DE1036073B - Fahrzeugstossdaempfer - Google Patents

Fahrzeugstossdaempfer

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DE1036073B
DE1036073B DEB33144A DEB0033144A DE1036073B DE 1036073 B DE1036073 B DE 1036073B DE B33144 A DEB33144 A DE B33144A DE B0033144 A DEB0033144 A DE B0033144A DE 1036073 B DE1036073 B DE 1036073B
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Germany
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piston
shock absorber
cartridge
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porous
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Pending
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DEB33144A
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English (en)
Inventor
Norman Ernest Butcher
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
ANTHONY JOHN MACKNESS
NORMAN ERNEST BUTCHER
Original Assignee
ANTHONY JOHN MACKNESS
NORMAN ERNEST BUTCHER
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Publication date
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    • F16F9/00Springs, vibration-dampers, shock-absorbers, or similarly-constructed movement-dampers using a fluid or the equivalent as damping medium
    • F16F9/10Springs, vibration-dampers, shock-absorbers, or similarly-constructed movement-dampers using a fluid or the equivalent as damping medium using liquid only; using a fluid of which the nature is immaterial
    • F16F9/14Devices with one or more members, e.g. pistons, vanes, moving to and fro in chambers and using throttling effect
    • F16F9/16Devices with one or more members, e.g. pistons, vanes, moving to and fro in chambers and using throttling effect involving only straight-line movement of the effective parts
    • F16F9/22Devices with one or more members, e.g. pistons, vanes, moving to and fro in chambers and using throttling effect involving only straight-line movement of the effective parts with one or more cylinders each having a single working space closed by a piston or plunger
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
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    • F16F9/32Details
    • F16F9/34Special valve constructions; Shape or construction of throttling passages
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
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    • F16F9/3415Special valve constructions; Shape or construction of throttling passages characterised by comprising plastics, elastomeric or porous elements

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  • General Engineering & Computer Science (AREA)
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Description

DEUTSCHES
Die Erfindung bezieht sich auf einen Fahrzeugstoßdämpfer mit einem Kolben, der in einem Bremsflüssigkeit enthaltenden Zylinder bewegbar ist.
Ein bekannter Stoßdämpfer besitzt einen Arbeitskolben mit gedrosselten Durchlaßkanälen. Der Flüssigkeitsstrom kann von einer Kolbenseite zu der anderen Seite durch die gedrosselten Durchlässe gelangen. Der Nachteil derartiger Stoßdämpfer besteht darin, daß er nicht den Fahrzeugtypen anpaßbar ist und daß für jeden Fahrzeugtyp ein besonderes Modell gefertigt werden muß. Ein weiterer Nachteil besteht darin, daß die Stoßdämpfung nicht den Schwingungen der Fahrzeugachse angepaßt ist, so daß Unzuträglichkeiten beim Fahren auftreten können.
Es ist auch bekannt, eine Luftkissenfederung für eine Fahrzeugachse derart auszubilden, daß ein Hohlkörper durch einen starr angeordneten, mit Kanälen versehenen Trennungskörper in zwei Räume geteilt ist. An der einen Seite des Trennungskörpers liegt in dem einen Hohlraum des Hohlkörpers das Luftkissen, während auf den anderen Hohlraum der anderen Seite des Trennungskörpers die Fahrzeugachse wirkt.
Beim Zusammenpressen dieses Hohlraumes dringt Flüssigkeit durch die engen Kanäle in den ersten, mit dem Luftkissen versehenen Hohlraum. Hin- und Rückfluß sind in gewissem Außmaße durch die Anordnung der engen Kanäle gedämpft. Das Luftkissen wirkt aber dabei progressiv, die Dämpfung degressiv, während bei der Rückbewegung wieder anfangs eine progressive Dämpfung zustande kommt. Damit ist lediglich das Anfangsstadium der Federung stark gedämpft und die Rückbewegung auch stark gedämpft, da der Hin- und Rückfluß der Flüssigkeit zwischen den beiden Preßkammern jeweils im höchsten Druckstadium stark gedrosselt wird. Außerdem werden die Achsenschwingungen nicht gedämpft, sondern Federwirkungen erzielt. Eine derartige Vorrichtung verbessert nicht die Fahreigenschaften eines Fahrzeuges, sondern hat in den meisten Fällen zur Folge, daß das Fahrzeug keine gute Straßenlage besitzt.
Die Erfindung vermeidet diese Nachteile.
Der Zweck der Erfindung besteht darin, eine Verbesserung des Durchflusses der Flüssigkeit im Stoßdämpfer z. B. während des Rückhubes der Fahrzeugfeder zu erreichen.
Die Erfindung besteht darin, daß der Kolben eine axiale Ausnehmung und einen mit der Ausnehmung verbundenen Durchlaß besitzt, so daß durch die Ausnehmung Flüssigkeit von einer Seite des Kolbens zur anderen Seite fließen kann, daß eine aus porösem Material bestehende Patrone in der Ausnehmung derart vorgesehen ist, daß der Fluß der Flüssigkeit während der Bewegung des Kolbens in einer Richtung abgebremst ist, und daß ein Ventil vorgesehen ist, wel-Fahrzeugstoßdämpfer
Anmelder:
Norman Ernest Butcher,
Anthony John Mackness
und Melville Marlowe Sankey, London
Vertreter: Dipl.-Ing. Dr. jur. W. Böhme, Patentanwalt, Nürnberg, Frauentorgraben 73
Beanspruchte Priorität:
Großbritannien vom 27. Oktober 1953 und 18. August 1954
Norman Ernest Butcher, London,
ist als Erfinder genannt worden
ches einen Nebenfluß der Flüssigkeit neben der porösen Patrone während der Bewegung des Kolbens in entgegengesetzter Richtung zuläßt.
Der Vorteil dieser Anordnung besteht darin, daß der Stoßdämpfer den Schwingungsverhältnissen der Fahrzeugfeder leicht anpaßbar ist und die Achsschwingungen voll und zügig aufnimmt. Außerdem ist der Stoßdämpfer wesentlich vereinfacht. Weiterhin kann ein einziges Stoßdämpfermodell auf Grund der Auswechselbarkeit der porösen Patrone des Kolbens gegen eine Patrone anderer Porosität für verschiedene Beanspruchungen verwendet werden. Es kann also ein einziges derartiges Modell verschiedenen Fahrzeugtypen bzw. verschiedenen Bedingungen angepaßt werden, ohne daß wesentliche Änderungen durchgeführt werden müssen. Der mit einem Ventil versehene Nebenfluß hat dabei die Bedeutung, daß z.B. die Rückbewegung des Kolbens in relativ kurzer Zeit erfolgt. Damit kann ein mit dem erfindungsgemäßen Stoßdämpfer verbundenes Fahrzeugrad relativ schnell wieder zum Boden zurückgeführt werden. Dieses bedingt eine gute Bodenhaftung des Radreifens im Rahmen seiner Hin- und Rückbewegung, da die Rückbewegung des Radreifens nach einem Stoß nicht wie bei den bekannten Stoßdämpfern entweder anfangs stark gedämpft wird, so daß er zu spät auf den Boden aufsetzt oder daß die Rückbewegung ungedämpft ist, so daß der Stoßdämpfer im großen und ganzen keine Wirkung hat.
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3 4
Weitere Einzelheiten der Erfindung werden nach- Drehbewegung auf die Welle 5 in der einen oder folgend an Hand der Zeichnungen beschrieben, in der anderen Richtung übertragen wird, wodurch der Nokzwei Ausführungsbeispiele dargestellt sind. Es zeigt ken 6 den einen oder den anderen Kolben 1 oder I1
Fig. 1 einen Senkrechtschnitt durch den erfindungs- niederdrückt,
gemäßen Stoßdämpfer, 5 Der oberen Teil des Gehäuses 3 ist mit einer Ein-
Fig.2 einen Horizontalschnitt gemäß der LinieA-A füllöffnung 17 versehen, welche normalerweise durch
der Fig. 1 des Stoßdämpfers, einen Schraubenstopfen 18 verschlossen ist. Der
Fig. 3 eine perspektivische Ansicht der auseinander- Schraubenstopfen 18 ist mit einem fingerhutförmigen
gezogen dargestellten Einzelteile des Stoßdämpfer- Filter 19 versehen, der vorzugsweise aus porösem
kolbens gemäß den Fig. 1 und 2, io keramischem oder plastischem Material oder ge-
Fig. 4 einen Senkrechtschnitt eines anders ausge- sintertem Metall besteht, was nicht Gegenstand der
bildeten Stoßdämpfers, Erfindung ist.
Fig. 5 einen Schnitt gemäß der Linie B-B der Fig. 4 Wenn sich die Welle 5 bei einem Arbeitsimpuls so
und weit dreht, daß sich der Kolben 1 durch die Wirkung
Fig. 6 einen auseinandergezogen, in Perspektive 15 der Feder 161 nach aufwärts bewegt und die Flüssigdargestellten Stoßdämpferkolben nach den Fig. 4 keit oberhalb des keramischen Bausches oder der und 5. Patrone 9 zusammenpreßt, wird der mit Flanschen
Der Stoßdämpfer nach den Fig. 1, 2 und 3 besitzt versehene Becher 10 zuerst fest in Richtung auf
zwei Kolben 1, I1, die in einem Paar paralleler Zylin- Flansch 12 heruntergedrückt. Damit verschließen sich
der 2, 21 angeordnet sind, die von einem gemeinsamen 20 die Umgehungswege 15 oberhalb der Innenwandung
Gehäuse 3 gebildet sind. Das Gehäuse 3 ist mit Lager- des Kolbens. Wenn die Bewegung der Welle 5 gering
schalen 4, 41 versehen, in denen sich die Welle5 dreht, ist, wird ein schwacher Flüssigkeitsstrom durch das
auf welcher ein Nocken 6 angeordnet ist, der auf die poröse Material 9 hindurchfließen. Die Hubbewegun-
beiden Kolben wirkt. Jeder der Kolben besitzt in an gen der Feder oder des Torsionsstabes werden in ge-
sich bekannter Weise aus gehärtetem Stahl bestehende 25 wünschtem Maße verzögert.
Auflagen 7, 71, welche Pilzform haben, und deren Ist dagegen die Bewegung heftiger, so wird die
Schaft in den geneigten rohrförmigen Ausnehmun- Flüssigkeit im Raum entsprechend zurückgehalten,
gen 8, 81 im oberen Teil des Kolbens befestigt sind. und die spezifische Durchflußmenge entspricht der
Der Kolben 1 ist hohl, das eine Kolbenende bis auf Charakteristik des verwendeten porösen Materials und
eine öffnung 20 geschlossen, das andere Kolbenende 30 der Höhe der Kompression.
offen ausgebildet und sein Mittelteil mit einem Bausch Beim Rückhub des Kolbens verursacht der Flüs- oder einer Patrone 9 aus porösem keramischem Mate- sigkeitsstrom, der durch die Durchflußöffnung 20 des rial versehen, das bzw. die in der Bohrung des KoI- Kolbens fließt, daß der mit Flanschen versehene Becher bens liegt und eine Porosität hat, welche es der Flüs- 10 von seinem Sitz bei 12 derart angehoben wird, sigkeit erlaubt, durch das Material mit einer Geschwin- 35 daß die Flüssigkeit schnell durch die Umgehungswege digkeit hindurchzufließen, die den Anforderungen des 16 in den Zylinder fließen kann. Dies erlaubt die Stoßdämpfers entspricht. Üblicherweise befindet sich Wiederholung des Arbeitsspieles, ohne daß ein Flüsder aus keramischem Material hergestellte Bausch sigkeitsrest auf der einen Seite des Kolbenbodens ver- bzw. die Patrone 9 in einem mit Flanschen versehenen bleibt. Dabei leistet nicht nur der poröse Bausch oder Zylinder 10, Becher genannt, welcher in der Bohrung +0 die Patrone einen vorausbestimmbaren Widerstand des Kolbens zwischen den oberen und unteren ring- gegen die unter Druck stehende Flüssigkeit, sondern förmigen Flanschteilen 11 und 12 gleiten kann, die es ist auch eine Selbstreinigung auf Grund der Bean der inneren Wand des Kolbens gebildet bzw. be- wegung der Flüssigkeit in beiden Richtungen möglich, festigt sind. Der untere ringförmige Flanschteil 12 Der in den Fig. 4, 5 und 6 dargestellte Stoßdämpfer hat eine senkrecht dazu stehende zylindrische Wand 45 ist rohrförmig oder teleskopartig ausgebildet. Er be-13, die ein Gehäuse für eine schwache Schrauben- sitzt ein Druckrohr oder Zylinder 21. Das Druckrohr druckfeder 14 bildet, die zwischen dem ringförmigen 21 nimmt die hydraulische Flüssigkeit und denKolben Flanschteil 12 und der Basis des mit Flanschen ver- 22 auf. Letzterer ist mit der Kolbenstange 23 versehenen Bechers 10 angeordnet ist, der den Bausch bunden, die eine öldichte Packung 24 durchdringt und bzw. die Patrone aus keramischem Material aufnimmt. 50 mit dem äußeren Rohr 25 verbunden ist, welches auf Die Innenwand des Kolbens zwischen den zwei ring- dem Druckrohr 21 teleskopartig gleitet. Die Kolbenförmigen Flanschgliedern ist mit einer Anzahl von stange ist mit einem ringförmigen Verbindungsglied längs angeordneten Rippen 15 versehen, die Gleit- 25 α verbunden, und ein gleichartiger Teil 26 ist am bahnen für die Wandung des mit Flanschen versehe- Ende des Druckrohres 21 angebracht. Der Kolben 22 nen Bechers 10 bilden und in Längsrichtung angeord- 55 besitzt einen Aufnahmeraum 27, der einen zylindrisch nete Umgehungswege 16 zwischen den Rippen haben, geformten Bausch oder eine Patrone 28 aus porösem die den freien Durchfluß der Flüssigkeit von einer keramischem Material od. dgl. aufnimmt, der bzw. die Seite des keramischen Bausches bzw. der Patrone bis normalerweise durch einen Sprengring 29 festgehalzur anderen Seite erlauben, soweit nicht der mit ten wird. Der Sprengring 29 liegt in einer ringförmi-Flanschen versehene Becher 10 in Richtung Flansch 60 gen Nut 30, die in der Innenfläche der Kolbenwan-12 zum Anliegen kommt, wodurch die Abwärtsbe- dung angebracht ist, so daß die obere Fläche des wegung begrenzt wird. Der Kolben ist normalerweise Bausches oder der Patrone 28 aus dem porösen Matedurch eine starke Schraubendruckfeder 161 in seiner rial gegen die innere horizontale Kolbenbodenfläche obersten oder Normalstellung gehalten, die im unteren 31 des Aufnahmeraumes gepreßt wird. Die äußere Teil des Zylinders 2 angeordnet ist und dessen oberer 65 Oberfläche des Kolbenbodens 22 ist mit zwei konzen-Teil in dem unteren Ende des Kolbens liegt. trisch angeordneten ringförmigen Senken 32, 33 ver-
Die Welle 5 ist durch eine entsprechende Verbin- sehen, in welchen zwei Gruppen rohrförmiger Kanäle
dung oder einen Hebelmechanismus mit der Achse 34, 35, Durchflußwege und Umgehungswege, enden,
oder dem Rahmen des Fahrzeuges derart verbunden, Diese rohrförmigen Kanäle sind derart angeordnet,
daß die Bewegung der Achse oder des Rahmens als 7° daß sie in der dargestellten Weise längs durch den
Kolben bzw. Kolbenboden verlaufen. Unmittelbar über dem Kolben ist eine kreisförmige Platte 36 vorgesehen, die auf der Kolbenstange mittels einer zentral angeordneten Bohrung 37 angebracht ist und die mehrere kleine Durchbrüche 38 besitzt, die mit den rohrförmigen Durchflußwegen 34 im Kolbenboden oder mit den inneren rohrförmigen Senken 32 zusammenwirken. Die Platte 36 wird dabei normalerweise auf die obere Fläche des Kolbens durch eine kleine Schraubendruckfeder 39 gedrückt, die sich auf dem unteren Ende der Kolbenstange 23 befindet. Die Feder ist an der Platte 36 und an einer Schulter 40 an der Kolbenstange 23 abgestützt. Das untere Ende 41 der Kolbenstange besitzt ein Gewinde, damit sie in die zentral angeordnete Bohrung 42 des Kolbens eingeschraubt werden kann. Wenn notwendig, kann der Bausch oder die Patrone 28 zusätzlich durch ein Klebemittel befestigt sein. Das untere Ende des Druckrohres 21 ist zum Ausgleich beim Richtungswechsel der Flüssigkeit, die durch die sich bewegende Kolbenstange auf den Becher wirkt, mit einem gleitbar angeordneten Becher 43 versehen, wobei der Becher 43 mit einer öldichten Packung auf der Wandung des Druckrohres aufliegt und durch eine Schraubendruckfeder 44 belastet ist.
Wenn sich der Kolben 22 bei einem Arbeitsimpuls aufwärts bewegt, wie es in der Zeichnung dargestellt ist, preßt er die Flüssigkeit im oberen Teil des Druckrohres zusammen. Dabei wird die Platte 36 fest auf ihren Sitz gedrückt, so daß sie die äußeren rohrförmigen Umgehungswege 35 verschließt. Die Flüssigkeit kann dabei die inneren Durchflußwege 34 und dann den porösen Bausch oder die Patrone 28 durchfließen. Die spezifische Menge der Flüssigkeit, die den Bausch oder die Patrone durchdringt, entspricht der Charakteristik des porösen Materials und dem durch die Flüssigkeit ausgeübten Preßdruck.
Bei dem Rückhub des Kolbens drückt der Flüssigkeitsstrom, welcher durch die äußeren Umgehungswege 35 hindurchgeht, die Platte 36 entgegen der Wirkung der Feder 39 nach oben, so daß die Flüssigkeit schnell nach der oberen Seite des Kolbens zurückfließen kann. Ein neues Arbeitsspiel kann nun wieder beginnen. Die Flüssigkeit, die durch die Kolbenstange verdrängt worden ist, befindet sich nun im unteren Teil des Druckrohres über dem federbelasteten Becher 43j welcher sich entgegen der Feder 44 nach unten bewegt, und sichert damit die Aufrechterhaltung eines konstanten Flüssigkeitsvolumens und verhindert das Eindringen von Luft und die Schaumbildung.
Es ist selbstverständlich, daß die Erfindung nicht auf die besonderen Details vorstehender Konstruktionen beschränkt ist, die nur ein Ausführungsbeispiel darstellen. Wenn zweckmäßig, kann der Bausch oder die Patrone aus porösem keramischem oder porösem plastischem Material oder gesintertem Metall bestehen, oder er wird durch einen hohlen, zylindrisch geformten, perforierten Becher ersetzt, der mit dicht zusammen liegenden kleinen Kugeln, kleinen Stückchen oder feinzerteiltem Material gefüllt ist, das, wenn er in den Kolben eingelegt ist, den gewünschten Widerstand der unter Druck stehenden Flüssigkeit gibt.
Im Falle, daß ein Bausch oder eine Patrone aus porösem Material verwendet wird, kann dieser bzw. diese durch ein entsprechendes Klebemittel oder Zement oder durch einen Sprengring befestigt sein, nachdem der Bausch oder die Patrone auf einen zusammengesetzten Ring oder Sitz gelegt ist. Gemäß einer anderen Ausführung kann der Bausch oder die Patrone in irgendeiner Weise am Kolben mittels eines leicht lösbaren oder auswechselbaren Ringes befestigt sein, dessen Bohrungsdurchmesser entsprechend der Durchflußcharakteristik des Filters verändert werden kann. Gemäß einer anderen Ausführungsform kann an Stelle des Bausches oder der Patrone aus porösem Material ein Ring oder eine Scheibe Verwendung finden, die eine zentrale Ausnehmung besitzt, in welcher ein Rückschlagventil vorgesehen ist. In diesem Fall kann der Ring oder die Scheibe auch aus zwei Teilen von verschieden durchlässigem Material bestehen, so daß zwei Charakteristiken in einer Einheit vorhanden sind. Durch Änderung des Durchmessers und/oder der Dicke des porösen Materials im Ring oder in der Scheibe kann die spezifische Durchflußmenge entsprechend unterschiedlich gestaltet werden.
Nach einem weiteren Ausführungsbeispiel kann eine Mehrzahl von Scheiben oder Patronen usw. aus porösem Material, die verschieden große spezifische Filtergeschwindigkeiten besitzen, in einer Einheit Verwendung finden. Falls es gewünscht wird, kann der aus porösem Material bestehende Bausch oder die Patrone im Mantel des Stoßdämpfers untergebracht sein und dieser Mantel mit entsprechend angeordneten Röhren oder Kanälen versehen sein, die zu der Kammer führen, in welcher der Bausch oder die Patrone eingelagert ist.
Der bzw. die Kolben kann bzw. können einen massiven Kolbenboden besitzen, in welchem ein Rückschlagventil angeordnet ist. Ebenso kann bzw. können bei einer solchen Ausführung ein oder mehrere getrennt angeordnete Ventile in den Röhren oder Kanälen vorgesehen sein. Diese Ventile werden von einer entfernt gelegenen Stelle des Fahrzeuges mittels eines entsprechenden Übertragungsmechanismus gesteuert.
Es ist offensichtlich, daß die erfindungsgemäßen Mittel eine sehr wirkungsvolle Steuerung des Flusses der Flüssigkeit in dem Stoßdämpfer bewirken und daß die Anordnung den Vorteil hat, daß durch Verwendung eines Bausches oder einer Patrone aus keramischem Material mit verschiedener Porösität die Geschwindigkeit der Filtration entsprechend den verschiedenen Anforderungen an den Stoßdämpfer geändert werden kann.

Claims (14)

Patentansprüche:
1. Fahrzeugstoßdämpfer mit einem Kolben, der in einem Bremsflüssigkeit enthaltenden Zylinder bewegbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Kolben (1, 22) eine axiale Ausnehmung und einen mit der Ausnehmung verbundenen Durchlaß (20,
35) besitzt, so daß durch die Ausnehmung Flüssigkeit von einer Seite des Kolbens zu der anderen Seite fließen kann, daß eine aus porösem Material bestehende Patrone (9, 28) in der Ausnehmung derart vorgesehen ist, daß der Fluß der Flüssigkeit während der Bewegung des Kolbens in einer Richtung abgebremst ist, und daß ein Ventil (10,
36) vorgesehen ist, welches einen Nebenfluß der Flüssigkeit neben der porösen Patrone während der Bewegung des Kolbens in entgegengesetzter Richtung zuläßt.
2. Stoßdämpfer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Patrone (9, 28) aus keramischem, derart porösem Material besteht, daß Flüssigkeit in einer bestimmten Menge hindurchgelangen kann, die durch die Filtrationsgeschwindig-
keitscharakteristik des Materials und durch den Flüssigkeitsdruck bestimmt ist.
3. Stoßdämpfer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Patrone (9, 28) aus porösem, plastischem Material oder porösem, gesintertem Metall besteht.
4. Stoßdämpfer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Patrone (9,28) einen perforierten Behälter besitzt, welcher mit kleinen Kugeln, kleinen Teilen oder feinzerteiltem Material gefüllt ist.
5. Stoßdämpfer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die poröse Patrone (9, 28) gleitbar im Kolben (1, 22) angeordnet ist und eine axiale Bewegung zwischen vorher bestimmten Grenzen ausführen kann und daß Nebendurchlässe (20, 35) vorgesehen sind, die geschlossen sind, wenn die Patrone durch Druck in einer seiner Endlagen gehalten ist.
6. Stoßdämpfer nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die poröse Patrone (9) in einem mit Flanschen versehenen Becher (10) vorgesehen ist.
7. Stoßdämpfer nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Nebendurchlässe durch an der Innenwand des Kolbens (1) befindliche, längs angeordnete Rippen gebildet sind.
8. Stoßdämpfer nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Becher (10) durch eine Feder (161) belastet ist.
9. Stoßdämpfer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die poröse Patrone (28) in einem becherartigen Gehäuse (27) des Kolbens (22) angeordnet ist und daß das Gehäuse Nebendurchlässe
(35) besitzt, die durch eine federbelastete, das Ventil bildende Platte (36) geschlossen sein können.
10. Stoßdämpfer nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß das becherförmige Gehäuse (27) durch einen ringförmigen Absatz im Inneren des Kolbens (22) gebildet ist, daß der Kolben mit zwei Reihen Durchlässen (34, 35) versehen ist, die verschiedene radiale Abstände von der Kolbenachse haben, daß die äußeren Durchlässe (35) Nebendurchlässe bilden und an der Außenseite des Gehäuses (27) vorgesehen sind und daß die inneren Durchlässe (34) an der Endfläche (31) des Gehäuses (27) enden, die einen Sitz für die poröse Patrone (28) bildet.
11. Stoßdämpfer nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Durchlässe (34, 35) in ringförmige, versenkte Ausnehmungen (33) auslaufen, die an der äußeren Fläche des Kolbens vorgesehen sind.
12. Stoßdämpfer nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Platte (36) gleitbar auf der Kolbenstange (23) vorgesehen ist und durch eine Schraubendruckfeder (39) belastet ist.
13. Stoßdämpfer nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die poröse Patrone (28) in ihrem Gehäuse durch einen Sprengring (29) gehalten ist.
14. Stoßdämpfer nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die poröse Patrone (28) durch ein Klebemittel am Ort gehalten ist.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 196 304, 517 649,
389, 694 506, 908 102.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 809 580/335 7.58
DEB33144A 1953-10-27 1954-10-26 Fahrzeugstossdaempfer Pending DE1036073B (de)

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GB2969453A GB750522A (en) 1953-10-27 1953-10-27 Improvements in or relating to shock absorbing devices

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DE1036073B true DE1036073B (de) 1958-08-07

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