DE104228C - - Google Patents

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DE104228C
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F23COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
    • F23DBURNERS
    • F23D3/00Burners using capillary action
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F23COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
    • F23DBURNERS
    • F23D2900/00Special features of, or arrangements for burners using fluid fuels or solid fuels suspended in a carrier gas
    • F23D2900/31016Burners in which the gas produced in the wick is not burned instantaneously

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Wick-Type Burners And Burners With Porous Materials (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Gegenstand vorliegender Erfindung ist ein Runddochtbrenner für Petroleumglühlicht, in dem die flüssigen Kohlenwasserstoffe unter theilweiser Verbrennung vergast und, bevor sie zu'r vollkommenen Verbrennung gelangen sollen, mit einer reichlichen Menge frischer Luft gemischt werden.
In der beiliegenden Zeichnung ist ein Brenner der obengenannten Art zur Darstellung gebracht und zeigt:
Fig. ι eine Seitenansicht desselben,
Fig. 2 einen Verticalschnitt,
Fig. 3 einen Horizontalschnitt nach Linie 1-1 der Fig. 2 und
Fig. 4 einen Horizontalschnitt nach Linie 2-2 der Fig. 2.
Bei den bisher bekannten Kohlenwasserstoff-Blaubrennern, z. B. den in den Patentschriften Nr. 57379 und 72526 beschriebenen, war die Gaserzeugung eine viel zu schwache, um eine kräftige Blauflamme zu erzielen; bei der Patentschrift Nr. 57379 ist ein Cylinder, welcher die Wärme der Dochtflamine auf das Dochtrohr bezw. den Docht selbst überträgt, nicht vorhanden oder doch so kurz, dafs von einer Wärmeübertragung nicht die Rede sein kann. Bei der Anordnung nach Patentschrift Nr. 72526' dagegen findet eine derartige Uebertragung aus dem Grunde nicht statt, weil das Drahtsieb über dem Brennerrohr nur äufserst wenig Wärme an letzteres abgiebt, da die geringe Oberfläche bezw. die kleine Masse des Siebes an sich keine grofse Wärmemenge aufnehmen und mithin auch nicht weitergeben kann. Zur Vergasung des Brennstoffs dient ein Runddocht E, welcher im Dochtrohr C D geführt ist. In letzterem ist zum Zwecke einer kräftigen Gaserzeugung ein mit vielen feinen Durchbohrungen versehener Cylinder F angebracht, welcher an beiden Seiten offen ist und sich mit seiner Oberkante um ein kurzes Stück über das obere Niveau des Dochtrohres erstreckt. Diese Anordnung ist deshalb vorgesehen, um das Anzünden des Dochtes E zu erleichtern. Die Fortsetzung des durchlochten Cylinders F wird von dem im Durchmesser etwas geringer gehaltenen, in derselben Weise durchlochten Cylinder G gebildet, welcher leicht von dem unteren Cylinder F abgehoben werden kann. Das Ende G1 des Cylinders G trägt vermittelst eines kleinen Röhrchens H1 und Stiftes H den Glühstrumpf I.
Die Brennergallerie O trägt ferner mittelst der Arme N1 einen Ring JV*, welcher als Auflage für einen dritten durchbrochenen Cylinder R dient.
Zwischen dem Cylinder 5 und dem obenerwähnten, durchbohrten inneren Cylinder G sowohl wie zwischen den Cylindern R und G bleibt demnach ein ringförmiger Kanal zum Mischen der gebildeten Gase mit Luft, welche durch denselben aufwärts bis an die Mündung S2 des Cylinders 5 gelangen und so auf die Innenseite des Mantels I treffen kann. Ein lose auf-
gesetzter Ring U am Fufse des Glühstrumpfes /, welcher mit dem Flantsch U1 über den durchbrochenen Cylinder R greift, dient dazu, die Luft gegen den Cylinder R zu führen und dem Glühkörper Führung zu geben.
Die Wirkungsweise der Lampe ist folgende: Zunächst wird nach dem Heben des Brennerkorbes N der Docht E angezündet, worauf der Brennerkorb N wieder gesenkt wird. Die Flamme des Dochtes E brennt mit nur geringer Helligkeit und erhält von innen eine beschränkte Menge Luft in feiner Vertheilung, welche vollständig mit den Brennstoffdämpfen gemischt wird, die sich "aus dem nicht zur Speisung dieser Flamme dienenden Ueberschufs von Kohlenwasserstoff entwickeln. Diese mit Luft gemischten und durch die Flamme des Dochtes vorgewärmten Heizgase passiren alsdann den ringförmigen Kanal zwischen den beiden durchbrochenen Cylindern -F, G und R (dieselben spielen hier die Rolle der verlängerten und mit Durchbohrungen versehenen Dochtrohre C und D), von wo aus sie durch den zwischen G und S gebildeten Raum dem GlUhmantel J zugeführt werden. In dem Räume zwischen dem gleichfalls durchbohrten Konus Gx und dem Glühkörper / findet die eigentliche Verbrennung des Gasgemisches statt.
Das oben beschriebene Verfahren, die Flamme eines Oelbrenners bis zu einem weit über; dem Niveau des Dochtes gelegenen Punkt zu verlängern, gestattet, mittelst einer gewöhnlichen Oellampe einen der bekannten Glühstrümpfe in helle Weifsglut zu versetzen, wobei gleichzeitig der Vortheil erreicht wird, dafs infolge der grofsen Entfernung der Heizflamme von dem Oelreservoir letzteres sowohl wie auch die übrigen Theile des Brenners sehr kühl gehalten werden können.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Petroleumglühlichtbrenner, gekennzeichnet durch drei den Docht an der Innen-j und Aufsenseite concentrisch umgebende, gelochte Cylinder F, G und R, von denen der erste F in das innere Dochtrohr C hinabreicht, dem Docht Luft in beschränkter Menge zuführt und durch Wärmeübertragung von der Dochtflamme auf dem Docht eine kräftige Gaserzeugung hervorruft, während die beiden anderen G und R als Verlängerungen der Dochthülsen C und D nach oben einen Mischraum bilden, in welchem den aufsteigenden Brennstoffdämpfen von aufsen und innen die zur Erzeugung einer Blauflamme erforderliche Luft zugeführt wird.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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