DE1036460B - Verfahren zur Herstellung von kuenstlichen Gebilden, wie Fasern, Faeden und Folien, aus Viskose - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von kuenstlichen Gebilden, wie Fasern, Faeden und Folien, aus ViskoseInfo
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- D—TEXTILES; PAPER
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Description
- Verfahren zur Herstellung von künstlichen Gebilden, wie Fasern, Fäden und Folien, aus Viskose Bei der Herstellung von künstlichen Gebilden, wie Fasern, Fäden oder Folien, aus Viskose werden vielfach grenzflächenaktive Mittel mitverwendet. Diese können anionaktiver, kationaktiver oder nichtionogener Natur sein. Aus allen drei Gruppen sind zahlreiche Körper in der Patentliteratur alsViskosezusatzmittelbeschriebenworden.
- Neben einer allgemeinen Verbesserung des Spinnprozesses wird bei der Mitverwendung grenzflächenaktiver Mittel hauptsächlich angestrebt, daß das Entstehen sogenannter milchiger Gebilde verhindert wird und daß bei der Erzeugung von Fasern oder Fäden die feinen Düsenkanäle sich möglichst wenig, am besten gar nicht, während des Spinnens verstopfen, was besonders für kontinuierliche Spinnverfahren von Bedeutung ist.
- Die Erfahrung hat nun gelehrt, daß diese beiden Effekte durch die Mitverwendung üblicher grenzflächenaktiv er Mittel nicht gleichzeitig zu erreichen sind: Mittel, welche das Entstehen der Milchigkeit verhüten, beeinflussen nicht oder nur ganz unwesentlich die Verstopfungsgeschwindigkeit der Düsenkanäle. Man ist daher gezwungen, dem Spinnbad spezielle Mittel zuzugeben, um die Verstopfung der Düsenkanäle zu verringern. Die für diesen Zweck bewährten Mittel, meist solche vom Laurylpyridiniumtyp, sind kationaktiv, was hinsichtlich des Auswaschens der frisch hergestellten Gebilde gewisse Schwierigkeiten mit sich bringt. Außerdem verteuert der gesonderte Einsatz eines Spinnbadzusatzmittels den Herstellungsprozeß.
- Es ist in der Patentliteratur bisher lediglich ein einziges Viskosezusatzmittel beschrieben worden, mit dem die beiden geschilderten Effekte gleichzeitig erzielt werden können. Hierbei handelt es sich um ein spezielles, oxäthyliertes Fettamin, wie es im USA.-Patent 2 572 217 und in den entsprechenden Patenten (niederländisches Patent 69 004, belgisches Patent 499 517, italienisches Patent 472 267 und spanisches Patent 195 760) näher gekennzeichnet ist. Dieses Produkt ist aber einerseits verhältnismäßig teuer und wirkt andererseits, was die Verhütung von Milchigkeit anbetrifft, bei Einsatz gleicher Mengen nicht ganz so günstig wie beispielsweise das Natriumsalz einer sulfatierten Ölsäure mit einem Sulfatierungsgrad von 93. Dieses grenzflächenaktive Mittel hat sich erfahrungsgemäß in der Praxis zur Verhütung von Milchigkeit besonders gut bewährt.
- Es wurde nun gefunden, daß man mit einem weiteren Typ von grenzflächenaktiven Mitteln den Spinnprozeß wesentlich verbessern, die Milchigkeit verhüten und das Zuwachsen der Düsenlöcher verhindern kann. Dieser Typ ist durch die allgemeine Formel gekennzeichnet. In dieser Formel bedeuten R1 und R, gesättigte oder ungesättigte aliphatische Kohlenwasserstoffketten mit mindestens 8 C-Atomen, die noch O H-und/oder C O O H-Gruppen oder diese in veresterter und/ oder verätherter Form oder -C O O Me-Gruppen enthalten können. Die Carboxylgruppe kann auch mit einer anorganischen oder organischen Base neutralisiert (= Me) sein. y und z sind ganze Zahlen, die verschieden sein können, deren Summe auf jeden Fall mindestens 5 betragen muß. In erster Linie kommen Polyäthylenoxydreste und Polypropylenoxydreste in Frage. X stellt eine Sulfat-bzw. Sulfonatgruppe dar.
- Verbindungen des oben beschriebenen Typs brauchen, wie weiter gefunden wurde, nicht chemisch rein verwendet zu werden. Sie verringern ihre Wirkung nicht, wenn sie als Nebenprodukte noch andere anionaktive oder nichtionogene Körper, beispielsweise Salze von Fettsäuren, enthalten, jedoch darf die Menge dieser Nebenprodukte nicht mehr als 100 °/o, bezogen auf den gewichtsmäßigen Anteil von Ri, betragen.
- Vorzugsweise eignen sich für das Verfahren Verbindungen, bei denen die aliphatische Kette von R1 18 C-Atome enthält.
- Beispiel Einer auf übliche Weise hergestellten Viskose aus Fichtenzellstoff mit einem Gehalt an a-Cellulose von 92 % wurden kurz nach Beginn des Lösevorganges 0,4 g im Liter folgender Verbindung zugegeben: wobei bedeuten
Die Verspinnung erfolgte bei 13° Hottenroth in ein zinksulfathaltiges Müllerbad. Es trat keine Milchigkeit der Fäden auf. Der unfreiwillige Düsenwechsel betrug 1/20/0. Bei der gleichen Viskose, die ohne Zusatz des beschriebenen Mittels unter den gleichen Bedingungen versponnen wurde, betrug der unfreiwillige Düsenwechsel n °/o. Der erhaltene Faden zeigte starke Milchigkeit.R1 = Rest der Stearinsäure HOOC' C17 H3s-# X = Sulfatgruppe - 0 - S 0s -, R2 = gesättigter aliphatischer Kohlenwasserstoffrest mit 10 C-Atomen ; y und z = Äthylenoxydketten mit je zehn Äthoxy- gruppen.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE: 1. Verfahren zur Herstellung künstlicher Gebilde, wie Fasern, Fäden und Folien, aus Viskose, dadurch gekennzeichnet, daB man der Viskose eine Verbindung
zusetzt, wobei bedeuten:der Formel: IZZ Rl-X-N-(C"Hz"0)rH H (C"HE"0),1H 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daB die aliphatische Kette von R1 eine endständige Carboxylgruppe trägt, die entweder frei oder als Alkali- bzw. Aminsalz vorliegt. In Betracht gezogene Druckschriften Französische Patentschrift Nr. 908 489.R1 und Ra = gesättigte oder ungesättigte aliphatische Kohlenwasserstoffreste mit mindestens 8 C-Atomen, die noch 0 H- und/oder C O O H-Gruppen oder diese in verester- ter und/oder verätherter Form oder C O 0 Me-Gruppen enthalten können; Me = Kationen einer anorganischen oder organischen Base; X = Sulfat- oder Sulfonatgt uppe - O S 0s - bzw. - SO, -, y = ganze Zahl; z = ganze Zahl, wobei y und z verschieden sein kann, die Summe aus y und z jedoch mindestens 5 betragen muB.
Priority Applications (1)
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Applications Claiming Priority (1)
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Publications (1)
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| DE1036460B true DE1036460B (de) | 1958-08-14 |
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Country Status (1)
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Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
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-
1954
- 1954-11-20 DE DEC10300A patent/DE1036460B/de active Pending
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