DE1034474B - Vorrichtung zum Reinigen von poroesen Foerderbahnen, insbesondere Papiermaschinenfilzen - Google Patents

Vorrichtung zum Reinigen von poroesen Foerderbahnen, insbesondere Papiermaschinenfilzen

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DE1034474B DER15679A DER0015679A DE1034474B DE 1034474 B DE1034474 B DE 1034474B DE R15679 A DER15679 A DE R15679A DE R0015679 A DER0015679 A DE R0015679A DE 1034474 B DE1034474 B DE 1034474B
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    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21FPAPER-MAKING MACHINES; METHODS OF PRODUCING PAPER THEREON
    • D21F1/00Wet end of machines for making continuous webs of paper
    • D21F1/32Washing wire-cloths or felts

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  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description

  • Vorrichtung zum Reinigen von porösen Förderbahnen, insbesondere Papiermaschinenfilzen Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Reinigen oder Freimachlen der Poren bahnförmigelr Förderer, insbesondere Papiermaschinenfilzen, und betrifft insbesondere eine Vorrichtung, die die Poren derartiger Förderer von Fremdstoffen schonend frei macht, so daß die losgelösten Fremdstoffe bei der Bewegung de.s Förderers von der Lockerungsvorrichtung beim Durchlauf durch eine Spritzzone hindurch sicher abgewaschen werden können.
  • Die Erfindung erhöht die Leistung und verlängert die Verwendungsdauer von solchen porösen Förderern und bewährt sich besonders auf dem Gebiet der Papierherstellung, wo endlose Förderbänder, sogenannte »Filze«, den Papierstoff ode.r den Papierbrei in nassem und formfähigem Zustand tragen und fördern und Saugvorrichtungen durch die Filze hindurch auf den Papierstoff in bestimmten Partien der Papiermaschine oder Stufen des Papierherstellungsverfahrens einwirken müssen. Stoff- oder Papierteilchen sammeln sich hierbei auf den Filzen und verstopfen deren Poren, so daß die Leistungsfähigkeit und Brauchbarkeit der Förderer vermindert wi.rd.
  • Es ist an sich bekannt, auf bahnförmige Förderhänder, beispielsweise auf die in Papiermaschinen verwendeten »Filze«, du.rch Riffelböcke oder Walzen mit geradliniger Achse so einzuwirken, daß das Förderband quer zu seiner Bewegungsrichtung mit Unterbrechung gestreckt und zusammengezogen wird, um dadurch die Poren des Förderbandes nacheinander zu öffnen, zu schließen und wieder zu öffnen, so daß auf diese Weise ein Lockern und Freimachen der auf dem Förderband befindlichen Fremdstoffe erfolgt, ehe jeder Abschnitt des in dieser Weise behandelten Förderbandes einer Waschzone zugeführt wird, in der die Fremdsto.ffe von dem Förderband abgewaschen werden. Die bekannten Einrichtungen dieser Art haben jedoch den Nachteil, daß die Streck- und Schrumpfwirkung nicht der Beschaffenheit des zu reinigenden Gutes angepaßt, d. h. nicht geregelt werden kann. Ferner ist es an sich bekannt, Walzen mit bogenförmig gekrümmter Achse zum Verbreitern bzw. Zusammenziehen von biegsamen Materialbahnen zu verwenden.
  • Die Erfindung betrifft nun eine Reinigungsvorrich tung der vorstehend erwähnten Art, die mit die Bahn erfassenden Streck- und Schrumpfwalzen ausgestattet ist, welche wechselweise die Bahn quer zu ihrer Beweguugsrichtung strecken und zusammenziehen und dadurch die Poren derselben öffnen und schließen, um darin festgesetzte Fremdstoffe zu lockern. Im Gegensatz zu der bekannten Anordnung ist die erfindungsgemäße Vorrichtung jedoch mit an sich bekannten Streck- und Schrumpfwalzen mit bogenförmig gekrümmter starrer Achse ausgestattet, welche Achsen derart in Bezug aufeinander eingestellt sind, daß die Bahn wechselweise einer Streck- und Schrumpfwirkung unterworfen wird.
  • Durch einfaches, mehr oder weniger starkes Schwenken der gekrümmten Achsen gegen oder zueinander kann dabei das Ausmaß des Streck- oder Schrumpfeffektes leicht der Beschaffenheit des zu reinigenden Filzes od. dgl. angepaßt, d. h. geregelt werden. In weiterer Ausbildung des Gegenstandes der Erfindung kann ferner mindestens eine der Walzen auch in bezug auf ihre Lage zur Bahn einstellbar sein, und sch!ließlich können auf beiden Seiten der Bahn Wasserstrahler angeordnet sein, die nach Beendigung des Öffnens der Poren während des Offenhaltens derselben Wasserstrahlen gegen die Bahn richten.
  • In der Zeichnung ist Fig. 1 eine schematische Darstellung der Bauteile einer üblichen Papiermaschine mit einer schematisch dargestellten erfindungsgemäßen Vorrichtung, die sowohl dem Oberfilz als auch dem Unterfilz zugeordnet ist, Fig. 2 im vergrößerten Maßstab eine Draufsicht der mit gebogenen Walzen ausgestatteten Vorrichtung, die bei dem in Fig. 1 dargestellten Oberfilz verwendet wird, wobei die Poren in dem Filz übertrieben groß dargestellt sind, um die Wirkung der Bogenwalzen auf das Förderband deutlicher zu zeigen, Fig. 3 eine Stirnansicht der in Fig. 2 dargestellten Vorrichtung, bei der das Förderband der Lockerungsvorrichtung zuläuft und von der Lockerungsvorrichtung weg in die Waschzone geführt wird, Fig. 4 ein Schnitt nach Linie 4-4 der Fig. 5, der den einen abgedichteten Endteil einer Bogenwalze zeigt, die in der erfindungsgemäßen Vorrichtung verwendet werden kann, Fig. 5 eine Stirnansicht der in Fig. 4 dargestellten Walze in kleinerem Maßstab; Fig. 6 und 7 sind schematische Darstellungen eines Filzgewebeteiles, wobei in Fig. 6 die Schuß- oder Füllfäden senkrecht zu den Kettenfäden verlaufen, während in Fig. 7 die Schuß- oder Füllfäden eine gekrümmte Lage haben; Fig. 8 ist eine Draufsicht des Teiles einer gelochten Bahn, die als »Filz« in Papiermaschinen zur Verwendung gelangt; Fig. 9 ist eine Draufsicht einer Abänderung. in der die Endklemmen für die gebogenen Walzen auf ihren Trägern verstellbar sind, um dlie Spannung auf den sich bewegenden Filz oder auf eine andere Förderbahn zu ändern, und Fig. 10 ist eine Stirnansicht der in Fig. 9 dargestellten, teilweise weggebrodienen Vorrichtung.
  • Die Erfindung ist in Fig. 1 schematisch in Verbindung mit einer üblichen Papiermaschine dargestellt, deren Unterfilz 10 sich in Richtung der Pfeile bewegt und um die Führungswalzen 12, 14, 16, 18 herumgeführt ist, um dann. von der Führungswalze 18 nach unten und um die erste Walze 20 von drei gebogenen Walzen 20, 22, 24 zu laufen. Der Filz 10 legt sich an die Unterseite der Walze 20 an und läuft von dort um die Oberseite der Walze22 und dann nach unten um die Unterseite der dritten gebogenen Walze 24, worauf der Filz in ungefähr senkrechter Richtung eine Wasch- oder Spritzzone durchläuft, in der die eine Seite des Filzes mittels eines Wasserstrahles 26 und die andere Seite mittels eines Wasserstrahles 28 abgespült wird. Der Filz läuft aus der Spritz- oder Sprübzone über die Führungswalze 30 und unter der Führungswalze 32 in einer Bahn, die zu der üblichen Vorrichtung der Papiermaschine führt.
  • Der Oberfilz 34 läuft in Richtung der Pfeile über die Führungswalzen 36, 38 und von der Führungswalze 38 nach unten um die Unterseite der ersten Walze 40 einer zweiten Gruppe aus gebogenen Walzen 40, 42, 44. Der Filz 34 läuft von der Walze 40 zur Oberseite und über die Oberseite der Walze 42 und von dort nach unten um die Unterseite der Walze 44 und durchläuft dann in ungefähr senkrechter Richtung eine zweite Wasch- oder Spritzzone, in der eine Düse 46 Wasser auf die eine Seite des Filzes und eine Düse 48 Wasser auf die andere Seite des Filzes aufsprüht. Der Filz 34 läuft aus dieser Zone über die Fiihrungswalzen 49, 50 in einer Bahnschleife, die zu den hier nicht weiter dargestellten Bauteilen der Papiermaschine zurückführt.
  • Beide Filze 10 und 34 sind endlose Förderfilze, die den Papierstoff oder den Papierbrei in dem Papierherstellungsverfahren in bekannter Weise tragen und fördern. Der hier gewählte Ausdruck »Filz« bezieht sich auf eine übliche gewebte Bahn, jedoch kann unter dem Ausdruck »Filz« auch jede Bahn aus bi.egsamem Kunststoff oder aus irgendeinem anderen zweckdienlichen Bahnmaterial verstanden werden, das Lochungen aufweist und das einen zweckdienlichen weichen Überzug oder eine poröse Decke an derjenigen Seite hat, die mit dem Papierbrei oder dem Papierstoff in Berührung kommt. Ein Bruchstück einer derartigen Förderbahn ist in Fig. 8 dargestellt.
  • Dabei sollen die gebogenen Walzen 20, 22, 24 und 40, 42, 44 auf die zugehörigen Filze 10, 34 so einwirken, daß Massen und Teilchen aus Papierbrei oder Papierstoff sowie andere Fremdstoffe, die sich in die Filz eingesetzt haben, gelockert und frei gemacht werden, damit die.se Massen und Teilchen einwandfrei und sicher mit Hilfe der Wasserstrahlen 26, 28 und 46, 48 von den Filzen abgewaschen werden können.
  • Um die Leistungsfähigkeit und Wirksamkeit der Filze 10, 34 zu erhöhen, müssen die Filze bekanntlich von Fremdstoffansammlungen, die sich auf die Filze aufsezten und in die Filze einlagern wollen, frei gehalten werden. Das früher vorzugsweise angewendete Verfahren zum Lockern der in die Filze eingelagerten Fremdstoffe. das in einem Abklopfen und Wippen der Filze bestand, ist nicht völlig zufriedenstellend, da hierdurch eine schnelle Zerstörung der Filze herbeigeführt wurde. Die Filze werden hiernach durch das oft auftretende Verziehen der Schuß- oder Füllfäden benachteiligt, denn dadurch wird nicht nur die Größe der Gewebeporen, durch die ein Saugzug auf das geförderte Material ausgeübt wird, vermindert und die Saugwirkung herabgesetzt, sondern es werden auch die kleineren Poren leichter von den darin befindlichen Fremdstoffen verstopft. Die Fig. 6 und 7 zeigen schematisch die Wirkung der Porenverkleinerung beim Verziehen der Schuß- und Füllfäden eines gewebten Filzes. In Fig. 6 haben die Schuß- oder Füllfäden 10a ihre richtige senkrechte Lage zu den Kettenfäden 10&, während in Fig. 7 die Schuß- oder Füllfäden 10a in verzogener Stellung gezeigt sind, wodurch notgedrungen eine wesentliche Verkleinerung der Filzbreite zusammen mit einer entsprechenden Wölbung der Kettenfäden lOb erfolgt. Die Poren 10c in Fig. 7 sind beträchtlich kleiner als die weit offenen Poren 10C in Fig. 6.
  • Durch die erfindungsgemäße Reinigungsvorrichtung wird dagegen das Verziehen der Schuß- oder Füllfäden gewebter Filze verhütet, und die Fremdstoffe in dem Filz werden in schonender Weise gelöst oder gelockert, ohne daß die Filze den zerstörenden Wirltungen von Klopf- oder Wippbehandlungen unterworfen werden müssen.
  • Jede gebogene Walze 20, 22, 24. 40, 42, 44 kann eine Bauart haben, bei der eine nachgiebige biegsame Gummihülle od. dgl. eine Drehung um eine gebogene Achse ausführt. Da diese Walzen durch das aus den Sprühdüsen 26, 28, 46, 48 ausgesprühte Wasser naß werden, sind vorzugsweise die Stirnenden der Walzen gegen einen Durchtritt des Wassers zum Innenraum der Walze abgedichtet oder ziemlich abgedichtet.
  • Fig. 4 zeigt das eine Stirnende einer abgedichteten oder im wesentlichen abgedichteten gebogenen Walze, die bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung verwendet werden kann obwohl der Aufbau der gebogenen Walze sich auch in anderer Weise ausführen läßt und abweichende Stirnwandabdichtungen. verwendet werden können. Der in Fig. 4 dargestellte. Walzenaufbau hat eine federnd nachgiebige biegsame Außenhülle 52 aus Gummi od. dgl., die nachgiebig über einer Gruppe von Rollen oder Spulen 53 liegt, von denen jede mit dem Außenlaufring 54a eines Kugellagers 54 umlaufen kann, dessen Innenlaufring 54b undrehbar auf einer in Längsrichtung gebogenen Achse 56 gelagert ist. Die dargestellte Achse 56 hat einen sechseckigen Querschnitt. Der Innenlaufring 54b jedes Kugellagers 54 hat eine sechseckige )ffnung, die etwas größer ist als der Durchmesser der Achse, so daß die Kugellager auf die Achse aufgesetzt und längs der Achse in jede gewünschte Stellung geschoben werden können, wobei sich jedoch die Innenlaufringe 54b nicht auf der Achse drehen lassen. Die Achse lose umgebende zylindrische Abstandsstücke 58 liegen zwischen den Innenlaufringen benachbarter Kugellager 54, um die Rollen oder Spulen 53 in ge ringem Abstand über die gesamte Länge der Walze zu halten. Alle Innenlaufringe 54b und Abstandsstücke 58 werden in Längsrichtung mittels Klein ringe 60 zusammengedrückt, von denen je ein Klemmring an jedem Stirnende der Walzen vorhanden ist.
  • Jeder Ring 60 wird gegen die Außenseite des benachbarten Innenlaufringes 54b gedrückt und wird an der Achse 56 beispielsweise mittels einer Setzschraube 62 oder mehrerer Setzschrauben 62 befestigt, d.ie mit einem Schraubenzieher festgezogen werden können, der durch eine in der Außenrolle oder Außenspule 53 befindliche Öffnung oder durch mehrere Öffn.ungen 64 eingesetzt werden kann. ehe die Außenhülle 52 über die Rollen oder Spulen 53 gezogen wird.
  • Jede Stirnabdicbtung für die Walze nach Fig. 4 enthält eine Kappe 66, die über das benachbarte Stirn ende der Außenhülle 52 greift und die beispielsweise mittels Schraubenbolzen 68 (Fig. 4. r) an dem nach innen gerichteten Flansch 53a der henachbarten Endrollen oder Endspulen 53 befestigt wird. Eine Dichtung 70 liegt innerhalb des Flansches 72 und wird dicht an die Achse 56 von den Schrauben 74 gedrückt. die den Flansch 72 und die Dichtung 70 durchsetzen und in den angrenzenden Ring 60 eingeschraubt sind.
  • Die Dichtung 70 und der geflauschte Teil 72 sind auf diese Weise zusammen mit dem Ring 60 gegen Drehung auf der Achse 56 gesichert. jedoch dreht sich die Kappe 66 mit den Rollen oder Spulen 53 und der Oberflächenhülle 52. Zur Schmierung der zwi scheu der Kappe 66 und dem geflanschten Teil 72 vorhandenen Lagerflächen sind Schmiernippel 76 vorhanden.
  • Da die Walzen 20, 22, 24 auf den Unterfilz 10 in der z]eichen Weise wirken wie die Walzen 40. 42, 44 auf den Oberfilz 34, wird dieser Vorgang nachstehend des näheren nur an den Walzen 40, 42, 44 beschrieben und die Wirkung dieser Walzen auf den Oberfilz 34 (in Draufsicht in Fig. 2 gezeigt) erläutert. Der in Richtung der Pfeile laufende Oberfilz 34 läuft zuerst um die ITnterseite der Walze 40. läuft dann um die Oberseite der Walze 42 und schließlich um die Unterseite der Walze 44.
  • Erfindungsgemäß ist die gebogene Walze 40 mit ihrer gebogenen Achse in einer vorbestimmten Ebene in Stirnlagern 78 gelagert. so daß die Walze 40 den Filz 34 bei seinem Umlauf um die Walze 40 in Breitenrichtung streckt oder ausdehnt. Die Walze 40 ist dahei mit ihrer gebogenen Achse in einer Ebene so aufgestellt. daß der Filz 34 die Walze zuerst an ihrem konkaven Abschnitt berührt und die Walze dann an ihrem konvexen Abschnitt verläßt. Die Walze 40 dehnt oder streckt daher den Filz 34 in Querrichtung. so daß sich das Fiizgewebe seitlich öffnet. Die gebogene Walze 42 ist in Stirnlagern 80 so gelagert. daß ihre gebogene Achse in einer Ebene liegt, in der der in Seitenrichtung gestreckte und von der Walze 40 kommende Filz34 zuerst die Walze 42 an ihrer konvexen Seite berührt und dann die Walze 42 an ihrer konkaven Seite verläßt. Infolgedessen zieht die Walze 42 den Filz 34 in Seitenrichtung zusammen, wobei ein entsprechendes seitliches Schließen des Gewebes erfolgt. Die dritte gebogene Walze 44 dieser Gruppe ist mit ihrer gebogenen Achse in den Stirnlagern 82 in eine solche Ebene eingestellt, daß der von der Walze 42 kommende zusammengezogene Filz 34 zuerst die Walze 44 an einem konkaven Abschnitt berührt und die Wa.lze 44 dann an einem konvexen Abschnitt verläßt, so daß der Filz in Seitenrichtung wieder gestreckt und ausgedehnt wird, ehe der breitgestreckte Filz in die Spritzzone läuft, in der die Spritzstrahlen 46, 48 die gegenüberliegenden Seiten- flächen des Filzes abwaschen, während das Gewebe des Filzes infolge der von der Walze 44 erzeugten seitlich gerichteten Streckwirkung verhältnismäßig offen ist. Diese abschließende seitliche Streckung an der Walze 44 ist beträchtlich größer als die seitliche Streckung an der Walze 40, obwohl die Relativgrößen der an den Walzen 40, 44 hervorgerufenen seitlichen Streckungen nicht von Wichtigkeit sind, solange die gebogenen Walzen ein seitliches Strecken des Filzes ausführen, dem eine freie Einstellung der Seitenspannung oder ein seitliches Zusammenziehen des Filze.s und ein anschließendes seitliches Ausdehnen oder ein seitliches Strecken des Filzes folgt, ehe der verhältnismäßig offene ausgedehnte Filz von den Wasserstrahlen 46, 48 gewaschen wird.
  • Das beschriebene seitliche Öffnen, Schließen und Wiederöffnen des Filzgewebes beim Vorschub des Filzes zur Abspritzzone schiebt die Webfäden des Filzes seitlich nach außen, dann nach innen und dann wieder nach außen und löst und lockert auf diese Weise die in den Poren des gewebten Filzes eingeschlossenen Stoffmassen und Stoffteilchen sowie andere Fremdstoffe, die eine schädliche Wirkung auf die Leistungsfähigkeit und Wirksamkeit des Filzes haben. Die gelösten oder frei gemachten Fremdstoffe werden, wenn sie auf dem in die Abspritzzone laufenden Filz bleiben, leicht und sicher von dem Spritzwasser abgespritzt, das von entgegengesetzten Seiten her und vorzugsweise an in senkrechter Richtung auf Abstand stehenden Stellen der Spritzzone auf den Filz aufgespritzt wird. Das seitliche Strecken und Zusammenziehen des Filzes geht allmählich und schonend vor sich und überträgt keine unnötigen Beanspruchungen auf den Filz, der für wesentlich längere Verwendungszeiten weich und sauber gehalten wird, als es z. B. mit Abklopf- und Wippbehan.dlungen möglich war. Diese bekannte Behandlungsart hat oft den Filz schnell zerstört, so daß er in kurzer Zeit seine Wirksamkeit verlor. Das erfindungsgemäße seitliche Strecken und Zusammenziehen des Filzes säubert dagegen die Filze wirksamer und besser, als es die bekannten Verfahren vermögen. Außerdem werden die Filze während ihrer gesamten Verwendungsdauer weich und offen gehalten und können während ihrer gesamten Verwendungsdauer wirksamer die schwereren Papierstoffbahnen handhaben.
  • Mitunter konnten die Filze schon nach verhältnismäßig kurzer Gebrauchsdauer die schwereren Stoffbahnen nicht mehr tragen und mußten durch neue Filze ersetzt werden. Die Ursache hierfür lag vor allem in der Neigung der bekannten gewebten Filze, sich in Breitenrichtung zusammenzuziehen, wobei das bereits erwähnte Verziehen der Schuß- oder Füllfäden und die Verkleinerung der Gewebeporen erfolgte. Es mußten bisher immer Filze eingekauft werden, die eine größere Breite als die gewünschte Breite aufwiesen, um den bei der Verwendung auftretenden Breitenschwund auszugleichen. Bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung behalten die Filze während ihrer gesamten Verwendungsdauer ihre ursprüngliche Breite bei, so daß sie als Mitläufer sowohl für dünne als auch für verhältnismäßig dicke oder schwere Stoffbahnen verwendet werden können.
  • Wegen der weit geöffneten Poren und der leistungsfähigeren Reinigungswirkung der n.euen Vorrichtung können die Filze mit höherer Geschwindigkeit als bisher arbeiten, so daß die Leistung der zugehürenden Maschine erhöht wird. Andere wichtige Vorteile bestehen da.rin, daß die Vorrichtung eine wesentliche Verminderung der auf die Filze zur Einwirkung gebrachten Längsspannung ermöglicht, da ein »Klopfen« oder »Wippen« der Filze nicht mehr notwendig ist.
  • Im Gegensatz zu dem bisher üblichen Verfahren können also für bestimmte Arbeiten Filze kleinerer Breite verwendet werden.
  • Jede gebogene Walze der erfindungsgemäßen Anordnung läßt sich in ihren Endlagern verstellen, um ihre WIittellinie in viele verschiedene Ebenen einzubringen, so daß die Streck- oder Zusammenziehwirkung auf den anliegenden Filz geändert wird Alle Lager 78, 80, 82 oder einige dieser Lager können lotrecht verstellbar sein, um alle gebogenen Walzen oder einige gebogene Walzen zu heben oder zu senken.
  • In der dargestellten Ausführung haben die Endlager 78, 82 eine feste Stellung auf einem Träger 84, und nur das Lager 80 für die gebogene Walze 42 ist in senkrechter Richtung auf den vom Träger 84 ausgehenden Ständern 86 verschiebbar. Jeder Ständer 86 hat einen lotrechten Schlitz, und jedes Lager 80 weist Schraubenbolzen 88 auf, die die Schlitze durchsetzen und mittels Muttern 90 in jeder ausgewählten Stellung längs der Ständer 86 befestigt werden können.
  • Für gewöhnlich sind die Wasserstrahlen 26, 28 und 46, 48 so aufgestellt und sind so gerichtet, daß der eine Wasserstrahl jeder Abspritzzone einen Strahl verhältnismäßig hohen Druckes durch den Filz hindurch richtet, um den Fremdstoff auf der von der stofftragenden Seite abgewendeten Seite des Filzes abzuspritzen, während die andere Sprühdüse jeder Wasch- oder Abspritzzone eine Sprühdüse sein kann, die einen Sprühstrahl niedrigeren Druckes schräg nach unten auf die stofftragende Seite des Filzes richtet.
  • In den Fig. 1 und 3 sind die Düsen 26, 46 die Düsen, die die Sprühstrahlen hohen Druckes zur Einwirkung bringen.
  • In Fig. 2 ist die schematische Darstellung des Gewebes des Filzes 34 übertrieben groß dargestellt, um die Wirkung der gebogenen Walzen auf das Gewebe zu veranschaulichen. Die gestrichelte projizierte Darstellung des Gewebes bei A zeigt den Zustand des Filzgewebes beim Zulauf zur Walze 40, an der der Filz seitlich gestreckt wird, um das Gewebe zu öffnen, wie dies bei B dargestellt ist. Der Gewebeabschnitt C zeigt das Zusammenziehen des Gewebes, wenn der Filz34 zur Walze 42 läuft, während die Gewebeteile D wieder in seinem seitlich gestreckten oder offenen Zustand beim Zulauf des Filzes zur Walze 44 zeigen. Die gestrichelte projizierte Darstellung des Gewebes bei E zeigt das verhältnismäßig weit geöffnete Gewebe, wenn der Filz den Sprühdüsen 46, 48 zuläuft.
  • Die Walzen 20, 22, 24 wirken auf den Filz 10 in gleicher Weise wie die Walzen 40, 42, 44 auf den Filz 34.
  • Die Fig. 9 und 10 zeigen die Einstellung einer gebogenen Walze oder mehrerer gebogener Walzen, die als Spannwalze zum Aufnehmen des Durchhanges eines sich bewegenden Filzes dienen oder die die Spannung in diesem Filz ändern. Die Walze 40 (Fig. 9 und 10) kann längs der Träger 84' eingestellt werden. Gewünschtenfalls kann natürlich auch die Walze 20 in ähnlicher Weise eingestellt werden.
  • Jeder Träger 84' ist im Querschnitt rechteckig und hohl, so daß eine verhältnismäßig lange Spindel 92 drehbar in jedem Träger 84' gelagert werden kann und sich ziemlich weit in den Hohlraum des Trägers erstreckt. Die Deckenwand jedes Trägers 84' hat einen verhältnismäßig breiten Längsschlitz 94, der von einer nach unten gerichteten Mutter 96 gleitend durchsetzt wird, die auf der benachbarten Walzenklemme 78' befestigt ist. Die Spindel 92 durchsetzt die Mutter 96. Durch die Drehung der Spindel 92 erfolgt eine Verschiebung der Walzenklemme 78' längs des Trägers 84' in beiden Richtungen. Jedes Ende der Walzenachse56 ist in je einer Klemme 78 einstellbar, wie dies in Verbindung mit Fig. 1 und 3 beschrieben ist, und jede Klemme 78' weist Befestigungsbolzen 98 auf, die die rerhältnismäßig schmalen Schlitze 100 in der Deckenwand jedes Trägers 84' durchsetzen, so daß die I(lemmen 78 in allen gewählten Stellungen befestigt werden können.
  • Jede Spindel 92 wird in Lagern 102, 104 drehbar getragen, von denen das Lager 104 eine Stirnwand des Trägers 84' ist. Auf dem Außenende jeder Spindel ist nahe der Stirnwand ein Kegel rad 106 befestigt, das mit je einem von zwei gleichen Kegel rädern 108 im Eingriff steht, die auf einer in Querrichtung von Träger 84' zu Träger 84' sich erstreckenden langen Welle 110 befestigt sind. Die Welle 110 ist in den an jeder Stirnwand der Träger 84' befindlichen Lagern 112 gelagert. An dem einen Ende der Welle 110 ist ein Handrad 114 befestigt, das die von Hand erfolgenden Drehungen der Welle 110 und der Spin deln 92 erleichtert. Sollen die Walzenklemmen 78 verstellt werden, so werden die Schraubenbolzen 98 gelockert und nach der Verstellung wieder festgezogen, um die Klemmen in den ausgewählten Stellungen zu halten.
  • Durch eine derartige einstellbare Lagerung der Walzenklemmen einer gebogenen Walze 40 oder 20 oder beider Walzen läßt sich die verstellbare Walze als Spannwalze verwenden, so daß die übliche Spannwalze oder die üblichen Spannwalzen, die auf den Filz oder auf die Filze von Papiermaschinen einwirken, nicht mehr erforderlich sind. pATEXTANSPRttCHE: 1. Vorrichtung zum Reinigen von porösen Förderbahnen, insbesondere Papiermaschinenfilzen, mit mehreren die Bahn erfassenden Streck- und Schrumpfwalzen, die wechselweise die Bahn quer zu ihrer Bewegungsrichtung strecken und zusammenziehen und dadurch die Poren derselben öffnen und schließen, um darin festgesetzte Fremdstoffe zu lockern, gekennzeichnet durch an sich bekannte Streck- bzw. Schrumpfwalzen (20, 22, 24; 40, 42, 44) mit bogenförmig gekrümmter starrer Achse (56), welche Achsen derart in Bezug aufeinander eingestellt sind, daß die Bahn wechselweise einer Streck- und Schrumpfwirkung unterworfen wird.

Claims (1)

  1. 2. Vorrichtung nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens eine der Walzen (42) auch in bezug auf ihre Lage zur Bahn einstellbar ist.
    3. Vorrichtung nach Anspruch 1, da.durch gekennzeichnet, daß auf beiden Seiten der Bahn Wassers trahl er (26, 28; 46, 48) angeordnet sind, die nach Beendigung des Öffnens der Poren und während des Offenhaltens derselben Wasserstrahlen gegen die Bahn richten.
    In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 921 691, 453 867, 109 444; USA.-Patentschriften Nr. 2 245 109, 2 043 415.
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