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Saug- und Druck-Durchlaufkolbenpumpe für Handbetätigung Die Erfindung
betrifft eine Saug- und Druck-Durchlaufkolbenpumpe für Handbetätigung, welche zum
Auspumpen von Behältern, die Luft oder ein Gas oder eine Flüssigkeit beliebiger
Art enthalten, bestimmt ist. Insbesondere eignet sich die durch die Erfindung geschaffene
Pumpe zum Entleeren von Behältern oder Ballons, welche Säuren oder andere chemische
Flüssigkeiten, Treibstoff, 01, Wein od. dgl. enthalten und meist mit Hebeleitungen
entleert 1werden.
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Es sind Handpumpen bekannt, bei denen selbsttätig wirkende Ventile
vorgesehen sind, die sich bei der Kolbenverschiebung jeweils selbsttätig öffnen
bzw. schließen. Diese bekannten Pumpen sind jedoch nicht als Durchlaufpumpen zur
Entleerung von Behältern mittels Hebeleitungen zu verwenden.
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Gemäß der Erfindung wird eine Saug- und Druck-Durchlaufkolbenpumpe
der erwähnten Art in der Weise ausgebildet, daß einerseits auf dem aus dem Pumpengehäuse
hervorstehenden Ende der mit einer Durchlauföffnung versehenen Kolbenstange und
andererseits an dem Pumpengehäuse oder an einem mit diesem fest verbundenen Teil
je ein axial verschiebbarer Handgriff vorgesehen ist, derart, daß beim Auseinanderziehen
der Handgriffe jeder Handgriff sich zunächst um ein begrenztes Stück verschiebt,
wodurch einerseits das saugseitige Sperrventil geöffnet und andererseits das druckseitige
Ventil geschlossen wird, worauf durch weiteres Auseinanderziehen der Griffe der
Kolben in dem Pumpengehäuse bis zur Saugendstellung verschoben und beim darauffolgenden
Zusammenschieben der Griffe umgekehrt das saugseitige Ventil geschlossen, das druckseitige
Ventil geöffnet und das angesaugte Medium aus dem Pumpengehäuse durch den Druckstutzen
ausgestoßen wird.
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Nach einer zweckmäßigen Ausführungsform der Erfindung wird die Pumpe
in der Weise ausgebildet, daß das Endstück der hohlen Kolbenstange den Ventilkörper
des saugseitigen Absperrventils trägt und von dem axial verschiebbaren Handgriff
umschlossen ist, der in den Saugstutzen übergeht.
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Die Erfindung sieht ferner eine Ausführung vor, bei welcher der eine
Handgriff durch eine auf dem Pumpengehäuse in Längsrichtung verschiebbare Griffhülse
ausgebildet ist.
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Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der
Beschreibung von Ausführungsbeispielen an Hand der Zeichnungen. In der Zeichnung
zeigt Fig. 1 einen axialen Längsschnitt einer Saug- und Druck-Durchlaufkolbenpumpe
gemäß der Erfindung in der Stellung bei vollendetem Förderhub, Fig. 2 die Pumpe
nach Fig. 1 in der ersten Phase des Saughubes, Fig. 3 im verkleinerten Maßstabe
eine teilweise aufgebrochene Ansicht der Pumpe nach Fig. 1 und 2 bei vollendetem
Saughub, Fig. 4 eine andere Ausführungsform der Erfindung in der der Fig. 1 entsprechenden
Arbeitsstellung, Fig. 5 einen Schnitt nach der Linie V-V der Fig. 4, Fig. 6 eine
abgewandelte Ausführungsform des am Saugstutzen angeordneten Absperrventils, Fig.
7 eine weitere Ausführungsform einer gemäß der Erfindung ausgebildeten Pumpe mit
umgekehrter Arbeitsweise der Absperrventile, Fig. 8 und 9 als Einzelheit die in
der Pumpe vorgesehene Rohrverschraubung vor bzw. nach Zusammenbau.
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In allen Figuren sind gleiche Teile mit denselben Bezugszeichen versehen.
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In Fig. 1 bis 3 bezeichnet 1 das zylindrische Pumpengehäuse, in welchem
sich ein mit einer Kolbenstange 2 verbundener Kolben 3 verschiebt. Der Kolben 3
sowie die Kolbenstange und ebenso das aus dem Gehäuse 1 austretende Endstück 4 der
Kolbenstange sind mit einer axialen Durchlaufbohrung versehen, welche an der Eintrittsseite
in den Saugstutzen E und an der Austrittsseite in den Druckstutzen Al mündet. Der
Kolben 3 weist beiderseits einen lippenförmigen Dichtungsrand 3` auf, welcher sich
an die Innenwand des zylindrischen Gehäuses 1 anschmiegt.
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Auf dem Endstück 4 der Kolbenstange ist axial verschiebbar ein ringförmiger
Handgriff 8 gelagert, `welcher in den Saugstutzen E übergeht und das aus den Teilen
9, 10, 11 zusammengesetzte Absperrventil umschließt. Der Handgriff 8 ist zu diesem
Zweck an der Unterseite mit Hilfe einer Dichtungsscheibe 6 und einer Schraubkappe
.7 verschlossen. Wenn man den Handgriff 8 mit der einen Hand erfaßt und im Sinne
des
Saughubes (in der -Zei(z.hnung als senkrecht nach oben) zieht, so verschiebt er-
sich auf dem Endstück 4 bis zum Anschlag an den Bund 5 (Fig. 2). Dabei verläßt die
Dichtung 10, welche mit Hilfe des Schraubhcirpers 11 an dem Ventilkörper
9 befestigt ist, die in <lein Handgriff 8 vorgesehene Sitzfläche S', so daß das
igesaugte Medium durch den Stutzen E und die in Mein Ventilkörper 9 vorgesehenen
Bohrungen 9' und die- Durchlaufbohrung des ;Kolbens 3 und der Kolbenstange 2 eintreten
kann. Zur.Unterstützung der Abdichtung ist der Ventilkörper 9 so gestaltet, daß
Lippendichtungen 5' bzw. 9." gebildet werden, die sich an die zylindrische
Innenwand des- Griffes 8 anlegen.
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Das Gehäuse 1 ist beiderseits durch einen Schraubdeckel 12 bzw. 13
verschlossen. Der Deckel 12 ist mit Luftaustrittsöffnungen 12' versehen. Der unter
Zwischenläge -einer Dichtung 14 aufgeschraubte Deckel 13 ist durch ein zylindrisches--Halsstück
15 verlängert, auf welchem der Handgriff 16 axial verschiebbar ist. Dieser Handgriff
ist mit dem Austrittsstutzen A verbunden, welcher seinerseits mit dem Ventilkörper
17,
18 ein Stück bildet. An dem Ventilkörper 18 ist mit Hilfe eines Schraubstöpsels
20 eine Dichtungsscheibe 19 befestigt; die sich bei geschlossenem Ventil jFig.2)
gegen die an der Innenwand des Halsstückes 15 gebildete Sitzfläche 15' anlegt. Außerdem
sind an' dem Ventilkörper Durchlaßkanäie 18' und Lippendichtungen 17", 18" vorgesehen,
wie sie oben im Zusammenhang mit dem saugseitigen Ventil erläutert wurden.
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Die Arbeitsweise der beschriebenen Pumpe ist die folgende: Nachdem
an dein- Eintrittsstutzen und an dem Austrittsstutzen der - Pumpe je eine Schlauchleitung
angeschlossen wurde, wird mit je einer Hand der Handgriff 8 bzw. 16 an der Pumpe
nach Fig. 1 erfaßt. Hierauf werden die-beiden Handgriffe auseinandergezogen, so
daß die Pumpe die in Fig. 3 veraischaulichte Stellung einnimmt, in welcher das angesaugte
Medium das Pumpengehäuse erfüllt. Danach ,-erden die beiden Handgriffe- gegenläufig
wieder bis in die Stellung nach Fig. 1 zusammengeschoben, wobei .das Medium aus
dem, Druckstutzen A ausgestoßen wird.
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Jede dieser Kolbenbewegung findet in zwei Stufen statt..-Geht man
von der Stellung nach Fig. 1 aus, so verschieben sich bei der Betätigung der Pumpe
zunächst die Handgriffe 8 und 16 in axialer Richtung in die in Fig. 2 dargestellte
-Stellung, in welcher das vorher geschlossene saugseitige Ventil geöffnet und das
vorher geöffnete druckseitige Ventil geschlossen ist. Erst beim weiteren Auseinanderziehen
der Handriffe verschiebt sich dann' der Kolben 2, 3 in dem Gehäuse 1 aus der in
Fig. 1_ und 2 gezeigten Stellung in die Stellung nach Fig:3, wobei das angesaugte
.\@ledium durch das geöffnete Ventil am Eintrittsstutzen in das Gehäuse 1 einströmen
kann.
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Beim folgenden Zusammenschieben der Griffe verschieben sich umgekehrt
die Griffe zunächst gegeneinander in axialer Richtung; wodurch das saugseitige Ventil
geschlossen und das druckseitige Ventil geöffnet wird. Erst beim. weiteren Zusammenschieben
der- Handgriffe wird der Kolben 2. 3 in die Stellung nach Fig. 1 zurückbewegt, wobei
das Medium aus ,lein Gehäuse 1 durch das geöffnete Ventil am Druckstutzen A ausgestoßen
wird.
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Soll z. B. zum Zweck einer Probeentnahme die gefüllte Pumpe in der
Stellung nach Fig. 3 von dem Abfüllschlauch abgenommen werden, so kann man das Gehäuse
an der Saugseite nach Belieben verschließen, i=.dem man den Handgriff 8 axial aus
der Stellung v:21 Fig. 2 in die- Stellung nach Fig. 1 zurückschiebt, um das Absperrventil
an der Eintrittsseite zu verschließen.
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Will man hingegen an einer Hebeleitung nach erfolgtem Ansaugen eine
Flüssigkeit durch reine Heberwirkung, also ohne Betätigung der Pumpe, entleeren,
so kann man durch axiale Verschiebung der Handgriffe 8 bzw. 16 die Absperrventile
an der Eintrittsseite und an der Austrittsseite öffnen, so daß ein glatter Durchlauf
durch die Pumpe erfolgen kann.
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Die in Fig. 4 dargestellte Ausführungsform unterscheidet sich von
der Ausführungsform nach Fig. 1 bis 3 im wesentlichen nur dadurch, daß der druckseitig
angeordnete Handgriff als ein das Pumpengehäuse 1 umgebender zylindrischer Rohrkörper
ausgebildet ist, wodurch die Handhabung der Pumpe erleichtert wird.
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Zu diesem Zweck ist das Pumpengehäuse 1 an seinem druckseitigen Ende
durch ein eingeschraubtes Kopfstück 21 abgeschlossen, welches das Absperrventil
17 bis 20 umschließt. Auf den Austrittsstutzen A ist eine Kappe 22 aufgeschraubt,
welche sich in einer auf dem Pumpengehäuse 1 in Längsrichtung verschiebbaren Griffhülse
22' fortsetzt. Die Handhabung und Wirkungsweise dieser Pumpe entspricht genau der
oben beschriebenen Ausführungsform, mit der einzigen Abweichung, daß mit der einen
Hand die Griffhülse 22' (an Stelle des Griffes 16 nach Fig.1 bis 3) erfaßt wird.
Die der Fig.2 entsprechende Stellung der Griffe 8 bzw. 22 ist -in Fig.4 strichpunktiert
angedeutet.
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Fig. 6 veranschaulicht eine andere Ausführungsform für das an der
Saugseite angeordnete Absperrventil und den dieses umschließenden Handgriff. Bei
dieser Ausführung bildet der Ventilkörper 9, 10, 11 mit dem Eintrittsstutzen E ein
Stück, welches mit der Griffkappe 23 verschraubt ist, die sich ihrerseits auf dem
mit der Kolbenstange 2 verschraubten Kopfstück 24 verschieben kann. In der dargestellten
Lage ist das Absperrventil 9, 10 geschlossen. Es wird geöffnet, indem man den Griff
23 in die strichpunktiert angedeutete Lage nach außen bewegt.
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Bei der in Fig. 7 gezeigten Ausführungsform ist das saugseitig angeordnete
- Absperrventil mit dem zugehörigen Handgriff ähnlich wie in Fig. 6 ausgebildet,
während -das druckseitig vorgesehene Absperrventil etwa der Fig. 1 und 2 entspricht.
Gewisse Abweichungen ergeben sich daraus, daß bei der in Fig. 7 dargestellten Pumpe
der Kolben 3 mit seiner Kolbenstange 2 nicht durch den saugseitigen Handgriff, sondern
durch den druckseitigen Handgriff betätigt wird. Zu diesem Zweck ist das Pumpengehäuse
1 saugseitig durch ein aufgeschraubtes Kopfstück 25 abgeschlossen, auf welchem der
Handgriff 23 verschiebbar ist, der seinerseits mit dem Eintrittsstutzen E und dem
Ventilkörper 9 verschraubt ist. Die mit dem Kolben 3 verschraubte Kolbenstange tritt
aus dem Gehäuse 1 durch den druckseitig angeordneten Deckel 13 aus und setzt sich
in dem das druckseitige Absperrventil umschließenden Kopfstück 26 fort, auf welchem
der Handgriff 27 verschiebbar ist. Der Handgriff 27 ist wie in Fig. 1 und 2 mit
dem Austrittsstutzen A verschraubt, der mit dem Ventilkörper 18 ein Stück bildet.
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Die Handhabung und Arbeitsweise der in Fig. 7 gezeigten Pumpe entspricht
im übrigen derjenigen nach Fig. 1 bis 3, mit der einzigen Abweichung, daß in der
vollendeten Saugstellung (entsprechend Fig. 3) der Kolben 3 sich in seiner unteren
Endstellung befindet und demgemäß die Kolbenstange2 an der unteren Seite des Gehäuses
1 austritt. -- -
Fig. 8 und 9 veranschaulichen in größerem Maßstab
die gemäß der Erfindung vorgesehene Schraubdichtung, welche beispielsweise bei der
Verbindung der Teile 2 und 4 nach Fig. 1 bis 4 oder zur Verbindung der Teile 2 und
3 nach Fig. 7 Verwendung finden kann. Zu diesem Zweck ist das eine Teil 28 mit einer
Gewindebohrung zur Aufnahme des anderen Teiles 29 versehen, welches einen entsprechenden
Gewindeansatz aufweist. Der Gewindeansatz des Teiles 29 endigt in einem lippenförmigen
Dichtungrand 29', welcher gemäß Fig.8 schwach konisch ausgebildet ist. Zur Aufnahme
dieser Dichtungslippe ist in dem Teil 28 eine zylindrische Bohrung 28' vorgesehen,
die sich an ihrer Eintrittsseite schwach konisch erweitert. Wie in Fig. 9 veranschaulicht,
wird die Dichtungslippe 29' im zusammengeschraubten Zustand der Teile 28, 29 in
der Bohrung 28' aufgenommen, wobei sie sich der zylindrischen Bohrung anpaßt und
dadurch an deren '%#@'andung zuverlässig dichtend anliegt. Diese Ausbildung der
Verschraubung eignet sich besonders bei Verwendung von geeigneten Kunststoffen,
wie z. B. Vinidur, Poloplast oder Trovidur.
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Das Material zur Herstellung der beschriebenen Pumpen wird dem Verwendungszweck
entsprechend gewählt. Bei Pumpen, die zum Umpumpen von Säuren bestimmt sind, wird
man zweckmäßig alle Einzelteile aus einem säurefesten Kunststoff fertigen.