DE10347380B4 - Variable Kopfstütze - Google Patents

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Abstract

Kopfstütze (10) an einem Sitz, insbesondere Kraftfahrzeugsitz, die an einer Vorderseite (24) der Kopfstütze (10) eine erste Auflagefläche (28) und mindestens ein seitliches Kopfstützenauflageteil (20, 22) mit einer zweiten Auflagefläche (34) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass auf einer Rückseite (26) der Kopfstütze (10) ein in einer Fahrzeugquerrichtung (36) liegender Aufnahmeraum (14) angeordnet ist, aus dem mindestens ein Kopfstützenauflageteil (20, 22) aus einer Nichtgebrauchsstellung durch eine Verschiebebewegung (30) entlang der Fahrzeugquerrichtung (36) und eine Schwenkbewegung (32) in einer Fahrzeuglängsrichtung (38) in eine Gebrauchsstellung unter Ausbildung der zweiten Auflagefläche (34) reversibel verlagerbar ist.

Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft eine Kopfstütze für einen Fahrzeugsitz mit den im Oberbegriff des Anspruchs 1 genannten Merkmalen.
  • Es ist allgemein bekannt, höhenverstellbare Kopfstützen in Kraftfahrzeugen, insbesondere Pkws/Lkws, über Kopfstützhalterungen an Fahrzeugsitzen auszuführen. Die bekannten Kopfstützen bieten dem Sitzbenutzer bei gerader und auch nach hinten geneigter Rückenlehne die Möglichkeit, den Kopf an der Kopfstütze anzulehnen. Die allgemein bekannten Kopfstützen dienen neben der Einnahme einer bequemen Sitzhaltung vor allem auch dazu, bei einem Unfall einen entsprechenden Widerhalt des Kopfes beziehungsweise des Genickes der entsprechenden Person zu gewährleisten. So haben ein Fahrzeugsitz und die zugehörige Kopfstütze neben den Komforteigenschaften sicherheitstechnische Aspekte zu erfüllen. Dies gilt insbesondere für die zumeist einstellbare Höhenposition der Kopfstütze, die zumeist über die höhenverstellbaren Kopfstützhalterungen realisiert wird, sowie auch für die ausgebildete Kontur der Kopfstütze.
  • Aus dem Stand der Technik sind gerade in letzter Zeit weitere Lösungen bekannt geworden, die neben den sicherheitstechnischen Aspekten vor allem einer Erhöhung des Fahrkomforts der Fahrzeugbenutzer durch weitere, meist die Form des Sitzes und/oder der Kopfstütze betreffende Maßnahmen dienen.
  • So sind aus dem Gebrauchsmuster DE 94 20 870 U1 seitliche Kopfhalter an Kopfstützen bekannt, die als Verlängerung der Sitzrückenlehnen ausgebildet sind und sich beidseitig des Kopfes des Sitzbenutzers pneumatisch aufblasen lassen. Eine ähnliche Lösung offenbart die WO 96/28318 A1 , in der ein oberer Stützkörper zwischen Kopfstütze und Rückenlehne in Verlängerung der Rückenlehne in Kopfhöhe vorgesehen ist. Auf der Frontseite des oberen Stützkörpers und/oder in diese integriert befinden sich mindestens zwei horizontal voneinander beabstandete Mittel zur seitlichen Abstützung des Kopfes.
  • Weitere mechanische, kinematische Lösungen zur Komforterhöhung von Kopfstützen, insbesondere zur Anordnung von seitlich an der Kopfstütze angebrachten Elementen, sind aus dem Stand der Technik entnehmbar. Die Patentschrift DE 196 02 909 C2 beschreibt eine Kopfstütze für Fahrzeugsitze, an der an ihrer Vorderseite eine Auflagefläche für den Kopf des Sitzbenutzers ausgebildet ist, welche in zumindest einem seitlich von der vertikalen Mittelebene der Kopfstütze liegenden Teilbereich in unterschiedliche Positionen einstellbar ist. Dadurch werden verschieden große spitze Winkel mit der vertikalen Mittelebene der Rückenlehne gebildet. Hierbei wird zumindest ein dem einstellbaren Teilbereich zugehöriger Teil des Polsterträgers der Kopfstütze mit der Rückenlehne des Fahrzeugsitzes über eine quer zur vertikalen Mittelebene der Rückenlehne verlaufende Verschiebebewegung zulassende Führungseinrichtung verbunden, welche die Verschiebebewegung in eine Änderung der Winkelstellung des einstellbaren Teilbereiches umsetzt.
  • Eine weitere Lösung geht aus der Patentschrift DE 197 24 764 C1 hervor. Hierbei handelt es sich um einen Fahrzeugsitz, der keine separate Kopfstütze ausbildet, sondern dessen Rückenlehne in ihrem oberen Bereich an der Vorderseite eines auf einem Polsterträger gehaltenen Polsterkörpers eine Auflagefläche für den Kopf des Sitzbenutzers ausbildet. Zumindest ein seitlich vom Mittenbereich der Rückenlehne liegender einstellbarer Teilbereich des Polsterträgers ist um eine Schwenkachse schwenkbar mit dem Polsterträger des Mittenbereichs über zumindest eine Kupplungseinrichtung verbunden. Mittels dieser Kupplungseinrichtung ist der einstellbare Teilbereich in unterschiedlichen Positionen festlegbar. Die Kupplungseinrichtung weist mindestens ein Scharniergelenk mit einer Rasteinrichtung auf, die eine lösbare Verrastung der zueinander schwenkbaren Scharnierteile in vorgewählten Winkelstellungen ermöglicht.
  • Eine frühere Offenlegungsschrift der Anmelderin DE 197 54 168 A1 stellt eine Kopfstütze mit klappbaren, seitlichen Kopfstützelementen, welche von einer Nichtgebrauchslage in eine Gebrauchslage bringbar sind, dar. Das seitliche Kopfstützelement ist in Nichtgebrauchslage in die Außenkontur der Kopfstütze integriert und durch eine Klapp- oder Schwenkbewegung aus der Kopfstützenkontur herausklappbar beziehungsweise herausschwenkbar.
  • Ausgehend von dem hier vorliegenden Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, bei einer Kopfstütze eines Kraftfahrzeugsitzes der eingangs genannten Art den Komfort und die Sicherheit der den Kraftfahrzeugsitz benutzenden Fahrzeugsinsassen weiter zu verbessern.
  • Diese Aufgabe wird durch eine Kopfstütze mit den im Anspruch 1 genannten Merkmalen gelöst. Dadurch, dass auf einer Rückseite der Kopfstütze ein in einer Fahrzeugquerrichtung liegender Aufnahmeraum angeordnet ist, aus dem mindestens ein Kopfstützenauflageteil aus einer Nichtgebrauchsstellung durch eine Verschiebebewegung entlang der Fahrzeugquerrichtung und eine Schwenkbewegung in einer Fahrzeuglängsrichtung in die Gebrauchsstellung unter Ausbildung einer zweiten Auflagefläche reversibel verlagerbar ist, wurde eine variable Kopfstütze gefunden, die sich durch besonderen Komfort und Sicherheit auszeichnet. Die variable Kopfstütze bietet insbesondere einen seitlichen Halt, wodurch der Fahrzeuginsasse während einer Fahrpause die variable Kopfstütze für eine komfortable Schlafhaltung nutzen kann. Während der Fahrt bietet die Kopfstütze mit den seitlich aufgestützten Kopfstützenauflageteilen die Möglichkeit, bei einer seitlichen Neigung des Oberkörpers den Kopf an den Kopfstützenauflageteilen anzulehnen. Der Kopf muss in diesem Fall nicht seitlich gehalten werden und kann während der Fahrt und in Fahrpausen entspannt abgelegt werden. Zudem bieten die seitlich angeordneten Kopfstützenauflageteile neben dem seitlichen Halt auch eine Schutzfunktion, die in einem etwaigen Crashfall durch die Aufnahme von Beschleunigungskräften des Kopfes in den Kopfstützenauflageteilen ermöglicht wird.
  • In bevorzugter Ausgestaltung der Erfindung weist die Kopfstütze an einer Vorderseite eine erste Auflagefläche auf, während das mindestens eine Kopfstützenauflageteil dann eine zweite Auflagefläche bildet, wenn sich die Kopfstützenauflageteile in Gebrauchsstellung befinden. In Gebrauchsstellung ist die zweite Auflagefläche des Kopfstützenauflageteiles in einem vorgebbaren Winkel gegenüber der ersten Auflagefläche der Kopfstütze angeordnet. Dabei bilden die erste und zweite Auflagefläche in Gebrauchsstellung eine im Wesentlichen stufenfreie ineinander übergehende Gesamtauflagefläche aus.
  • In Nichtgebrauchsstellung sind die Kopfstützenauflageteile in dem Aufnahmeraum auf der Rückseite der Kopfstütze angeordnet. In diesem Aufnahmeraum ist in bevorzugter Ausgestaltung ein Führungselement vorgesehen, welches mindestens einen Kulissenstein aufweist, der auf mindestens einem Führungselement in Fahrzeugquerrichtung verschiebbar angeordnet ist.
  • Das mindestens eine Führungselement ist mit seinem ersten Ende auf einer ersten Schwenkachse in Fahrzeuglängsrichtung schwenkbar gelagert. An dem mindestens einen Kulissenstein ist das mindestens eine Kopfstützenauflageteil angeordnet, wobei vorzugsweise ein inneres Kopfstützenauflageteil mit dem Kulissenstein verbunden ist. Ein äußeres Kopfstützenauflageteil ist in weiterer bevorzugter Ausgestaltung der Erfindung gegenüber dem inneren Kopfstützenauflageteil auf einer zweiten Schwenkachse gelagert.
  • Zum Verschwenken des äußeren Kopfstützenauflageteiles gegenüber dem inneren Kopfstützenauflageteil ist zwischen den Auflageteilen mindestens eine Trennfuge ausgebildet. Um die Schwenkbewegung in im Wesentlichen Fahrzeuglängsrichtung zu bewirken, weist die Trennfuge in der zweiten Auflagefläche zwischen dem inneren und dem äußeren Kopfstützenauflageteil eine Ausnehmung auf, die sich nach vollzogener Schwenkbewegung der Kopfstützenauflageteile um die zweite Schwenkachse von der Nichtgebrauchsstellung in die Gebrauchsstellung schließt.
  • In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist das mindestens eine Kopfstützenauflageteil derart mit der Kopfstütze verbunden, dass die Kopfstützenauflageteile bei einem Fahrzeugcrash durch bloße Kopfbeaufschlagung des Fahrzeuginsassen und/oder durch ein angeordnetes Stellelement in Richtung der Nichtgebrauchsstellung verlagerbar sind. Vorteilhaft ist, dass erfindungsgemäß die erste Schwenkachse und/oder die zweite Schwenkachse und/oder die Führung des Kulissensteins zur Aufnahme von crashbedingten Kräften Dämpfungselemente aufweisen.
  • Erfindungsgemäß weist das äußere Kopfstützenauflageteil eine Griffmulde auf, die zur Bedienung der Kopfstützenauflageteile dient.
  • Weitere bevorzugte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den übrigen, in den Unteransprüchen genannten Merkmalen.
  • Die Erfindung wird nachfolgend in Ausführungsbeispielen anhand der zugehörigen Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
  • 1 eine Kopfstütze in einer perspektivischen Hinteransicht mit einem Aufnahmeraum zur Anordnung von mindestens einem Kopfstützenauflageteil;
  • 2 eine Schnittdarstellung A-A aus 1 eines Kopfstützenauflageteiles in dem Aufnahmeraum;
  • 3A eine Draufsicht auf die Kopfstützen bei einem Kopfstützenauflageteil in Nichtgebrauchsstellung und
  • 3B bis 3E Schnittdarstellungen A-A aus 1 des Aufnahmeraumes mit dem mindestens einen Kopfstützenauflageteil mit Darstellung einer Verschiebe- und Schwenkbewegung des Kopfstützenauflageteiles.
  • 1 zeigt eine Kopfstütze 10 und einen Kopf 12 eines Fahrzeuginsassen, der mit seiner Rückseite an einer ersten Auflagefläche 28 der Kopfstütze 10 anliegt. Der Kopf 12 eines Fahrzeuginsassen ist in einer Fahrzeuglängsrichtung 38 gesehen auf der Vorderseite 24 der Kopfstütze 10 angeordnet. Die Kopfstütze 10 weist auf einer Rückseite 26 einen in Fahrzeugquerrichtung 36 angeordneten Aufnahmeraum 14 auf. Der Aufnahmeraum 14 ist in einem Schaumkern 46 der Kopfstütze 10 eingebracht.
  • Wie 1 verdeutlicht, ist der Aufnahmeraum 14 zu beiden Seiten der Kopfstütze 10 und in Richtung der Rückseite 26 der Kopfstütze 10 geöffnet. Erfindungsgemäß ist in diesem Aufnahmeraum 14 mindestens ein Kopfstützenauflageteil 20, 22 angeordnet.
  • 2 zeigt eine Schnittdarstellung entlang des in 1 dargestellten Schnittes A-A eines Kopfstützenauflageteiles 20, 22 im Aufnahmeraum 14. Im Schnitt A-A der 2 wird nur ein Kopfstützenauflageteil 20, 22 dargestellt und im Folgenden erläutert. Selbstverständlich ist, dass dem gemäß rechten, in 2 dargestellten Kopfstützenauflageteil 20, 22 ein symmetrisch ausgebildetes linkes Kopfstützenauflageteil 20, 22 angeordnet werden kann.
  • 2 zeigt die Kopfstütze 10, den Aufnahmeraum 14 und die erste Auflagefläche 28 auf der Vorderseite 24 der Kopfstütze 10. Auf der Rückseite 26 der Kopfstütze 10 ist der Aufnahmeraum 14 sowohl in Richtung der Rückseite 26 als auch jeweils seitlich der Kopfstütze 10 geöffnet. In dem Aufnahmeraum 14 ist ein Führungselement 16, vorzugsweise eine Führungsstange, angeordnet, die einen Kulissenstein 18 aufweist. Der Kulissenstein 18 ist mit einem inneren Kopfstützenauflageteil 20 verbunden. Das Führungselement 16 ist auf einer ersten Schwenkachse A in Fahrzeuglängsrichtung 38 schwenkbar gelagert. An das innere Kopfstützenauflageteil 20 schließt sich ein äußeres Kopfstützenauflageteil 22 an. Zwischen innerem Kopfstützenauflageteil 20 und äußerem Kopfstützenauflageteil 22 ist eine Trennfuge 42 ausgebildet, die zudem in der 2 dargestellten Nichtgebrauchsstellung eine Ausnehmung 44 auf der Vorderseite 24 aufweist. Das innere Kopfstützenauflageteil 20 und das äußere Kopfstützenauflageteil 22 weisen im Bereich der Trennfuge 42 eine zweite Schwenkachse B auf, auf der das äußere Kopfstützenauflageteil 22 gegenüber dem inneren Kopfstützenauflageteil 20 schwenkbar angeordnet ist. In der Nichtgebrauchsstellung der 2 ist eine zweite Auflagefläche 34 der Kopfstützenauflageteile 20, 22 noch im Aufnahmeraum 14 angeordnet. Zur Vervollständigung zeigt 2 ferner eine Griffmulde 40, mittels der das Kopfstützenauflageteil 20, 22 von der Nichtgebrauchsstellung in die Gebrauchsstellung manuell durch Herausziehen und Nach-vorne-Verschwenken bedienbar ist.
  • Den Ausklappvorgang in eine Gebrauchsstellung der Kopfstützenauflageteile 20, 22 zeigt 3A bis 3E. Die 3A zeigt den Kopf 12 eines Fahrzeuginsassen an einer Kopfstütze 10 seitlich an der ersten Auflagefläche 28 an der Vorderseite 24 der Kopfstütze 10. Der Aufnahmeraum 14 ist in 3A nicht sichtbar, jedoch wird deutlich, dass der Kopf 12 des Fahrzeuginsassen gemäß 3A keinen seitlichen Halt erfährt.
  • Erfindungsgemäß kann der Fahrzeuginsasse zur Erhöhung des Komforts die Kopfstützenauflageteile 20, 22 nutzen, indem er ausgehend von der Position gemäß 2 und der inhaltsgleichen 3 die Kopfstützenauflageteile 20, 22 ausklappt.
  • 3C zeigt die Kopfstütze 10 mit einem nach außen verschobenen Kulissenstein 18 entlang des Führungselementes 16 in einer Verschieberichtung 30, die der Fahrzeugquerrichtung 36 entspricht. Durch die Verschiebung der Kopfstützenauflageteile 20, 22 ist bereits ein seitliches Kopfstützenauflageteil 20, 22 ausgebildet, jedoch wird die Ausklappbewegung zur Erreichung der vollständigen Gebrauchsstellung durch Schwenken des Führungselementes 16 auf der ersten Schwenkachse A in einer Schwenkbewegung 32 weitergeführt, so dass zwischen der ersten Auflagefläche 28 und der zweiten Auflagefläche 34 ein stufenfreier Übergang ausgebildet ist (3D). Des Weiteren ist das äußere Kopfstützenauflageteil 22 auf der zweiten Schwenkachse B gegenüber dem inneren Kopfstützenauflageteil 20 gemäß 3E in einer Schwenkbewegung 32 weiterverschwenkbar, so dass zwischen der ersten Auflagefläche 28 und der zweiten Auflagefläche 34 ein vorgebbarer Winkel α ausbildbar ist.
  • Die Schwenkbewegung des äußeren Kopfstützenauflageteiles 22 wird durch die bereits beschriebene Trennfuge 42 ermöglicht. Die Ausnehmung 44 auf der Vorderseite zwischen äußerem Kopfstützenauflageteil 22 und innerem Kopfstützenauflageteil 20 ist nun in der Endposition 3E geschlossen, so dass sich in Nichtgebrauchsstellung eine sowohl stufenfreie Gesamtauflagefläche zwischen der Kopfstütze 10 und den Kopfstützenauflageteilen 20, 22 ausbildet als auch eine im Wesentlichen ebene zweite Auflagefläche 34 im Bereich der Kopfstützenauflageteile 20, 22 sichergestellt ist. 3E zeigt ferner, dass in Gebrauchsstellung die Trennfuge 42 im hinteren Bereich der Kopfstützenauflageteile 20, 22 öffnet, wodurch jedoch keine Komforteinbußen vorhanden sind.
  • Die 3B bis 3E zeigen, dass auf der Rückseite 26 des Kopfstützenauflageteiles 22 eine Griffmulde 40 angeordnet ist, die zur manuellen Bedienung der Kopfstützenauflageteile 20, 22 dient. Der Fahrzeuginsasse greift vorzugsweise bei auf der rechten Seite der Kopfstütze 10 angeordneten Kopfstützenauflageteilen 20, 22 mit der linken Hand an der rechten Seite des Oberkörpers entlang hinter die Kopfstütze 10 und zieht zunächst durch Verschiebung in Verschieberichtung 30 die Kopfstützenauflageteil 20, 22 aus dem Aufnahmeraum 14. Anschließend verschwenkt der Fahrzeuginsasse die Kopfstützenauflageteile 20, 22 gemeinsam um die erste Schwenkachse A und abschließend das äußere Kopfstützenauflageteil 22 um die Schwenkachse B gegenüber dem inneren Kopfstützenauflageteil 20.
  • Bei einem Fahrzeugcrash ist erfindungsgemäß sichergestellt, dass eine bloße Kopfbeaufschlagung des Fahrzeuginsassen auf die Kopfstützenauflageteile 20, 22 zu einer vollständigen oder teilweisen Rückverstellung der Kopfstützenauflageteile 20, 22 in die Nichtgebrauchsstellung führt. Erfindungsgemäß ist es auch möglich, ein sensorisch gesteuertes Stellelement anzuordnen, welches bei einem Fahrzeugcrash die Rückverschwenkung um die erste Schwenkachse A und die zweite Schwenkachse B sowie die Rückverschiebung der Kopfstützenauflageteile 20, 22 in den Aufnahmeraum 14 bewirkt. Für die manuelle Rückverstellung beziehungsweise die Rückverstellung bei Kopfbeaufschlagung oder bei Verlagerung durch mindestens ein sensorisch angesteuertes Stellelement sind die erste Schwenkachse A und/oder zweite Schwenkachse B und/oder die Führung des Kulissensteins 18 mit Dämpfungselementen versehen, durch die, die manuelle Bedienung beziehungsweise die durch einen Crash verursachten Kräfte gedämpft aufgenommen werden können.
  • Die variablen Kopfstützenauflageteile 20, 22 haben den Vorteil, dass sie in Nichtgebrauchsstellung eine Rundumsicht des Fahrzeuginsassen ermöglichen und in Gebrauchsstellung aus dem Aufnahmeraum 14 zur Unterstützung der Kopfhaltung herausgezogen werden können.
  • Bezugszeichenliste
  • 10
    Kopfstütze
    12
    Kopf
    14
    Aufnahmeraum
    16
    Führungselement/Führungsstange
    18
    Kulissenstein
    20
    inneres Kopfstützenauflageteil
    22
    äußeres Kopfstützenauflageteil
    24
    Vorderseite
    26
    Rückseite
    28
    erste Auflagefläche
    30
    Verschieberichtung
    32
    Schwenkbewegung
    34
    zweite Auflagefläche
    36
    Fahrzeugquerrichtung
    38
    Fahrzeuglängsrichtung
    40
    Griffmulde
    42
    Trennfuge
    44
    Ausnehmung
    46
    Schaumkern
    α
    Winkel
    A
    erste Schwenkachse
    B
    zweite Schwenkachse

Claims (16)

  1. Kopfstütze (10) an einem Sitz, insbesondere Kraftfahrzeugsitz, die an einer Vorderseite (24) der Kopfstütze (10) eine erste Auflagefläche (28) und mindestens ein seitliches Kopfstützenauflageteil (20, 22) mit einer zweiten Auflagefläche (34) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass auf einer Rückseite (26) der Kopfstütze (10) ein in einer Fahrzeugquerrichtung (36) liegender Aufnahmeraum (14) angeordnet ist, aus dem mindestens ein Kopfstützenauflageteil (20, 22) aus einer Nichtgebrauchsstellung durch eine Verschiebebewegung (30) entlang der Fahrzeugquerrichtung (36) und eine Schwenkbewegung (32) in einer Fahrzeuglängsrichtung (38) in eine Gebrauchsstellung unter Ausbildung der zweiten Auflagefläche (34) reversibel verlagerbar ist.
  2. Kopfstütze nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Auflagefläche (34) in Gebrauchsstellung in einem vorgebbaren Winkel (α) gegenüber der ersten Auflagefläche (28) einer Vorderseite (24) der Kopfstütze (10) anordbar ist.
  3. Kopfstütze nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Auflagefläche (28) und die zweite Auflagefläche (34) in Gebrauchsstellung eine stufenfreie ineinander übergehende Auflagefläche (28, 34) ausbilden.
  4. Kopfstütze nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Aufnahmeraum (14) mindestens ein Führungselement (16) angeordnet ist.
  5. Kopfstütze nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Führungselement (16) mindestens einen Kulissenstein (18) aufweist, der auf dem mindestens einen Führungselement (16) in Fahrzeugquerrichtung (36) verschiebbar angeordnet ist.
  6. Kopfstütze nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Führungselement (16) mit seinem ersten Ende auf einer ersten Schwenkachse (A) in Fahrzeuglängsrichtung (38) schwenkbar gelagert ist.
  7. Kopfstütze nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an dem mindestens einen Kulissenstein (18) das mindestens eine Kopfstützenauflageteil (20, 22) angeordnet ist.
  8. Kopfstütze nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Kopfstützenauflageteil (20, 22) ein inneres Kopfstützenauflageteil (20) und ein äußeres Kopfstützenauflageteil (22) umfasst.
  9. Kopfstütze nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das innere Kopfstützenauflageteil (20) mit dem mindestens einen Kulissenstein (18) verbunden ist.
  10. Kopfstütze nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das äußere Kopfstützenauflageteil (22) gegenüber dem inneren Kopfstützenauflageteil (20) auf einer zweiten Schwenkachse (B) schwenkbar gelagert ist.
  11. Kopfstütze nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen innerem Kopfstützenauflageteil (20) und äußerem Kopfstützenauflageteil (22) mindestens eine Trennfuge (42) ausgebildet ist.
  12. Kopfstütze nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Trennfuge (42) in der Auflagefläche (34) der Kopfstützenauflageteile (20, 22) eine Ausnehmung (44) aufweist, die sich bei der Schwenkbewegung der Kopfstützenauflageteile (20, 22) um die zweite Schwenkachse (B) von der Nichtgebrauchsstellung in die Gebrauchsstellung schließt.
  13. Kopfstütze nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Kopfstützenauflageteil (20, 22) derart mit der Kopfstütze (10) in Verbindung steht, dass die Kopfstützenauflageteile (20, 22) bei einem Fahrzeugcrash durch bloße Kopfbeaufschlagung des Fahrzeuginsassen und/oder durch ein Stellelement in Richtung der Nichtgebrauchsstellung verlagerbar sind.
  14. Kopfstütze nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Schwenkachse (A) und/oder die zweite Schwenkachse (B) und/oder die Führung des Kulissensteins (18) zur Aufnahme von crashbedingten Kräften Dämpfungselemente aufweisen.
  15. Kopfstütze nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das äußere Kopfstützenauflageteil (22) eine Griffmulde (40) aufweist.
  16. Kopfstütze nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Aufnahmeraum (14) im Bereich eines Schaumkerns (46) der Kopfstütze (10) angeordnet ist.
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