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Vorrichtung zum Reinigen von porösen Förderbahnen, insbesondere Papiermaschinenfilzen
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Reinigen oder Freimachlen der
Poren bahnförmigelr Förderer, insbesondere Papiermaschinenfilzen, und betrifft insbesondere
eine Vorrichtung, die die Poren derartiger Förderer von Fremdstoffen schonend frei
macht, so daß die losgelösten Fremdstoffe bei der Bewegung de.s Förderers von der
Lockerungsvorrichtung beim Durchlauf durch eine Spritzzone hindurch sicher abgewaschen
werden können.
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Die Erfindung erhöht die Leistung und verlängert die Verwendungsdauer
von solchen porösen Förderern und bewährt sich besonders auf dem Gebiet der Papierherstellung,
wo endlose Förderbänder, sogenannte »Filze«, den Papierstoff ode.r den Papierbrei
in nassem und formfähigem Zustand tragen und fördern und Saugvorrichtungen durch
die Filze hindurch auf den Papierstoff in bestimmten Partien der Papiermaschine
oder Stufen des Papierherstellungsverfahrens einwirken müssen. Stoff- oder Papierteilchen
sammeln sich hierbei auf den Filzen und verstopfen deren Poren, so daß die Leistungsfähigkeit
und Brauchbarkeit der Förderer vermindert wi.rd.
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Es ist an sich bekannt, auf bahnförmige Förderhänder, beispielsweise
auf die in Papiermaschinen verwendeten »Filze«, du.rch Riffelböcke oder Walzen mit
geradliniger Achse so einzuwirken, daß das Förderband quer zu seiner Bewegungsrichtung
mit Unterbrechung gestreckt und zusammengezogen wird, um dadurch die Poren des Förderbandes
nacheinander zu öffnen, zu schließen und wieder zu öffnen, so daß auf diese Weise
ein Lockern und Freimachen der auf dem Förderband befindlichen Fremdstoffe erfolgt,
ehe jeder Abschnitt des in dieser Weise behandelten Förderbandes einer Waschzone
zugeführt wird, in der die Fremdsto.ffe von dem Förderband abgewaschen werden. Die
bekannten Einrichtungen dieser Art haben jedoch den Nachteil, daß die Streck- und
Schrumpfwirkung nicht der Beschaffenheit des zu reinigenden Gutes angepaßt, d. h.
nicht geregelt werden kann. Ferner ist es an sich bekannt, Walzen mit bogenförmig
gekrümmter Achse zum Verbreitern bzw. Zusammenziehen von biegsamen Materialbahnen
zu verwenden.
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Die Erfindung betrifft nun eine Reinigungsvorrich tung der vorstehend
erwähnten Art, die mit die Bahn erfassenden Streck- und Schrumpfwalzen ausgestattet
ist, welche wechselweise die Bahn quer zu ihrer Beweguugsrichtung strecken und zusammenziehen
und dadurch die Poren derselben öffnen und schließen, um darin festgesetzte Fremdstoffe
zu lockern. Im Gegensatz zu der bekannten Anordnung ist die erfindungsgemäße Vorrichtung
jedoch mit an sich bekannten Streck- und Schrumpfwalzen mit bogenförmig gekrümmter
starrer Achse ausgestattet, welche Achsen
derart in Bezug aufeinander eingestellt
sind, daß die Bahn wechselweise einer Streck- und Schrumpfwirkung unterworfen wird.
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Durch einfaches, mehr oder weniger starkes Schwenken der gekrümmten
Achsen gegen oder zueinander kann dabei das Ausmaß des Streck- oder Schrumpfeffektes
leicht der Beschaffenheit des zu reinigenden Filzes od. dgl. angepaßt, d. h. geregelt
werden. In weiterer Ausbildung des Gegenstandes der Erfindung kann ferner mindestens
eine der Walzen auch in bezug auf ihre Lage zur Bahn einstellbar sein, und sch!ließlich
können auf beiden Seiten der Bahn Wasserstrahler angeordnet sein, die nach Beendigung
des Öffnens der Poren während des Offenhaltens derselben Wasserstrahlen gegen die
Bahn richten.
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In der Zeichnung ist Fig. 1 eine schematische Darstellung der Bauteile
einer üblichen Papiermaschine mit einer schematisch dargestellten erfindungsgemäßen
Vorrichtung, die sowohl dem Oberfilz als auch dem Unterfilz zugeordnet ist, Fig.
2 im vergrößerten Maßstab eine Draufsicht der mit gebogenen Walzen ausgestatteten
Vorrichtung, die bei dem in Fig. 1 dargestellten Oberfilz verwendet wird, wobei
die Poren in dem Filz übertrieben groß dargestellt sind, um die Wirkung der Bogenwalzen
auf das Förderband deutlicher zu zeigen, Fig. 3 eine Stirnansicht der in Fig. 2
dargestellten Vorrichtung, bei der das Förderband der Lockerungsvorrichtung zuläuft
und von der Lockerungsvorrichtung weg in die Waschzone geführt wird, Fig. 4 ein
Schnitt nach Linie 4-4 der Fig. 5, der den einen abgedichteten Endteil einer Bogenwalze
zeigt,
die in der erfindungsgemäßen Vorrichtung verwendet werden
kann, Fig. 5 eine Stirnansicht der in Fig. 4 dargestellten Walze in kleinerem Maßstab;
Fig. 6 und 7 sind schematische Darstellungen eines Filzgewebeteiles, wobei in Fig.
6 die Schuß- oder Füllfäden senkrecht zu den Kettenfäden verlaufen, während in Fig.
7 die Schuß- oder Füllfäden eine gekrümmte Lage haben; Fig. 8 ist eine Draufsicht
des Teiles einer gelochten Bahn, die als »Filz« in Papiermaschinen zur Verwendung
gelangt; Fig. 9 ist eine Draufsicht einer Abänderung. in der die Endklemmen für
die gebogenen Walzen auf ihren Trägern verstellbar sind, um dlie Spannung auf den
sich bewegenden Filz oder auf eine andere Förderbahn zu ändern, und Fig. 10 ist
eine Stirnansicht der in Fig. 9 dargestellten, teilweise weggebrodienen Vorrichtung.
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Die Erfindung ist in Fig. 1 schematisch in Verbindung mit einer üblichen
Papiermaschine dargestellt, deren Unterfilz 10 sich in Richtung der Pfeile bewegt
und um die Führungswalzen 12, 14, 16, 18 herumgeführt ist, um dann. von der Führungswalze
18 nach unten und um die erste Walze 20 von drei gebogenen Walzen 20, 22, 24 zu
laufen. Der Filz 10 legt sich an die Unterseite der Walze 20 an und läuft von dort
um die Oberseite der Walze22 und dann nach unten um die Unterseite der dritten gebogenen
Walze 24, worauf der Filz in ungefähr senkrechter Richtung eine Wasch- oder Spritzzone
durchläuft, in der die eine Seite des Filzes mittels eines Wasserstrahles 26 und
die andere Seite mittels eines Wasserstrahles 28 abgespült wird. Der Filz läuft
aus der Spritz- oder Sprübzone über die Führungswalze 30 und unter der Führungswalze
32 in einer Bahn, die zu der üblichen Vorrichtung der Papiermaschine führt.
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Der Oberfilz 34 läuft in Richtung der Pfeile über die Führungswalzen
36, 38 und von der Führungswalze 38 nach unten um die Unterseite der ersten Walze
40 einer zweiten Gruppe aus gebogenen Walzen 40, 42, 44. Der Filz 34 läuft von der
Walze 40 zur Oberseite und über die Oberseite der Walze 42 und von dort nach unten
um die Unterseite der Walze 44 und durchläuft dann in ungefähr senkrechter Richtung
eine zweite Wasch- oder Spritzzone, in der eine Düse 46 Wasser auf die eine Seite
des Filzes und eine Düse 48 Wasser auf die andere Seite des Filzes aufsprüht. Der
Filz 34 läuft aus dieser Zone über die Fiihrungswalzen 49, 50 in einer Bahnschleife,
die zu den hier nicht weiter dargestellten Bauteilen der Papiermaschine zurückführt.
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Beide Filze 10 und 34 sind endlose Förderfilze, die den Papierstoff
oder den Papierbrei in dem Papierherstellungsverfahren in bekannter Weise tragen
und fördern. Der hier gewählte Ausdruck »Filz« bezieht sich auf eine übliche gewebte
Bahn, jedoch kann unter dem Ausdruck »Filz« auch jede Bahn aus bi.egsamem Kunststoff
oder aus irgendeinem anderen zweckdienlichen Bahnmaterial verstanden werden, das
Lochungen aufweist und das einen zweckdienlichen weichen Überzug oder eine poröse
Decke an derjenigen Seite hat, die mit dem Papierbrei oder dem Papierstoff in Berührung
kommt. Ein Bruchstück einer derartigen Förderbahn ist in Fig. 8 dargestellt.
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Dabei sollen die gebogenen Walzen 20, 22, 24 und 40, 42, 44 auf die
zugehörigen Filze 10, 34 so einwirken, daß Massen und Teilchen aus Papierbrei oder
Papierstoff sowie andere Fremdstoffe, die sich in die Filz eingesetzt haben, gelockert
und frei gemacht
werden, damit die.se Massen und Teilchen einwandfrei und sicher
mit Hilfe der Wasserstrahlen 26, 28 und 46, 48 von den Filzen abgewaschen werden
können.
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Um die Leistungsfähigkeit und Wirksamkeit der Filze 10, 34 zu erhöhen,
müssen die Filze bekanntlich von Fremdstoffansammlungen, die sich auf die Filze
aufsezten und in die Filze einlagern wollen, frei gehalten werden. Das früher vorzugsweise
angewendete Verfahren zum Lockern der in die Filze eingelagerten Fremdstoffe. das
in einem Abklopfen und Wippen der Filze bestand, ist nicht völlig zufriedenstellend,
da hierdurch eine schnelle Zerstörung der Filze herbeigeführt wurde. Die Filze werden
hiernach durch das oft auftretende Verziehen der Schuß- oder Füllfäden benachteiligt,
denn dadurch wird nicht nur die Größe der Gewebeporen, durch die ein Saugzug auf
das geförderte Material ausgeübt wird, vermindert und die Saugwirkung herabgesetzt,
sondern es werden auch die kleineren Poren leichter von den darin befindlichen Fremdstoffen
verstopft. Die Fig. 6 und 7 zeigen schematisch die Wirkung der Porenverkleinerung
beim Verziehen der Schuß- und Füllfäden eines gewebten Filzes. In Fig. 6 haben die
Schuß- oder Füllfäden 10a ihre richtige senkrechte Lage zu den Kettenfäden 10&,
während in Fig. 7 die Schuß- oder Füllfäden 10a in verzogener Stellung gezeigt sind,
wodurch notgedrungen eine wesentliche Verkleinerung der Filzbreite zusammen mit
einer entsprechenden Wölbung der Kettenfäden lOb erfolgt. Die Poren 10c in Fig.
7 sind beträchtlich kleiner als die weit offenen Poren 10C in Fig. 6.
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Durch die erfindungsgemäße Reinigungsvorrichtung wird dagegen das
Verziehen der Schuß- oder Füllfäden gewebter Filze verhütet, und die Fremdstoffe
in dem Filz werden in schonender Weise gelöst oder gelockert, ohne daß die Filze
den zerstörenden Wirltungen von Klopf- oder Wippbehandlungen unterworfen werden
müssen.
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Jede gebogene Walze 20, 22, 24. 40, 42, 44 kann eine Bauart haben,
bei der eine nachgiebige biegsame Gummihülle od. dgl. eine Drehung um eine gebogene
Achse ausführt. Da diese Walzen durch das aus den Sprühdüsen 26, 28, 46, 48 ausgesprühte
Wasser naß werden, sind vorzugsweise die Stirnenden der Walzen gegen einen Durchtritt
des Wassers zum Innenraum der Walze abgedichtet oder ziemlich abgedichtet.
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Fig. 4 zeigt das eine Stirnende einer abgedichteten oder im wesentlichen
abgedichteten gebogenen Walze, die bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung verwendet
werden kann obwohl der Aufbau der gebogenen Walze sich auch in anderer Weise ausführen
läßt und abweichende Stirnwandabdichtungen. verwendet werden können. Der in Fig.
4 dargestellte. Walzenaufbau hat eine federnd nachgiebige biegsame Außenhülle 52
aus Gummi od. dgl., die nachgiebig über einer Gruppe von Rollen oder Spulen 53 liegt,
von denen jede mit dem Außenlaufring 54a eines Kugellagers 54 umlaufen kann, dessen
Innenlaufring 54b undrehbar auf einer in Längsrichtung gebogenen Achse 56 gelagert
ist. Die dargestellte Achse 56 hat einen sechseckigen Querschnitt. Der Innenlaufring
54b jedes Kugellagers 54 hat eine sechseckige )ffnung, die etwas größer ist als
der Durchmesser der Achse, so daß die Kugellager auf die Achse aufgesetzt und längs
der Achse in jede gewünschte Stellung geschoben werden können, wobei sich jedoch
die Innenlaufringe 54b nicht auf der Achse drehen lassen. Die Achse lose umgebende
zylindrische Abstandsstücke 58 liegen zwischen den Innenlaufringen benachbarter
Kugellager 54, um die Rollen oder Spulen 53 in ge
ringem Abstand
über die gesamte Länge der Walze zu halten. Alle Innenlaufringe 54b und Abstandsstücke
58 werden in Längsrichtung mittels Klein ringe 60 zusammengedrückt, von denen je
ein Klemmring an jedem Stirnende der Walzen vorhanden ist.
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Jeder Ring 60 wird gegen die Außenseite des benachbarten Innenlaufringes
54b gedrückt und wird an der Achse 56 beispielsweise mittels einer Setzschraube
62 oder mehrerer Setzschrauben 62 befestigt, d.ie mit einem Schraubenzieher festgezogen
werden können, der durch eine in der Außenrolle oder Außenspule 53 befindliche Öffnung
oder durch mehrere Öffn.ungen 64 eingesetzt werden kann. ehe die Außenhülle 52 über
die Rollen oder Spulen 53 gezogen wird.
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Jede Stirnabdicbtung für die Walze nach Fig. 4 enthält eine Kappe
66, die über das benachbarte Stirn ende der Außenhülle 52 greift und die beispielsweise
mittels Schraubenbolzen 68 (Fig. 4. r) an dem nach innen gerichteten Flansch 53a
der henachbarten Endrollen oder Endspulen 53 befestigt wird. Eine Dichtung 70 liegt
innerhalb des Flansches 72 und wird dicht an die Achse 56 von den Schrauben 74 gedrückt.
die den Flansch 72 und die Dichtung 70 durchsetzen und in den angrenzenden Ring
60 eingeschraubt sind.
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Die Dichtung 70 und der geflauschte Teil 72 sind auf diese Weise zusammen
mit dem Ring 60 gegen Drehung auf der Achse 56 gesichert. jedoch dreht sich die
Kappe 66 mit den Rollen oder Spulen 53 und der Oberflächenhülle 52. Zur Schmierung
der zwi scheu der Kappe 66 und dem geflanschten Teil 72 vorhandenen Lagerflächen
sind Schmiernippel 76 vorhanden.
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Da die Walzen 20, 22, 24 auf den Unterfilz 10 in der z]eichen Weise
wirken wie die Walzen 40. 42, 44 auf den Oberfilz 34, wird dieser Vorgang nachstehend
des näheren nur an den Walzen 40, 42, 44 beschrieben und die Wirkung dieser Walzen
auf den Oberfilz 34 (in Draufsicht in Fig. 2 gezeigt) erläutert. Der in Richtung
der Pfeile laufende Oberfilz 34 läuft zuerst um die ITnterseite der Walze 40. läuft
dann um die Oberseite der Walze 42 und schließlich um die Unterseite der Walze 44.
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Erfindungsgemäß ist die gebogene Walze 40 mit ihrer gebogenen Achse
in einer vorbestimmten Ebene in Stirnlagern 78 gelagert. so daß die Walze 40 den
Filz 34 bei seinem Umlauf um die Walze 40 in Breitenrichtung streckt oder ausdehnt.
Die Walze 40 ist dahei mit ihrer gebogenen Achse in einer Ebene so aufgestellt.
daß der Filz 34 die Walze zuerst an ihrem konkaven Abschnitt berührt und die Walze
dann an ihrem konvexen Abschnitt verläßt. Die Walze 40 dehnt oder streckt daher
den Filz 34 in Querrichtung. so daß sich das Fiizgewebe seitlich öffnet. Die gebogene
Walze 42 ist in Stirnlagern 80 so gelagert. daß ihre gebogene Achse in einer Ebene
liegt, in der der in Seitenrichtung gestreckte und von der Walze 40 kommende Filz34
zuerst die Walze 42 an ihrer konvexen Seite berührt und dann die Walze 42 an ihrer
konkaven Seite verläßt. Infolgedessen zieht die Walze 42 den Filz 34 in Seitenrichtung
zusammen, wobei ein entsprechendes seitliches Schließen des Gewebes erfolgt. Die
dritte gebogene Walze 44 dieser Gruppe ist mit ihrer gebogenen Achse in den Stirnlagern
82 in eine solche Ebene eingestellt, daß der von der Walze 42 kommende zusammengezogene
Filz 34 zuerst die Walze 44 an einem konkaven Abschnitt berührt und die Wa.lze 44
dann an einem konvexen Abschnitt verläßt, so daß der Filz in Seitenrichtung wieder
gestreckt und ausgedehnt wird, ehe der breitgestreckte Filz in die Spritzzone läuft,
in der die Spritzstrahlen 46, 48 die gegenüberliegenden Seiten-
flächen des Filzes
abwaschen, während das Gewebe des Filzes infolge der von der Walze 44 erzeugten
seitlich gerichteten Streckwirkung verhältnismäßig offen ist. Diese abschließende
seitliche Streckung an der Walze 44 ist beträchtlich größer als die seitliche Streckung
an der Walze 40, obwohl die Relativgrößen der an den Walzen 40, 44 hervorgerufenen
seitlichen Streckungen nicht von Wichtigkeit sind, solange die gebogenen Walzen
ein seitliches Strecken des Filzes ausführen, dem eine freie Einstellung der Seitenspannung
oder ein seitliches Zusammenziehen des Filze.s und ein anschließendes seitliches
Ausdehnen oder ein seitliches Strecken des Filzes folgt, ehe der verhältnismäßig
offene ausgedehnte Filz von den Wasserstrahlen 46, 48 gewaschen wird.
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Das beschriebene seitliche Öffnen, Schließen und Wiederöffnen des
Filzgewebes beim Vorschub des Filzes zur Abspritzzone schiebt die Webfäden des Filzes
seitlich nach außen, dann nach innen und dann wieder nach außen und löst und lockert
auf diese Weise die in den Poren des gewebten Filzes eingeschlossenen Stoffmassen
und Stoffteilchen sowie andere Fremdstoffe, die eine schädliche Wirkung auf die
Leistungsfähigkeit und Wirksamkeit des Filzes haben. Die gelösten oder frei gemachten
Fremdstoffe werden, wenn sie auf dem in die Abspritzzone laufenden Filz bleiben,
leicht und sicher von dem Spritzwasser abgespritzt, das von entgegengesetzten Seiten
her und vorzugsweise an in senkrechter Richtung auf Abstand stehenden Stellen der
Spritzzone auf den Filz aufgespritzt wird. Das seitliche Strecken und Zusammenziehen
des Filzes geht allmählich und schonend vor sich und überträgt keine unnötigen Beanspruchungen
auf den Filz, der für wesentlich längere Verwendungszeiten weich und sauber gehalten
wird, als es z. B. mit Abklopf- und Wippbehan.dlungen möglich war. Diese bekannte
Behandlungsart hat oft den Filz schnell zerstört, so daß er in kurzer Zeit seine
Wirksamkeit verlor. Das erfindungsgemäße seitliche Strecken und Zusammenziehen des
Filzes säubert dagegen die Filze wirksamer und besser, als es die bekannten Verfahren
vermögen. Außerdem werden die Filze während ihrer gesamten Verwendungsdauer weich
und offen gehalten und können während ihrer gesamten Verwendungsdauer wirksamer
die schwereren Papierstoffbahnen handhaben.
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Mitunter konnten die Filze schon nach verhältnismäßig kurzer Gebrauchsdauer
die schwereren Stoffbahnen nicht mehr tragen und mußten durch neue Filze ersetzt
werden. Die Ursache hierfür lag vor allem in der Neigung der bekannten gewebten
Filze, sich in Breitenrichtung zusammenzuziehen, wobei das bereits erwähnte Verziehen
der Schuß- oder Füllfäden und die Verkleinerung der Gewebeporen erfolgte. Es mußten
bisher immer Filze eingekauft werden, die eine größere Breite als die gewünschte
Breite aufwiesen, um den bei der Verwendung auftretenden Breitenschwund auszugleichen.
Bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung behalten die Filze während ihrer gesamten
Verwendungsdauer ihre ursprüngliche Breite bei, so daß sie als Mitläufer sowohl
für dünne als auch für verhältnismäßig dicke oder schwere Stoffbahnen verwendet
werden können.
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Wegen der weit geöffneten Poren und der leistungsfähigeren Reinigungswirkung
der n.euen Vorrichtung können die Filze mit höherer Geschwindigkeit als bisher arbeiten,
so daß die Leistung der zugehürenden Maschine erhöht wird. Andere wichtige Vorteile
bestehen da.rin, daß die Vorrichtung eine wesentliche Verminderung der auf die Filze
zur Einwirkung gebrachten
Längsspannung ermöglicht, da ein »Klopfen«
oder »Wippen« der Filze nicht mehr notwendig ist.
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Im Gegensatz zu dem bisher üblichen Verfahren können also für bestimmte
Arbeiten Filze kleinerer Breite verwendet werden.
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Jede gebogene Walze der erfindungsgemäßen Anordnung läßt sich in
ihren Endlagern verstellen, um ihre WIittellinie in viele verschiedene Ebenen einzubringen,
so daß die Streck- oder Zusammenziehwirkung auf den anliegenden Filz geändert wird
Alle Lager 78, 80, 82 oder einige dieser Lager können lotrecht verstellbar sein,
um alle gebogenen Walzen oder einige gebogene Walzen zu heben oder zu senken.
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In der dargestellten Ausführung haben die Endlager 78, 82 eine feste
Stellung auf einem Träger 84, und nur das Lager 80 für die gebogene Walze 42 ist
in senkrechter Richtung auf den vom Träger 84 ausgehenden Ständern 86 verschiebbar.
Jeder Ständer 86 hat einen lotrechten Schlitz, und jedes Lager 80 weist Schraubenbolzen
88 auf, die die Schlitze durchsetzen und mittels Muttern 90 in jeder ausgewählten
Stellung längs der Ständer 86 befestigt werden können.
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Für gewöhnlich sind die Wasserstrahlen 26, 28 und 46, 48 so aufgestellt
und sind so gerichtet, daß der eine Wasserstrahl jeder Abspritzzone einen Strahl
verhältnismäßig hohen Druckes durch den Filz hindurch richtet, um den Fremdstoff
auf der von der stofftragenden Seite abgewendeten Seite des Filzes abzuspritzen,
während die andere Sprühdüse jeder Wasch- oder Abspritzzone eine Sprühdüse sein
kann, die einen Sprühstrahl niedrigeren Druckes schräg nach unten auf die stofftragende
Seite des Filzes richtet.
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In den Fig. 1 und 3 sind die Düsen 26, 46 die Düsen, die die Sprühstrahlen
hohen Druckes zur Einwirkung bringen.
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In Fig. 2 ist die schematische Darstellung des Gewebes des Filzes
34 übertrieben groß dargestellt, um die Wirkung der gebogenen Walzen auf das Gewebe
zu veranschaulichen. Die gestrichelte projizierte Darstellung des Gewebes bei A
zeigt den Zustand des Filzgewebes beim Zulauf zur Walze 40, an der der Filz seitlich
gestreckt wird, um das Gewebe zu öffnen, wie dies bei B dargestellt ist. Der Gewebeabschnitt
C zeigt das Zusammenziehen des Gewebes, wenn der Filz34 zur Walze 42 läuft, während
die Gewebeteile D wieder in seinem seitlich gestreckten oder offenen Zustand beim
Zulauf des Filzes zur Walze 44 zeigen. Die gestrichelte projizierte Darstellung
des Gewebes bei E zeigt das verhältnismäßig weit geöffnete Gewebe, wenn der Filz
den Sprühdüsen 46, 48 zuläuft.
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Die Walzen 20, 22, 24 wirken auf den Filz 10 in gleicher Weise wie
die Walzen 40, 42, 44 auf den Filz 34.
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Die Fig. 9 und 10 zeigen die Einstellung einer gebogenen Walze oder
mehrerer gebogener Walzen, die als Spannwalze zum Aufnehmen des Durchhanges eines
sich bewegenden Filzes dienen oder die die Spannung in diesem Filz ändern. Die Walze
40 (Fig. 9 und 10) kann längs der Träger 84' eingestellt werden. Gewünschtenfalls
kann natürlich auch die Walze 20 in ähnlicher Weise eingestellt werden.
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Jeder Träger 84' ist im Querschnitt rechteckig und hohl, so daß eine
verhältnismäßig lange Spindel 92 drehbar in jedem Träger 84' gelagert werden kann
und sich ziemlich weit in den Hohlraum des Trägers erstreckt. Die Deckenwand jedes
Trägers 84' hat einen verhältnismäßig breiten Längsschlitz 94, der von
einer nach
unten gerichteten Mutter 96 gleitend durchsetzt wird, die auf der benachbarten Walzenklemme
78' befestigt ist. Die Spindel 92 durchsetzt die Mutter 96. Durch die Drehung der
Spindel 92 erfolgt eine Verschiebung der Walzenklemme 78' längs des Trägers 84'
in beiden Richtungen. Jedes Ende der Walzenachse56 ist in je einer Klemme 78 einstellbar,
wie dies in Verbindung mit Fig. 1 und 3 beschrieben ist, und jede Klemme 78' weist
Befestigungsbolzen 98 auf, die die rerhältnismäßig schmalen Schlitze 100 in der
Deckenwand jedes Trägers 84' durchsetzen, so daß die I(lemmen 78 in allen gewählten
Stellungen befestigt werden können.
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Jede Spindel 92 wird in Lagern 102, 104 drehbar getragen, von denen
das Lager 104 eine Stirnwand des Trägers 84' ist. Auf dem Außenende jeder Spindel
ist nahe der Stirnwand ein Kegel rad 106 befestigt, das mit je einem von zwei gleichen
Kegel rädern 108 im Eingriff steht, die auf einer in Querrichtung von Träger 84'
zu Träger 84' sich erstreckenden langen Welle 110 befestigt sind. Die Welle 110
ist in den an jeder Stirnwand der Träger 84' befindlichen Lagern 112 gelagert. An
dem einen Ende der Welle 110 ist ein Handrad 114 befestigt, das die von Hand erfolgenden
Drehungen der Welle 110 und der Spin deln 92 erleichtert. Sollen die Walzenklemmen
78 verstellt werden, so werden die Schraubenbolzen 98 gelockert und nach der Verstellung
wieder festgezogen, um die Klemmen in den ausgewählten Stellungen zu halten.
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Durch eine derartige einstellbare Lagerung der Walzenklemmen einer
gebogenen Walze 40 oder 20 oder beider Walzen läßt sich die verstellbare Walze als
Spannwalze verwenden, so daß die übliche Spannwalze oder die üblichen Spannwalzen,
die auf den Filz oder auf die Filze von Papiermaschinen einwirken, nicht mehr erforderlich
sind. pATEXTANSPRttCHE: 1. Vorrichtung zum Reinigen von porösen Förderbahnen, insbesondere
Papiermaschinenfilzen, mit mehreren die Bahn erfassenden Streck- und Schrumpfwalzen,
die wechselweise die Bahn quer zu ihrer Bewegungsrichtung strecken und zusammenziehen
und dadurch die Poren derselben öffnen und schließen, um darin festgesetzte Fremdstoffe
zu lockern, gekennzeichnet durch an sich bekannte Streck- bzw. Schrumpfwalzen (20,
22, 24; 40, 42, 44) mit bogenförmig gekrümmter starrer Achse (56), welche Achsen
derart in Bezug aufeinander eingestellt sind, daß die Bahn wechselweise einer Streck-
und Schrumpfwirkung unterworfen wird.