DE10330433A1 - Brückenwaage für Schwerlasten - Google Patents

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DE10330433A1
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    • GPHYSICS
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Abstract

Eine Brückenwaage für Schwerlasten besteht aus einem Brückenelement (11) mit mindestens einer Brückenplatte (13, 14). Diese ruhen auf Wägezellen (12). Die Brückenplatten (13, 14) sind als Sandwichplatten ausgebildet, bestehend aus Oberplatte (15), Unterplatte (16) und zwischen diesen angeordneten Längsstegen (17). Diese sind mit Oberplatte (15) und Unterplatte (16) durch Laserschweißen verbunden.

Description

  • Die Erfindung betrifft eine Brückenwaage für Groß- und Schwerlasten, insbesondere für Nutzfahrzeuge, mit wenigstens einem auf Wägesensoren, insbesondere auf Wägezellen, aufliegenden Brückenelement zur Aufnahme der Last.
  • Brückenwaagen dienen vorrangig zur Gewichtsermittlung von Großlasten, insbesondere von Nutzfahrzeugen, wie Lastkraftwagen. Zur Ermittlung des Gesamtgewichts eines Lastkraftwagens einschließlich Ladung fährt das Fahrzeug auf das Brückenelement. Mit Hilfe der Wägezellen wird das Gewicht ermittelt.
  • Bekannt sind Brückenwaagen, bei denen das Brückenelement aus einer Betonplatte besteht. Diese ist innerhalb einer im Boden angeordneten Vertiefung auf den Wägezellen gelagert. Die Betonplatte als Brückenelement ist im Wesentlichen bündig ausgerichtet mit der umgebenden Bodenfläche.
  • Des Weiteren sind Brückenwaagen bekannt, die auf der Bodenfläche angeordnet sind (Überflur). Das Brückenelement besteht dabei aus einem Tragwerk mit längs- und quergerichteten Doppel-T-Trägern. Die Wägezellen befinden sich teilweise unterhalb des Tragwerks.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Brückenwaage vorzuschlagen, die eine geringe Bauhöhe ohne Beeinträchtigung bzw. Verminderung der Belastbarkeit aufweist.
  • Zur Lösung dieser Aufgabe ist die erfindungsgemäße Brückenwaage dadurch gekennzeichnet, dass das Brückenelement aus wenigstens einer metallischen Sandwich-Platte besteht, insbesondere in der Ausführung mit einer Oberplatte und einer Unterplatte sowie zwischen diesen angeordneten aufrechten Längsstegen, die durch Schweißen – Laserschweißen – mit Oberplatte und Unterplatte verbunden sind.
  • Der Einsatz von Sandwich-Platten bzw. -Paneelen als Brückenelement beinhaltet eine technische Besonderheit. Die vorzugsweise aus Stahl bestehenden Paneele können industriell gefertigt werden. Die Längsstege werden durch Oberplatte und Unterplatte hindurch mittels Laserschweißen an den Platten befestigt. Es entsteht dadurch ein hochbelastbares, geschlossenes Hohlkörper-Tragwerk mit verhältnismäßig geringer Bauhöhe. Die geschlossene Oberseite und Unterseite ist für Brückenwaagen für die Pflege und Reinigung, aber auch wegen der Sicherheit vorteilhaft. Auch ist die Handhabung einfach, da die fertigen Sandwich-Platten für den Aufbau, aber auch für Wartung der Brückenwaagen leicht zu handhaben sind. Die Wägezellen sind an der Unterseite angeordnet, und zwar im Bereich von Ausnehmungen der Brückenelemente, so dass ein oberer Teilbereich der Wägezellen in die Ausnehmungen bzw. in den Querschnitt der Sandwich-Paneele ragt unter Verminderung der konstruktiven Gesamthöhe.
  • Weitere erfindungsgemäße Besonderheiten sind die Konstruktion zur Abstützung der Wägezellen sowie Verbindungen von Teilelementen bzw. Brückenplatten der aus mehreren Brückenplatten zusammengesetzten Brückenelemente. Weiterhin ist eine Besonderheit die Verbindung des Brückenelements randseitig mit einer (Auffahr-)Rampe, die aus einer schräggerichteten Oberwand, einer horizontalen, auf dem Boden aufliegenden Unterwand und Stützrippen besteht.
  • Die erfindungsgemäß ausgebildete Brückenwaage kann als Überflur-Waage eingesetzt werden, also mit den Wägezellen auf einer Nutzfläche aufliegend. Vorteilhaft ist aber auch der Einsatz als Unterflur-Waage, bei der die Brückenelemente in einer Vertiefung des Bodens angeordnet sind. Wegen der geringen Bauhöhe ist eine entsprechend geringe Tiefe der bodenseitigen Ausnehmung ausreichend.
  • Das Brückenelement kann im günstigsten Falle aus einer einzigen, durchgehenden Brückenplatte, also einer einzigen, einstückigen Sandwich-Platte bestehen. Bei Brückenwaagen längerer Wägefläche können mehrere Brückenplatten, insbesondere zwei Brückenplatten in Längsrichtung aufeinanderfolgend positioniert werden. Bei Überflur- Waagen ist jeweils eine als gesondertes Bauelement, ebenfalls aus Metall bestehende Rampe mit schräggerichteter Fahrfläche vorgesehen. Auch die Rampen sind vorzugsweise nach dem Prinzip der Sandwich-Paneele aufgebaut und hergestellt.
  • Weitere Besonderheiten der Erfindung werden nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen näher erläutert. Es zeigt:
  • 1 eine über Flur angeordnete Brückenwaage in Seitenansicht mit Lkw als Lastbeispiel,
  • 2 die Brückenwaage gemäß 1 in schematischem Grundriss,
  • 3 eine aus einer Brückenplatte bestehende Brückenwaage in Seitenansicht,
  • 4 eine Brückenwaage in der Ausführung als Unterflur-Waage,
  • 5 einen Querschnitt durch ein Brückenelement bzw. eine Brückenplatte in 3,
  • 6 eine Einzelheit einer über Flur angeordneten Brückenwaage, nämlich einen Vertikalschnitt im Bereich einer randseitigen Wägezelle,
  • 7 die Einzelheit gemäß 6 in Draufsicht,
  • 8 eine Einzelheit, nämlich einen Vertikalschnitt im Bereich der Verbindung zweier benachbarter Brückenplatten,
  • 9 die Einzelheit gemäß 8 in Draufsicht,
  • 10 eine Darstellung analog 6 mit einer versetzt angeordneten Wägezelle,
  • 11 eine Einzelheit einer Unterflur-Brückenwaage, nämlich einen Vertikalschnitt im Bereich einer randseitigen Wägezelle,
  • 12 einen weiteren Ausschnitt einer Brückenwaage mit Rampe im Längsschnitt.
  • Brückenwaagen dienen zur Gewichtsermittlung von Groß- und Schwerlasten. Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß 1 wird das Gewicht eines Lastkraftwagens 10 samt Ladung ermittelt. Der Lastkraftwagen 10 fährt selbsttätig auf die Brückenwaage. Alternativ können aber auch Lasten durch Hub- und Fördergeräte zur Gewichtsermittlung auf der Brückenwaage abgesetzt werden.
  • Eine Brückenwaage besteht aus einem als flächiges Tragwerk ausgebildeten Brückenelement 11 und aus Sensoren zur Last- bzw. Gewichtsermittlung, nämlich Wägezellen 12, auf denen das Brückenelement 11 aufliegt. Die Wägezellen 12 sind mit einer zentralen Auswerteeinheit (nicht gezeigt) verbunden, die mit Hilfe der Messergebnisse der Wägezelle 12 das Gesamtgewicht der Last ermittelt.
  • Die plattenförmigen Brückenelemente 11 bestehen aus einer Brückenplatte 13 oder mehreren Brückenplatten 13, 14. Eine Besonderheit ist die Ausbildung der Brückenplatten 13, 14. Diese bestehen aus einer Sandwich-Platte bzw. einem Sandwich-Paneel (5). Besonders vorteilhaft ist eine Ausführung mit einer Oberplatte 15, einer Unterplatte 16 und zwischen diesen angeordneten, aufrechten Stegen, nämlich Längsstegen 17. Mehrere dieser Längsstege verlaufen parallel zueinander in Längsrichtung der Brückenplatten 13, 14. Die Längsstege 17 sind in einem nach statischen Erwägungen bestimmten Abstand voneinander angeordnet. In einem mittleren Bereich können die Abstände der Längsstege 17 voneinander größer sein als in Randbereichen der Brückenplatte 13, 14.
  • Oberplatte 15 und Unterplatte 16 einerseits sowie die Längsstege 17 andererseits – jeweils aus Metall, insbesondere Stahl – sind dauerhaft miteinander verbunden, und zwar insbesondere durch Laserschweißen. Eine obere Randkante der Längsstege 17 ist an der Unterseite mit der Oberplatte 15 und ein unterer Rand entsprechend mit der Oberseite der Unterplatte 16 durch Laserschweißen verbunden. Die Brückenplatten 13, 14 werden als einheitliches, einstückiges Tragwerk maschinell durch automatische Laserschweißgeräte hergestellt, so dass ein geschlossenes, plattenförmiges Hohlprofiltragwerk entsteht mit hoher statischer Belastbarkeit. Diese ist bei einer verhältnismäßig geringen Konstruktionshöhe gewährleistet. So haben die gezeigten Brückenplatten 13, 14 beispielsweise eine Länge von 9 m sowie eine Breite von 3 m bei einer Gesamthöhe bzw. Dicke einer Platte von 10 cm bis 16 cm, insbesondere 14 cm. Die konstruktive Höhe der Brückenplatten 13, 14 hängt von der Spannweite und der maximalen Belastung ab. Es ergibt sich eine Gesamthöhe der Brückenwaage von 15 cm bis 24 cm, einschließlich der Wägezellen 12.
  • Je nach Einsatz, Ort und maximaler Belastung besteht das Brückenelement 11 der Brückenwaage aus einer einzigen Brückenplatte 13 (3) oder aus mehreren in Längsrichtung aufeinanderfolgenden Brückenplatten 13, 14. 1, 2 sowie 4 zeigen Beispiele für eine vorteilhafte, langgestreckte Brückenwaage mit zwei aufeinanderfolgenden Brückenplatten 13, 14. Auch in Querrichtung kann das Brückenelement 11 mehrere, zum Beispiel zwei nebeneinanderliegende Brückenplatten 13, 14 aufweisen.
  • Aufgrund der geringen Bauhöhe ist die Brückenwaage besonders geeignet für die Anordnung auf Nutzflächen, zum Beispiel Hallen- oder Betriebsböden. Diese Anwendungsbeispiele sind in 1, 2 und 3 gezeigt. Bei der einfachen Ausbildung mit einer einzigen Brückenplatte 13 als Brückenelement 11 ruht dieses auf vier an den Ecken positionierten Wägezellen 12. Bei der Ausführungsform gemäß 1, 2 sind insgesamt sechs Wägezellen 12 vorgesehen, und zwar jeweils an den endseitigen Eckpunkten so wie bei der Brückenplatte 13 benachbart zu einer (mittleren) Trennfuge 18. Die Wägezellen 12 können alternativ auch mit Abstand von jeweiligen endseitigen Querrändern der Brückenelemente 11 bzw. der Brückenplatten 13, 14 angeordnet sein, wie beispielsweise in 3, 4 und 10 gezeigt. Hierdurch ergeben sich andere statische Belastungen des Brückenelements 11.
  • Soweit das Brückenelement 11 aus mehreren Brückenplatten 13, 14 besteht, sind diese zu einer plattenförmigen Einheit miteinander verbunden.
  • Bei einer Anordnung der Brückenwaage über Flur ist jeweils aneinander gegenüberliegenden Enden eine Rampe 19 angeordnet. Diese ist im Querschnitt annähernd dreieckförmig und bildet eine schräggerichtete Fahrfläche 20 von der Bodenfläche bis auf die obere Ebene des Brückenelements 11.
  • Die Brückenwaage kann alternativ unter Nutzung der technischen Vorteile als Unterflur-Lösung eingesetzt werden (4, 11). Im Boden – Hallenboden, Betriebsboden – ist eine Vertiefung 21 gebildet, insbesondere in der Ausführung mit einer Bodenplatte 22 aus Beton und einer ringsherumlaufenden Randeinfassung 23 in der Ebene des anschließenden Bodens. Die Vertiefung 21 ist so gewählt, dass die innerhalb derselben angeordnete Brückenwaage bzw. das Brückenelement 11 (etwa) bündig mit der Randeinfassung 23 und so mit dem Boden abschließt. Das Beispiel der 4 zeigt eine Ausführung mit zwei Brückenplatten 13, 14 zur Bildung des Brückenelements 11.
  • Eine Besonderheit ist die Anordnung der Wägezellen 12 am Brückenelement 11. Die aufrechte, zylindrische Wägezelle 12 tritt mit einem überwiegenden Bereich in die Brückenplatte 13, 14 ein, liegt demnach innerhalb des Querschnitts derselben. Die Brückenplatte 13, 14 ist im Bereich der Wägezelle 12 mit einem besonderen Tragwerk versehen zur Übertragung der Kräfte auf die Brückenplatte 13, 14. In der Brückenplatte 13, 14 ist eine Ausnehmung eingebracht, und zwar sowohl eine Ausnehmung 24 im Bereich der Oberplatte 15 als auch eine Ausnehmung 25 im Bereich der Unterplatte 16. Die Ausnehmungen 24, 25 sind kreisförmig und liegen zwischen benachbarten Längsstegen 17, insbesondere zwischen einem randseitigen Längssteg 17 und einem hierzu benachbarten Längssteg 17. Durch quergerichtete Wandstege 26 bzw. durch einen endseitigen Quersteg 27, der sich über die volle Breite der Brückenplatte 13, 14 erstreckt, wird eine im Wesentlichen quadratische Kammer gebildet, in deren Bereich die Stützkonstruktion für die Wägezelle 12 untergebracht ist.
  • In der oberen Ausnehmung 24 der Oberplatte 15 ist passend, und zwar mit kreisförmiger Kontur, eine Stützplatte 28 angeordnet. Diese schließt an der Oberseite bündig an die Oberseite der Brückenplatte 13, 14 bzw. der Oberplatte 15 an. Die Stützplatte 28 dient zur Abstützung der Oberseite der Wägezelle 12 und ist deshalb fest – jedoch lösbar – mit der Brückenplatte 13, 14 verbunden.
  • Unterhalb der Stützplatte 28 ist innerhalb der Kammer bzw. innerhalb der Brückenplatte 13, 14 ein Verankerungsorgan angebracht, nämlich eine Verankerungsplatte 29. Diese ist fest und dauerhaft mit den angrenzenden Längsstegen 17 sowie den quergerichteten Wandstegen 26 bzw. dem durchgehenden Quersteg 27 verbunden, bei dem vorliegenden Beispiel mit Kehlnähten durch Schweißung. Die (quadratische) Verankerungsplatte 29 weist eine zentrische Öffnung 30 auf für den Durchtritt der Wägezelle 12. Die Stützplatte 28 ist mit der Verankerungsplatte 29 durch (vier) Schrauben 31 verbunden. Die Verbindung ist so bemessen, dass die Kräfte von der Stützplatte 28 über die Verankerungsplatte 29 in die Brückenplatte 13, 14 eingeleitet werden können. Die Wägezelle 12 stützt sich mit einem oberen, balligen Kopf 32 an der Unterseite der Stützplatte 28 ab bzw. an einem Druckstück 33 in einer Vertiefung der Stützplatte 28.
  • Wenn, wie beispielsweise in 10 gezeigt, die Wägezellen 12 mit Abstand vom freien Querrand der Brückenplatte 13, 14 positioniert sind, wird die Kammer zur Aufnahme der Tragkonstruktion für die Wägezelle 12 ausschließlich zwischen zwei Wandstegen 26 positioniert, die die beiden randseitigen Längsstege 17 miteinander verbinden.
  • Auch der untere Bereich der Wägezelle 12 ist in besonderer Weise ausgebildet. Unterhalb der Wägezelle 12 befindet sich ein Fuß 34, der in einem Bodenstück 35 mittels Vergussmasse 36 verankert ist, insbesondere mittels Epoxydharz. Das Bodenstück 35 weist zu diesem Zweck einen ringsherumlaufenden, nach oben und unten offenen Rahmen 37 auf, der ringförmig oder quadratisch ausgebildet sein kann. Innerhalb dieses Rahmens 37 befindet sich die Vergussmasse 36, die sich über die volle Höhe oder über eine Teilhöhe des Rahmens 37 erstrecken kann, je nach der örtlich erforderlichen Relativstellung. Die Vergussmasse 36 verankert den Fuß 34 im Bodenstück 35. Die eigentliche (zylindrische) Wägezelle 12 stützt sich auf einer Sockelplatte am Fuß 34 ab.
  • Eine Besonderheit ist die Verbindung von zwei nebeneinander angeordneten Brückenplatten 13, 14 (8, 9). Die randseitigen Querstege 27 der Brückenplatten 13, 14 sind gegenüber einem freien Rand von Oberplatte 15 und Unterplatte 16 zurückgesetzt. An der Oberseite der Brückenplatten 13, 14 stoßen die benachbarten Oberplatten stumpf aneinander, so dass eine durchgehende Fläche gebildet ist. Am Rand der Brückenplatten 13, 14 sind jeweils miteinander korrespondierende Lagerstücke 38, 39 angebracht, und zwar an der freien Seite der benachbarten Querstege 27. Die Lagerstücke 38, 39 sind durch (aufrechte) Schweißnähte mit den Querstegen 27 verbunden (9). Die Lagerstücke 38, 39 sind so ausgebildet, dass eine wechselseitige, formschlüssige Abstützung gegeben ist. Bei dem gezeigten Beispiel sind die Lagerstücke 38, 39 im Querschnitt winkelförmig ausgebildet bzw. mit versetzten aufrechten Flächen, so dass etwa in halber Höhe der Brückenplatten 13, 14 quer bzw. horizontal gerichtete Stützflächen 40, 41 bzw. Stützschenkel gebildet sind. Die Brückenplatte 13 stützt sich gemäß 8 auf dem Lagerstück 39 der Brückenplatte 14 ab. Horizontale Kräfte werden durch eine Verbindungsschraube 42 übertragen. Diese ist mit Gewinde in dem einen Lagerstück 38 verankert und tritt durch eine Bohrung 43 von Quersteg 27 und Lagerstück 39 hindurch, und zwar mit geringem Spiel. Die Verbindung zwischen den Brückenplatten 13, 14 hat so eine begrenzte Gelenkwirkung.
  • Bei einer Überflur-Brückenwaage ist an gegenüberliegenden Querrändern des Brückenelements 11 jeweils eine in Längsrichtung schräg bzw. dreieckförmig ausgebildete Rampe 19 angeordnet. Diese ist in analoger Weise aufgebaut wie die Brückenplatten 13, 14, besteht nämlich aus einer horizontalen Bodenplatte 44, die auf der Grundfläche aufliegt und einer schräg gerichteten Rampenplatte mit oberer Fahrfläche 20. Die unter einem Winkel zueinander angeordneten Platten 44, 45 sind im Inneren der Rampe 19 durch aufrechte Stützstege 46 miteinander verbunden, wobei die Stützstege 46 vorzugsweise durch Laserschweißen mit der oberen und unteren Platte verbunden sind. Die so ausgebildete Rampe 19 ist am Boden befestigt, insbesondere mit Bolzen (nicht gezeigt).
  • Die Rampe liegt unmittelbar oder unter Bildung eines Spalts 47 an dem Brückenelement 11 an. Dieses ist so ausgebildet, dass Oberplatte 15 und Unterplatte 16 einen ringsherum laufenden Überstand 48 gegenüber den äußeren Längsstegen 17 bzw. Querstegen 27 bilden. Im Bereich der Rampe 19 ist an dem randseitigen Quersteg 27 ein Abstützorgan angebracht, nämlich ein Stützblock 49. Dieser ist mit dem Quersteg 27 in einem randseitigen Bereich der Brückenplatte 13, 14 verbunden. An der freien Seite des Stützblocks 49 ist ein Belagstück 50 aus elastischem Material angebracht. An diesem kann die Rampe 19 mit einem aufrechten, quergerichteten Randsteg 51 anliegen.
  • Die Rampe 19 ist mit dem Brückenelement 11 verbunden, und zwar durch jeweils randseitige Kupplungen 54. Diese besteht aus einer mit der Rampe 19, insbesondere mit dem aufrechten Randsteg 51 verbundenen Lasche 55 und einem am Brückenelement 11 bzw. an der Brückenplatte 13, 14 angebrachten quergerichteten Verbindungsorgan in Gestalt eines Verbindungsbolzens 56. Dieser ist in einem Haltestück an der Unterseite oder Oberseite des Überstands 48 angebracht und quer zur Lasche 55 gerichtet. Der Verbindungsbolzen 56 tritt in ein (Lang-)Loch der Lasche 55 ein. Diese Kupplung 54 ist dadurch leicht lösbar und ermöglicht die Montage sowie den Abbau der Rampe 19.
  • Eine Abstützung des Brückenelements 11 bzw. der Brückenplatten 13, 14 mit einem Stützblock 49 und (elastischem) Belagstück 50 ist auch bei einer Unterflur-Brückenwaage vorteilhaft (11). Der Stützblock 49 bzw. das Belagstück 50 kommen hier an der Randeinfassung 23 zur Anlage. Die elastische Abstützung des Brückenelements 11 kann bei dieser Ausführung Unterflur ringsherum angebracht sein, also auch an den Längsseiten.
  • Eine Besonderheit ist die Abdichtung der Unterkonstruktion der Brückenwaage gegen Verschmutzung. Bei der Unterflur-Ausführung (11) ist zwischen dem Brückenelement 11 und der Randeinfassung 23 ein streifenförmiges Dichtungselement 52 angeordnet. Dieses erstreckt sich mindestens im Bereich der Querränder, vorzugsweise aber ringsherum, also auch im Bereich der Längsränder der Brückenwaage. Das dünnwandige, streifenförmige Dichtungselement 52 ist mit dem randseitigen Bereich der Brückenplatte 13, 14 verbunden und liegt auf der Oberseite der Randeinfassung 23 auf. Es wird dadurch vermieden, dass Schmutzpartikel in den unteren Bereich der Brückenwaage, also in die Vertiefung 21, gelangen können.
  • Eine Besonderheit besteht darin, dass das Dichtungselement 52 nach unten versetzt angeordnet ist, also im Wesentlichen unterhalb der Fahr- bzw. Nutzebene. Zu diesem Zweck ist das Dichtungselement 52 an der Unterseite des Überstands 48 angeordnet. Die Relativstellung ist dabei so gewählt, dass das Brückenelement 11 geringfügig oberhalb der Randeinfassung 23 liegt, nämlich etwa um die Dicke der Oberplatte 15 versetzt. Das Dichtungselement 52 ist mit einem Befestigungsprofil 53 am Überstand 48 angebracht, nämlich mit einem Vierkantrohr. Dieses ist mit von oben bedienbaren Schrauben (nicht gezeigt) befestigt, so dass ein leichtes Auswechseln des Dichtungselements 52 möglich ist.
  • 12 zeigt ein Beispiel für die hermetische Abdichtung des Spalts 47 zwischen dem Brückenelement 11 und der Rampe 19. Auch hier wird ein streifenförmiges Dichtungselement 52 eingesetzt und unterhalb von Überständen 48 des Brückenelements 11 einerseits und der Rampe 19 andererseits positioniert. Das Dichtungselement 52 ist sowohl mit dem Brückenelement 11 als auch mit der Rampe 19 verbunden, und zwar durch ein Befestigungsprofil 53, jeweils in Gestalt eines Vierkantrohrs. Auch hier sind beide Befestigungsprofile 53 von der Oberseite aus betätigbar bzw. in die Haltestellung bewegbar. Diese Ausführung einer hermetischen Abdichtung kann bei entsprechender Ausgestaltung der Randeinfassung 23 auch bei einer Unterflur-Brückenwaage eingesetzt werden.
  • Die als Sandwichplatten ausgebildeten Brückenelemente 11 bzw. Brückenplatten 13, 14 können zur weiteren Erhöhung der Belastbarkeit mit quergerichteten Tragelementen ausgebildet sein, insbesondere mit quergerichteten Stegen zwischen Oberplatte 15 und Unterplatte 16. Auch diese quergerichteten Stützstege sind mit Oberplatte und Unterplatte durch Laserschweißen verbunden.
  • 10
    Lastkraftwagen
    11
    Brückenelement
    12
    Wägezelle
    13
    Brückenplatte
    14
    Brückenplatte
    15
    Oberplatte
    16
    Unterplatte
    17
    Längssteg
    18
    Trennfuge
    19
    Rampe
    20
    Fahrfläche
    21
    Vertiefung
    22
    Bodenplatte
    23
    Randeinfassung
    24
    Ausnehmung
    25
    Ausnehmung
    26
    Wandsteg
    27
    Quersteg
    28
    Stützplatte
    29
    Verankerungsplatte
    30
    Öffnung
    31
    Schraube
    32
    Kopf
    33
    Druckstück
    34
    Fuß
    35
    Bodenstück
    36
    Vergussmasse
    37
    Rahmen
    38
    Lagerstück
    39
    Lagerstück
    40
    Stützfläche
    41
    Stützfläche
    42
    Verbindungsschraube
    43
    Bohrung
    44
    Bodenplatte
    45
    Rampenplatte
    46
    Stützsteg
    47
    Spalt
    48
    Überstand
    49
    Stützblock
    50
    Belagstück
    51
    Randsteg
    52
    Dichtungselement
    53
    Befestigungsprofil
    54
    Kupplung
    55
    Lasche
    56
    Verbindungsbolzen

Claims (16)

  1. Brückenwaage für Groß- und Schwerlasten, insbesondere für Nutzfahrzeuge, mit einem auf Wägesensoren, insbesondere Wägezellen (12), aufliegenden Brückenelement (11) zur Aufnahme der Last, dadurch gekennzeichnet, dass das Brückenelement (11) aus wenigstens einer metallischen Sandwichplatte besteht, insbesondere in der Ausführung mit einer Oberplatte (15) und einer Unterplatte (16) sowie zwischen diesen angeordneten, aufrechten Längsstegen (17), die durch Schweißen – Laserschweißen – mit Oberplatte (15) und Unterplatte (16) verbunden sind.
  2. Brückenwaage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Brückenelement (11) aus mehreren in derselben (horizontalen) Ebene nebeneinander angeordneten Teilelementen besteht, die zur Bildung einer durchgehenden Brückenplatte bzw. eines durchgehenden Brückenelements (11) miteinander verbunden sind.
  3. Brückenwaage nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Brückenelement (11) aus zwei insbesondere gleich großen, in Längsrichtung aneinander schließenden Brückenplatten (13, 14) besteht.
  4. Brückenwaage nach Anspruch 3 oder einem der weiteren Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Brückenelement (11) bzw. die beiden Brückenplatten (13, 14) auf mindestens sechs Wägezellen (12) ruhen, nämlich je zwei Wägezellen im Bereich von endseitigen Querrändern der Brückenplatten (13, 14) und zwei Wägezellen (12) im mittle ren Bereich des Brückenelements (11), jedoch ausschließlich im Bereich einer Brückenplatte (14), benachbart zu einer quergerichteten Trennfuge (18).
  5. Brückenwaage nach Anspruch 1 oder einem der weiteren Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die vorzugsweise vollständig unterhalb des Brückenelements (11) bzw. der Brückenplatten (13, 14) angeordneten Wägezellen (12) mit einem (überwiegenden) Bereich der Konstruktionshöhe im Querschnittsbereich des Brückenelements (11) bzw. der Brückenplatte (13, 14) angeordnet sind unter Abstützung in einem oberen Querschnittsbereich des Brückenelements, vorzugsweise unmittelbar oder mittelbar an der Oberplatte (15).
  6. Brückenwaage nach Anspruch 5 oder einem der weiteren Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass innerhalb der Brückenplatte (13, 14) eine Stützkonstruktion angeordnet ist zur Abstützung der Wägezelle (12) und zur Übertragung von Kräften auf die Brückenplatte (13, 14), insbesondere unter Bildung einer durch zwei benachbarte Längsstege (17) einerseits sowie durch quergerichtete Wandstege (26) oder einen Quersteg (27) begrenzten, nach unten offenen Kammer mit einer im oberen Bereich derselben angeordneten Stützplatte (28) zur Anlage der Wägezelle (12).
  7. Brückenwaage nach Anspruch 6 oder einem der weiteren Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Stützplatte (28) in einer Öffnung (30) der Oberplatte (15) angeordnet und mit Längsstegen (17, 18), Wandstegen (26) oder einem Quersteg (27) verbunden ist, vorzugsweise über eine Verankerungsplatte (29).
  8. Brückenwaage nach Anspruch 1 oder einem der weiteren Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Wägezellen (12) jeweils mit einem unteren (Stütz-)Fuß (34) in einem Bodenstück (35) verankert sind, insbesondere mittels Vergussmasse (36) innerhalb eines ringsherum laufenden Rahmens (37).
  9. Brückenwaage nach Anspruch 1 oder einem der weiteren Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die in Längsrichtung des Brückenelements (11) nebeneinanderliegenden Brückenplatten (13, 14) durch eine Kupplung miteinander verbunden sind, insbesondere aus zwei formschlüssig zusammenwirkenden Lagerstücken (38, 39) an der einen und anderen Brückenplatte (13, 14) und einer quergerichteten Verbindung, insbesondere einer Verbindungsschraube (42), wobei die winkelförmigen Lagerstücke (38, 39) im Wesentlichen horizontal gerichtete, miteinander korrespondierende Stützflächen (40, 41) bilden.
  10. Brückenwaage nach Anspruch 1 oder einem der weiteren Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Wägezellen (12) jeweils mit Abstand von einem freien Querrand eines Brückenelements (11) bzw. einer Brückenplatte (13, 14) angeordnet sind, derart, dass das Brückenelement (11) bzw. die Brückenplatten (13, 14) einen randseitigen Überstand bilden.
  11. Brückenwaage nach Anspruch 1 oder einem der weiteren Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass bei Anordnung Überflur an zwei einander gegenüberliegenden Querrändern des Brückenelements (11) bzw. der Brückenplatten (13, 14) jeweils eine Rampe (19) mit schräg gerichteter Fahrfläche (20) angeordnet ist, vorzugsweise mit einer horizontalen Bodenplatte (44), einer schräg gerichteten Rampenplatte (45) und aufrechten, dreieckförmigen Stützstegen (46), die mit Bodenplatte (44) einerseits und Rampenplatte (45) andererseits durch Laserschweißen verbunden sind.
  12. Brückenwaage nach Anspruch 1 oder einem der weiteren Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Brückenelement (11) bzw. die Brückenplatten (13, 14) randseitig durch Stützelemente, insbesondere durch Stützblöcke (49) mit Belagstück (50) aus elastischem Material an der Randeinfassung (23) bei Ausführung Unterflur oder an der Rampe (19) bei Ausführung Überflur abgestützt sind.
  13. Brückenwaage nach Anspruch 1 oder einem der weiteren Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Brückenelement (11) bzw. die Brückenplatten (13, 14) gegenüber einer Randeinfassung (23) bei Unterflur-Ausführung oder gegenüber einer Rampe (19) bei Überflur-Ausführung mittels Dichtungselement (52) abgedichtet sind, vorzugsweise durch streifenförmige, dünnwandige Dichtungselemente (52), die an der Unterseite eines Vorsprungs der Brückenplatten (13, 14) befestigt sind, nämlich an einem durch die Oberplatte (15) gebildeten Überstand (48).
  14. Brückenplatte nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass bei Unterflur-Anordnung das Brückenelement (11) geringfügig über die Randeinfassung (23) hinwegragt, insbesondere entsprechend der Abmessung der Oberplatte (15), derart, dass das an der Unterseite des Überstands (48) angebrachte Dichtungselement (52) im Wesentlichen horizontal gerichtet auf der Oberseite der Randeinfassung (23) aufliegt.
  15. Vorrichtung nach Anspruch 13, gekennzeichnet durch eine hermetische Abdichtung des Brückenelements (11) gegenüber einer Randeinfassung (23) oder einer Rampe (19), wobei ein streifenförmiges Dichtungselement jeweils an der Unterseite von Vorsprüngen des Brückenelements (11) einerseits und der Randeinfassung (23) bzw. der Rampe (19) andererseits angebracht ist, vorzugsweise an Überständen (48) der Brückenplatte (13, 14) einerseits und der Rampe (19) andererseits.
  16. Brückenwaage nach Anspruch 1 oder einem der weiteren Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass bei Überflur-Ausführung mit Rampe (19) diese über eine lösbare Kupplung (54) mit dem Brückenelement (11) bzw. der zugeordneten Brückenplatte (13, 14) verbunden ist, insbesondere bestehend aus einer mit Rampe (19) oder Brückenplatte (13, 14) verbundenen Lasche (55) einerseits und einem mit Rampe (19) oder Brückenplatte (13, 14) verbundenen Verbindungsbolzen (56), der in ein (Lang-)Loch der Lasche (55) eintritt.
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