DE10326537A1 - Verfahren zum Manipulieren von Steinkörben, Steinkorb und Hebewerkzeug zum Durchführen des Verfahrens - Google Patents

Verfahren zum Manipulieren von Steinkörben, Steinkorb und Hebewerkzeug zum Durchführen des Verfahrens Download PDF

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DE10326537A1 DE2003126537 DE10326537A DE10326537A1 DE 10326537 A1 DE10326537 A1 DE 10326537A1 DE 2003126537 DE2003126537 DE 2003126537 DE 10326537 A DE10326537 A DE 10326537A DE 10326537 A1 DE10326537 A1 DE 10326537A1
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Abstract

Bei einem Verfahren zum Manipulieren gefüllter Steinkörbe (S) mit einem Hebezeug und einem Hebewerkzeug (H) wird der Steinkorb (S) mit einer Hebezange von außen entlang zweier voneinander abgewandter Außenseiten (3, 4) bis unter die Unterseite (5) gegriffen und beim Absetzen auf unter die Unterseite greifende Halteteile (T) gestellt, ehe die Halteteile unter Belastung mit zumindest einem Teil des Steinkorbgewichts aus ihrem Untergriff gelöst werden. Ein zum Durchführen des Verfahrens geeigneter Steinkorb enthält Stützelemente, die bei gefülltem Steinkorb die Unterseite gegen Druchsacken an den von der Füllung stabilisierten Außenseiten abstützen. Die Hebezange weist einen Oberbau, zwei am Oberbau angeordnete Seitenwangen (W1, W2), und an den Seitenwangenenden angeordnete Untergreif-Halteteile (T) auf, wobei zumindest eine Seitenwange relativ zur anderen beweglich am Oberbau (O) angeordnet ist.

Description

  • Die Erfindung betrifft ein Verfahren gemäß Oberbegriff des Patentanspruchs 1, sowie einen Steinkorb gemäß Oberbegriff des nebengeordneten Patentanspruchs 5 und ein Hebewerkzeug gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 6.
  • Zur Böschungssicherung oder Hangabstützung werden in zunehmendem Maß sogenannte Gabionen oder Steinkörbe verbaut. Ein Steinkorb ist ein oftmals quaderförmiger Behälter aus Drahtgitter oder verdrilltem Draht bzw. Maschendraht und wird mit Steinmaterial gefüllt, das verdichtet wird, ehe der Steinkorb verschlossen wird. Steinkörbe gibt es in unterschiedlichen Abmessungen. Sie werden häufig in einzelnen Reihen dicht aneinander gesetzt. Die Befüllung erfolgt konventionell bereits im Werk. Die Lieferung und Versetzung der Steinkörbe erfolgt mit einem Kran oder einem anderen Einbaugerät.
  • Aus einem Prospekt der Firma Franken-Schotter GmbH & Co., 9175 Treuchtlingen/Dietfurt "RAWE STEINKORB" ist es bekannt, jeden Steinkorb mit einer Montageöse zu versehen, die sich von der Unterseite des Steinkorbes durch das Füllmaterial hindurch in etwa mittig aus der Oberseite des Steinkorbs heraus erstreckt. An der Montageöse wird der Haken des Hebezeugs eingehängt. Die Anbringung der Montageösen in allen Steinkörben ist kosten- und arbeitsintensiv. Ferner ergeben sich beim Manipulieren der Steinkörbe aus dem doch recht beträchtlichen Gewicht von manchmal drei bis vier Tonnen Schwierigkeiten, weil sich der nur zentral ergriffene Steinkorb deformiert, die Montageöse ausreißen kann, und der Steinkorb leicht kippt, noch weiter deformiert wird und dann beim Versetzen mit beträchtlichem Kraftaufwand ausgerichtet werden muss.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren der eingangs genannten Art, einen Steinkorb, und ein Hebewerkzeug anzugeben, mit denen das Manipulieren gefüllter Steinkörbe bequem und sicher durchführbar ist.
  • Die gestellte Aufgabe wird verfahrensgemäß mit den Merkmalen des Anspruchs 1, bezüglich des Steinkorbes mit den Merkmalen des Anspruchs 5, und bezüglich des Hebewerkzeugs mit den Merkmalen des Anspruchs 6 gelöst.
  • In Abkehr vom bekannten Prinzip beim Manipulieren eines gefüllten Steinkorbes mit Hilfe einer zuvor angebrachten Montageöse wird der Steinkorb jeweils mit einem als Hebezange ausgebildeten Hebewerkzeug von außen gegriffen, wenn er nach der Befüllung und Verdichtung aufgeladen und dann am Einbauort versetzt wird. Das Verfahren ist bequem und sicher, weil der gefüllte Steinkorb mit der Hebezange manipuliert wird, die ihn beim Anheben und Absetzen exakt positionieren kann und unter dem Eigengewicht der Füllung Deformationen weitgehend vermeidet. Die Halteteile greifen dabei unter die Unterseite, während die Hebezange auch außen von beiden Außenseiten den Steinkorb dazwischen fest hält. Beim Versetzen bzw. Absetzen wird der Steinkorb, sobald er die Soll-Position einnimmt, auf die Halteteile gestellt, die dann unter der Gewichtsbelastung aus dem Untergriff gelöst werden.
  • Der Steinkorb ist besonders gut zum Manipulieren mit dem vorerwähnten Verfahren, d.h. mittels der Hebezange vorbereitet, weil die Stützelemente das Durchsacken der Unterseite unter der Last verhindern und die dort auftretenden Kräfte in die in der Hebezange abgestützten Außenseiten einleiten. Es reicht deshalb aus, wenn die Halteteile der Hebezange nur geringfügig unter die Unterseite greifen, um zu vermeiden, dass sich der Steinkorb beim Manipulieren selbsttätig löst. Der geringe Untergriff ist wiederum leicht unter dem darauf lastenden Gewicht des Steinkorbs zu lösen, wenn dieser in seiner Soll-Position angelangt ist.
  • Das Hebewerkzeug gestattet ein bequemes und sicheres Manipulieren, da die beiden Seitenwangen des Steinkorb von zwei Seiten greifen und abstützen, während die Halteteile unter die Unterseite greifen, so dass der Steinkorb nach allen Richtungen gsichert ist. Zum Anheben werden die Halteteile durch die Beweglichkeit zumindest einer Seitenwange unter die Unterseite, und zwar gegebenenfalls gegen die aus dem Gewicht resultierende Hemmkraft, eingeschoben. Beim Versetzen des Steinkorbs wird dieser zunächst mit den Halteteilen abgesetzt und werden dann erst die Halteteile gegen die gewichtsbedingte Hemmkraft aus ihrem Untergriff gelöst.
  • Verfahrensgemäß ist es zweckmäßig, dass zumindest bei größeren Steinkörben zusätzlich ein Teil der Unterseite gegen Durchsacken unter der Last der Füllung abgestützt wird. Dies kann verfahrensgemäß auf unterschiedliche Weise vorgenommen werden. Einerseits kann die Hebezange diese zusätzliche Abstützaufgabe zumindest beim Anheben und dann auch beim Absetzen bis kurz vor dem Bodenkontakt übernehmen. Der restliche Absetzweg bis zum Bodenkontakt kann ohne diese Abstützung durchfahren werden, weil dann die Gefahr des Durchsackens der Unterseite ohnedies vernachlässigbar ist. Andererseits kann additiv oder alternativ der Steinkorb selbst so ausgebildet sein, dass eine Unterseite gegen Durchsacken unter der Last abgestützt ist, während der Steinkorb mit der Hebezange manipuliert wird.
  • Besonders zweckmäßig wird diese Unterseitenabstützung mit wenigstens einem Abstützglied der Hebezange durchgeführt. Dieses Abstützglied wird beim Absetzen vor dem Untergrundkontakt des Steinkorbs wegbewegt, so dass der Steinkorb bis zum endgültigen Absetzen am Verbauort nur mehr auf den Halteteilen und zwischen den Seitenwangen gehalten wird.
  • Verfahrensgemäß ist es ferner zweckmäßig, die beiden Steinkorb-Außenseiten unter seitlichem Andruck von der Hebezange zu setzen, d.h. während des Manipulierens sozusagen die Verdichtung des Füllmaterials zu erhöhen, so dass das Gebilde aus dem Steinkorb mit der Füllung sehr eigenstabil wird und sich besser manipulieren lässt. Grundsätzlich ist es zweckmäßig, den Steinkorb an den beiden Außenseiten mit der Hebezange zu umgreifen, die die Längsseiten der Steinkorbreihe bilden, so dass jeder Steinkorb direkt an den benachbarten angeschlossen werden kann und sich dennoch die Hebezange dann leicht wieder wegnehmen lässt.
  • Bei einer bevorzugten Ausführungsform des Hebewerkzeugs ist an zumindest einer Seitenwange, bevorzugt sogar an beiden Seitenwangen, wenigstens ein Unterseitenabstützglied beweglich angebracht, das beim Manipulieren des Steinkorbs die Unterseite gegen Durchsacken abstützt, und erst kurz vor dem Eintreten des Bodenkontakts entfernt wird. Umgekehrt wird beim Anheben des Steinkorbs dieser mit den Halteteilen zunächst etwas angehoben, bis das Abstützglied genügend Freiraum hat, um unter die Unterseite verstellt zu werden und dann die Unterseite abzustützen.
  • Um mit einer einzigen Hebezange unterschiedlich große Steinkörbe gleich bequem manipulieren zu können, ist es zweckmäßig, wenn zumindest die Breite der Seitenwangen verstellbar ist, so dass die Seitenwangen auf die jeweilige Steinkorbgröße abgestimmt werden können. Dies ist beispielsweise dadurch möglich, dass am Oberbau verstellbare Seitenwangenelemente vorgesehen werden, oder die am Oberbau angeordneten Seitenwangenelemente wegnehmbar und wieder einsetzbar angebracht sind. Im letztgenannten Fall werden nur so viele Seitenwangenelemente benutzt, wie sie für die jeweilige Steinkorbgröße zweckmäßig sind, ggfs. lässt sich auch die Greifweite variieren.
  • Bei einer zweckmäßigen Ausführungsform ist die bewegliche Seitenwange am Oberbau entweder schwenkverstellbar und/oder geradlinig zu sich selbst parallel verschiebbar. Dank dieser Beweglichkeit wird die geöffnete Hebezange zunächst über den Steinkorb gestülpt, und werden durch die Bewegung zumindest der einen Seitenwange beide Seitenwangen an die Außenseiten angelegt und dabei die Halteteile unter die Unterseite geschoben. Nach dem Absetzen wird umgekehrt vorgegangen, um die Hebezange wieder vom Steinkorb zu lösen.
  • Um eine schonende Druckbeaufschlagung des Steinkorbs beim Manipulieren zu erzielen, kann es zweckmäßig sein, an der Innenseite der Seitenwangen wenigstens ein Druckverteilelement anzuordnen. Das Druckverteilelement kann je nach Steinkorbgröße versetzt werden, um eine optimale Position und damit Wirkung einzustellen. Bei einer breitenverstellbaren Wange kann das Druckelement mitverstellbar sein oder können bei kleineren Steinkörben Teile des Druckelementes weggenommen werden. Das Druckverteilelement ist beispielsweise ein Kunststoffprofil oder eine Kunststoffplatte.
  • Um auch schwere Steinkörbe bequem manipulieren zu können, sollte die Greifzange hydraulische oder mechanische Antriebe für die Seitenwange und/oder das Abstützglied aufweisen. Hierbei eignen sich zweckmäßig Hydraulikzylinder, die über einen entsprechende Steuerventilanordnung an die Versorgungshydraulik des Hebezeugs angeschlossen werden können. Alternativ oder additiv können auch mechanische Antriebe, z.B. Getriebe oder Spindelantriebe oder Seilzüge und dgl., vorgesehen sein, um die Seitenwange und/oder das Abstützglied entsprechend zu verstellen, wenn der Steinkorb zu ergreifen bzw. freizugeben ist.
  • Zumindest die Halteteile sollten aus Stahlblech bestehen und keilförmig ausgebildet sein. Hierbei können einzelne beabstandete Halteklauen entlang der Unterseite der Seitenwange vorgesehen sein, oder eine durchgehende schaufelartige Leiste. Das Material Stahlblech und die Keilform erleichtern das Einschieben der Halteteile zwischen der Unterseite und dem Untergrund und das Herausziehen der Halteteile gegen die Reibkraft aus der Last.
  • Ausführungsformen des Erfindungsgegenstandes werden anhand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:
  • 1 eine schematische Seitenansicht einer Greifzange zum Manipulieren eines Steinkorbs, wobei gerade ein Steinkorb ergriffen ist,
  • 2 eine schematische Seitenansicht einer anderen Ausführungsform einer Greifzange, ohne Steinkorb,
  • 3 eine schematische Seitenansicht einer weiteren Ausführungsform einer Greifzange, in geschlossenem Zustand, ohne Steinkorb,
  • 4 eine um 90° gedrehte Ansicht zu den Ausführungsformen der Greifzange der 1 bis 3,
  • 5 eine Ansicht ähnlich der von 4 einer weiteren Ausführungsform, und
  • 6 eine um 90° gedrehte Ansicht zu 5.
  • Ein Steinkorb S in 1 (eine sogenannte Gabione) ist ein aus Drahtgitter (wie gezeigt) oder Maschendraht bzw. verdrilltem Draht (nicht gezeigt) hergestellter Behälter, der mit Steinmaterial 2 gefüllt wird und zumeist annähernd quaderförmig ist, obwohl auch andere Raumformen möglich sind. Solche Steinkörbe S werden zur Böschungssicherung oder zur Hangabstützung verbaut. Große Steinkörbe können mit Befüllung bis zu drei bis 4 Tonnen schwer sein. Sie werden mit Steinmaterial befüllt, das gegebenenfalls verdichtet wird, und in gefülltem Zustand zum Einbauort transportiert. Dort werden sie meist in einer Reihe aufrechtstehend oder schräg geneigt oder in mehreren zueinander versetzten Reihen eingebaut.
  • Der Steinkorb S in 1 besteht aus Drahtgitter mit Gitterstäben 1 und weist zwei voneinander abgewandte Außenseiten 3, 4 und eine Unterseite 5 auf. Zum Manipulieren des Steinkorbs S wird eine Hebezange H als Hebewerkzeug verwendet, das mit einem Hebezeug Z (nur angedeutet) angehoben, positioniert und abgesenkt wird.
  • Unter Manipulieren des Steinkorbs ist hierbei zu verstehen, dass der Steinkorb nach der Befüllung mit dem Steinmaterial 2 mit der Hebezange H ergriffen und auf ein Transportfahrzeug gesetzt wird. Der Steinkorb S wird dann, mit weiteren Steinkörben gleicher oder anderer Größe, zum Einbauort transportiert und dort mit dem Hebezeug Z und der Hebezange H ergriffen und abgesenkt, positioniert und schließlich freigegeben.
  • Die Hebezange H in 1 weist einen Oberbau O auf, der beispielsweise als rahmenartige Struktur 6 ausgebildet ist, und zwei Seitenwangen W1 und W2 abstützt. Zumindest die Seitenwange W1 ist relativ zur anderen Seitenwange W2 beweglich (in 1 in Richtung des Doppelpfeiles 9). Zweckmäßig sind sogar beide Seitenwangen W1, W2 relativ zueinander beweglich. Als Bewegungsantrieb für die Seitenwange W1 ist ein mechanischer oder hydraulischer Antrieb (z. B. ein Hydraulikzylinder) vorgesehen, der sich an einem Führungsteil 7 der Seitenwange W1 und einem Wiederlager K für eine Montageöse D abstützt. Jede Seitenwange W1, W2 erstreckt sich entlang der Außenseite 3 bzw. 4 nach unten und weist am unteren Ende wenigstens einen Untergreif-Halteteil T auf, der den Steinkorb an der Unterseite 5 abstützt. Die Halteteile T erstrecken sich, vorzugsweise, nur über einen Randbereich der Unterseite 5, so dass in der gezeigten Greifstellung ein relativ breiter Streifen der Unterseite 5 freibleibt. Bei einer nicht gezeigten Ausführungsform könnten die Halteteile T auch fast bis zum Zentrum der Unterseite 5 greifen, damit die Unterseite 5 abgestützt wird und nicht unter der Last der Befüllung 2 durchsackt.
  • Zur Abstützung der Unterseite 5 gegen Durchsacken gibt es mehrere Möglichkeiten. Die erste Möglichkeit ist es, wie erwähnt, die Halteteile T in etwa bis zur Mitte greifen zu lassen, so dass die Halteteile T die Unterseite 5 bei angehobenem Steinkorb S gegen Durchsacken abstützen. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, den Steinkorb S mit Stützelementen 15 aufzubauen, die die Außenseiten 3, 4 (das Drahtgittermaterial) mit dem Mittelbereich der Unterseite 5 (dem dort vorliegenden Drahtgittermaterial) verbinden und das Durchsacken verhindern, indem sie die unter der Last auftretenden Zugkräfte in die von der Füllung abgestützten Außenseiten 3, 4 einleiten (1). D.h., dass in diesem Fall der Steinkorb S von vornherein auf das Manipulieren mit der Hebezange H abgestimmt ist, und selbst dafür Sorge trägt, dass bei nur kurzen Halteteilen 5 die Unterseite 5 nicht durchsackt. Eine dritte Möglichkeit besteht darin, an zumindest einer Seitenwange W1, W2 (in 1 nur an der Seitenwange W1) ein zusätzliches Abstützglied B vorzusehen, das nur zum Abstützen der Unterseite 5 gegen Durchsacken dient. Dieses Abstützglied B wird beim Anheben des Steinkorbs in die in 1 gezeigte Abstützstellung bewegt, sobald der Steinkorb weit genug vom Untergrund abgehoben wurde, und wird beim Absetzen des Steinkorbs S bereits wieder aus der Abstützstellung in eine nicht gezeigte Passivstellung nach außen bewegt, wenn die Unterseite 5 des ergriffenen Steinkorbs S gerade noch weit genug vom Untergrund entfernt ist. Der Steinkorbs S wird dann den restlichen Absenkweg ohne diese Abstützung weiterbewegt.
  • Das Abstützglied B ist hier nach Art eines Winkelhebels ausgebildet, der an der Seitenwange W1 in einem Lager 11 schwenkbar gelagert ist und mittels eines Antriebs 10, eines mechanischen Antriebs oder eines Hydraulikzylinders, zwischen der Abstützlage und einer Passivstellung verstellbar ist. Der Antrieb 10 greift an einem Widerlager 12 des Abstützgliedes B an. Das Abstützglied B kann an seinem innenliegenden Abstützende eine Druckverteilungsplatte 13 zur verbesserten Abstützung tragen.
  • Ferner können an den Innenseiten der Seitenwangen W1, W2 Druckverteilungselemente 14 vorgesehen sein, z.B. Kunststoffprofile. Als weitere nicht gezeigte Alternativlösung der Hebezange H könnten an den Seitenwangen W1, W2 angetriebene Abdrückelemente vorgesehen werden, die die Seitenwangen W1, W2 von den Außenseiten 3, 4 des Steinkorbs S wegdrücken und den Untergriff der Halteteile T lösen, wenn sie gegen die Außenseiten 3, 4 oder die unteren Ränder des Steinkorbs S gedrückt werden.
  • In 1 wird zumindest die eine Seitenwange W1 zu sich selbst parallel und linear im Oberbau O verstellt.
  • In der Ausführungsform der 2 und 3 werden die Seitenwangen W1, W2 zangenartig um Gelenkpunkte 16 im Oberbau verschwenkt. D.h., die Seitenwangen W1, W2 werden zum Ergreifen eines Steinkorbs zunächst auseinander gespreizt, über den Steinkorb gestülpt, und dann zueinander geschwenkt, bis die Halteteile T unter die Unterseite 5 des Steinkorbs greifen und ggfs. die Seitenwangen W1, W2 sogar mehr oder weniger fest an die Außenseiten 3, 4 angedrückt werden. Um die Greifzange H der 2 an unterschiedliche Steinkorbgrößen anpassen zu können, können im Oberbau O, der beispielsweise eine Platten- oder Rahmenstruktur 6 sein kann, mehrere wahlweise nutzbare Gelenkstellen 16' vorbereitet sein. Die oberen Enden der Seitenwangen W1, W2 sind mit Montageösen D verbunden (alternativ könnten eine oder mehrere Montageösen auch am Oberbau O vorgesehen sein). Die Antriebe 8, beispielsweise Hydraulikzylinder, dienen zum Verschwenken der Seitenwangen W1, W2, und ermöglichen es zweckmäßig, die Seitenwangen W1, W2 in der Greifstellung hydraulisch zu blockieren, so dass sich die Halteteile T nicht aus ihrem Untergriff selbsttätig lösen können. Die Halteteile T können Stahlblechteile 17 sein, die keilförmig mit Schneiden 18 ausgebildet sind, damit sie sich einfach einschieben und dann wieder leicht herausziehen lassen.
  • Bei der Ausführungsform der Hebezange H in 3 werden die Seitenwangen W1, W2 ebenfalls zangenartig um eine hier gemeinsame Schwenkstelle 16 am Oberbau O verschwenkt. Die Montageöse D kann am Oberbau O oder an den verlängerten En den der Seitenwangen W1, W2 angeschlossen sein. Gegebenenfalls sind mehrere Schwenkstellen 16' vorgesehen, um die Hebezange H an unterschiedliche Steinkorbgrößen anpassen zu können. Der Antrieb 8 (z.B. ein Hydraulikzylinder oder ein mechanischer Antrieb) ist wirkungsmäßig zwischen den beiden Seitenwangen W1, W2 eingesetzt. In 3 besitzt jede Seitenwange W1, W2 ein schwenkverstellbares Abstützglied B. Die beiden Abstützglieder B stützen die Unterseite 5 im Mittelbereich gegen Durchsacken zusätzlich zu den nur randseitig angreifenden Halteteilen T ab und lassen sich mittels der Antriebe 10 in die Passivstellung schwenken, ehe der ergriffene Steinkorb vollends abgesetzt wird.
  • 4 verdeutlicht, wie die Breite der Seitenwangen, hier der Seitenwange W1, zur Anpassung an unterschiedliche Steinkorbgrößen veränderbar ist. Die Seitenwange W1 besteht aus mehreren Seitenwangen-Elementen 19, 19a, 19b, von denen zumindest die beiden äußeren 19a, 19b in Richtung des Doppelpfeiles 20 im Oberbau O verstellbar sind. Alternativ kann auch das eine oder andere Seitenwangen-Element 19a, 19b vollständig abgenommen werden, falls nur kleine Steinkörbe zu manipulieren sind. Die Breitenanpassung gilt auch für die Druckverteilelemente 14, die bei größeren Steinkörben durch dazwischengesetzte Verlängerungsstücke 14a ergänzt werden könnten. Bei der in 4 gezeigten Ausführungsform ist gegebenenfalls das mittlere Seitenwangen-Element 19 nicht verstellbar, und aus diesem Grund mit dem zusätzlichen Abstützglied B ausgestattet.
  • Bei der Ausführungsform in 5 ist eine in der Breite nicht verstellbare Seitenwange W1 am Oberbau O um eine Achse 16 (beispielsweise wie in den 2 oder 3) schwenkbar. Die Seitenwange W besteht aus seitlichen Versteifungsrahmenstreben 21 und einer dazwischen eingesetzten durchgehenden oder perforierten oder unterteilten Blechwand 22, die unterseitig einen hier als durchgehende Leiste ausgebildeten Halteteil T mit einer schneidenartigen Kante 18 trägt. In der zugehörigen 6 ist zu ersehen, wie sich die Seitenwange W1 im Gelenk 16 verschwenken lässt, um einen Steinkorb zu ergreifen bzw. freizugeben.
  • Teil der Erfindung ist die möglichst einfach zu handhabende aber funktionssichere Hebezange zum Manipulieren von Steinkörben. Die gezeigten Ausführungsbeispiele der 1 bis 6 stellen nur eine Auswahl dar, ohne die Erfindung zu beschränken. Grundsätzlich wird ein Oberbau benötigt, an dem die Seitenwangen beweglich angebracht sind, die den Steinkorb mit den fest daran angebrachten Halteteilen untergreifen, so dass sich dieser nicht verlagern kann und bequem mit einem Hebezeug manipuliert werden kann. Gegebenenfalls wird zusätzlich die Unterseite gegen Durchsacken zumindest über einen erheblichen Teil des Manipulationsvorganges abgestützt. Diese Abstützung wird entweder schon durch die Gestaltung des Steinkorbs selbst im Hinblick auf das Manipulieren mit der Hebezange realisiert, oder durch die Hebezange. Im letztgenannten Fall wird die Abstützung entweder durch entsprechend lang ausgebildete Halteteile selbst bewirkt, oder durch wenigstens ein zusätzliches Abstützglied, das jedoch vor dem endgültigen Absetzen des Steinkorbs aus der Abstützlage wegbewegt wird, so dass dann nur noch die Halteteile T unter der Last des darauf aufsitzenden Steinkorbs herausgezwängt werden müssen. Gegebenenfalls sind an den Seitenwangen W einschwenkbare Anschläge vorgesehen, die auch um die Stirnseiten des Steinkorbs greifen, und das Verrutschen des Steinkorbs in der Hebezange ausschließen. Die Seitenwangen W1, W2 müssen nicht gerade und parallel zu den Außenseiten 3, 4 verlaufen, sondern könnten auch bauchig ausgebildet sein, um den Steinkorb im Wesentlichen nur an der Unterseite zu ergreifen. Hierbei könnten die Seitenwangen mit zinkenartigen Halteteilen ausgebildet sein, die an mehreren Stellen angreifen und sich leicht einbringen und wieder herausziehen lassen.

Claims (12)

  1. Verfahren zum Manipulieren von gefüllten Steinkörben (S) mit einem Hebezeug (Z), bei dem das Hebezeug (Z) an einem am Steinkorb (S) angreifenden Hebewerkzeug (H) oben angeschlossen wird, dadurch gekennzeichnet, dass der Steinkorb (S) zum Heben mit einem als Hebezange ausgebildeten Hebewerkzeug (H) von außen entlang zweier voneinander abgewandter Steinkorb-Außenseiten (3, 4) bis unter die Steinkorb-Unterseite (5) gegriffen wird, und dass der Steinkorb (S) beim Absetzen auf unter die Unterseite (5) des Steinkorbs (S) greifende Halteteile (T) der Hebezange gestellt und die Halteteile (T) unter Belastung mit zumindest einem Teil des Steinkorb-Gewichts aus ihrem Untergriff gelöst werden.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zusätzlich zumindest ein Teil der Steinkorb-Unterseite (5) gegen Durchsacken abgestützt wird.
  3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Steinkorb-Unterseite (5) mit wenigstens einem Abstützglied (B) der Hebezange von unten abgestützt wird, und dass beim Absetzen das Abstützglied (B) vor dem Untergrundkontakt des Steinkorbs (S) wegbewegt und der Steinkorb (S) bis zum endgültigen Absetzen nur mehr mit den Halteteilen (T) abgestützt wird.
  4. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass zusätzlich die beiden Steinkorb-Außenseiten (3, 4) unter seitlichem Andruck von der Hebezange gesetzt werden.
  5. Steinkorb mit Außenseiten (3, 4) und zumindest einer Unterseite (5) aus Drahtgitter oder verdrilltem Draht zum Manipulieren gemäß dem Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der Unterseite (5) und den Außenseiten (3, 4) Stützelemente (15) eingebaut sind, die bei gefülltem Steinkorb (S) die Unterseite (5) gegen Durchsacken an den von der Füllung (2) stabilisierten Außenseiten (3, 4) abstützen.
  6. Hebewerkzeug zum Durchführen des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Hebewerkzeug (H) eine Hebezange mit einem Oberbau (O), zwei am Oberbau (O) angeordneten Seitenwangen (W1, W2) und an den unteren Seitenwangenenden angeordneten Untergreif-Halteteilen (T) ist, wobei zumindest eine Seitenwange (W1, W2) relativ zur anderen beweglich am Oberbau angeordnet ist.
  7. Hebewerkzeug nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass an zumindest einer Seitenwange (W1, W2) zusätzlich wenigstens ein Steinkorb-Unterseiten-Abstützglied (B), beweglich, vorzugsweise schwenkbeweglich, angebracht und mit einem Antrieb (10, 12) gekoppelt ist, mit dem das Abstützglied (B) zwischen einer Abstützstellung an der Steinkorb-Unterseite (5) und einer um den Unterseitenrand des Steinkorbs nach außen verlagerte Passivstellung verstellbar ist.
  8. Hebewerkzeug nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Breite der Seitenwangen (W1, W2) verstellbar ist, vorzugsweise mittels am Oberbau (A) verstellbar oder lösbar angeordneter Seitenwangen-Elemente (19, 19a, 19b).
  9. Hebewerkzeug nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die bewegliche Seitenwange (W1, W2) am Oberbau (O) schwenkverstellbar oder geradlinig verschiebbar angeordnet ist.
  10. Hebewerkzeug nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass an der Innenseite der Seitenwangen (W1, W2) wenigstens ein Druckverteilelement (14, 14a) angeordnet ist, vorzugsweise lösbar und/oder verstellbar.
  11. Hebewerkzeug nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Greifzange hydraulische oder mechanische Antriebe (8, 10) für die Seitenwange (W1, W2) und/oder das Abstützglied (B) aufweist.
  12. Hebewerkzeug nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest die Halteteile (T) aus Stahlblech bestehen und keilförmig ausgebildet sind, vorzugsweise als einzelne, beabstandete Halteklauen (17) oder durchgehende schaufelartige Leisten.
DE2003126537 2003-06-12 2003-06-12 Verfahren zum Manipulieren von Steinkörben, Steinkorb und Hebewerkzeug zum Durchführen des Verfahrens Withdrawn DE10326537A1 (de)

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