Adapterring umfaßt. Der Adapterring weist – im Querschnitt betrachtet – an ein Gelenkaußenteil angepaßte innere Wandabschnitte sowie einen zylindrischen äußeren Wandabschnitt auf. Zwischen den inneren Wandabschnitten und dem zylindrischen äußeren Wandabschnitt sind radial verlaufende federnde Rippen vorgesehen, deren Dicke in etwa der Dicke der Wandabschnitte entspricht. - Die
EP 1 182 372 A2 zeigt eine ähnliche im Blasformverfahren einstückig hergestellte Faltenbalganordnung mit einem Faltenbalg zum Verbinden mit einer Welle und einem Adapterring zum Verbinden mit einem Gelenkaußenteil. Der Adapterring hat radial außen eine zylindrische und radial innen eine der Außenkontur des Gelenkaußenteils angepaßte dreiblättrige Kontur. In den so gebildeten Bereichen radial größerer Dicke der Wandung sind eine Mehrzahl paralleler Schlitze in zur Längsachse der Faltenbalganordnung senkrechten Ebenen vorgesehen. - Hiervon ausgehend ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen Faltenbalg zum Abdichten eines Ringspalts zwischen einem Gelenkaußenteil eines Tripodegelenks und einer mit einem Gelenkinnenteil des Tripodegelenks verbundenen Welle vorzuschlagen, der gute Abdichtungseigenschaften bei gleichzeitig verbesserter Herstellbarkeit sowie einen geringen Verzug beim Erstarren aufweist.
- Zur Lösung der Aufgabe wird ein Faltenbalg, der zum Abdichten eines Ringraums zwischen einem Gelenkaußenteil eines Tripodegelenks und einer mit einem Gelenkinnenteil des Tripodegelenks verbundenen Welle dient, vorgeschlagen, welcher einen elastischen Adapterring zum Anschließen an das Gelenkaußenteil und einen hiermit verbundenen elastischen Balgabschnitt, der sich zwischen dem Adapterring und einem Bund zum Befestigen auf der Welle erstreckt, umfaßt, wobei der Adapterring eine zylindrische Außenfläche und eine im Querschnitt an die Außenkontur des Gelenkaußenteils angepaßte Innenfläche zum formschlüssigen Aufsitzen auf dem Gelenkaußenteil aufweist, wobei zumindest in Teilbereichen des Adapterrings eine Vielzahl von Löchern vorgesehen ist, die von einer Stirnfläche des Adapterrings ausgehen und wabenähnlich angeordnet sind.
- Ein derartiger Faltenbalg hat den Vorteil, daß es auch im Bereich radialer Verdikkungen zwischen der Innenfläche und der Außenfläche des Adapterrings nicht zu einer Materialanhäufung kommt. Auf diese Weise ist die Gefahr von Lunkerbildung beim Abkühlen des spritzgeformten Adapterrings minimiert und es entsteht nur geringer Verzug aufgrund von Schrumpfungen. Des weiteren ist der erfindungsgemäße Adapterring radial elastisch federnd ausgebildet, so daß die Innenfläche durch Festziehen eines Spannbandes auch im Bereich der Verdickungen gut dichtend an der kleeblattförmigen Außenfläche des Gelenkaußenteils anliegt und radial nach innen beaufschlagt wird. Außerdem bietet die löchrige Struktur den Vorteil, daß der Adapterring in diesen mit Löchern versehenen Bereichen eine hohe Steifigkeit im Vergleich mit einem Adapterring mit Rippen aufweist.
- Nach einer bevorzugten Ausführungsform verlaufen die Löcher parallel zur Längsachse des Faltenbalgs. Dabei sind die Löcher vorzugsweise als Sacklöcher ausgebildet und der Balgabschnitt ist radial im Bereich der Außenfläche mit dem Adapterring verbunden. Damit im Adapterring die Massenanhäufungen möglichst gering gehalten werden, erstrecken sich die Löcher nahezu über die gesamte axiale Tiefe des Adapterrings. Dies hat den Vorteil, daß ein blasgeformter Balgabschnitt rotationssymmetrisch mit kreiszylindrischem Querschnitt im Anschlussbereich zum Adapterring gestaltet sein kann, so daß Spannungen im Balgabschnitt bei Betrieb des Tripodegelenks gleichmäßig verteilt sind. Für bestimmte Anwendungsfälle kann auch vorgesehen sein, daß die Löcher als Durchgangslöcher gestaltet sind und der Balgabschnitt radial im Bereich der Innenfläche mit dem Adapterring verbunden ist. In Konkretisierung der Erfindung ist vorgesehen, daß zumindest in einem Radialschnitt durch den Adapterring zumindest drei Löcher radial benachbart zueinander angeordnet sind. Auf diese Weise wird gewährleistet, daß die Bereiche mit radialen Verdickungen eine besonders hohe Steifigkeit aufweisen.
- Nach einer zweiten Lösung wird ein Faltenbalg mit einer Längsachse vorgeschlagen, der zum Abdichten eines Ringraums zwischen einem Gelenkaußenteil eines Tripodegelenks und einer mit einem Gelenkinnenteil des Tripodegelenks verbundenen Welle dient, umfassend einen elastischen Adapterring zum Anschließen an das Gelenkaußenteil und einen hiermit verbundenen elastischen Balgabschnitt, der sich zwischen dem Adapterring und einem Bund zum Befestigen auf der Welle erstreckt, wobei der Adapterring eine zylindrische Außenfläche und eine im Querschnitt an die Außenkontur des Gelenkaußenteils angepaßte Innenfläche zum formschlüssigen Aufsitzen auf dem Gelenkaußenteil aufweist, wobei zumindest in Umfangs-Teilbereichen des Adapterrings eine Vielzahl von Löchern vorgesehen ist, die von einer Außenfläche des Adapterrings ausgehen und wabenähnlich angeordnet sind. Diese Ausführungsform bietet dieselben Vorteile hinsichtlich der Steifigkeit wie die obengenannte Ausführungsform.
- In Konkretisierung ist vorgesehen, daß die Löcher radial zur Längsachse verlaufen. Sie haben untereinander einen in etwa gleichen Querschnitt und sind im wesentlichen gleichmäßig in der Wandung verteilt und gleich dicht gepackt. Vorzugsweise sind die Löcher als Sacklöcher gestaltet, so daß der Gelenkraum abgedichtet ist und keinerlei Schmiermittel aus dem oder Schmutz in den Gelenkraum gelangen kann. Dabei ist der Balgabschnitt in bevorzugter Ausgestaltung rotationssymmetrisch und radial im Bereich der Außenfläche mit dem Adapterring verbunden. Um die Bereiche mit größerer Massenanhäufung gering zu halten, ist vorgesehen, daß sich die Löcher des Adapterrings nahezu bis zur Innenfläche radial erstrecken.
- In bevorzugter Ausgestaltung der beiden genannten Ausführungsformen, d. h. derjenigen mit von der Stirnfläche ausgehenden Löchern und derjenigen mit von der Außenfläche ausgehenden Löchern, sind die Löcher im Adapterring leicht konisch gestaltet. Hierdurch wird die Entformung nach dem Spritzblasvorgang erleichtert. Die Löcher können einen runden oder elliptischen, aber auch einen mehreckigen, insbesondere einen sechseckigen Querschnitt aufweisen. Ein sechseckiger Querschnitt hat den Vorteil, daß die zwischen benachbarten Löchern gebildete Wan dung eine konstante Dicke aufweist. Auf diese Weise wird sichergestellt, daß der Adapterring im Bereich der Löcher eine gleichmäßige Festigkeit aufweist. Vorzugsweise sind die Löcher in höchster Packungsdichte nebeneinander angeordnet, wobei jeweils zwischen zwei benachbarten Löchern ein tragender Steg gebildet ist.
- Eine weitere Lösung der oben genannten Aufgabe besteht in einem Faltenbalg mit einer Längsachse, der zum Abdichten eines Ringraums zwischen einem Gelenkaußenteil eines Tripodegelenks und einer mit einem Gelenkinnenteil des Tripodegelenks verbundenen Welle dient, umfassend einen elastischen Adapterring zum Anschließen an das Gelenkaußenteil und einen hiermit verbundenen elastischen Balgabschnitt, der sich zwischen dem Adapterring und einem Bund zum Befestigen auf der Welle erstreckt, wobei der Adapterring eine zylindrische Außenfläche und eine im Querschnitt an die Außenkontur des Gelenkaußenteils angepaßte Innenfläche zum formschlüssigen Aufsitzen auf dem Gelenkaußenteil aufweist, wobei zumindest in Umfangs-Teilbereichen des Adapterrings eine Vielzahl von porenförmigen Hohlräumen vorgesehen ist. Dieser Faltenbalg bietet dieselben Vorteile, wie die oben beschriebenen Faltenbalge mit einer Vielzahl von Löchern im Adapterring.
- Vorzugsweise weisen die Hohlräume in etwa gleiche Durchmesser auf und sind im wesentlichen gleichmäßig verteilt. Es ist insbesondere vorgesehen, daß die Hohlräume in engster Packungsdichte angeordnet sind, so daß der Adapterring eine besonders hohe Steifigkeit in den Bereichen mit radialen Verdickungen aufweist. Nach einer bevorzugten Ausführungsform sind die Hohlräume allseitig geschlossen, so daß der Adapterring den Ringraum des Gelenks dichtend abschließt und kein Schmiermittel nach außen gelangen kann. Nach einer hierzu alternativen Ausführungsform ist vorgesehen, daß die Hohlräume zumindest teilweise untereinander offenporig ausgebildet sind, wobei zumindest eine der beiden Stirnflächen und zumindest eine der beiden Umfangsflächen porenfrei geschlossen ausgestaltet ist. Auf diese Weise ist ebenfalls gewährleistet, daß der Ringraum des Gelenks dichtend abgeschlossen ist.
- Nach einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung sind der Adapterring und der Balgabschnitt nach den oben genannten Lösungen einstöckig ausgebildet und im Spritzblasverfahren hergestellt. Dabei sind der Adapterring und der Balgabschnitt aus einem thermoplastischen Elastomer hergestellt. Nach einer hierzu alternativen Ausführungsform sind der Adapterring und der Balgabschnitt zweiteilig ausgebildet und nachträglich miteinander verbunden. Zum Verbinden der beiden Bauteile können herkömmliche formschlüssige oder stoffschlüssige Fügeverfahren, insbesondere Kleben oder Schweißen, Anwendung finden. Vorzugsweise sind der Adapterring und der Balgabschnitt aus einem thermoplastischen Elastomer hergestellt, wobei andere Werkstoffkombinationen, beispielsweise Adapterring aus Gummi und Balgabschnitt aus thermoplastischem Elastomer, nicht ausgeschlossen sind.
- Bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt und werden nachstehend beschrieben. Darin zeigt
-
1 einen erfindungsgemäßen Faltenbalg in einer ersten Ausführungsform in perspektivischer Ansicht; -
2 einen Ausschnitt vom Faltenbalg nach1 in Axialansicht auf den Adapterring; -
3 den Faltenbalg nach1 im Längsschnitt; -
4 einen erfindungsgemäßen Faltenbalg in einer zweiten Ausführungsform in perspektivischer Ansicht. -
5 den Faltenbalg nach4 im Querschnitt durch den Adapterring; -
6 einen erfindungsgemäßen Faltenbalg in einer dritten Ausführungsform im Längsschnitt und -
7 den Faltenbalg nach6 im Querschnitt durch den Adapterring. - In den
1 ,2 und3 , welche im folgenden gemeinsam beschrieben werden, ist ein Faltenbalg1 dargestellt, welcher einen Adapterring2 und einen Balgabschnitt3 aufweist. Der Adapterring2 und der Balgabschnitt3 sind einstöckig ausgebildet und bestehen aus einem elastischen Material, insbesondere aus thermoplastischem oder elastomerem Kunststoff. Der Faltenbalg1 dient zum Abdichten des Gelenkraumes eines nicht dargestellten Tripodegelenks, welches ein Gelenkaußenteil mit im Querschnitt kleeblattförmige Außenkontur, ein Gelenkinnenteil, das in das Gelenkaußenteil eingreift, sowie einen Tripodestern und Rollenanordnungen umfaßt. In den Tripodestern ist eine Welle zur Drehmomentübertragung eingesetzt. Der Gelenkraum zwischen dem Gelenkaußenteil und der Welle wird durch den Balgabschnitt3 überbrückt, der rotationssymmetrisch gestaltet ist. Eine erste Ringfalte4 des Balgabschnitts3 ist mit dem Adapterring2 verbunden. Ein Bund5 sitzt auf der Welle abgedichtet auf, wobei eine radial innen teilweise umlaufende Ringwulst17 in eine entsprechende Ringnut der Welle zur axialen Fixierung eingreifen kann. Zum Befestigen des Bundes5 auf der Welle ist eine Ringnut6 vorgesehen, in die ein nicht dargestelltes Spannband eingreifen kann. - Der Adapterring
2 weist radial außen eine zylindrische Außenfläche10 mit regelmäßig über den Umfang verteilten radialen Vorsprüngen7 auf, gegen die ein ebenfalls nicht dargestelltes Spannband zum Befestigen des Adapterringes auf dem Gelenkaußenteil in Anlage bringbar ist. Radial innen weist der Adapterring2 eine Innenfläche8 mit einer teilweise umlaufenden Ringwulst16 auf, die in eine entsprechende Ringnut in der Außenfläche des Gelenkaußenteils eingreifen kann. Die Innenfläche8 ist im Querschnitt an die Außenkontur des Gelenkaußenteiles angepaßt, so daß der Adapterring2 auf das Gelenkaußenteil dichtend aufgezogen werden kann. Durch diese Ausgestaltung hat der Adapterring3 regelmäßig über den Umfang abwechselnd verteilte Ausnehmungen9 und Verdickungen11 . - Um im Bereich der Verdickungen
11 Massenanhäufungen, die zu einer ungleichmäßigen Abkühlung des Adapterringes und damit zu Verzug führen, zu vermeiden, sind von der Radialfläche13 ausgehende und sich axial erstreckende Löcher12 vorgesehen, wobei in einer Längsebene mehrere Löcher radial benachbart zu einander angeordnet sind. Die Löcher weisen in etwa einen gleichen Querschnitt auf und sind im wesentlichen gleichmäßig verteilt und in hoher Packungsdichte parallel zueinander angeordnet, was hier als wabenförmige Struktur bezeichnet ist. Wie insbesondere aus3 hervorgeht, sind die Löcher12 als Sacklöcher gestaltet, wobei sich die Lochenden mit axialem Abstand zu der dem Balgabschnitt3 zugewandten Radialfläche14 befinden, so daß der Gelenkraum nach außen abgedichtet ist. Um eine gute Entformbarkeit nach dem Spritzblasen zu gewährleisten, sind die Löcher12 über ihre axiale Erstreckung leicht konisch gestaltet. - Der erfindungsgemäße Faltenbalg
1 mit wabenförmiger Struktur im Adapterring2 hat den Vorteil, daß Massenanhäufungen reduziert sind. Auf diese Weise wird gewährleistet, daß beim Abkühlen auftretende Schrumpfungen und sich hieraus ergebender Verzug minimiert, sowie Gewicht eingespart wird. Des weiteren ist der Adapterring2 mit wabenförmiger Struktur in Bezug auf einen Adapterring mit radialen Rippen relativ steif ausgebildet und hat im Vergleich mit einem Vollkörper eine hohe Elastizität. Auf diese Weise liegt die Innenfläche8 in aufgezogenem Zustand des Adapterringes2 auf das Gelenkaußenteil über den ganzen Umfang dichtend an der Außenfläche des Gelenkaußenteiles an und wird nach radial innen beaufschlagt. - In den
4 und5 , die im folgenden gemeinsam beschreiben werden, ist eine zweite Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Faltenbalgs dargestellt. Gleiche Einzelheiten sind mit gleichen Bezugziffern versehen wie in den1 bis3 , weswegen auf die obige Beschreibung Bezug genommen wird. Im Unterschied zur Ausführungsform nach1 weist der vorliegende Adapterring2' im Bereich seiner radialen Verdickungen11' von der zylindrischen Außenfläche10' ausgehende und sich radial nach innen erstreckende Löcher12' auf. Diese haben in etwa einen gleichen Querschnitt und sind im wesentlichen gleichmäßig verteilt und in hoher Packungsdichte zueinander angeordnet, so daß sie eine wabenförmige Struktur bilden. Dabei sind die Löcher12' als Sacklöcher gestaltet, wobei sich die Lochenden mit radialem Abstand zur Innenfläche8' des Adapterrings2' befinden, wie insbesondere aus5 hervorgeht. Die Löcher12' weisen einen runden Querschnitt auf und verjüngen sich nach radial innen. Durch die konische Ausgestaltung wird gewährleistet, daß die zum Herstellen eingesetzten Formwerkzeuge mit Kernen zur Bildung der Löcher nach dem Spritzblasen leicht wieder entformt werden können, da so die Reibungskräfte zwischen den Kernen und den Wandungen der Löcher12' gering sind. Diese Ausführungsform mit radial verlaufenden Löchern12' bietet dieselben Vorteile wie die Ausführungsform mit axial verlaufenden Löchern nach den1 bis3 . - Die
6 und7 , welche im folgenden gemeinsam beschrieben werden, zeigen eine weitere Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Faltenbalgs. Dabei sind gleiche Einzelheiten mit gleichen Bezugsziffern versehen wie in1 ; insofern wird auf die obige Beschreibung Bezug genommen. Im Unterschied zu den anderen Ausführungsformen weist der vorliegende Faltenbalg1'' eine Vielzahl von porenförmigen Hohlräumen15 auf. Die Hohlräume15 haben alle in etwa den gleichen Durchmesser und sind in hoher Packungsdichte angeordnet. Es ist ersichtlich, daß die Innenfläche8'' , die Außenfläche10'' sowie die dem Balgabschnitt3'' zugewandte Radialfläche14'' des Adapterrings2'' porenfrei geschlossen ausgebildet sind, so daß der. Gelenkraum nach außen hin abgedichtet ist und kein Schmutz hinein oder Schmiermittel heraus gelangen kann. Der erfindungsgemäße Faltenbalg1'' mit schaumförmiger Struktur in den Bereichen mit Verdickungen11'' des Adapterrings2'' hat den Vorteil, daß Massenanhäufungen reduziert sind. Auf diese Weise wird gewährleistet, daß beim Abkühlen auftretende Schrumpfungen und sich hieraus ergebender Verzug minimiert, so wie Gewicht eingespart wird. Des weiteren ist der Adapterring2'' mit schaumförmiger Struktur in Bezug auf einen Adapterring mit Rippen relativ steif ausgebildet. Auf diese Weise liegt die Innenfläche8'' in aufgezogenem Zustand des Adapterrings2'' auf das Gelenkaußenteil über den ganzen Umfang dichtend an der Außenfläche des Gelenkaußenteiles an und wird nach radial innen beaufschlagt. -
- 1
- Faltenbalg
- 2
- Adapterring
- 3
- Balgabschnitt
- 4
- Erster Bund
- 5
- Zweiter Bund
- 6
- Ringnut
- 7
- Vorsprung
- 8
- Innenfläche
- 9
- Ausnehmung
- 10
- Außenfläche
- 11
- Verdickung
- 12
- Loch
- 13
- Radialfläche
- 14
- Radialfläche
- 15
- Hohlraum
- 16
- Ringwulst
- 17
- Ringwulst
- A
- Längsachse
Claims (27)
- Faltenbalg mit einer Längsachse (A), der zum Abdichten eines Ringraums zwischen einem Gelenkaußenteil eines Tripodegelenks und einer mit einem Gelenkinnenteil des Tripodegelenks verbundenen Welle dient, umfassend einen elastischen Adapterring (
2 ) zum Anschließen an das Gelenkaußenteil und einen hiermit verbundenen elastischen Balgabschnitt (3 ), der sich zwischen dem Adapterring (2 ) und einem Bund (5 ) zum Befestigen auf der Welle erstreckt, wobei der Adapterring (2 ) eine zylindrische Außenfläche (10 ) und eine im Querschnitt an die Außenkontur des Gelenkaußenteils angepaßte Innenfläche (9 ) zum formschlüssigen Aufsitzen auf dem Gelenkaußenteil aufweist, wobei zumindest in Umfangs-Teilbereichen des Adapterrings (2 ) eine Vielzahl von Löchern (12 ) vorgesehen ist, die von einer Stirnfläche (13 ) des Adapterrings (2 ) ausgehen und wabenähnlich angeordnet sind. - Faltenbalg nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Löcher (
12 ) parallel zur Längsachse (A) verlaufen. - Faltenbalg nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Löcher (
12 ) als Sacklöcher ausgebildet sind und der Balgabschnitt (3 ) radial im Bereich seiner Außenfläche (10 ) mit dem Adapterring (2 ) verbunden ist. - Faltenbalg nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Löcher (
12 ) nahezu über die gesamte axiale Tiefe des Adapterrings (2 ) erstrecken. - Faltenbalg nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Löcher (
12 ) als Durchgangslöcher gestaltet sind und der Balgabschnitt (3 ) radial im Bereich seiner Innenfläche (9 ) mit dem Adapterring (2 ) verbunden ist. - Faltenbalg nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest in einem Radialabschnitt zumindest drei Löcher (
12 ) radial benachbart zueinander angeordnet sind. - Faltenbalg mit einer Längsachse (A), der zum Abdichten eines Ringraumes zwischen einem Gelenkaußenteil eines Tripodegelenks und einer mit einem Gelenkinnenteil des Tripodegelenks verbundenen Welle dient, umfassend einen elastischen Adapterring (
2 ) zum Anschließen an das Gelenkaußenteil und einen hiermit verbundenen elastischen Balgabschnitt (3 ), der sich zwischen dem Adapterring (2 ) und einem Bund (5 ) zum Befestigen auf der Welle erstreckt, wobei der Adapterring (2 ) eine zylindrische Außenfläche (10 ) und eine im Querschnitt an die Außenkontur des Gelenkaußenteils angepaßte Innenfläche (9 ) zum formschlüssigen Aufsitzen auf dem Gelenkaußenteil aufweist, wobei zumindest in Umfangs-Teilbereichen des Adapterrings (2 ) eine Vielzahl von Löchern (12 ) vorgesehen ist, die von einer Außenfläche (10 ) des Adapterrings (2 ) ausgehen, und wabenähnlich angeordnet sind. - Faltenbalg nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Löcher (
12 ) radial zur Längsachse (A) verlaufen. - Faltenbalg nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Löcher (
12 ) als Sacklöcher ausgestaltet sind und sich die Löcher (12 ) im Adapterring (2 ) nahezu bis zur Innenfläche (8 ) erstrecken. - Faltenbalg nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Balgabschnitt (
3 ) radial im Bereich der Außenfläche (10 ) mit dem Adapterring (2 ) verbunden ist. - Faltenbalg nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Löcher (
12 ) leicht konisch ausgestaltet sind. - Faltenbalg nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Löcher (
12 ) einen runden oder elliptischen Querschnitt aufweisen. - Faltenbalg nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Löcher (
12 ) einen mehreckigen, insbesondere einen sechseckigen, Querschnitt aufweisen. - Faltenbalg nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Löcher (
12 ) einen untereinander gleichen Querschnitt aufweisen. - Faltenbalg nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Löcher (
12 ) in der Wandung gleichmäßig verteilt und gleich dicht gepackt sind. - Faltenbalg nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Löcher (
12 ) in höchster Packungsdichte nebeneinander angeordnet sind, wobei jeweils zwischen zwei benachbarten Löchern (12 ) ein tragender Steg gebildet ist. - Faltenbalg mit einer Längsachse (A), der zum Abdichten eines Ringspalts zwischen einem Gelenkaußenteil eines Tripodegelenks und einer mit einem Gelenkinnenteil des Tripodegelenks verbundenen Welle dient, umfassend einen elastischen Adapterring (
2 ) zum Anschließen an das Gelenkaußenteil und einen hiermit verbundenen elastischen Balgabschnitt (3 ), der sich zwischen dem Adapterring (2 ) und einem Bund (5 ) zum Befestigen auf der Welle erstreckt, wobei der Adapterring (2 ) eine zylindrische Außenfläche (10 ) und eine im Querschnitt an die Außenkontur des Gelenkaußenteils angepaßte Innenfläche (9 ) zum formschlüssigen Aufsitzen auf dem Gelenkaußenteil aufweist, wobei zumindest in Umfangs-Teilbereichen des Adapterrings (2 ) eine Vielzahl von porenförmigen Hohlräumen (15 ) vorgesehen ist. - Faltenbalg nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß die Hohlräume (
15 ) in etwa einen gleichen Durchmesser aufweisen und im wesentlichen gleichmäßig verteilt sind. - Faltenbalg nach einem der Ansprüche 17 oder 18, dadurch gekennzeichnet, daß die Hohlräume (
15 ) in engster Packungsdichte angeordnet sind. - Faltenbalg nach einem der Ansprüche 17 bis 19, dadurch gekennzeichnet, daß die Hohlräume (
15 ) allseitig geschlossen sind. - Faltenbalg nach einem der Ansprüche 17 bis 19, dadurch gekennzeichnet, daß die Hohlräume (
15 ) zumindest teilweise untereinander offenporig ausgebildet sind, wobei zumindest eine der beiden Stirnflächen (13 ,14 ) und zumindest eine der beiden Umfangflächen (8 ,10 ) porenfrei geschlossen ausgestaltet ist. - Faltenbalg nach einem der Ansprüche 1 bis 21, dadurch gekennzeichnet, daß der Adapterring (
2 ) und der Balgabschnitt (3 ) mit dem Bund (5 ) einstöckig ausgebildet sind. - Faltenbalg nach einem der Ansprüche 1 bis 21, dadurch gekennzeichnet, daß der Adapterring (
2 ) und der Balgabschnitt (3 ) mit dem Bund (5 ) zweiteilig hergestellt und nachträglich umlaufend miteinander verbunden sind. - Faltenbalg nach Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet, daß der Adapterring (
2 ) und der Balgabschnitt (3 ) formschlüssig miteinander verbunden sind. - Faltenbalg nach Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet, daß der Adapterring (
2 ) und der Balgabschnitt (3 ) stoffschlüssig, insbesondere mittels Schweißen oder Kleben, miteinander verbunden sind. - Faltenbalg nach einem der Ansprüche 22 bis 25, dadurch gekennzeichnet, daß der Adapterring (
2 ) und der Balgabschnitt (3 ) aus einem thermoplastischen Elastomer hergestellt sind. - Faltenbalg nach einem der Ansprüche 23 bis 25, dadurch gekennzeichnet, daß der Adapterring (
2 ) aus Gummi und der Balgabschnitt (3 ) aus thermoplastischem Material hergestellt ist.
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