DE104272C - - Google Patents
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-
- G—PHYSICS
- G01—MEASURING; TESTING
- G01P—MEASURING LINEAR OR ANGULAR SPEED, ACCELERATION, DECELERATION, OR SHOCK; INDICATING PRESENCE, ABSENCE, OR DIRECTION, OF MOVEMENT
- G01P13/00—Indicating or recording presence, absence, or direction, of movement
- G01P13/02—Indicating direction only, e.g. by weather vane
- G01P13/04—Indicating positive or negative direction of a linear movement or clockwise or anti-clockwise direction of a rotational movement
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 74: Signalwesen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 13. September 1898 ab.
Vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Anzeigen des Drehungssinnes
von Kraftmaschinen überhaupt und insbesondere von Schiffsmaschinen, welche dem Steuermann
sofort erkennen läfst, ob der Maschinist den gegebenen Befehl verstanden und ausgeführt hat.
Sie besteht im Wesentlichen in der Anordnung zweier Hebel, von denen der eine mit dem
Umsteuerungsgetriebe und der andere mit dem Indicatorgestänge der. Maschine verbunden ist.
Während ersterer seine dem Vor- oder Rückwärtsgang der Maschine entsprechende Stellung
beibehält, wird letzterer fortwährend hin- und herbewegt, wodurch von Federn beeinflufste
Stromschlufshebel bewegt werden. Einer derselben berührt nach Beendigung eines jeden
Hubes der Maschine auf einen Augenblick den1 mit der Umsteuerungswelle verbundenen Hebel,
wodurch ein elektrischer Stromkreis geschlossen wird, der die Anzeigevorrichtung beeinflufst.
In beiliegender Zeichnung ist:
Fig. ι ein Längsschnitt durch die von der Maschine angetriebene Vorrichtung, welche mit
dem in Fig. 2 dargestellten Anzeiger elektrisch verbunden ist. Fig. 3 ist Oberansicht des
ersteren und Fig. 4 ein Schnitt durch den Anzeiger nach Linie x-x in Fig. 2.
In dem Kasten a, welcher in der Nähe der
Maschine oder am Cylinder derselben befestigt ist, sind zwei Wellen b und c angeordnet.
Die eine b trägt einen zweiarmigen Hebel e, dessen nach unten gerichteter Arm durch eine
Stange d .mit der Umsteuerungswelle verbunden ist. Der Arm des Hebels e sowohl als auch
die Stange d sind mit Längsschlitzen versehen, um den Apparat entsprechend einstellen zu
können. Auf der Welle c sitzen im Kasteninnern zwei gleich lange Hebelarme ff1 und
aufserhalb des Kastens α ein weiterer Hebel g
fest, welcher von der mit dem Indicatorgestänge oder einem anderen, vom Kolben
in Thätigkeit gesetzten Getriebe verbundenen Stange h eine pendelnde' Bewegung erhält.
Infolge dessen werden die Hebelarme ff1,
welche zum Hebel g ungefähr im Winkel von 120° angeordnet sind, gleichzeitig auf-
und abbewegt. An diese lehnen sich die bei z'i1 drehbar gelagerten Stromschlufsstangen kk1,
welche unter sich und mit dem Kasten durch gleich starke Federn I verbunden sind, die
ihre gegenseitige Spannung aufheben, so dafs nur sehr geringe Kraft zur Bewegung der
Stromschlufshebel k kl nöthig ist. Jeder der letzteren ist mit der entsprechenden Kammer
des Anzeigers (Fig. 2) für Vor- und Rückwärtsgang elektrisch verbunden. Der nach oben
gerichtete Arm des mit der Umsteuerungswelle verbundenen Hebels e steht mit einer Elektricitätsquelle
E in Verbindung.
Bei Vorwärtsgang der Maschine hat der Hebel e die in Fig. 1 gezeichnete Stellung.
Der mit dem Indicatorgestänge verbundene Hebel g wird mit solchem Hube bewegt, dafs
die Stromschlufsstange k1 nach jedesmaligem Auf- ■ und Niedergang des Arbeitskolbens mit
dem nach oben gerichteten Arm des Hebels e in Berührung kommt. Dadurch wird der
Stromkreis geschlossen und es macht sich in der Vorwärtskammer des Anzeigers ein fortwährendes
Blinken- bemerkbar. Auf das Com-
Claims (1)
- mando »Rückwärts« wird durch Verschiebung der Coulisse der Hebel e in die durch punktirte Linie angedeutete Stellung gebracht. Es bewirkt somit die Stromschlufsstange k den Stromschlufs und der Rückwärtsgang der Maschine wird in demselben Augenblick durch den Anzeiger in gleicher Weise kenntlich gemacht.Die Stromschlufsstangen k k1 sind vortheilhaft in dem Schlitz einer im Kasten α befestigten Leiste m geführt.Der Drehungsanzeiger (Fig. 2 und 4) besteht aus einem durch Scheidewand n1 in zwei gleiche Räume getheilten Gehäuse n, welches durch einen Deckel ο mit eingelegter Glasplatte ρ wasserdicht verschlossen ist. In jedem Raum befindet sich eine Glühlampe, q. Die Polklemmen für die Leitungsdrähte sind in dem Flantsch des Gehäuses angeordnet, welches auf die zur Befestigung der Glühlampenfassung dienende Grundplatte geschraubt wird. Die im Deckel 0 dicht befestigte undurchsichtige Glasscheibe ρ besitzt über jeder der beiden Kammern entsprechende durchleuchtende Anzeigemarken , welche entweder aus einzelnen Buchstaben, aus geschriebenen Worten oder anderen Merkmalen bestehen können. Der Deckel ο ist in einem Scharnier o1 angeordnet und wird vermittelst einer oder mehrerer Schrauben o2 fest auf das Gehäuse gezogen.In der Leitung kann ein Umschalter angeordnet werden, welcher den nach dem Anzeiger geführten Stromkreis schliefst oder unterbricht, je nachdem das Blinken der Lampe oder die Bewegung der Anzeigemarke fortgesetzt oder unterbrochen werden soll.Die beschriebene Anordnung gestattet aufser- . dem eine genaue Controle über die Umdrehung der Maschine und infolge dessen auch eine solche über einen Umdrehungsanzeiger.Patenτ-Ansprüche:
Vorrichtung zum Anzeigen des Drehungssinnes von Kraftmaschinen, gekennzeichnet durch einen mit der Umsteuerungswelle durch Stange (d) verbundenen und dem Gang der Maschine entsprechend eingestellten zweiarmigen Hebel (e) und einen mit irgend einem beweglichen Theile der Maschine durch Stange (h) verbundenen einarmigen Hebel (g), welcher mit Hülfe von Armen (ff1) unter dem Einflufs von Federn stehende Stangen (k kl) derart bewegt, dafs stets eine derselben in regelmäfsigen Zeitabschnitten mit dem Hebel (e) in Berührung kommt und einen elektrischen Strom einschaltet, welcher den jeweiligen Gang der Maschine auf einem Anzeiger kenntlich macht.Bei der nach Anspruch 1 gekennzeichneten Vorrichtung zum Anzeigen des Drehungssinnes von Kraftmaschinen ein Anzeiger, bestehend aus einem Gehäuse (n) mit zwei durch eine Scheidewand (n1) von einander getrennten Räumen mit je einer Glühlampe (q), welche infolge Stromschlusses und -Unterbrechung eine in der undurchsichtigen Scheibe ρ des Deckels (0) befindliche durchscheinende Marke in gleichmäfsigen. Zeitabschnitten erhellt und auf solche Weise den Drehungssinn der Maschine anzeigt.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE104272T | 1898-09-13 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE104272C true DE104272C (de) |
Family
ID=34876898
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1898104272D Expired - Lifetime DE104272C (de) | 1898-09-13 | 1898-09-13 |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE104272C (de) |
-
1898
- 1898-09-13 DE DE1898104272D patent/DE104272C/de not_active Expired - Lifetime
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