DE1036460B - Verfahren zur Herstellung von kuenstlichen Gebilden, wie Fasern, Faeden und Folien, aus Viskose - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von kuenstlichen Gebilden, wie Fasern, Faeden und Folien, aus Viskose

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DE1036460B
DE1036460B DEC10300A DEC0010300A DE1036460B DE 1036460 B DE1036460 B DE 1036460B DE C10300 A DEC10300 A DE C10300A DE C0010300 A DEC0010300 A DE C0010300A DE 1036460 B DE1036460 B DE 1036460B
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DE
Germany
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viscose
threads
fibers
production
foils
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Application number
DEC10300A
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English (en)
Inventor
Dr Kurt Goetze
Friedrich Hilgers
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Stockhausen GmbH and Co KG
Original Assignee
Chemische Fabrik Stockhausen GmbH
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Publication date
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01FCHEMICAL FEATURES IN THE MANUFACTURE OF ARTIFICIAL FILAMENTS, THREADS, FIBRES, BRISTLES OR RIBBONS; APPARATUS SPECIALLY ADAPTED FOR THE MANUFACTURE OF CARBON FILAMENTS
    • D01F2/00Monocomponent artificial filaments or the like of cellulose or cellulose derivatives; Manufacture thereof
    • D01F2/06Monocomponent artificial filaments or the like of cellulose or cellulose derivatives; Manufacture thereof from viscose

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Artificial Filaments (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von künstlichen Gebilden, wie Fasern, Fäden und Folien, aus Viskose Bei der Herstellung von künstlichen Gebilden, wie Fasern, Fäden oder Folien, aus Viskose werden vielfach grenzflächenaktive Mittel mitverwendet. Diese können anionaktiver, kationaktiver oder nichtionogener Natur sein. Aus allen drei Gruppen sind zahlreiche Körper in der Patentliteratur alsViskosezusatzmittelbeschriebenworden.
  • Neben einer allgemeinen Verbesserung des Spinnprozesses wird bei der Mitverwendung grenzflächenaktiver Mittel hauptsächlich angestrebt, daß das Entstehen sogenannter milchiger Gebilde verhindert wird und daß bei der Erzeugung von Fasern oder Fäden die feinen Düsenkanäle sich möglichst wenig, am besten gar nicht, während des Spinnens verstopfen, was besonders für kontinuierliche Spinnverfahren von Bedeutung ist.
  • Die Erfahrung hat nun gelehrt, daß diese beiden Effekte durch die Mitverwendung üblicher grenzflächenaktiv er Mittel nicht gleichzeitig zu erreichen sind: Mittel, welche das Entstehen der Milchigkeit verhüten, beeinflussen nicht oder nur ganz unwesentlich die Verstopfungsgeschwindigkeit der Düsenkanäle. Man ist daher gezwungen, dem Spinnbad spezielle Mittel zuzugeben, um die Verstopfung der Düsenkanäle zu verringern. Die für diesen Zweck bewährten Mittel, meist solche vom Laurylpyridiniumtyp, sind kationaktiv, was hinsichtlich des Auswaschens der frisch hergestellten Gebilde gewisse Schwierigkeiten mit sich bringt. Außerdem verteuert der gesonderte Einsatz eines Spinnbadzusatzmittels den Herstellungsprozeß.
  • Es ist in der Patentliteratur bisher lediglich ein einziges Viskosezusatzmittel beschrieben worden, mit dem die beiden geschilderten Effekte gleichzeitig erzielt werden können. Hierbei handelt es sich um ein spezielles, oxäthyliertes Fettamin, wie es im USA.-Patent 2 572 217 und in den entsprechenden Patenten (niederländisches Patent 69 004, belgisches Patent 499 517, italienisches Patent 472 267 und spanisches Patent 195 760) näher gekennzeichnet ist. Dieses Produkt ist aber einerseits verhältnismäßig teuer und wirkt andererseits, was die Verhütung von Milchigkeit anbetrifft, bei Einsatz gleicher Mengen nicht ganz so günstig wie beispielsweise das Natriumsalz einer sulfatierten Ölsäure mit einem Sulfatierungsgrad von 93. Dieses grenzflächenaktive Mittel hat sich erfahrungsgemäß in der Praxis zur Verhütung von Milchigkeit besonders gut bewährt.
  • Es wurde nun gefunden, daß man mit einem weiteren Typ von grenzflächenaktiven Mitteln den Spinnprozeß wesentlich verbessern, die Milchigkeit verhüten und das Zuwachsen der Düsenlöcher verhindern kann. Dieser Typ ist durch die allgemeine Formel gekennzeichnet. In dieser Formel bedeuten R1 und R, gesättigte oder ungesättigte aliphatische Kohlenwasserstoffketten mit mindestens 8 C-Atomen, die noch O H-und/oder C O O H-Gruppen oder diese in veresterter und/ oder verätherter Form oder -C O O Me-Gruppen enthalten können. Die Carboxylgruppe kann auch mit einer anorganischen oder organischen Base neutralisiert (= Me) sein. y und z sind ganze Zahlen, die verschieden sein können, deren Summe auf jeden Fall mindestens 5 betragen muß. In erster Linie kommen Polyäthylenoxydreste und Polypropylenoxydreste in Frage. X stellt eine Sulfat-bzw. Sulfonatgruppe dar.
  • Verbindungen des oben beschriebenen Typs brauchen, wie weiter gefunden wurde, nicht chemisch rein verwendet zu werden. Sie verringern ihre Wirkung nicht, wenn sie als Nebenprodukte noch andere anionaktive oder nichtionogene Körper, beispielsweise Salze von Fettsäuren, enthalten, jedoch darf die Menge dieser Nebenprodukte nicht mehr als 100 °/o, bezogen auf den gewichtsmäßigen Anteil von Ri, betragen.
  • Vorzugsweise eignen sich für das Verfahren Verbindungen, bei denen die aliphatische Kette von R1 18 C-Atome enthält.
  • Beispiel Einer auf übliche Weise hergestellten Viskose aus Fichtenzellstoff mit einem Gehalt an a-Cellulose von 92 % wurden kurz nach Beginn des Lösevorganges 0,4 g im Liter folgender Verbindung zugegeben: wobei bedeuten
    R1 = Rest der Stearinsäure HOOC' C17 H3s-#
    X = Sulfatgruppe - 0 - S 0s -,
    R2 = gesättigter aliphatischer Kohlenwasserstoffrest
    mit 10 C-Atomen ;
    y und z = Äthylenoxydketten mit je zehn Äthoxy-
    gruppen.
    Die Verspinnung erfolgte bei 13° Hottenroth in ein zinksulfathaltiges Müllerbad. Es trat keine Milchigkeit der Fäden auf. Der unfreiwillige Düsenwechsel betrug 1/20/0. Bei der gleichen Viskose, die ohne Zusatz des beschriebenen Mittels unter den gleichen Bedingungen versponnen wurde, betrug der unfreiwillige Düsenwechsel n °/o. Der erhaltene Faden zeigte starke Milchigkeit.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Verfahren zur Herstellung künstlicher Gebilde, wie Fasern, Fäden und Folien, aus Viskose, dadurch gekennzeichnet, daB man der Viskose eine Verbindung der Formel: IZZ Rl-X-N-(C"Hz"0)rH H (C"HE"0),1H
    zusetzt, wobei bedeuten: R1 und Ra = gesättigte oder ungesättigte aliphatische Kohlenwasserstoffreste mit mindestens 8 C-Atomen, die noch 0 H- und/oder C O O H-Gruppen oder diese in verester- ter und/oder verätherter Form oder C O 0 Me-Gruppen enthalten können; Me = Kationen einer anorganischen oder organischen Base; X = Sulfat- oder Sulfonatgt uppe - O S 0s - bzw. - SO, -, y = ganze Zahl; z = ganze Zahl, wobei y und z verschieden sein kann, die Summe aus y und z jedoch mindestens 5 betragen muB.
    2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daB die aliphatische Kette von R1 eine endständige Carboxylgruppe trägt, die entweder frei oder als Alkali- bzw. Aminsalz vorliegt. In Betracht gezogene Druckschriften Französische Patentschrift Nr. 908 489.
DEC10300A 1954-11-20 1954-11-20 Verfahren zur Herstellung von kuenstlichen Gebilden, wie Fasern, Faeden und Folien, aus Viskose Pending DE1036460B (de)

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Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR908489A (fr) * 1943-10-01 1946-04-10 Ste Ind Chim Bale Fabrication de produits artificiels

Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR908489A (fr) * 1943-10-01 1946-04-10 Ste Ind Chim Bale Fabrication de produits artificiels

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