DE10347318A1 - Vorrichtung zur Feinpositionierung von verstellbaren Öffnungen in Kraftfahrzeugen - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Steuerung eines Stellantriebs 112 für ein Kraftfahrzeug mit einer Steuereinheit 110, die mit Hilfe eines ersten Betätigungsmittels 100 und eines zweiten Betätigungsmittels 102 ansteuerbar ist, wobei das erste Betätigungsmittel zur Übergabe eines von einer Betätigungszeit abhängigen, ersten Steuersignals an die Steuereinheit und das zweite Betätigungsmittel zur Übergabe eines von einer Verstellung abhängigen, zweiten Steuersignals an die Steuereinheit ausgebildet ist.
Description
- Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung, eine Steuereinheit, eine Betätigungseinheit sowie ein Verfahren und ein Computerprogrammprodukt zur Steuerung eines Stellantriebs für ein Kraftfahrzeug.
- Es sind im Stand der Technik verschiedene Vorrichtungen zur Steuerung eines Stellantriebs bekannt. Dies sind zumeist Schaltvorrichtungen wie zum Beispiel Tastschalter, Wippschalter, Druckschalter oder Zugschalter, die jeweils einen definierten Ein- oder Aus-Schaltzustand einnehmen. Derartige Schaltvorrichtungen werden insbesondere zur Steuerung eines elektrischen Fensterhebers eingesetzt. Typischerweise muss hierbei die Schaltvorrichtung für die komplette Zeit, die der Stellvorgang in Anspruch nimmt, betätigt werden. Um diese Betätigungszeit möglichst zu minimieren, bzw. eine Ablenkung des Insassen zu vermeiden, ist die Verstellgeschwindigkeit eines herkömmlichen elektrischen Fensterhebers relativ groß, so dass der maximale Verstellweg, das heißt ein komplettes Öffnen oder schließen des Fensters, innerhalb weniger Sekunden zurückgelegt werden kann. Mit Hilfe einer solchen Schaltvorrichtung, die nur über eine einzige Verstellgeschwindigkeit verfügt, ist es nicht möglich eine Feinpositionierung des Fensters vorzunehmen.
- Herkömmlicherweise betragen die Verstellgeschwindigkeiten elektrisch betätigter Fenster im Kraftfahrzeug 80-160Millimeter pro Sekunde. Möchte der Insasse beispielsweise ein Fenster um weniger als zehn Millimeter bewegen, so läge die Betätigungszeit der entsprechenden Schaltvorrichtung im Bereich einiger Hundertstel Sekunden. Zudem müssen die Antriebsmotoren für den Stellantrieb ein relativ hohes Drehmoment aufweisen, welches innerhalb einer solch kurzen Betätigungszeit nicht vollständig aufgebaut werden kann.
- Mit Hilfe einer herkömmlichen Schaltvorrichtung für elektrische Fensterheber ist es somit nicht möglich, eine Feinpositionierung der Fensterscheibe des Kraftfahrzeugs vorzunehmen. Derartige Schaltvorrichtungen, bei denen der Verstellweg der Fensterscheibe in Abhängigkeit von der Betätigungszeit eingestellt wird, erscheinen für die Lösung der Aufgabe der Feinpositionierung einer Fensterscheibe als ungeeignet.
- In der
DE 19848941 C2 wird eine Bedieneinrichtung für einen elektrischen Fensterheber eines Kraftfahrzeugs mit Hilfe eines Drehschalters vorgeschlagen. Hierbei ist jedem Drehwinkel α des Drehschalters ein vorgegebener Verstellweg der Fensterscheibe zugeordnet, der nichtlinear mit dem Drehwinkel α anwächst. - Vorzugsweise verfügt der Drehschalter über sechs einzelne Rast-Stellungen sowie eine Neutralposition, in die er zurückfedert. Kleinen Drehwinkeln des Schalters werden relativ kleine und größeren Drehwinkeln jedoch überproportional große Verstellwege des Fensters zugeordnet. Dies erlaubt somit eine Feinjustierung und gleichzeitig auch die Wahl größerer Verstellwege, wie sie zum raschen vollständigen Schließen oder Öffnen des Fensters notwendig sind.
- Nachteilig hierbei ist, dass der Drehschalter über insgesamt sieben unterschiedliche Positionen verfügt. Das Bedienkonzept für das Fenster wird somit relativ komplex und ist nicht mehr intuitiv. Zudem wird das gezielte Anwählen einer bestimmten Geschwindigkeitsstufe für den Stellantrieb relativ schwierig und erfordert einige Übung des Insassen. Insbesondere durch Erschütterungen des Kraftfahrzeugs, wie sie beim Befahren unebener Straßen auftreten, wird die Fehleranfälligkeit für die Anwahl verschiedener Verstellgeschwindigkeiten für den Stellantrieb relativ groß.
- Nachteilig ist weiterhin, dass durch ein versehentliches Betätigen des Drehschalters ein relativ großer Drehwinkel und somit ein relativ großer Verstellweg des Fensters unbeabsichtigt eingestellt werden kann.
- In der
DE 19548659C1 wird eine weitere Schaltvorrichtung zur Steuerung eines Verstellantriebs beschrieben. Hierbei ist das Betätigungselement als endlos drehbares Rad ohne absoluter Null-Lage und ohne definierte Ein- und Ausschaltzustände vorgesehen. Durch eine inkrementelle Drehung des Drehrades werden Steuersignale in Form von elektrischen Pulsfolgen an eine Steuereinheit übergeben. Diese Steuereinheit setzt die Steuersignale in Steuerbefehle für den Antriebsmotor des Verstellantriebs um. Die Steuersignale werden in Abhängigkeit von der Dynamik und/oder vom Maß der Verstellung des Betätigungselements erzeugt. Entsprechend der Dynamik der Verstellung des Betätigungselements erfolgt somit eine schnelle oder langsame Verstellung des zu verstellenden Objekts. - Die Steuereinheit ermöglicht somit eine Zuordnung verschiedener Drehgeschwindigkeiten des Drehrads mit verschiedenen Verstellgeschwindigkeiten des Fensters. So kann beispielsweise das Überschreiten einer bestimmten Drehgeschwindigkeit des Drehrads dahingehend interpretiert werden, das Fenster mit der maximalen Verstellgeschwindigkeit in eine Endlage zu fahren.
- Die Verarbeitung der Steuersignale durch die Steuereinheit erfolgt hierbei sequenziell. Das heißt, während das Fenster in eine Endlage verfahren wird, reagiert die Vorrichtung nicht auf eine fortlaufende Betätigung des Drehrads. Erst nach Erreichen der Endlage des Fensters werden weitere Steuersignale durch die Steuereinheit verarbeitet und ggf. als Steuerbefehle an den Antriebsmotor weitergegeben.
- Nachteilig bei dieser Vorrichtung ist, dass die Ansteuerung des Antriebsmotors durch die Steuereinheit von der Betätigung des Drehrads entkoppelt ist. Wird eine versehentliche Betätigung des Drehrads als vollständiges Öffnen oder Schließen des Fensters durch die Steuereinheit interpretiert, so hat der Benutzer keinerlei Möglichkeit den fortlaufenden Verstellvorgang des Fensters manuell zu unterbrechen und ggf. entgegenzuwirken.
- Ein weiterer Nachteil besteht auch darin, dass das gezielte Anwählen verschiedener Verstellgeschwindigkeiten für das Fenster vom Benutzer einige Übung erfordert. Dies wirkt sich negativ auf den Bedienkomfort dieser Vorrichtung aus. Das gezielte Einstellen einer gewünschten Verstellgeschwindigkeit des Fensters ist auch hier unter ungünstigen Bedingungen, wie zum Beispiel Erschütterungen, nur bedingt möglich.
- Der Erfindung liegt demgegenüber die Aufgabe zugrunde, eine verbesserte Vorrichtung sowie eine verbesserte Steuerungs- und Betätigungseinheit, ein Verfahren und ein entsprechendes Computerprogrammprodukt zur Feinpositionierung von verstellbaren Öffnungen in Kraftfahrzeugen zur Verfügung zu stel len, die einen größtmöglichen Einfluss des Benutzers sowie eine intuitive und einfach Handhabung ermöglichen.
- Die der Erfindung zugrunde liegenden Aufgaben werden jeweils mit den Merkmalen der unabhängigen Patentansprüche gelöst. Bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung sind in den abhängigen Patentansprüchen angegeben.
- Die erfindungsgemäße Vorrichtung verfügt über zwei Betätigungsmittel, die bei Betätigung Steuersignale an eine Steuereinheit übermitteln. Entsprechend dieser Steuersignale berechnet die Steuereinheit Ansteuersequenzen für den Stellantrieb. Gemäß dieser Ansteuersequenzen übernimmt der Stellantrieb die Positionierung eines zu positionierenden Objekts, welches in einer den Steuersignalen entsprechende Position und/oder mit einer den Steuersignalen entsprechenden Geschwindigkeit in eine vorbestimmte Position positioniert wird.
- Die beiden Steuersignale werden auf unterschiedliche Weise von den beiden Betätigungsmitteln erzeugt. Das erste Steuersignal hängt lediglich von der Betätigungszeit des ersten Steuermittels ab, während das zweite Steuersignal von der Verstellung bzw. von der Dynamik der Verstellung des zweiten Betätigungsmittels abhängt. Erfindungsgemäß werden den beiden Steuersignalen unterschiedliche Verstellgeschwindigkeiten für den Stellantrieb zugeordnet. Dem ersten Steuersignal wird hierbei eine maximale Verstellgeschwindigkeit und dem zweiten Steuersignal eine deutlich reduzierte Verstellgeschwindigkeit zugeordnet. Somit kann mit Hilfe des ersten Betätigungsmittels eine schnelle, relativ grobe Positionierung des zu positionierenden Objekts vorgenommen werden und mit Hilfe des zweiten Betätigungselements kann eine genauere, mit einer langsameren Geschwindigkeit erfolgende Positionierung vorgenommen werden.
- Nach einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung hat das zeitabhängige Steuersignal eine höhere Priorität als das von der Verstellung abhängige Steuersignal des zweiten Betätigungsmittels. Infolgedessen kann die Vorrichtung sofort auf eine Betätigung des zeitabhängigen Betätigungsmittels reagieren. Dies ermöglicht ein unmittelbares Eingreifen des Benutzers in die Ansteuerung, was im Stand der Technik bei einer vollständigen elektronischen Entkopplung des Stellantriebs von der Ansteuerung nicht möglich ist. Dort werden Steuersignale von der Steuereinheit in Ansteuersequenzen interpretiert, deren Umsetzung einige Zeit in Anspruch nimmt. Während dieser Umsetzung werden indes weitere Steuersignale ignoriert.
- Erfindungsgemäß werden die beiden Steuersignale in der Steuereinheit derart verarbeitet, so dass der Verstellweg des zu verstellenden Objekts proportional zur Betätigungszeit des ersten Betätigungsmittels bzw. proportional zur Verstellung des zweiten Betätigungsmittels ist.
- Nach einer weiteren Ausführungsform der Erfindung kann der Verstellweg des zu positionierenden Objekts nach einem nichtlinearen Verhältnis zur Betätigungszeit bzw. zum Verstellweg der Betätigungsmittel zugeordnet werden. Erfolgt beispielsweise die Betätigung des zweiten Betätigungsmittels mit einer gewissen Geschwindigkeit, so kann das daraus resultierende Steuersignal von der Steuereinheit zur Ansteuerung des Stellantriebs mit einer größeren Geschwindigkeit interpretiert werden.
- Somit kann der Stellantrieb auch mit Hilfe des zweiten Betätigungsmittels mit einer reduzierten Geschwindigkeit angesteuert werden. Da das zweite Betätigungsmittel mittels des Steuersignals den Grad seiner Verstellung als auch dessen Dynamik an die Steuereinheit überträgt, kann diese nachfolgend den Stellantrieb mit dynamisch variierenden Ansteuersequenzen ansteuern. So kann mit Hilfe der Steuereinheit eine bestimmte Verstellgeschwindigkeit des Betätigungsmittels in eine vorbestimmte Verstellgeschwindigkeit des Stellantriebs umgesetzt werden.
- Nach einer weiteren Ausführungsform der Erfindung verfügt die Vorrichtung über ein Positionserfassungsmittel für das zu verstellende Objekt. Erfindungs gemäß bestimmt dieses Positionserfassungsmittel die absolute Position des zu verstellenden Objekts und übergibt diese an die Steuereinheit. Das Positionserfassungsmittel kann mit Hilfe von üblichen Hall-Sensoren und Magneten ausgebildet sein, so dass die Drehrichtung als auch der Drehwinkel des Stellantriebs ermittelt werden kann.
- Nach einer weiteren Ausführungsform der Erfindung kombiniert die Steuereinheit die beiden Steuersignale der Betätigungsmittel mit der vom Erfassungsmittel übermittelten absoluten Position des zu verstellenden Objekts. Abhängig von dieser absoluten Position sowie der durch die Steuersignale vorgegebenen Zielposition des zu verstellenden Objekts kann die Ansteuerung des Stellantriebs durch die Steuereinheit gemäß einem zeitlichen und/oder örtlichen Geschwindigkeitsprofil erfolgen.
- Ist der vorgegebene Verstellweg des zu verstellenden Objekts relativ groß, würde das Objekt zunächst mit der maximal zur Verfügung stehenden Geschwindigkeit und kurz vor Erreichen seiner Zielposition mit einer sukzessiv verringerten Geschwindigkeit bewegt. Alternativ kann die Verringerung der Geschwindigkeit auch nach einer gewissen Verstellzeit erfolgen.
- Diese dynamische Anpassung der Verstellgeschwindigkeit ist besonders vorteilhaft, wenn die durch die Steuersignale vorgegebene Zielposition jenseits einer durch die Vorrichtung gegebenen Endposition des zu verstellenden Objekts liegt. Zum einen kann die Steuereinheit dadurch verhindern, dass das Objekt über eine Endposition hinausbewegt werden kann. Zum anderen kann ein geräuschvolles, mitunter die Vorrichtung beschädigendes Anschlagen des Objekts mit unverminderter Geschwindigkeit an eine Endposition der Vorrichtung verhindert werden.
- Ist jedoch der durch das zweite Betätigungsmittel vorgegebene Verstellweg relativ gering, so wird dies von der Steuereinheit als eine Feinpositionierung des zu verstellenden Objekts interpretiert. In diesem Fall wird der Stellantrieb mit seiner minimalen bzw. einer relativ geringen Geschwindigkeit angesteuert. Somit wird es dem Benutzer ermöglicht, eine Feinpositionierung des zu verstellenden Objekts in einer einfachen Art und Weise vorzunehmen.
- Nach einer weiteren Ausführungsform der Erfindung kann die Ansteuerung des Stellantriebs auch während der Betätigung des zweiten Betätigungsmittels dynamisch angepasst werden. Ist die Verstellgeschwindigkeit des zweiten Betätigungsmittels zunächst relativ gering, so wird der Stellantrieb durch die Steuereinheit zunächst mit einer relativ geringen Geschwindigkeit angesteuert.
- Wird das zweite Betätigungsmittel jedoch während dieses Verstellprozesses mit einer größeren Verstellgeschwindigkeit durch den Benutzer betätigt, so ermittelt die Steuereinheit abhängig von der momentanen absoluten Position des zu verstellenden Objekts und von dem empfangenen Steuersignal eine größere Geschwindigkeit für den Stellantrieb, mit der dieser schließlich angesteuert wird. Somit wird einer fortlaufend variierenden Betätigung des Betätigungselements durch den Benutzer in eine entsprechend variierende Ansteuerung des Stellantriebs umgesetzt.
- Im Gegensatz zum Stand der Technik, der eine sequenzielle Verarbeitung der Steuersignale in der Steuereinheit vorsieht und der es nicht ermöglicht während der Ausführung einer Ansteuerung weitere Steuersignale zu empfangen bzw. diese zu verarbeiten, erfolgt hier die Ansteuerung des Stellantriebs zu jeder Zeit adaptiv an die Steuersignale der Betätigungsmittel. In dem die Steuereinheit permanent einer durch die Steuersignale vorgegebene Ziel- oder Sollposition mit der durch das Positionserfassungsmittel ermittelten Ist-Position des zu verstellenden Objekts vergleicht, kann eine auftretende Differenz zwischen Soll- und Ist-Position des zu verstellenden Objekts durch variable Anpassung der Verstellgeschwindigkeit durch die Steuereinheit minimiert werden.
- Besonders hervorzuheben ist hierbei, dass die Steuersignale des ersten Betätigungsmittels stets eine höhere Priorität als die Steuersignale des zweiten Betä tigungsmittels aufweisen. Da das Steuersignal des ersten Betätigungsmittels von der Betätigungszeit abhängt, wird der Stellantrieb sofort und für die Dauer der Betätigung des ersten Betätigungsmittels mit maximaler Geschwindigkeit angesteuert. Somit setzt bei Betätigung des ersten Betätigungsmittels eine sofortige Positionierung des zu verstellenden Objekts mit maximaler Geschwindigkeit ein, unabhängig von einem bereits verarbeiteten Steuersignal des zweiten Betätigungsmittels.
- Nach einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist das erste Betätigungsmittel in Form eines Wipp-, Tast-, Schnapp-, Druck- oder Zugschalters ausgebildet. Bei Betätigung durch den Benutzer wird der Schalter in eine AN-Stellung gebracht. Solange der Schalter in dieser AN-Stellung ist, übermittelt er Steuersignale an die Steuereinheit, die für die Fortdauer der Betätigung den Stellantrieb mit maximaler Geschwindigkeit ansteuert.
- Dieser Schalter übernimmt im Wesentlichen die Funktion, den Stellantrieb mit einer möglichst großen Geschwindigkeit anzusteuern. Derartige Schalter finden standardmäßig zur Ansteuerung herkömmlicher Stellantriebe wie zum Beispiel für elektrische Fensterheber im Kraftfahrzeug Verwendung.
- Nach einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung kann der Stellantrieb in einen Automatiklauf versetzt werden, welcher beispielsweise in einer "automatisch zu" bzw. „automatisch auf" Funktion des Stellantriebs mündet. Das heißt der Stellantrieb wird im Automatiklauf in eine definierte Endposition verfahren. Das Auslösen des Automatiklaufs kann sowohl mit Hilfe des ersten als auch mit Hilfe des zweiten Betätigungsmittels ausgelöst werden.
- Zur Auslösung des Automatiklaufs mit Hilfe des ersten Betätigungsmittels ist dieses vorzugsweise mit verschiedenen Schaltebenen ausgebildet. Ein Versetzen des ersten Betätigungsmittels in eine entsprechende Schaltebene bewirkt schließlich einen Automatiklauf des Stellantriebs. Wird das erste Betätigungsmittel wiederholt betätigt, während sich der Stellantrieb noch im Automatiklauf befindet, so kann dies zur Folge haben, dass der Automatiklauf abgebrochen wird, oder das der Automatiklauf abgebrochen und eine neue Aktion ausgelöst wird. Wird hingegen das zweite Betätigungselement während eines solchen Automatiklaufs betätigt, so wird keine weitere Aktion ausgelöst, d.h. die Betätigung des zweiten Betätigungselements wird ignoriert. Mit anderen Worten, das erste Betätigungsmitel hat Priorität gegenüber dem zweiten Betätigungsmittel
- Eine andere Möglichkeit eines solchen Automatiklaufs kann durch die Verstellung des zweiten Betätigungsmittel realisiert werden, wobei eine bestimmte Soll-Position des Stellantriebs vorgegeben wird, in die das zu verstellende Objekt zu bewegen ist. Wird während eines solch initiierten Automatiklaufs das erste Betätigungsmittel betätigt, so wird der Automatiklauf zu Gunsten des ersten Betätigungsmittel unterbrochen und eine dem ersten Betätigungsmittel entsprechende Aktion wird ausgelöst.
- Wird hingegen während eines solch initiierten Automatiklaufs das zweite Betätigungsmittel wiederholt betätigt, so wird der Automatiklauf durch diese wiederholte Betätigung beeinflusst, d.h. es wird beispielsweise die zu erreichende Soll-Position des Objektes nachgestellt oder der Automatiklauf sonst geeignet, beispielsweise hinsichtlich der Verstellgeschwindigkeit, beeinflusst.
- Nach einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist das zweite Betätigungsmitel in Form eines Betätigungselements mit Dreh- oder Schiebefunktion ausgebildet. Hierbei kann unabhängig von der Betätigungszeit ein Drehwinkel oder eine Verschiebestrecke vom Benutzer angewählt werden, die mit Hilfe der zu erzeugenden Steuersignale in der Steuereinheit in eine vorgegebene Soll-Position des zu bewegenden Objekts umgesetzt werden. Zusätzlich dazu kann eine Betätigungszeit des zweiten Betätigungsmittels zur Verstellung eines Drehwinkels oder Verschiebewegs berücksichtigt werden. Aus dieser daraus resultierenden Verstellgeschwindigkeit des zweiten Betätigungsmittels kann somit von der Steuereinheit eine Verstellgeschwindigkeiten für den Stellantrieb generiert werden.
- Nach einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sind die beiden Betätigungsmittel in einem einzigen Betätigungselement integriert. So kann beispielsweise ein Dreh- oder Schiebeschalter in die Oberseite eines Wipp-, Tast- oder Schnappschalters eingebracht werden. Ein Niederdrücken oder Ziehen am Betätigungselement erzeugt somit ein zeitabhängiges Steuersignal, während ein Drehen oder Verschieben des Dreh- oder Schiebeschalters ein vom Grad der Verstellung abhängiges Steuersignal für die Steuereinheit erzeugt.
- Nach einer weiteren Ausführungsform der Erfindung ist das zweite Betätigungsmittel als ein endlos drehbares Drehrad mit äquidistanten Raststellungen ausgebildet. Dreht der Benutzer an diesem Drehrad, so werden pro durchlaufener Raststellung zwei elektrische Pulsfolgen als Steuersignal generiert. Die beiden auf diese Weise erzeugten Pulsfolgen sind zeitlich zueinander versetzt, das heißt, sie sind zueinander phasenverschoben.
- Mit Hilfe dieser Phasenverschiebung kann die Drehrichtung des Drehrades für die Steuereinheit codiert werden. Das Vorzeichen dieser Phasenverschiebung definiert somit die Drehrichtung des Rades. Wird die erste Pulsfolge zeitlich vor der zweiten Pulsfolge von der Steuereinheit detektiert, so wird dies beispielsweise als Rechtslauf interpretiert. Im umgekehrten Fall, wenn die zweite Pulsfolge vor der ersten Pulsfolge detektiert wird, so bedeutet dies eine linksläufige Drehrichtung. Dadurch, dass das Drehrad lediglich beim Durchlaufen einer Raststellung eine definierte Pulsfolge an die Steuereinheit abgibt, ist lediglich eine inkrementelle Drehung des Drehrades unabhängig von der absoluten Winkelstellung des Drehrades für die Erzeugung von Steuersignalen ausschlaggebend.
- Die Soll-Position des zu verstellenden Objekts wird hierbei aus der Anzahl der durchlaufenen Raststellung, das heißt, aus der Anzahl der erzeugten elektrischen Pulse bestimmt. Ist hingegen eine dynamische Ansteuerung des Stellantriebs erwünscht, so kann aus der absoluten Anzahl der erfolgten Pulse sowie deren Frequenz eine dynamische Verstellgeschwindigkeit für das zu positionierende Objekt ermittelt werden.
- Nach einer weiteren Ausführungsform der Erfindung sind die von der Steuereinheit erzeugten Ansteuersequenzen für den Verstellantrieb nach dem Pulsweitenmodulationsverfahren moduliert. Ein Pulsweitenmodulationsmodul setzt diese von der Steuereinheit erzeugten Pulsfolgen in analoge Spannungssignale für den Antriebsmotor des Stellantriebs um. Das Modul zur Pulsweitenmodulation kann hierbei auch im Stellantrieb integriert sein.
- Die Modulation eines analogen Spannungssignals nach dem Pulsweitenmodulationsverfahren basiert auf einer der Amplitude entsprechenden zeitlichen Unterteilung des Signals im Rahmen einer vorgegebenen Taktfrequenz. Das pulsweitenmodulierte Signal hat hierbei nur zwei Zustände, welche hier als 0. und 1. Zustand bezeichnet werden. Ein pulsweitenmoduliertes Signal, welches für die gesamte Dauer eines Taktintervalls im ersten Zustand ist, entspricht einer maximalen Spannungsamplitude. Geht das Signal bereits nach der Hälfte eines Taktintervalls in den 0. Zustand über, so entspricht dies einem Spannungswert, der der Hälfte des Maximalwerts entspricht.
- Erfindungsgemäß kann die Vorrichtung zur Feinpositionierung eines Stellantriebs für verschiedene Stellantriebe im Kraftfahrzeug verwendet werden. Nach einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung dient der Stellantrieb zum Antrieb eines elektrischen Fensterhebers oder eines Schiebedachs. Weitere Ausführungsformen beziehen sich auf elektrisch verstellbare Außenspiegel oder elektrisch verstellbare Fahrzeugsitze.
- Insbesondere während des Fahrbetriebs bei teilweise geöffnetem Fenster entstehen in Abhängigkeit von der Öffnungsweite eines Fensters sowie von der Geschwindigkeit des Fahrzeugs Luftverwirbelungen, die mitunter recht laute Geräusche im Fahrzeuginnenraum verursachen. Diese werden vom Insassen als unangenehm empfunden und könnten durch geringfügige Veränderung der Öffnungsweite des Fensters unterbunden werden. Während herkömmliche Schaltvorrichtungen für elektrische Fensterheber solch geringfügige Änderung der Fensteröffnung nicht ermöglichen, erlaubt die Erfindung ein gezieltes Einstellen beliebig kleiner Verstellwege des Fensters.
- Nach einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung werden die von der Steuereinheit empfangenen Steuersignale nur dann in Ansteuersequenzen für den Stellantrieb umgesetzt, wenn verschiedene Freigabeelemente dies erlauben. Ein solches Freigabeelement kann zum Beispiel durch die Zündung oder durch einen Auswahlknopf des Automobils ausgeprägt sein.
- Falls vom Hersteller oder vom Benutzer erwünscht, kann ein elektrischer Fensterheber nur bei aktivierter Zündung des Kraftfahrzeugs betätigt werden. Eine ausgeschaltete Zündung würde somit das Öffnen oder Schließen eines Fensters verhindern. Ferner kann mit Hilfe entsprechender Freigabeelemente beispielsweise eine Kindersicherung auf einfachste Art und Weise implementiert werden. So kann die Ansteuerung eines oder mehrerer ausgewählter Fenster deaktiviert werden. Weiterhin können verschiedene Betriebsmodi der Steuereinheit beispielsweise durch eine Bordelektronik angewählt werden, so dass verschiedene dynamische Verstellmodi des Fensters nur in gewissen Fahrsituationen angewählt werden können. So könnte beispielsweise ein rasches vollständiges Öffnen des Fensters bei hoher Geschwindigkeit, was zu einer Ablenkung des Insassen führen kann, verhindert werden.
- Im Folgenden werden bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung mit Bezugnahme auf die Bezeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
-
1 ein Blockdiagramm einer erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Feinpositionierung eines elektrischen Fensterhebers, -
2a ein erstes Diagramm eines vom Drehrad erzeugten Steuersignals, -
2b ein zweites Diagramm eines vom Drehrad erzeugten Steuersignals, -
3a eine perspektivische Ansicht eines bevorzugten, multifunktionalen Betätigungselements, -
3b ein Blockdiagramm einer zweiten Ausführungsform des multifunktionalen Betätigungselements, -
4 ein Flussdiagramm, welches die Erzeugung und Verarbeitung von Steuersignalen in einer ersten Ausführungsform beschreibt, -
5 ein Flussdiagramm, welches die Erzeugung und Verarbeitung von Steuersignalen nach einer zweiten Ausführungsform beschreibt, -
6a ein Diagramm eines pulsweitenmodulierten Signals, -
6b ein Diagramm eines entsprechenden analogen Spannungssignals. - Die
1 zeigt ein Blockdiagramm einer Vorrichtung zur Feinpositionierung eines elektrischen Fensterhebers für ein Kraftfahrzeug. Hierbei sind zwei Betätigungselemente in Form eines Wipp- oder Tast- oder Schnappschalters100 oder in Form eines Drehrads102 unabhängig voneinander von einer Steuereinheit110 über elektrische Verbindungen120 verbunden. Die Zündung des Kraftfahrzeugs104 , ein Auswahlmodul106 sowie weitere hier nicht explizit aufgeführte Module sind separat mit Hilfe elektrischer Verbindungen120 mit der Steuereinheit110 ebenfalls verbunden. - Der Wippschalter
100 und das Drehrad102 sind in einem Multifunktionsschalter108 integriert. Die Steuereinheit110 ist mit einer elektrischen Verbindung122 mit einem Pulsweitenmodulationsmodul118 verbunden. Dieses wiederum ist mit einer elektrischen Verbindung124 mit einem Stellantrieb112 verbunden. - Der Stellantrieb
112 ist mit Hilfe einer mechanischen Kopplung126 mit einem Fenster des Kraftfahrzeugs114 verbunden. Ferner ist ein Positionssensor116 am Stellantrieb112 angeordnet. Schließlich ist der Positionssensor116 mit Hilfe einer weiteren elektrischen Verbindung130 mit der Steuereinheit110 verbunden. - Die Steuereinheit
110 beinhaltet ein Programmmodul140 , welches die durch die elektrischen Verbindungen120 empfangenen Steuersignale in die durch die elektrische Verbindung122 zu übermittelte Steuersequenzen umsetzt. Die vom Wippschalter100 erzeugten ersten Steuersignale sind von der Betätigungszeit des Wippschalters100 abhängig. Diese ersten Steuersignale werden über die elektrische Verbindung120 an die Steuereinheit übermittelt, welche dieses erste Steuersignal in ein pulsweitenmoduliertes Signal umsetzt und das Pulweitenmodulationsmodul118 mit Hilfe der elektrischen Verbindung122 weitergibt. - Das Pulsweitenmodulationsmodul
118 transformiert das über die elektrische Verbindung122 eingegangene elektrische Signal in ein analoges Spannungssignal für den Stellantrieb112 , welches über die elektrische Verbindung124 an den Stellantrieb112 übermittelt wird. Gemäß diesem analogen Spannungssignal bewegt der Stellantrieb112 mittels einer mechanischen Kopplung126 das Fenster des Kraftfahrzeugs114 . - Der Positionssensor
116 ermittelt mit Hilfe von Hall-Sensoren die Drehgeschwindigkeit als auch Drehposition des Stellantriebs112 und gibt diese Position bzw. Geschwindigkeit in Form von elektrischen Signalen mittels der elektrischen Verbindung130 an die Steuereinheit110 weiter. Hat der Positionssensor116 beispielsweise ermittelt, dass sich das Fenster114 in einer Endposition befindet, so wird der Verstellvorgang durch die Steuereinheit110 sofort unterbrochen. Die Steuereinheit110 gewährleistet, dass das Fenster114 nur für die Dauer der Betätigung des Wippschalters100 mit einer maximal zur Verfügung stehenden Geschwindigkeit des Stellantriebs112 bewegt wird. - Im Betrieb kann der Insasse den Wippschalter
100 betätigen um das Fenster114 mit einer maximalen Verstellgeschwindigkeit zu verstellen. Sobald der Wippschalter100 vom Benutzer nicht mehr betätigt wird, werden keine Steuersignale für die Steuereinheit110 erzeugt und demzufolge werden von der Steuereinheit keine weiteren Ansteuersequenzen für den Stellantrieb112 bzw. Ansteuersequenzen für das Pulsweitenmodulationsmodul118 erzeugt: Das Fenster114 wird somit in der erreichten Position stehen bleiben. - Betätigt der Benutzer das Drehrad
102 , so erzeugt dies ein zweites Steuersignal, welches aus zwei zueinander phasenverschobenen Pulsfolgen besteht, die mit Hilfe der elektrischen Verbindung120 an die Steuereinheit110 übergeben werden. Aus dem Vorzeichen der Phasenverschiebung zwischen den beiden Steuersignalen kann die Steuereinheit110 die gewünschte Verstellrichtung ermitteln. - Ferner ermittelt sie aus der Anzahl der eingehenden Pulse einen vorgesehenen Verstellweg für das Fenster. Weiterhin kann die Steuereinheit aus der Frequenz der eingehenden Pulsfolgen eine Verstellgeschwindigkeit für den Stellantrieb ermitteln. Abhängig von einem durch das Programmmodul
140 einzustellenden Betriebsmodus der Steuereinheit110 , kann das in der Steuereinheit110 eingegangene zweite Steuersignal beliebig verarbeitet werden. - So kann beispielsweise das Fenster
114 mit einer minimalen, konstanten Verstellgeschwindigkeit bewegt werden. Hierbei ist die Anzahl der vom Drehrad102 erzeugten elektrischen Impulse proportional zum vorgesehenen Verstellweg des Fensters114 . - Ferner kann auch die Geschwindigkeit mit der das Drehrad
102 betätigt wird, berücksichtigt werden. Dieser Geschwindigkeit, bzw. der Frequenz der somit vom Drehrad erzeugten elektrischen Pulsfolge kann die Steuereinheit110 eine bestimmte Verstellgeschwindigkeit des Fensters114 zuordnen. - Weiterhin kann in Abhängigkeit der vom Positionssensor
116 ermittelten Position des Fensters114 eine dynamische Verstellgeschwindigkeit durch die Steuereinheit114 realisiert werden. Verschiedene Verstellwinkel sowie verschiedene Verstellgeschwindigkeiten des Drehrads102 können somit beliebig in verschiedene Verstellpositionen, Verstellgeschwindigkeiten oder Verstellfunktionen des Fensters114 übertragen werden. - Die vom Wippschalter
100 erzeugten ersten Steuersignale haben gegenüber denen vom Drehrad102 erzeugten zweiten Steuersignale eine höhere Priorität für die Steuereinheit110 . Somit kann einer durch das Drehrad102 versehentlich erfolgter Betätigung, welche von der Steuereinheit110 als vollständiges Öffnen oder Schließen des Fensters interpretiert wird, durch Betätigen des Wippschalters100 sofort unterbunden werden. Trotz verschiedener Betriebsmodi, bei denen der Stellantrieb112 von einer Betätigungszeit des Drehrads102 entkoppelt ist, kann der Benutzer mit Hilfe des Wippschalters100 direkt und sofort manuell in den Verstellmechanismus des Fensters114 eingreifen. -
2a zeigt ein erstes Diagramm von Steuersignalen, die vom Drehrad102 erzeugt werden. Der Drehwinkel des Drehrads ist hierbei horizontal und die Amplitude der Steuersignale vertikal aufgetragen. Die vertikalen Markierungen entlang der horizontalen Achse symbolisieren die einzelnen Raststellungen des Drehrads. Wird das Drehrad vom Benutzer in eine rechtsläufige Richtung bewegt, so wird ein erstes Signal200 um eine halbe Raststellung vor einem zweiten Signal202 erzeugt. -
2b zeigt den entgegengesetzten Fall einer linksläufigen Drehung des Drehrads. Hierbei erfolgt die Pulsfolge des zweiten Signals202 um eine halbe Raststellung vor der Pulsfolge des ersten Signals200 . Aufgrund der Phasenverschiebung zwischen dem ersten Signal200 und dem zweiten Signal202 kann die Steuereinheit110 die Drehrichtung für den Stellantrieb ermitteln. -
3a zeigt eine Skizze einer möglichen Ausführungsform eines multifunktionalen Betätigungselements300 . Das Betätigungselement300 fungiert hier entweder als Wipp- oder Tast- oder Schnappschalter. Der Wipp- oder Tast- oder Schnappschalter300 ist hierbei auf einer Wippachse304 gelagert. Durch Drücken oder Ziehen des Benutzers am Schalter300 werden elektrische Kontakte geschlossen oder geöffnet, so dass ein entsprechendes erstes Steuersignal an die Steuereinheit110 übermittelt wird. In der Oberseite des Schalters300 ist ein Drehrad302 integriert, welches bei einer Drehung durch den Benutzer zweite Steuersignale an die Steuereinheit110 übermittelt. -
3b zeigt eine weitere Ausführungsform des multifunktionalen Betätigungselements310 . Dieses besteht aus zwei Tasten314 und316 sowie einem Drehrad312 . Durch Drücken der Taste316 wird eine Aufwärtsbewegung der Fensterscheibe und durch Drücken der Taste314 eine Abwärtsbewegung der Fensterscheibe initiiert. Das Drehrad312 ist hier ähnlich wie in3a ausgebildet. Das Drehrad312 ist endlos drehbar und verfügt über äquidistante Raststellungen. Durch inkrementelle Drehung erzeugt es die in2a und2b skizzierten ersten und zweiten Signale200 bzw.202 , die in die Steuereinheit110 eingespeist werden. -
4 zeigt ein Flussdiagramm, welches die Erzeugung und Verarbeitung von Steuersignalen beschreibt. Die beiden Schritte400 und402 stehen hierbei jeweils für die Betätigung eines ersten Schalters400 oder für die Betätigung eines zweiten Schalters402 . - Schalter
1 entspricht hierbei dem vorbezeichneten Wipp- oder Tast- oder Schnappschalter, welcher ein seiner Betätigungszeit t entsprechendes Steuersignal erzeugt. Schalter2 entspricht hier dem vorbezeichneten Drehrad, das ein Steuersignal erzeugt, welches aus zwei verschiedenen Pulsfolgen besteht. Dieses Steuersignal gibt einen Drehwinkel W sowie eine Verstellgeschwindigkeit des Drehrads V an. Die Betätigung des ersten Schalters400 ist mit einem Schritt406 verbunden und die Betätigung des zweiten Schalters402 ist mit ei nem Schritt408 verbunden. Beide Schritte406 und408 werden innerhalb der Steuereinheit404 ausgeführt. - Die Schritte
406 sowie408 berechnen ein bestimmtes Pulsweitenmodulationsverhältnis, welches in einem weiteren Schritt410 in ein analoges Spannungssignal U(t) übertragen wird. In einem weiteren Schritt412 wird der Stellantrieb mit dem Spannungssignal U(t) betrieben. Aus der im Schritt400 ermittelten Zeitdauer t wird im Schritt406 ein derartiges Pulsweitenmodulationsverhältnis berechnet, so dass der Stellantrieb im Schritt412 mit dem maximal zur Verfügung stehenden Spannungssignal U-Max für eine Zeitdauer von t betrieben wird. Im Schritt408 wird ausgehend von dem in Schritt402 ermitteltem Winkel W und einer ermittelten Verstellgeschwindigkeit V ein Pulsweitenmodulationsverhältnis berechnet. - Ferner können mit Hilfe der Pulsweitenmodulation eventuell auftretende Schwankungen des Betriebsspannung des Stellantriebs ausgeglichen werden. Derartige Schwankungen der Betriebsspannung des Kraftfahrzeugs können besonders bei extremen externen Bedingungen auftreten. Sinkt oder steigt die Betriebsspannung des Kraftfahrzeugs, so kann das Pulsweitenmodulationsmodul
118 als auch die Steuereinheit110 , die Ansteuersequenzen für den Stellantrieb126 entsprechend anpassen, so dass dieser unabhängig von der Betriebsspannung des Kraftfahrzeugs eine unveränderte Ansteuerung erfährt und der Benutzer etwaige Betriebsspannungsunterschiede nicht bemerkt. - Entsprechend dem eingestellten Betriebsmodus der Steuereinheit
404 wird ein Spannungssignal U sowie eine Zeitdauer t berechnet. Hierbei kann U ein über die Zeitdauer t konstanten Wert annehmen oder U kann eine mit der Zeit t variierende Funktion U(t) sein. Das in Schritt408 ermittelte Pulsweitenmodulationsverhältnis wird im Schritt410 in ein analoges Spannungssignal U(t) transformiert und schließlich im Schritt412 an den Stellantrieb weitergegeben. -
5 zeigt ein Flussdiagramm, welches die Erzeugung eines Steuersignals und dessen dynamische Umsetzung in eine Ansteuersequenz für den Stellantrieb zeigt. Im Schritt500 wird ein erfindungsgemäßer Drehschalter um einen Winkel W mit einer Verstellgeschwindigkeit V2 bewegt. Die beiden Parameter W und V2 werden in einem nächsten Schritt504 zur Berechnung einer Soll-Position SP verwendet. Die Soll-Position SP wird dann an Schritt506 weitergegeben. - Im Schritt
506 wird die Differenz dieser Soll-Position SP mit einer Ist-Position des Stellantriebs IP gebildet. Überschreitet die Differenz zwischen IP und SP betragsmäßig einen Schwellwert, so wird mit Schritt510 fortgefahren. Ist die Differenz zwischen IP und SP kleiner als der Schwellwert SW, so wird mit Schritt508 fortgefahren. - Im Schritt
508 wird eine konstante Verstellgeschwindigkeit für den Stellantrieb eingestellt. Im Schritt510 wird hingegen eine dynamische Verstellgeschwindigkeit für den Stellantrieb eingestellt. Nach Schritt508 als auch nach Schritt510 erfolgt Schritt514 . In Schritt514 wird das Pulsweitenmodulationsverhältnis ausgehend von den in Schritten508 oder510 bestimmten Geschwindigkeiten und des in Schritt500 bestimmten Verstellwinkels W ermittelt. Weiterhin wird in Schritt514 ein analoges Spannungssignal U(t) für die Zeitdauer t berechnet. Das Spannungssignal U(t) wird für die Zeitdauer t im Schritt516 an den Stellantrieb übermittelt. Im Schritt518 wird schließlich das zu verstellende Objekt mit der berechneten Verstellgeschwindigkeit V und berechneten Zeitdauer t in vorgegebener Weise verstellt. - Ausgehen von der vom Schritt
516 ausgehenden Verstellung wird in Schritt512 die Ist-Position des Stellantriebs ermittelt. Im Schritt506 wird die aus Schritt512 ermittelte Ist-Position mit der durch Schritt504 gegebenen Soll-Position des Stellantriebs verglichen. Im Schritt506 wird hierzu wiederum die Differenz zwischen Ist-Position IP und der Soll-Position SP ermittelt. Durch Vergleich dieser Differenz mit dem vorbestimmten Schwellwert werden wiederum die Schritte508 oder510 eingeleitet. Das Verfahren fährt so lange in dieser beschriebenen Weise fort, bis die in Schritt512 berechnete Ist-Position des Fensters IP mit der in Schritt504 berechneten Soll-Position SP übereinstimmt. Die Schritte504 ,506 ,508 sowie510 finden innerhalb der Steuereinheit502 statt. -
6a zeigt ein Diagramm, welches ein pulsweitenmoduliertes Signal beschreibt. Das entsprechende analoge Spannungssignal ist hingegen in6b gezeigt. Einzelne Pulse des pulsweitenmodulierten Signals sind mit600 ,602 ,604 ,606 und608 bezeichnet. Das pulsweitenmodulierte Signal ist ferner in sieben Zeitintervalle mit einer Breite von t_0 unterteilt. Die zeitliche Länge eines Pulses im Vergleich zu den Zeitintervallen bestimmt hierbei die Amplitude des analogen Spannungssignals. - Der Puls
600 ist beispielsweise genauso lang wie eines der Zeitintervalle. Folglich wird der Puls600 für die Dauer der ersten beiden Zeitintervalle in ein Spannungssignal610 mit maximaler Amplitude interpretiert. Ein zeitlich etwas verkürzter Puls602 ist einer entsprechend etwas geringeren Amplitude612 zuzuordnen. Ähnliches gilt für die sukzessive verkürzten Pulse604 ,606 und608 , die den sukzessiv abnehmenden Spannungsamplituden614 ,616 und618 zuzuordnen sind. -
- 100
- Wipp-/Tast-/Schnappschalter
- 102
- Drehrad
- 104
- Zündung
- 106
- Auswahlmodul
- 108
- Multifunktionsschalter
- 110
- Steuereinheit
- 112
- Stellantrieb
- 114
- Fenster
- 116
- Positionssensor
- 118
- Pulsweitenmodulationsmodul
- 120
- elektrische Verbindung
- 122
- elektrische Verbindung
- 124
- elektrische Verbindung
- 126
- mechanische Kopplung
- 130
- elektrische Verbindung
- 140
- Programmmodul
- 200
- erstes Signal
- 202
- zweites Signal
- 300
- Wipp-/Tast-/Schnappschalter
- 302
- Drehrad
- 304
- Wippachse
- 310
- multifunktionales Betätigungselement
- 312
- Drehrad
- 314
- Taste
- 316
- Taste
Claims (40)
- Vorrichtung zur Steuerung eines Stellantriebs (
112 ) für ein Kraftfahrzeug mit einer Steuereinheit (110 ), die mit Hilfe eines ersten Betätigungsmittels (100 ) und eines zweiten Betätigungsmittels (102 ) ansteuerbar ist, wobei das erste Betätigungsmittel zur Übergabe eines, von einer Betätigungszeit abhängigen, ersten Steuersignals an die Steuereinheit und das zweite Betätigungsmittel zur Übergabe eines, von einer Verstellung abhängigen, zweiten Steuersignals an die Steuereinheit ausgebildet ist. - Vorrichtung nach Anspruch 1, wobei nach dem ersten Steuersignal eine erste Verstellgeschwindigkeit für den Stellantrieb (
112 ) und nach dem zweiten Steuersignal eine zweite Verstellgeschwindigkeit für den Stellantrieb (112 ) zugeordnet, und wobei die zweite Verstellgeschwindigkeit kleiner als die erste Verstellgeschwindigkeit ist. - Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, wobei die dem ersten Betätigungsmittel (
100 ) vorgesehene erste Verstellgeschwindigkeit einer maximalen Verstellgeschwindigkeit des Stellantriebs (112 ) entspricht. - Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei das Steuersignal des ersten Betätigungsmittels (
100 ) eine für die Steuereinheit höhere Priorität aufweist als das Steuersignal des zweiten Betätigungsmittels (102 ). - Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei die Steuereinheit den Stellantrieb (
112 ) in einem linearen oder nichtlinearen Verhältnis zur Betätigungszeit des ersten Betätigungsmittels (100 ) und/oder zur Verstellung des zweiten Betätigungsmittels (102 ) ansteuert. - Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei die Steuereinheit (
110 ) zur Ansteuerung des Stellantriebs (112 ) derart ausgebildet ist, so dass ein durch den Stellantrieb zu bewegendes Objekt (114 ) proportional zur Verstellung des zweiten Betätigungsmittels (102 ) bewegt werden kann. - Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, die Steuereinheit (
110 ) zur Ansteuerung des Stellantriebs (112 ) derart ausgebildet ist, so dass ein durch den Stellantrieb zu bewegendes Objekt (114 ) kontinuierlich oder quasi-kontinuierlich durch Verstellung des zweiten Betätigungsmittels (102 ) bewegt werden kann - Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, wobei der Stellantrieb (
112 ) mit einem Positionsertassungsmittel (116 ) für das zu verstellende Objekt (114 ) ausgebildet ist und/oder die Steuereinheit (110 ) mit einem Positionserfassungsmittel (116 ) für das zu verstellende Objekt (114 ) verbunden ist, und das Positionserfassungsmittel (116 ) zur Ermittlung einer momentanen, absoluten Position des zu verstellenden Objekts (114 ) ausgebildet ist. - Vorrichtung nach einem der Anspruch 1 bis 8, wobei die Steuereinheit (
110 ) für eine dynamische, einem zeitlichen und/oder örtlichen Geschwindigkeitsprofil folgenden Ansteuerung des Stellantriebs (112 ) ausgebildet ist, so dass das Geschwindigkeitsprofil beginnend mit der maximalen Geschwindigkeit eine absteigende Flanke aufweist. - Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 oder 9, wobei die Steuereinheit zur dynamischen Anpassung der Verstellgeschwindigkeit ausgebildet ist, um eine Differenz, zwischen der durch das Positionsertassungsmittel (
116 ) ermittelten momentanen Position und der durch eines der Betätigungsmittel (100 oder102 ) vorgegebenen Position, zu minimieren. - Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, wobei das erste Betätigungsmittel (
100 ) in Form eines Betätigungselements mit Wipp-, Tast-, Schnapp-, Druck-, oder Zugfunktion ausgebildet ist. - Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, wobei das zweite Betätigungsmittel (
102 ) in Form eines Betätigungselements mit Dreh- oder Schiebefunktion ausgebildet ist. - Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, wobei das erste (
100 ) und das zweite Betätigungsmittel (102 ) in einem Multifunktionsbetätigungselement (108 ) integriert sind. - Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, wobei das zweite Betätigungselement (
102 ;302 ) durch ein endlos drehbares Drehrad mit äquidistanten Raststellungen ausgebildet ist. - Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 14, wobei das zweite Betätigungselement (
102 ) zur Übermittlung elektrischer Signale (200 ,202 ) an die Steuereinheit ausgebildet ist, welche sich aus einer inkrementellen Verstellamplitude und/oder einer Verstellrichtung des zweiten Betätigungsmittels (102 ) ergeben. - Vorrichtung nach Anspruch 15, wobei das zweite Betätigungsmittel (
102 ) zur Abgabe elektrischer Pulse (200 ,202 ) ausgebildet ist, welche aus zwei zueinander phasenverschobenen Pulsfolgen bestehen und das Vorzeichen der Phasenverschiebung die Bewegungsrichtung für den Stellantrieb (112 ) und die Anzahl der Pulse innerhalb der Pulsfolgen einen vorgegebenen Verstellweg des durch den Stellantrieb (112 ) zu bewegenden Objekts (114 ) bestimmen. - Vorrichtung nach einem der Ansprüche 15 oder 16, wobei die Steuereinheit (
110 ) für eine Pulsweitenmodulation für ein Spannungssignal zur Ansteuerung des Stellantriebs (112 ) ausgebildet ist. - Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 18, wobei der Stellantrieb (
112 ) zum Antrieb eines Fensters (114 ) und/oder eines Schiebedaches und/oder eines Außenspiegels und/oder eines Fahrzeugsitzes ausgebildet ist. - Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 18, wobei die Steuereinheit (
110 ) zur Unterbindung der Ansteuerung des Stellantriebes ausgebildet ist, falls ein mit der Steuereinheit verbundenes Freigabeelement (104 ,106 ) ein entsprechendes Steuersignal an die Steuereinheit (110 ) sendet. - Vorrichtung nach Anspruch 19, wobei das Freigabeelement durch die Zündung (
104 ) des Kraftfahrzeugs und/oder eine Kindersicherung und/oder durch ein elektronisches Fahrzeugüberwachungssystem oder Fahrzeugsteuerungssystem ausgebildet ist. - Steuereinheit zur Steuerung eines Stellantriebs (
112 ) für ein Kraftfahrzeug, die ein erstes Steuersignal von einem ersten Betätigungsmittel (100 ) und ein zweites Steuersignal von einem zweiten Betätigungsmittel (102 ) empfängt und zur Ansteuerung eines Stellantriebs (112 ) in Abhängigkeit des ersten (100 ) und zweiten Betätigungsmittels (102 ) ausgebildet ist, wobei das erste Steuersignal von der Betätigungszeit des ersten Betätigungsmittels und das zweite Steuersignal von der Verstellung des zweiten Betätigungsmittels abhängt. - Steuereinheit nach Anspruch 21, wobei dem ersten Steuersignal eine erste Verstellgeschwindigkeit für den Stellantrieb (
112 ) und dem zwei ten Steuersignal eine zweite Verstellgeschwindigkeit für den Stellantrieb (112 ) zugeordnet ist, und die zweite Verstellgeschwindigkeit kleiner als die erste Verstellgeschwindigkeit ist. - Steuereinheit nach einem der Ansprüche 21 oder 22, wobei die dem ersten Betätigungsmittel (
100 ) vorgesehene erste Verstellgeschwindigkeit einer maximalen Verstellgeschwindigkeit des Stellantriebs (112 ) entspricht. - Steuereinheit nach einem der Ansprüche 21 bis 23, wobei das Steuersignal des ersten Betätigungsmittels (
100 ) eine für die Steuereinheit höhere Priorität aufweist als das Steuersignal des zweiten Betätigungsmittels (102 ). - Steuereinheit nach einem der Ansprüche 21 bis 24, wobei der Stellantrieb mit einem Positionserfassungsmittel (
116 ) für das zu verstellende Objekt (114 ) ausgebildet ist und/oder die Steuereinheit (110 ) mit einem Positionserfassungsmittel (116 ) für das zu verstellende Objekt (114 ) verbunden ist und das Positionserfassungsmittel (116 ) zur Ermittlung einer momentanen, absoluten Position des zu verstellenden Objekts (114 ) ausgebildet ist. - Steuereinheit nach Anspruch 25, wobei eine dynamische, einem zeitlichen und/oder örtlichen Geschwindigkeitsprofil folgende Ansteuerung des Stellantriebs (
112 ), in Abhängigkeit von der momentanen, absoluten Position des zu bewegenden Objekts (114 ) und dem zweiten Steuersignal, vorgesehen ist, so dass das Geschwindigkeitsprofil beginnend mit der maximalen Geschwindigkeit eine absteigende Flanke aufweist. - Steuereinheit nach einem der Ansprüche 25 oder 26, wobei die Steuereinheit (
110 ) zur dynamischen Anpassung der Verstellgeschwindigkeit ausgebildet ist, um eine Differenz, zwischen der durch das Positi onserfassungsmittel (116 ) ermittelten momentanen Position und der durch eines der Betätigungsmittel (100 ,102 ) vorgegebenen Position, zu minimieren - Steuereinheit nach einem der Ansprüche 21 bis 25, wobei die Steuersignale mindestens eines der Betätigungsmittel (
100 ,102 ) elektrische Signale sind, die aus zwei zueinander phasenverschobenen Pulsfolgen bestehen und das Vorzeichen der Phasenverschiebung die Bewegungsrichtung für den Stellantrieb (112 ) und die Anzahl der Pulse innerhalb der Pulsfolgen einen vorgegebenen Verstellweg des durch den Stellantrieb (112 ) zu bewegenden Objekts (114 ) bestimmen. - Betätigungseinheit für eine Steuereinheit (
110 ) zur Steuerung eines Stellantriebs (112 ) für ein Kraftfahrzeug, welches durch ein erstes (100 ) und ein zweites (102 ) Betätigungsmittel ausgebildet ist, wobei das erste Betätigungsmittel (100 ) zur Übergabe eines, von einer Betätigungszeit abhängigen, ersten Steuersignals an die Steuereinheit (110 ) und das zweite Betätigungsmittel (102 ) zur Übergabe eines, von einer Verstellung abhängigen, zweiten Steuersignals an die Steuereinheit (110 ) ausgebildet ist. - Betätigungseinheit nach Anspruch 29, wobei das erste Betätigungsmittel (
100 ;300 ) in Form eines Betätigungselements mit Wipp-, Tast-, Schnapp-, Druck-, oder Zugfunktion ausgebildet ist. - Betätigungseinheit nach einem der Ansprüche 29 oder 30, wobei das zweite Betätigungsmittel (
102 ;302 ) in Form eines Betätigungselements mit Dreh- oder Schiebefunktion ausgebildet ist. - Betätigungseinheit nach einem der Ansprüche 29 bis 31, wobei das erste (
100 ;300 ) und das zweite Betätigungsmittel (102 ;302 ;312 ) in einem Multifunktionsbetätigungselement integriert sind. - Betätigungseinheit nach einem der Ansprüche 29 bis 32. wobei das zweite Betätigungselement (
102 ;302 ;312 ) durch ein endlos drehbares Drehrad mit äquidistanten Raststellungen ausgebildet ist. - Betätigungseinheit nach einem der Ansprüche 29 bis 33, wobei das zweite Betätigungselement (
102 ;302 ;312 ) zur Übermittlung elektrischer Signale an die Steuereinheit (110 ) ausgebildet ist, welche sich aus einer inkrementellen Verstellamplitude und/oder einer Verstellrichtung des zweiten Betätigungsmittels (102 ;302 ;312 ) ergeben. - Verfahren zur Steuerung eines Stellantriebs (
112 ) für ein Kraftfahrzeug mit einer Steuereinheit (110 ), die mit Hilfe eines ersten Betätigungsmittels (100 ) und eines zweiten Betätigungsmittels (102 ) ansteuerbar ist, wobei das erste Betätigungsmittel (100 ) ein von einer Betätigungszeit abhängiges erstes Steuersignal an die Steuereinheit (110 ) und das zweite Betätigungsmittel (102 ) von einer Verstellung abhängiges zweites Steuersignal an die Steuereinheit (110 ) übermittelt. - Verfahren nach Anspruch 35, wobei die Steuereinheit (
110 ) nach dem ersten Steuersignal eine erste Verstellgeschwindigkeit für den Stellantrieb (112 ) und nach dem zweiten Steuersignal eine zweite Verstellgeschwindigkeit für den Stellantrieb (112 ) ermittelt, so dass die zweite Verstellgeschwindigkeit kleiner als die erste Verstellgeschwindigkeit ist und die erste Verstellgeschwindigkeit der maximalen Verstellgeschwindigkeit des Stellantriebs (112 ) entspricht. - Verfahren nach einem der Ansprüche 35 oder 36, wobei der Stellantrieb (
112 ) derart von der Steuereinheit (110 ) angesteuert wird, so dass ein durch den Stellantrieb (112 ) zu bewegendes Objekt (114 ) proportional zur Verstellung des zweiten Betätigungsmittels (102 ) bewegt werden kann. - Verfahren nach einem der Ansprüche 35 bis 37, wobei der Stellantrieb (
112 ) oder die Steuereinheit (110 ) mit Hilfe eines Positionserfassungsmittels (116 ) für das zu verstellende Objekt (114 ) die absolute, momentane Position des Objekts (114 ) ermitteln kann. - Verfahren nach einem der Ansprüche 35 bis 38, wobei die Steuereinheit (
110 ) den Stellantrieb (112 ) dynamisch, einem zeitlichen und/oder örtlichen Geschwindigkeitsprofil folgend ansteuert, so dass das Geschwindigkeitsprofil beginnend mit der maximalen Geschwindigkeit eine absteigende Flanke aufweist. - Verfahren nach einem der Ansprüche 35 bis 39, wobei die Steuereinheit (
110 ) den Stellantrieb (112 ) dynamisch ansteuert, um eine Differenz zwischen dem durch das Positionsertassungsmittel (116 ) ermittelten momentanen Position und der durch eines der Betätigungsmittel vorgegebenen Position, zu minimieren.
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