DE105106C - - Google Patents

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DE105106C
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hydrochloric acid
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B03SEPARATION OF SOLID MATERIALS USING LIQUIDS OR USING PNEUMATIC TABLES OR JIGS; MAGNETIC OR ELECTROSTATIC SEPARATION OF SOLID MATERIALS FROM SOLID MATERIALS OR FLUIDS; SEPARATION BY HIGH-VOLTAGE ELECTRIC FIELDS
    • B03BSEPARATING SOLID MATERIALS USING LIQUIDS OR USING PNEUMATIC TABLES OR JIGS
    • B03B1/00Conditioning for facilitating separation by altering physical properties of the matter to be treated

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  • Manufacture And Refinement Of Metals (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 40: Hüttenwesen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 13. Januar 1899 ab.
Die geschwefelten Erze, welche mit kohlensauren Erdalkalien verwachsen oder vermengt sind, lassen sich durch Behandlung mit verdünnter Salzsäure erfolgreich aufbereiten. Man behandelt die Erze, wie sie aus der mechanischen Wäsche oder direct aus der Grube kommen, mit verdünnter Salzsäure in der Kälte und bringt die Erdalkalien dadurch vollständig in Lösung. Die salzsaure Lösung der Erdalkalien wird von dem aufbereiteten Erz abgezogen und zur Regenerirung der Salzsäure mit Schwefelsäure versetzt. Die Hauptmenge des Kalkes wird dadurch in Form von Calciumsulfat ausgeschieden und die entsprechende Menge Salzsäure wieder frei gemacht. Nach dem Abzug der letzteren von dem ausgefällten Kalk ist diese zu neuer Einwirkung auf die aufzubereitenden Erze brauchbar. Diese Manipulation kann, wenn erforderlich, nach Concentration der gewonnenen salzsauren Lösung so lange fortgesetzt werden, als noch Salzsäure zur Reaction frei wird. Tritt eine Reaction nicht mehr ein, so wird die salzsaure Lösung mit Schwefelsäure in der Siedehitze behandelt. Die Salzsäure, welche in Gasform entweicht, wird in geeigneter Weise in Wasser geleitet und so von neuem nutzbar gemacht. Die letztere Art der Regenerirung der Salzsäure kann auch gleich nach der ersten Behandlung angewendet werden, und wird dies Platz greifen müssen, wenn das abzuscheidende Erdalkali vorwiegend Magnesia enthält.
Die geschwefelten Erze werden von verdünnter Salzsäure nur sehr wenig angegriffen. Von einer reinen Zinkblende, welche 24 Stunden mit einer Salzsäure von 3 pCt. H Cl in der Kälte digerirt wurde, ging beispielsweise nur 0,14 pCt. des Zinkgehalts in Lösung. Als Nebenproducte werden gewonnen: Kohlensäure, welche verflüssigt werden, und schwefelsaurer Kalk, welcher zu Perlweifs (pearl harde ning) verarbeitet werden kann.
Die Aufbereitung lediglich durch die Anwendung der Salzsäure kann mit Vortheil wegen der hohen Kosten ■ derselben nicht angewendet werden. Erst die stete Wiedergewinnung der Salzsäure aus ihren Verbindungen mit Hülfe der bedeutend billigeren Schwefelsäure, und zwar einer Säure, deren directe Verwendung zur Lösung der kohlensauren Erdalkalien wegen der Bildung unlöslichen Calciumsulfate ausgeschlossen ist, ermöglicht die vortheilhafte Aufbereitung.
Die im Obigen gegebene Charakterisirung des Verfahrens läfst im Allgemeinen die wesentlichen Abweichungen von anderen Anreicherungsverfahren erkennen, wie sie in Gaetschmann, »Die Aufbereitung«, Bd. 2, S. 561, und in den Patentschriften Nr. 77127, 77567, Kl. 40, und 6615, Kl. 16, beschrieben sind. Auch im Einzelnen weicht mein Verfahren . von denjenigen der angeführten Patente ab.
Gegenüber dem Verfahren des Patentes Nr. 77127, Kl. 40, zeigt das vorliegende die folgenden Verschiedenheiten.
i. Das erste Verfahren behandelt die Zinkblende nach der Röstung, während das vorliegende die ungerösteten Erze aufbereitet. Es handelt sich also um die Trennung ganz verschiedener Verbindungen: im ersteren Fall um Zn O bezw. Zn OSO3 einerseits und CaOSO3 und MgOSO3 bezw. CaO und
Mg O andererseits, im zweiten Fall um Zn S, Pb S, FeS2 und CaOCO2 und MgOCO2. Die Aufbereitung vor der Röstung aber ist von grofser Wichtigkeit, da die aufbereitete Blende nicht allein die Transportkosten und die Kosten der Röstung vermindert, sondern auch — und dies ist der gröfste Vortheil — infolge der vorherigen Entfernung der Kohlensäure bedeutend bessere Gase für die Schwefelsäurefabrikation liefert.
2. Nach dem Verfahren des erstgenannten Patentes wird nur ein Theil der von mir zu entfernenden Bestandtheile von dem Zinkerz getrennt, und zwar der geringere, da· der Dolomit ungefähr zu Y3 aus MgOCO2 und zu 2/3 aus CaOCO2 besteht.
3. Die Trennung nach dem früheren Patente erfolgt unter directer Benutzung der Schwefelsäure, deren Verwendung für die vom Erfinder beabsichtigte Aufbereitung sowohl im concentrirten wie im verdünnten Zustande wegen der Bildung unlöslichen Calciumsulfate ausgeschlossen ist.
4. Die -beiden Verfahren verfolgen einen vollständig verschiedenen Zweck. Das Verfahren von Nah η se η will die Erzlösung brauchbar zur Elektrolyse des Zinks machen, während die vorliegende Aufbereitung das Erz zur Röstung und Verhüttung geeigneter machen will.
Auch das in der Patentschrift Nr. 77567, Kl. 40, beschriebene Verfahren ist von dem vorliegenden durchaus verschieden. Der Hinweis darauf, 1., dafs es sich um Erze handelt, die eine vollständig andere Zusammensetzung haben, besonders aber 2., dafs die Gewinnung der Werthbestandtheile eines Erzes im ersteren Fall durch Lösung derselben erstrebt wird, während im vorliegenden Fall die Werthbestandtheile unverändert bleiben und die zu.entfernenden Bestandtheile gelöst werden, dürfte zur Hervorhebung des grundsätzlichen Unterschiedes der beiden Verfahren genügen.
Von dem Verfahren des Patentes Nr. 6615, Kl. 16, weicht das vorliegende, abgesehen von der bereits gekennzeichneten grundsätzlichen Verschiedenheit, noch besonders in dem Punkte ab, dafs die beiden Verfahren verschiedene Zwecke verfolgen und dafs die zu behandelnden Erze in ihrer chemischen Zusammensetzung sowohl, wie in den physikalischen Eigenschaften vollständig von einander abweichen.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Anreicherung geschwefelter ■ Erze, welche mit kohlensauren Erdalkalien verwachsen oder vermengt sind, durch Behandlung mit verdünnter Salzsäure.
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